{"id":107856,"date":"2022-12-28T18:09:13","date_gmt":"2022-12-28T17:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=107856"},"modified":"2022-12-29T13:25:01","modified_gmt":"2022-12-29T12:25:01","slug":"betreutes-lesen-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/betreutes-lesen-demokratie\/","title":{"rendered":"Betreutes Lesen &#8211; Demokratie?"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber das neue <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratiefoerderung\/\">Demokratief\u00f6rdergesetz<\/a> soll die Demokratie, die \u201ezunehmend unter Druck geraten\u201c sei, dadurch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/4-mal-gegen-die-buergerfreiheit\/\">gef\u00f6rdert<\/a> werden, da\u00df man die \u201elebendige, demokratische Zivilgesellschaft\u201c st\u00e4rkt, und zwar durch &#8222;Projekte&#8220; zur &#8222;Demokratief\u00f6rderung, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/leitkultur\/multikulti\/vielfalt\/\">Vielfaltgestaltung<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/\">Extremismuspr\u00e4vention<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/politische-bildung\/\">politischen Bildung<\/a>&#8222;. <!--more-->Diese Projekte sind in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/zivilgesellschaft\/\">&#8222;Zivilgesellschaft&#8220;<\/a> angesiedelt, also bei Institutionen, Vereinen und Verb\u00e4nden, die daf\u00fcr aus <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/\">\u00f6ffentlichen H\u00e4nden<\/a>, z.B. dem Bundesinnenministerium, Gelder erhalten.<br \/>\n.<br \/>\nAnspruchsberechtigt sind auch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/bibliothek\/\">Bibliotheken<\/a> von Kommunen, Volkshochschulen und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/\">Universit\u00e4ten<\/a>. Eine feine Sache, mag man glauben: Eine Volkshochschule erh\u00e4lt z.B. viel Geld, um teure Programmierb\u00fccher (incl. Software) anzuschaffen, damit bildungs- und somit demokratief\u00f6rdernd endlich jedermann bzw. -frau in Deutschland eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/science\/programmieren\/\">Programmiersprache<\/a> erlernen kann.<br \/>\nNein &#8211;\u00a0 das Demokratief\u00f6rdergesetz m\u00fcsste besser Demokratiegef\u00e4hrdungsabbaugesetz hei\u00dfen: Die Gelder sind zum Kampf gegen Gef\u00e4hrdungen unserer Demokratie zu verwenden, die laut Gesetzentwurf auf vielen Gebieten lauern: \u201eRassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Behindertenfeindlichkeit und Extremismen wie Rechtsextremismus, islamistischer Extremismus, Linksextremismus sowie Hass im Netz, Desinformation und Wissenschaftsleugnung und die gegen das Grundgesetz gerichtete Delegitimierung des Staates\u201c, sowie \u201edie Verbreitung von Verschw\u00f6rungsideologien, Desinformation und Wissenschaftsleugnung\u201c und auch \u201eHass und Hetze im Internet\u201c.<br \/>\nDie Gelder werden also f\u00fcr Ma\u00dfnahmen verwendet, die dem Bibliotheksbenutzer das Lesen von B\u00fcchern mit demokratiegef\u00e4hrdeten Inhalt erschweren oder unm\u00f6glich machen &#8211; also f\u00fcr eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/zensur\/\">Zensur<\/a> bzw. eleganter formuliert f\u00fcr &#8222;betreutes Lesen&#8220;.<\/p>\n<p>Dazu ein Beispiel aus der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/uni-bibliothek\/\">Universit\u00e4tsblibliothek (UB) Freiburg<\/a>. Sucht ein Student nach <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/sachbuch\/\">B\u00fcchern<\/a> des Sozialwissenschatlers Manfred Kleine-Hartlage \u00fcber <a href=\"https:\/\/katalog.ub.uni-freiburg.de\/opac\/RDSIndex\/Search?lookfor=kleine-hartlage\">https:\/\/katalog.ub.uni-freiburg.de\/opac\/RDSIndex\/Search?lookfor=kleine-hartlage<\/a>, dann wird der Autor in vier Kategorien angeboten:<br \/>\n<em>(1) Manfred Kleine-Hartlage: &#8222;Das Dschihadsystem&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Status: ausleihbar<\/em><br \/>\n<em>Standort Ausleihe (1.UG)<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>(2) Manfred Kleine-Hartlage: &#8222;Die Besichtigung des Schlachtelds&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Standort: Geschlossenes Magazin<\/em><br \/>\n<em>Anmerkung: Sekretiert: Benutzung nur im Sonderlesesaal zu wissenschaftlichen Zwecken<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>(3) Manfred Kleine-Hartlage: &#8222;Die Sprache der BRD&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Frei 85 Max-Planck-Institut (MPI) zur Erforschung von Kriminalit\u00e4t, Sicherheit und Recht, Bibliothek. Eingeschr\u00e4nkte Benutzungsbedingungen<br \/>\n<\/em><br \/>\n<em>(4) Manfred Kleine-Hartlage: &#8222;T\u00f6dliche Torheit &#8211; Der Krieg in der Ukraine und das Desaster der deutschen Politik&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Keine Ergebnisse<\/em><br \/>\n.<br \/>\nDer Student darf das Buch (1) ausleihen. Das Buch (2) darf er nur in einem Sonderlesesaal sekretiert (!) lesen. Zur Lekt\u00fcre des Buchs (3) mu\u00df er ins 1 km entfernten MPI fahren, dort nach Zugangskontrolle einen Berechtigungsnachweis (z.B. vom Prof bzw. Seminarleiter) vorlegen, um sich dann ebenfalls abgeschirmt der Buchlekt\u00fcre zuzuwenden. Zum Buch (4) teilt die UB dem Studenten mit, da\u00df das Buch wegen seiner Thematik bzw. Haltung (hier Ukrainekrieg) erst gar nicht angeschafft worden, d.h. vom Studenten besser nicht gelesen werden sollte (\u00fcbrigens: das Buch (4) ist ein Bestseller). Uwe Jochum hatte sich bereits 2021 in einem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/bibliothek\/\">ironischen Schreiben an die UB Freiburg<\/a> gewandet &#8211; vergeblich.<\/p>\n<p>Da hilft nur, von Freiburg in die 60 km bzw. 80 km entfernten UBs nach <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/basel\/\">Basel<\/a> bzw. Strasbourg zu fahren, dort sind alle vier B\u00fccher lese- und ausleihbar. Die Schweiz und Frankreich behandeln unseren Studenten eben als m\u00fcndigen B\u00fcrger und nicht als einen intellektuell verf\u00fchrbaren Deppen.<\/p>\n<div id=\"attachment_68133\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/uni-bibliothek-FR-pan180917.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68133\" class=\"size-full wp-image-68133\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/uni-bibliothek-FR-pan180917.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/uni-bibliothek-FR-pan180917.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/uni-bibliothek-FR-pan180917-180x95.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-68133\" class=\"wp-caption-text\">Uni-Bibliothek in Freiburg am 17.9.2018: Aussen modern &#8211; innen &#8222;Betreutes Lesen&#8220;<\/p><\/div>\n<p>Das Beispiel der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/uni-bibliothek\/\">UB Freiburg<\/a> zeigt auch, dass ein und derselbe Autor demokratief\u00f6rdernd vier verschiedene Scheren im Kopf angelegt bekommt: Man darf ihn zu Hause lesen, oder unter Aufsicht in der UB lesen, oder unter strengerer Aufsicht im MPI lesen oder wegen mentaler Lebensgefahr \u00fcberhaupt nicht lesen. Ein solch ausgekl\u00fcgeltes Zensursystem zu installieren und aufrecht zu erhalten &#8211; daf\u00fcr dienen die Gelder des\u00a0 Demokratief\u00f6rdergesetzes.<\/p>\n<p>Noch in den 1960er Jahren f\u00fchrte die katholische Kirche einen sog. Index, in dem die &#8222;schmutzigen&#8220; B\u00fccher aufgelistet waren. F\u00fcr uns Jugendliche sehr praktisch, denn so erfuhren wir auf wenigen Din14 Druckseiten, hinter welchen Buchtiteln sich interessantes und lesenswertes verbarg. So kam ich damals an &#8222;Lady Chatterlys Lover&#8220;.<br \/>\nHeute hat sich die Nanny-Kirche gel\u00e4utert (den Index gibt es nicht mehr), an ihre Stelle wirkt nun der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/infantil\/\">Nanny-Staat<\/a> (Suchfunktion der UB ersetzt Index-Druckseiten): Betreutes Lesen gem\u00e4\u00df Demokratief\u00f6rderungsgesetz.<br \/>\n.<br \/>\nZum o.a. Buchbeispiel des rechtskonservativen Autors Kleine-Hartlage: Dieses ist willk\u00fcrlich gew\u00e4hlt, es geht nicht im den Inhalt, dar\u00fcber kann und soll sich Leser selbst seine Meinung bilden. Es geht um die grundlegenden Prinzipien des &#8222;freien Wortes&#8220; und von &#8222;Wissen ist Holschuld&#8220;:<\/p>\n<p><strong>&#8222;Wissen ist Holschuld&#8220;<\/strong><br \/>\nEs ist eine Frechheit, wenn es in einer vom Steuerzahler finanzierten Bibliothek wie der UB Freiburg irgendwelche Abteilungen bzw. Personen gibt, die dar\u00fcber entscheiden, welches Buch ich als Steuerzahler nicht oder nur in einem &#8222;sekretierten&#8220; (!) Sonderlesesaal lesen darf.<br \/>\nDeutschland als rohstoffarmes Land ist auf einen einzigen Produktionsfaktor angewiesen: die Bildung. Je mehr junge Leute das Abitur machen, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Anzahl der Besucher der Universit\u00e4tsbibliothek. Diese ist verpflichtet, die Neuerscheinungen auf dem wissenschaftlichen Buchmarkt in all seinem breiten Spektrum anzubieten. Ohne Zensur, ohne Filter und unabh\u00e4ngig von der gerade amtierenden Regierung in Berlin. Damit sich der B\u00fcrger gem\u00e4\u00df &#8222;Wissen ist Holschuld&#8220; diese B\u00fccher besorgen kann. Dieser Verpflichtung kommt die UB nicht nach.<br \/>\nBeispiel <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/kernkraft\/\">Kernkraft<\/a>: In Zeiten des Klimawandels kommt es international zur Renaissance der Kernkraft mit ihren neuen Technologien wie etwa dem neuartigen &#8222;Dual Fluid&#8220;-Reaktor. Geben Sie<br \/>\n<a href=\"https:\/\/katalog.ub.uni-freiburg.de\/opac\/RDSIndex\/Search?lookfor=%22dual+fluid%22&amp;type=AllFields&amp;limit=10&amp;sort=py+desc\">https:\/\/katalog.ub.uni-freiburg.de\/opac\/RDSIndex\/Search?lookfor=%22dual+fluid%22&amp;type=AllFields&amp;limit=10&amp;sort=py+desc<\/a> ein, dann meldet das indizierte Suchsystem voller Stolz mit Ausrufezeichen: &#8222;Keine Ergenbisse!&#8220; So mies sieht die im Gesetz vorgegebene &#8222;informationelle Grundversorgung alle B\u00fcrger*innen&#8220; (Gendersternchen wichtiger als Knowhow) aus . Ein katastrophales Armutszeugnis der gr\u00fcn-linken Bildungspolitik: Weil Kernkraft (Entschuldigung: Atomkraft zur Angstmache, wegen der Atombombe) Teufelszeug ist, darf der Student an der Universit\u00e4t Freiburg nichts \u00fcber die &#8222;Dual Fluid&#8220;-Technologie erfahren. Kein Wunder in einem Land, in dem es mehr Gender-Lehrst\u00fchle gibt als Physik-Lehrst\u00fchle. Unternehmen wir wieder wie oben einen Besuch der Unis ins nahe Basel und Strasbourg: Die Suche nach diesem &#8222;Dual Fluid&#8220;-Reaktortyp liefert eine breite Auswahl an &#8211; z.T. sogar f\u00fcr den Laien verst\u00e4ndlicher &#8211; Sachliteratur.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>&#8222;Freies Wort&#8220;<\/strong><br \/>\nNach dem Zusammenbruch 1945 hat sich in Deutschland eine stabile Demokratie entwickelt. Mit einer breiten politischen Mitte zwischen der Linken und Rechten. Man kam ohne Demokratief\u00f6rdergesetz aus, wohl aber mit <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/politische-bildung\/\">Bundes-\/Landeszentralen f\u00fcr politische Bildung<\/a>.<br \/>\nSeit der Jahrtausendwende und dem Linksrutsch der CDU unter der Kanzlerin Angela Merkel klagen immer mehr B\u00fcrger \u00fcber eine zunehmende Enge des Meinungskorridors (Allensbach: nur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/meinungsfreiheit-nur-fuer-45\/\">45% k\u00f6nnen ihre Meinung frei sagen<\/a>). Das Diktum &#8222;Wo links ist, mu\u00df es auch rechts geben&#8220; (Peter Sloterdijk) gilt nicht mehr, wenn rechts als rechtsextrem gilt. Da wirkt das neu konzipierte Demokratief\u00f6rdergesetz mit seinem &#8222;Betreuten Lesen&#8220; geradezu kontraproduktiv. Vielmehr mu\u00df alles dazu getan werden, da\u00df das &#8222;Freie Wort&#8220; wieder Geltung erf\u00e4hrt, auch in der Universit\u00e4tsbibliothek. Ein Kommentar (s.u.) dr\u00fcckt es ganz einfach so aus: &#8222;Alle k\u00f6nnen Alles jederzeit lesen, schreiben, sagen und h\u00f6ren&#8220;. Ganz ohne Betreuung.<br \/>\n28.12.2022<br \/>\n.<br \/>\nEnde des Artikels &#8222;Betreutes Lesen &#8211; Demokratie?&#8220;<br \/>\n========================================<br \/>\nBeginn der Anlage (1)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) B\u00fccherverbannung f\u00fcr die Demokratie<\/strong><br \/>\n&#8230; Das \u201eDemokratief\u00f6rdergesetz\u201c macht&#8217;s m\u00f6glich: Werke, die der Staat als sch\u00e4dlich betrachtet, sind in den Bibliotheken kaum verf\u00fcgbar. Das behindert nicht nur die demokratische Meinungsbildung, vielmehr wird der Debattenraum weiter verkleinert. Wir befinden uns l\u00e4ngst in der grauen und klebrigen Zone der Vorzensur.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDie \u201egelebte Demokratie\u201c entpuppt sich als informelle Zensur<br \/>\nUnd hier kommen nun die Bibliotheken ins Spiel. Finanziell ausgehungert, wie sie nun mal sind, von jeder Sparrunde der \u00f6ffentlichen H\u00e4nde ganz vorne mitbetroffen durch Ausgaben- und Personalsperren bis hin zu Ausgaben- und Personalk\u00fcrzungen, ist f\u00fcr sie das Demokratief\u00f6rdergesetz die derzeit beste Chance, den schleichenden Mittel- und Personalabbau aufzuhalten oder gar umzukehren. Sie m\u00fcssen dazu nur das von der Regierung begonnene Spiel mitspielen und also in ihre Stellungnahme zum Demokratief\u00f6rdergesetz hineinschreiben, was sie dort tats\u00e4chlich hineingeschrieben haben:<br \/>\n\u201eDer dbv begr\u00fc\u00dft die Einf\u00fchrung eines Demokratief\u00f6rdergesetzes ausdr\u00fccklich. [\u2026] Angemessene Finanzierung von Projekten sowie mehr Planungssicherheit durch eine bedarfsorientierte, l\u00e4ngerfristige und altersunabh\u00e4ngige F\u00f6rderung sind wichtige Elemente der Demokratief\u00f6rderung. Damit auch Bibliotheken ihre Rolle als ,Orte gelebter Demokratie\u2018 vollumf\u00e4nglich wahrnehmen k\u00f6nnen, braucht es, neben F\u00f6rderprojekten, insbesondere auch langfristige finanzielle, personelle und infrastrukturelle Investitionen in die Arbeit von Bibliotheken.\u201c<br \/>\nDas alles ist wenig \u00fcberraschend und l\u00e4uft nach dem seit Jahrhunderten bekannten Programm, wonach man die Hand nicht bei\u00dft, die einen ern\u00e4hrt, und gut daran tut, den streichelzahmen Pudel seines Herrn zu machen. Wenn der \u201eDemokratie\u201c ruft, apportiert man brav das Gew\u00fcnschte.<br \/>\nDaran w\u00e4re nichts auszusetzen, wenn das, was dann apportiert wird, tats\u00e4chlich auch ein St\u00f6ckchen \u201eDemokratie\u201c w\u00e4re. In diesem Fall aber ist es anders und das genaue Gegenteil richtig. Die \u201egelebte Demokratie\u201c, die wir in den Bibliotheken zu sehen bekommen und die sich auf die Sicherung einer \u201einformationellen Grundversorgung\u201c und die \u201eF\u00f6rderung von Bildungsprozessen\u201c herunterbrechen l\u00e4sst, zeigt sich bei n\u00e4herem Hinsehen als informelle Zensur.<br \/>\n.<br \/>\nAlles entfernen, was als Form von \u201eExtremismus\u201c markiert wird<br \/>\nIhr Treibriemen ist das von der Regierung insinuierte und von den Bibliotheken bereitwillig \u00fcbernommene Verst\u00e4ndnis von (politischer) Bildung als Extremismuspr\u00e4vention, die sich die Definition von \u201eExtremismus\u201c so vorgeben l\u00e4sst, dass darunter nicht nur alles f\u00e4llt, was die derzeitigen Politakteure kritisiert, sondern auch alles, was mit der derzeit pr\u00e4ferierten politischen Richtung und Kultur nicht kompatibel ist. Also bekanntlich alles, was irgendwie \u201erechts\u201c ist.<br \/>\nAuf Zensur l\u00e4uft ein solches Verst\u00e4ndnis von Bildung aber deshalb hinaus, weil es all das, was es als Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit, Queerfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Sexismus, Behindertenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, islamistischem Extremismus, Linksextremismus sowie Hass im Netz, Desinformation und Wissenschaftsleugnung identifiziert und als \u201egegen das Grundgesetz gerichtete Delegitimierung des Staates\u201c auslegt, aktiv bek\u00e4mpft. In den Bibliotheken manifestiert sich dieser Kampf um die Demokratie dann so, dass sie dazu \u00fcbergehen, B\u00fccher, die in die gerade aufgelisteten denkerischen Fettn\u00e4pfchen getreten sind, aus ihren Best\u00e4nden zu verbannen.<br \/>\nDie Logik, mit der das geschieht, funktioniert sehr einfach. Wenn es n\u00e4mlich, wie der Deutsche Bibliotheksverband in seiner Stellungnahme meint, Aufgabe der Bibliotheken ist, ein \u201e\u00fcberparteiliche[s] und qualit\u00e4tsgepr\u00fcfte[s] Medien- und Informationsangebot\u201c bereitzustellen, das \u201eprofessionell ausgew\u00e4hlt\u201c wird, dann muss unter dem Blickwinkel einer Bildung als Extremismusbek\u00e4mpfung eo ipso all das, was sich der von der Regierung approbierten Extremismus- und Delegitimationsliste zuordnen l\u00e4sst, aus den Bibliotheken entfernt oder, noch besser, gar nicht in sie hineingelassen werden. Es ist n\u00e4mlich schon aufgrund des Themas nichts Qualit\u00e4tsvolles.<br \/>\n&#8211;<br \/>\nUnliebsamen Werken wird die Qualit\u00e4t abgesprochen<br \/>\nBibliothekarische Professionalit\u00e4t besteht also, wenn man genau hinsieht, nicht in der Bereitstellung von B\u00fcchern und Zeitschriften, die ein m\u00f6glichst breites wissenschaftliches und weltanschauliches Spektrum abdecken, um damit m\u00f6glichst breite gesellschaftliche Debatten \u00fcber Gott und die Welt zu erm\u00f6glichen. Bibliothekarische Professionalit\u00e4t besteht jetzt vielmehr darin, wahre Bildung dadurch zu f\u00f6rdern, dass der Bildungsbeflissene von Qualit\u00e4tslosem, weil Extremistisch-Delegitimierendem verschont bleibt.<br \/>\nDiese Logik der bibliothekarischen Dinge erkl\u00e4rt nicht nur, warum die Universit\u00e4tsbibliothek Freiburg im Breisgau seit nunmehr anderthalb Jahren v\u00f6llig unbeanstandet vom Deutschen Bibliotheksverband, \u201eder Zivilgesellschaft\u201c und den staatlichen Beh\u00f6rden Zensur betreiben kann.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/uwejochum.github.io\/5artikel\/2021\/04\/25\/betreutes-lesen-freiburg\/\">https:\/\/uwejochum.github.io\/5artikel\/2021\/04\/25\/betreutes-lesen-freiburg\/<\/a><br \/>\nSondern sie erkl\u00e4rt auch die vielen kleinen Ma\u00dfnahmen durch die vielen kleinen Bibliothekare, die in vorauseilendem Gehorsam und zumeist auch dank solider linksgr\u00fcner Gesinnung daf\u00fcr sorgen, dass dem B\u00fcrger qualit\u00e4tslose, weil unter Extremismus- und Delegitimationsverdacht gestellte B\u00fccher in den Bibliotheken erspart werden. Wir haben hier also das Paradoxon einer \u201edemokratief\u00f6rdernden Zensur\u201c<br \/>\n<a href=\"https:\/\/uwejochum.github.io\/5artikel\/2022\/03\/06\/demokratiefoerderung-zensur\/\">https:\/\/uwejochum.github.io\/5artikel\/2022\/03\/06\/demokratiefoerderung-zensur\/<\/a><br \/>\nvor uns, das sich im Alltag der Bibliotheken als informelle Vorzensur niederschl\u00e4gt.<br \/>\nDiesen Effekt bemerkt man freilich erst dann, wenn man sich, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, mit der fraglichen, unter Qualit\u00e4tsverdacht gestellten Fachliteratur n\u00e4her bekanntmachen will und dann pl\u00f6tzlich feststellen muss, dass sie in den Bibliotheken fehlt. Nicht immer und nicht \u00fcberall, aber eben immer \u00f6fter. Schauen wir uns das an einem konkreten Beispiel einmal an.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nHalten wir fest: B\u00fccher, die mit dem Zeitgeist konform gehen, sind unabh\u00e4ngig von ihrer wissenschaftlichen Qualit\u00e4t mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit an allen wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands zu finden. B\u00fccher hingegen, die wohlgef\u00fcgte Denkmuster durchbrechen und gerade dadurch auf dem Buchmarkt sehr erfolgreich sind, dass sie eine \u00f6ffentliche Debatte initiieren, die viele nicht f\u00fchren m\u00f6chten, werden in den steuerfinanzierten \u00f6ffentlich-wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland nur mit der Kneifzange angefasst und am liebsten erst gar nicht gekauft. In diesen F\u00e4llen ist es schlagartig aus mit der \u201egelebten Demokratie\u201c in den Bibliotheken und mit ihrem \u201eunverzichtbaren Beitrag zur Meinungsbildung\u201c. Stattdessen beobachten wir Ma\u00dfnahmen, die die geistige Besitzstandswahrung der gerade herrschenden wissenschaftlichen Orthodoxie f\u00f6rdern und alles, was mit ihr nicht konform geht, in die H\u00f6lle der ungesicherten Erkenntnisse und des Qualit\u00e4tslosen verbannen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 26.12.2022 von Uwe Jochum bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/buecherverbannung_fuer_die_demokratie\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/buecherverbannung_fuer_die_demokratie<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Uwe Jochum, geb. 1959, studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Heidelberg und promovierte an der Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf. Seit 1988 arbeitet er als wissenschaftlicher Bibliothekar. Zahlreiche Ver\u00f6ffentlichungen zur Bibliotheks- und Mediengeschichte, zuletzt \u00bbGeschichte der abendl\u00e4ndischen Bibliotheken\u00ab (2. Aufl., 2012).<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDas Demokratief\u00f6rdergesetz will die Islam- und Muslimfeindlichkeit bek\u00e4mpfen? Muslimfeindlichkeit richtet sich gegen die Muslime als Menschen. Das lehne ich auch ab. Wir m\u00fcssen aber islamfeindlich sein! Denn der Islam ist eine anti-demokratische Ideologie. Das Demokratief\u00f6rdergesetz f\u00f6rdert eine anti-demokratische Ideologie und bek\u00e4mpft die Islamkritik, also die Religionskritik. Wo w\u00e4re Europa heute, ohne der Europ\u00e4ischen Aufkl\u00e4rung, ohne der Religionskritik?! Der Islam als Ideologie geh\u00f6rt bek\u00e4mpft, die Muslime als Menschen nicht. Ich sage: Islamfeindlichkeit gut &#8211; Muslimfeindlichkeit b\u00f6se. Das Demokratief\u00f6rdergesetz verwechselt die Kritik an einer Ideologie mit Menschenfeindlichkeit. Laut dem Demokratief\u00f6rdergesetz ist die berechtigte Kritik an einer faschistischen Ideologie den Anh\u00e4ngern der Ideologie gegen\u00fcber diskriminierend &amp; menschenfeindlich. Mit derselben Denkweise k\u00f6nnte man sagen: Die Kritik am Nationalsozialismus verst\u00f6\u00dft gegen die Menschenrechte der Nationalsozialisten und ist deshalb menschenfeindlich.<br \/>\n26.12.2022 T.S.<\/p>\n<p>Es ist eine Art von Nostalgie, auf die ich gut verzichten k\u00f6nnte. Etwa in der Deutschen B\u00fccherei in Leipzig die Titel mit \u201eRotkreis\u201c (sp\u00e4ter gekennzeichnet mit \u201eW\u201c f\u00fcr \u201ewissenschaftliche Benutzung\u201c) oder die praktisch unzug\u00e4nglichen Best\u00e4nde in der \u201eASF\u201c = euphemistisch f\u00fcr \u201eAbteilung f\u00fcr spezielle Forschungsliteratur\u201c, vulgo den Giftraum. \u00dcberraschend kommt die jetzige Entwicklung keineswegs. 2008 erschien \u201eHeimliche Leser in der DDR &#8211; Kontrolle und Verbreitung unerlaubter Literatur\u201c (ISBN: 9783861534945), und ich habe damals in Bibliothekskatalogen gest\u00f6bert. Da fand sich alles von kargem \u201enicht entleihbar\u201c \u00fcber \u201esekretiert, bitte nachfragen\u201c und erfrischend ehrlichem \u201eGiftschrank\u201c bis hin zu guter alter DDR-Tradition in Magdeburg in der Bibliothek der Otto-von-Guericke-Universit\u00e4t: \u201eschriftliche Leseerlaubnis erforderlich\u201c. Jetzt ist so was auch im S\u00fcdwesten angekommen. Es braucht eben seine Zeit, bis sich der Beitritt der BRD zur DDR fl\u00e4chendeckend auswirkt.<br \/>\n26.12.2022, J.P.<\/p>\n<p><strong>Die Zensur wird privatisiert.<\/strong><br \/>\nWer auf Regierungslinie ist, also SPD\/Gr\u00fcne-Linie, wird mit Steuergeld gef\u00f6rdert, und wer dies kritisiert ist ein Delegitimierer und wird dann durch die sog. \u201cZivilgesellschaft\u201d bek\u00e4mpft. Die sch\u00e4men sich nicht einmal, dies als St\u00e4rkung der Demokratie zu verkaufen. Man wird in Zukunft noch mehr darauf achten m\u00fcssen, wie und wo man sich politisch \u00e4u\u00dfert. Das finde ich ja putzig. Wissenschaftsleugnung soll auch bek\u00e4mpft werden. Wer also behauptet, dass es nur zwei Geschlechter gibt betreibt dann wohl auch Wissenschaftsleugnung. Als n\u00e4chstes werden die Biologieschulb\u00fccher umgeschrieben. Alles wird umgedeutet und in das Gegenteil verkehrt. Die Zivilgesellschaft wird daf\u00fcr sorgen.<br \/>\n26.12.2022, H.M.<\/p>\n<p><strong>B\u00fccher zu verbannen, zu verbrennen, zu \u00e4chten,<\/strong><br \/>\nist so alt wie der Buchdruck. Hat es je was gen\u00fctzt? Kurz darauf sind die B\u00fcchervernichter selbst verschwunden. Es wundert mich viel mehr, da\u00df das Kulturgut Buch \u00fcberhaupt noch existiert. Andere Medien waren viel schneller ausgelutscht. Wie hei\u00dft es treffend: Mehr als das Gold der Welt hat das Blei die Welt ver\u00e4ndert. Aber nicht das Blei in der Flinte, sondern das Blei im Setzkasten.<br \/>\n26.12.2022, A.Sch.<\/p>\n<p><strong>Demokratief\u00f6rdergesetz = Diktatureinschleichungsgesetz<\/strong><br \/>\n\u201cNach \u00fcber 70 Jahren Demokratie brauchen die aktuell herrschenden \u201cDemokraten\u201d ein \u201cDemokratief\u00f6rdergesetz\u201d. Frage: Wie konnten wir eigentlich bis heute mit diesem fehlenden Gesetz eine Diktatur verhindern? Meine Antwort: Weil es fehlte! Eine bessere Zustandsbeschreibung dieser Scheindemokratie und seiner F\u00fchrungsclique gibt es nicht. Und auch nicht \u00fcber deren Absichten.\u201d\u2014- Demokratief\u00f6rdergesetz = Diktatureinschleichungsgesetz<br \/>\n26.12.2022, L.L.<\/p>\n<p>Solange der Staat mit Posten, Geld, Macht und Einfluss locken kann, gibt es immer genug Mitl\u00e4ufer, die sich freiwillig gleichschalten. Ganz ohne konkrete Anweisung im Einzelfall, man wei\u00df halt, wof\u00fcr es Belohnung gibt. Hatten wir schon mehrfach auf deutschem Boden, danach ist immer niemand mehr dabei gewesen.<br \/>\n26.12.2022, P.K.<\/p>\n<p><strong>Frechheit den gebildeten B\u00fcrgern gegen\u00fcber<\/strong><br \/>\nEin wichtiger Artikel zu einem f\u00fcr eine Demokratie schier unglaublichen Handeln, einer bodenlosen Frechheit den gebildeten B\u00fcrgern gegen\u00fcber. Jemand will mir meine B\u00fccher vorsortieren, wer bitte sollte das sein? Ich lese schon so lange und zwar schon immer genau das, was ich gerade will, dass schon der schiere Versuch der Zensur oder \u201cEmpfehlung\u201d mir l\u00e4cherlich erscheint. Jetzt schaue ich mir diese Regierung und diese Regierungsparteien an und stelle mir vor, irgendeiner deren Vertreter empfehle mir ein Buch &#8211; schon bei dem Gedanken komme ich aus dem Lachen gar nicht heraus. So schie\u00dfen sich aber jene, die gesellschaftliche Vorgaben machen wollen, tats\u00e4chlich selbst immer weiter ins Abseits. Man kann sie einfach nicht ernst nehmen und jeder weitere Zensurversuch l\u00e4sst sie noch mehr wie Witzfiguren aussehen. Haben diese Leute aus der DDR nichts gelernt und wie man dort \u00fcber eben solche Vertreter der SED redete? Niemand nahm sie f\u00fcr voll.<br \/>\nIch hatte aus solchen Gr\u00fcnden mal die ganz gro\u00dfe und nette Buchhandlung mit dem Caf\u00e9 \u00fcber Jahre hinweg mit Ansage boykottiert, da sie mir in der ersten Ukraine-Krise mit aller Gewalt Russland madig machen wollte. Die Einseitigkeit war klar, wurde aber bestritten. Jetzt haben jene, die dieses \u201cDemokratief\u00f6rdergesetz\u201d verbrachen, wohl nicht bedacht, dass wir im Internetzeitalter leben. D.h. jedes Buch meiner Wahl ist in ca. zwei Tagen bei mir.<br \/>\nTrotzdem &#8211; was f\u00fcr eine absurde Zeit in der mehrheitlich Ungebildete den Gebildeten die B\u00fccher vorschreiben wollen. Was kommt als n\u00e4chstes, tauschen in den Gef\u00e4ngnissen W\u00e4rter und Insassen die Pl\u00e4tze? Professoren und Studenten an der Uni? Sobald demn\u00e4chst im Restaurant der Kellner bei mir bestellt, wei\u00df ich endg\u00fcltig Bescheid, ich gehe dann, bevor ich noch in die K\u00fcche geschickt werde.<br \/>\n26.12.2022, S.Sch.<\/p>\n<p><strong>Kritische Werke (\u201cumstrittener\u201d Autoren)? Fehlanzeige<\/strong><br \/>\nLeider gibt es Entsprechungen nicht nur in Deutschland, sondern auch z.B. in westeurop\u00e4ischen Nachbarl\u00e4ndern. Man sichte in beliebigen Bibliotheken z.B. \u00d6sterreichs oder auch der Schweiz die Neuerscheinungen. Mainstream ohne Ende, gern auch seichtester Auspr\u00e4gung- und stets der gleichen ideologischen Ausrichtung. Nette B\u00fcchlein \u00fcber Herrn und Frau Obama &#8211; samt Hund-, etliche Erg\u00fcsse \u201cqueerer\u201d Lebensart, hoch erhobene Zeigenfinger \u00fcber \u201cmenschgemachten Klimawandel\u201d bereits f\u00fcr Kinder, Lobges\u00e4nge \u00fcber die Vorz\u00fcge der islamischen \u201cSchwesterreligion\u201d, Abrechnung mit Putin, usw. usw. Kritische Werke (\u201cumstrittener\u201d Autoren)? Fehlanzeige. Bingo.<br \/>\n26.12.2022, R.M.<\/p>\n<p><strong>Ironisches Schreiben von 2021 von Uwe Jochum an die UB Freiburg<\/strong><br \/>\nSie lassen wirklich keinen Bereich der Gesellschaft aus die Gr\u00fcnen Sozialisten, besser Kommunisten. Herausragend Ihre Schrift, Herr Jochum, an die UB Freiburg, k\u00f6stlich, ironisch, hintersinnig, dieses Treiben eifernder Bibliothekare so wunderbar aufs Korn genommen. Was mich interessiert, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/literatur\/bibliothek\/\">Ihr Schreiben<\/a> ist ein Jahr alt, gab es jemals eine Reaktion der UB Freiburg? Vermutlich nicht. So einf\u00e4ltig und auf gr\u00fcn-roter Linie eingeschworen die dort sein m\u00f6gen, sicher haben sie sich ertappt gef\u00fchlt!<br \/>\n26.12.2022, K.B.<\/p>\n<p><strong>Alle k\u00f6nnen Alles jederzeit lesen, schreiben, sagen und h\u00f6ren\u00a0<\/strong><br \/>\nJe mehr ein Staat sich an der Demokratie und an der F\u00f6rderung selbiger abarbeitet, umso sicherer kann ich sein, da\u00df er dabei ist, die Demokratie abzuschaffen. In schlimmster Orwellscher Manier wird er Begriffe in ihr Gegenteil verkehren und den Menschen rund um die Uhr und auf allen Kan\u00e4len einh\u00e4mmern, nur er wisse, was wahre Demokratie ausmache, n\u00e4mlich: da\u00df Alle Alles jederzeit lesen, schreiben, sagen und h\u00f6ren k\u00f6nnen, ohne Ausnahme, was seitens des Staates als demokratief\u00f6rdernd bezeichnet wird. # Erst wenn Alle gleichgerichtet denken, wenn es keine Abweichler mehr gibt, dann haben wir sie: die einzig wahre Demokratie. # Merkel und ihre Co-Vrbrchr haben da richtig gut vorgearbeitet. Darauf l\u00e4\u00dft sich von allen folgenden Superdemokraten pr\u00e4chtig aufbauen. Die DBD, die Demokratische Bundesrepublik Deutschland ist auf einem guten Weg. Vergleichbar mit dem der leider verblichenen Deutschen Demokratischen Republik. Einholen ohne zu \u00fcberholen &#8211; ist dies die unausgesprochene Leit(d)linie?<br \/>\n26.12.2022 B.F.<\/p>\n<p><strong>Die uralte Angst der Ideologen vor dem freien Wort<\/strong><br \/>\nStarke Zivilgesellschaft\u201d ist auch so ein neudeutsches Wortgespenst. Was meinen die denn damit? Alles gr\u00fcn-konform den Regenbogen-Fahnen hinterher? Und B\u00fccherverbannung? Dahinter steckt die uralte Angst der Ideologen vor dem freien Wort. Nichts f\u00fcrchten Ideologen mehr als das freie Wort.<br \/>\n26.12.2022, P.W.<\/p>\n<p><strong>\u201cVorzensur\u201d?<\/strong><br \/>\nZensur existiert l\u00e4ngst, und sei\u2019s mit dem euphemistischen \u201cCancel Culture&#8220;Begriff. Jetzt steht auf der Agenda die Gedanken- und Bewusstseinssteuerung &#8211; Mind Control &#8211; der B\u00fcrger, PsyOps, psychologische Kriegsf\u00fchrung, die Schere soll im Kopf schneiden<br \/>\n26.12.2022, S.N.<\/p>\n<p>Eine Ueberraschung jagt die andere und immer noch faellt es nicht wenigen sehr schwer, den Prozess und sein Endziel zu erkennen oder besser nicht zu verdr\u00e4ngen, soweit sie nicht ohnehin begeistert sind. Diese Begeisterung der Deutschen hat ja mitunter oder eher haeufig bedenkliche Objekte (und Subjekte), wenn auch einige Jahrzehnte dazwischen liegen. Wichtig ist und bleibt, aus all diesen Petitessen, ohne irgendwelche Absicht oder nur mit guten Absichten der Taeter, die politisch falsche Wahlentscheidung zu treffen, aber diese Sorge ist in Sch\u2019land eher unbegr\u00fcndet. Die naechste Stufe kommt, wetten dass? Bei dieser Transformationsmethode ist etwas Zeit einzuplanen und etwas Geduld gefragt. Aber sie funktioniert dafuer auch eher besser, wie man taeglich sehen kann.<br \/>\n26.12.2022, R.N.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber das neue Demokratief\u00f6rdergesetz soll die Demokratie, die \u201ezunehmend unter Druck geraten\u201c sei, dadurch gef\u00f6rdert werden, da\u00df man die \u201elebendige, demokratische Zivilgesellschaft\u201c st\u00e4rkt, und zwar durch &#8222;Projekte&#8220; zur &#8222;Demokratief\u00f6rderung, Vielfaltgestaltung, Extremismuspr\u00e4vention und politischen Bildung&#8222;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,100,267,13,80,95,172],"tags":[751,552,633,581,338,762],"class_list":["post-107856","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-buch","category-hochschulen","category-kultur","category-medien","category-schulen","category-zukunft","tag-bildung","tag-buch-2","tag-demokratie","tag-lesen","tag-uni","tag-wissen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107856","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=107856"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107856\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107882,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/107856\/revisions\/107882"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=107856"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=107856"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=107856"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}