{"id":102643,"date":"2022-07-05T22:18:55","date_gmt":"2022-07-05T20:18:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=102643"},"modified":"2022-09-10T08:59:42","modified_gmt":"2022-09-10T06:59:42","slug":"humboldt-universitaet-freiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/humboldt-universitaet-freiheit\/","title":{"rendered":"Humboldt-Universit\u00e4t &#8211; Freiheit?"},"content":{"rendered":"<p>Der Vortrag der Biologie-Doktorandin Marie-Luise Vollbrecht, die an der Berliner Humboldt-<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/\">Universit\u00e4t<\/a> erkl\u00e4ren wollte, warum es in der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/biologie\/\">Biologie<\/a> nur zwei <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/gender\/sexualbiologie\/\">Geschlechter<\/a> gibt <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Umqo5yoiHsY\">https:\/\/youtu.be\/Umqo5yoiHsY<\/a>, wurde abgesagt. Warum? Weil man Proteste gegen das der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/gender\/\">Gender<\/a>-Ideologie widersprechende Thema erwartete. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen-freiheit\/\">Wissenschaftsfreiheit<\/a> ade!<!--more--><\/p>\n<p>Der Biologie-Professor <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/gender\/sexuell\/\">Ulrich Kutschera<\/a> erkl\u00e4rt, warum es nur zwei Geschlechter gibt:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/youtu.be\/w9CEtjU9PIg\">https:\/\/youtu.be\/w9CEtjU9PIg<\/a><br \/>\n5.7.2022<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Geschlechter-Vortrag abgesagt: Humboldt-Uni in der Kritik<\/strong><br \/>\nDie Absage eines Vortrags zum Thema Geschlecht und Gender an der Humboldt-Universit\u00e4t Berlin (HU) hat eine hitzige Debatte ausgel\u00f6st. Die Universit\u00e4t habe der Wissenschaftsfreiheit einen B\u00e4rendienst erwiesen, sagte der Pr\u00e4sident des Deutschen Hochschulverbandes, Bernhard Kempen, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. \u00abSie h\u00e4tte stattdessen R\u00fcckgrat beweisen sollen und alles daran setzen m\u00fcssen, dass der Vortrag stattfinden kann\u00bb, so Kempen.<br \/>\nNach der Ank\u00fcndigung von Protesten hatte die Hochschule den Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht, der w\u00e4hrend der Langen Nacht der Wissenschaft am vergangenen Samstag gehalten werden sollte, gestrichen. Der Titel des Vortrags lautete \u00abGeschlecht ist nicht (Ge)schlecht, Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt\u00bb. Gegner der Absage kritisieren die Entscheidung als Einknicken und Verletzung der Wissenschaftsfreiheit. Andere Stimmen finden die Aussagen der Biologin in der Genderdebatte problematisch. \u00abWissenschaft lebt von Freiheit und Debatte\u00bb, sagte Wissenschaftsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) der \u00abBild\u00bb-Zeitung am Wochenende.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nDie Absage mit Sicherheitsbedenken zu begr\u00fcnden, sei eine absolute Unversch\u00e4mtheit, kritisierte der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch (\u00abEine Frage der Moral: Warum wir politisch korrekte Sprache brauchen\u00bb) auf Twitter. Sie unterstelle Gewaltt\u00e4tigkeit. In Wirklichkeit h\u00e4tten die Uni-Leitung oder die von ihr mit der Planung Beauftragten \u00aberst bei der Programmgestaltung geschlafen und dann versucht\u00bb, das \u00abselbst verursachte Problem hastig und mit gro\u00dfer intellektueller und organisatorischer Feigheit aus der Welt zu schaffen\u00bb.<br \/>\nDie Gruppierung \u00abArbeitskreis kritischer Jurist*innen\u00bb hatte zu Protest aufgerufen. Vollbrechts Aussage, in der Biologie gebe es nur zwei Geschlechter, sei \u00abunwissenschaftlich\u00bb, \u00abmenschenverachtend\u00bb und \u00abqueer- und trans*feindlich\u00bb, hei\u00dft es in einer Stellungnahme.<br \/>\nVollbrechts Vortrag ist auf Youtube zu finden und hatte am fr\u00fchen Montagnachmittag rund 45 000 Zugriffe. Darin erkl\u00e4rt die Forscherin, warum es ihrer Ansicht nach nur zwei biologische Geschlechter gibt und dass das biologische Geschlecht vom sozialen Geschlecht (Gender) zu unterscheiden sei. Sie wolle niemandem etwas B\u00f6ses, sagte Vollbrecht in der \u00abRBB-Abendschau\u00bb. \u00abIch habe immer gesagt: Es geht hier nur um Biologie. Es geht hier nicht um Politik oder Meinungen au\u00dferhalb der Uni.\u00bb<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.7.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/news\/2022-07\/04\/vortrag-abgesagt-hochschulverband-kritisiert-humboldt-uni\">https:\/\/www.zeit.de\/news\/2022-07\/04\/vortrag-abgesagt-hochschulverband-kritisiert-humboldt-uni<\/a><br \/>\n,<\/p>\n<p><strong>Humboldt-Uni stellt sich nicht hinter Wissenschaftler<\/strong><br \/>\n<strong>&#8211; Angriff auf Forschungsfreiheit<\/strong><br \/>\nDie Diskussion um die Bedrohung der Lehr- und Forschungsfreiheit in Deutschland zieht weite Kreise, nachdem militante Aktivisten es mit Drohungen erreicht hatten, dass ein Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht \u00fcber biologisches Geschlecht und Geschlechterrollen an der Humboldt-Universit\u00e4t abgesagt wurde. Vollbrecht hatte vor, bei der \u201eLangen Nacht der Wissenschaft\u201c am Samstag sprechen. In ihrem Vortrag mit dem Titel \u201eGeschlecht ist nicht (Ge)schlecht, Sex, Gender und warum es in der Biologie zwei Geschlechter gibt\u201c wollte die Wissenschaftlerin am Samstagabend einem interessierten Publikum den Unterschied zwischen dem biologischen Geschlechtsbegriff und Geschlechterrollen erl\u00e4utern.<br \/>\nZu ihrem Referat \u2013 das sie dann online hielt \u2013 geh\u00f6rte auch die Feststellung, dass die Biologie nur zwei Geschlechter kennt. Diese Aussage z\u00e4hlt zu den Grundlagen in der Biologie, wie sie weltweit und auch an der Humboldt-Universit\u00e4t selbst gelehrt wird. F\u00fcr militante so genannte Trans-Aktivisten stellt allerdings schon die die Feststellung der biologischen Zweigeschlechtlichkeit eine unertr\u00e4gliche Provokation dar. Eine kleine Aktivistengruppe namens \u201eKritische Juristen\u201c bezeichnete Vollbrecht vor dem Vortrag als \u201ebekannterma\u00dfen transfeindlich\u201c, und k\u00fcndigte an, ihren Vortrag massiv zu st\u00f6ren. Darauf knickte die Leitung der Humboldt-Universit\u00e4t ein und sagte den Vortrag wegen \u201eSicherheitsbedenken\u201c ab.<br \/>\nDie militanten Wissenschaftsgegner konnten sich durch prominente Unterst\u00fctzung ermutigt und best\u00e4tigt f\u00fchlen. Schon vor einigen Wochen hatte der Staatssekret\u00e4r der Bundesregierung und Queer-Beauftrage Sven Lehmann (Gr\u00fcne) in der \u201eWelt\u201c erkl\u00e4rt, wer von nur zwei biologischen Geschlechtern ausgehe, sei \u201equasi-kreationistisch\u201c. Der ehemalige gr\u00fcne Bundestagsabgeordnete Volker Beck meinte nach der Absage per Twitter, Sicherheitsbedenken seien zwar kein legitimer Grund, um Vollbrechts Vortrag zu verhindern \u2013 ihr angeblich \u201einhumane Biologismus\u201c aber schon.<br \/>\nVollbrecht selbst erkl\u00e4rt in einem WELT-Interview, sie sei \u201elinksliberal\u201c und wende sich \u00fcberhaupt nicht gegen die Rechte von Transsexuellen. Sie werde aber nicht davon abr\u00fccken, dass der biologische Geschlechtsbegriff etwas anderes meint als eine Geschlechtsrolle, die jemand bewusst w\u00e4hlt.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nEntscheidend f\u00fcr das k\u00fcnftige Klima an der Universit\u00e4t und an Hochschulen in Deutschland insgesamt d\u00fcrfte allerdings die Antwort auf die Frage von TE sein, was die Universit\u00e4tsleitung k\u00fcnftig gegen Drohungen zu unternehmen gedenkt, die darauf abzielen, Veranstaltungen und vor allem bestimmte wissenschaftliche Aussagen zu unterdr\u00fccken. An Ma\u00dfnahmen zur kompromisslosen Verteidigung von Lehre und Forschung denkt in der HU-Leitung offenbar niemand.<br \/>\n\u201eWir werden die Veranstaltung zeitnah aufgreifen, kontextualisieren und im Gespr\u00e4ch mit verschiedenen Akteuren, auch aus der Politik, weiteres Vorgehen \u00f6ffentlich diskutieren\u201c, erkl\u00e4rte der Universit\u00e4tssprecher. Auch dieser Teil der Stellungnahme klingt danach, als ob sich die Universit\u00e4tsleitung eher als Vermittler zwischen aggressiven wissenschaftsfeindlichen Gruppen und Wissenschaftlern (\u201everschiedene Akteure\u201c) sehen w\u00fcrde, und nur mit beiden diskutieren m\u00f6chte, statt St\u00f6rer konsequent aus der Universit\u00e4t zu werfen.<br \/>\nSchon in der Vergangenheit hatten linksradikale Aktivisten die an der Universit\u00e4t lehrenden Historiker Herfried M\u00fcnkler und J\u00f6rg Baberowski bel\u00e4stigt und mit grotesken Anschuldigungen \u00fcberzogen. Im Fall des renommierten Osteuropa-Forschers Baberowski verhinderten radikale Studenten im Akademischen Senat die Gr\u00fcndung eines Instituts f\u00fcr vergleichende Diktaturforschung durch den Historiker. Auch damals hatte sich die Universit\u00e4tsleitung nicht klar auf die Seite Baberowskis gestellt.<br \/>\n&#8230; Ales vom 5.7.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/angriffe-auf-forschungsfreiheit-humboldt-uni\/uni\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/daili-es-sentials\/angriffe-auf-forschungsfreiheit-humboldt-uni\/uni<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Vortrag der Biologie-Doktorandin Marie-Luise Vollbrecht, die an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t erkl\u00e4ren wollte, warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt https:\/\/youtu.be\/Umqo5yoiHsY, wurde abgesagt. Warum? Weil man Proteste gegen das der Gender-Ideologie widersprechende Thema erwartete. 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