{"id":94480,"date":"2021-09-05T21:24:09","date_gmt":"2021-09-05T19:24:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=94480"},"modified":"2023-02-08T18:21:57","modified_gmt":"2023-02-08T17:21:57","slug":"china-geteilt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/china-geteilt\/","title":{"rendered":"China-geteilt"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/\">China<\/a> &gt;China-geteilt<\/p>\n<div id=\"attachment_94495\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-94495\" class=\"size-full wp-image-94495\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan.jpg 600w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan-180x104.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-94495\" class=\"wp-caption-text\">D, USA, China und Indien im Gr\u00f6\u00dfenvergleich<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Geht das chinesische Wirtschaftswunder zu Ende? Xis Entscheidungen (3.2.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/seidenstrasse\/\">Krieg in der Ukraine: Das Ende der Neuen Seidenstra\u00dfe?<\/a>\u00a0(3.3.2022)<\/li>\n<li>Eine seltsame Gro\u00dfmacht: Chinas nationale Strategie (5.9.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/identitaet\/\">Absurde Gedankenwelt der neuen Identit\u00e4tspolitik am Beispiel Tibet<\/a> (4.8.2021)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ostasien\/\">Ostasien<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>China ist ein fl\u00e4chenm\u00e4\u00dfig geteiltes Land<\/strong><br \/>\nDie 380-mm-Isohyete trennt China in zwei H\u00e4lften: 94% der Chinesen leben \u00f6stlich dieser Linie im Han-China (dem &#8218;eigentlichen China&#8216;) und 6 % im Westen in den sog &#8218;Pufferstaaten&#8216; (zumeist Tibeter, Uiguren, Innere Mongolen, Mandschurei, usw).<br \/>\nDamit leben ca 1,3 Milliarden Menschen auf der einen und nur ca 83 Mio Menschen auf der anderen H\u00e4lfte von Chinas Fl\u00e4che.<br \/>\nFast alle in China angebauten Lebensmittel werden im fruchtbaren \u00f6stlichen Teil produziert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/china380mm-isohyete.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-94496\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/china380mm-isohyete-180x152.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"152\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/china380mm-isohyete-180x152.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/china380mm-isohyete.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><br \/>\n380 mm-Isohyete als gestrichelte Trennlinie &#8211; Bild: Wikipedia<br \/>\n.<br \/>\nDie 380 mm-Isohyete als agronomische Trockengrenze markiert die agrargeographische Anbaugrenze von China, ab der nach Westen hin allenfalls Trockenfeldbau bzw. Weidewirtschaft m\u00f6glich ist. Allein \u00f6stlich dieser Linie, also im alten Han-China, lassen fruchtbarer Boden und Regen eine ergiebige Landwirtschaft zu.<br \/>\nDie 380 mm-Isohyete bildet die \u201egeo-demographische Demarkationslinie\u201c Chinas, da sie das Land in die zwei gegens\u00e4tzliche H\u00e4lften teilt:<br \/>\nDer Westen mit 56 % der Fl\u00e4che, aber nur 6 % der Bev\u00f6lkerung und<br \/>\nder Osten mit 44 % der Fl\u00e4che und 94 % der Bev\u00f6lkerung.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Gr\u00f6\u00dfenvergleich D &#8211; CN: Wie winzig klein Deutschland ist<\/strong><br \/>\nFl\u00e4che: China ist ca 26,7 mal so gro\u00df &#8211; 9562910 zu 357580 km2.<br \/>\nBev\u00f6lkerung: in China leben ca 16 mal so viele Menschen wie in Deutschland: 1,3 Milliarden zu 83 Millionen.<br \/>\nD hat mit 83 Mio die gleiche Einwohnerzahl<br \/>\nAllein die sog &#8218;Pufferstaaten&#8216; westlich der 380 mm Isohyete haben mit 83 Mio die gleiche Einwohnerzahl wie D.<\/p>\n<p>=====================================================<\/p>\n<p><strong>Geht das chinesische Wirtschaftswunder zu Ende? Xis Entscheidungen<\/strong><br \/>\nErich Weede<br \/>\nDie \u00f6ffentliche Abf\u00fchrung des ehemaligen chinesischen Staatspr\u00e4sidenten Hu Jintao aus dem Nationalen Volkskongre\u00df im Oktober 2022 zeigt \u00fcberdeutlich: Der jetzige Machthaber Xi Jinping f\u00fchrt das Land weiter Richtung Autokratie. Hu regierte bis 2013 und stand f\u00fcr einen weicheren Kurs.<\/p>\n<p>Bereits im Herbst zuvor hatte sich Xi seine Best\u00e4tigung als Parteichef der Kommunisten und damit als starker Mann Chinas f\u00fcr mindestens f\u00fcnf weitere Jahre gesichert. Peking ist offenbar nicht gewillt, sich an westlichen Idealen zu orientieren. Lange hegten viele Beobachter die Hoffnung, da\u00df ein wohlhabenderes China sich auch demokratischer zeigen w\u00fcrde. Jetzt nicht mehr. Was bedeutet die Verfestigung der Autokratie f\u00fcr die riesige Volkswirtschaft? Weder Autokratien noch Demokratien scheinen einen bedeutsamen Wachstumsvorteil zu genie\u00dfen. Ist es deshalb f\u00fcr die Wachstumsaussichten im Reich der Mitte egal, da\u00df Xi Jinping seine Machtposition und damit die Autokratie in China befestigen konnte? Nein!<\/p>\n<p>Demokratien neigen zu m\u00e4\u00dfigen, in l\u00e4ngeren Zeitr\u00e4umen fast immer positiven Wachstumsraten \u2013 zu solider Mittelm\u00e4\u00dfigkeit, k\u00f6nnte man auch sagen. Bei Autokratien dagegen kann alles passieren. Es gibt Beispiele f\u00fcr Wirtschaftswunder, aber es gibt auch viele massive Einbr\u00fcche der \u00d6konomie mit zweistelligen negativen Wachstumsraten. In der Autokratie kommt es darauf an, ob der Machthaber Fehler macht oder sie vermeidet. Autokratien neigen dazu, extreme Wirtschaftsleistungen in beide Richtungen zu erzeugen, also Katastrophen oder Wunder. Die Wirtschaftsgeschichte seit Gr\u00fcndung der Volksrepublik ist das beste Beispiel.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchen 1960er Jahre, nach dem \u201eGro\u00dfen Sprung nach vorn\u201c, waren ein absoluter Tiefpunkt mit einem massiven Wirtschaftseinbruch und dem Hungertod von vielleicht mehr als 40 Millionen Menschen. Seit Deng Xiaopings (1904\u20131997) Reformen ab Ende der Siebziger Jahre bis heute dagegen hat China ein gro\u00dfartiges Wirtschaftswunder hingelegt und seine \u00f6konomische Kraft um den Faktor 30 und den Lebensstandard der Bev\u00f6lkerung um den Faktor 20 gesteigert.<\/p>\n<p>Ob es weiter bergauf geht und mit welchem Tempo \u2013 das h\u00e4ngt vor allem von Xi ab. Seit dem britischen \u00d6konomen Adam Smith (1723\u20131790) und damit seit mehr als 200 Jahren wissen wir, da\u00df die M\u00f6glichkeit, Eigentum zu erwerben, ein m\u00e4chtiger und unverzichtbarer Arbeitsanreiz ist. Andernfalls sind Menschen der Versuchung ausgesetzt, m\u00f6glichst viel zu konsumieren, sich aber bei der Produktion zur\u00fcckzuhalten. So funktionieren Volkswirtschaften nicht.<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische \u00d6konom Ludwig von Mises (1881\u20131973) hatte kurz nach der Russischen Revolution erkannt: Eine rationale Ressourcenverteilung braucht zus\u00e4tzlich zum Eigentum als Arbeitsanreiz unbedingt auch Privateigentum an Produktionsmitteln, an Fabriken und Unternehmen. Nur dann kann es einen Wettbewerb auf den Inputm\u00e4rkten geben, wo Rohstoffe, Zwischenprodukte und Arbeit erworben werden. Ohne Privateigentum und Wettbewerb erzeugt der Markt keine Preise, die \u00fcber Knappheiten informieren. Und deshalb findet dann keine rationale Allokation (Verteilung) der Ressourcen statt.<\/p>\n<p>Der zweite gro\u00dfe \u00d6konom der \u00d6sterreichischen Schule, Friedrich August von Hayek (1899\u20131992), legt den Wert impliziten Wissens dar, das nicht in Texten oder Formeln festgehalten wird. Bauern besa\u00dfen schon implizites Wissen, bevor sie lesen und schreiben konnten. Sie wu\u00dften, was auf welchem ihrer Felder gedeiht, wann man s\u00e4t oder erntet.<\/p>\n<p>Auch das Wissen von Handwerkern ist in Arbeitspraktiken implizit. Laut Hayek mu\u00df Wissen nicht universell gelten, sondern sein Geltungsbereich kann auf konkrete Zeiten oder R\u00e4ume begrenzt sein, wie das Wissen eines Unternehmers dar\u00fcber, welcher seiner Lieferanten von Komponenten zuverl\u00e4ssig ist. Implizites Wissen ist Erfahrung. Wissen ist nach Hayek daher auf Millionen K\u00f6pfe verstreut und nicht zentralisierbar. Es kann nur optimal genutzt werden, wenn die Menschen die Freiheit haben, eigenst\u00e4ndig zu entscheiden, und die Folgen ihrer Entscheidungen tragen m\u00fcssen, also f\u00fcr ihre Entscheidungen verantwortlich gemacht werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich Mises und Hayek mit Preisen und Wissen besch\u00e4ftigten, k\u00fcmmerte sich ihre Landsmann Joseph Schumpeter (1883\u20131950) um Unternehmer, Innovationen und Strukturwandel. Er zeigte den Unterschied zwischen Erfindungen und deren Nutzung zu wirtschaftlichen Zwecken, sprich Innovationen.<\/p>\n<p>Die Erfindung eines Ingenieurs beispielsweise l\u00e4\u00dft die Frage der profitablen Nutzung zun\u00e4chst offen. Bisher ungenutzte Profitm\u00f6glichkeiten zu erkennen und zu realisieren, ist die zentrale Funktion des Unternehmers. Der Wettbewerb zwingt ihn dabei zur Eile. Denn h\u00e4ufig kann der Unternehmer am Anfang au\u00dfergew\u00f6hnliche Gewinne einstreichen. Innovationen versch\u00e4rfen den Wettbewerb, sind aber auch ein Instrument, um zeitweilig dem Wettbewerb zu entkommen.<\/p>\n<p>Bei der f\u00fcr Entwicklung notwendigen kreativen Zerst\u00f6rung in der Marktwirtschaft m\u00fcssen immer auch Unternehmer scheitern, wobei die Besch\u00e4ftigten ihre Arbeitspl\u00e4tze verlieren k\u00f6nnen. Innovation und Wettbewerb setzen voraus, da\u00df der Staat den Unternehmern Entscheidungsspielraum und Profitchancen l\u00e4\u00dft, sie weder durch Regulierung noch durch Enteignung oder Besteuerung entmachtet, sie aber auch nicht k\u00fcnstlich am Leben h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Wenn man die Einsichten der vier genannten \u00d6konomen zusammenfassen will, dann kann man sagen, da\u00df das Respektieren der wirtschaftlichen Freiheit eine Voraussetzung f\u00fcr ein dynamisches Wirtschaftswachstum ist. Nichts hindert Xi Jinping daran, ebenfalls ein gutes \u00f6konomisches Umfeld zu schaffen.<\/p>\n<p>Xis Vorg\u00e4nger, der Gr\u00fcnder der Volksrepublik, Mao Zedong (1893\u20131976), mi\u00dfachtete die wirtschaftliche Freiheit. Die Kommunisten enteigneten seinerzeit Unternehmer und Bauern. Der Zusammenschlu\u00df mehrerer LPGs samt zigtausender Mitglieder zu Volkskommunen lie\u00df beim gro\u00dfen Sprung nach vorn (1959\u20131962) nicht mehr Bauern, sondern Partei-Kader bestimmten, was wann wo angebaut wurde. M\u00e4rkte und Knappheitspreise gab es nicht mehr. Die Arbeitsanreize waren schlecht, weil der Lebensstandard nicht mehr von der eigenen oder der Familienleistung abhing, sondern von der F\u00fchrung der Kommune und deren Erfolg, auch von den Beziehungen des Familienoberhaupts zur Leitung der Kommune.<\/p>\n<p>Zeit wurde zudem mit ideologischer Schulung vertan. Die Einsichten von Smith zum Arbeitsanreiz durch Eigentum, von Mises zur Notwendigkeit von Privatbesitz an Produktionskapital, von Hayek zu dezentralen Entscheidungen zwecks Nutzung des fragmentierten Wissens und von Schumpeter zum privaten Unternehmertum wurden nicht beachtet. Mehr als sechs Prozent der damaligen chinesischen Bev\u00f6lkerung sind durch Hunger umgekommen.<\/p>\n<p>Xi Jinping mu\u00df sich nicht an Mao orientieren. Er k\u00f6nnte sich auch Deng Xiaoping zum Vorbild nehmen, den Architekten des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas seit Ende der 1979er Jahre.<\/p>\n<p>Die Obrigkeit duldete das Entstehen des Verantwortungssystems: Bauern verteilten das Ackerland der Volkskommunen an Familien. Sie wirtschafteten selbst\u00e4ndig und konnten so ihr implizites Wissen nutzen, mu\u00dften aber vereinbarte Mengen an Feldfr\u00fcchten zu festgesetzten Preisen abliefern. \u00dcbersch\u00fcsse durften sie auf M\u00e4rkten verkaufen, was die Arbeitsanreize verbesserte. Das war der Anfang der Preisfreigabe. Die Agrarproduktion und das b\u00e4uerliche Einkommen stiegen rasch. Der n\u00e4chste Schritt war die Entstehung von Privatbetrieben auch au\u00dferhalb der Landwirtschaft. Die unternehmerische Privatwirtschaft, Wettbewerb und Knappheitspreise wurden schrittweise eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Dabei spielte der Wettbewerb der herrschenden Kader in den Gemeinden, St\u00e4dten und Provinzen eine wichtige Rolle. Diese lokalen und regionalen Parteim\u00e4nner hatten in Wirtschaftsfragen Entscheidungsspielraum und den Anreiz, diesen zu nutzen. Die Karrierechancen von Kadern besserten sich mit dem \u00f6konomischen Wachstum ihrer Region. So bekamen kommunistische Funktion\u00e4re ein Interesse daran, die privaten Eigentums- und Verf\u00fcgungsrechte von Unternehmern zu achten und freie Preise zu dulden. De jure wurde Privateigentum an Produktionskapital erst Anfang des 21. Jahrhunderts anerkannt, b\u00e4uerlicher Landbesitz ist bis heute in China unsicher.<br \/>\nIn Anbetracht der Unsicherheit von Eigentumsrechten in China, der latent immer vorhandenen Bedrohung der unternehmerischen Freiheit durch die Kommunistische Partei, kann man die unvergleichliche Wirtschaftsentwicklung und die Befreiung von ca. 800 Millionen Menschen aus bitterer Armut als ein Wunder bezeichnen.<\/p>\n<p>Dazu beigetragen haben auch die Vorteile der R\u00fcckst\u00e4ndigkeit. Chinas M\u00f6glichkeit, vom Ausland Technologien und Organisationsmodelle zu \u00fcbernehmen, von dort Ideen, unternehmerisches Talent (darunter auch erfolgreiche Auslandschinesen) und Investitionskapital anzuziehen, in reicheren L\u00e4ndern aufnahmef\u00e4hige M\u00e4rkte zu finden, beruhten auf der gr\u00f6\u00dferen wirtschaftlichen Freiheit anderswo. Die Chinesen nutzen diese Chance durch Disziplin, Flei\u00df und ihr gro\u00dfes Humankapital.<br \/>\nWer davon \u00fcberzeugt ist, da\u00df Smith, Mises, Hayek und Schumpeter wesentliche Voraussetzungen f\u00fcr Wohlstand und Wachstum identifiziert haben, mu\u00df Chinas Wachstumsaussichten skeptisch beurteilen. Nicht weil Xi Jinping ein Autokrat ist. Sondern weil seine Politik bisher eine Zentralisierung \u00f6konomischer Entscheidungen beg\u00fcnstigt.<br \/>\nErstens hat die Kommunistische Partei die Industriepolitik im Land nie aufgegeben; Eingriffe nehmen eher wieder zu.<br \/>\nZweitens hatten es Staatsbetriebe immer leichter als Privatbetriebe, an Kredite zur Finanzierung von Investitionen zu kommen. Die tendenziell gr\u00f6\u00dfere Innovativit\u00e4t und Produktivit\u00e4t privater Unternehmen nutzt das Reich der Mitte nicht voll aus.<br \/>\nDrittens will Peking k\u00fcnftig st\u00e4rker an unternehmerischen Entscheidungen beteiligt sein, wie das Wachstum der betrieblichen Parteiorganisationen zeigt. Je mehr die Parteizellen sich in die Unternehmensf\u00fchrung privater Betriebe einmischen, desto mehr wird Privatbesitz von Unternehmen zur leeren H\u00fclle.<br \/>\nBisher ist Xi Jinping kein F\u00f6rderer der unternehmerischen Freiheit gewesen. Chinas k\u00fcnftiges Wachstum k\u00f6nnte darunter leiden. Denkbar ist auch, da\u00df die hier hervorgehobenen Protagonisten wirtschaftlicher Freiheit deren instrumentellen Wert f\u00fcr das Wachstum \u00fcbersch\u00e4tzten, und da\u00df wir von Xi Jinping und China lernen m\u00fcssen, da\u00df der Preis von Freiheitsdefiziten gering ist. Ich glaube das allerdings nicht.<\/p>\n<p><em>Prof. Dr. Erich Weede, Jahrgang 1942, ist Sozial- und Politikwissenschaftler und hat in Mannheim, K\u00f6ln und Bonn sowie in den USA gelehrt.<\/em><br \/>\n&#8230; Alles vom 3.2.2023 von Erich Weede bitte lesen in JF 6\/23, Seite 22<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Eine seltsame Gro\u00dfmacht: Chinas nationale Strategie<\/strong><br \/>\nDie ganze Welt schaut auf China als den aufstrebenden Konkurrenten der Vereinigten Staaten. Tats\u00e4chlich ist die Dynamik der chinesischen Wirtschaft enorm. Dabei werden jedoch die spezifischen Probleme des Landes meist \u00fcbersehen. Man muss sie aber kennen, um Pekings Strategie zu verstehen.<\/p>\n<p>China ist der Inbegriff von Dynamik. Bis ins 20. Jahrhundert standen die Regionen Tibet, Xinjiang, die Mandschurei und die Innere Mongolei nicht unter der politischen Kontrolle der chinesischen Regierung. Sie wurden oder werden stark von der Macht anderer beeinflusst \u2013 Tibet von Indien, Xinjiang von der T\u00fcrkei, die Innere Mongolei von Russland und die Mandschurei sowohl von Russland als auch von Japan.<br \/>\nDiese vier Pufferregionen bedeuten f\u00fcr China Sicherheit, aber auch Verwundbarkeit, da sie sich der chinesischen Herrschaft zu verschiedenen Zeiten widersetzt haben. Han-China, also jenes Gebiet, das wir f\u00fcr das \u201ewahre\u201c China halten<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/china-westen-geschichte-supermacht\">https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/china-westen-geschichte-supermacht<\/a><br \/>\nund das sich haupts\u00e4chlich entlang der K\u00fcste befindet, ist von diesen Regionen und potenziellen Feinden umgeben und war historisch gesehen f\u00fcr dynastische und B\u00fcrgerkriege pr\u00e4destiniert. In der Zwischenzeit sind ausl\u00e4ndische M\u00e4chte \u00fcber den Pazifik in Han-China eingedrungen, entweder durch formelle Kolonien (Gro\u00dfbritannien, Portugal und Japan) oder durch informellen wirtschaftlichen Druck (die Vereinigten Staaten).<\/p>\n<p>Der interne Druck innerhalb Han-Chinas,<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/supermacht-china-unangenehme-wahrheiten\/plus\">https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/supermacht-china-unangenehme-wahrheiten\/plus<\/a><br \/>\nder Druck von Chinas Nachbarn und der Druck vom Meer aus<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/chinesische-marine-die-seemacht-des-21jahrhunderts\/plus\">https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/chinesische-marine-die-seemacht-des-21jahrhunderts\/plus<\/a><br \/>\nhaben China seit jeher in einem Zustand gehalten, in dem die Gefahr einer Zersplitterung bestand. Den Kommunisten, die das moderne China geschaffen haben, war das v\u00f6llig bewusst. Mit dem Marxismus als politischem Werkzeug war das wichtigste Ergebnis des Sieges der Kommunistischen Partei Chinas im Jahr 1947 die gewaltsame Vereinigung des Landes. Ein Mittel, um dies zu erreichen, war die Durchsetzung von Pekings Willen in den Pufferzonen; ein anderes die Isolierung des Landes von einem Gro\u00dfteil des globalen Handelssystems, wodurch die Macht ausl\u00e4ndischer Nationen entlang der K\u00fcste ausgeschaltet wurde. Das Ergebnis war nat\u00fcrlich Armut in weiten Teilen des Landes.<\/p>\n<p>Dengs Strategie<br \/>\nUnd obwohl Mao China auf Kosten des chinesischen Wohlstands geeint hatte, versuchte Deng Xiaoping, die Isolation zu mildern, um Chinas Armut zu verringern und Unruhen zu verhindern. Seine Strategie war eine wirtschaftliche. Chinas Vorteil bestand in einer disziplinierten Arbeiterschaft, deren Lohnniveau extrem niedrig war. Wie die Vereinigten Staaten in den 1880er Jahren und Japan in den 1950er Jahren wollte Deng, dass China seinen Kostenvorteil und seine Disziplin nutzt, um durch den Export von Waren mit dem Ausland zu konkurrieren. Er glaubte, dass ein Engagement im Ausland dank der St\u00e4rke der Kommunistischen Partei Chinas dieses Mal nicht zu einer Zersplitterung f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Und er hatte Recht. China hat seine Puffer bewahrt, die internen Spannungen in Han-China minimiert und seinen Wohlstand massiv vergr\u00f6\u00dfert. Das strategische Problem, vor dem China nun steht, ist die Frage, ob das Wirtschaftswachstum, das f\u00fcr die innere Stabilit\u00e4t entscheidend ist, mit der nationalen Einheit in Einklang gebracht werden kann. Und zwar, indem der Druck ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte abgewehrt wird, die von Chinas Wirtschaftswachstum angezogen oder abgesto\u00dfen werden.<\/p>\n<p>Die Niederschl\u00e4ge sind vielleicht der wichtigste geopolitische Faktor f\u00fcr China. Um eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion zu gew\u00e4hrleisten, ist eine j\u00e4hrliche Niederschlagsmenge von mindestens 380 Millimeter pro Quadratmeter erforderlich. In einem gro\u00dfen Teil des Landes regnet es jedoch nicht so viel, und daher gibt es dort auch keine Landwirtschaft. Die Demarkationslinie ist die 380-mm-Isohyete, die das moderne China ungef\u00e4hr in zwei H\u00e4lften teilt. Die Linie komprimiert auch die Bev\u00f6lkerung Chinas, die zu 94 Prozent \u00f6stlich dieser Isohyete lebt.<\/p>\n<p>Das bedeutet, dass etwa 1,3 Milliarden Menschen auf weniger als der H\u00e4lfte von Chinas Fl\u00e4che leben. Auf diesem St\u00fcck Land m\u00fcssen alle in China angebauten Lebensmittel produziert werden. Von den sechs Prozent der Bev\u00f6lkerung, die westlich dieser Linie leben, sind die meisten Tibeter, Uiguren, Innere Mongolen usw. Es handelt sich dabei um die erst k\u00fcrzlich hinzugewonnenen und daher in den letzten Jahren besonders instabilen Regionen.<\/p>\n<p>Chinas geopolitisches Problem<br \/>\nDas geopolitische Problem Chinas ist also ziemlich einzigartig. Der Erwerb von Territorien geht normalerweise mit der Ansiedlung von Teilen der Kernbev\u00f6lkerung einher, um die Region an den Kern zu binden oder um Ressourcen hinzuzugewinnen. Das war f\u00fcr China nicht ohne weiteres m\u00f6glich. Dadurch wurde die Verwundbarkeit Chinas vom Westen her noch verst\u00e4rkt. Ausl\u00e4ndische M\u00e4chte, die aus dieser Richtung eindrangen, waren eine Sache \u2013 Armut und damit einhergehende politische Instabilit\u00e4t eine andere. Daher nutzten die Kommunisten unter Mao diese Regionen, um eine milit\u00e4rische Streitmacht zum Sturz der Nationalisten zu bilden.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich versuchte Mao 1927, einen Aufstand in Schanghai anzuzetteln, scheiterte jedoch. Ein Grund f\u00fcr diesen Misserfolg lag darin, dass die chinesische K\u00fcstenregion die wohlhabendste war, da sie f\u00fcr den Handel mit Europa und den Vereinigten Staaten offen war. Die K\u00fcstenregion und das Landesinnere unterschieden sich grundlegend in ihrer Sicht auf die Welt und in ihrer Lebensweise. Die K\u00fcste war kosmopolitisch und integriert. Das Landesinnere war arm und isoliert. Also nahm Mao den langen Marsch nach Yenan im Landesinneren auf sich, stellte eine Armee aus armen Bauern auf, st\u00fcrzte im Laufe von etwa 20 Jahren das bestehende Regime und f\u00fchrte den Kommunismus ein. In gewissem Sinne st\u00fcrzten die westlichen Bauern die Klasse kosmopolitischer Handelsleute.<\/p>\n<p>Geringes Pro-Kopf-Einkommen<br \/>\nDie Unterscheidung zwischen K\u00fcste und Landesinnerem besteht auch heute noch. China hat das zweitgr\u00f6\u00dfte BIP der Welt. Bezogen auf den Pro-Kopf-Anteil rangiert es jedoch weltweit nur auf Platz 75. Dies erkl\u00e4rt einen Gro\u00dfteil von Chinas Verhalten, wie etwa das \u00dcberleben von Zombie-Unternehmen, die Entwicklung des Landesinneren durch die Neue-Seidenstra\u00dfen-Initiative und das bisweilen r\u00fccksichtslose Vorgehen gegen die Opposition im Westen.<\/p>\n<p>Chinas zentrale geopolitische Herausforderung ist daher wirtschaftlicher Natur:<br \/>\n1. Es muss gen\u00fcgend Wohlstand schaffen, um eine Fragmentierung und Unruhen zwischen den Regionen zu verhindern.<br \/>\n2. Es kann nicht gen\u00fcgend Wohlstand im eigenen Land erzeugen, um dies zu erreichen.<br \/>\n3. Also muss China das BIP, das es erwirtschaften kann, durch Exporte generieren.<br \/>\n4. Es muss ungehinderten Zugang zu den Weltm\u00e4rkten haben, insbesondere durch die Gew\u00e4sser vor seiner Ostk\u00fcste. Alles, was ihm diesen Zugang verwehrt, ist eine existenzielle Bedrohung.<br \/>\n5. Chinesische Exporte k\u00f6nnen ausl\u00e4ndische Volkswirtschaften unterminieren. Dies kann zu wirtschaftlichen oder anderen Vergeltungsma\u00dfnahmen f\u00fchren.<br \/>\n6. China muss angesichts interner Unruhen oder ausl\u00e4ndischer Agitation die Kontrolle \u00fcber seine Pufferzonen au\u00dferhalb des Han-Gebiets aufrechterhalten.<br \/>\nPekings Handlungsmaximen<br \/>\nChinas Strategie folgt deshalb mehreren Ma\u00dfgaben:<\/p>\n<p>1. China muss die Qualit\u00e4t seiner Exporte zumindest beibehalten, wenn nicht sogar steigern. Idealerweise w\u00e4ren dies Produkte, die in den \u00e4rmeren Regionen des Westens hergestellt werden k\u00f6nnten, um die wirtschaftliche L\u00fccke zu schlie\u00dfen. Die Tatsache, dass inzwischen auch viele andere L\u00e4nder im Niedriglohnsektor produzieren, erschwert dies jedoch. China muss daher bei fortschrittlicheren Produkten mit h\u00f6heren Gewinnspannen konkurrieren, doch dadurch ger\u00e4t das Land in Konkurrenz zu Industrien in fortgeschrittenen Volkswirtschaften, die Chinas wichtigste Exportm\u00e4rkte sind. Diese L\u00e4nder k\u00f6nnten ihrerseits mit Z\u00f6llen und nichttarif\u00e4ren Handelshemmnissen reagieren. Chinas strategischer Imperativ besteht darin, ein st\u00e4ndiges Gleichgewicht zwischen den inl\u00e4ndischen Erfordernissen und den ausl\u00e4ndischen Reaktionen herzustellen und die Palette der ihm zur Verf\u00fcgung stehenden Optionen zu erweitern.<\/p>\n<p>2. China muss sich mit milit\u00e4rischen Bedrohungen auseinandersetzen, insbesondere vonseiten der Vereinigten Staaten. Der aktuelle Spannungszyklus begann mit den US-Z\u00f6llen auf einige chinesische Produkte. Unter diesen Umst\u00e4nden musste Peking seine Sicherheit in Gebieten von Japan bis zum Indischen Ozean neu \u00fcberdenken. Die Gefahr bestand darin, dass die Vereinigten Staaten beschlie\u00dfen k\u00f6nnten, chinesische H\u00e4fen zu blockieren oder Engp\u00e4sse zwischen den China umgebenden Inseln zu schlie\u00dfen und so Chinas Zugang zum Pazifik zu versperren. China muss von der Annahme ausgehen, dass eine amerikanische Bedrohung m\u00f6glich ist.<br \/>\nEine Gegenma\u00dfnahme besteht darin, die Engp\u00e4sse zu von China kontrollierten Passagen zu erweitern, beispielsweise durch die Einnahme Taiwans oder eines anderen Punktes. Das ist eine gef\u00e4hrliche Strategie, und wenn sie scheitert, wird sie China in eine noch prek\u00e4rere wirtschaftliche und politische Lage bringen. China muss daher versuchen, Verhandlungen zu erzwingen. Gelingt dies nicht, muss Peking nach anderen M\u00f6glichkeiten auf der ganzen Welt suchen, die die USA dazu bewegen k\u00f6nnten, ihren Druck auf China zu verringern.<\/p>\n<p>3. Eine strategische Alternative f\u00fcr China besteht darin, die Bedrohung durch die USA im S\u00fcdchinesischen Meer zu akzeptieren und eine andere Route f\u00fcr die Verteilung der Exporte zu finden. Die Neue-Seidenstra\u00dfen-Initiative wurde f\u00fcr diesen Zweck in Betracht gezogen, aber sie leidet unter mehreren Problemen, darunter die Kosten f\u00fcr den Transport auf dem Landweg und die schiere Anzahl der L\u00e4nder, durch die sie f\u00fchren w\u00fcrde (ganz zu schweigen von der schlechten Sicherheitslage in vielen dieser Staaten). Die chinesischen Investitionen in den westlichen L\u00e4ndern dienen weniger der Schaffung einer solchen Passage als vielmehr dem Aufbau politischer Koalitionen auf der Grundlage von Investitionen.<\/p>\n<p>4. Angesichts der strategischen Schwierigkeiten, mit denen China konfrontiert ist, muss Peking die Kontrolle \u00fcber seine Pufferregionen aufrechterhalten, insbesondere dort, wo eine internationale Bedrohung bestehen k\u00f6nnte. In Tibet muss China die innere Sicherheit aufrechterhalten und Indien eind\u00e4mmen. In Xinjiang ist es bis zum \u00c4u\u00dfersten gegangen,<br \/>\nhttps:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/uiguren-china-xinjiang-menschenrechte-addidas-esprit-internierungslager\/plus<br \/>\num die innere Sicherheit aufrechtzuerhalten und abweichende Meinungen zu unterdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Ein Res\u00fcmee<br \/>\nWas bedeutet das alles letztendlich?<br \/>\nChina ist eine Defensivmacht, keine Offensivmacht. Sein grundlegendes strategisches Interesse besteht darin, die Einheit Han-Chinas zu bewahren und das Land durch die strategische Tiefe seiner Pufferregionen und vor interner Opposition durch ein nach innen ausgerichtetes Milit\u00e4r vor \u00dcbergriffen zu sch\u00fctzen. Historisch gef\u00e4hrliche Staaten wie Japan, Russland und die T\u00fcrkei sind derzeit schwach und nicht motiviert, sich einzumischen. Daher besteht das prim\u00e4re strategische Interesse Chinas darin, die Vereinigten Staaten daran zu hindern, seine Meeresausg\u00e4nge zu blockieren. All dies wird von der Notwendigkeit angetrieben, eine robuste Wirtschaft aufrechtzuerhalten, um Han-China zu befrieden.<\/p>\n<p>China h\u00e4lt seine Wirtschaft aufrecht, indem es der gr\u00f6\u00dfte Exporteur der Welt ist. Da die Vereinigten Staaten der gr\u00f6\u00dfte Importeur der Welt sind, besteht ein grundlegendes Spannungsverh\u00e4ltnis. China braucht Zugang zu den US-M\u00e4rkten, ohne dass die USA einen entsprechenden Zugang zu den chinesischen M\u00e4rkten erhalten. China muss seine heimische Wirtschaft aus Gr\u00fcnden der nationalen Sicherheit aufbauen, aber diese Wirtschaft steht unter Druck \u2013 und es ist nicht hinnehmbar, dass US-Firmen \u00fcber ein bestimmtes Ma\u00df hinaus innerhalb China konkurrieren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Dies hat eine milit\u00e4rische Situation geschaffen, in der China hofft, die USA von seinen H\u00e4fen und Nadel\u00f6hren fernzuhalten und die M\u00f6glichkeit einer US-Blockade auszuschlie\u00dfen. Peking ist sich dar\u00fcber im Klaren, dass eine solche Blockade sehr unwahrscheinlich ist, aber die Folgen f\u00fcr China im Falle eines solchen Ereignisses sind zu gro\u00df, um sie zu riskieren.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Das moderne China muss Dengs wirtschaftlichen Ansatz beibehalten, aber Maos Ziel eines geeinten Chinas erreichen. Chinas nationale Strategie ist insofern seltsam, als China eine Gro\u00dfmacht ist, die sich auf die Wirtschaft konzentrieren muss \u2013 und es wurde in eine wirtschaftliche und milit\u00e4rische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten als einem wichtigen Kunden und einer gro\u00dfen Milit\u00e4rmacht gedr\u00e4ngt.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/nato-abschlusskommunique-biden-europa-china-russland\">https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/nato-abschlusskommunique-biden-europa-china-russland<\/a><br \/>\nChinas strategisches Ziel muss es sein, sich aus dieser Position zu l\u00f6sen und gleichzeitig die nationale Einheit zu bewahren<br \/>\n&#8230; Alles vom 5.9.2021 von George Friedman bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/china-nationale-strategie-eine-seltsame-grossmacht-george-friedman\">https:\/\/www.cicero.de\/aussenpolitik\/china-nationale-strategie-eine-seltsame-grossmacht-george-friedman<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><em>George Friedman, 72, ist einer der bekanntesten geopolitischen Analysten der Vereinigten Staaten. Er leitet die von ihm gegr\u00fcndete Denkfabrik Geopolitical Futures und ist Autor zahlreicher B\u00fccher. Zuletzt erschien \u201eDer Sturm vor der Ruhe: Amerikas Spaltung, die heraufziehende Krise und der folgende Triumph\u201c im Plassen-Verlag.<br \/>\n<\/em>\u00a0 .<br \/>\n<strong>WELCOME TO GEOPOLITICAL FUTURES (GPF)<\/strong><br \/>\nWe write for the learned public: for those of you who want to understand the world you live in and are citizens of every country, for the public engaged in all walks of life. We believe that democracy can survive only if there is a segment of society that is not caught up in the passions of the moment, but is eager to look at the world as it is.<br \/>\nI and my team may have our personal beliefs, but in our work we strive to be objective and indifferent to the opinions swirling around the world. We hope you\u2019ll join us in our quest.<br \/>\nGeorge Friedman,<br \/>\nFounder, Geopolitical Futures<br \/>\n<a href=\"https:\/\/geopoliticalfutures.com\/welcome\/\">https:\/\/geopoliticalfutures.com\/welcome\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global &gt;China &gt;China-geteilt Geht das chinesische Wirtschaftswunder zu Ende? Xis Entscheidungen (3.2.2023) Krieg in der Ukraine: Das Ende der Neuen Seidenstra\u00dfe?\u00a0(3.3.2022) Eine seltsame Gro\u00dfmacht: Chinas nationale Strategie (5.9.2021) Absurde Gedankenwelt der neuen Identit\u00e4tspolitik am Beispiel Tibet (4.8.2021) Ostasien &nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/china\/china-geteilt\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":36278,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-94480","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/94480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94480"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/94480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109459,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/94480\/revisions\/109459"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36278"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}