{"id":93836,"date":"2021-08-17T20:32:19","date_gmt":"2021-08-17T18:32:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=93836"},"modified":"2026-04-18T19:46:31","modified_gmt":"2026-04-18T17:46:31","slug":"suedafrika","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedafrika\/","title":{"rendered":"Suedafrika"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0\u00a0&gt;<a title=\"Afrika\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/\">Afrika<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Afrika-Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-migration\/\">Afrika-Migration<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zukunft\/\">Afrika-Zukunft<\/a> &gt;Suedafrika<\/p>\n<div id=\"attachment_111178\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/schauinsland-wetterbuchen-abendsonne2303-pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-111178\" class=\"size-full wp-image-111178\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/schauinsland-wetterbuchen-abendsonne2303-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"330\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/schauinsland-wetterbuchen-abendsonne2303-pan.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/schauinsland-wetterbuchen-abendsonne2303-pan-180x93.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-111178\" class=\"wp-caption-text\">Wetterbuchen in der Abendsonne am Schauinsland im Schwarzwald M\u00e4rz 2023<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>S\u00fcdafrika im Zerfall 2011, 2016, 2026 &#8211; Was uns hier in Europa bevor steht (17.4.2026)<\/li>\n<li>Doku &#8222;wei\u00dfe Farmer in S\u00fcdafrika&#8220; von Lauren Southern auf deutsch (23.5.2025)<\/li>\n<li>Gr\u00fc\u00dfe aus Kapstadt: Ende des Regenbogens (23.5.2025)<\/li>\n<li>Trump trifft S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident Ramaphosa im Oval Office (23.5.2025)<\/li>\n<li>Trump adressiert Rassismus gegen Wei\u00dfe (23.5.2025)<\/li>\n<li>S\u00fcdafrika: Russland ist und bleibt unser Freund (30.3.2023)<\/li>\n<li>Es gilt das Recht des St\u00e4rkeren &#8211; in S\u00fcdafrika und in Deutschland? (12.8.2021)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdafrika im Zerfall 2011, 2016, 2026 &#8211; Was uns hier in Europa bevor steht<\/strong><br \/>\nIch war zweimal in S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p>Zuerst, 2011, nur ein paar Tage in Kapstadt, als Abstecher vor der Namibia-Reise. Und 2016 eine S\u00fcdafrika-Rundreise von Johannesburg nach Kapstadt.<br \/>\nAls ich 2011 das erste Mal in Kapstadt war, dachte ich noch \u201eAch, ist das eine sch\u00f6ne Stadt!\u201c. Ich habe zwar damals schon die Probleme mit den Townships gesehen und die auch besichtigt, aber selbst das schien irgendwie noch ein Leben und irgendwie geordnet zu sein, und die Stadt selbst kam mir ganz toll vor. Die Leute (von ein paar marodierenden aggressiven Leuten abgesehen) sehr freundlich, eine gro\u00dfe Infrastruktur von Cafes und Restaurants, alles sehr sch\u00f6n gemacht, und egal, in welches Restaurant man ging, man konnte blind und willk\u00fcrlich reingehen, es war alles exzellent und wunderbar. Auch B\u00e4ckereien quietschten zwar vor Knallfarben, alles in Rosa und Gr\u00fcn und mit Lebensmittelfarbe gef\u00e4rbt, aber ein Paradies aus Torten und Kuchen und allem. Herrliche Museen, ein wunderbares Vergn\u00fcgungsviertel im Hafen. Ich habe damals wirklich gedacht, das sei ein Ort, an dem man bleiben k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Ich habe damals im Hafen noch die alten Betonr\u00f6hren gesehen, als die noch die Ruinen eines alten Silos waren, aus denen man dann das Zeitz museum of contemporary art africa (MOCAA) gebaut hat (er\u00f6ffnet 2017), und hatte mir eigentlich vorgenommen, irgendwann nochmal eine Woche nach Kapstadt zu fliegen, um mir dieses Museum anzusehen. Denn eigentlich war Kapstadt auch recht preisg\u00fcnstig, eben eine Woche schlemmen, und man fliegt jetlag-frei \u00fcber Nacht dorthin und zur\u00fcck. Eigentlich ein optimaler Ort f\u00fcr ein Url\u00e4ubchen.<\/p>\n<p>Auf meiner Rundreise 2016 sah das schon anders aus. Da habe ich schon gesehen und miterlebt, wie das Land unter Verm\u00fcllung, Zerst\u00f6rung, Vandalismus, Kriminalit\u00e4t leidet. Nirgendwo sonst habe ich gesehen, dass der Geldbote, der abends am Supermarkt die Tageseinnahmen mit dem Geldtransporter abholt, von einem Uniformierten mit Maschinenpistole gesichert wird, der im Abstand von etwa 15 Metern auf der anderen Stra\u00dfenseite folgte, und der wiederum von einem zweiten in Zivil mit einer Maschinenpistole gleichen Typs. Geldabheben am Geldautomaten wird zum Gruppenprojekt. Kilometerweise, Zig-Kilometerweise fuhr man an v\u00f6llig zugem\u00fcllten Landschaften entlang, und der Einfluss von Hexerei, Aberglauben, esoterischem Humbug war enorm angestiegen.<br \/>\nErstaunlicherweise war das fr\u00fcher so verufene Soweto (south west township) durchaus gangbar und interessant (allerdings voller Ziegen, die sich auf das Suchen und Fressen von M\u00fcll spezialisiert hatten, und auch nicht bei Dunkelheit empfohlen), aber schon die Innenstadt von Johannesburg verfallen und f\u00fcr Wei\u00dfe nur noch in gef\u00fchrten Gruppentouren auf sehr ausgesuchten Routen m\u00f6glich. Wir standen damals vor einem geschlossenen und verfallenen Hotel, bei dem man noch durch die Scheiben in die Lobby schauen und sehen konnte, dass das einstmals ein gro\u00dfes Luxushotel gewesen war. Bereits damals alles verrottet und vergammelt.<\/p>\n<p>Auf dieser Reise hatte ich damals auch das Erlebnis, von dem ich schon erz\u00e4hlt hatte. Irgendwo unterwegs hielten wir wieder mal zu Tanken an, und wie \u00fcblich, gingen wir alle in den Tankstellenladen, so wie in Deutschland kleine Minisuperm\u00e4rkte, um uns Kekse, Eis, gek\u00fchlte Getr\u00e4nke usw. zu holen, und ich staunte. Der Kassierer f\u00fcr den Treibstoff in einem separaten Kabuff an der Au\u00dfenwand hinter dickem Panzerglas mit einem schwenkbaren Metallfach, damit man ihn nicht direkt bedrohen kann. Und im Supermarkt aus Stahlstangen geschwei\u00dft ein Gittertunnel, indem man im Supermarkt entlang ging, ohne die Waren ber\u00fchren zu k\u00f6nnen, und seinem pers\u00f6nlichen Eink\u00e4ufer mit Korb dann zeigte, was man haben will, der das dann in den Korb packte, und erst nach dem Bezahlen bekam man das dann verpackt ausgeh\u00e4ndigt.<br \/>\nIch hatte mich eigentlich gefreut, wieder nach Kapstadt zu kommen, weil ich das in so guter Erinnerung hatte, aber schon das war nichts mehr. Das fing schon beim Aussteigen an. Uns wurde gesagt, dass der Bus direkt am Reiseb\u00fcro des Veranstalters halte und wir schauen sollen, dass wir das Gep\u00e4ck so schnell wie m\u00f6glich erste einmal in das Reiseb\u00fcro bringen, keinesfalls aus den Augen lassen und nicht auf dem Gehweg stehen lassen. Das Reiseb\u00fcro selbst hatte eine vergitterte Eingangst\u00fcr, die per elektrischem T\u00fcr\u00f6ffner von den Arbeitspl\u00e4tzen aus jedesmal einzeln ge\u00f6ffnet werden musste. Mein Hotel zwar zwei Kreuzungen weiter, und man riet mir davon ab, mit allem Gep\u00e4ck auf einmal hinzugehen, sondern in mehreren Sch\u00fcben und immer nur so viel zu nehmen, wie ich gut festhalten und z\u00fcgig alleine transportieren kann. Vieles war gegen\u00fcber 2011 schon heruntergekommen und nicht mehr ohne weiteres zu begehen, da machte Kapstadt schon keinen Spa\u00df mehr. Man musste auf der Stra\u00dfe schon darauf achten, wer sich einem n\u00e4herte, auch von hinten. Alles nicht mehr lustig. Nun weist mich ein Leser auf das hin:<\/p>\n<p>SOUTH AFRICA IS RUINED \ud83c\uddff\ud83c\udde6 Before VS After REVEALED<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uxEWUgqjscw\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uxEWUgqjscw<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEs passt zu dem, was man sonst so aus S\u00fcdafrika h\u00f6rt, liest, sieht. Ein Land, das in k\u00fcrzester Zeit zerfallen ist und in Kriminalit\u00e4t, M\u00fcll, Zerst\u00f6rung versinkt.<br \/>\nDer Punkt: S\u00fcdafrika wird stramm links regiert. Korruption und Kriminalit\u00e4t bl\u00fchen. Wei\u00dfe Farmer hat man vertrieben oder get\u00f6tet. Es gibt die Forderung, alle Wei\u00dfen zu t\u00f6ten. Das Land ist im Eimer.<br \/>\nDeutschland unterst\u00fctzt S\u00fcdafrika mit 470 Millionen Euro Finanzhilfe\u00a0 \u00a0 \u00a0<a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/deutschland-unterstuetzt-suedafrika-mit-470-millionen-euro-finanzhilfe-zr-94264003.html\">https:\/\/www.merkur.de\/politik\/deutschland-unterstuetzt-suedafrika-mit-470-millionen-euro-finanzhilfe-zr-94264003.html<\/a> Und das wird in Deutschland auch so laufen. In manchen Gegenden von Berlin sieht man \u00e4hnliche Effekt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.4.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2026\/04\/17\/suedafrika-im-wandel-der-zeit\/\">https:\/\/www.danisch.de\/blog\/2026\/04\/17\/suedafrika-im-wandel-der-zeit\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Doku &#8222;wei\u00dfe Farmer in S\u00fcdafrika&#8220; von Lauren Southern auf deutsch<\/strong><br \/>\nDie kanadische Aktivistin Lauren Southern hat mit ihrer in diesem Jahr gedrehten Dokumentation (1 Std 11 min) \u00fcber die Situation der wei\u00dfen Farmer in S\u00fcdafrika bereits \u00fcber eine Million Zuschauer auf YouTube erreicht. Jetzt gibt es ihren sehenswerten Film auch in einer deutschen Version.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.5.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=hzBH2qyIZ2U\">https:\/\/m.youtube.com\/watch?v=hzBH2qyIZ2U<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fc\u00dfe aus Kapstadt: Ende des Regenbogens<\/strong><br \/>\nPl\u00f6tzlich ist Donald Trump der einflu\u00dfreichste Politiker S\u00fcdafrikas. Vor drei\u00dfig Jahren verliebte sich die Welt in Nelson Mandelas Traum von einer \u201eRegenbogennation\u201c. Bis jetzt haben nur wenige zugegeben, da\u00df dieser Traum in den letzten zwanzig Jahren zu einem Alptraum geworden ist. Die neue US-Regierung, unterst\u00fctzt vom in S\u00fcdafrika geborenen Elon Musk, schont niemanden, wenn es darum geht, den ANC und die s\u00fcdafrikanische Regierung zur Rede zu stellen. Es geht um die weitverbreitete Diskriminierung von Minderheiten, neue Gesetze, die es der Regierung erlauben, Eigentum ohne Entsch\u00e4digung zu enteignen, antiwestliche Rhetorik und die Ann\u00e4herung an China, Ru\u00dfland und den Iran trotz der nominellen Politik der Nichtpaktgebundenheit S\u00fcdafrikas.<br \/>\nEs scheint nun sicher, da\u00df die USA das AGOA-Programm aufk\u00fcndigen werden, das afrikanischen L\u00e4ndern Pr\u00e4ferenzhandelsbedingungen gew\u00e4hrt, sofern sie sich nicht den au\u00dfenpolitischen Interessen der USA entgegenstellen. S\u00fcdafrika hat genau das getan, und nun stehen seine Landwirtschaft und Automobilindustrie vor schweren Einbu\u00dfen.<br \/>\n70.000 S\u00fcdafrikaner haben einen Ausreiseantrag gestellt. Die ersten 49 Fl\u00fcchtlinge kamen in Washington an.<br \/>\nTrump wirft S\u00fcdafrika einen m\u00f6glichen V\u00f6lkermord an Wei\u00dfen vor und bot Afrikaanern und anderen ethnischen Minderheiten den Fl\u00fcchtlingsstatus in den USA an. 70.000 haben einen Antrag gestellt, und vergangene Woche kamen die ersten 49 Fl\u00fcchtlinge in Washington an. Der ANC war au\u00dfer sich vor Wut.<br \/>\nUnter dem ANC gibt es in S\u00fcdafrika mittlerweile 142 rassistische Gesetze gegen Minderheiten \u2013 mehr als jemals zuvor unter der Apartheid \u2013, und mehr als 500.000 wei\u00dfe S\u00fcdafrikaner, \u00fcber zehn Prozent der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung, sind vor rassistischer Verfolgung geflohen. Die ideologisch kompromittierten Gerichte haben entschieden, da\u00df das \u00f6ffentliche Singen von \u201eShoot the farmers\u201c bei politischen Kundgebungen v\u00f6llig akzeptabel ist, und der Pr\u00e4sident hat die Bev\u00f6lkerung \u00f6ffentlich in \u201ewei\u00dfe Kolonisatoren\u201c und \u201eschwarze Menschen\u201c gespalten.<br \/>\nDie ehemalige Oppositionspartei Demokratische Allianz versucht die S\u00fcdafrikaner davon zu \u00fcberzeugen, da\u00df sie alles unter Kontrolle habe. Um so mehr, seit sie im Juni 2024 einer Regierung der nationalen Einheit beigetreten ist. Das war gef\u00e4hrlich naiv, und auch sie wurde von Trumps Offenheit \u00fcberrascht. Sehr zum Mi\u00dffallen vieler ihrer eigenen W\u00e4hler. Ob man ihn mag oder nicht, Donald Trump zwingt die Welt, S\u00fcdafrika mit neuen Augen zu sehen. In der Westkap-Provinz, wo die Mehrheit weiterhin ein Referendum \u00fcber die Unabh\u00e4ngigkeit von S\u00fcdafrika bef\u00fcrwortet, sp\u00fcrt man pl\u00f6tzlich deutlich mehr Lebensmut und die Sonne scheint ein wenig heller<br \/>\nPhil Craig ist Mitbegr\u00fcnder der Cape Independence Advocacy Group in Kapstadt<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.5.2025 von Phil Craig bitte lesen in der JF 22\/25, Seite 8<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Trump trifft S\u00fcdafrikas Pr\u00e4sident Ramaphosa im Oval Office<\/strong><br \/>\n<strong>God bless Donald Trump<\/strong><br \/>\nBei seinem Treffen mit dem s\u00fcdafrikanischen Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa im Oval Office f\u00fchrte Donald Trump ein Video vor <a href=\"https:\/\/x.com\/nicksortor\/status\/1925231946231128350\">https:\/\/x.com\/nicksortor\/status\/1925231946231128350<\/a><br \/>\n, das unter anderem den s\u00fcdafrikanischen Oppositionspolitiker Julius \u201eKill the Boer\u201d Malema zeigt, der bei mehreren Gelegenheiten zum Mord an Wei\u00dfen, speziell an wei\u00dfen Farmern, aufruft und daf\u00fcr von seinen Anh\u00e4ngern bejubelt wird. Auch der ehemalige Pr\u00e4sident Jacob \u201eShoot the Boer\u201d Zuma ist im Film zu sehen, wo er zu Enteignungen aufruft. Das Video zeigt tausende wei\u00dfe Holzkreuze entlang einer Stra\u00dfe, deren jedes f\u00fcr einen ermordeten Farmer steht. Trump pr\u00e4sentierte danach noch Fotos und Medienberichte von Opfern von Farmangriffen. Ramaphosa war die ganze Pr\u00e4sentation sichtbar peinlich, und er stellte sich unwissend.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWenn Schwarze tausend Wei\u00dfe umbringen und zehntausend Schwarze, wem geht es dann schlimmer, den Wei\u00dfen oder den Schwarzen? Sehen Sie.<br \/>\nDie s\u00fcdafrikanische online-Zeitung BizNews hat einen aufschlussreichen Artikel zum Thema ver\u00f6ffentlicht <a href=\"https:\/\/www.biznews.com\/rational-perspective\/dave-steward-the-59-afrikaner-refugees\">https:\/\/www.biznews.com\/rational-perspective\/dave-steward-the-59-afrikaner-refugees<\/a> , der nicht nur das Schrumpfen der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung und ihre gezielte juristische Diskriminierung durch die schwarze Regierung beschreibt, sondern auch auf die derzeit verbreitete Behauptung eingeht, die Farmermorde seien, erstens, Morde wie alle anderen auch und, zweitens, praktisch nur ein Tropfen im Ozean s\u00fcdafrikanischer Gewalt. N\u00e4mlich:<br \/>\n&#8211; \u201eDie Mordrate auf den Farmen ist wesentlich h\u00f6her als der nationale Durchschnitt.<br \/>\n&#8211; In 20% der Farmmorde wurden die Opfer gefoltert.<br \/>\n&#8211; Keine andere Klasse von Mordopfern war Gegenstand anhaltender politischer Anstiftung, die zu ihrem Tod aufrief.<br \/>\n&#8211; Vor zwei Wochen wurden f\u00fcnf weitere Menschen auf s\u00fcdafrikanischen Farmen ermordet. Zwei von ihnen wurden absichtlich verbrannt.\u201d<\/p>\n<p>Sogar der stern <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/farmmorde-in-suedafrika--weisse-opfer--schwarze-taeter---7617322.html\">https:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/farmmorde-in-suedafrika&#8211;weisse-opfer&#8211;schwarze-taeter&#8212;7617322.html<\/a> schrieb vor nunmehr acht Jahren: \u201eSeit dem Ende der Apartheid sind in S\u00fcdafrika Tausende wei\u00dfe Farmer ermordet worden.\u201d Die Ignoranz der \u00f6ffentlich-rechtlichen Redakteure gegen\u00fcber diesen oft viehischen Taten \u2013 vor ihrer Abschlachtung gruppenvergewaltigte Frauen, in Badewannen verbr\u00fchte Kinder und dergleichen Abscheulichkeiten \u2013 hat damit zu tun, dass die Opfer Wei\u00dfe und die besagten Redakteure \u2013 denken Sie sich einen passenden Begriff aus \u2013 sind.<br \/>\n&#8230;. Alles vom 23.5.2025 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/05\/god-bless-donald-trump\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2025\/05\/god-bless-donald-trump\/<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Trump adressiert Rassismus gegen Wei\u00dfe<\/strong><br \/>\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hat bei einem Besuch des s\u00fcdafrikanischen Pr\u00e4sidenten Cyril Ramaphosa im Wei\u00dfen Haus scharfe Kritik an der Lage wei\u00dfer S\u00fcdafrikaner ge\u00fcbt. W\u00e4hrend des Treffens pr\u00e4sentierte Trump ein Video, das die Ermordung wei\u00dfer Farmer zeigt und den s\u00fcdafrikanischen Oppositionsf\u00fchrer Julius Malema zeigt, wie er auf einer Parteiveranstaltung den Slogan \u201eKill the Boer\u201c skandiert. Trump warf S\u00fcdafrika systematische Diskriminierung, rassistische Enteignung und einen \u201eGenozid an wei\u00dfen Farmern\u201c vor \u2013 ein Thema, das westliche Medien seit Jahren weitgehend verschweigen oder relativieren.<br \/>\nTrump hatte bereits zuvor US-Hilfen eingefroren und wei\u00dfen S\u00fcdafrikanern Asyl angeboten. Au\u00dferdem kritisierte er das von Ramaphosa unterzeichnete neue Enteignungsgesetz, das der s\u00fcdafrikanischen Regierung erlaubt, im \u201e\u00f6ffentlichen Interesse\u201c Land zu enteignen, auch ohne Entsch\u00e4digung. Der s\u00fcdafrikanische Pr\u00e4sident versuchte, die Bedenken als unbegr\u00fcndet darzustellen, sprach von einer \u201einszenierten Falle\u201c und wies die von Trump gezeigten Bilder und Zahlen zur\u00fcck.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.5.2025 bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdafrika: Russland ist und bleibt unser Freund<\/strong><br \/>\nDie s\u00fcdafrikanische Regierung wird die Beziehungen zu <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/\">Russland<\/a> nicht auf Gehei\u00df anderer L\u00e4nder abbrechen.<br \/>\n&#8222;Es gibt einige, die nicht wollen, dass wir Beziehungen zu einem alten historischen Freund unterhalten&#8220;, sagte Au\u00dfenministerin Naledi Pandor am Donnerstag vor Journalisten in Pretoria.<br \/>\n&#8222;Wir haben deutlich gemacht, dass Russland ein Freund ist, mit dem wir seit vielen Jahren kooperative Partnerschaften pflegen&#8220;, zitiert Bloomberg die Ministerin. (&#8230;)<br \/>\nS\u00fcdafrika hat im Ukraine-Krieg eine neutrale Haltung eingenommen. Diese Haltung ist von den USA und der EU kritisiert worden, die zu den gr\u00f6\u00dften Handelspartnern S\u00fcdafrikas z\u00e4hlen. (&#8230;)<br \/>\n&#8222;Wir sind zwar mit vielen Menschen in der ganzen Welt befreundet, aber wir k\u00f6nnen nicht auf Verlangen anderer pl\u00f6tzlich zu Feinden werden&#8220;, sagte Pandor. Sie l\u00e4sst sich rechtlich beraten, wie sie mit dem Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Pr\u00e4sident Wladimir Putin umgehen soll, wenn dieser im August an einem Gipfel der BRICS-Staaten in S\u00fcdafrika teilnehmen wird.(&#8230;)<\/p>\n<p>&#8222;Wir als S\u00fcdafrika sind nach wie vor zuversichtlich, dass wir eine diplomatische L\u00f6sung f\u00fcr den aktuellen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine finden k\u00f6nnen&#8220;, sagte sie.<br \/>\nZwar gibt es noch keine offizielle Best\u00e4tigung f\u00fcr Putins Teilnahme am Gipfel der BRICS-Staaten im August in S\u00fcdafrika. Es wird aber erwartet, dass das russische Staatsoberhaupt anreisen wird. Die BRICS-Staaten sind ein Zusammenschluss von Brasilien, Russland, Indien, China und S\u00fcdafrika, deren B\u00fcndnis in naher Zukunft um weitere Staaten wie Saudi-Arabien und Argentinien erg\u00e4nzt werden soll. (&#8230;)<br \/>\nDas Gericht in Den Haag verf\u00fcgt \u00fcber keine eigenen Polizeikr\u00e4fte und ist darauf angewiesen, dass seine Mitgliedsstaaten Verd\u00e4chtige festnehmen und in die Niederlande \u00fcberstellen.<br \/>\nS\u00fcdafrika geh\u00f6rt zu den 123 Staaten, die den Strafgerichtshof tragen.&#8220;<br \/>\n&#8230;. Alles vom 30.3.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/702901\/Suedafrika-besteht-auf-Freundschaft-zu-Russland\">https:\/\/deutsche-wirtschafts-nachrichten.de\/702901\/Suedafrika-besteht-auf-Freundschaft-zu-Russland<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Es gilt das Recht des St\u00e4rkeren &#8211; in S\u00fcdafrika und in Deutschland<\/strong><br \/>\nNormen des Zusammenlebens: Im Nebeneinander unvereinbarer Kulturen wird nichts diskursiv ausgehandelt<br \/>\nvon Thorsten Hinz<br \/>\nDie <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/ueberflutung\/\">Unwetter in Deutschland<\/a> haben die b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Vorg\u00e4nge in S\u00fcdafrika weitgehend hinter einem medialen Regenvorhang verschwinden lassen. Die meisten Wortberichte verschwiegen schamhaft, was die Bilder und Filmaufnahmen dann doch verrieten: Die Pl\u00fcnderungen, Brandstiftungen, Morde gingen vor allem auf das Konto von Schwarzafrikanern. Was nicht hei\u00dft, da\u00df nicht auch viele Schwarze unter den \u00dcbergriffen zu leiden hatten und entsetzt sind \u00fcber das angerichtete Chaos. Die Polizei, die Staatsgewalt erwies sich als unf\u00e4hig, \u00fcberfordert, unterwandert.<br \/>\nEin Lichtblick w\u00e4hrend der Herrschaft des Mobs war die F\u00e4higkeit zur Selbstorganisation, der Auftritt von B\u00fcrgerwehren, die dem tobenden P\u00f6bel durch Gegengewalt Einhalt geboten. Wie der Schriftsteller Dan Roodt festhielt, \u201estanden eine Minderheit von Wei\u00dfen und Indern in einer Art \u2018indo-europ\u00e4ischer\u2019 Allianz gegen die Zulus zusammen, um ihre H\u00e4user vor Pl\u00fcnderungen zu sch\u00fctzen\u201c.<br \/>\nAls Hauptgrund f\u00fcr die tagelange Abwesenheit von Recht und Gesetz werden die sozialen Probleme und Ungleichheiten genannt. Das ist zweifellos ernst zu nehmen. Doch 30 Jahre nach dem Ende der Apartheid liegt es in der Verantwortung des seither unumschr\u00e4nkt herrschenden Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), da\u00df keine \u00f6konomischen und sozialen Verbesserungen f\u00fcr die schwarze Bev\u00f6lkerungsmehrheit erreicht wurden und Korruption, Kriminalit\u00e4t, Gewalt das Land pr\u00e4gen. Im \u00fcbrigen hat der ANC vom Apartheid-Regime ein vergleichsweise wohlhabendes und gut organisiertes Staatswesen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Doch statt sich zum Leuchtturm afrikanischer Prosperit\u00e4t zu entwickeln, schl\u00e4gt S\u00fcdafrika den Weg Simbabwes ein, das, als es noch S\u00fcdrhodesien hie\u00df, die Kornkammer Afrikas war. Eine kleptokratische Politik hat dazu gef\u00fchrt, da\u00df es heute von Hilfslieferungen abh\u00e4ngig ist. Wei\u00dfe Farmer werden enteignet, ermordet und im Westen als Landr\u00e4uber verh\u00f6hnt. Vor allem aber haben sie das Land bebaut. Die Kultivierung wird nun r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht. Kein in die Unabh\u00e4ngigkeit entlassenes afrikanisches Land hat die postkolonialen Erfolgsgeschichten der L\u00e4nder S\u00fcdostasiens mitvollzogen.<\/p>\n<p>Im Zeitalter globaler Medien, der weltweiten \u201eBlack Lives Matter\u201c-Bewegung und einer Identit\u00e4tspolitik mit antiwei\u00dfer Sto\u00dfrichtung in den L\u00e4ndern des Westens wird die Frage virulent, was es bedeutet, wenn fern in S\u00fcdafrika politische und soziale Konflikt sich entlang der Rassengrenze mit brachialer Gewalt entladen. Einst wurde der ANC romantisiert und bejubelt. Heute werden die BLM-Exzesse in den USA geradezu liebevoll kommentiert. In Frankreich gleichen Vorst\u00e4dte einem ethnisch-sozialen Pulverfa\u00df, ebenso in England. Der relative innere Frieden in Deutschland wird durch die gro\u00dfz\u00fcgige Alimentierung der Zuwanderer erkauft \u2013 deren Kehrseite das Auspressen des deutschen Steuerzahlers ist.<\/p>\n<p>Die ehemalige Migrationsbeaufragte der Bundesregierung, Aydan \u00d6zo\u011fuz (SPD), machte vor einigen Jahren Schlagzeilen mit der \u00c4u\u00dferung: \u201eUnsere Gesellschaft wird weiter vielf\u00e4ltiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein.\u201c <em><strong>Das Zusammenleben m\u00fcsse t\u00e4glich neu ausgehandelt werden. Das ist gef\u00e4hrlicher Bl\u00f6dsinn.<\/strong><\/em> In S\u00fcdafrika wird das Zusammenleben seit 30 Jahren neu ausgehandelt, mit zerst\u00f6rerischer Dynamik und entsprechenden Ergebnissen. Was \u00d6zo\u011fuz von sich gegeben hat, ist unverdauter, vulgarisierter Habermas. Tats\u00e4chlich vertritt der Staatsphilosoph der Bundesrepublik die Auffassung, da\u00df die Normen des Zusammenlebens nicht verf\u00fcgt, sondern permanent ausgehandelt werden. Allerdings macht er klare und unhintergehbare Voraussetzungen f\u00fcr die Akteure geltend, etwa ein republikanisches, aufgekl\u00e4rtes Bewu\u00dftsein und den Willen zum Gemeinsinn. Es bedarf also einer vorgeschalteten, relativen Homogenit\u00e4t der Anschauungen und akzeptierten Regeln.<\/p>\n<p>Ein solches Grundvertrauen aber entwickelt sich laut <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/sieferle\/\">Rolf Peter Sieferle<\/a> erst in einer langen Generationenabfolge. Das war in der alten Bundesrepublik noch gegeben. F\u00fcr die kulturellen Unvertr\u00e4glichkeiten, den religi\u00f6sen Fundamentalismus, die zivilisatorischen R\u00fcckst\u00e4nde und die importierte Gewaltaffinit\u00e4t im Zuge der unkontrollierten Masseneinwanderung taugt das Habermas-Modell nicht. Die Vision einer harmonischen \u201epostmigrantischen Gesellschaft\u201c auf deutschem Boden ist genauso eine Chim\u00e4re, ein demagogischer Werbegag wie die s\u00fcdafrikanische \u201eRegenbogennation\u201c, die vor 30 Jahren proklamiert wurde.<\/p>\n<p>Die Propagandisten der postmigrantischen Gesellschaft treten als Wortf\u00fchrer vermeintlich unterdr\u00fcckter Minderheiten auf. Sie leugnen nicht v\u00f6llig die entstandenen Konflikte, sie machen aber f\u00fcr die ausbleibende Konfliktl\u00f6sung ein \u201erassistisches\u201c Bewu\u00dftsein im Aufnahmeland verantwortlich, das ohnehin viel \u201ezu wei\u00df\u201c sei. Damit die Fremden sich weniger fremd f\u00fchlen, sollen die Einheimischen ihre lebensweltliche Entfremdung hinnehmen. Die den Rassismus beklagen, sind in der Regel keine afrikanischen Spitzenk\u00f6che, keine indischst\u00e4mmigen Herzchirurgen, t\u00fcrkischen Biochemiker oder vietnamesischen Computerfachleute. Die haben n\u00e4mlich gar keine Zeit f\u00fcr derlei Unfug. Es handelt sich um Leute, die an den Vorz\u00fcgen, den materiellen wie immateriellen, des Ziellandes teilhaben wollen, ohne bef\u00e4higt oder willens zu sein, sich ihren fairen Anteil daran zu erarbeiten, indem sie zu ihrer Reproduktion beitragen. Gem\u00e4\u00df dem Motto Walter Ulbrichts \u201e\u00dcberholen ohne einzuholen\u201c nehmen sie eine Abk\u00fcrzung, indem sie ihre nichteurop\u00e4ische Herkunft und nichtwei\u00dfe Hautfarbe als intellektuellen und moralischen Vorzug herausstellen und sich als Rebellen gegen eine \u201ewei\u00dfe\u201c Suprematie, Unterdr\u00fcckung und Fremdbestimmung inszenieren.<\/p>\n<p>Die Herausforderung ist in jeder Hinsicht unproduktiv, politisch und sozial aber wirkungsvoll: es winken Steuergelder und Quoten-Privilegien. Sie appelliert an ein historisches Schuldgef\u00fchl, das in einer exklusiven geistigen Errungenschaft des \u201ewei\u00dfen\u201c Westens wurzelt: in der F\u00e4higkeit zu historischer Selbstkritik. Die migrantischen Aktivisten argumentieren auf der Grundlage einer Weltanschauung, die sie gleichzeitig als kolonialistisch verwerfen, ohne in der Lage zu sein, den Selbstwiderspruch zu reflektieren. Mit Wissenschaft oder sonstiger seri\u00f6ser Praxis hat das nichts zu tun, wohl aber moralischer Erpressung.<br \/>\nDas parasit\u00e4re Verfahren ist aus Sicht seiner Nutznie\u00dfer plausibel und nachvollziehbar. Doch warum akzeptieren die anderen die moralische Asymmetrie, die sie in eine hoffnungslose Diskurs-Situation zwingt?<br \/>\nWieder ist ein Blick nach S\u00fcdafrika n\u00fctzlich, konkret: in die Romane des s\u00fcdafrikanischen Literaturnobelpreistr\u00e4gers John M. Coetzee. Der Schriftsteller kritisierte die Apartheid, indem er zeigte, da\u00df sie s\u00e4mtliche Beteiligte \u2013 die privilegierten Wei\u00dfen genauso wie die unterdr\u00fcckten Schwarzen und Farbigen besch\u00e4digte. Daher mu\u00dfte sie zugrunde gehen. Aber auch die Post-Apartheid-Gesellschaft erscheint bei ihm in einem d\u00fcsteren Licht.<\/p>\n<p>Hauptfigur in Coetzees Roman \u201eSchande\u201c (1999) ist der 52j\u00e4hrige Literaturprofessor David Lurie. Er lebt und arbeitet in Kapstadt, ist zweimal geschieden, die einzige Tochter, Lucy, f\u00fchrt ihr eigenes Leben. Seine Studenten h\u00e4lt er f\u00fcr dumm, die eigene wissenschaftliche Bef\u00e4higung f\u00fcr begrenzt. Wenn er in die Zukunft schaut, sieht er sich als einsamen alten Mann, der den Tag damit zubringt, dem Abend entgegenzud\u00e4mmern, um sich endlich seine Suppe kochen und schlafen legen zu k\u00f6nnen. Eine leidenschaftslose Liebschaft verbindet ihn mit der Studentin Melanie. Das Verh\u00e4ltnis wird bekannt, Lurie wird \u00f6ffentlich gemobbt und ein Verfahren wegen sexueller Bel\u00e4stigung in Gang gesetzt. Der Untersuchungskommission gen\u00fcgt es nicht, da\u00df er sich schuldig bekennt. Er soll eine Beichte ablegen, \u201eReue\u201c zeigen, sich \u201eberaten\u201c und therapieren lassen. Weil er diese Zumutung als verr\u00fcckt und dem\u00fctigend ablehnt, mu\u00df er aus dem Universit\u00e4tsdienst ausscheiden. Als Individuum und gesellschaftliche Person lebt er im Zustand der Absurdit\u00e4t. Er ist ein Geistesbruder von Camus \u201eFremdem\u201c. (Vergl.: \u201eWas die Stunde schl\u00e4gt\u201c, JF 23\/08. Im Wikipedia-Eintrag zum Roman wurde der Artikel weitgehend ohne Quellenangabe \u00fcbernommen.)<\/p>\n<p>Er zieht zu seiner Tochter, die in der Provinz Ost-Kap allein eine kleine Farm betreibt. Dort werden sie von drei schwarzen M\u00e4nnern \u00fcberfallen, die Lucy brutal vergewaltigen und schw\u00e4ngern. David kommt knapp mit dem Leben davon. Als Konsequenz aus dem Verbrechen trifft die Tochter verbl\u00fcffende Entscheidungen. Sie beschlie\u00dft, das Kind, das farbig sein wird, auszutragen. Ihre Farm \u00fcberschreibt sie dem schwarzen Nachbarn und plant, in dessen Familienverband einzutreten, obwohl er in den \u00dcberfall eingeweiht war und die T\u00e4ter kennt. Lucy, die in klischeehafter Weise die Attribute der modernen, emanzipierten jungen Frau vereint, negiert damit alles, was ihr Leben bis dahin ausgemacht und sie als Angeh\u00f6rige der westlichen Zivilisation ausgewiesen hat.<\/p>\n<p>Im Nebeneinander inkompatibler Kulturen wird nichts diskursiv ausgehandelt. Erst kommt die Gesetzlosigkeit, der das Recht des St\u00e4rkeren folgt. W\u00e4hrend David einer harmlosen, jedenfalls einvernehmlichen Aff\u00e4re wegen sich in den Fallstricken des Feminismus wiederfindet und gesellschaftlich ge\u00e4chtet wird, bleibt Lucys Vergewaltigung nicht nur unges\u00fchnt, sie setzt und besiegelt neue, vorsintflutliche Macht-, Rechts- und Besitzverh\u00e4ltnisse. Lucy wiederum will darin kein Unrecht und auch keine neue Absurdit\u00e4t erkennen, sondern, dem westlichen Schulddiskurs folgend, das Ergebnis der historischen Logik und Gerechtigkeit. Mit der vollst\u00e4ndigen Regression zu einer atavistischen Lebensform glaubt sie Gutes zu tun und erhofft sich die Befreiung aus den Selbstzweifeln des Absurden.<br \/>\nIhr Vater teilt die Auffassung zumindest tendenziell. Als er nach mehreren Wochen nach Kapstadt zur\u00fcckkehrt und sein Haus aufgebrochen und gepl\u00fcndert vorfindet, betrachtet er das als \u201eReparation\u201c, welche den Schwarzen f\u00fcr das Leid der Apartheid zustehe.<\/p>\n<p>Rechnet man die individuelle Entscheidung auf die Politik hoch, ergibt sich: Dem Wei\u00dfen Mann, der begangenes Unrecht an der Welt wiedergutzumachen sucht, ist die F\u00e4higkeit abhanden gekommen, seine Lebenswelt zu sch\u00fctzen. Aus Selbstzweifel und Schuldgef\u00fchlen l\u00e4\u00dft sich keine Kraft zur Selbstbehauptung sch\u00f6pfen. Der Schriftsteller Matthias Politycki hatte 2005 im Essay \u201eWei\u00dfer Mann \u2013 was nun?\u201c prognostiziert, da\u00df Europa der \u201eEruption physischer Macht und der Brutalit\u00e4t des vitalen Lebens\u201c aus der Dritten Welt nicht viel entgegenzusetzen habe. Auch der westliche Feminismus, an dem Lury gesellschaflich zerbricht, wird damit hinf\u00e4llig. Melanies eifers\u00fcchtiger Freund, anstatt mit David die Auseinandersetzung von Mann zu Mann zu suchen, hatte ihn bei Melanies bigottem Vater denunziert und der feministischen Lobby ausgeliefert. Unterm Strich hat der Feminismus sich im \u201eKampf der Kulturen\u201c als dekadenter Schw\u00e4chefaktor erwiesen.<\/p>\n<p>Lucy hatte gemeint, ihre Unterwerfung in ein Leben \u201eohne Papiere, ohne Waffen, ohne Besitz, ohne Rechte, ohne W\u00fcrde\u201c, sei \u201eeine gute Ausgangsbasis f\u00fcr einen Neuanfang\u201c. Welche Bilanz sie wohl im Angesicht der Randale von 2021 zieht?<br \/>\nJohn M. Coetzee ist beizeiten aus S\u00fcdafrika ausgewandert und australischer Staatsb\u00fcrger geworden. Er sah voraus, da\u00df aus der anstrengenden Vielfalt eine schmerzhafte, am Ende lebensgef\u00e4hrliche Einfalt erwachsen w\u00fcrde. Was sehen wir heute?<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.8.2021 von Thorsten Hinz bitte lesen<br \/>\nin der Jungen Freiheit 33\/21, Seite 13<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0\u00a0&gt;Afrika\u00a0&gt;Afrika-Migration &gt;Afrika-Zukunft &gt;Suedafrika Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen S\u00fcdafrika im Zerfall 2011, 2016, 2026 &#8211; Was uns hier in Europa bevor steht (17.4.2026) Doku &#8222;wei\u00dfe Farmer in S\u00fcdafrika&#8220; von Lauren Southern auf deutsch (23.5.2025) Gr\u00fc\u00dfe aus Kapstadt: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/suedafrika\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":27,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-93836","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/93836","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=93836"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/93836\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148043,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/93836\/revisions\/148043"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/27"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=93836"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}