{"id":98404,"date":"2022-02-06T19:17:44","date_gmt":"2022-02-06T18:17:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=98404"},"modified":"2026-05-29T09:35:10","modified_gmt":"2026-05-29T07:35:10","slug":"afrika-helfersyndom","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-helfersyndom\/","title":{"rendered":"Afrika-Helfersyndom"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0\u00a0&gt;<a title=\"Afrika\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/\">Afrika<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Afrika-Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-migration\/\">Afrika-Migration<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/\">Entwicklungshilfe<\/a> &gt;Afrika-Helfersyndrom<\/p>\n<div id=\"attachment_63482\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/natursteinmauer1fr-pan161201.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-63482\" class=\"size-full wp-image-63482\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/natursteinmauer1fr-pan161201.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/natursteinmauer1fr-pan161201.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/natursteinmauer1fr-pan161201-180x80.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-63482\" class=\"wp-caption-text\">15 Afrikaner aus Gambia und Nigeria bauen in Freiburg eine Trockenmauer in FR-Lehener Strasse mit Jochen Schmidt 1.12.2016<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken<\/span>\u00a0oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/opferoekonomie\/\">Opfer\u00f6konomie: Der antisoziale Sozialstaat<\/a>\u00a0(25.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zusammenarbeit\/\">Ahmet Refii Dener zu Afrika: Deutschland zahlt, China investiert<\/a> (24.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/humanitaere-hilfe-usaid-unrwa\/\">Humanit\u00e4re Hilfe USAid UNRWA<\/a>\u00a0(1.7.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/auslandshilfe\/\">Eine afrikanische Stimme zum R\u00fcckzug von USAID<\/a> (25.3.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/entwicklungshilfe\/\">SPD-Ministerin Schulze: Kritik an Entwicklungshilfe \u201erechtsradikal\u201c und voller \u201eL\u00fcgen\u201c<\/a> (12.4.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zusammenarbeit\/\">\u201e20.000 wilde Elefanten f\u00fcr Deutschland\u201c \u2013 Botswana w\u00fctend auf Umweltministerin Lemke<\/a> (2.4.2024)<\/li>\n<li>Volker Seitz: Fernstenliebe ist leichter als N\u00e4chstenliebe (3.2.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zusammenarbeit\/\">Afrika-Zusammenarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/sozialstaat\/opferoekonomie\/\">Opfer\u00f6konomie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Volker Seitz: Fernstenliebe ist leichter als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/christliche-naechstenliebe\/\">N\u00e4chstenliebe<\/a><\/strong><br \/>\nDer australische Moralphilosoph Peter Singer, Professor in Princeton, wurde anl\u00e4sslich der Ver\u00f6ffentlichung seines Buches \u201eEffektiver Altruismus\u201c Suhrkamp, 2021 von der S\u00fcddeutschen Zeitung interviewt. Das von dem Journalisten Niklas Elsenbruch gef\u00fchrte Gespr\u00e4ch (SZ vom 16. Dezember 2021, Seite 12) ist spannend zu lesen. Auch wenn ich Singer entschieden widersprechen m\u00f6chte.\u00a0Seine Kernaussagen:\u00a0\u201eIch w\u00fcrde niemanden verurteilen, der einem Hungernden vor der eigenen Haust\u00fcr hilft, das ist eine menschliche Reaktion, die wir normalerweise r\u00fchmen. Aber besser w\u00e4re es, den anderen zu helfen.\u201c Und: \u201eTrotzdem gehen allein in den USA noch 90 Prozent aller Spenden an Organisationen, die nur im Inland arbeiten. Das hat mit Effektivit\u00e4t wenig zu tun. Hier m\u00f6chte ich eine Ver\u00e4nderung sehen.\u201c<\/p>\n<p>Meine Sicht ist, nach jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem Thema \u2013 besonders in Afrika und Armenien \u2013, genau entgegengesetzt. Dieses Bestreben, sich um alles in der Welt zu k\u00fcmmern, gern aber den engsten Bereich zu vernachl\u00e4ssigen, erschlie\u00dft sich mir nicht. Mildt\u00e4tigkeit beginnt zuhause. Als ich in Afrika t\u00e4tig war, galt das nat\u00fcrlich auch f\u00fcr mir bekannt gewordene Bed\u00fcrftige. Alle meine Bekannten haben ebenso gehandelt.<\/p>\n<p>Der \u201eHungernde vor meiner Haust\u00fcr\u201c (in Deutschland oder anderswo) ist mir wichtiger als weit entfernte N\u00f6te. Je weiter weg ein Problem, desto interessanter ist es f\u00fcr unsere Helfer. Au\u00dferdem ist es nat\u00fcrlich einfacher, etwas f\u00fcr \u201edie Armen\u201c zu tun (als abstrakter Begriff) als f\u00fcr \u201eden Armen\u201c.<\/p>\n<p>Wenn Hilfe mehr schadet als nutzt<br \/>\nVielleicht sollte die S\u00fcddeutsche dem altruistischen Professor eine \u00dcbersetzung des in derselben Zeitung erschienenen Essays der ausgewiesenen Afrika-Kennerin Judith Raupp \u201eWenn Hilfe mehr schadet als nutzt\u201c zukommen lassen (SZ 8.\/9. Januar 2022, Seite 22). Frau Raupp ist seit \u00fcber zehn Jahren in Goma im Osten der DR Kongo t\u00e4tig und bildet dort Journalisten aus. Die freie Journalistin Raupp beschreibt sehr anschaulich \u201ewie wenig bei jenen ankommt, deren Lebensbedingungen dadurch [Entwicklungshilfe] besser werden sollen. Und, dass gut gemeinte Hilfe manchmal sogar Schaden anrichten kann.\u201c Und: \u201eNach Jahrzehnten humanit\u00e4rer und entwicklungspolitischer T\u00e4tigkeit ist das Verh\u00e4ltnis zwischen einem Teil der Bev\u00f6lkerung und ausl\u00e4ndischen NGOs zerr\u00fcttet. Die Helfer kommen und gehen, doch Armut und Gewalt bleibt.\u201c<\/p>\n<p>Seit ich mich mit Entwicklungshilfe, besonders in Afrika, besch\u00e4ftige, gibt es \u2013 entgegen der Behauptungen der Profiteure aus dem \u201ehumanit\u00e4r-industriellen Komplex\u201c \u2013 nur eine unwillige Wirkungsmessung der \u00f6ffentlichen Gelder. Mit der Wahrheit ist es auch bei der Reform der Entwicklungshilfe so eine Sache. Die immer wieder suggerierte Wirkungsbeobachtung durch Monitoring und Evaluation hat sich eben nicht in der Breite etabliert. Aber erfolgreich ist jede Hilfe nur, wenn sie Eigendynamik und Gestaltungswillen ausl\u00f6st. Um dies zu \u00fcberpr\u00fcfen, brauchen wir eine unabh\u00e4ngige Wirksamkeitskontrolle nach Art des Rechnungshofes. Es geht nicht darum, wie viel Geld man in der Entwicklungshilfe ausgibt, sondern darum, wo und bei wem es landet, ob es eine bessere Politik bewirkt.<\/p>\n<p>Riesige Probleme sehe ich in den intransparenten Strukturen der \u201eHelferindustrie\u201c, die Marketing betreibt und selbst davon profitiert. Sie haben den Drang, unbedingt helfen zu wollen. Aber ein \u00dcberma\u00df an Hilfe l\u00e4hmt die Betroffenen, statt ihnen zu helfen. Der stetige Zuwachs an Mitteln ist zu einem Zwangskorsett geworden. Ich kenne sehr wenige afrikanische Regierungen, die f\u00fcr ihre Probleme eigene L\u00f6sungen erarbeiteten. Warum auch? Die Geber stehen doch Schlange, um helfen zu d\u00fcrfen. Ich pl\u00e4diere daf\u00fcr, nur noch dort zu helfen, wo Eigenleistungen kontrolliert eingebracht werden und wo die Initiative \u2013 anders als oft heute \u2013 von den Regierenden ausgeht. Was v\u00f6llig anderes sind nat\u00fcrlich kleine, private Initiativen.<\/p>\n<p>Einzig die Katastrophenhilfe, aber auch da nur bedingt, hat den Betroffenen etwas gebracht. Wir sind gut beraten, Katastrophenhilfe von Entwicklungshilfe zu unterscheiden, was nat\u00fcrlich impliziert, dass man dem armen Schlucker, der gerade ohne eigene Schuld sein Haus verloren hat, unmittelbar hilft \u2013 ob an der Ahr oder am Limpopo. Aber das ist ja genau nicht die Entwicklungshilfe.<\/p>\n<p>Kritiker aus Afrika haben keine Chance<br \/>\nDas Afrika-Bild wird von den sich selbst erhaltenden Hilfswerken und Helfern, die die Hilfe als Lebensjob betreiben, gepr\u00e4gt. Afrikanische Kritiker (nur eine kleine Auswahl) wie Axelle Kabou (Kamerun), Moeletsi Mbeki (S\u00fcdafrika), die \u00d6konomen George Ayittey (Ghana) und Themba Sono (S\u00fcdafrika), die Filmregisseure Jean-Marie T\u00e9no (Kamerun) und Aristide Tarnagda (Burkina Faso) sowie die Literaten Meja Mwangi (Kenia), Teju Cole, Wole Soyinka (beide Nigeria) und Jos\u00e9 Eduardo Agualusa (Angola) stehen mit ihren Einw\u00e4nden gegen die sogenannte Hilfe auf verlorenem Posten. Zu viele verdienen gut daran und niemand wird f\u00fcr das Versagen verantwortlich gemacht. Wir sollten endlich auf die Afrikaner h\u00f6ren, die die Entwicklung ihrer L\u00e4nder vorantreiben wollen und die uns sagen: \u201eEntwicklungshilfe ist in vielen L\u00e4ndern nicht die L\u00f6sung, sondern das Problem.\u201c<\/p>\n<p>Das Samariterverhalten des Nordens schw\u00e4cht oder zerst\u00f6rt die Anreize der Empf\u00e4nger zu eigenen Anstrengungen. Mit unserem Dauermitleid verst\u00e4rken wir nur eine Sozialhilfementalit\u00e4t. Theorien wie die der Benachteiligung Afrikas wegen der Tropenlage sind wenig stichhaltig, andere Kontinente mit \u00e4hnlichen Problemen haben den Sprung geschafft.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen weg von dem westlichen Helfersyndrom, hin zur Besinnung z.B. auf Afrikas eigene St\u00e4rken. St\u00e4ndig wachsende Geldstr\u00f6me von au\u00dfen l\u00f6sen die Armutsprobleme nicht, im Gegenteil. Die Umverteilung von Nord nach S\u00fcd zerst\u00f6rt Anreize, versch\u00fcttet oft lokale Potenziale und verf\u00fchrt gute Leute dazu, ihr Gl\u00fcck in der Entwicklungshilfe statt im Unternehmertum zu suchen. Wir m\u00fcssen uns Afrika ungezwungener n\u00e4hern, den Afrikanern zutrauen, dass sie ihre Schwierigkeiten selbst l\u00f6sen k\u00f6nnen. Fragen sollten wir uns, in Deutschland, in Europa, warum wir alle so scharf darauf sind, dass Subsahara weiter am Entwicklungstropf h\u00e4ngt. Viele Afrikaner sehen mittlerweile das westliche Gutmenschentum als militanten Egoismus. Wir sollten uns nicht berufen f\u00fchlen, das Leid \u00fcberall in der Welt zu lindern. Es \u00fcberfordert uns.<\/p>\n<p>Ich erwarte auch von keinem Afrikaner, sich mit meinen m\u00f6glichen Problemen zu besch\u00e4ftigen (auf die Idee kommt er aber auch gar nicht erst). Ich habe immer versucht, eher in meinem kleinen Bereich etwas Gutes zu tun. Dieses Bestreben des Moralphilosophen Peter Singer, sich um alles in der Welt zu k\u00fcmmern, gern aber den engsten Bereich zu vernachl\u00e4ssigen, ist mir v\u00f6llig fremd. Je \u00e4lter ich geworden bin, um so fassungsloser stehe ich vor der stets ge\u00e4u\u00dferten (und wohl von vielen auch geglaubten) Behauptung, man k\u00f6nne von au\u00dfen in anderen L\u00e4ndern Erhebliches bewegen, auch wenn die st\u00e4rksten politischen und wirtschaftlichen Kr\u00e4fte (und auch die Mentalit\u00e4ten) in den betreffenden L\u00e4ndern in ganz andere Richtungen gehen. Ich will ja nicht abstreiten, dass manche Projekte Menschen geholfen haben, aber es wird nie gegengerechnet, wie nachhaltig diese Erfolge sind und was das verehrte Gastland alles tut, um diese Nachhaltigkeit im Keim zu ersticken. Nach \u00fcber sechzig Jahren Unabh\u00e4ngigkeit in Afrika und jetzt zwei Generationen von Afrikanern, die dem kolonialen Joch entronnen sind und die segensreichen Auswirkungen der Selbstregierung genie\u00dfen d\u00fcrfen, halte ich es f\u00fcr unglaublich d\u00e4mlich, verlogen oder f\u00fcr letztlich rassistisch, zu meinen, das Resultat dieser sechzig Jahre entspr\u00e4che nicht dem, woran \u201edie Afrikaner\u201c selbst tatkr\u00e4ftig gearbeitet h\u00e4tten. Rassistisch, weil man ihnen quasi genetisch Dummheit oder zumindest Unm\u00fcndigkeit unterstellt.<\/p>\n<p>Paul Kagame, dessen Land Ruanda als Modellstaat f\u00fcr Afrika gesehen wird, spricht es deutlich aus: <em><strong>\u201eAfrika braucht keine Babysitter. Je weniger sich die Welt um Afrika k\u00fcmmert, umso besser geht es Afrika.\u201c<br \/>\n<\/strong><\/em><br \/>\n&#8230; Alles vom 3.2.2022 von Volker Seitze bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/fernstenliebe_ist_leichter_als_naechstenliebe\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/fernstenliebe_ist_leichter_als_naechstenliebe<\/a><\/p>\n<p><em>Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen f\u00fcr das deutsche Ausw\u00e4rtige Amt t\u00e4tig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und \u00c4quatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er geh\u00f6rt zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Bestsellers \u201eAfrika wird armregiert\u201c. Die aktualisierte und erweiterte 11. Auflage erschien am 18. M\u00e4rz 2021. Volker Seitz publiziert regelm\u00e4\u00dfig zu afrikanischen Themen und h\u00e4lt Vortr\u00e4ge (z.B. \u201eWas sagen eigentlich die Afrikaner\u201c, ein Afrika-ABC in Zitaten).<\/em><\/p>\n<p>Einige Kommentare:<br \/>\n<strong>&#8230; das Unm\u00fcndigmachen<\/strong><br \/>\nD\u2019accord. Paternalismus dient immer vor allem dem Paternalisten. Ich empfehle da dringend Thomas Sowell, der das Unm\u00fcndigmachen der Schwarzen in den USA durch die Scheinhilfe staatlicher Sozialpolitik sehr klug aufdr\u00f6selt &#8211; oder Shelby Steeles \u201cWhite Guilt &#8211; How Black and Whites Together destroyed the Promises of the Civil Rights Era\u201d. Singer ist nicht ganz bei Trost. Ein b\u00f6sartiger Scharlatan. Andere Menschen k\u00fcnstlich in Abh\u00e4ngigkeit zu bringen, um sich selbst moralisch aufzuwerten, d\u00fcrfte eben das sein, womit Gesinnungsathleten sich ihren Platz im dritten Kreis der H\u00f6lle sichern. Verlogener geht es kaum.<br \/>\n3.2.2022 C.E.<\/p>\n<p><strong>\u201eAfrika braucht keine Babysitter.<\/strong><br \/>\nJe weniger sich die Welt um Afrika k\u00fcmmert, umso besser geht es Afrika.\u201c Sehe das auch so. Man hat Afrika zum ewigen Versorgungsfall erkl\u00e4rt. Es garantiert ein tolles Gef\u00fchl, seine abgetragene Kleidung f\u00fcr die \u201carmen Negerlein\u201d in Afrika zu spenden. Dabei zerst\u00f6rt das Zeug ganze Wirtschaftszweige. Da m\u00fcssen afrikanische Schneider, F\u00e4rber und Weber mit Tonnen von westlichem Gratis-Kleiderm\u00fcll konkurrieren. Wie soll da eine solide, eigenst\u00e4ndige Wirtschaft entstehen? Das ist in fast allen Bereichen \u00e4hnlich. Wie soll so afrikanisches Selbstbewusstsein entstehen? Bill Gates sagte einmal, man m\u00fcsse die Afrikaner impfen, um das Problem der \u00dcberbev\u00f6lkerung zu l\u00f6sen. Nein, er will nicht mit Impfungen t\u00f6ten, er will die Lebenserwartung von Kindern durch seine Impfungen erh\u00f6hen und hofft, dass die Afrikaner dann weniger Kinder in die Welt setzen werden. Eine naive Hoffnung, denn in Afrika gelten viele Kinder als Reichtum und als Lebensversicherung im Alter. Der Westen versorgt sie ja, so die fatale Annahme. Wenn die vielen Kinder nicht versorgt werden, ist halt \u201cder Westen\u201d schuld. Diese Annahme f\u00f6rdert die \u00dcberbev\u00f6lkerung noch! Afrika muss Eigenverantwortung \u00fcbernehmen! Afrika hat auch fruchtbare Regionen und begehrte Bodensch\u00e4tze. Die m\u00fcssen l\u00e4nder\u00fcbergreifend ihre Kapazit\u00e4ten selbst nutzen, die eigene Korruption bek\u00e4mpfen und ihre afrikanischen Angelegenheiten afrikanisch regeln. \u201cLiebe deinen N\u00e4chsten, wie dich selbst.\u201d N\u00e4chstenliebe setzt Eigenliebe voraus, erst dann kann man den N\u00e4chsten wirklich lieben und dann den Fernsten. Die christliche N\u00e4chstenliebe ist aus der Tora abgeleitet, wo sie sogar auf das eigene Volk reduziert ist: \u201eAn den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht r\u00e4chen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst. Ich bin JHWH.\u201c (Lev 19,18) W\u00fcrde das Prinzip so weltweit beherzigt, h\u00e4tten wir weniger Probleme.<br \/>\n3.2.2022, Th.Sch.<\/p>\n<p><strong>\u201cGesch\u00e4ft\u201d moraltriefender Aktivisten<\/strong><br \/>\nDieser Beitrag lenkt erneut den Blick darauf, dass die Entwicklungshilfe ein l\u00e4stiges Thema ist und deshalb zum \u201cGesch\u00e4ft\u201d moraltriefender Aktivisten werden konnte. Die \u00f6ffentliche Argumentation erfolgt moralbetont, die \u201cMenschlichkeit\u201d gebiete Hilfe, \u201cgerade wir Deutsche\u201d h\u00e4tten die Verpflichtung, Bu\u00dfe zu tun f\u00fcr die Verbrechen des Kolonialismus. Wenig differenzierte Ladenh\u00fcter, die deutlich machen, wie gering die Bereitschaft ist, aus Fehlern zu lernen oder einen kritischen Diskurs zuzulassen!<br \/>\nDass im Rahmen einer intransparenten globalistischen Kungelei der M\u00f6chtegern-Weltordner vom Schlage eines Gy\u00f6rgy Soros und seinen \u00fcberall auf der Welt agierenden NGOs Afrika geopolitischen und wirtschaftspolitischen Interessen geopfert wird, ist ein schlimmer aber berechtigter Verdacht! Die u.U. jahrzehntelang aktiven \u201cUN-Missionen\u201d zeigen das deutlich! Ein Doppelblindversuch steht naturgem\u00e4\u00df nicht zur Verf\u00fcgung, um diesen Verdacht zu erh\u00e4rten. Ob \u201cEntwicklungshilfe\u201d tats\u00e4chlich hilft, muss angezweifelt werden. Ich bin ersch\u00fcttert, dass heutige \u201cEntwicklungszusammenarbeit\u201d abertausende Ranger, Wildtiersch\u00fctzer, Abenteurer deutscher Zunge ern\u00e4hrt, deren \u201cEndpunkte\u201d nicht ausformuliert sind. Es ist auch nicht auszuschlie\u00dfen, dass nation building durch UN-Truppen neue Probleme, Feindseligkeiten und Stammesfehden hervorruft. Diese Art der \u201cEntwicklungshilfe\u201d erschwert ganz sicher eigene Entwicklungen der autochtonen Bev\u00f6lkerung oder macht sie g\u00e4nzlich unm\u00f6glich. Dass das ewig so bleiben wird, daf\u00fcr sorgen Berufsaltruisten wie die \u201c\u00c4rzte ohne Grenzen\u201d oder Fair-Trade-Konzerne und uferlos proliferierende NGOs. An Dr. Albert Schweizer, der heute gern als rassistischer Sonderling und verkappter Kolonialist \u201cangeschw\u00e4rzt\u201d wird, will sich niemand orientieren. Ich w\u00fcrde mich nicht wundern, sollten die Impftruppen des heiligen Bill Gates auch auf dem afrikanischen Kontinent ganz altruistisch unterwegs sein. Das Framing lautet \u201cFair Trade\u201d &#8211; von dieser Marke leben Weltkonzerne!<br \/>\n3.2.2022, A.R.<\/p>\n<p><strong>China &#8211; Leistung<\/strong><br \/>\nMan m\u00fcsste sich ja zur Abwechslung mal Gedanken machen, so wie die erzkommunistischen Kapitalisten aus China, wie man die Wirtschaft und die Menschen in Afrika voranbringt, in dem man sie dort unterst\u00fctzt, wo sie beginnen etwas leisten zu wollen und Freude an der Autonomie empfinden.<br \/>\nUnd nicht nur Geld zu verteilen, das man nie verdient hat, so wie die Entwicklungshelfer und Menschheitserl\u00f6ser aus Doitschland, die als Prediger des Guten, Wahren, Sch\u00f6nen durch die Lande ziehen. Gerd M\u00fcller war in diesem Zusammenhang ein besonders freigiebiger CSU-Politiker. Man suche nach \u201cgerd m\u00fcller youtube rede englisch\u201d.<br \/>\n3.2.2022, f.H.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0\u00a0&gt;Afrika\u00a0&gt;Afrika-Migration &gt;Entwicklungshilfe &gt;Afrika-Helfersyndrom &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0anklicken\u00a0oder runterscrollen Opfer\u00f6konomie: Der antisoziale Sozialstaat\u00a0(25.5.2026) Ahmet Refii Dener zu Afrika: Deutschland zahlt, China investiert (24.4.2026) Humanit\u00e4re Hilfe USAid UNRWA\u00a0(1.7.2025) Eine afrikanische Stimme zum R\u00fcckzug von USAID (25.3.2025) SPD-Ministerin Schulze: Kritik an Entwicklungshilfe &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-helfersyndom\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":29664,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-98404","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98404"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149743,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98404\/revisions\/149743"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/29664"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}