{"id":10263,"date":"2012-09-01T14:47:20","date_gmt":"2012-09-01T12:47:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=10263"},"modified":"2012-09-01T20:50:04","modified_gmt":"2012-09-01T18:50:04","slug":"wucherpflanzen-zertrampeln-anstatt-maehen-oder-ausreissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wucherpflanzen-zertrampeln-anstatt-maehen-oder-ausreissen\/","title":{"rendered":"Wucherpflanzen zertrampeln anstatt maehen oder ausreissen"},"content":{"rendered":"<p>Fremdl\u00e4ndische <a title=\"Flora\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/flora\/\">Wucherpflanzen<\/a> wie der Japan-Kn\u00f6terich und das Indische Springkraut sorgen schon l\u00e4nger f\u00fcr Furore: Als so genannte invasive <a title=\"Neophyten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/flora\/neophyten\/\">Neophyten<\/a>\u00a0verdr\u00e4ngen sie einheimische Arten und gef\u00e4hrden die Stabilit\u00e4t von Uferb\u00f6schungen. Derzeit testet das Garten- und Tiefbauamt (GuT) neue Bek\u00e4mpfungsmethoden: W\u00e4hrend das Springkraut durch die Einsaat von heimischem M\u00e4des\u00fc\u00df in Schach gehalten werden soll, wird auf dem Kn\u00f6terich regelrecht herumgetrampelt.<!--more--><\/p>\n<p>Auch bei schw\u00fclwarmen Temperaturen r\u00fcckt Dominque Fahr aus Littenweiler dem Japan-Kn\u00f6terich zu Leibe, und das an ungew\u00f6hnlicher Stelle: Gemeinsam mit weiteren Helfern war er Mitte der Woche im so genannten &#8222;Dietenbach-Ohr&#8220;, der Gr\u00fcnfl\u00e4che zwischen dem Zubringer Mitte und der Ausfahrt Rieselfeld, in Sachen Neophyten-Bek\u00e4mfpung im Einsatz. St\u00e4ngel abknicken durch Herumtreten: &#8222;Man muss die heimische Natur vor diesen Pflanzen sch\u00fctzen&#8220;, gibt der 51-J\u00e4hrige als Motiv an. Vor drei Jahren vor\u00fcbergehend als Zwei-Euro-Jobber zu den Bachpaten gekommen, macht er dort nun aus \u00dcberzeugung mit. &#8222;Auch, um mein Wissen an die junge Generation weiterzugeben&#8220;, sagt der gelernte Erzieher. Wie Biologin Hella Heuer-Klug vom GuT erl\u00e4utert, handelt es sich dabei um ein Pilotprojekt: Bislang sei der Kn\u00f6terich vor allem durch M\u00e4hen oder Herausrupfen bek\u00e4mpft worden, nun teste man jedoch etwas Neues. &#8222;Durch das Herumtreten auf den Pflanzen werden die St\u00e4ngel abgeknickt&#8220;, schildert die Expertin das neue Verfahren. Man vermute, dass der Kn\u00f6terich diese Art der Besch\u00e4digung nicht so schnell bemerke als beispielsweise M\u00e4hen. Daher reagiere er auch weniger schnell darauf, etwa durch Austreiben aus den unterirdischen Speicherorganen. &#8222;Letztlich w\u00e4re das dann effektiver, auch weil der Zeitaufwand geringer ist&#8220;, betont Heuer-Klug.<br \/>\nSeit Juni gibt es daher auf dem s\u00fcd\u00f6stlichen &#8222;Ohr&#8220; der Stadtautobahn-Ausfahrt auf H\u00f6he der Gaskugel eine Versuchsfl\u00e4che, auf der die verschiedenen Bek\u00e4mpfungsmethoden miteinander verglichen werden. Einmal im Monat werden dort mehrere Kn\u00f6terich-Herde entweder gem\u00e4ht, gerupft oder zertrampelt. &#8222;Die Stelle eignet sich prima f\u00fcr unser Vorhaben, da sie abgelegen und ungest\u00f6rt liegt&#8220;, sagt Heuer-Klug. Auch wenn es noch zu fr\u00fch f\u00fcr eine abschlie\u00dfende Beurteilung der auf drei Jahre angelegten Studie sei, so zeichne sich schon jetzt ab, dass die neue Methode gut abschneide: An den gem\u00e4hten Stellen ist der Kn\u00f6terich n\u00e4mlich am vitalsten, und dort, wo die Pflanzen herausgerissen wurden, ist der Bestand zwar l\u00fcckig, aber dennoch gut entwickelt.<br \/>\n&#8222;Das Zertrampeln hat sich bislang als effektivste der drei miteinander verglichenen Bek\u00e4mpfungsarten erwiesen&#8220;, fasst die Projektleiterin zusammen. Sollte sich der Trend fortsetzen, wolle man diese Methode zuk\u00fcnftig auch bei den Bachpaten zum Einsatz bringen.<br \/>\nEine weitere neue Strategie im Kampf gegen Neophyten wird derzeit auch im Eschholzpark getestet, wo dem Indischen Springkraut schon seit Jahren zu Leibe ger\u00fcckt wird. &#8222;Die Stelle dort ist n\u00e4mlich ein Hauptlieferant f\u00fcr Springkrautsamen vieler unterhalb gelegener Anlieger&#8220;, betont Heuer-Klug. Dort hat man diese Woche M\u00e4des\u00fc\u00df ausges\u00e4t, die dem Springkraut Konkurrenz machen soll. &#8222;Die langj\u00e4hrige Erfahrung verschiedener Freiburger Bachpaten-Projekte hat n\u00e4mlich gezeigt, dass diese einheimische Pflanze gut geeignet ist, um das in gro\u00dfen Horden wachsende Springkraut nachhaltig zur\u00fcckzudr\u00e4ngen&#8220;, erkl\u00e4rt die Biologin.<br \/>\nAndreas Braun , 1.9.2012<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fremdl\u00e4ndische Wucherpflanzen wie der Japan-Kn\u00f6terich und das Indische Springkraut sorgen schon l\u00e4nger f\u00fcr Furore: Als so genannte invasive Neophyten\u00a0verdr\u00e4ngen sie einheimische Arten und gef\u00e4hrden die Stabilit\u00e4t von Uferb\u00f6schungen. 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