{"id":110667,"date":"2023-03-14T11:23:08","date_gmt":"2023-03-14T10:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=110667"},"modified":"2025-03-21T17:59:49","modified_gmt":"2025-03-21T16:59:49","slug":"kabarett-und-konformitaetsdruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kabarett-und-konformitaetsdruck\/","title":{"rendered":"Kabarett und Konformit\u00e4tsdruck"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kabarett\/\">Kabarett<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/satire\/\">Satire<\/a> m\u00fcssen fetzen, baf machen, ungezwungen frech sein, die &#8222;da oben&#8220; mit Wortwitz sticheln, gegen die M\u00e4chtigen so st\u00e4nkern, da\u00df es nicht stinkt, sondern zum Lachen bringt. Doch das ist leider weitgehend pass\u00e9. Dem Kabarett bleiben die Besucher weg.<!--more--><br \/>\n<em>\u201eSie kommen zu mir ins Kabarett und klatschen Beifall, und stimmen bei den n\u00e4chsten Wahlen dann doch wieder wie immer ab. Behalten Sie die Kabaretteintrittskarten, dann k\u00f6nnen Sie sp\u00e4ter sagen: ,Ich war im Widerstand\u2018 \u201c<\/em> &#8211; aus diesen Worten des bekannten Kabarettisten Volker Pispers klingt Traurigkeit und Resignation.<br \/>\n.<br \/>\nHaben Kabarettisten heutzutage Angst, da\u00df es ihnen ergeht wie dem Sachsen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/steimle-und-drewermann-2023\/\">Uwe Steimle<\/a>, der aus dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/oerr\/\">\u00d6RR<\/a> (MDR) entfernt wurde und nun nur noch schwerlich auftreten kann, weil er angeblich rechts sei. Wobei ja das moderne Dogma &#8222;Andersdenken ist rechts&#8220; gilt, bei dem rechts und rechtsextrem gerne Synonyme sind.<br \/>\nDie Folge: Das Canceln von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/eigene-meinung\/\">Andersdenkenden<\/a> l\u00e4\u00dft auch das Kabarett in die langweilige <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/konformismus\/\">Konformit\u00e4t<\/a> abgleiten. Die Zuschauerzahlen sinken, denn wer will sich auch noch im Theater woke, gender, waffenstarrend, weltrettend und politisch korrekt berieseln lassen, wenn er dasselbe in den Mainstreammedien t\u00e4glich bereits erf\u00e4hrt?<\/p>\n<p>Warum vollziehen so viele Kabarettisten, die man fr\u00fcher gerne h\u00f6rte und sah, eine derartige Kehrtwendung hin zu langweiligen Claqueuren von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zeitgeist\/\">Zeitgeist<\/a> bzw. gerade amtierender Regierung? Das Abdriften des Kabaretts in Deutschland findet gro\u00dfenteils aus reinem Systemanpassungsdruck und wirtschaftlicher Abh\u00e4ngigkeit statt.<br \/>\nMit Social Media-Videos, B\u00fcchern, B\u00fchnenauftritten oder einem Tingeln \u00fcbers Land\u00a0 \u00a0kann man keinen Lebensunterhalt verdienen. Erst recht nicht ohne einen gewissen Bekanntheitsgrad im TV. Und auch nicht, wenn man nach zu kritischem Witz von den Medien das Pr\u00e4dikat <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/umstritten\/\">&#8222;umstritten&#8220;<\/a> erhalten hat und somit zum sozial <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kunst-als-umstritten-entfernt\/\">Ge\u00e4chteten<\/a> wurde.<\/p>\n<p>Was also bleibt den K\u00fcnstlern abseits von Reichweite und Engagement im \u00d6RR? Sie sind gezwungen, dem Konformit\u00e4tsdruck nachzugeben. Sie m\u00fcssen sich von der Berufung als Kabarettist bzw. Satiriker verabschieden und dem Job des Comedians zuwenden bzw. den Vorgaben der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Leitmedien<\/a> anzupassen. G\u00e4hn.<br \/>\n14.3.2023<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Kabarett und Konformit\u00e4tsdruck&#8220;<br \/>\n===========================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) &#8211; (2)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Umfrage zur Anpassung des Kabaretts an den Regierungskurs<\/strong><br \/>\nLiebe Leser, wir erleben zurzeit etwas Eigenartiges: Das Kabarett und die Satire sind \u00fcberwiegend auf Regierungskurs eingeschwenkt und sie haben die Aufgabe \u00fcbernommen, die verbliebenen kritischen Geister zu attackieren \u2013 mit Anleihen bei der etablierten herrschenden Meinung. Wenn Sie das \u00e4hnlich empfinden, dann w\u00fcrde uns interessieren, wie Sie sich die Verneigung des Kabaretts vor dem G\u00e4ngigen erkl\u00e4ren.<br \/>\nTobias Riegel hat am 6. M\u00e4rz in diesem Beitrag J\u00e4mmerliches \u201eKabarett\u201c: TV-Satiriker sch\u00fctzen die Kriegspolitik <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94699\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94699<\/a> auf die wahrlich verr\u00fcckte Lage hingewiesen. Ich habe mir daraufhin einige Produkte des Kabaretts angeschaut, namentlich die Mitternachtsspitzen vom 4. M\u00e4rz<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mitternachtsspitzen\/mitternachtsspitzen-im-maerz\/wdr\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTAwMTMyNGFmLTg0MDQtNGUwZC1iZjc1LWUwZDRmMzM5MGU3Yg\">https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/mitternachtsspitzen\/mitternachtsspitzen-im-maerz\/wdr\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTAwMTMyNGFmLTg0MDQtNGUwZC1iZjc1LWUwZDRmMzM5MGU3Yg<\/a><br \/>\nund ein St\u00fcck von Sarah Bosetti <a href=\"https:\/\/youtu.be\/4LdJ3fwe3p8\">https:\/\/youtu.be\/4LdJ3fwe3p8<\/a> .<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.3.2023 von Albrecht M\u00fcller bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94785\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94785<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Lesermails zur Entwicklung des deutschen Kabaretts (Teil I.)<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nChristoph Sieber hat \u00fcbrigens unsere Umfrage hart kritisiert, der Kabarettist Helmut Schleich ermahnt uns, nicht zu vergessen, dass es auch heute widerst\u00e4ndige Kabarettistinnen und Kabarettisten gibt. So sehen wir das auch. W\u00e4re das anders, dann w\u00fcrden wir nicht regelm\u00e4\u00dfig eigens f\u00fcr die NachDenkSeiten produzierte Beitr\u00e4ge von Lisa Fitz ver\u00f6ffentlichen. Siehe hier <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?gastautor=lisa-fitz\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?gastautor=lisa-fitz<\/a> . Mit der E-Mail von Helmut Schleich beginnen wir unsere Zusammenstellung:<\/p>\n<p>1. Leserbrief<br \/>\nLiebes Team, sehr geehrter Herr M\u00fcller, erst einmal besten Dank f\u00fcr Ihren Aufschlag, das zum Thema zu machen. Als langj\u00e4hriger (Fernseh-) Kabarettist sehe ich diese Entwicklung nat\u00fcrlich auch und kann nur sagen, aus meiner Sicht geht es da um Opportunismus (der sich als Haltung tarnt) und Marktanteile. Der Kampf dagegen ist hart, das war er aber andererseits beim Fernsehen immer. Auch Hildebrandt und Polt hatten schon ihre K\u00e4mpfe mit ARD und ZDF. Und vergessen Sie nicht: es gibt auch noch uns andersdenkende Kabarettistinnen und Kabarettisten. Solga, Fitz, Rebers, Steimle, Eckardt, Tretter, mich und einige mehr. Ich bin auf die Ergebnisse Ihrer Umfrage gespannt und f\u00e4nde es schade, wenn dabei das gesamte Kabarett von den Teilnehmern \u00fcber einen Kamm geschoren w\u00fcrde.<br \/>\nHerzliche Gr\u00fc\u00dfe Helmut Schleich<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nLiebe NachDenkSeiten Verfasser, es gibt das Ph\u00e4nomen der \u201eIdentifikation mit dem Aggressor\u201c, auch als \u201eStockholm Syndrom\u201c bekannt geworden. Wenn Menschen sehr viel Angst haben, und die wurde und wird ja seit fast drei Jahren gegen Andersdenkende gesch\u00fcrt, dann \u00fcbernehmen sie zunehmend fraglos das Narrativ des Aggressors. In der Kunst wurde diese Angst ja in der Corona-Zeit besonders perfide gesch\u00fcrt: mit Auftrittsverboten. Es waren faktisch Berufsverbote, und sie zerst\u00f6rten viele Existenzen. Diffamierungen, Unterstellungen, falsche Behauptungen etc., die zunehmend faschistische Z\u00fcge annehmen (siehe auch M. Desmet), erzeugen Existenzangst und diese Identifikation. Es gelingt wenigen, die Sicht anderer auf sich selbst zu vergleichg\u00fcltigen und mit Sachargumenten zu kontern, wie S. Wagenknecht und A. Schwarzer, und bei ihrer Auffassung zu bleiben. Die von Ihnen genannten Gr\u00fcnde spielen wohl alle noch damit zusammen. Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und vielen lieben Dank f\u00fcr Ihrer aller unerm\u00fcdliche Arbeit, B.I.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nHallo NachDenkSeiten! Danke f\u00fcr Ihren Artikel zum Thema Satire. Seit Beginn der Pandemie hat sich ebenfalls eine Spaltung der Kabarettisten ergeben. Anfangs waren noch einige kritisch (u.a. Nuhr), danach war eine klare Trennung zu erkennen. Ich z\u00e4hle hier nur meine Favoriten auf, die sich weiterhin kritisch mit der Pandemie auseinandersetzen: Lisa Fitz, Matthias Richling, Helmut Schleich, Volker Pispers, Uwe Steimle. Peinlich schlecht: Nuhr, Bosetti, Priol. (Meine Unterstellung: Geld ist verlockend.) Herzliche Gr\u00fc\u00dfe, E.B.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nGuten Tag, Meiner Meinung nach sind das Kriegsgeschrei und die Satire nur m\u00f6glich, weil praktisch alle Medien \u2013 ARD, ORF und SRF und bekannte Bl\u00e4tter wie Spiegel, Zeit usw. \u2013 die Politiker unterst\u00fctzen. Warum die das tun, ist mir ein R\u00e4tsel, denn sie m\u00fcssten die Geschichte von 1985 bis 2014, dem Sturz der ukrainischen Regierung durch die USA, kennen! Gru\u00df, J. B.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nIch kann es kaum glauben: Das einzig vern\u00fcnftige und vor allem seit Jahrzehnten ehrliche Programm im \u00d6R geht ebenfalls den Bach runter. Hat es vielleicht auch damit zu tun \u2013 alle gekauft? Staatsfern? Anfrage ergibt: Bundesregierung zahlte Hunderttausende Euro an Journalisten von ARD und ZDF. https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94769 &#8230; W.W.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nSehr geehrte Mitarbeiter der NachDenkSeiten, ich habe mich sehr dar\u00fcber gefreut, dass die NDS sich um den seltsamen Trend k\u00fcmmern, als Satiriker den Regierungskurs zu st\u00fctzen und Minderheiten zu diffamieren. Als Satirefan habe ich in den letzten Jahren gelitten. Eine Sendung wie \u201eBosetti will reden\u201c empfinde ich nicht nur als inhaltlich \u00fcberfl\u00fcssig, sondern als Anlass zum Fremdsch\u00e4men. Leider befinden sich auf diesem Kurs sehr viele Kabarettisten, weshalb eine Aufkl\u00e4rungskampagne \u00fcber die eigentliche Funktion des Hofnarren eine sch\u00f6ne Sache w\u00e4re. Meines Erachtens spielen in den letzten Jahren fehlender Mut zur abweichenden Meinung und eine Perversion des Moralbegriffes eine Rolle. Sowohl in Diskussionen bez\u00fcglich der Corona-Pandemie als auch des Ukrainekrieges steht dem Mainstreamkritiker oder -skeptiker immer das Totschlagargument entgegen, im Umgang mit menschlichem Leid gewissenslos zu sein. Da Kritikern der aktuellen Lage sogar K\u00fcndigungen oder Auftrittsverbote drohen, kann ich die Tendenz, sich nicht kritisch zu \u00e4u\u00dfern, sogar nachvollziehen. Vielen Dank f\u00fcr Ihre Arbeit! U.Sch.<br \/>\n.<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nIn meinen Augen ist es die \u00fcberall zu beobachtende menschenverachtende, antidemokratische Verteufelung und Diffamierung abweichender Meinungen aus den fanatischen Kehlen angeblicher \u201eLinker\u201c (inkl. ihrer gl\u00fchenden Verfechter innerhalb einer schon lange \u201eauf Linie\u201c gebrachten Medienlandschaft), die zwar \u00fcberhaupt nichts mehr mit linker Haltung zu tun hat, sondern als reines und scharfes Meinungsunterdr\u00fcckungswerkzeug fungiert. Dieses \u201eDamoklesschwert der Cancel Culture\u201c hat mit Corona und dem Ukraine-Konflikt ein solch unertr\u00e4gliches wie breitenwirksames und angsteinfl\u00f6\u00dfendes Ausma\u00df erreicht, dass selbst \u201egestandene\u201c kritische Geister (wie z.B. Kabarettisten, K\u00fcnstler und Intellektuelle) lieber (dr\u00f6hnend) schweigen, ins angepasste, weil ungef\u00e4hrlichere Horn sto\u00dfen oder aber in v\u00f6lliger Verkennung ihrer Daseinsberechtigung zu Speichelleckern und Verteidigern der M\u00e4chtigen und Herrschenden mutieren. Alles ist m\u00f6glich, nur die \u201eAufrechten\u201c, noch nicht Eingesch\u00fcchterten muss man mittlerweile mit der Lupe suchen.<br \/>\nZusammen mit der beruflichen und privaten Abh\u00e4ngigkeit vom (z.B. \u00f6ffentlich-rechtlichen) Arbeitgeber und den unz\u00e4hligen \u201ewarnenden\u201c Cancel-Beispielen der letzten Jahre ist es wohl genau dieser enorme Druck der meinungsmachenden, medial gepushten \u201eEinheitsfront\u201c unter linkem Deckm\u00e4ntelchen, der schon viele vern\u00fcnftige Stimmen verstummen lie\u00df oder aber dem andere (auch weil er vermeintlich \u201evon links\u201c, also von der \u201eguten\u201c Seite kommt) sich zu f\u00fcgen bereit sind.<br \/>\nAls kritisch gebliebenem Zuschauer bleibt eigentlich nur, wiederholt festzustellen, wie sehr sich doch der Debattenraum verkleinert hat, was nat\u00fcrlich eine au\u00dferordentliche Bedrohung f\u00fcr freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und unser demokratisches Zusammenleben darstellt. MfG, J.M.<br \/>\n.<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nSehr geehrte NachDenkSeiten-Redaktion, hier meine Einsch\u00e4tzung zu Ihrer Umfrage:<br \/>\n1) In Deutschland erhalten \u201eKulturschaffende\u201c staatliche F\u00f6rderung. Wie ich dem Buch Broadway statt Jakobsweg von Vince Ebert entnahm, gilt das auch f\u00fcr das Kabarett. An der Spitze dieser Nahrungskette stehen wohl K\u00fcnstler, die im Wahrheitsministerium \/ den \u00d6R auftreten d\u00fcrfen. Motto: Wes Brot ich fress, des Lied ich sing.<br \/>\n2) Kabarett war (zumindest in Deutschland) schon immer \u201elinks\u201c. Die aktuelle Regierung ist die am weitesten links Stehende, die Deutschland je hatte. Kritik w\u00e4re hier gleichzusetzen mit Selbstreflektion der inneren \u00dcberzeugung. Wo k\u00e4men wir denn da hin\u2026<br \/>\n3) Die Woke (Un-)Kultur und ihre Cancel Culture sind der Totengr\u00e4ber jedes offenen Denkens. Folgerichtig ist damit auch Kabarett im urspr\u00fcnglichen Sinn tot.<br \/>\n4)Die Situation hat sich nicht erst beim Ukrainekrieg gezeigt, schon mit \u201eCorona\u201c war klar, dass nur ganz wenige im Kabarett \u201edie Eier\u201c hatten, dem Narrativ zu widersprechen, wie bspw. Lisa Fitz, Ludger K und Nikolai Binner.<br \/>\nWie der US Comedian Jimmy Dore sagt: \u201cYou never get punished if you lie on behalf of the elites.\u201d MfG, C-B.<br \/>\n..<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nHallo NachDenkSeiten-Redaktion, Ich denke, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen:<br \/>\n1) Finanzielle Abh\u00e4ngigkeit. Kabarettisten und Satiriker sind finanziell von Auftritten bei Fernsehsendern abh\u00e4ngig. Wenn sie eine andere Meinung vertreten und deshalb keine Auftr\u00e4ge mehr bekommen, ist ihre berufliche Existenz bedroht. Wenn sie gerade einen Kredit f\u00fcr ein Auto oder ein Haus abbezahlen, wollen sie das nat\u00fcrlich nicht aufs Spiel setzen. Nur wer finanziell abgesichert ist, kann sich eine eigene Meinung leisten.<br \/>\n2) Allein sind sie leichte Beute. Ich glaube, dass die meisten Satiriker und Kabarettisten zu feige sind, sich gegen Waffenlieferungen und Krieg auszusprechen, weil sie im Falle eines Konflikts niemand besch\u00fctzen w\u00fcrde. Da es in Deutschland keine massenwirksame Organisation oder Partei gibt, die sich im Falle einer \u00f6ffentlichen Auseinandersetzung auf die Seite der K\u00fcnstler stellen w\u00fcrde, m\u00fcssten sich die betroffenen K\u00fcnstler allein behaupten. Kollegen aus der Branche w\u00fcrden in der gegenw\u00e4rtigen Stimmung eher nachtreten, als sich zu solidarisieren.<br \/>\n3) Erziehung zum Untertanen: Eigenst\u00e4ndiges Denken und aus der Reihe Tanzen wird einem schon in der Grundschule ausgetrieben. H\u00e4lt sich ein Sch\u00fcler nicht an Regeln und Anweisungen, drohen die Lehrer schon mal mit schlechten Noten und Klassenkonferenz. Nur, wer ein guter Untertan ist, wird belohnt und kommt weiter. Das gilt auch f\u00fcr Klassenclowns. Ano<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nLiebe Nachdenkseiten, Machtaus\u00fcbung \u00fcber Mitmenschen zur Kompensation eigener Frustration, verursacht durch die reale und wahrgenommene Bedeutungslosigkeit der Individualexistenz im urbanen Leben, ist zentrales Element linker Ideologie.<br \/>\nSchon immer haben sich Linke allgemein anerkannte Grundwerte der Gesellschaft zu eigen gemacht, um sie bis ins Absurde zu steigern und anschlie\u00dfend der Gesellschaft als Spiegel vorzuhalten und Verletzungen jener Werte vorzuwerfen.<br \/>\nAuf diese Weise begr\u00fcnden Linke ihre innere Aggression und Wut gegen die Gesellschaft. Es ist die akademische Variante des \u201eEy, was guckst du!\u201c eines Ausgesto\u00dfenen, der einen Grund f\u00fcr einen Streit sucht, um den Frust \u00fcber seine Bedeutungslosigkeit abzureagieren und zu legitimieren.<br \/>\nWenn Sie in der Geschichte ein bisschen zur\u00fcckblicken, werden Sie feststellen, dass bis auf ganz wenige Ausnahmen (Herr Rether und Herr Pispers) das Kabarett schon immer sehr angepasst war und regierungsgenehme Positionen vertreten hat. Der Klamauk von Fasching und Kabarett dient ja gerade dazu, todernste Themen (Irakkrieg, Guantanamo, Assange, Snowden, \u2026) in der Psyche des Zuh\u00f6rers mit L\u00e4cherlichem zu verbinden und zu verniedlichen, damit auch das Engagement gegen diese Missst\u00e4nde als Engagement mit L\u00e4cherlichem und Kleinlichem wahrgenommen und somit unattraktiv wird.<br \/>\nKabarett mag, \u00e4hnlich wie Tierfabeln im Mittelalter, mal seine Daseinsberechtigung gehabt haben, ich erachte dieses Format einer Auseinandersetzung mit wichtigen Themen dem Intellekt aber f\u00fcr unw\u00fcrdig. Es f\u00e4llt heute nur st\u00e4rker auf, weil die \u00e4ltere Riege der Kabarettisten zumindest noch k\u00fcnstlerische Einf\u00e4lle hatte, wohingegen die Bosettis und B\u00f6herm\u00e4nnlein einfach plump-ordin\u00e4ren Hasstiraden in einfacher Sprache freien Lauf lassen \u2013 und weil die politischen Katastrophen der letzten drei Jahre wirklich jeden Einzelnen in der gesamten Gesellschaft mitbetroffen haben und man nun deutlicher als zuvor den pers\u00f6nlichen Bezug der verbalen Entgleisungen des Kabaretts zu sp\u00fcren bekommt. Mit besten Gr\u00fc\u00dfen, Ari Saphir<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nHallo liebes NachDenkSeiten-Team, eure aktuellen Beitr\u00e4ge zum Versagen des Kabaretts finde ich sehr berechtigt. Auch ich habe mich \u00fcber die letzten Auftritte oder \u00c4u\u00dferungen, z.B. von Sarah Bosetti oder Florian Schroeder, sehr ge\u00e4rgert. Bei diesen beiden (Bosetti und Schroeder) sowie einigen weiteren wie Dieter Nuhr, Christian Ehring u.a. allerdings glaube ich, dass die tats\u00e4chlich so ticken. Die sind keine Kabarettisten, sondern bestenfalls Comedians. Da diese aber \u201esystemkonform\u201c sind, wird nur noch ihnen Sendezeit gegeben.<br \/>\nVon den noch aktiven, ehemals guten Kabarettisten wie der genannte Christoph Sieber oder die beiden Herren von der Anstalt wird man vermutlich nicht ehrlich erfahren, woher diese 180-Grad-Wende kommt. So haben Claus von Wagner und Max Uthoff sich bis heute nicht ge\u00e4u\u00dfert, ob sie ihre uns\u00e4gliche Sendung direkt nach Beginn des Ukrainekrieges (die Sendung mit den niveaulosen Putin-Witzen) machen mussten oder nicht. Gerade die Anstalt und ein Vergleich fr\u00fchere mit aktuellen Anstalt-Sendungen zum Thema Russland und Ukraine ist ein Paradebeispiel daf\u00fcr, dass einst mal sehr gutes, kritisches Kabarett schlichtweg umgedreht wurde. Da scheint tats\u00e4chlich zu gelten (nach Bertolt Brecht): Erst das Fressen, dann die Moral.<br \/>\nUnd ja, wir hatten fr\u00fcher durchaus scharfz\u00fcngige, sehr gute Kabarettisten, die keine Angst hatten, Missst\u00e4nde und schlechte Politik und korrupte Politiker, auch nicht die in unserer Regierung oder den USA, zu entlarven und zu kritisieren, z.B. Volker Pispers, Georg Schramm, Markus Barwasser. Von diesen h\u00f6rt man aber gar nichts mehr. Und das finde ich mehr als auff\u00e4llig!<br \/>\nDie wirklich gro\u00dfen Kabarettisten sind mucksm\u00e4uschenstill verstummt, nur die angepassten Kabarettisten sind in den Medien zu h\u00f6ren. Das ist sicherlich ein gewollter Zustand. Ich f\u00fcrchte, dass ein Volker Pispers oder Georg Schramm, wenn sie noch aktiv w\u00e4ren, heute in TV und Radio gar nichts mehr sagen d\u00fcrften. Volker Pispers hatte fr\u00fcher eine w\u00f6chentliche Rubrik im WDR-Radio. Das macht jetzt Dieter Nuhr\u2026 \ud83d\ude41 Eine Nichtber\u00fccksichtigung in den Medien begr\u00fcndet aber noch nicht, warum diese gar nicht mehr auftreten. Volker Pispers, dessen j\u00e4hrlich Auftritte in meiner Heimatstadt ich immer besucht hatte, hatte zuletzt ziemlich resigniert seinem Publikum ins Gesicht gesagt: \u201eSie kommen zu mir ins Kabarett und klatschen Beifall, und stimmen bei den n\u00e4chsten Wahlen dann doch wieder wie immer ab. Behalten Sie die Kabaretteintrittskarten, dann k\u00f6nnen Sie sp\u00e4ter sagen: ,Ich war im Widerstand\u2018 (\u2026)\u201c Daraus klang schon gro\u00dfe Resignation, habe ich so empfunden. Mein Gef\u00fchl ist, die guten Kabarettisten vom Schlage Pispers und Schramm haben rechtzeitig erkannt, wohin der Zug f\u00e4hrt, und aufgegeben.<br \/>\nIch m\u00f6chte deshalb einfach mal an das ganze NDS-Team fragen: K\u00f6nnten Sie nicht mal Kontakt zu Volker Pispers und zu Georg Schramm aufnehmen? Vielleicht w\u00e4ren die ja zu einem Interview bereit. Da k\u00f6nnten vielleicht doch sehr interessante Einsichten bei herauskommen \u00fcber die Entwicklung des Kabaretts in den letzten Jahren. Vielleicht hat ja jemand im NDS-Team einen guten Draht zu Pispers oder Schramm. Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen, S.K.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nGuten Tag, zuerst m\u00f6chte ich f\u00fcr Ihre aufkl\u00e4rerische Arbeit danken, diese begleitet mich nun schon mehrere Jahre. Und die einfache Antwort ist doch \u201eBei\u00dfe nie die Hand, die dich f\u00fcttert\u201c.<br \/>\nWir modernen Menschen sind von so vielen Dingen abh\u00e4ngig, doch die gr\u00f6\u00dfte Abh\u00e4ngigkeit sehe ich nat\u00fcrlich beim Geld. Menschen, die eine Meinung im Mainstream vertreten d\u00fcrfen, werden bezahlt. Die meisten Menschen sind aber nicht frei. Stellen wir uns jemanden vor, der keine Geldprobleme hat: Dieser Mensch muss nicht schauen, wie er agieren muss, was er sagen darf und was nicht. Er macht es einfach, nat\u00fcrlich nicht alle, denn auch unter der Elite gibt es ein gewissen Kodex. Aber f\u00fcr mich Laien w\u00e4re es viel interessanter, wie dieser Kodex oder diese Seilschaften zusammenh\u00e4ngen. Doch da kann man immer nur Mutma\u00dfungen anstellen: Gibt es die Freimaurerlogen, die Netzwerke, wo sich bestimmte Menschen absprechen und Dinge veranlassen, weil diese in entsprechenden Positionen verharren?<br \/>\nWas steckt wirklich hinter all diesen Dingen? W\u00fcrden diese nicht medial ausposaunt werden, niemand von der arbeitenden Bev\u00f6lkerung h\u00e4tte sich wahrscheinlich interessiert, was Covid ist oder jetzt der Ausbruch des Krieges. Doch diese zwei Ereignisse sind so tiefgreifend, dass sie sogar uns betroffen haben. Doch im Mainstream ist nur strammer Einheitsbrei, und warum? Weil alle Menschen unterhalb des Besitzers\/Eigent\u00fcmers (auch dieser oder eine Gruppe von Menschen steht wiederum in Beziehung) der Medienanstalt abh\u00e4ngig sind. Da sitzt doch keiner der, eine Million auf dem Konto hat und jederzeit sagen k\u00f6nnte, es reicht.<br \/>\nDann k\u00e4me die n\u00e4chste \u00dcberlegung: Was ist Geld, und wer lenkt dieses? Stichwort Rothschild, welchen Einfluss hat diese Familie auf die gesamte Welt? Aber wir kleinen, ohnm\u00e4chtigen Konsumenten, die meist nur ihre Arbeit Tag f\u00fcr Tag verbringen \u2026 und alle vier Jahre wird uns suggeriert, alles, was die letzten vier Jahre war und alle Erniedrigungen und herablassenden Gesetze, die verabschiedet wurden, mit meiner Stimme neu verteilt werden d\u00fcrfen, um eine positivere Zukunft mitzugestalten. \u00c4hm, dies hat noch nie funktioniert. Frei nach dem Sprichwort \u201eWahlen \u00e4ndern nichts, sonst w\u00e4ren sie verboten.\u201c (Kurt Tucholsky, 1890 \u2013 1935)<br \/>\nLeider muss ich anerkennen, dass dies bedauerlicherweise stimmt. Auch wenn ich Frau Wagenknecht als eine der letzten Stimmen sehe der ich vertraue und der ich auch zuh\u00f6ren mag, geh\u00f6rt Sie genauso zum Politiktheater wie alle anderen. Und Sie lebt gut davon, viel besser als manch hart arbeitender in Deutschland.<br \/>\nWir Menschen m\u00fcssen aufwachen und begreifen was passiert, sonst wird dies schlussendlich der Untergang werden wie bei jeder gro\u00dfen Zivilisation vor uns. Wir besitzen nichts auf dieser Welt, wir leihen uns diese f\u00fcr eine gewisse Lebenszeit und nach uns die Sintflut.<br \/>\nMenschen verkaufen Ihre Seelen, damit sie Leben k\u00f6nnen, wie sie sich das vorstellen oder wie es ihnen antrainiert wurde in ihrer Kindheit, zulasten aller einschlie\u00dflich ein selber (Stichwort psychosomatische Erkrankungen), die weniger haben und noch viel weniger haben die Leute, welche L\u00e4nder im Namen des Wertewestens \u00fcberfallen werden. F\u00fcr unseren Wohlstand! Mit freundlichem Gru\u00df, M.L.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nSehr geehrter Herr M\u00fcller, liebes NDS-Team, Ich bin lange gro\u00dfer Freund des politischen Kabaretts (fast m\u00f6chte ich sagen gewesen), seit mehr oder minder drei Jahren aber regelrecht angewidert von der sogenannten \u201eSatire\u201c im Fernsehen, mittlerweile bin ich nicht mehr so recht im Bilde. Konkretes zum Thema Anpassung des Kabaretts \u2013 eine wie auch immer geartete zentrale Steuerung schlie\u00dfe ich aus \u2013 kann ich nicht sagen, au\u00dfer:<br \/>\nWas n\u00fctzen Argumente in einem Glaubenskrieg? Zitat Volker Pispers (aus dem Ged\u00e4chtnis): \u201cWenn man wei\u00df, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur!\u201d<br \/>\nWir befinden uns in einem gro\u00dfen Krieg. Es geht ums Ganze. F\u00fcr beide Kontrahenten ist es der gleiche Kampf: \u201eDas Gute\u201c gegen \u201eDas B\u00f6se\u201c. In dieser Schlacht gibt es aber nicht nur zwei Parteien, die zwei \u00fcbergeordneten Lager haben sich aus vielf\u00e4ltigen Einzel- und Gruppeninteressen zusammengeschlossen.<br \/>\nDie jeweiligen Interessen werden gespeist durch die Narrative. \u201eSch\u00f6ne\u201c Geschichten und Ideen \u2013 was, warum, wie. Das Wann spielt offensichtlich nur noch eine strategische Rolle. Wann etwas wirklich war, ist nicht mehr so wichtig, wie wann es erz\u00e4hlt wird. Das \u201eWas\/Warum\/Wie\u201c wird nicht ergr\u00fcndet, es wird (neu) begr\u00fcndet.<br \/>\nIch stelle mir die Geschichte zu Zeiten von Inquisition und Kreuzz\u00fcgen, ebenso wie im Dritten Reich \u00e4hnlich vor. Entwicklungen wie Aufkl\u00e4rung und der \u201eSiegeszug der Wissenschaft\u201c sind negiert. Es z\u00e4hlt die Geschichte von der \u201eguten Wissenschaft\u201c und die Aufkl\u00e4rung liefert das Vokabular zu einer \u201eVersachlichung\u201c des Emotionalen.<br \/>\nIch war bis zur L\u00e4hmung \u00fcberrascht, als die Corona-Pandemie begann, wie schnell dieser Krieg (der Glaubenskrieg) begann, wie schnell ich zum Nazi\/ Schwurbler\/ Idiot wurde. Einfach durch freies Denken!!! Viele meiner Freundschaften sind zerr\u00fcttet, liegen brach, sind kaputt.<br \/>\nIch denke, die langfristigen Vorbereitungen der Diffamierung durch nun ja jahrzehntelanges Wiederholen verschiedener Framings tragen hier Fr\u00fcchte.<br \/>\nDie kollektive Gehirnw\u00e4sche ist ziemlich komplett \u2013 der Werkzeugkasten, sich dagegen zu wappnen, bei sehr vielen Menschen relativ bis komplett leer.<br \/>\nIch habe viele Schmerzen erlitten, meine Meinung zu sagen, habe Freunde verloren, weil ich auf Demos ging, um \u201ezu sehen, was da los war\u201c.<br \/>\nIch bin m\u00fcde und aber auch froh, dass ich als K\u00fcnstler, auf der B\u00fchne stehend, behutsam Wege finde, meine Meinung zu sagen, den Frieden hoch zu halten.<br \/>\nIch glaube das Erfahrbarmachen, Erz\u00e4hlen guter, lebenswerter Geschichten\/Visionen ist neben aufkl\u00e4rerischer Arbeit \u2013 gr\u00f6\u00dften Dank an die NDS ! \u2013 das Gebot der Stunde, sonst sind wir verloren.<br \/>\n\u201eDas Kabarett\u201c und \u201edie Satire\u201c sehen sich offenbar als Kreuzritter.<br \/>\n\u201eDer Feind\u201c aller Glaubenskrieger zu allen Zeiten wurde immer willk\u00fcrlich vom jeweiligen Herrscher erkl\u00e4rt bzw. leitet sich automatisch aus den Glaubenss\u00e4tzen ab. \u201eEither you\u2019re with us, or you\u2019re against us!\u201c<br \/>\nDas sind meine Gedanken dazu \u2013 Entschuldigung, k\u00fcrzer ging nicht. Beste Gr\u00fc\u00dfe, F.S.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nLeserbrief<br \/>\nSehr geehrter Herr M\u00fcller, Das politische Kabarett in Deutschland ist tot. Hildebrandt ist verstorben, Pispers und Schramm im wohlverdienten Ruhestand. All diejenigen, die jetzt vorgeben, politisches Kabarett zu betreiben, sind auf das Niveau eines Mario Barth und Dieter Nuhr herabgesunken. Die Eigenschaften, die politisches Kabarett ausmachen sollten, wie z.B. Sch\u00e4rfe, Genauigkeit, vern\u00fcnftige Recherche, sind seit Corona nicht mehr sichtbar. Im Land der Dichter und Denker sind das Lakaientum, die Knechtsgesinnung, die Unterw\u00fcrfigkeit geblieben und haben das Land wie Mehltau \u00fcberzogen. &#8230; H.I.<br \/>\n.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.3.2023\u00a0 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=94950<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kabarett und Satire m\u00fcssen fetzen, baf machen, ungezwungen frech sein, die &#8222;da oben&#8220; mit Wortwitz sticheln, gegen die M\u00e4chtigen so st\u00e4nkern, da\u00df es nicht stinkt, sondern zum Lachen bringt. Doch das ist leider weitgehend pass\u00e9. 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