{"id":107617,"date":"2022-12-21T20:15:27","date_gmt":"2022-12-21T19:15:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=107617"},"modified":"2022-12-29T13:28:34","modified_gmt":"2022-12-29T12:28:34","slug":"landwirte-zu-weihnachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/landwirte-zu-weihnachten\/","title":{"rendered":"Landwirte zu Weihnachten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/klimaschutz-umweltschutz\/\">Klimaschutz<\/a> als solchen gibt es nicht, da das Klima kaum beeinflussbar ist. Deshalb ist Klimaschutz stets <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/naturschutz\/\">Naturschutz<\/a>, und zu diesem haben unsere <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Landwirte<\/a> das wohl st\u00e4rkste Empfinden. Schlie\u00dflich erleben sie den Wechsel der Jahreszeiten und den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klimawandel\/\">Wandel des Klimas<\/a> (Wetter \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg) am intensivsten &#8211; <!--more-->und zwar realiter und nicht nur virtuell vom PC, B\u00fcro oder Hochschule aus. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/umweltschutz\/\">Umwelt-<\/a> bzw. Natursch\u00fctzer sollten mehr auf die Bauern auf dem Land h\u00f6ren, auch wenn man da ganz unbequem zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernhof\/\">Bauernhof<\/a> hinfahren mu\u00df.\u00a0 Naturschutz lernen hei\u00dft von Bauern lernen. Deshalb f\u00fcge ich zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/weihnachten\/\">Weihnachten<\/a> zwei Beitr\u00e4ge an:<br \/>\nIn den &#8222;Weihnachtsgedanken 2022&#8220; des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/schwarzwaldbauern\/\">Forums Pro Schwarzwaldbauern<\/a> (1) geht es um den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/hochschwarzwald\/\">Schwarzwald<\/a> als Wald- wie auch Gras-\/<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/weide\/\">Weideland<\/a> mit der Kernfrage &#8222;K\u00f6nnen wir es uns zuk\u00fcnftig leisten, die lokalen und globalen Graslandressourcen unzureichend zu nutzen?&#8220;<br \/>\nIm &#8222;Weihnachtsbrief der Dreisamt\u00e4ler <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/blhv\/\">BLHV<\/a>-Ortsvereine&#8220; (2) geht es um die Landwirtschaft als Exporteur von Milch, Rind- und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/fleisch\/\">Schweinefleisch<\/a>, die auf Importe von Futtermitteln (Kraftfutter) angewiesen ist: &#8222;In Deutschland wird folglich das Grundwasser \u201ezur Sau\u201c gemacht und in S\u00fcdamerika die B\u00f6den ausgelaugt, was weitere Regenwaldrodungen zur Folge hat.&#8220;<br \/>\nNochmals: Naturschutz lernen hei\u00dft von Bauern lernen. Dass Landwirte die gr\u00f6\u00dften Verschmutzer von Umwelt und Natur seien, ist ein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/narrative-euro-migration-klima\/\">Narrativ<\/a>, das von den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/anywheres\/\">Anywheres<\/a> in den urbanen Zentren erfunden wurde.<br \/>\n21.12.2022<br \/>\n.<br \/>\nEnde des Artikels &#8222;Landwirte zu Weihnachten&#8220;<br \/>\n===================================<br \/>\nBeginn der Anlagen (1) und (2)<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>(1) Weihnachtsgedanken 2022<\/strong><br \/>\n<em>Man untersuche, wie eine Gesellschaft mit ihrem Grund und Boden verf\u00e4hrt, und man wird zu rechtzuverl\u00e4ssigen Schl\u00fbssen \u00fbber ihre wahrscheinliche Zukunft gelangen. <\/em><br \/>\n<em>Ernst Friedrich Schuhmacher 1977<\/em><br \/>\n&#8211;<br \/>\nLiebe Mitglieder, FreundInnen und G\u00f6nnerInnen,<br \/>\nwieder kommt Weihnachten. Das Fest Christi Geburt. Oder wie schon vorher das Fest der zur Wintersonnenwende, aus Freude, dass die N\u00e4chte wieder k\u00fcrzer und die Tage l\u00e4nger werden. Diese jahreszeitlichen Rhythmen sind im Industriezeitalter fast vergessen. Nur die Landwirtschaft ist noch davon abh\u00e4ngig, weil das nat\u00fcrliche Wachstum den Jahreszeiten folgt. Mit der Klimaerw\u00e4rmung ver\u00e4ndern sich die Extreme der Jahreszeiten, wie der letzte D\u00fcrresommer wieder gezeigt hat. Bei unserem Schwarzwaldbauerntreff im November waren wir uns einig, dass zur Anpassung an Klima- und Energiekrise wir uns wieder mehr an der nat\u00fcrlichen Regeneration als an der Technik orientieren sollten: https:\/\/forumproschwarzwaldbauern.de\/von-der-regeneration-der-natur-lernen\/<\/p>\n<p><em>Die Weihnachtsgeschichte als Sinn der Nutztiere<\/em><br \/>\nAm Heiligen Abend werden wir aus allen Kan\u00e4len mit der Weihnachtsgeschichte berieselt. Vom Christuskind in der Krippe bei Ochs und Esel und von den Hirten auf dem Feld. Diese Geschichte klingt heute romantisch, aber sie zeigt auch die Beziehung von Menschen und Nutztieren. Die W\u00e4rme im Stall und Nahrung und Wolle von den Schafen der Hirten. Diese Beziehung hat unser heutiges Supermarktsystem gespalten. Was es mit idyllischen Bildern ebenso verdeckt wie die Politik mit pauschalen Debatten um Tierwohl oder Klimakiller. Die eigentliche Kernfrage der Tierhaltung hat bei unserem Treffen zum Int. Tag der Berge Dr. Florian Leiber vom Schweizer FibL gestellt:<br \/>\nK\u00f6nnen wir es uns zuk\u00fcnftig leisten, die lokalen und globalen Graslandressourcen unzureichend zu nutzen?<br \/>\nDiese Frage betrifft nicht nur Gebirge wie den Schwarzwald, sondern zwei Drittel der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che der Erde, die nicht ackerf\u00e4hig sind. Die von Dr. Leiber vorgestellten Forschungsergebnisse k\u00f6nnten der Tierhaltung im Allgemeinen und in den Bergen wieder ihren Sinn geben. Zum Nachlesen eine Zusammenfassung auf: <a href=\"https:\/\/forumproschwarzwaldbauern.de\/die-bergbauernfrage-ist-die-gruenlandfrage\/\">https:\/\/forumproschwarzwaldbauern.de\/die-bergbauernfrage-ist-die-gruenlandfrage\/<\/a><\/p>\n<p><em>Weihnachten als Zeitenwende,<\/em><br \/>\nder Jahreszeiten wie unseres Kalenders nach Christi Geburt. Weil die Weihnachtsgeschichte wenige Jahr-hunderte vor dem Ende des r\u00f6mischen Imperiums handelt, k\u00fcndigt sie die Wende eines Systems an, das immer mehr L\u00e4nder erobern musste, um sich zu versorgen, weil der eigene Boden vernachl\u00e4ssigt worden war. Deuten die Krisen unserer imperialen Versorgungssysteme nicht wieder eine Wende an? Dazu reicht es aber nicht, Mittel auszutauschen, wie nach der politisch verk\u00fcndeten Zeiten-, Energie- oder Agrarwende. Oder das Land in Nutz- und Schutzgebiete zu spalten, wie gerade in Montreal<br \/>\nvereinbart. Zu einer wirklichen Zeitenwende wollen wir im Neuen Jahr wieder Denkanst\u00f6\u00dfe geben:<br \/>\n&#8211; beim (noch nicht terminierten) Schwarzwaldbauerntreff im Januar \u00fcber die H\u00fcrden einer boden- und gr\u00fcnlandbasierten Tierhaltung.<br \/>\n&#8211; Zum Aschermittwochsgespr\u00e4ch kommt Elisabeth Loibl von der Bundesanstalt f\u00fcr Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen in Wien mit dem zentralen Thema: Ein neues Menschenbild braucht das Land, um wieder eine Beziehung zum Leben zu finden! Unser aktueller Lesetipp: Frieden ist noch immer m\u00f6glich von Franz Alt<br \/>\nIn diesem Sinne w\u00fcnschen wir frohe Weihnachten und ein gesundes und friedliches Neues Jahr<br \/>\nSiegfried J\u00e4ckle. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/pro-schwarzwaldbauern-10-jahre\/\">Forum Pro Schwarzwaldbauern<\/a> e.V., <a href=\"https:\/\/www.sforum.eu\">https:\/\/www.sforum.eu<\/a><br \/>\n20.12.2022<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>(2) Weihnachtsbrief der Dreisamt\u00e4ler BLHV-Ortsvereine<\/strong><br \/>\nLiebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger unseres Dreisamtals,<br \/>\nes neigt sich ein Jahr seinem Ende 1 zu, welchem man das Pr\u00e4dikat \u201eZeitenwende\u201c zugeschrieben hat. Ein Jahr, im dem wieder einmal trotz vermeintlich besseres Wissen wieder Krieg in Europa herrscht. \u00c4hnlich den Balkankriegen in den 1990er Jahren stehen sich auch hier in diesem Russland-Ukraine-Krieg zwei V\u00f6lker feindlich gegen\u00fcber, welche zuvor Jahrhunderte lang friedlich neben- und miteinander gelebt hatten. Die letzten beiden Jahrzehnte wurde die Globalisierung als der universelle Heilsbringer gepredigt. In der Praxis gestaltete sich das zunehmend so, dass die praktische Arbeit mit der Produktherstellung sich r\u00e4umlich immer weiter weg von unserem heimeligen Deutschland entfernte, und die Zahl derer, welche an diesem letztlich in Fernost hergestellten Produkts mitverdienen wollten, stetig anstieg. Die negativen Folgen der zu gro\u00dfen Teilen outgesourcten Produktion wurden uns mit Beginn der Corona-Pandemie auf einmal schmerzlich bewusst, als der schier uners\u00e4ttliche Hunger nach Konsum noch da war, aber aufgrund von Lieferengp\u00e4ssen nicht mehr so gestillt werden konnte, wie wir das zuvor gewohnt waren. Nun wirken noch die Versorgungsengp\u00e4sse und die exorbitante Kostensteigerung verschiedener Energietr\u00e4ger mit ein, welche die Produktion und den Transport von G\u00fctern aller Art enorm verteuern.<\/p>\n<p>Auch die Landwirtschaft, und damit die Nahrungsmittelproduktion, wurde dem \u201eGoldenen Kalb\u201c der Globalisierung untergeordnet. Schon l\u00e4ngst ist Deutschland auf gro\u00dfteilige Lebensmittelimporte aus dem nahen und fernen Ausland existenziell angewiesen. Lediglich bei der tierischen Produktion wie Milch, Rind- und Schweinefleisch ist Deutschland selbst Exportnation, und dies auch nur, weil die Futtermittel f\u00fcr diese zum gr\u00f6\u00dften Teil in Nord- und Ostdeutschland stattfindenden Massentierhaltung aus \u00dcbersee importiert werden. Die deutsche Massentierhaltung beansprucht in S\u00fcdamerika L\u00e4ndereien in der Gr\u00f6\u00dfe von Mecklenburg-Vorpommern. Im Umkehrschluss werden die Exkremente aus dieser Massentierhaltung nicht wieder in Seecontainern nach \u00dcbersee zur\u00fcck verfrachtet, sondern auf nord- und ostdeutschen Ackerb\u00f6den entsorgt. In Deutschland wird folglich das Grundwasser \u201ezur Sau\u201c gemacht und in S\u00fcdamerika die B\u00f6den ausgelaugt, was weitere Regenwaldrodungen zur Folge hat.<br \/>\n.<br \/>\nDeutschland wurde aufgrund dieser Missst\u00e4nde von der EU zu einer Versch\u00e4rfung der D\u00fcngeverordnung angemahnt. D\u00fcngung von Mist und G\u00fclle nur noch in reglementierten Zeitfenstern und teurer und schwerer Ausbringtechnik. Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernhof\/\">Bauernh\u00f6fe<\/a>, und besonders auch jene im Dreisamtal, wurden durch dieses Gesetz ebenso in die Haftung genommen, wie die Verursach er dieser Missst\u00e4nde in anderen Landesteilen. Die Ausbringung der hofeigenen D\u00fcngemittel wird sich folglich auf die gut zu befahrenden Fl\u00e4chen konzentrieren, w\u00e4hrend an Hanglagen dies k\u00fcnftig unterbleiben wird.<\/p>\n<p>An dieser Fehlentwicklung scheint sich bisher kaum jemand zu st\u00f6ren, dass in Deutschland die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig abnimmt. Auch im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/flora\/blumen-dreisamtal\/\">Dreisamtal<\/a> entgeht dem aufmerksamen Betrachter kaum, dass hie und da eine Stallt\u00fcr f\u00fcr immer verschlossen wird. Daran mag auch der milliardenschwere Geldregen aus Br\u00fcssel und Berlin in Form von Subventionen nichts \u00e4ndern, bekommen doch alle Bauern gleich viel Geld pro Hektar. Jene mit ganz vielen Hektar entsprechend mehr und jene mit wenigen Hektar entsprechend weniger. Gebetsm\u00fchlenartig mahnen wir seit vielen Jahren einen verantwortungsvolleren Umgang mit der Ressource Boden an. Tag f\u00fcr Tag werden allein in Baden-W\u00fcrttemberg 6,2 ha (dies entspricht sechs Fu\u00dfballfeldern) wertvoller Boden durch Bebauung jeglicher Art unwiederbringlich zerst\u00f6rt. Eine Trendumkehr ist trotz aller Lippenbekenntnisse weiterhin nicht in Sicht.<br \/>\n.<br \/>\nDer fortschreitende Fl\u00e4chenfra\u00df wird besonders auch hier im Dreisamtal als unumg\u00e4ngliches \u00dcbel bezeichnet, zur Sicherung des allgemeinen Wohlstandes. Einzelne Gemeinder\u00e4te mahnen gar noch die Ausweisung zus\u00e4tzlicher Baugebiete zur Sanierung der Gemeindefinanzen an. Auf das gesamte Dreisamtal betrachtet, verschwinden j\u00e4hrlich rund 5 ha Acker und Wiesen unwiederbringlich.<\/p>\n<p>Nun soll es auch noch ein <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/fahrradwege\/dreisamuferweg\/\">Radschnellweg von Kirchzarten nach Freiburg<\/a> richten, dass wir in der Region noch \u201enachhaltiger\u201c werden. Damit die Baukosten im Rahmen bleiben, soll die ehemalige B 31 zwischen Ebnet und Zarten von einem allgemein von Fu\u00dfg\u00e4ngern und Radfahren gleicherma\u00dfen benutzbaren landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg in solch einen Radschnellweg umgewidmet und gegebenenfalls verbreitert werden. Um es gleichvorweg zu nehmen, niemand aus unseren Reihen ist gegen die notwendige Mobilit\u00e4tswende. Jedoch scheint die Idee das Radverkehrs auf einen <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/verkehr\/fahrradwege\/\">Radschnellweg<\/a> der Denkweise von Autostra\u00dfenplanern zu entspringen. W\u00e4hrend die Verkehrsb\u00fcndelung des motorisierten Verkehrs Sinn macht, kann sie bei der Fortbewegung per Muskelkraft (auch beim E-Bike) doch angezweifelt werden. Welcher Berufspendler von Oberried oder Eschbach wird morgens und abends zur\u00fcck den Umweg \u00fcber Zarten in Kauf nehmen, um dann auf dem Radschnellweg nach Freiburg zu heizen?<br \/>\n.<br \/>\nIn der Politik und auch den Medien fordert und verk\u00fcndet man die \u201e<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/agrar\/\">Agrarwende<\/a>\u201c. Welche Landwirtschaft wollen Sie liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger??? Der Agrarindustriebetrieb soll es nicht sein, einerseits im Dreisamtal nicht realisierbar und zur Sicherung der Weltern\u00e4hrung auch nicht effektiv und letztlich auch sehr krisenanf\u00e4llig. Jedoch auch die Bullerb\u00fc-Idylle aus den Kinderb\u00fcchern mit dem Bauern ausschlie\u00dflich mit Latzhose, Strohhut und Gummistiefeln ist wohl vorbei. Jener Landwirt, der seinen Hof heutzutage verantwortungsbewusst und zukunftsf\u00e4hig bewirtschaften m\u00f6chte, ist modernen Produktionsmethoden und Kundenw\u00fcnschen gegen\u00fcber aufgeschlossen ohne seine Bodenhaftung zu verlieren. Landwirtschaft wird letztlich nur eine Zukunft haben, wenn es wieder zu einem Schulterschluss zwischen uns Landwirten und Ihnen als Konsumenten kommt. \u00dcbernehmen Sie selber wieder Verantwortung f\u00fcr Ihr Essen, wo es herkommt und wie es produziert wird. Mit Ihrem Einkaufstellen Sie t\u00e4glich die Weichen neu, welchem landwirtschaftlichen Betrieb die Zukunft geh\u00f6ren soll, und welche Betriebsform daf\u00fcr garantieren kann, dass unser Schwarzwald weiterhin so offen gehalten und lebenswert bleiben kann, wie wir dies alle zu sch\u00e4tzen wissen. Wir sind offen f\u00fcr den Dialog mit Ihnen und geben Ihnen gerne Einblicke in unsere t\u00e4gliche Arbeit.<br \/>\n.<br \/>\nEine gute M\u00f6glichkeit Menschen wieder n\u00e4her an die Landwirtschaft heran zu f\u00fchren, f\u00e4ngt schon im Kindesalter an. Junge Menschen im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung einen intensiveren Einblick in den landwirtschaftlichen Alltag zu erm\u00f6glichen, schaff t Verst\u00e4ndnis und pr\u00e4gt f\u00fcr das ganze Leben. Verschiedene Bauernh\u00f6fe hier im Dreisamtal hei\u00dfen Schulklassen im Rahmen von \u201eLernort Bauernhof\u201c auf ihren H\u00f6fen willkommen. Solche Bauernhofprojekte, wie sie vereinzelt von privat gef\u00fchrten Schultr\u00e4gern angeboten werden, sind ein Schritt in die richtige Richtung, damit man sp\u00e4ter im Erwachsenenleben verschiedene Zusammenh\u00e4nge erkennen kann. Vielleicht m\u00f6chten auch Sie als Eltern in den Schulen Ihrer Kinder darauf hinwirken, dass diese einen intensiveren Einblick in den Organismus Bauernhof bekommen. Es gibt auch die, in diesem Sommer gestartete Online-Plattform Marktplatz Landkultur, in der zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe ihre Waren und Dienstleistungen anbieten, aber auch immer wieder aktuell lesenswerte Beitr\u00e4ge zum Thema Landwirtschaft und darum herum eingestellt werden. Die von Marktplatz Landkultur in der Region veranstalteten H\u00f6fe-Festivals, verbunden mit einem kulturellen Event, laden ebenfalls zum Besuch eines Bauernhofes ein. Wir Landwirte im Dreisamtal danken all jenen, welche uns mit dem t\u00e4glichen Kauf unserer Produkte und Dienstleistungen unterst\u00fctzen, und auch allen anderen, welche dies k\u00fcnftig gleich tun wollen. Vielen Dank f\u00fcr Ihr Verst\u00e4ndnis, wenn unsere Arbeit mal laut, hektisch und auch mal etwas \u201eanr\u00fcchig\u201c ist. Wir w\u00fcnschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen gelungenen Start in ein hoff nungsvolleres Neues Jahr 2023.<\/p>\n<p>Ihre Dreisamt\u00e4ler Bauern im Namen der nachstehenden <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/blhv-dankt-den-dreisamtaelern\/\">BLHV<\/a>-Ortsvereine:<br \/>\nDreisamtal-West (Kirchzarten, Stegen und Freiburg-Kappel) mit Rainer Bank, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernhof\/thaddaeushof\/\">Thadd\u00e4ushof<\/a> und Rudi Steinhart, Urbershof<br \/>\nBuchenbach mit Richard Eckmann, Vogtshof und Martin Ganz, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernhof\/haeuslemaierhof\/\">H\u00e4uslemeierhof<\/a><br \/>\nFreiburg-Ebnet mit Mathias Reichenbach, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernhof\/kueferhof\/\">K\u00fcferhof<\/a><br \/>\nOberried mit Tobias Winterhalter, tie\u00a0und Christian Riesterer, Birkenmaierhof<br \/>\n20-12-2022<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimaschutz als solchen gibt es nicht, da das Klima kaum beeinflussbar ist. 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