{"id":10386,"date":"2012-09-04T11:18:25","date_gmt":"2012-09-04T09:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=10386"},"modified":"2012-09-04T11:26:23","modified_gmt":"2012-09-04T09:26:23","slug":"windkraft-genossenschaft-managergehalt-laufzeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/windkraft-genossenschaft-managergehalt-laufzeit\/","title":{"rendered":"Windkraft &#8211; Genossenschaft &#8211; Managergehalt &#8211; Laufzeit"},"content":{"rendered":"<p>Unseri\u00f6se Gesch\u00e4fte in der <a title=\"Wind\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/wind\/\">Windenergiebranche<\/a> &#8211; Die Energiegenossenschaft ist die richtige Rechtsform:\u00a0Nicht unbedingt mehr Kontrolle durch das BaFin ist bei einem Engagement der B\u00fcrger in Projekte der Energiewende entscheidend. Wichtiger ist die richtige Rechtsform, die <a title=\"Genossenschaften\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/genossenschaften\/\">Genossenschaft<\/a>. Sie darf dann aber nicht als Anteilseignerin eines GmbH &amp; Co. KG-Modells eingebunden werden. Damit wird die Partizipation der B\u00fcrger faktisch ausgehebelt. Entscheidend ist, dass die Genossenschaft die Windkraftanlagen selbst betreibt.<!--more-->Unf\u00e4hige Vorst\u00e4nde oder solche, die nur in die eigene Tasche wirtschaften, k\u00f6nnen dort abgew\u00e4hlt werden. Daf\u00fcr muss aber auch die Verpachtung von Fl\u00e4chen vorrangig an Energiegenossenschaften, entwickelt durch B\u00fcrgerengagement, vergeben werden. Die Praxis sieht hier anders aus. Auch Fl\u00e4chen im Staatswald, von Kommunen oder anderen \u00f6ffentlichen Einrichtungen werden vorwiegend nach H\u00f6chstgeboten vergeben. Zum Zuge kommen damit am besten diejenigen, die keine Skrupel haben, unrealistisch hohe Pachten zu versprechen. F\u00fcr die B\u00fcrger als Anleger bleibt dann eben nichts mehr \u00fcbrig. Nur wenn sich in der Politik eine andere Mentalit\u00e4t entwickelt, Verantwortlichkeit gegen\u00fcber den B\u00fcrgern, in der ein Windpark errichtet werden soll, k\u00f6nnen gro\u00dfe zuk\u00fcnftige Desaster in diesem Bereich vermieden werden.<br \/>\nAuch in Freiburg wird seitens der Stadt bei der Vergabe von Dachfl\u00e4chen f\u00fcr Photovoltaikprojekte nicht genossenschaftliche B\u00fcrgerbeteiligung, sondern der H\u00f6chstbietende pr\u00e4feriert \u2013 egal, was f\u00fcr die lokale Wertsch\u00f6pfung und den Einzelnen dabei herauskommt. Dies einfach mit den Ausschreibungserfordernissen zu rechtfertigen, ist eine verk\u00fcrzte Abw\u00e4lzung der Verantwortung auf die Blackbox &#8222;Sachzw\u00e4nge&#8220;.<br \/>\nBurghard Flieger, Freiburg, 4.9.2012<\/p>\n<p>Zu: &#8222;Windige Gesch\u00e4fte &#8211; unseri\u00f6se Geschftspraktiken, Hannes Koch, 10.8.2012:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/windenergie-in-der-branche-sind-unserioese-geschaeftspraktiken-verbreitet--63049601.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wirtschaft-3\/windenergie-in-der-branche-sind-unserioese-geschaeftspraktiken-verbreitet&#8211;63049601.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Windparkmanager sollten ihr Honorar verringern<br \/>\n<\/strong>Der Bericht macht es sich zu einfach und vermittelt ein stark windschiefes Bild. Denn Windkraftprojekte sind anteilig meist \u00fcberwiegend durch Banken finanziert, zum kleineren Teil durch Anleger.<br \/>\nKlar dass, wie in der Regel und wenn nicht anders vereinbart, auch beim erw\u00e4hnten Windpark M\u00f6bisburg bei Erfurt zuerst Zins und Tilgung f\u00fcr die Banken aufzubringen sind, bevor die B\u00fcrger bei nachrangigen Darlehen oder als stille Gesellschafter dran kommen. Das ist bei solchen Gesellschaften seit Jahren pflichtgem\u00e4\u00df jedem Finanzierungsprospekt zu entnehmen.<br \/>\nDa hei\u00dft es durchzuhalten, bis die bankenfreien guten Jahre kommen oder von vornherein mit wenig oder ohne Bankdarlehen zu finanzieren. Letzteres ist aber bei den Millionen Euro pro Gro\u00dfwindkraftanlage ein hartes St\u00fcck Arbeit.<br \/>\nWas im Bericht \u00e4rgerlicherweise auch fehlt: Die \u00e4lteren Anlagen in Deutschland wurden bei relativ hohem Zinssatz finanziert auf Basis von Winddaten, die eine Reihe \u00fcberdurchschnittlicher Windjahre ber\u00fccksichtigen, die aber nach 2000 nur selten waren.<br \/>\nWenn in einem schwachen Windjahr die Windgeschwindigkeit nur zehn Prozent kleiner ist, sinkt die Stromproduktion infolge kubischer Abh\u00e4ngigkeit um rund ein Drittel. Klar, dass dann Prognosen, die auf \u00e4lteren, st\u00e4rkeren Winddaten beruhen, in solchen Jahren deutlich verfehlt werden. Das brachte viele Windparks in Deutschland zeitweise in Bedr\u00e4ngnis, auch wenn sie an sich sehr gut \u00fcber das EEG abgesichert sind. F\u00fcr M\u00f6bisburg, kein \u00fcberragender Windstandort, waren es sogar vier Wind-Fachgutachter. Insoweit ist dem mit gerichtlicher Best\u00e4tigung abgew\u00e4hlten Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wenig vorzuwerfen. Er hatte in erster Instanz gewonnen, aber das extrem windschwache Jahr 2010 und das Bestehen auf vielleicht zu \u00fcppigem Managementhonorar haben den ungeduldigen Anlegern vor dem Oberlandesgericht Th\u00fcringen sicher R\u00fcckenwind gegeben. Auff\u00e4llig ist bei dem 2006 in Betrieb gegangenen Windpark das viel zu kleine Eigenkapital der Anleger von nur zehn Prozent bei 20 Millionen Euro Gesamtinvestition. Das ist leicht von Planungs- und Betriebskosten sowie schwachen Windjahren angezehrt, wenn die Banken nicht nachgeben, und kann auch bei anderen Gesellschaftsformen passieren. Windparkmanager sollten in schwierigen Jahren ihr Honorar solidarisch deutlich verringern. 2012 kann ein besseres Windjahr werden.<br \/>\nDr. Georg L\u00f6ser, Gundelfingen und Christian Meyer, Umkirch , 4.9.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unseri\u00f6se Gesch\u00e4fte in der Windenergiebranche &#8211; Die Energiegenossenschaft ist die richtige Rechtsform:\u00a0Nicht unbedingt mehr Kontrolle durch das BaFin ist bei einem Engagement der B\u00fcrger in Projekte der Energiewende entscheidend. Wichtiger ist die richtige Rechtsform, die Genossenschaft. 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