{"id":109792,"date":"2023-02-18T11:32:28","date_gmt":"2023-02-18T10:32:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=109792"},"modified":"2023-02-19T19:05:00","modified_gmt":"2023-02-19T18:05:00","slug":"gunnar-heinsohn-1943-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/gunnar-heinsohn-1943-2023\/","title":{"rendered":"Gunnar Heinsohn (1943 &#8211; 2023)"},"content":{"rendered":"<p>Mit Professor <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/heinsohn\/\">Gunnar Heinsohn<\/a> ist am 16.2.2043 ein gro\u00dfer weiser Mann gestorben. Seine Analysen werden fehlen, die er so vortrefflich und allgemein verst\u00e4ndlich dem normalen B\u00fcrger mitzuteilen vermochte. In unz\u00e4hligen Artikeln. Zuletzt auch im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/presseclub-oder-kontrafunk\/\">Kontrafunk<\/a> und auf <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/indubio-209-putin-und-selensky\/\">Indubio<\/a>.<!--more--><br \/>\nMit seinem Buch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/soehne-und-weltmacht-buch\/\">&#8222;S\u00f6hne und Weltmacht&#8220;<\/a> erfuhr er hohe internationale Anerkennung, nur nicht in Deutschland, wo ihn z.B. die Universit\u00e4t Bremen aufgrund <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/eigene-meinung\/\">abweichender Meinung<\/a> regelrecht verfolgte. Doch seine brillianten Analysen zu Bildung und Kriegsdemographie haben Bestand. Seine Stimme bleibt. Wer ihn h\u00f6ren m\u00f6chte:<br \/>\nIndubio am 16.07.2020 mit \u201eVon brutalen Zahlen\u201c <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/indubio_von_brutalen_zahlen\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/indubio_von_brutalen_zahlen<\/a><br \/>\nsowie Kontrafunk am 03.04.2022 mit \u201eAuch Russland gehen die S\u00f6hne aus\u201c. <a href=\"https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/die-sonntagsrunde\/flg-1-auch-russland-gehen-die-soehne-aus\">https:\/\/kontrafunk.radio\/de\/sendung-nachhoeren\/die-sonntagsrunde\/flg-1-auch-russland-gehen-die-soehne-aus<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/youtu.be\/0yxKTmboZ0M\">https:\/\/youtu.be\/0yxKTmboZ0M<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEin gro\u00dfer Verlust f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/kritik\/\">kritische<\/a> Denken in Deutschland. Gunnar Heinsohn ist als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/\">Wissenschaftler<\/a> ein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/opposition\/querdenker\/\">Querdenker<\/a> im Sinne der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/\">Aufkl\u00e4rung<\/a> und ein fr\u00fches Opfer der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">CancelCulture<\/a> hierzulande. Die von ihm gepr\u00e4gten Begriffe <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/youth-bulges\/\">&#8222;Youth Bulges&#8220;<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bergab-grips-medien-politik\/\">&#8222;Kriegsindex&#8220;<\/a> tragen dazu bei, Kriege zu verhindern und Frieden herzustellen. Wenn man sie nur h\u00f6ren w\u00fcrde, gerade heute: Wer auf Diplomatie und auf Verhandlungen setzt im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/ukraine-russland\/\">Ukrainekrieg<\/a>, der sollte Heinsohn lesen.<br \/>\n.<br \/>\nZuletzt wird Gunnar Heinsohn zitiert mit seiner Aussage <em>&#8222;Je n\u00e4her es ans Sterben geht, desto unsterblicher m\u00fcssen doch die Gedanken werden.\u201c <\/em>Diese Worte fordern zum Nachdenken auf.<br \/>\nIhm geb\u00fchrt Dank, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/respekt\/\">Respekt<\/a> und ewige Erinnerung im j\u00fcdischen Sinne.<br \/>\n18.2.2023<br \/>\n.<br \/>\nEnde von Beitrag &#8222;Gunnar Heinsohn (1943 &#8211; 2023)&#8220;<br \/>\n=============================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) bis (3)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Gunnar Heinsohn (1943\u20132023) verabschiedet sich in einem Brief von seinen Freunden<\/strong><br \/>\nTichys Einblick und mehrere von uns pers\u00f6nlich haben vertrauensvoll und freundschaftlich mit ihm zusammengearbeitet. Wir verneigen uns vor einem klugen Kopf und unbestechlichem Freund der Freiheit.<br \/>\nTadeusz Heinsohn schrieb uns: Mit Trauer gebe ich den Tod meines geliebten Vaters Gunnar Heinsohn bekannt. Er starb an diesem Tag (16.02.2023) um 14:10 Uhr in Danzig, Polen, umgeben von Familie und Freunden. Es war sein Wunsch, dass ich Dir seinen Abschiedsbrief \u00fcbersende.<br \/>\nLiebe Freunde!<br \/>\nMein Sohn Tadeusz \u00fcbermittelt meinen Abschied. Nach einem am 16. Februar 2023 abgeschlossenen Leben, das viel einfacher war, als es oft schien, m\u00f6chte ich Ihnen f\u00fcr all die Hilfe danken, die es noch einfacher gemacht hat.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nAls 2010 eine \u00f6ffentliche Kampagne in Deutschland versuchte, mich zu \u00e4chten, trat Hans-J\u00fcrgen H\u00fcbner, unterst\u00fctzt von Helmut Diez, als fairer und furchtloser Online-W\u00e4chter meines Rufs auf. Ich hatte \u2013 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung \u2013 Pr\u00e4sident Clintons Sozialpolitik auch f\u00fcr Deutschland vorgeschlagen. Jeder B\u00fcrger wird mit dem Recht auf 5 Jahre Sozialhilfe geboren. Er kann sparen, auf einmal oder in Tranchen nehmen oder gar nicht. Gro\u00dfz\u00fcgig Hilfe sollte in echter Not geleistet, Wohlfahrt aber als lebenslange Existenzform auf Kosten der Mitb\u00fcrger beendet werden. Ich wurde in den Medien oder in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants als Volksfeind hingestellt, wo Kollegen und Normalb\u00fcrger mich anbr\u00fcllten. Mein Universit\u00e4tsb\u00fcro wurde unzug\u00e4nglich gemacht, indem Sekundenkleber in das Schloss gespritzt wurde. Ich traute mich nicht mehr, meine Familie am Wochenende von Danzig nach Bremen zu holen. Dann trat Peter Mikolasch als Heilsbringer auf und bot mir ein Exil in Nieder\u00f6sterreich an. Das hat meine Nervosit\u00e4t beruhigt.<br \/>\nPeter Sloterdijk rettete S\u00f6hne und Weltmacht vor dem Vergessen. Das hat mir geholfen, das Thema Kriegsdemographie am NATO Defence College in Rom einzuf\u00fchren. Sie lie\u00dfen es mich von 2011 bis 2020 unterrichten.<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.2.202 von Gunnar Heinsohn bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/gunnar-heinsohn-1943-2023\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/gunnar-heinsohn-1943-2023\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nLeider wieder ein alter wei\u00dfer Mann, der sehr klug und weise war, von uns gegangen! Die Politikdarsteller werden aufatmen, denn mit Klugheit und Weisheit k\u00f6nnen und konnten sie nie etwas anfangen. M\u00f6ge es ihm dort, wohin wir schlu\u00dfendlich alle hingehen werden, gut gehen und er dort seinen Frieden finden. Meine aufrichtige Anteilnahme an die Familie.<br \/>\n.<br \/>\nEine kurze Suche im Netz nach Artikeln von Gunnar Heinsohn, zeigt welche Kompetenz er in Migrationsfragen hatte.<br \/>\nGastbeitrag: Werden Fl\u00fcchtlinge die deutsche Wirtschaft retten? (faz.net)<br \/>\nMigration: Wie Australien die Schlepper besiegte \u2013 WELT<br \/>\nBev\u00f6lkerungsentwicklung: Wohin mit den jungen M\u00e4nnern? | ZEIT ONLINE<br \/>\nVergleicht man diese Kompetenz, mit derjenigen von Politikern, wie Faeser, G\u00f6ring oder Stegner, die aktuell die Migrationspolitik oder besser das Migrationschaos bestimmen, zeigt sich der grosse Verlust von Heinsohn.<br \/>\nH\u00e4tte Deutschland anstelle einer Milliarde pro Jahr in ein absolut unf\u00e4higes Parlament und 50 Milliarden pro Jahr in eine verfehlte Schlepperpolitik gesteckt und stattdessen auf Heinsohn geh\u00f6rt, h\u00e4tte Deutschland heute kein Sozialproblem und kein Messerproblem und viele Menschen w\u00e4ren noch am Leben.<br \/>\n.<br \/>\nEmpfehle sehr den RBB Podcast mit Redakteur Ingo Kahle. Youtube Titel: Gunnar Heinsohn \u00fcber den wahren Hintergrund des Asylwahns.2015, wie gewohnt ein sehr entspanntes, fundiertes und sachliches Gespr\u00e4ch.<br \/>\n.<br \/>\nVoller Trauer habe ich seinen Brief zum Abschied gelesen. Das Wissen was er mir, zuerste \u00fcber sein Buch S\u00f6hne und Weltmacht sp\u00e4ter \u00fcber Talkrunden, Podcast und Artikel vermittelte sind ein integraler Bestandteil meines Lebens geworden. Leider war es mir nicht verg\u00f6nnt ihn auch einmal pers\u00f6nlich zu h\u00f6ren. Eine Schande was ihm hier in Deutschland an der Bremer shithole Universit\u00e4t passiert ist. Der Familie w\u00fcnsche ich alles, alles Gute in dieser Zeit und m\u00f6ge sein Wissen weiter getragen werden. Ein echter Vordenker, Danke f\u00fcr alles.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(2) Zum Tode von Gunnar Heinsohn<\/strong><br \/>\nUnser Freund und Autor Gunnar Heinsohn ist gestern in Danzig im Beisein seiner Familie und von Freunden verstorben. Sein freundliches Wesen, gepaart mit gelassener Furchtlosigkeit und intellektueller Standhaftigkeit, hat uns immer aufs Neue fasziniert. Als Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe verstand er es wie kaum ein anderer, Debatten anzusto\u00dfen und in eine breite \u00d6ffentlichkeit hineinzuwirken. Seine Forschungen und Beitr\u00e4ge zu \u00d6konomie, Genozidforschung, Erziehung und Bev\u00f6lkerungspolitik, Religionswissenschaft und Kriegsdemografie waren immer auch in den gro\u00dfen Medien pr\u00e4sent. Sein intellektuelles Werk wird einen Platz in den Geschichtsb\u00fcchern finden.<br \/>\n&#8230; Alle vom 17.2.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/zum_tode_von_gunnar_heinsohn_\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/zum_tode_von_gunnar_heinsohn_<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n\u00dcber Heinsohns \u201eDie Sumerer gab es nicht\u201c (1988) kam ich zu den \u201eZeitenspr\u00fcngen\u201c, wo Herausgeber Heribert Illig, bisher im Schatten Heinsohn stehend, ab 1991 mit seiner eigenen These von ca. 300 Phantomjahren im fr\u00fchen Mittelalter auftrumpfen konnte \u2013 was \u00fcbrigens der Grund daf\u00fcr gewesen sein d\u00fcrfte, dass Heinsohn auch ganz speziell bei den \u201eZeitenspr\u00fcngen\u201c in den Jahren 2011 und 2012 die Cancel Culture erlebte:<br \/>\nDa er nach einem Bali-Urlaub aufgrund dortiger Nachforschungen die Idee hatte, in der Geschichte Asiens g\u00e4be es im ersten Jahrtausend n. Chr. ca. 600 Jahre zuviel, und daher auch die europ\u00e4ische, insbesondere r\u00f6mische Geschichte daraufhin \u00fcberpr\u00fcfen wollte, stie\u00df er damit bei Illig zun\u00e4chst auf freundlich-skeptische Distanz, aus der im Laufe der Zeit, je mehr Belege er f\u00fcr seine neue These fand, eine ablehnende und schlie\u00dflich exterminatorische Haltung wurde \u2013 Illig sprach Heinsohns Wirken mit Verweis auf formale Schw\u00e4chen der These die Wissenschaftlichkeit ab und mobbte ihn ganz offensichtlich mit Unterst\u00fctzung anderer Autoren aus seinem Magazin regelrecht heraus: die Chronologiek\u00fcrzung im Mittelalter war SEIN Baby und sollte es bleiben.<br \/>\nSeitdem war Heinsohn, wie in seinem Abschiedsbrief beschrieben, auf die Unterst\u00fctzung von Anne-Marie (und Alfred) de Grazia angewiesen, um auf deren Seite seine neue These mit weiteren Forschungsergebnissen zu ver\u00f6ffentlichen.<br \/>\nMit dieser These habe ich mich ebenfalls besch\u00e4ftigt und bin dabei in den letzten Jahren infolge der Einbeziehung der kalendarischen Aspekte (Zusammenhang mit dem Osterfest und dar\u00fcber mit der j\u00fcdischen Zeitrechnung) zu einer Phantomzeit von 532 Jahren (in zwei \u201aTranchen\u2018: 236 + 296 Jahre) gekommen, die von Heinsohns Erkl\u00e4rungsansatz mit ca. 700 Jahren zuviel etwas abweichen \u2013 dar\u00fcber m\u00f6chte ich demn\u00e4chst auf einer eigenen Seite schreiben, auch um dazu beizutragen, ihn nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. In diesem Sinne: Farewell, Gunnar Heinsohn\u2026<br \/>\n17.2.2023, N.B.<br \/>\n.<br \/>\nToller Mann. Er hat den Indubio- bzw. Kontrafunk-Podcast sehr bereichert. Mich w\u00fcrde sein Wirken f\u00fcr die deutsch-polnische Beziehung noch mehr interessieren. Interessant ist, wer nicht \u00fcber das Ableben Heinsohns berichtet. Ich vermisse etwas von der FAZ. Die ist ja so weit nach links abgedriftet, dass sie von einem ehemaligen Autoren nichts mehr wissen wollen. Spiegel schreibt auch nichts, was mich auch nicht wundert. Zawsze Pomorze berichtet \u00fcber sein Ableben. Der Weser-Kurier nicht, obwohl Heinsohn so lange Professor war. Die Uni Bremen schreibt auch nichts auf ihrer Homepage, dass da ein ehemaliger Professor verstorben ist. Stattdessen gibt es einen Beitrag zum Erdbeben in der T\u00fcrkei und in Syrien, mit Hyperlinks, wo man spenden k\u00f6nne. Was ist denn das f\u00fcr eine Au\u00dfendarstellung?<br \/>\n.<br \/>\nEin Guter und Kluger ist von uns gegangen. Seine These vom \u201cKriegsindex\u201d hat mich fasziniert. Faszinierend war auch seine bescheidene und stets freundliche Pers\u00f6nlichkeit. Wir sind \u00e4rmer geworden ohne Dich. Machs gut Gunnar Heinsohn, auf Wiedersehn in einer anderen, vielleicht besseren Welt.<br \/>\n17.32.2023, Manfred Haferburg<br \/>\n.<br \/>\nDie Guten gehen, die Lastenradfahrer bleiben. Er m\u00f6ge in Frieden ruhen.<br \/>\n.<br \/>\nGleichg\u00fcltig, wie man zu seinen Thesen stand, wir werden ihn schmerzlich vermissen! Ein Denker und Mahner, wie es sie nur noch selten gibt. Jedes Wort basierte auf seinem messerscharfen Verstand, untermauert durch seine Lebenserfahrung. So unterschied er sich von den heute weithin anzutreffenden Opportunisten, Abschreibern und Phrasendreschern.<br \/>\n.<br \/>\nDer Tod von Herrn Heinsohn stimmt mich traurig. Ich fand ihn sehr sympathisch. Die weisen wei\u00dfen alten M\u00e4nner brauchen Nachschub, junge Nachwuchsautoren!<br \/>\n.<br \/>\nEr war im besten Sinne ein Querdenker und wohl auch deshalb ein fr\u00fches Opfer der Cancel Culture. Ich sch\u00e4tzte seine B\u00fccher sehr, auch die, die Zweifel an der etablierten Chronologie und dem Pyramidenbau \u00e4u\u00dferten und interessante Denkanst\u00f6\u00dfe boten. Dass er so massiv verfolgt wurde und aus dem Land gedr\u00e4ngt wurde, wusste ich nicht. Inzwischen teilen leider viele mutige Wissenschaftler, die sich einen freien Geist bewahren und sich nicht unterordnen, dieses Schicksal. Falls es einen Himmel gibt, wird ihn Giordano Bruno dort herzlich empfangen<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>(3) Einer der letzten Gelehrten: zum Tod von Gunnar Heinsohn<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nAls drittes gro\u00dfes Feld, auf dem er Fragen stellte, w\u00e4hlte er die Demografie, und das in zwei Richtungen:<br \/>\nden Zusammenhang von Bev\u00f6lkerungsentwicklung und Krieg,<br \/>\nund die Verbindung von Demografie, Migration und Wohlstand.<br \/>\nMit einer F\u00fclle von Belegen zeigte er, wie die Kriegs- und vor allem B\u00fcrgerkriegsneigung durch einen \u00dcberhang von jungen M\u00e4nnern in einer Gesellschaft w\u00e4chst. Daf\u00fcr pr\u00e4gte er die Begriffe \u201eYouth Bulge\u201c und \u201eKriegsindex\u201c; die Pazifizierung der westlichen Gesellschaften deutete er vor allem demographiegetrieben, genauso wie die blutigen Konflikte vor allem in der islamischen und afrikanischen Welt. Die alternden westlichen L\u00e4nder, so Heinsohns Mahnung in unz\u00e4hligen Vortr\u00e4gen und Texten, brauchen Einwanderung \u2013 allerdings durch qualifizierte und anpassungsf\u00e4hige Migranten mit dem Willen und der F\u00e4higkeit, zum allgemeinen Wohlstand beizutragen. Er kritisierte, dass die L\u00e4nder vor allem Westeuropas sich mehr und mehr der Armutszuwanderung aus arabischen und afrikanischen L\u00e4ndern \u00f6ffneten und sich gleichzeitig immer weniger daf\u00fcr interessierten, ihren eigenen hochqualifizierten Nachwuchs im Land zu halten. Vor allem die illusionsgelenkte deutsche Politik besch\u00e4ftigte ihn. Als Grund f\u00fcr deren systematische Problemverdr\u00e4ngung sah er vor allem die Neigung, sich zum Weltretter zu stilisieren \u2013 als letztes Substrat eines \u00dcberlegenheitsd\u00fcnkels. In einem seiner sp\u00e4ten Interviews <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/interviews\/gunnar-heinsohn\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/interviews\/gunnar-heinsohn\/<\/a> meinte Heinsohn mit seiner charakteristischen N\u00fcchternheit: \u201eWenn man ohnehin absinkt, dann will man wenigstens unter \u00e4hnlich Betroffenen unter dem Banner von Weltenrettung und Spitzenhumanismus Sieger bleiben.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer von Margaret Thatcher gegr\u00fcndete \u201eNew Directions\u201c-Thinktank zeichnete Heinsohn 2016 mit dem \u201eLiberty Award\u201c aus, auch in seiner zweiten Heimat Polen fand er eine gro\u00dfe Wertsch\u00e4tzung. In Deutschland erhielt er sp\u00e4testens durch seine Publikationen zur Migration den Stempel \u201eumstritten\u201c \u2013 und nicht nur den. Ein Journalist nannte seine Thesen \u201emenschenverachtend und biologistisch\u201c; die Politologin Naika Foroutan entdeckte in seiner Aussage, Migration sollte auch dem aufnehmenden Land nutzen, einen \u201eentw\u00fcrdigenden Utilitarismus\u201c. Wer Heinsohn kannte, der wusste, dass er sich durch Stigmatisierungsversuche nicht beeindrucken lie\u00df, sondern nur durch Argumente. Auf diesem Feld boten ihm seine moralisierungseifrigen Kritiker nichts.<br \/>\nHeinsohn lie\u00df sich nicht ins traditionelle Rechts-Links-Schema einsortieren. Aber an seinem Beispiel zeigte sich vor allem in den letzten Jahren die Verschiebung der Medien\u00f6ffentlichkeit. Seine Aufs\u00e4tze und Interviews fanden sich anders als fr\u00fcher kaum noch in der Zeit oder der FAZ \u2013 sondern vor allem in der Achse des Guten, Tichys Einblick und der NZZ.<br \/>\nEs sind vor allem die Fragen, die den Wissenschaftler machen. Seine Antworten ordnete er nie einer Agenda unter. F\u00fcr ihn galt der Satz, der sich in der \u201eOdyssee\u201c oft wiederholt: \u201eL\u00fcgen wird er nicht, denn daf\u00fcr ist er zu weise.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.2.2023 von Alexander Wendt bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.publicomag.com\/2023\/02\/einer-der-letzten-gelehrten-zum-tod-von-gunnar-heinsohn\/\">https:\/\/www.publicomag.com\/2023\/02\/einer-der-letzten-gelehrten-zum-tod-von-gunnar-heinsohn\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Professor Gunnar Heinsohn ist am 16.2.2043 ein gro\u00dfer weiser Mann gestorben. Seine Analysen werden fehlen, die er so vortrefflich und allgemein verst\u00e4ndlich dem normalen B\u00fcrger mitzuteilen vermochte. In unz\u00e4hligen Artikeln. 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