{"id":110131,"date":"2023-02-28T10:01:35","date_gmt":"2023-02-28T09:01:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=110131"},"modified":"2023-04-24T11:55:43","modified_gmt":"2023-04-24T09:55:43","slug":"grundsteuer-und-enteignung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/grundsteuer-und-enteignung\/","title":{"rendered":"Grundsteuer und Enteignung"},"content":{"rendered":"<p>Die Formel &#8222;Grundsteuer = Bodenrichtwert mal Grundst\u00fccksfl\u00e4che mal Hebesatz&#8220; hat es in sich: Denn haupts\u00e4chlich nur Bodenrichtwert und Grundst\u00fccksfl\u00e4che z\u00e4hlen f\u00fcr die neue <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/steuern\/\">Grundsteuer<\/a>. Ein kleines <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/\">Einfamilienhaus<\/a> wird mit der selben Grundsteuer belastet wie eine 20-Millionen-Villa oder ein vermietetes Mehrfamilienhaus. <!--more-->Da kommt nur noch der von der Gemeinde festgelegte Hebesatz (in <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/\">Freiburg<\/a> 600 %, also Faktor 6) hinzu.<\/p>\n<p>Meinem Onkel Alton in Fort Lauderdale (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/desantis\/\">Florida<\/a>, USA) war immer klar, da\u00df er im Alter bzw. Ruhestand sein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/eigentum\/\">Einfamilienhaus<\/a> verkaufen und umziehen mu\u00df. Grund: Das Haus liegt eine Meile hinter der K\u00fcste an einem Kanal, \u00fcber den er mit seinem Boot ins Hinterland wie auch ans Meer fahren kann. Gehobene Wohnlage also. Deshalb ist das Grundst\u00fcck mit einer so hohen j\u00e4hrlichen Grundsteuer belastet, die er von seiner Rente und den Ersparnissen nicht bezahlen kann. Die Grundsteuer spielt also eine gewichtige Rolle in Bezug auf Segregation, Bebauungsdichte und Sozialstruktur in einem Vorort bzw.\u00a0 Wohngebiet.<\/p>\n<p>Anders als in den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/europa-usa\/\">USA<\/a> ist die Grundsteuer in Deutschland ein fast vernachl\u00e4ssigbarer Kostenfaktur. Das soll sich \u00e4ndern, denn jetzt hat auch die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/ampel\/\">Ampel-Regierung<\/a> Geschmack an der Grundsteuer gefunden: Als Geldquelle zur Querfinanzierung ihrer teueren <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/apokalypse\/\">Weltrettungsvorhaben<\/a> (was verschwiegen wird) sowie als Instrument zur Umsetzung ihrer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/wohnen\/\">wohnpolitischen<\/a> Ziele wie etwa der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/nachverdichtung\/\">Nachverdichtung<\/a> (was medial vermittelt wird). So geht es z.B. einem Einfamilienhausbesitzer in Freiburg (siehe (1) unten) genau so wie meinem Onkel Alton in den USA: Entweder er <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/eigentum\/\">zieht als Rentner aus<\/a> oder er baut auf seinen 2500 qm gro\u00dfen Grundst\u00fcck ein zweites Haus, dessen Miete eine Grundsteuer tr\u00e4gt, die dem Staat dann erlaubt, weitere Sozialleistungsberechtigte ins Land zu holen und zu versorgen.<br \/>\n\u00dcber die neue Grundsteuer wird also eine Art von Lastenausgleich eingef\u00fchrt (5).<br \/>\n.<br \/>\n<em>Die Grundsteuer tangiert ein \u00e4u\u00dferst diffiziles Gef\u00fcge:<\/em><br \/>\nDer Aufschwung der deutschen Wirtschaft nach 1947 und der Wohlstand Deutschlands als Industriestandort ist den Grundpfeilern &#8222;Freiheit&#8220; (von Unternehmern wie Konsumenten) und &#8222;Eigentum&#8220; zu verdanken. Der \u00fcbergriffige Staat (Staatsquote w\u00e4chst auf \u00fcber 50 %) s\u00e4gt an beiden Pfeilern. Verbote und Nudging machen es dem Verbraucher schwer und f\u00fchren immer mehr <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/mittelstandsunternehmen\/\">Mittelstandsunternehmen<\/a> in die Insolzenz. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/banken\/inflation\/\">Inflation<\/a> wie Steuerlast nagen am <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/eigentum\/\">Eigentum<\/a> &#8211; es vollzieht sich mehr oder weniger unbemerkt eine indirekte <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/rechtsstaat\/enteignung\/\">Enteignung<\/a>.<br \/>\nEs ist davon auszugehen, da\u00df der Staat bei der Neuausrichtung der Grundsteuer die B\u00fcrger in der Summe nicht weniger belasten wird. Der Eingriff in die Besteuerung von Grund und Boden trifft dabei auf ein besonders diffiziles Gef\u00fcge:<br \/>\n1) Eine Grundsteuererh\u00f6hung haben die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/miete\/\">Mieter<\/a> zu tragen: Nur 51 % der Deutschen wohnen im Eigentum. 2\/3 der Vermieter sind Privatvermieter. Die Grundsteuer kann \u00fcber die Nebenkosten an die Mieter weitergegeben werden.<br \/>\n2) Eine h\u00f6here Grundsteuer belastet die Grundeigent\u00fcmer. Zu dieser Belastung hinzu kommt generationen\u00fcbergreifend die \u00c4nderung der Erbschaftssteuergesetzgebung.<\/p>\n<p><em>Abschlie\u00dfend noch was:<\/em><br \/>\nBez\u00fcglich der Erhebung der Grundsteuer besteht ein riesengro\u00dfer Unterschied zwischen den USA und D: In Florida gen\u00fcgt ein Bogen Papier, den Onkel Alton gerne auch handschriftlich ausf\u00fcllen darf, um seine Property Tax zu beantragen. Easy &amp; simple lautet die Devise.<br \/>\nIn Deutschland hingegen ist man <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staatsapparat\/\">nicht gewillt<\/a> oder einfach zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/verbloedung\/\">bl\u00f6de<\/a> f\u00fcr solch einfache und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buerger\/\">b\u00fcrgerfreundliche<\/a> L\u00f6sungen. Hier wird eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/buerokratie\/\">b\u00fcrokratisches<\/a> Monster aufgebaut, namens ELSTER modern \u00fcber PC und Internet, das aber unzuverl\u00e4ssig (Tip in der Online-Hilfe: Elster nachts aufrufen, da tags\u00fcber \u00fcberlastet) und unverst\u00e4ndlich ist (ohne ELSTER-geschulten und am besten noch zertifizierten Steuerberater gehts kaum). Aber der deutsche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/untertan\/\">Untertan<\/a> macht auch hierbei brav und gehorsam mit.<br \/>\n28.2.2023<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Grundsteuer und Enteignung&#8220;<br \/>\n=======================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) bis (7)<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Beispiel Freiburg: Grundsteuer k\u00f6nnte teure \u00dcberraschungen bringen<\/strong><br \/>\n&#8230; Norbert Stalter und seine Frau sind Besitzer eines Einfamilienhauses in Freiburg. Das Haus hat einen Garten und liegt in gehobener Wohngegend im Freiburger S\u00fcden, direkt am Waldrand. Knapp 2.500 Quadratmeter Fl\u00e4che hat das Grundst\u00fcck. Das Haus, Baujahr 1956, ist eher einfach und bescheiden. 1986 haben sie es gekauft und lange haben sie abgezahlt. Jetzt ist Norbert Stalter schockiert. Wenn sich nichts \u00e4ndert, m\u00fcsste er ab 2025 \u00fcber 14.000 Euro Grundsteuer im Jahr bezahlen. Bisher sind es 433 Euro.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nRechenbeispiel im Fall von Norbert Stalter<br \/>\nBodenrichtwert nach Boris-BW: 1.050 Euro\/qm<br \/>\nx Grundst\u00fccksfl\u00e4che: 2.479 qm<br \/>\nx 0,7 (30 % Rabatt f\u00fcr bebaute Grundst\u00fccke)<br \/>\nx 0,0013 (1,3 Promille = Steuermesszahl)<br \/>\nx 6 (Hebesatz je nach Kommune, in Freiburg aktuell 600 %)<br \/>\n= 14.212,10 Euro \/ Jahr zuk\u00fcnftige Grundsteuer<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.2.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/suedbaden\/grundsteuer-erster-bescheid-einspruch-100.html\">https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/suedbaden\/grundsteuer-erster-bescheid-einspruch-100.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Wenn der Grundsteuer-Schock droht<\/strong><br \/>\nNormale Einfamilienhausbesitzer mit Garten seien die Verlierer der Reform. F\u00fcr Eigent\u00fcmer in Mehrfamilienh\u00e4usern hingegen k\u00f6nnte es sogar g\u00fcnstiger werden als bisher, weil sich mehrere Wohneinheiten auf einem Grundst\u00fcck die Steuer teilen.<br \/>\nF\u00fcr mehr als 35 Millionen Immobilien und Grundst\u00fccke ist dieses Jahr eine extra Steuererkl\u00e4rung n\u00f6tig: Die Grundsteuer muss neu berechnet werden.<br \/>\n&#8222;Anreize f\u00fcr eine effiziente Nutzung&#8220; Genau das soll durch die Grundsteuerreform auch erreicht werden, hei\u00dft es von der Landesregierung. Grundst\u00fcckbesitzer sollen dar\u00fcber nachdenken, neuen Wohnraum zu schaffen. &#8222;Das in Baden-W\u00fcrttemberg gew\u00e4hlte Bodenwert-Modell gibt Anreize f\u00fcr eine effiziente Nutzung bebaubarer Fl\u00e4chen&#8220;, teilt das Finanzministerium auf Anfrage mit. Nur k\u00f6nnten Einfamilienhausbesitzer mit gro\u00dfem Grundst\u00fcck in den seltensten F\u00e4llen einfach so ein Mehrfamilienhaus in ihren Garten stellen, kritisiert der Eigent\u00fcmerverband Haus und Grund. Er warnt aber auch davor, vorschnell in Panik zu verfallen.&#8220; Viele Grundsteuerrechner im Internet vermitteln ein falsches Bild&#8220;, sagt der baden-w\u00fcrttembergische Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ottmar Wernicke. Denn \u00fcber die sogenannten Hebes\u00e4tze, die f\u00fcr die Grundsteuerreform 2025 neu berechnet w\u00fcrden, h\u00e4tten die Gemeinden die M\u00f6glichkeit, Eigent\u00fcmer zu entlasten &#8211; indem sie sie senken.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.2.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/grundsteuer-165.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/grundsteuer-165.html<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(3) Die Grundsteuer wird in Freiburg enorm steigen<\/strong><br \/>\nVor allem Eigent\u00fcmer und Bewohner von Einfamilien- und Reihenh\u00e4usern \u2013 also vor allem Familien, die in einem Haus oder einer Haush\u00e4lfte mit Garten in der Stadt oder in deren Speckg\u00fcrtel leben \u2013 z\u00e4hlen zu den gro\u00dfen Verlierern dieser Reform. Ihre Grundsteuer wird (trotz 30%-Abschlag, den das Gesetz f\u00fcr Wohngeb\u00e4ude vorsieht sowie zus\u00e4tzlich 25% f\u00fcr Genossenschaften bzw. 10% f\u00fcr Denkmalschutz) enorm steigen.<\/p>\n<p>Eine Beispielrechnung f\u00fcr ein Musterhaus in Freiburg macht das deutlich:<br \/>\nGrundst\u00fcckseigent\u00fcmer XY hat ein Einfamilien-Reihenhaus auf einem 400 Quadratmeter gro\u00dfen Grundst\u00fcck im Freiburger Stadtteil Mooswald. Der Bodenrichtwert betr\u00e4gt (f\u00fcr das Jahr 2019) in diesem Stadtteil 980 Euro pro Quadratmeter. Der neue Steuermessbetrag liegt laut Gesetz bei 1,3 \u2030. F\u00fcr Wohnbebauung erfolgt ein Abschlag von 30%, was einen Steuermessbetrag von 0,91 \u2030 ergibt. Der Hebesatz der Gemeinde liegt in Freiburg derzeit bei 600%.<br \/>\nDanach w\u00fcrde (nach dem Beispiel des Finanzministeriums BW) wie folgt gerechnet werden:<br \/>\nGrundsteuerwert: 400 qm x 980 \u20ac\/qm = 392.000 \u20ac<br \/>\nSteuermessbetrag: 1,3 \u2030 \u2013 30 %-Abschlag (mit Wohngeb\u00e4ude) = 0,91 \u2030<br \/>\nSteuermesszahl: 392.000 \u20ac x 0,91 \u2030 = 356,72 \u20ac<br \/>\nGrundsteuer: 356,72 \u20ac x 600 % = 2.140,32 \u20ac<br \/>\nXY m\u00fcsste somit f\u00fcr sein Einfamilienhaus in Freiburg 2.149,32 Euro pro Jahr Grundsteuer bezahlen. Vorher hat er (je nach Berechnung des alten Einheitswerts) 230 Euro Grundsteuer pro Jahr gezahlt.<\/p>\n<p>Das hie\u00dfe im Ergebnis f\u00fcr dieses Beispiel: Die neue Grundsteuer w\u00fcrde (sofern der Hebesatz unver\u00e4ndert bleibt) 9,3-mal h\u00f6her liegen, als bisher!!<br \/>\nLiegt der Bodenrichtwert z.B. bei 1.750 \u20ac \/ qm (wie z.B. in einem gro\u00dfen Bereich der Oberwiehre), dann w\u00fcrde die neue Grundsteuer f\u00fcr dieses Musterhaus j\u00e4hrlich bei 3.822 \u20ac und mehr als 16-mal h\u00f6her liegen! Oder wenn der Richtwert z.B. bei 1.200 \u20ac \/ qm liegt (wie z.B. im zentralen Bereich des Rieselfelds), dann w\u00fcrde die Grundsteuer f\u00fcr das im Beispiel genannte Grundst\u00fcck bei 2.620,80 \u20ac und \u2013 bei unver\u00e4ndertem Hebesatz \u2013 mehr als 11-mal h\u00f6her liegen als bisher.<\/p>\n<p>Da die Grundsteuer gesetzlich in vollem Umfang auf die Nebenkosten umgelegt werden kann, werden sich die Warm-Mieten ebenfalls enorm erh\u00f6hen! Und: Da vorgesehen ist, alle sieben Jahre eine Neubewertung der Grundst\u00fccke vorzunehmen, wird es (v. a. in Boom-St\u00e4dten wie Freiburg, in der die Immobilienpreise stark steigen) zu regelm\u00e4\u00dfigen Steuererh\u00f6hungen kommen. In Freiburg, wo auch die Mietkosten jetzt schon sehr hoch sind, werden diese ebenso zus\u00e4tzlich und regelm\u00e4\u00dfig steigen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 15.12.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/freiburg-lebenswert.de\/die-grundsteuer-wird-in-freiburg-enorm-steigen\/\">https:\/\/freiburg-lebenswert.de\/die-grundsteuer-wird-in-freiburg-enorm-steigen\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Grundsteuer ist Enteignung, die der B\u00fcrger unter Strafandrohung selbst besorgen soll<\/strong><br \/>\nWeil der angeblich immer gerechtere Staat immer mehr Steuergeld verschlingt, schr\u00f6pft er sein Volk. Mit der Grundsteuer zwingen die nimmersatten Umverteiler jetzt sogar alle, die f\u00fcr ihr H\u00e4uschen malocht haben, das Grab ihrer Lebensleistung selbst auszuschaufeln. Genial, oder?<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.1.2023 von Harald Martenstein bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus243476109\/Martenstein-Grundsteuer-ist-Enteignung-die-der-Buerger-selbst-besorgen-soll.html\">https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus243476109\/Martenstein-Grundsteuer-ist-Enteignung-die-der-Buerger-selbst-besorgen-soll.html<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(5) Werden wir mit der neuen Grundsteuer systematisch enteignet?<\/strong><br \/>\nMit steigender Verschuldung w\u00e4chst die Angst, dass der Staat \u00fcber neue Abgaben und Steuern die L\u00f6cher stopfen will. In den sozialen Netzwerken wird im Zuge dessen viel \u00fcber einen Lastenausgleich philosophiert, den einige sogar einer Enteignung gleichsetzen \u2013 und der mit der neuen Grundsteuer 2025 kommen soll. Ein Faktencheck.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/KOa0Z_ibWyk\">https:\/\/youtu.be\/KOa0Z_ibWyk<\/a><br \/>\n&#8230; Alles vom 18.8.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/geruecht-kocht-im-internet-hoch-werden-wir-mit-der-neuen-grundsteuer-ab-2025-systematisch-enteignet-der-faktencheck_id_133868461.html\">https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/geruecht-kocht-im-internet-hoch-werden-wir-mit-der-neuen-grundsteuer-ab-2025-systematisch-enteignet-der-faktencheck_id_133868461.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.immoportal.com\/verwalten\/immobilienverwaltung\/enteignung-welchen-situationen-greift-der-staat-nach-meinem-haus\">https:\/\/www.immoportal.com\/verwalten\/immobilienverwaltung\/enteignung-welchen-situationen-greift-der-staat-nach-meinem-haus<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(6) Die neue Grundsteuer soll aufkommensneutral f\u00fcr die B\u00fcrger sein<\/strong><br \/>\nIhr Bericht hat die Dinge genau beschrieben. Die Fakten sind: Das Bundesverfassungsgericht hat 2018 die Grundsteuer als verfassungswidrig erkl\u00e4rt. Es gab der Regierung die Aufgabe, in den n\u00e4chsten zwei Jahren ein neues Modell der Einheitlichkeit zu entwickeln. Danach haben sich die 16 Finanzministerien zusammengesetzt und was Neues entwickelt. Was dabei herausgekommen ist, bekommen jetzt alle Eigent\u00fcmer von Grundbesitz und deren Mieter zu sp\u00fcren. Das Gesetz wurde 2020 verabschiedet und dem B\u00fcrger aufgetragen, sich in einer Frist zu erkl\u00e4ren. F\u00fcr die 16 Bundesl\u00e4ndern wurden acht unterschiedliche Modelle festgeschrieben, deren Inhalte und Auswirkungen nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Man kann daraus einen politischen Hintergrund erkennen.<br \/>\n.<br \/>\nWichtig ist f\u00fcr mich, dass die neue Grundsteuer aufkommensneutral f\u00fcr die B\u00fcrger sein soll. Die Kommune soll nach dem neuen nicht mehr Grundsteuer bekommen als nach dem alten System. Kleinere Abweichungen, der eine etwas mehr, der andere etwas weniger, lasse ich gelten. Nun, schauen Sie sich an, was dabei rausgekommen ist. Die neuen Bescheide flattern ins Haus und die B\u00fcrger sind entsetzt, was sie ab 2025 m\u00f6glicherweise bezahlen m\u00fcssen. Es ist zum Teil das f\u00fcnffache, zehnfache oder sogar das 15fache der alten Belastung. Baden-W\u00fcrttemberg ist hierbei Vorreiter, weil es nur mit dem Fl\u00e4chenmodell arbeitet. Eigent\u00fcmer k\u00f6nnen die Mehrbelastungen auch an die Mieter weitergeben. Ich kann mich nur wundern und frage mich, ob die Verantwortlichen in den Ministerien nicht mehr in der Lage sind, die Grundbegriffe der Mathematik in ihre Entscheidungen einzubeziehen.<br \/>\nGeht es denn nur noch um politische Grundausrichtung? Der B\u00fcrger spielt also keine Rolle mehr. Dann beklagt sich die Politik \u00fcber die Politikverdrossenheit seiner B\u00fcrger. Die Grundsteuer ist das beste Beispiel hierf\u00fcr. F\u00fcr mich ist die neue Grundsteuer eine abgewandelte Verm\u00f6gensteuer. Dieses Vorgehen ist wiederum verfassungswidrig. Ich kann nur allen empfehlen, nach Pr\u00fcfung und bei Feststellung einer h\u00f6heren Belastung einen Einspruch beim Finanzamt einzulegen. Mit dem Verweis auf die Hebes\u00e4tze, die noch nicht f\u00fcr 2025 feststehen, ist es nicht getan. Die Bescheide, die jetzt kommen, sind Grundlagenbescheide und nach vier Wochen rechtskr\u00e4ftig.<br \/>\n17.4.2023, Heinrich Reinhardt, Bad Krozingen, BZ<\/p>\n<p>Leserbrief zu <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/die-folge-ist-eine-einspruchswelle\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/die-folge-ist-eine-einspruchswelle<\/a> vom 8.4.2023<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(7) Nat\u00fcrlich werde auch ich Einspruch erheben<\/strong><br \/>\nAuch ich w\u00fcrde nach der Neuregelung der Grundsteuer wesentlich mehr bezahlen. Im Interview mit Herrn Menn wurden f\u00fcr Freiburg eine bis zu 15-fache Verteuerung genannt. Nehme ich in meinem Fall den h\u00f6chsten Wert, sind das 28.650 Euro Grundsteuer im Jahr. Macht in zehn Jahren 286.500 Euro. Sollte es so weit kommen, werde ich quasi gen\u00f6tigt, einen Garten auf dem Grundst\u00fcck zu verkaufen und ein weiteres St\u00fcck Natur wird weiter versiegelt.<br \/>\nDas kann ja eigentlich auch nicht gewollt sein, denn das schadet ja wieder dem Grundwasser. Auch zahlreiche Tiere im Garten, Igel, V\u00f6gel, Mauereidechsen, Flederm\u00e4use w\u00fcrden ihre Heimat verlieren. Anscheinend z\u00e4hlt bei uns im Moment das Grundwasser nichts mehr, \u00dcberschwemmungen sind so oder so egal und die Tierwelt braucht auch kein Mensch mehr. Anders kann man eine solche Verteuerung nicht erkl\u00e4ren.<br \/>\nDie &#8222;Neuregelung&#8220; der Grundsteuer ist wieder ein weiteres Beispiel, wie weit entfernt unsere Politiker und \u00c4mter inzwischen vom B\u00fcrger, dem Steuerzahler, entfernt sind. Die obigen Zahlen liefern den besten Beweis. Ich kann doch nicht immer fordern, fordern und nochmals fordern, besonders mit unerkl\u00e4rlichen Phantasiezahlen. Unser &#8222;sch\u00f6nes&#8220; Freiburg ist ja mittlerweile \u00fcberall spitze: Kriminalit\u00e4t, Gewerbesteuer und jetzt noch die Grundsteuer? Nat\u00fcrlich werde auch ich Einspruch gegen den Bescheid erheben, dazu bin ich auch gegen\u00fcber meinen Mietern verpflichtet, die ja auch betroffen sind.<br \/>\n24.4.2023 Ralf Meier, Freiburg, BZ<\/p>\n<p>Leserbrief zu &#8222;Bescheide zur Grundsteuer: &#8222;Haus- und Wohnungsbesitzer sollten auf jeden Fall Einspruch einlegen&#8220; vom 8.4.2023<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/bescheide-zur-grundsteuer-haus-und-wohnungsbesitzer-sollten-auf-jeden-fall-einspruch-einlegen--253261137.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/bescheide-zur-grundsteuer-haus-und-wohnungsbesitzer-sollten-auf-jeden-fall-einspruch-einlegen&#8211;253261137.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Formel &#8222;Grundsteuer = Bodenrichtwert mal Grundst\u00fccksfl\u00e4che mal Hebesatz&#8220; hat es in sich: Denn haupts\u00e4chlich nur Bodenrichtwert und Grundst\u00fccksfl\u00e4che z\u00e4hlen f\u00fcr die neue Grundsteuer. 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