{"id":108582,"date":"2023-01-17T11:41:51","date_gmt":"2023-01-17T10:41:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=108582"},"modified":"2023-01-17T20:17:07","modified_gmt":"2023-01-17T19:17:07","slug":"houellebecq-onfray-diskussion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/houellebecq-onfray-diskussion\/","title":{"rendered":"Houellebecq Onfray: Diskussion"},"content":{"rendered":"<p>Ja, es gibt sie noch: Die Literatur jenseits von langweiligem, weil haltungskonformem Gleichklang. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/\">Literatur<\/a>, die echauffiert und zur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Diskussion<\/a> einl\u00e4d, zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratie-verteidigen\/\">demokratischen<\/a> <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/debatte\/\">Streit<\/a> also. Allerdings weniger in Deutschland, eher in USA, GBR oder z.B. in Frankreich, wo <a href=\"http:\/\/houellebe\">Michael Houellebecq<\/a> nach &#8222;Unterwerfung&#8220; <!--more-->mit &#8222;Vernichten&#8220; seinen nach eigenen Angaben letzten &#8211; wer mag dies glauben? &#8211; Roman herausgebracht hat (1). Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/betreutes-lesen-demokratie\/\">Lekt\u00fcre<\/a> verlangt Zeit und Geduld. Aber sie lohnt.<br \/>\n.<br \/>\nIn <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/france\/frankreich2022\/\">Frankreich<\/a> f\u00fchrten der Schriftsteller und Agnostiker Michel Houellebecq und der Philosoph und Atheist Michel Onfray ein sechsst\u00fcndiges Gespr\u00e4ch zu Themen wie Existenz Gottes, Abtreibung, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/europa-kulturkreis\/\">Europa<\/a>, Abendland, Todesstrafe, Umweltschutz und Bev\u00f6lkerungsaustausch, das dann im Dezember 2022 in einer 144-seitigen Sonderausgabe unter dem Titel &#8222;Fin de l&#8217;Occident&#8220; (&#8222;Untergang des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/abendland\/\">Abendlands<\/a>&#8222;) der Zeitschrift &#8222;Front populaire&#8220; herausgebracht wurde (2).<br \/>\nDieses Gespr\u00e4ch zweier Intellektueller er\u00f6ffnete eine heftige und kontroverse \u00f6ffentliche Debatte in Frankreich &#8211; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/diskursverweigerung\/\">ungewohnt<\/a> f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse. Zum einen haben wir vom intellektuellen Niveau her anscheinend keine Houellebecq&#8217;s mehr. Zum anderen sind solch interessante und aufw\u00fchlende Debatten aufgrund <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">unkorrekter<\/a> <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/haltungsjournalismus\/\">Haltungen<\/a> nicht <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/woke\/\">woke<\/a> (3) und damit schlicht nicht m\u00f6glich. Gleichwohl sind sie dringend erforderlich &#8211; wir m\u00fcssen miteinander reden: Gerade wieder nach den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/parallelgesellschaften-silvester\/\">Silvesterkrawallen in Berlin<\/a> wird von Experten vehement eine offene Diskussion \u00fcber den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-politik\/\">politischen Islam<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/mansour\/\">Ahmad Mansour<\/a>) bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islamismus\/\">Islamismus<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/abdel-samad\/\">Hamed Abdel-Samad<\/a>) gefordert, um die Probleme von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/integrieren\/\">Integration<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/parallelgesellschaft\/\">Parallelgesellschaften<\/a> zu besprechen und im Sinne eines &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/consent-of-the-governed\/\">Consent of the Governed<\/a>&#8220; einer L\u00f6sung zuzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Frankreich hat die gleichen Probleme wie Deutschland hinsichtlich &#8222;Fin de l&#8217;Occident&#8220;.<br \/>\n<em><strong>In beiden L\u00e4ndern mu\u00df eine friedliche L\u00f6sung gefunden werden, und die erreicht man nur \u00fcber eine offene, freie, ehrliche und von den Medien kritische begleitete innen- wie au\u00dferparlamentarische Diskussion.<\/strong><\/em><br \/>\nAber in Frankreich kann ein Linker (Onfray) mit einem politisch nur schwer verortbaren Freigeist (Houellebecq) auf intellektuell hohem Niveau einen \u00fcber die Medien verbreiteten Diskurs f\u00fchren (4) \u00fcber Themen, die in Deutschland nur unter dem Schleier der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political Correctness<\/a> angehaucht werden d\u00fcrfen. Und die zudem als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/tabu\/\">Tabus<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wohnungsnot-und-ihr-elefant\/\">Elefanten im Raum<\/a> von den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Mainstream-Medien<\/a> ignoriert werden. Im Vergleich zu den anderen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-zentralstaat\/\">EU-Staaten<\/a> erscheint Deutschland, das einstige Volk der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/\">Dichter<\/a> und Denker, intellektuell nahezu verk\u00fcmmert.<br \/>\n17.1.2023<br \/>\n.<br \/>\nHouellebecq et Onfray &#8211; La Rencontre: Fin de l&#8217;Occident? ,<br \/>\nFront Populaire, Les editions du Pl\u00e9nitre,<br \/>\n144 Seiten, 13,90 Euro, <a href=\"https:\/\/frontpopulaire.fr\">https:\/\/frontpopulaire.fr<\/a><\/p>\n<p>Ende von Artikel &#8222;Houellebecq Onfray: Diskussion&#8220;<br \/>\n===========================================================<br \/>\nBeginn von Anlagen (1) bis (4)<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(1) Houellebecq erkennt die Strukturen im Nebel der Gegenwart<\/strong><br \/>\n<em>Wer etwas \u00fcber unsere Jetztzeit wissen will, erf\u00e4hrt seit fast drei\u00dfig Jahren bei Houellebecq mehr als in den Zeitungen. Und nur mit dieser Geistesgegenwart l\u00e4sst sich auch die Zukunft ahnen. Houellebecq ist der aktuellste aller europ\u00e4ischen Autoren.<\/em><\/p>\n<p>Um es gleich zu sagen, es gibt von Houellebecq k\u00fcrzere und auch dichtere B\u00fccher. In seinem Erstling \u201eAusweitung der Kampfzone\u201c von 1994 brauchte er nur 155 Seiten, um eine Geschichte zu erz\u00e4hlen, die der Leser nicht mehr vergisst. \u201eVernichten\u201c f\u00fcllt 615 Seiten, was nicht nur, aber auch an dem liegt, wor\u00fcber er schreibt: es handelt sich um einen beinahe klassischen Familienroman, doppelt eingerahmt durch eine politische Nebenhandlung und einen globalen Geheimdienstplot.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDoch in einem anderen wichtigen Punkt bleibt Houellebecq mit \u201eVernichten\u201c bei seiner Tradition: Von Anfang an, von \u201eAusweitung der Kampfzone\u201c, \u201eElementarteilchen\u201c und \u201eUnterwerfung\u201c bis zu diesem vorl\u00e4ufigen Schlussst\u00fcck machte er immer Gedanken zu Literatur, die au\u00dfer ihm bis dahin noch keiner auf den Begriff bringen konnte. Ein spiritistisches Medium besitzt angeblich die F\u00e4higkeit, in Zukunft, Vergangenheit oder beides zu sehen. Der franz\u00f6sische Autor besitzt die untersch\u00e4tzte F\u00e4higkeit, wie ein Medium eine Struktur in der Gegenwart zu erkennen, wo andere nur Nebel wahrnehmen.<br \/>\n<em><strong>Wer etwas \u00fcber unsere Jetztzeit wissen will, erf\u00e4hrt seit fast drei\u00dfig Jahren bei Houellebecq mehr als in den Zeitungen.<\/strong> <\/em>Und nur mit dieser Geistesgegenwart l\u00e4sst sich auch die Zukunft ahnen. Houellebecq ist der aktuellste aller europ\u00e4ischen Autoren. Er ist Medium und Botschafter zugleich.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.12.2022 von Alexander Wendt bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/houellebecq-erkennt-die-strukturen-im-nebel-der-gegenwart\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/feuilleton\/buecher\/houellebecq-erkennt-die-strukturen-im-nebel-der-gegenwart\/<\/a><\/p>\n<p>Kommentare:<br \/>\n<strong>Ja, ein wirklich toll konstruierter und eben auch bewegender Roman.<\/strong><br \/>\nDas ist auch f\u00fcr uns Deutsche DER aktuelle Gesellschaftsroman. Ich mag nicht daran denken, dass er aufh\u00f6rt zu schreiben. Allerdings ist der Autor eben vom Beginn an konsequent \u2013 und besser kann er kaum noch werden.<br \/>\nHouellebecq hat den Nobelpreis verdient, aber er wird ihn wohl nie bekommen. Seine Literatur ist zu wahrhaftig.<br \/>\n14.12.2022, RMP<\/p>\n<p><strong>Houellebecq steht in der Tradition des typisch franz\u00f6sischen Rationalismus.<\/strong> Er erkennt, dass in dieser kulturellen Makrokrise des Westens der R\u00fcckzug auf den privaten Mikrokosmos die L\u00f6sung sein kann. Statt Globalismus Regionalismus.<br \/>\nAuch den Niedergang der deutschen Wirtschaft erkennt er. Dieser d\u00fcrfte allerdings in Realit\u00e4t weniger den genialen Leistungen franz\u00f6sischer \u00d6konomiestrategen zuzuschreiben sein als vielmehr der Inkompetenz bzw. dem zerst\u00f6rerischen Vorsatz des linksgr\u00fcnen Politestablishments hierzulande.<br \/>\nWie anders zeitgen\u00f6ssische Deutsche und Franzosen ticken zeigt folgendes Beispiel: ich habe mich gestern morgen, vor dem Fu\u00dfballweltmeisterschafts \u2013 Halbfinale Frankreich \u2013 Marokko mit Sch\u00fclern unterhalten, in Bezug darauf, wer wohl gewinnt. Dabei wurden dann sofort Meinungen der kleinen, linksgr\u00fcn-gehirngewaschenen Gutmenschlein ge\u00e4u\u00dfert wie: \u201ees w\u00e4re doch sch\u00f6n, wenn Marokko dem ehemaligen Kolonialherren eine Abfuhr erteilt\u201c oder sogar \u201ezur Wiedergutmachung k\u00f6nnte Frankreich Marokko doch gewinnen lassen\u201c. Das ist deren Denke. Nat\u00fcrlich hat Frankreich Marokko nicht gewinnen lassen, sondern ist mit 2:0 ins Finale gest\u00fcrmt. Bei unseren kleinen Gutmensch-d\u00e9cadents bewahrheitet sich jedenfalls der Spruch \u201eget woke \u2013 go broke\u201c. Nicht nur im Fu\u00dfball, auch in der Wirtschaft. Ob die daf\u00fcr Verantwortlichen hierzulande wohl langsam erkennen, was sie da angerichtet haben?<br \/>\nSo geht unser Land unter.<br \/>\n14.12.2022, H.C.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Houellebecq, das Ende des Abendlandes und eine abgesagte Anzeige<\/strong><br \/>\nNoch im alten Jahr, im Dezember 2022, hatte Houellebecq mit dem Philosophen Michel Onfray ein langes, ein sehr langes Gespr\u00e4ch gef\u00fchrt, das in Onfrays Zeitschrift \u201eFront Populaire\u201c ver\u00f6ffentlicht wurde. Onfray war hierzulande mit seiner kurzgefassten Aktualisierung von Oswald Spenglers \u201eDer Untergang des Abendlandes\u201c unter dem Titel \u201eD\u00e9cadence. Vie et mort du jud\u00e9o-christianisme\u201c \u2013 die der deutsche Verlag ein wenig grell mit \u201eNiedergang. Aufstieg und Fall der abendl\u00e4ndischen Kultur \u2013 von Jesus bis Bin Laden\u201c \u00fcbersetzt hat \u2013 bekannt geworden. F\u00fcr Onfrays Buch wurde in Deutschland \u00fcbrigens mit dem Hinweis geworben: \u201eEin Albtraum \u00e0 la Houellebecq\u201c.<br \/>\n..<br \/>\nNun prophezeit Houellebecq auf Seite 28 im Interview: \u201eWenn ganze Wohngebiete unter islamistische Kontrolle geraten sind, wird es meiner Meinung nach zu Widerstandshandlungen kommen. Es wird Anschl\u00e4ge und Schie\u00dfereien in den Moscheen geben und in den Caf\u00e9s, die von Muslimen besucht werden, kurzum: ein umgekehrtes Bataclan. Dann werden sich die Muslime nicht damit begn\u00fcgen, Kerzen und Blumenstr\u00e4u\u00dfe aufzustellen.\u201c Mit dem Namen des Bataclan-Theaters spielte Houellebecq auf die islamistischen Terroranschl\u00e4ge in Paris am 13. November 2015 an, bei denen 130 Menschen get\u00f6tet und 683 Menschen verletzt wurden.<br \/>\nDoch dabei lie\u00df es der Schriftsteller nicht bewenden, sondern f\u00fcgte hinzu: \u201eIch glaube, der Wunsch der franz\u00f6sischen Stammbev\u00f6lkerung ist nicht, dass die Muslime sich assimilieren, sondern dass sie aufh\u00f6ren, uns zu bestehlen und zu attackieren, kurz gesagt, dass ihre Gewaltt\u00e4tigkeit abnimmt, dass sie das Gesetz und die Menschen respektieren. Eine gute L\u00f6sung w\u00e4re es auch, wenn sie einfach abhauen.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie franz\u00f6sischen Debatten werden Deutschland einholen<br \/>\nWie man es dreht und wendet, oder am liebsten verdr\u00e4ngt und framed wie in Deutschland, trifft Houellebecqs \u00c4u\u00dferung auf einen sich vergr\u00f6\u00dfernden Konflikt in der Gesellschaft, einen Konflikt, der sich durch eine teils misslungene Integration zusehends versch\u00e4rft. Der Blick nach Frankreich lohnt sich allein deshalb, weil uns die franz\u00f6sischen Debatten in Deutschland einholen werden.<br \/>\nNoch ein anderer Aspekt ist an der franz\u00f6sischen Diskussion spannend: Michel Onfray l\u00e4sst sich nicht mehr als links oder rechts einordnen. Er ist nur ein Beispiel daf\u00fcr, dass die alten von den Gr\u00fcnen und der identit\u00e4tspolitischen Linken so sehr gesch\u00e4tzten Kategorien von \u201erechts\u201c und \u201elinks\u201c ihre Inhalte verloren haben und lediglich zur Markierung und Diffamierung des politischen Gegners dienen, als dass sie einen heuristischen Wert bes\u00e4\u00dfen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 12.1.2023 von Klaus-R\u00fcdiger Mai bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/houellebecq-onfray-gespraech\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/houellebecq-onfray-gespraech\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDie franz\u00f6sischen Debatten wird es in Deutschland nicht geben. Einerseits existiert nahezu keine intellektuelle Elite, die diese Debatte f\u00fchren k\u00f6nnte oder wollte und andererseits ist die Islamisierung Deutschlands schon wesentlich weiter fortgeschritten als die in Frankreich, man gucke dazu mal auf die Anzahl der hier bereits errichteten und noch geplanten Moscheen. &#8230;<br \/>\n12.1.2023, Lik<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er reagieren nicht mit Gegengewalt auf die Einwanderung von Muslimen, sondern ziehen in Vorst\u00e4dte und stecken ihre Kinder in Privatschulen. Auch wenn ich Houellebecqs Einsch\u00e4tzung des Islams (und der Gr\u00fcnen) absolut teile, an diesem Punkt irrt er sich.<br \/>\n14.1.223, Clu<\/p>\n<p><strong>Houellebecq ist Realist bis \u00fcber die Schmerzgrenze hinaus<\/strong><br \/>\nEr phantasiert nicht von einem Aufbegehren der westlichen Kultur. Er konstatiert lediglich, dass es im Rahmen der gesellschaftlichen Transformation zu einzelnen Akten der Gewalt kommen wird. Dies war im Rahmen der Menschheitsgeschichte in entsprechenden Konstellationen immer so. Die westliche Kultur begeht eine Massenapoptose. Einzelne Akte verzweifelter Gewalt werden hieran nichts \u00e4ndern. Im Gegenteil, sie werden die Etablierung noch rigiderer Kontrollmechanismen erleichtern. Das ist Houellebecq und wohl auch Onfray bewusst.<br \/>\nDie Mechanismen der Abwicklung sind ja f\u00fcr alle absolut transparent. Die Menschen nehmen es wahr, g\u00e4hnen gelangweilt, duschen beflissen seltener, k\u00fcrzer und k\u00e4lter um die Erde zu retten und berauschen sich am Abend mit leckerem Rotwein (oder dem 40 Cent B\u00fcchsenbier, je nach Rang in der Konsumhierarchie). Letzte Menschen.<br \/>\n14.1.2023, Mon<\/p>\n<p>\u201e\u2026das f\u00fcr deutsche Klein-Intellektuelle wichtigste Thema \u00fcberhaupt, das Thema der Themen: die Klimakrise, der Klimaschutz, der Klimawandel und alle unz\u00e4hligen Filiationen oder Klone dieses deutschen Haupt- und Staatsthemas.\u201c Ach ja, die deutschen Luftikusse und Himmelsst\u00fcrmer. Wie sang doch Heine so passend?<\/p>\n<p>Sie f\u00fchlt sich frey und schwingt sich empor<br \/>\nZu den h\u00f6chsten Himmelsr\u00e4umen.<br \/>\nO deutsche Seele, wie stolz ist dein Flug<br \/>\nIn deinen n\u00e4chtlichen Tr\u00e4umen!<\/p>\n<p>Die G\u00f6tter erbleichen wenn du nahst!<br \/>\nDu ha\u017ft auf deinen Wegen<br \/>\nGar manches Sternlein ausgeputzt<br \/>\nMit deinen Fl\u00fcgelschl\u00e4gen!<\/p>\n<p>Franzosen und Russen geh\u00f6rt das Land,<br \/>\nDas Meer geh\u00f6rt den Britten,<br \/>\nWir aber be\u017fitzen im Luftreich\u2018 des Traums<br \/>\nDie Herrschaft unbestritten.<br \/>\nHier \u00fcben wir die Hegemonie,<br \/>\nHier sind wir unzerst\u00fcckelt;<br \/>\nDie andern V\u00f6lker haben sich<br \/>\nAuf platter Erde entwickelt.<br \/>\n14.1.2023, D.M.<\/p>\n<p>In Deutschland scheint man die soziokulturellen Unterschiede von Kulturkreisen weltweit einfach nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen. Integration reduziert der deutsche Zeitgeist auf eine Frage der Sozialarbeit. Warum rebellieren junge Migranten aus bestimmten Kulturkreisen, die hier in Deutschland geboren, aufgewachsen und scheinbar gut integriert sind? Warum nur\u2026.<br \/>\n14.1.2023, Hof<\/p>\n<p>Papier ist geduldig. Was hat \u201eDie Unterwerfung \u201c gebracht? Nichts, von der Realit\u00e4t \u00fcberhohlt. \u00dcberhaupt kennen nur Minderheiten diese Texte. Wie sagte Marx? Nicht die Welt interpretieren, sie ver\u00e4ndern! Aber wer soll die Kraft aufbringen? Die Leser? Glaube ich nicht, wir werden hier noch in 10 Jahren Kommentare schreiben, die niemand liest.<br \/>\n14.1.2023, B.S.<\/p>\n<p>Vielen Dank, lieber Herr Mai, f\u00fcr Ihren wunderbaren Artikel. Er m\u00fcsste in dieser Form in allen gro\u00dfen Tageszeitungen ver\u00f6ffentlicht werden. Der \u201e Deutsche Michel\u201c schl\u00e4ft leider \u00fcberwiegend, derweil in den \u00d6RR \u201e ganze Arbeit\u201c geleistet wird. Ein Leser-Kommentar verweist weiter unten auf den hervorragenden Uwe Tellkamp. Auch Tellkamp ist ein \u201eRufer in der W\u00fcste\u201c, der gemieden und verteufelt wird.<br \/>\n14.1.2023, M.J.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie franz\u00f6sischen Debatten werden Deutschland einholen\u201c<\/strong><br \/>\nNein, das glaube ich nicht. W\u00e4hrend in F wohl noch \u00fcber solche Dinge diskutiert wird, ist in D die Herangehensweise die, die wir aus vergleichbar extremen Situationen her kennen, n\u00e4mlich aus den Jahren 33 bis 45 und 45 bis 89. Widerspruch wird niederkart\u00e4scht. Schauen Sie sich die Umdeutung der Ausschreitungen von Berlin an. Wer glaubt dort Mi\u00dfst\u00e4nde wahrgenommen zu haben halluziniert. Die Deutschen greifen eher die eigenen Leute an, die sich einen andere Sicht leisten, als die, die sie aus der Tagesshow kennen.<br \/>\nWirklichkeit ist ledigliche eine Frage medialer Aufbereitung. Wer dann immer noch nicht begriffen hat wo`s langgeht, der kriegt den Haldewang auf den Hals.<br \/>\n14.1.023, G.N.<\/p>\n<p><strong>W\u00e4re der Mann (Houellebecq) ein deutscher Autor,<\/strong><br \/>\nw\u00e4r der Mann schon l\u00e4ngst abgeurteilt und w\u00fcrde medial nach der z\u00fcgig erledigten Einordnung auf \u201eganz pfui rechts\u201c weitgehend boykottiert. Die Debatten werden hier noch etwas auf sich warten lassen, das ist noch eine Weile die linksgr\u00fcne Deutungs- und Medienhoheit vor.<br \/>\n14.1.2023, a.M.<\/p>\n<p><strong>Ein Linker (Onfray) und ein politisch nicht verortbarer Freigeist (Houllebecq)<\/strong><br \/>\ndiskutieren auf intellektuell hohem Niveau \u00fcber Themen, die in Deutschland nur in ideologisch pr\u00e4formierten Phrasen thematisiert werden d\u00fcrfen.<br \/>\nKein Land in der westlichen Sph\u00e4re ist intellektuell derart verk\u00fcmmert wie Deutschland. Ich kann <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/sieferle\/\">Sieferle<\/a> verstehen. Man kann darob resignieren. Hoffentlich gibt\u2019s bald eine deutsche \u00dcbersetzung des Front Populaire Interviews.<br \/>\nDie deutschen Journalisten geifern derweil reflexhaft \u00fcber einen Text, den zu verstehen sie kaum in der Lage sein d\u00fcrften.<br \/>\n14.1.2023, Mon<\/p>\n<p><strong>Todesfatwa<\/strong><br \/>\nAuf die Kollegen derer, die im Januar 2016 im Verlag Charlie Hebdo get\u00f6tet wurden, ist wegen der Ausgabe des Sonderheftes zur Erinnerung an den Terrorakt vor Tagen erneut eine Todesfatwa ausgesprochen worden.<br \/>\nOb auch \u00fcber den beiden bereits eine schwebt \u2013 wer kann das wissen? Hamed Abdel Samad braucht hier in Deutschland jedenfalls seit Jahren 24\/7 Polizeischutz. Und Rushdie, auf den sogar Millionen an Kopfgeld ausgesetzt waren, hat einer im letzten Jahr schlimm erwischt \u2013 wobei ich hoffe, dass er wieder schreiben wird k\u00f6nnen.<br \/>\nAber: Nicht ihr habt sie get\u00f6tet, sondern Allah hat sie get\u00f6tet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen, und damit Er die Gl\u00e4ubigen einer sch\u00f6nen Pr\u00fcfung von Ihm unterziehe. Gewi\u00df, Allah ist Allh\u00f6rend und Allwissend. Ewig g\u00fcltig.<br \/>\n14.1.2023, Kas<\/p>\n<p>Epistemisch soweit wie Houellebecq sind \u201ewir\u201c hier noch lange nicht, wie man fast jedem Artikel auch auf TE entnehmen kann. Gerade die anl\u00e4sslich der \u201eSilvesteraktivitaeten\u201c geschriebenen Artikel zeigen hier erstaunliche, oder auch weniger erstaunliche, Defizite, aber <em><strong>Houellebec, ein Anh\u00e4nger Schopenhauers<\/strong><\/em>, neigt nicht zu deutschen Illusionen oder Tr\u00e4umereien, auch und vor allem was den Islam und seine Glaeubigen betrifft. Dass er bei dem ihm eigenen Realismus dann auch intellektuell zu den richtigen Schlussfolgerungen kommt, ist klar.<br \/>\n14.1.2023, R.E.<\/p>\n<p>Es geht in unseren westlichen Gesellschaften schon lange nicht mehr um rechts vs. links, diese antiquierte Kategorisierung nutzt Linksgr\u00fcn lediglich, um Andersdenkende zu diffamieren, den rationalen Diskurs zu verweigern und \u2013 darum geht es zentral \u2013 an der Macht und den Fleischt\u00f6pfen zu bleiben. In Wahrheit geht es um Vernunft vs. Unvernunft, Rationalit\u00e4t vs. Irrationalit\u00e4t, Verantwortung vs. Gesinnung, Ehrlichkeit vs. Verlogenheit, Integrit\u00e4t vs. Korruption.<br \/>\nUngesteuerte, \u00fcberwiegend muslimische Massenzuwanderung f\u00fchrt nat\u00fcrlich unweigerlich zu der von Houellebecq beschriebenen soziokulturellen Transformation der Aufnahmegesellschaft. Das ist nur eine Frage der Zeit, zumal die Reproduktionsrate dieser Bev\u00f6lkerungsteile besonders hoch ist. Wenn die Zahl der Muslime eine kritische Gr\u00f6\u00dfe erreicht hat, folgen alsbald entsprechende politische Ver\u00e4nderungen und schlie\u00dflich wird eine theokratische Herrschaftsform bzw. ein Kalifat eingef\u00fchrt. Dazu werden sich auch die meisten Muslime bekennen, die schon lange im Land leben und als gut integriert galten.<br \/>\nDie Erwartung von Linken und Gr\u00fcnen, da\u00df die neuen Herrscher sie aus Dankbarkeit (weiterhin) an der Macht beteiligen und ihnen ihre Privilegien sichern, wird bitter entt\u00e4uscht werden. Man wird auch sie verjagen, so wie es Chomeini 1979 nach dem Machtwechsel im Iran getan hat.<br \/>\nIn eine solche Sackgasse d\u00fcrfen sich die europ\u00e4ischen Zuwanderungsgesellschaften nicht f\u00fchren lassen. Es braucht eine rationale, verantwortungsvolle Migrationspolitik, die auch das langfristige Wohl der Gesellschaft im Auge hat.<br \/>\n14.1.2023, Fre<\/p>\n<p>Houellebecq ist ein gro\u00dfartiger Schriftsteller (\u201eKarte und Gebiet\u201c ist literarisch sein bestes Werk, besser als \u201eUnterwerfung\u201c) und es sind kurioserweise die Romanciers, die klar und eindringlich beschreiben, was die Sozialwissenschaftler nur leise und verschwurbelt zu Papier zu bringen wagen: Fast alle diversen Gesellschaften sind grausam gescheitert. Daf\u00fcr wird Houellebecq genau wie Nobelpreistr\u00e4ger V.S. Naipaul von den dogmatischen Antirassisten gehasst. Dabei ist es dieser epochale Irrtum der Antirassisten, der Frankreich in einen t\u00e4glichen kleinen B\u00fcrgerkrieg gef\u00fchrt hat (der Innenminister nennt es so). Dass die Spirale der Gewalt sich jederzeit schneller drehen kann, wird Chems-Eddine Mohamed Hafiz wahrscheinlich wissen, er darf es im Land der Bartholom\u00e4us-Nacht nur nicht sagen.<br \/>\n14.1.2023, B.G.<\/p>\n<p>Die Franzosen wertsch\u00e4tzen den freien Diskus noch,<br \/>\nzumindest mehr als in D. Lesenswert ist \u201e Le droit d\u2018emmerder Dieu\u201c von Richard Malka, Anwalt f\u00fcr Charly Hebdo.<br \/>\n14.1.2023, Stu<\/p>\n<p>Ersetze die folgende Aussage Houellebecq`s beim Stichwort \u201efranz\u00f6sische Stammbev\u00f6lkerung\u201c durch [\u201edeutsche Stammbev\u00f6lkerung\u201c] und alles trifft auch auf hiesige Verh\u00e4ltnisse zu:<br \/>\n\u201eIch glaube, der Wunsch der franz\u00f6sischen Stammbev\u00f6lkerung [deutschen Stammbev\u00f6lkerung] ist nicht, dass die Muslime sich assimilieren, sondern dass sie aufh\u00f6ren, uns zu bestehlen und zu attackieren, kurz gesagt, dass ihre Gewaltt\u00e4tigkeit abnimmt, dass sie das Gesetz und die Menschen respektieren. Eine gute L\u00f6sung w\u00e4re es auch, wenn sie einfach abhauen.\u201c<br \/>\nEbenso zutreffend wie die Aussage: \u201eDer Blick nach Frankreich lohnt sich allein deshalb, weil uns die franz\u00f6sischen Debatten in Deutschland einholen werden.\u201c<br \/>\nEigentlich haben sie uns schon eingeholt; die sog. \u201epolitische Verantwortungsgemeinschaft\u201c will es nur (noch) nicht wahrhaben !<br \/>\n14.1.2023, Civ<\/p>\n<p><strong>Erl\u00f6sungsreligion der Zukunft ist der Transhumanismus<\/strong><br \/>\nSehr interessant! Kann man das interview nicht auf Deutsch bringen oder ist es eventuell schon irgendwo auf Deutsch zu lesen. Der Islam, als extrem reaktion\u00e4re Ideologie, wird in der modernen Welt verschwinden bzw. als irgendeine Lightversion f\u00fcr die neue Unterschicht h\u00f6chstens eine Weile ein Mittel der Selbstfindung bleiben. Da bin ich mir ziemlich sicher. Die Germanen haben zwar gesiegt, aber nicht ihre Religion. Und der Islam hat fast nichts von dem, was das Christentum damals philosphisch-theologisch anbieten konnte. Eigentlich kann man das \u201efast\u201c auch streichen. Aber er kann bis dahin einen gigantischen Schaden anrichten, wie damals die Germanen.<br \/>\nDie Ideologie (Erl\u00f6sungsreligion) der Zukunft ist der Transhumanismus (jedenfalls irgendetwas in der Art), was nun zwar wenig tr\u00f6stlich ist, aber mir doch unabwendbar erscheint. Er wird sich auch anpassen in den kommenden Jahrhunderten, aber jetzt haben wir erstmal den Schlamassel, wie damals die R\u00f6mer. Prosit.<br \/>\n14.1.2023, W.Z.<\/p>\n<p>Ich bin mir sicher, dass ihr Deutschen weiter debattieren, diskutieren, evaluieren, er\u00f6rtern und begutachten werdet, die Invasion wird freilich weitergehen. Ich hoffe allerdings, dass sich Resteuropa gegen diese Agenda auflehnen wird, wenn n\u00f6tig auch mit unsch\u00f6nen Bildern.<br \/>\n14.1.2023, Rai<\/p>\n<p><strong>Houellebecq ist ein heruntergekommener Voltaire,<\/strong><br \/>\nein vergammelter Typ mit einem messerscharfen Verstand. Ein Erbe der Aufkl\u00e4rung, dem der Kompass f\u00fcr das Rationale noch nicht verlorengegangen ist. Was dumme und schlechte B\u00fccher sind, sind nun mal dumme und schlechte B\u00fccher. Es macht sie auch nicht besser, wenn es religi\u00f6se B\u00fccher sind. Houellebecq ist unbestechlich in seinem literarischen Urteil. Klare Urteile sind die verlogenen Europ\u00e4er nicht mehr gewohnt. Und ganz besonders nicht die verlogenen Deutschen.<br \/>\n14.1.2023, c.H.<\/p>\n<p>Nun prophezeit Houellebecq auf Seite 28 im Interview: \u201eWenn ganze Wohngebiete unter islamistische Kontrolle geraten sind, wird es meiner Meinung nach zu Widerstandshandlungen kommen. Es wird Anschl\u00e4ge und Schie\u00dfereien in den Moscheen geben und in den Caf\u00e9s, die von Muslimen besucht werden, kurzum: ein umgekehrtes Bataclan. Dann werden sich die Muslime nicht damit begn\u00fcgen, Kerzen und Blumenstr\u00e4u\u00dfe aufzustellen.\u201c<br \/>\nAnstelle der Kreuzz\u00fcge f\u00fcr Westenwerte (Oligarchen-Gewinne und Klima) sollten sich westliche L\u00e4nder vielleicht auf die bereits schwelenden B\u00fcrgerkriege vorbereiten? Bald l\u00e4uft es bei uns wie in Libanon oder Syrien<br \/>\n14.1.2023, H.M.<br \/>\nEnde Kommentare<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(3) Kulturjournalistin Cohen fordert Solidarit\u00e4t mit Houellebecq<\/strong><br \/>\nMan d\u00fcrfe die \u201esubtilen Strategien des politischen Islam\u201c nicht untersch\u00e4tzen meint die \u201eTagespost\u201c-Kolumnistin Ute Cohen. Anlass ist ein umstrittenes Interview des Schriftstellers.<br \/>\nDie bekannte Autorin und Journalistin Ute Cohen fordert in ihrer \u201eTagespost\u201c-Kolumne Solidarit\u00e4t mit dem bekannten franz\u00f6sischen Schriftsteller Michel Houellebecq, dem aufgrund eines Interviews eine Klage vonseiten der \u201eGro\u00dfen Moschee\u201c von Paris droht.<br \/>\n\u201eDer juristische Dschihad, der Versuch, mit rechtlichen Mitteln islamkritische Intellektuelle mundtot zu machen, ist in Frankreich seit Jahren im Gange. Michel Houellebecq, der wohl einflussreichste europ\u00e4ische Schriftsteller, wei\u00df ein Lied davon zu singen. Bereits 2002 wurde er von der ,Liga der Menschenrechte\u2018 und muslimischen Organisationen wegen Aufstachelung zum Hass verklagt. Das Gericht entschied zugunsten Houellebecqs.\u201c<br \/>\n&#8230;<br \/>\nCohen meint mit klaren Worten: \u201eWer mutwillig, das Setting dieser \u00c4u\u00dferung, den Sprecher und das Genre dieses Textes verkennen will oder nicht \u00fcber entsprechende Analysef\u00e4higkeiten verf\u00fcgt, mag darin ein Rechtsdelikt erkennen. Alle anderen m\u00f6gen sich an Houellebecqs Ausf\u00fchrungen reiben oder sich selbst darin erkennen. Dass Emmanuel Macron im Oktober Chems-Eddine (Rektor der Moschee) den Orden der franz\u00f6sischen Ehrenlegion verliehen hat, ist ein kurioser Schritt. Vielmehr w\u00e4re es geboten, die subtilen Strategien des politischen Islams auch hierzulande zu analysieren und sich dagegen zu wappnen. Solidarit\u00e4t mit Michel Houellebecq!\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.1.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.die-tagespost.de\/kultur\/feuilleton\/kulturjournalistin-cohen-fordert-solidaritaet-mit-houellebecq-art-234801\">https:\/\/www.die-tagespost.de\/kultur\/feuilleton\/kulturjournalistin-cohen-fordert-solidaritaet-mit-houellebecq-art-234801<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(4) Das Gesetz des Dschungels: Gespr\u00e4ch Houellebecq mit Onfray<\/strong><br \/>\n<em>Frankreich: Ein langes Zeitschriftengespr\u00e4ch zwischen dem Schriftsteller Michel Houellebecq und dem Philosophen Michel Onfray schl\u00e4gt hohe Wellen<\/em><br \/>\n<em>von Katrin Krips-Schmidt<\/em><br \/>\nMan mu\u00df Chems-Eddine Hafiz, dem Rektor der Gro\u00dfen Moschee von Paris, nicht dankbar sein, aber eines l\u00e4\u00dft sich nicht leugnen: Seine inzwischen wieder zur\u00fcckgezogene Strafanzeige wegen \u201eAufstachelung zum Ha\u00df gegen Muslime\u201c gegen den Schriftsteller Michel Houellebecq hat die \u00f6ffentliche Debatte um \u00c4u\u00dferungen des Bestsellerautors noch einmal kr\u00e4ftig angeheizt. Ausl\u00f6ser war das brillante Gespr\u00e4ch zwischen zwei der schillerndsten intellektuellen Pers\u00f6nlichkeiten Frankreichs, eben dem preisgekr\u00f6nten Houellebecq und dem popul\u00e4ren Philosophen Michel Onfray.<br \/>\nWorum geht es? Michel Onfray und St\u00e9phane Simon, die beiden Mitbegr\u00fcnder des Magazins Front Populaire, trugen sich seit dem Fr\u00fchjahr 2022 mit dem Gedanken, mit Houellebecq \u2013 h\u00e4ufig in Medien als \u201eProphet des Untergangs\u201c charakterisiert \u2013 einen Gedankenaustausch zu organisieren. Man sei verzweifelt gewesen \u00fcber den Verlauf der letzten Pr\u00e4sidentschaftswahl, bei der von Bewerbern und Medien die Frage nach der \u201eZivilisation\u201c und deren Niedergang so gut wie gar nicht behandelt wurde.<\/p>\n<p>Das Gespr\u00e4ch nun dauerte mehr als sechs Stunden und wurde in der im Dezember erschienenen 144seitigen Sonderausgabe der Zeitschrift publiziert. Neben dem Untergang des Abendlandes (oder auch synonym gebraucht: des Westens) reichte die Themenpalette von der Existenz Gottes, \u00fcber Euthanasie und Abtreibung, der Europ\u00e4ischen Union, Todesstrafe und Umweltschutz bis hin zum \u201egro\u00dfen Bev\u00f6lkerungsaustausch\u201c.<\/p>\n<p>Houellebecqs Aussagen in diesem Gespr\u00e4ch zum Islam sowie zum Zuzug von Muslimen und deren (Nicht-)Integration in westliche Gesellschaften nahm Moschee-Rektor Chems-Eddine Hafiz zum Anla\u00df, dem 66j\u00e4hrigen Autor des dystopischen Romans \u201eUnterwerfung\u201c eine undifferenzierte \u201eBeleidigung\u201c aller Muslime vorzuwerfen. Am 28. Dezember erstattete er Anzeige gegen Houellebecq. Inzwischen kam es jedoch vergangenen Donnerstag auf Initiative und im Beisein des Gro\u00dfrabbiners von Frankreich, Ha\u00efm Korsia, zu einer Unterredung zwischen Hafiz und Houellebecq, in deren Verlauf der Schriftsteller zwei seiner Aussagen zwar modifizierte, was der Pr\u00e4gnanz seiner \u00c4u\u00dferungen indes keinen Abbruch tat. Dabei r\u00e4umte er ein, da\u00df die \u201ebetreffenden Passagen zweideutig\u201c und aus dem Kontext gerissen seien \u2013 vornehmlich ging es um die Prophezeiung eines bevorstehenden B\u00fcrgerkrieges. Nach der Zusammenkunft zog Hafiz seine Anzeige zur\u00fcck, zumal Houellebecq ank\u00fcndigte, die inkriminierten Abs\u00e4tze in einer geplanten Buchausgabe zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das auch von vielen Medien hierzulande als skandal\u00f6s empfundene Gespr\u00e4ch zwischen Onfray und Houellebecq thematisiert den allgemeinen Niedergang Frankreichs. Das einleitende Zitat von Blaise Pascal: \u201e\u00dcberall sehe ich mich um und sehe \u00fcberall nur Dunkelheit\u201c ist auch Houellebecqs<\/p>\n<p>Motto. \u201eFrankreich verf\u00e4llt zwar nicht mehr als die anderen europ\u00e4ischen L\u00e4nder, doch es hat ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hochstehendes Bewu\u00dftsein \u00fcber seinen eigenen Niedergang\u201c, konstatiert er. Eine wesentliche Ursache sei die Demographie. W\u00e4hrend Onfray den Transhumanismus verantwortlich macht, erkennt Houellebecq die Gefahr im Islamismus.<\/p>\n<p>Trotz einer weiteren kontroversen Haltung in bezug auf Euthanasie und Abtreibung (der Atheist Onfray ist daf\u00fcr, der Agnostiker Houellebecq dagegen) eint sie ihre \u201etotale Ablehnung\u201c der Europ\u00e4ischen Union. Houellebecq, der eine besondere Liebe zu Deutschland empfindet, sei nicht aus \u201eNationalismus oder Patriotismus\u201c gegen Europa: \u201eMir wurde im Gegenteil im Alter von f\u00fcnfzehn Jahren bewu\u00dft, da\u00df Deutschland erstaunlich anders als Frankreich war. Das war faszinierend.\u201c Er lernte noch weitere europ\u00e4ische L\u00e4nder und ihre Andersartigkeit kennen: \u201eDamals verstand ich \u2013 wenn man Europa macht, wird diese ganze Vielfalt verschwinden und durch das amerikanische Modell ersetzt.\u201c<\/p>\n<p>Die Frage, ob Houellebecqs 2015 ver\u00f6ffentlichtes Buch \u201eUnterwerfung\u201c Science-fiction sei, leitete zu einem weiteren Thema des Gespr\u00e4chs, zum Islam, \u00fcber. Die Handlung des Romans spielt im Jahr 2022. Der Autor f\u00fchle sich als Prophet \u00fcbersch\u00e4tzt, habe er sich doch mit seiner Annahme geirrt, im letzten Fr\u00fchjahr w\u00fcrde ein gem\u00e4\u00dfigter Muslim Pr\u00e4sident werden. Doch immerhin k\u00f6nne er sich zu einer Vorhersage in seinem Buch begl\u00fcckw\u00fcnschen: \u201eIch hatte geahnt, da\u00df die Universit\u00e4t einer der ersten Orte der Zusammenarbeit mit dem Islamismus sein werde. Das war damals noch nicht evident, die woke Bewegung existierte in Frankreich nicht.\u201c<\/p>\n<p>Einig waren sich Onfray und Houellebecq \u00fcber die oft unzureichende Assimilierung muslimischer Minderheiten, gerade in jenen Gebieten, wo arabische Bewohner die Kontrolle \u00fcber ihr Stadtviertel \u00fcbernommen haben. Onfray zweifelt jedoch an der M\u00f6glichkeit einer \u201eReconquista\u201c dieser Territorien. Sein Gegen\u00fcber kontert: \u201eAls die Reconquista in die Wege geleitet wurde, stand Spanien unter muslimischer Herrschaft. In dieser Situation befinden wir uns noch nicht. Was man aber bereits feststellen kann, ist, da\u00df sich die Leute bewaffnen. Sie besorgen sich Gewehre und nehmen Unterricht an Schie\u00dfst\u00e4nden. Und das sind keine Hitzk\u00f6pfe.\u201c<\/p>\n<p>Houellebecq f\u00e4hrt fort mit der gegen\u00fcber dem Rektor der gro\u00dfen Moschee nunmehr korrigierten Aussage, er pers\u00f6nlich glaube nicht daran, da\u00df die Bedingungen f\u00fcr einen B\u00fcrgerkrieg aktuell gegeben seien: \u201eDazu br\u00e4uchte es zun\u00e4chst einmal, da\u00df die Polizei tats\u00e4chlich nicht mehr in bestimmte Viertel vorsto\u00dfen k\u00f6nnte; das ist nicht der Fall: Sie haben manchmal Probleme damit, sie m\u00fcssen umfangreiche Hilfsmittel einsetzen, aber sie schaffen es. Auch w\u00e4re es erforderlich, da\u00df die Armee selbst nicht mehr hier eindringen k\u00f6nnte: Und das, das scheint mir momentan unwahrscheinlich.\u201c<\/p>\n<p>Die inkriminierte Passage lautete zun\u00e4chst: \u201eWenn ganze Territorien unter islamistischer Kontrolle sein werden, dann glaube ich, da\u00df es Akte des Widerstands geben wird. Es wird Attentate und Schie\u00dfereien in Moscheen und in den von Muslimen frequentierten Caf\u00e9s geben \u2013 kurzum, umgekehrte Bataclans. Und die Muslime werden sich nicht damit begn\u00fcgen, Kerzen aufzustellen und Blumenstr\u00e4u\u00dfe abzulegen. Die Dinge k\u00f6nnen also ganz sch\u00f6n schnell gehen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Onfray existiert der B\u00fcrgerkrieg bereits unterschwellig: \u201eT\u00e4glich lassen sich die Menschen verpr\u00fcgeln und von Motorrollern \u00fcberfahren. Von Banden von sechs oder sieben Stra\u00dfenjungen, die mit Hammerschl\u00e4gen \u00dcberf\u00e4lle ver\u00fcben.\u201c Er denke, \u201eda\u00df wir zu einer primitiven Herde gelangen, mit dominanten M\u00e4nnchen, die in den Banlieues das Gesetz des Dschungels verbreiten, indem sie die Frauen, die Kinder und die Alten unterjochen\u201c. Pr\u00e4sident Macron erkenne diesen Zustand der Gewalt, in dem wir uns befinden, jedoch nicht. Das hei\u00dft: \u201eDie Existenz verlorener Territorien wird von ganz oben nicht eingestanden.\u201c Macron habe sich entschieden, so Onfray weiter, \u201ezu unseren Feinden jedes Mal \u2018danke\u2019, \u2018bitte\u2019 und \u2018Pardon\u2019 zu sagen\u201c. Er verwies auf das Buch des Philosophen Jean-Fran\u00e7ois Revel. Dieser habe in \u201eSo enden die Demokratien\u201c die Lage ganz richtig erfa\u00dft, \u201eals er davon ausging, da\u00df sich die Demokratien in Todesgefahr beg\u00e4ben, sobald sie die Meinung vertreten, man solle weiterhin l\u00e4cheln, wenn man sich beleidigen, mit F\u00fc\u00dfen treten und sich niedermetzeln lasse. Und so weit sind wir.\u201c Dennoch erscheint ihm ein Aufruhr gegen den Islamismus \u201eleider wenig wahrscheinlich. Die Menschen m\u00f6chten lieber unterworfen leben, als frei und triumphierend sterben. Jedesmal, wenn die Leute sich attackieren lassen, senken sie das Haupt. Und die Menschen drumherum greifen nicht ein. Das ist menschlich.\u201c<\/p>\n<p>Houellebecq frage sich immer, wann den \u201eIntersektionalisten\u201c endlich ihr flagrantester Widerspruch bewu\u00dft werde: \u201eder frontale Gegensatz zwischen dem Islam und dem Feminismus\u201c. Die sexuelle Gewalt von K\u00f6ln habe ihm \u201edie Augen ge\u00f6ffnet\u201c. Sobald Probleme mit dem Islam oder der Migration auftauchten, \u201ehalten die Feministinnen die Klappe\u201c. Die aus dem Westen seien gar nicht so gef\u00e4hrlich, \u201esie sind ebenso feige wie die westlichen M\u00e4nner, ganz genauso bereit, sich zu unterwerfen\u201c.<\/p>\n<p>Die Linken und auch andere spielten dies herunter, \u201esie lassen uns wissen, da\u00df die arabischen Muslime zwar wei\u00dfe Frauen vergewaltigen, da\u00df man ihnen aber jahrelang ihre W\u00fcrde geraubt habe durch den Kolonialismus, so da\u00df sie in Wirklichkeit Opfer sind. F\u00fcr die Linken sind die Vergewaltiger Opfer des wei\u00dfen Privilegs.\u201c Das sei der \u201eOpferdiskurs\u201c, demzufolge \u201eein Wei\u00dfer immer im Unrecht ist, weil er von Wei\u00dfen abstammt, die V\u00f6lkerm\u00f6rder sind\u201c. Umgekehrt habe \u201eeine farbige Person immer recht, weil sie von kolonialisierten und versklavten Farbigen abstammt\u201c.<\/p>\n<p>Einen Unterschied zu einer muslimischen Migration erkennt Houellebecq bei Einwanderern aus Asien. Diese seien in Frankreich \u201edie am meisten gesch\u00e4tzte ethnische Minderheit\u201c, obwohl sie jahrzehntelang die am wenigsten assimilierte gewesen sei. Im 13. Arrondissement, wo Houellebecq lange Zeit lebte, \u201egab es in meinem Umfeld fast keinen einzigen Chinesen \u00fcber 50, der Franz\u00f6sisch sprach\u201c \u2013 obwohl seit \u00fcber 30 Jahren in Frankreich ans\u00e4ssig: \u201eSie lebten in einer Parallelwelt mit ihrer Parallel\u00f6konomie\u201c, so der Schriftsteller weiter. Noch immer gebe es sogar Webseiten auf chinesisch, die die Franzosen gar nicht kennen, und auf denen man fast alles finden k\u00f6nne: Elektriker, Taxifahrer und selbst Prostituierte. Die Chinesen waren also \u201enicht im geringsten assimiliert, und das lief \u2013 aus einem einzigen Grund \u2013 hervorragend: Es gab weniger chinesische Delinquenten als franz\u00f6sische im selben Alter. Viel weniger.\u201c Die meisten Franzosen wollten seiner Meinung nach gar nicht, da\u00df sich die Muslime assimilierten, \u201esondern da\u00df sie aufh\u00f6ren, sie zu bestehlen und anzugreifen, da\u00df sie das Gesetz und die Menschen respektieren. Oder auch \u2013 eine weitere gute L\u00f6sung \u2013 da\u00df sie fortgehen.\u201c<\/p>\n<p>Auch diese Passage wurde vom Rektor der Gro\u00dfen Moschee moniert. Houellebecq f\u00fcgte ihr zur Verdeutlichung in einer korrigierten Version an: \u201eDer Schleier, der Burkini, das Halal-Essen werden den Franzosen total egal sein, sobald sie die Muslime nicht als eine Bedrohung ihrer Sicherheit wahrnehmen. Was sie erbitten und sogar fordern, ist, da\u00df die ausl\u00e4ndischen Delinquenten ausgewiesen werden und die Justiz strenger mit den kleinen Delinquenten umgeht. Sehr viel strenger.\u201c<\/p>\n<p>Glaubt Michel Houellebecq tats\u00e4chlich an den \u201egro\u00dfen Austausch\u201c?, wurde er gefragt. Zun\u00e4chst sei er \u201esehr geschockt gewesen, da\u00df man dies als Theorie bezeichnet. Es ist keine Theorie, es ist ein Faktum.\u201c Der von Renaud Camus konstatierte \u201egro\u00dfe Austausch\u201c oder \u201eum pr\u00e4ziser zu sein, die Ver\u00e4nderung der ethnischen und religi\u00f6sen Zusammensetzung der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung, ist eine statistische Evidenz\u201c. Auch wenn er nicht Camus\u2019 Auffassung einer \u201eorganisierten Verschw\u00f6rung\u201c teile: \u201eBei der Migration kontrolliert keiner irgend etwas \u2013 das ist ja gerade das Problem.\u201c Es gebe einfach eine \u201eerdr\u00fcckende demographische Realit\u00e4t\u201c.<\/p>\n<p>Die Zusammenkunft zwischen Houellebecq und Hafiz verlie\u00df Gro\u00dfrabbiner Korsia nach Angaben der Pariser Zeitung Le Figaro \u00fcbrigens mit der Genugtuung, \u201eeinen f\u00fcr alle Parteien sinnlosen und sch\u00e4dlichen Proze\u00df\u201c vermieden zu haben. Der weltweit meistgelesene Autor sei \u201eein au\u00dferordentlich gro\u00dfer Schriftsteller, ein au\u00dferordentlich gro\u00dfer Denker\u201c. Houellebecq selbst vertraute dem Figaro an, \u201eaufrichtig erleichtert und froh \u00fcber diesen Ausgang zu sein\u201c und da\u00df er seine \u201e\u00c4u\u00dferungen pr\u00e4zisieren konnte\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.1.2023 von Katrin Krips-Schmidt bitte lesen in der JF 3\/23 , Seite 23<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, es gibt sie noch: Die Literatur jenseits von langweiligem, weil haltungskonformem Gleichklang. Literatur, die echauffiert und zur Diskussion einl\u00e4d, zum demokratischen Streit also. 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