{"id":112297,"date":"2023-05-07T16:41:56","date_gmt":"2023-05-07T14:41:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=112297"},"modified":"2023-05-11T21:03:29","modified_gmt":"2023-05-11T19:03:29","slug":"benin-bronzen-an-afrika-privat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/benin-bronzen-an-afrika-privat\/","title":{"rendered":"Benin-Bronzen an Afrika privat?"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8222;\u00dcber die Kunst sehen wir unsere Vergangenheit und erfahren etwas \u00fcber den Weg, den wir als Menschen \u2013 aber auch als eine Nation, als ein Volk \u2013 zur\u00fcckgelegt haben. Daher geben wir Ihnen, dem nigerianischen Volk, heute nicht blo\u00dfe Objekte zur\u00fcck. Von Ihnen haben wir gelernt: Was wir zur\u00fcckgeben, ist ein Teil Ihrer Geschichte,<!--more--> ein Teil dessen, wer Sie sind. Ich glaube, als Deutsche und Europ\u00e4er sollten wir einen Moment innehalten und dar\u00fcber nachdenken, was das eigentlich bedeutet.&#8220;<\/em><br \/>\nDiese hehren Worte sprach Bundesaussenministerin Annalena Baerbock beim Staatsakt zur \u00dcbergabe (1) aller Benin-Bronzen aus deutschen Museen zuz\u00fcglich Millionen Euros an <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zusammenarbeit\/\">Nigeria<\/a> (2). Aber Achtung: Die Bronzen gelangen anscheinend in den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buerger\/privat\/\">Privatbesitz<\/a> vom K\u00f6nig bzw. Oba von Benin und die Euros werden wohl nie f\u00fcr den Museumsbau in Lagos verwendet (3). Die wunderbaren Benin-Statuen werden durch den Baerbock-Deal dem Besuch und Staunen der Welt\u00f6ffentlichkeit entzogen.<\/p>\n<p>Wenn <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/egal-was-meine-waehler-denken\/\">Annalena Baerbock<\/a> (&#8222;Egal, was meine deutschen W\u00e4hler denken&#8220; ) und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-kaputt\/kartoffeln\/\">Claudia Roth<\/a> (&#8222;Deutschland, du mieses St\u00fcck Schei\u00dfe&#8220;) die Begriffe &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/\">Volk<\/a>&#8220; und &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/\">Nation<\/a>&#8220; in den Mund nehmen, dann ist Skepsis geboten:<br \/>\nDiese sonst so verp\u00f6nten Begriffe gelten nicht dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/\">deutschen Volk<\/a>, sondern fremden V\u00f6lkern (Ukraine, nun Nigeria).<br \/>\nDie historischen Gegebenheiten (Sklaverei, Gro\u00dfbritannien) werden nicht ber\u00fccksichtigt (siehe (7) unten).<br \/>\nEs zeigt sich auch hier, wie erb\u00e4rmlich die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/diplomatie\/\">Diplomatie<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/ampel\/\">Ampel<\/a> agiert: Die Benin-Statuen sind dem kulturell interessierten Publikum ab jetzt nicht mehr zug\u00e4nglich und die Millionen im nigerianischen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/korruption\/\">Korruptionssumpf<\/a> irgendwelcher Clans versickert.<\/p>\n<p>Einzige, aber bedenkliche Wirkung: Es ist eine Belebung des internationalen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunstmarktes<\/a> zu erwarten, wenn einzelne Benin-Bronzen von privaten Kunstsammlern vom Oba (fr\u00fcher gab es hunderte solcher K\u00f6nige in Nigeria, die zudem als Treiber der Sklaverei bekannt waren) erworben und dann mit enormen Gewinnen zur Spekulation am Kunstmarkt weiterverkauft werden.<\/p>\n<p>Fazit: Die Gr\u00fcnen haben \u00f6ffentliches Eigentum an einem Privatmann und zudem Millionen von Euros an ein korruptes System \u00fcbertragen.<br \/>\nPassend dazu Joschka Fischer &#8211; ehemals gr\u00fcner Aussenminister- in den 80 er Jahren: &#8222;Deutschland ist ein Problem, weil die Deutschen flei\u00dfiger, disziplinierter und begabter als der Rest Europas (und der Welt) sind. Das wird immer wieder zu &#8222;Ungleichgewichten&#8220; f\u00fchren. Dem kann aber gegengesteuert werden, indem so viel Geld wie nur m\u00f6glich aus Deutschland heraus geleitet wird. Es ist vollkommen egal wof\u00fcr, es kann auch radikal verschwendet werden &#8211; Hauptsache, die Deutschen haben es nicht. Schon ist die Welt gerettet.&#8220; In diesem Sinne &#8230;<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Benin-Bronzen privatisiert&#8220;<br \/>\n======================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) bis (8)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) R\u00fcckgabe der Berliner Benin-Bronzen<\/strong><br \/>\nHeute unterzeichneten Hermann Parzinger, Pr\u00e4sident der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz (SPK), und Abba Isa Tijani, Generaldirektor der National Commission for Museums and Monuments (NCMM), den Vertrag \u00fcber die Eigentums\u00fcbertragung der Benin-Objekte aus der Sammlung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin \u2013 Preu\u00dfischer Kulturbesitz an Nigeria. Es handelt sich um 512 Werke, die als Folge der sogenannten Britischen Strafexpedition von 1897 nach Berlin gelangten. Es handelt sich dabei um die bislang gr\u00f6\u00dfte Eigentumsr\u00fcck\u00fcbertragung von Sammlungsobjekten aus kolonialem Kontext.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.8.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.preussischer-kulturbesitz.de\/pressemitteilung\/artikel\/2022\/08\/25\/rueckgabe-der-berliner-benin-bronzen.htm\">https:\/\/www.preussischer-kulturbesitz.de\/pressemitteilung\/artikel\/2022\/08\/25\/rueckgabe-der-berliner-benin-bronzen.htm<\/a>l<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Rede von Au\u00dfenministerin Annalena Baerbock anl\u00e4sslich der \u00dcbergabe der Benin-Bronzen<\/strong><br \/>\n\u201eDie Kunst lebt in der Geschichte und die Geschichte lebt in der Kunst.\u201c So hat es die nigerianische Autorin Chimamanda Ngozi Adichie formuliert. Sie beschreibt, wie Artefakte wie jene, die wir heute hier sehen, nicht blo\u00dfe Objekte sind. Sie erz\u00e4hlen Geschichten. Und wir sehen das genauso.<br \/>\nKunst sagt etwas dar\u00fcber aus, wer wir sind. Kunst pr\u00e4gt unsere Wahrnehmung von uns selbst und unsere Wahrnehmung von der Welt. \u00dcber die Kunst sehen wir unsere Vergangenheit und erfahren etwas \u00fcber den Weg, den wir als Menschen \u2013 aber auch als eine Nation, als ein Volk \u2013 zur\u00fcckgelegt haben. Daher geben wir Ihnen, dem nigerianischen Volk, heute nicht blo\u00dfe Objekte zur\u00fcck. Von Ihnen haben wir gelernt: Was wir zur\u00fcckgeben, ist ein Teil Ihrer Geschichte, ein Teil dessen, wer Sie sind. Ich glaube, als Deutsche und Europ\u00e4er sollten wir einen Moment innehalten und dar\u00fcber nachdenken, was das eigentlich bedeutet.<br \/>\nWas es bedeutet, einen wesentlichen Teil seiner Geschichte nicht bei sich zu haben, weil er einem weggenommen wurde.<br \/>\nWas w\u00fcrde es f\u00fcr uns bedeuten, wenn wir auf unser kulturelles Erbe verzichten m\u00fcssten? Nicht die Gutenberg-Bibel in Mainz bestaunen k\u00f6nnten? Nicht Luthers Schriften bewundern? Oder nicht vor einer Skulptur von K\u00e4the Kollwitz in Berlin oder vor Goethes Schreibtisch in Weimar stehen k\u00f6nnten?<br \/>\nDas l\u00f6st ein Gef\u00fchl des Verlusts aus, das ich mir schwer vorstellen kann. F\u00fcr Sie hier in Nigeria war dieser Verlust aber Ihre Realit\u00e4t.<br \/>\nHeute sind wir hier, um die Benin-Bronzen denen zur\u00fcckzugeben, denen sie geh\u00f6ren, dem nigerianischen Volk. Wir sind hier, um ein Unrecht wiedergutzumachen.<br \/>\nAmtstr\u00e4ger aus meinem Land kauften einst die Bronzen, obwohl sie wussten, dass sie geraubt und gestohlen worden waren. Danach haben wir Nigerias Bitte um R\u00fcckgabe sehr lange Zeit ignoriert.<br \/>\nEs war falsch, sie mitzunehmen. Aber es war auch falsch, sie zu behalten.<br \/>\nDies ist eine Geschichte des europ\u00e4ischen Kolonialismus. Es ist eine Geschichte, in der unser Land eine dunkle Rolle gespielt und in verschiedenen Teilen Afrikas enormes Leid verursacht hat.<br \/>\nDie R\u00fcckgabe der Bronzen heute ist ein entscheidender Schritt in Richtung dahin, wie wir mir mit diesem Kapitel umgehen sollten: offen, aufrichtig, mit der Bereitschaft, die eigenen Handlungen kritisch zu bewerten.<br \/>\nUnd entscheidend dabei ist, dass wir aufmerksam den Anliegen derjenigen zuh\u00f6ren, die die Opfer kolonialer Grausamkeiten waren.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.12.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/baerbock-uebergabe-benin-bronzen-an-nigeria\/2570312\">https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/baerbock-uebergabe-benin-bronzen-an-nigeria\/2570312<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) \u201eFiasko\u201c \u2013 Zur\u00fcckgegebene Benin-Bronzen in Privatbesitz gegeben statt ausgestellt<\/strong><br \/>\nie an Nigeria zur\u00fcckgegebenen Benin-Bronzen kommen in Privatbesitz. Der scheidende nigerianische Staatpr\u00e4sident Mohammedu Buhari hat das Eigentumsrecht an den Artefakten aus dem historischen K\u00f6nigreich Benin an den Oba Ewuare II., das aktuelle Oberhaupt der K\u00f6nigsfamilie, \u00fcbertragen, berichtet die Schweizer Ethnologin Brigitta Hauser-Sch\u00e4ublin in der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u201c.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/benin-bronzen-werden-privatbesitz-des-oba-war-das-der-sinn-18872272.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/benin-bronzen-werden-privatbesitz-des-oba-war-das-der-sinn-18872272.html<\/a><br \/>\nDer entsprechende Erlass wurde bereits am 23. M\u00e4rz dieses Jahres ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nDurch die Verf\u00fcgung kommt der Oba in den Besitz aller Kunstwerke, die 1897 bei einer Strafexpedition von britischen Truppen im K\u00f6nigspalast von Benin gepl\u00fcndert wurden, \u201eunter Ausschluss jeder anderen Person und Institution\u201c, wie eine nigerianische Zeitung den Text zitiert. Bereits vor Monaten hatten Beobachter, auch bei WELT,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst\/plus237869519\/Bedingungslose-Rueckgabe-der-Benin-Bronzen-an-wen-jetzt-An-die-Clans.html\">https:\/\/www.welt.de\/kultur\/kunst\/plus237869519\/Bedingungslose-Rueckgabe-der-Benin-Bronzen-an-wen-jetzt-An-die-Clans.html<\/a>, gewarnt, es h\u00e4uften sich Indizien daf\u00fcr, dass es das geplante Museum nicht geben wird, in dem die Kunstwerke ausgestellt werden sollten.<br \/>\nDamit ende die deutsche Politik der \u00dcbereignung s\u00e4mtlicher Benin-Bronzen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article244687400\/Restitution-Material-der-Benin-Bronzen-aus-dem-Sklavenhandel.html\">https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article244687400\/Restitution-Material-der-Benin-Bronzen-aus-dem-Sklavenhandel.html<\/a> aus deutschen Museen an den nigerianischen Staat \u201ein einem Fiasko\u201c, wie Hauser-Sch\u00e4ublin schreibt<br \/>\n&#8230;. Alles vom 6.5.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article245193040\/Bericht-Zurueckgegebene-Benin-Bronzen-in-Privatbesitz-gegeben-statt-ausgestellt.html\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article245193040\/Bericht-Zurueckgegebene-Benin-Bronzen-in-Privatbesitz-gegeben-statt-ausgestellt.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nHerr Precht, wie Recht Sie doch hatten: \u201edie moralische Inbrunst einer Klassensprecherin\u201c. Nun, der nigerianische Ober-K\u00f6nig stellt die Fig\u00fcrchen inmitten seiner Orchideen Sammlung auf und freut sich jeden Morgen daran. Tolle Leistung. Applaus. Vorhang f\u00e4llt. HD<br \/>\n.<br \/>\nDas belegt, wie wenig Ahnung und Plan Baerbock hat. Ihre Politik ist nur planlose Symbolpolitik hinter gut geschminkter Fassade. Die Welt lacht nur noch \u00fcber Deutschland, da n\u00fctzt auch eine feminine Aussenministerin nichts, die mehr mit weiblicher Optik versucht zu \u00fcberzeugen als mit guten Argumenten. U.O.<br \/>\n.<br \/>\nWieso Fiasko? Das beninische Volk kann mit seinen Bronzen tun und lassen, was es will. Und wenn es sie einschmilzt. Geschenkt ist geschenkt. K.W.<br \/>\n.<br \/>\nPeinlich war die Inszenierung der R\u00fcckgabe. \u00dcber den Vorgang lachen wir jetzt, aber das ist auch eine Anma\u00dfung. Wer kennt schon die Geschichte aus afrikanischer Sicht? Innenpolitisch ist die Weitergabe an die Familie der Sklavenh\u00e4ndler vielleicht genau das richtige. Naiv w\u00fcrde ich sagen, es stabilisiert die aktuelle Regierung. Vielleicht ist die gut. T.P.<br \/>\n.<br \/>\n\u201eFiasko\u201c ist das richtige Wort f\u00fcr diese Politik. Die \u00dcbergabe wurde Gro\u00df im Fernsehen gezeigt. Von diesem Ergebnis lese hier gerade zum ersten mal. Chaos pur. Ich bef\u00fcrchte aber, dass man nichts daraus lernt. G.S.<br \/>\n.<br \/>\nUnd m\u00fcssen sich die Damen Ministerinnen jetzt wegen Verschwendung von Steuergeld (Museumsbaz) sowie mangelnder Informationspflicht bei den Fachabteilungen verantworten? B.M.<br \/>\n.<br \/>\nDesastr\u00f6ses Ende einer gr\u00fcnen Lustreise und eine schallende Ohrfeige f\u00fcr die ewigen Gutmenschen. Schade um die Bronzen die jetzt verh\u00f6kert werden. J.H.<br \/>\n.<br \/>\nUnsere Rentner m\u00fcssen Flaschen sammeln, Menschen zur Tafel gehen, viele wissen nicht wie sie \u00fcber die Runden kommen sollen und unseren sehr tollen Politiker*innen, verpulvern ein paar Millionen nach Nigeria und sonstige ausl\u00e4ndische Staaten. Unfassbar. S.D.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>(4) Nun sind sie halt weg, die Benin-Bronzen<\/strong><br \/>\nHeute sind wir hier, um die Benin-Bronzen denen zur\u00fcckzugeben, denen sie geh\u00f6ren, dem nigerianischen Volk. So sprach Annalena Baerbock, die Weise, und auch Claudia Roth frohlockte: All diese Bem\u00fchungen bilden das Fundament f\u00fcr eine weitere und intensivere kulturelle Zusammenarbeit zwischen Nigeria und Deutschland. Wird wohl leider nix draus, wie jetzt Die WELT meldet.<br \/>\nStatt ans Volk und ins Museum gehen die Millionenobjekte nun an das Oberhaupt der \u00f6rtlichen K\u00f6nigsfamilie, ausdr\u00fccklich unter Ausschluss Dritter. Was zu erwarten war, denn wenn die Gr\u00fcnen anfangen von \u201eVolk\u201c zu reden, dann wird es entweder albern oder gef\u00e4hrlich. Oder beides: Nun sind sie halt weg, die Bronzen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 7.5.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/kurzkommentar_nun_sind_sie_halt_weg_die_benin_bronzen\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/kurzkommentar_nun_sind_sie_halt_weg_die_benin_bronzen<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(5) Welterbe der Benin Bronzen durch \u00dcbergabe privatisiert<\/strong><br \/>\nDer entscheidende Unterschied zwischen einem Pa\u00adlast und einem Museum liegt in der Zug\u00e4nglichkeit. Ein Museum ist \u00f6f\u00adfent\u00adlich, ein Palast privat. In ein Museum gelangt man mit einer Eintrittskarte, in einen Palast mit einer Einladung. Museen sind Orte der Inklusion, Pal\u00e4ste solche der Exklusion. Wer die Benin-Bronzen in Zukunft an ihrem Entstehungsort in Nigeria sehen will, wird diesen Unterschied zu sp\u00fcren be\u00adkom\u00admen.<br \/>\nDer scheidende nigerianische Staatspr\u00e4sident Buhari hat das Eigentumsrecht an allen Benin-Bronzen \u2013 jenen, die sich be\u00adreits in Nigeria befinden, und jenen, die noch dorthin gelangen werden \u2013 an den Oba Ewuare II. \u00fcbertragen, den real existierenden K\u00f6nig des Titulark\u00f6nigtums Be\u00adnin. Die deutschen Museen wiederum haben ihren gesamten Bestand an Benin-Bronzen im vergangenen Jahr an Nigeria \u00fcberschrieben. Nach jetzigem Stand ge\u00adh\u00f6\u00adren damit s\u00e4mtliche Benin-Artefakte aus Deutschland dem K\u00f6\u00adnigspalast in Benin Ci\u00adty. In dessen R\u00e4umlichkeiten gibt es zwar ein kleines Mu\u00adse\u00adum, aber den Zugang dazu kontrolliert der Hofstaat des Oba, der nigerianische Staat hat dort nichts zu suchen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.5.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/welterbe-der-benin-bronzen-durch-uebergabe-privatisiert-18876030.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/welterbe-der-benin-bronzen-durch-uebergabe-privatisiert-18876030.html<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(6) Bronzen f\u00fcr Bonzen?<\/strong><br \/>\nDeutschland hat &#8222;seine&#8220; Benin-Bronzen an Nigeria restituiert. Jetzt sollen sie pl\u00f6tzlich dem Nachfolger des K\u00f6nigs geh\u00f6ren. Ist die Restitutionspolitik gescheitert? Die Bundesregierung bem\u00fcht sich um Aufkl\u00e4rung.<br \/>\n&#8230; Aleles vom 7.5.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/benin-bronzen-restitution-kolonialismus-afrika-nigeria-1.5844638?reduced=true\">https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/benin-bronzen-restitution-kolonialismus-afrika-nigeria-1.5844638<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(7) Die gro\u00dfe gr\u00fcne Umverteilung \u2013 von unten nach oben, vom Inland ins Ausland<\/strong><br \/>\nie sogenannte R\u00fcckgabe der Benin-Bronzen durch Claudia Roth und Annalena Baerbock an Nigeria im Dezember 2022 ist keine Petitesse, denn sie k\u00f6nnte sich auf einen Schaden von 60 bis 70 Millionen Euro f\u00fcr Deutschland aufsummieren. Doch es ist inzwischen ja fast schon traurige Gewissheit, dass jeder Auslandsbesuch gr\u00fcner Minister Deutschland an guten Tagen nur um Millionen, an schlechten Tag sogar um Milliarden Euro \u00e4rmer macht. Die besten St\u00fccke n\u00e4mlich der insgesamt \u201ein einer digitalen Datenbank erfassten 5246 Benin-Objekte\u201c, die auf Museen in der ganzen Welt verteilt sind, erzielen auf dem Schwarzmarkt bis zu f\u00fcnf Millionen Dollar, wie Peter J. Brenner in der Weltwoche schreibt.<br \/>\nW\u00fcrden Baerbock und Roth wenigstens, wenn es ihnen schon selbst daran mangelt, Kompetenz um sich versammeln, dann h\u00e4tte man ihnen erkl\u00e4rt, dass seit der Mitte des 15. Jahrhunderts das K\u00f6nigreich Benin im Herzen Afrikas zu einer starken die Nachbarv\u00f6lker und -st\u00e4mme terrorisierenden Macht aufgestiegen war, die ihren Wohlstand der Ausbeutung der Nachbarn und vor allem dem Sklavenhandel verdankte. Sch\u00e4tzungen sprechen von \u00fcber 13 Millionen Afrikanern, die von der Westk\u00fcste Afrikas in die Neue Welt deportiert wurden. Den gr\u00f6\u00dften Anteil am Handel hatte das K\u00f6nigreich Benin, das in ihren Nachbarn nur Handelsware und Material f\u00fcr Menschenopfer sah.<br \/>\n.<br \/>\nWas wird aus Pergamon und Nofretete?<br \/>\n\u201eR\u00fcckgabe\u201c der Benin-Bronzen: Die ideologische Museumspolitik der Ampel<\/p>\n<p>Aus dem Profit des Menschenhandels erwarb Benin unter anderem Schusswaffen, um den Menschenhandel zu intensivieren, und von den Portugiesen Metalle zur Herstellung der legend\u00e4ren Benin-Bronzen. Es ist schon eine traurige Pointe der Inkompetenz, f\u00fcr die man sich nur sch\u00e4men kann, dass Baerbock und Roth die Bronzen ausgerechnet denen \u00fcbergaben, die vom Sklavenhandel profitierten, den Nachfahren der Sklavenh\u00e4ndler und nicht den Nachfahren der Sklaven. Aber die Taten der beiden Gr\u00fcnen-Politiker erweisen sich als noch skandal\u00f6ser.<br \/>\nWichtig zur Beurteilung ist es zu wissen, dass eine britische Strafexpedition nach einer Reihe von Zwistigkeiten, zu denen auch die Niedermetzelung einer britischen Delegation geh\u00f6rte, im Februar 1897 Benin einnahmen. Sie fand \u201eweit \u00fcber 200 halbverweste Leichen auf den Stra\u00dfen, auch brutal gefolterte Menschenopfer\u201c, wie Peter J. Brenner den Bericht des britischen Kommandeurs Reginald H. Bacon, der den treffenden Titel \u201eBenin, City of Blood\u201c tr\u00e4gt, referiert. \u00dcber den K\u00f6nigspalast schrieb Bacon: \u201e\u00dcberall war Blut zu sehen, das die Bronzen, das Elfenbein und sogar die W\u00e4nde bedeckte und die Geschichte dieser schrecklichen Stadt deutlicher zum Ausdruck brachte, als es die Schrift je konnte. Und das schon seit Jahrhunderten!\u201c Das Blut, das der britische Kommandeur entdeckte, stammte von den Sklaven, die der K\u00f6nig, der Oba von Benin, w\u00e4hrend der Belagerung durch die Briten massakrieren lie\u00df.<br \/>\nClaudia Roth, von keiner Sachkenntnis ber\u00fchrt, \u00e4u\u00dferte mit hohlem Pathos, dass die R\u00fcckgabe der Bronzen als kulturelles Erbe des \u201enigerianischen Volkes\u201c \u201edie Wunden der Vergangenheit heilen\u201c sollte. Doch schon hier stellen sich die Fragen: welches Volk, und welche Wunden?<br \/>\nNigeria besteht aus 430 Ethnien, die von den Briten zu einem Staat zusammengefasst worden sind. Doch Nation Building, wie die Briten das damals und die USA sich das immer noch vorstellen, funktioniert nicht. Nicht nur der Irak ist daf\u00fcr ein Beispiel, sondern auch das multiethnische, nicht eben vor Stabilit\u00e4t strotzende Nigeria mit seinen 215 Millionen Einwohnern.<br \/>\nObwohl es tiefster Glaubenssatz der Gr\u00fcnen ist, dass die Deutschen an allem in der Welt die Schuld tragen und endlich die Schuld deutscher Gro\u00dfwildj\u00e4ger an der Ausrottung der Dinosaurier aufgearbeitet werden sollte, bleibt es doch, man kann es drehen und wenden, wie man will, eine historische Tatsache, dass Deutschland im Gegensatz zu den Portugiesen, Briten, Niederl\u00e4ndern, Spaniern und Franzosen nicht am Sklavenhandel beteiligt war.<br \/>\n&#8230; Alles vom 6.5.2023 von Klaus-R\u00fcdiger Mai bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/benin-bronzen-roth-baerbock\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/benin-bronzen-roth-baerbock\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nSelbst die Taz brachte die Information. \u201eDas Herrscherhaus in Benin war massiv am Sklavenhandel beteiligt. Dennoch restituiert die Bundesrepublik Kunstobjekte vorbehaltlos an Nigeria\u201c Die nachtr\u00e4gliche Guthei\u00dfung des Sklavenhandels durch die Gr\u00fcnen brachte ihnen nicht einmal einen Mecker in Deutschland ein. Doch wenn ein Herr Palmer eigentlich nur deutsch spricht, wird er zerfetzt. Darf man eigentlich noch Wei\u00dfer sagen? Wae<br \/>\n.<br \/>\nWenn hier \u00fcberhaupt in irgendeiner Form eine \u201awiderrechtliche Aneignung\u2018 zum eigenen finanziellen Vorteil stattgefunden hat, dann durch die Briten, welche die Benin-Statuen aus ihren Kolonial-Territorien nach Europa verbracht haben.<br \/>\nAnschlie\u00dfend verkauften Sie die Kunstwerke f\u00fcr teuer Geld an Drittstaaten, darunter auch Deutschland. Demgem\u00e4\u00df m\u00fcssten die Engl\u00e4nder den Deutschen eine finanzielle Kompensation f\u00fcr die \u2019notwendig gewordene\u2018 (LoL) R\u00fcckgabe afrikanischen Kulturgutes zahlen.met<br \/>\n.<br \/>\nDas ist nur ein Beispiel. Allgemeiner l\u00e4sst sich m.E. in den letzten Jahren Folgendes beobachten: es werden Krisen k\u00fcnstlich generiert, damit L\u00f6sungen pr\u00e4sentiert werden k\u00f6nnen, die ohne diese k\u00fcnstlich generierten Krisen kein Mensch br\u00e4uchte. Die dann angebotenen und brachial durchgesetzten L\u00f6sungen dienen in der Folge der Beschneidung der Grundrechte der B\u00fcrger. Pie<br \/>\n.<br \/>\nDie \u201eR\u00fcckgabe\u201c der Benin-Bronzen vermittelt den Gr\u00fcnen das gute Gef\u00fchl, es den postkolonialistischen, alten, weissen M\u00e4nnern mal so richtig gezeigt zu haben (unabh\u00e4ngig davon, ob es solche tats\u00e4chlich gibt). Und ist das Ergebnis noch so desastr\u00f6s \u2013 die gute Absicht allein z\u00e4hlt. Andersdenkenden wird einfach B\u00f6swilligkeit unterstellt.<br \/>\nDieses Muster kann man bei allen gr\u00fcnen Projekten beobachten. Egal ob Klima-Gender-Corona-Sonstwas-Politik \u2013 Es z\u00e4hlt nicht die Realit\u00e4t, sondern das erhabene Gef\u00fchl moralischer \u00dcberlegenheit. Als Gr\u00fcner w\u00e4hnt man sich in der Position, auf alle Nichtgr\u00fcnen mit Verachtung herabsehen zu k\u00f6nnen. Die gef\u00fchlte \u00dcberlegenheit steht \u00fcber allem und dient der Selbsterm\u00e4chtigung, sich \u00fcber andere zu erheben und \u00fcber die Lebensweise Anderer bestimmen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nStatt vernunftorientierter Politik erleben wir eine Politik der hypermoralischen Absichten, die durchgesetzt wird \u00fcber eine Kultur der Unterstellung b\u00f6swilliger Absichten gegen jeden, der es wagt, gr\u00fcnen Wahnideen zu widersprechen. Zur Bek\u00e4mpfung der B\u00f6swilligen ist daher jedes Mittel recht. Wir hatten schon mal eine Phase mit einer Regierungsideologie, die von dem Glaubten lebte, besser als alle Anderen zu sein. Der Zeitzeuge Kurt Tucholsky bemerkte damals: \u201eDas Gegenteil von gut ist nicht b\u00f6se, sondern gut gemeint.\u201c Wie recht er damit hatte, sieht man heute jeden Tag mehr.. Tei<br \/>\n.<br \/>\nLeider haben Baerbock und Roth bis zur n\u00e4chsten Wahl noch sehr viel Zeit, im Namen der historischen Schuld, \u00f6ffentlichen Museen Kultursch\u00e4tze zu entrei\u00dfen und in ausl\u00e4ndischen Privatbesitz zu \u00fcberf\u00fchren. Ist nicht der Pergamon-Altar und die B\u00fcste der Nofretete auch im Visier der Gr\u00fcnen? Schau ma mal an welchen Privatiere diese von Bearbock und Roth verramscht werden. Pau<br \/>\n.<br \/>\nEs geht hier nicht um historische Fakten, sondern darum, dass diese geistig unterkomplexen Damen ihren Wunsch nach S\u00fchne, gepaart mit \u00dcberheblichkeit, auf Kosten der Steuerzahler ausleben duften. Es ging den beiden Ungebildeten nicht um eine berechtigte R\u00fcckgabe, sondern sie wollten sich mal wieder so richtig gut f\u00fchlen. Das \u00fcberhebliche B\u00fc\u00dfertum ist \u00fcbrigens eine der unangenehmen und altbew\u00e4hrten Eigenschaft innerhalb der Kirchen. Es durchzieht jetzt auch die Politik, die sich peinlicherweise als Moral-Religion inszeniert. C.F.<br \/>\n.<br \/>\nDer Sachverhalt mit der Benin Bronze und den Hintergr\u00fcnden, interessiert die breite Masse der Deutschen genausowenig , wie wer sie regiert ! W\u00e4re dem nicht so , so w\u00e4ren die Gr\u00fcnen nie in eine Regierung gekommen und h\u00e4tten jetzt nicht trotz der ganzen Unzufriedenheit nicht immer noch ca 16% Zustimmung, die reichen um nach der n\u00e4chsten Wahl wieder in einer Regierung zu sitzen ! Solange man nicht die AfD auf weit \u00fcber 20 % bringt , daf\u00fcr die Nichtw\u00e4hler auf 40 % steigen , bleibt uns Gr\u00fcn erhalten \u2026.Von daher muss man bei uns nicht jammern Hum<br \/>\n.<br \/>\n\u201eEs ist schon eine traurige Pointe der Inkompetenz, f\u00fcr die man sich nur sch\u00e4men kann, dass Baerbock und Roth die Bronzen ausgerechnet denen \u00fcbergaben, die vom Sklavenhandel profitierten, den Nachfahren der Sklavenh\u00e4ndler und nicht den Nachfahren der Sklaven.\u201c Woke ben\u00f6tigen \u201edie Schwarzen\u201c pauschal als Opfer und \u201edie (anderen) Wei\u00dfen\u201c pauschal als T\u00e4ter. Sonst k\u00f6nnen sie sich nicht \u201eals Wei\u00dfe, die verstanden haben\u201c aufspielen und nach dieser Selbsterh\u00f6hung die eigenen Leute auspl\u00fcndern. T.Sch.<br \/>\n.<br \/>\nWas interessieren mich die nigerianischen Nachkommen von Sklavenh\u00e4ndlern? Was mich interessiert: Bisher \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Kunstwerke wurden ohne Rechtsverpflichtung an die Rechtsnachfolger der ehemaligen Besitzer zur\u00fcck gegeben. Falsch: sie wurden denen geschenkt. Der Bau eines Museums, damit diese Kunstwerke auch k\u00fcnftig der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich sein werden, wurde finanziert. Unter diesen Gegebenheiten h\u00e4tte jeder ordentliche Kaufmann eine R\u00fcckgabeverpflichtung verlangt f\u00fcr den Fall, da\u00df die Bedingungen der Schenkung nicht eingehalten werden.<br \/>\nBisheriges Ergebnis: zwei Amateure, wahrscheinlich in Begleitung einer entsprechenden Entourage, machten sich ein paar sch\u00f6ne Tage in Kenia. Im Ergebnis schenkten sie einem Obermufti ungef\u00e4hr 100 Millionen und wei\u00df der Teufel wem, 4 Millionen f\u00fcr irgendeinen Bau, f\u00fcr den bisher noch nicht mal der Grundstein gelegt wurde ( so las ich k\u00fcrzlich). D.I.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(8) Das Duo infernale &#8211; Streit um Benin-Bronzen<\/strong><br \/>\nDie \u00dcbergabe der Benin-Bronzen im Dezember 2022 an die nigerianische Regierung erweist sich als ein doppeltes Desaster. Statt sie wie ank\u00fcndigt in einem neuen Museum zu pr\u00e4sentieren, wo sie zum kulturellen Initiationserlebnis einer wi\u00dfbegierigen afrikanischen Jugend werden sollten, sind sie der Schatzkammer des Obas, des Oberhaupts der fr\u00fcheren K\u00f6nigsfamilie, \u00fcbergeben worden. Vielleicht werden sie eines Tages in einem Palastmuseum ausgestellt, vielleicht werden die Besitzer sie zu Geld machen. Was in Deutschland \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliches Weltkulturerbe war, untersteht nun privater Verf\u00fcgung. Die ohnehin skandal\u00f6se \u00dcbergabe erfolgte n\u00e4mlich \u201ebedingungslos\u201c. Was das gr\u00fcne Damendoppel Annalena Baerbock und Claudia Roth als \u201ehistorischen Moment\u201c und \u201eWendepunkt in der internationalen Kulturpolitik\u201c zelebrierte, ist zum sichtbaren Zeichen deutsch-woker Bl\u00f6digkeit und Selbstbesch\u00e4digung geworden.<br \/>\n.<br \/>\nDas kommt heraus, wenn Bildungsferne, moralischer Gr\u00f6\u00dfenwahn und Inkompetenz zu \u201ewertegeleiteter\u201c Au\u00dfen- und Kulturpolitik zusammenfinden. Wir befinden uns in einem Hippie-Staat, an dem neben Politik und Medien auch der Kultur- und Wissenschaftsbetrieb bauen. Der Afrikanist J\u00fcrgen Zimmerer, der sich seit Jahren als Anti-Kolonial-Ayatollah profiliert, nennt die Kritik am gr\u00fcnen Duo infernale \u201ePopulismus und Brandstiftung\u201c; die Restitution sei erfolgt, \u201eweil Europ\u00e4er:innen\u201c die Bronzen geraubt h\u00e4tten. \u201eMan h\u00e4tte das auch direkt an den Oba machen k\u00f6nnen &#8230;\u201c Sogenannte Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind also keine Exklusivit\u00e4t der Wei\u00dfen.<br \/>\n.<br \/>\nDas vermeintlich rechtm\u00e4\u00dfige Erbe des Obas stammt aus den Erl\u00f6sen der Sklavenverschickung. Von den elf Millionen Afrikanern, die zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert nach Amerika verschleppt wurden, war ein knappes F\u00fcnftel von den Benin-F\u00fcrsten, seinen Vorfahren, gefangen und an die Europ\u00e4er verkauft worden. Sogenannte Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind also keine Exklusivit\u00e4t der Wei\u00dfen. Sie machten das schwarze K\u00f6nigreich zu einer f\u00fchrenden Regionalmacht.<br \/>\nDas alles war bekannt, aber z\u00e4hlte nicht. Feigheit, Opportunismus, Schuldtheologie allenthalben. Der Chef der von der Restitution betroffenen Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, windet sich: Der \u201eUnrechtskontext\u201c des Erwerbs durch deutsche Museen \u201ewar stets unbestritten\u201c. Nun, die Briten kauften die Bronzen 1897; die Haager Landkriegsordnung, die den Kunstschutz beinhaltet, gilt erst seit 1899. Das Ausland hat allen Grund, die hypermoralisch aufgeladene Dummheit und Servilit\u00e4t deutscher Politiker als feste Gr\u00f6\u00dfe in seine politischen und sonstigen Kalkulationen einzustellen. Was hier geschehen ist und weiter geschieht, nennt man im Privatgesch\u00e4ft Veruntreuung<br \/>\n&#8230; Alles vom 12.5.2023 von Thorsten Hinz bitte lesen in der JF 20\/23, Seite 1<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;\u00dcber die Kunst sehen wir unsere Vergangenheit und erfahren etwas \u00fcber den Weg, den wir als Menschen \u2013 aber auch als eine Nation, als ein Volk \u2013 zur\u00fcckgelegt haben. Daher geben wir Ihnen, dem nigerianischen Volk, heute nicht blo\u00dfe Objekte &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/benin-bronzen-an-afrika-privat\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[52,14,13,119],"tags":[602,464,492,301],"class_list":["post-112297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-einewelt","category-global","category-kultur","category-kunst","tag-afrika","tag-geschenk","tag-korrupt","tag-culture"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=112297"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":112405,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112297\/revisions\/112405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=112297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=112297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}