{"id":10098,"date":"2012-08-31T13:15:28","date_gmt":"2012-08-31T11:15:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?p=10098"},"modified":"2012-08-31T13:20:17","modified_gmt":"2012-08-31T11:20:17","slug":"eschbach-900-jahre-7-bis-9-sept-festwochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eschbach-900-jahre-7-bis-9-sept-festwochenende\/","title":{"rendered":"Eschbach 900 Jahre &#8211; 7. bis 9. Sept Festwochenende"},"content":{"rendered":"<p>:<br \/>\nDas Jubil\u00e4umsjahr <a title=\"Eschbach\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/eschbach\/\">\u201e900 Jahre Eschbach<\/a>\u201c n\u00e4hert sich seinem H\u00f6hepunkt, dem Festwochenende vom 7. \u2013 9. Sept 2012. Es soll, so Ortsvorsteher Bernhard Schuler, ein Fest f\u00fcr alle werden mit einem Programm, das alle Bev\u00f6lkerungsgruppen anspricht.\u00a0 Schuler ist stolz darauf, dass die Eschbacher Bev\u00f6lkerung mit ihren vielen Vereinen und Gruppierungen sich von der Idee eines Jubil\u00e4umsfestes begeistern lie\u00df und dieses Festwochenende mit viel Tatkraft und Engagement organisiert!<\/p>\n<p><!--more-->Die Mehrzweckhalle Eschbachs wird drei Tage lang im Zentrum des Fest-Geschehens stehen. Die Festivit\u00e4ten beginnen am Freitagabend um 20 Uhr mit einer Disco-Party f\u00fcr alle Jungen und Junggebliebenen. Es spielt die Gruppe \u201eF\u00f6nwelle\u201c, die das Publikum nicht nur mit Schlagerhits, sondern auch mit einer ausgefeilten B\u00fchnenshow begeistern wird.<br \/>\nAm Samstag finden ab 9 Uhr den ganzen Tag \u00fcber Festaktivit\u00e4ten statt. Neben einem Flohmarkt f\u00fcr Tr\u00f6del, B\u00fccher und Kleider wird auch eine historische M\u00fcnzpresse zu bewundern sein. Sie pr\u00e4gt Jubil\u00e4umstaler, mit dem Logo \u201e900 Jahre Eschbach\u201c und dem Wappen der Republik Baden auf der R\u00fcckseite, die vor Ort erworben werden k\u00f6nnen.<br \/>\nF\u00fcr die Bewirtung ist w\u00e4hrend der ganzen Zeit in und um die Halle herum gesorgt, das leibliche Wohl kommt also nicht zu kurz!<br \/>\nDer Samstag wird mit einem badischen Unterhaltungsabend abgeschlossen. Ab 20 Uhr wird mit \u201eDe H\u00e4mme\u201c und den \u201eOhrw\u00fcrmern\u201c, dem A-Capella-Ensembles des M\u00e4nnergesangsvereine Schwarzwald aus Oberried badische Unterhaltung pur mit viel Witz und Ironie geboten. Die Strapazierung der Lachmuskeln ist vorprogrammiert!<br \/>\nAm Sonntag dann kann weiterhin ab 9 Uhr das M\u00fcnzschaupr\u00e4gen erlebt werden. Nach dem Festgottesdienst um 10 Uhr findet bis 13 Uhr ein Fr\u00fchschoppen mit den Eschbacher Heimatmusikanten statt und auch Kinder kommen nicht zu kurz: von 11.30 bis 17 Uhr wird ein kreatives Spiel- und Kinderprogramm angeboten. Ab 14 Uhr wird ein gro\u00dfer Festumzug stattfinden und der Festausklang wird von den drei Musikvereinen Stegens gestaltet.<br \/>\nAn beiden Tagen sind von 9 \u2013 17 Uhr in der Grundschule die Ausstellungen \u201eKirchenschatz und Gemeindearchiv\u201c und \u201eEschbach \u2013 meine Heimat\u201c zu sehen. (siehe nebenstehender Bericht)<\/p>\n<div id=\"attachment_10099\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eschbach-900-jahre-7-bis-9-sept-festwochenende\/eschbach900-urkunde1208\/\" rel=\"attachment wp-att-10099\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10099\" class=\"size-thumbnail wp-image-10099\" title=\"eschbach900-urkunde1208\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/eschbach900-urkunde1208-180x119.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"119\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/eschbach900-urkunde1208-180x119.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/eschbach900-urkunde1208.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10099\" class=\"wp-caption-text\">Urkunde \u00fcber die Aufteilung des Allmendwaldes vom Kloster St. Peter an die Eschbacher H\u00f6fe<\/p><\/div>\n<p><strong>Ausstellung: Kirchenschatz und Gemeindearchiv<br \/>\n<\/strong>F\u00fcr Ortsvorsteher Bernhard Schuler war es faszinierend zu beobachten, wie sich im Laufe der Vorbereitungen auf das Jubil\u00e4ums-Jahre \u201e900 Jahre Eschbach\u201c immer mehr B\u00fcrger anstecken lie\u00dfen und begannen, sich mit der Geschichte ihres Wohnorts auseinanderzusetzen. Aus diesem Engagement entstanden nicht nur ein ganz hervorragendes Freilichttheater, ein Festwochenende mit vielf\u00e4ltigsten Veranstaltungen und ein Buch \u00fcber die 900-j\u00e4hrige Geschichte Eschbachs, das Ende des Jahres herauskommen wird, sondern auch die Ausstellung \u201eKirchenschatz und Gemeindarchiv\u201c.<br \/>\nPfarrer Michael Schweiger, Meinrad Walter, Gundula Herrgesell, Lothar und Claudius Heitz waren die treibenden Kr\u00e4fte dieser Ausstellung. Sie sichteten die Archive von Pfarrei und Kommune und entdeckten wertvolle und spannende Dokumente, die sie der Bev\u00f6lkerung pr\u00e4sentieren.<br \/>\nDie Ausstellung ist multimedial angelegt mit historischen Urkunden, B\u00fcchern, Pl\u00e4nen, Gegenst\u00e4nden, einem Film \u00fcber den Lindenberg, den der ehemalige Pfarrer L\u00e4ufer gedreht hat, und der Radiosendung \u201eDas Eschbacher Glockenl\u00e4uten\u201c aus den 60er Jahren.<br \/>\nDen Initiatoren der Ausstellung geht es darum, das kirchliche, b\u00e4uerliche und kommunale Leben eines kleinen Dorfes mit all seinen Aspekten zu zeigen und dass nicht nur gro\u00dfe St\u00e4dte, sondern auch ein kleine Orte wie Eschbach eine interessante Geschichte haben.<br \/>\nIm Fokus der Ausstellung stehen vor allem die letzten 200 Jahre, die mit der S\u00e4kularisation den Wechsel und gravierenden Einschnitt von der kirchlichen Herrschaft hin zur weltlichen markiert. Mit der Ausstellung soll Geschichte lebendig werden und dem Besucher verdeutlichen, welch gro\u00dfe Ver\u00e4nderungen in den letzten 200 Jahren stattgefunden haben. Die Ausstellungsst\u00fccke sind mit Informationstafeln kommentiert und erkl\u00e4rt und w\u00e4hrend der \u00d6ffnungszeiten werden immer Ansprechpartner zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\nParallel dazu l\u00e4uft die Ausstellung \u201eEschbach \u2013 meine Heimat?\u201c, die von den Eschbachern Grundsch\u00fclern im Rahmen einer Projektwoche erstellt.<\/p>\n<div id=\"attachment_10100\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eschbach-900-jahre-7-bis-9-sept-festwochenende\/eschbach900-ausstellung1208\/\" rel=\"attachment wp-att-10100\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-10100\" class=\"size-thumbnail wp-image-10100\" title=\"eschbach900-ausstellung1208\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/eschbach900-ausstellung1208-180x119.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"119\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/eschbach900-ausstellung1208-180x119.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/eschbach900-ausstellung1208.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-10100\" class=\"wp-caption-text\">Ortsvorsteher Bernhard Schuler, Claudius Heitz und Gundula Herrgesell mit einer alten Eschbacher Karte<\/p><\/div>\n<p><strong>Die Geschichte Eschbachs<br \/>\n<\/strong>Stegen-Eschbach (de.) Urkundlich erw\u00e4hnt wurde Eschbach erstmals 1112 im G\u00fcterverzeichnis des Jungklosters St. Peter, zwar nicht als Ort, aber als Fl\u00e4che, als Tal. Dort ist nachzulesen, dass Diemo von Asschebach dem Kloster St. Peter zwei Wiesen im Thale schenkte. schbachs Herrschaftsstruktur war damals viergeteilt: so geh\u00f6rten siebzehn H\u00f6fe zum Kloster St. Peter, sechs H\u00f6fe zu Ebnet unter sicking\u2018scher Herrschaft. Der Schwabenhof und Berlachen wiederum waren ebenfalls sickingisch, geh\u00f6rten aber zu Wiesneck und der Reckenberg geh\u00f6rte zu Stegen unter kageneck\u2018scher Herrschaft. \u00fcr die Bev\u00f6lkerung war es wohl einerlei, unter welcher Herrschaft sie standen. Sie mussten so oder so Frondienste leisten und den Zehnten an die Feudalherren oder das Kloster abgeben.<br \/>\nNach der Klosteraufl\u00f6sung und der S\u00e4kularisierung Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Eschbach als Gemeinde gegr\u00fcndet. Dbei fand dann eine Umstrukturierung statt: der Reckenberg, der bis dahin zum sickingischen Stegen geh\u00f6rte, kam nach Eschbach und Rechtenbach nach Stegen.<\/p>\n<p><strong>Turbulente Kirchengeschichte<br \/>\n<\/strong>Die Eschbacher Jakobus-Pfarrei hat zwei Wurzeln. Die eine ist die St. Sebastians-Kapelle im damaligen Ort Weyler, dem heutige Stegen, wo heute noch die Schlosskapelle steht. Die zweite Wurzel ist eine alte Kapelle im Eschbacher Mitteltal, die \u201eGott zu Ehren dem heiligen Apostel Jakobus geweiht war\u201c und urkundlich 1585 erstmals als zerfallen und sehr alt erw\u00e4hnt wurde. Im Rahmen einer Renovierung durch Abt Gallus wurde das Jakobusbild mit seinem Wappen angebracht, das in der heutigen Kirche noch zu sehen ist. W\u00e4hrend des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs suchten pl\u00fcndernde Soldaten nicht nur St. Peter und den Lindenberg heim, sondern auch Eschbach und zerst\u00f6rten die Jakobuskapelle. Die Kapelle wurde mehrfach renoviert und schlie\u00dflich 1758 wegen Bauf\u00e4lligkeit abgerissen und neu gebaut.<br \/>\n\u00dcber lange Jahre hinweg betrieben die Eschbacher die Gr\u00fcndung einer eigenen Pfarrei und den Bau einer angemessenen Kirche und wurden deshalb auch mehrfach bei der Regierung vorstellig \u2013 allerdings erfolglos. Eine entscheidende Wende war der Tod Maria Theresias 1780 als Kaiser Joseph II. den Thron bestieg. Er hatte im Sinn, die Kirche zu reformieren und erlie\u00df ein Dekret nach dem Wallfahrtsorte und Kl\u00f6ster aufzuheben seien, um das \u201epfarrliche Leben in den Gemeinden zu st\u00e4rken\u201c.<br \/>\nDas hatte zur Folge, dass die Kapelle auf dem Lindenberg abgerissen und deren Steine f\u00fcr den Bau einer Kirche in Eschbach verwendet wurden \u2013 der heutigen Jakobuskirche. Die Jakobuskapelle wurde daraufhin zum Schulhaus umfunktioniert und nach dem Bau eines neuen Schulgeb\u00e4udes in ein Wohnhaus umgebaut. Interessant sei, dass die Archive Eschbachs wesentlich vollst\u00e4ndiger seien, als die Stegens, so Ortsvorsteher Bernhard Schuler. Eschbach stand zwar nie im Mittelpunkt des Geschehens, aber Auswirkungen waren durchaus zu sp\u00fcren. So k\u00f6nne in Dokumenten nachgelesen werden, dass w\u00e4hrend des deutsch-franz\u00f6sischen Erbfolgekrieges St. Peter besetzt gewesen sei und franz\u00f6sische Soldaten \u00fcber die Eschbacher H\u00f6henr\u00fccken gezogen w\u00e4ren und dass ein Bewohner des Schwabenhofes w\u00e4hrend der 48er-Revolution in Rastatt gefallen sei. W\u00e4hrend der beiden Weltkriege seien viele Gefallene zu beklagen gewesen, aber keine Zerst\u00f6rungen. Was allerdings das Dritte Reich angehe, so existierten \u00fcberhaupt keine Unterlagen mehr. S\u00e4mtliche Gemeinderatsprotokolle fehlten, w\u00e4hrend die aus fr\u00fcheren Jahren noch vorhanden seien.<\/p>\n<p><strong>Gemeindereform 1975<\/strong><br \/>\n1975 wurde Eschbach Ortsteil der Gemeinde Eschbach. Erregte die Gemeindereform damals die Gem\u00fcter, hat man sich heute damit arrangiert. Eschbach verf\u00fcgt \u00fcber alle Infrastruktureinrichtungen einer selbst\u00e4ndigen Gemeinde: es gibt einen kommunalen Kindergarten mit Kleinkindbetreuung, eine Grundschule mit Kernzeitbetreuung, eine Mehrzweckhalle, die ein aktives Vereinsleben f\u00f6rdert, eine Feuerwehrabteilung, eine Ortsverwaltung, Kirche und Friedhof.<br \/>\n\u201eWir haben uns durch die Eingemeindung sicher nicht schlechter gestellt\u201c, so Ortsvorsteher Schuler. Eschbach ist heute immer noch eher l\u00e4ndlich strukturiert, aber dennoch von der Moderne gepr\u00e4gt. Eschbachs Attraktivit\u00e4t liegt sicherlich in der reizvollen Landschaft begr\u00fcndet, aber auch an der guten Verkehrsanbindung, sowohl was den \u00f6ffentlichen Nahverkehr als auch die Radwegverbindung angeht.<br \/>\nIn den letzten Jahren kamen neue Baugebiete und mit ihnen auch viele Neub\u00fcrger hinzu. F\u00fcr den Erhalt der Infrastruktur sei dies wichtig, betont Schuler. Aber Eschbach sei kein Vorort von Freiburg und verf\u00fcge \u00fcber ein reges Vereinsleben, in dem auch viele Neub\u00fcrger aktiv seien.<br \/>\nDagmar Engesser, 31.8.2012, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>: Das Jubil\u00e4umsjahr \u201e900 Jahre Eschbach\u201c n\u00e4hert sich seinem H\u00f6hepunkt, dem Festwochenende vom 7. \u2013 9. Sept 2012. 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