{"id":93512,"date":"2021-08-11T07:24:03","date_gmt":"2021-08-11T05:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=93512"},"modified":"2025-02-08T19:58:24","modified_gmt":"2025-02-08T18:58:24","slug":"ehrenmord","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/ehrenmord\/","title":{"rendered":"Ehrenmord"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Islam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/\">Islam<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Islam-Frauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-frauen\/\">Islam-Frauen<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/kinderehe\/\">Kinderehe<\/a> &gt;Ehrenmord<\/p>\n<div id=\"attachment_53647\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-53647\" class=\"size-full wp-image-53647\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mulhouse1kopftuch-pan150313.jpg\" alt=\"\" width=\"639\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mulhouse1kopftuch-pan150313.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/mulhouse1kopftuch-pan150313-180x85.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><p id=\"caption-attachment-53647\" class=\"wp-caption-text\">Kopft\u00fccher auf dem Markt in Mulhouse\/Elsass am 14.3.2015<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc: Deutsch-Kurdin vor 20 Jahren von ihren Br\u00fcdern erschossen &#8211; Grab? (7.2.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/femizid\/\">Wann Frauenmord Femizid ist<\/a> (1-10-2024)<\/li>\n<li>Ehrenmord: Frau in Berlin-Zehlendorf von Ex-Mann mit Messer ermordet (28..8.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ma-messer-wegen-bpe-kritik\/\">MA: Messer wegen BPE-Kritik<\/a>\u00a0(31.5.2024)<\/li>\n<li>Der Begriff \u00abEhrenmord\u00bb ist unabdingbar (13.8.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/berlin-ehrenmord-kein-femizid\/\">Berlin: Ehrenmord kein Femizid<\/a>\u00a0(11.8.2021)<\/li>\n<li>Ist ein Frauenleben weniger wert als ein Pferd? (8.8.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/justiz.htm#Ehrenmorde%20in%20Deutschland\">Ehrenmorde in Deutschland<\/a>\u00a0&gt;Justiz<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/ates\/\">Ates<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Ehre\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/tuerkei\/ehre\/\">Ehre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/femizid\/\">Femizid<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Frauen-Freiheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/frauen-freiheit\/\">Frauen-Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Islam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/\">Islam<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Islam-Frauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-frauen\/\">Islam-Frauen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Haeusliche-Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/haeusliche-gewalt\/\">H\u00e4usliche Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Kelek\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/kelek\/\">Kelek<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Kinderehe\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/kinderehe\/\">Kinderehe<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Patriarchat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/patriarchat\/\">Patriarchat<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Scharia\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/scharia\/\">Scharia<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc: Deutsch-Kurdin vor 20 Jahren von ihren Br\u00fcdern erschossen &#8211; Grab?<\/strong><br \/>\nAls der \u201eEhrenmord\u201c nach Deutschland kam<br \/>\nVor 20 Jahren wurde die Deutsch-Kurdin von ihren eigenen Br\u00fcdern in Berlin erschossen. Die Familie wollte nicht hinnehmen, dass die junge Frau ein selbstbestimmtes Leben f\u00fchrte. Die Hauptstadt gedenkt der Toten jetzt auf Berliner Art: Der Senat verweigert ihr ein Ehrengrab.<br \/>\nHatuns Eltern stammten aus dem kurdischen Teil der T\u00fcrkei und lie\u00dfen sich Anfang der 1970er-Jahre in Berlin nieder. Sie wuchs mit f\u00fcnf Br\u00fcdern und drei Schwestern im Bezirk Kreuzberg auf. Ihr Vater meldete sie nach der 8. Klasse vom Gymnasium ab. Mit 16 wurde sie in Istanbul zwangsverheiratet \u2013 mit ihrem eigenen Cousin. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde sie von ihm schwanger.<br \/>\nNach einem Streit mit ihrem Mann und dessen strenggl\u00e4ubiger Familie kehrte sie alleine nach Berlin zur\u00fcck und brachte dort ihren Sohn zur Welt. Sie zog aus der elterlichen Wohnung in ein Wohnheim f\u00fcr minderj\u00e4hrige M\u00fctter und legte ihr Kopftuch ab. Hatun holte ihren Hauptschulabschluss nach, zog in eine eigene kleine Wohnung und begann eine Lehre als Elektroinstallateurin. Als sie ermordet wurde, stand sie kurz vor ihrer Gesellenpr\u00fcfung. Direkt danach wollte sie mit ihrem kleinen Sohn nach Freiburg ziehen, wo sie bereits eine Arbeitsstelle in Aussicht hatte.<br \/>\nTrotz der tiefen Konflikte mit ihrer streng muslimisch-traditionellen Familie hielt sie den Kontakt. Doch ihre Br\u00fcder drohten ihr mehrfach mit dem Tod \u2013 ihr selbstst\u00e4ndiges Leben habe die Familie \u201eentehrt\u201c. Hatun wandte sich mehrfach an die Polizei und meldete die Morddrohungen. Doch die Beh\u00f6rden unternahmen nichts.<\/p>\n<p>Sie wollte einen letzten Versuch unternehmen, sich mit ihrem Bruder Ayhan auszusprechen, und traf sich mit ihm in ihrer Wohnung. Das Gespr\u00e4ch blieb ergebnislos. Die junge Frau begleitete ihren Bruder noch zu einer Bushaltestelle. Dort schoss er ihr dreimal in den Kopf, weil sie die Familie \u201eentehrt\u201c habe. Da wurde das Wort \u201eEhrenmord\u201c in Deutschland erst so richtig bekannt.<br \/>\nNat\u00fcrlich ist dieser Begriff irref\u00fchrend. Ein Mord ist niemals ehrenhaft. Dennoch hat sich das Wort etabliert. In j\u00fcngster Zeit versuchen linke Kreise, es durch den Begriff \u201eFemizid\u201c zu ersetzen: T\u00f6tung von Frauen aufgrund des Geschlechts.<br \/>\nDoch das verschleiert die wahren Hintergr\u00fcnde. \u201eEhrenmorde\u201c werden aus religi\u00f6s-traditionellen Motiven begangen, fast immer sind muslimische Frauen oder M\u00e4dchen betroffen. In einigen F\u00e4llen trifft es auch homosexuelle muslimische M\u00e4nner, deren Familien sie als \u201eSchande\u201c betrachten. Diese Taten pauschal als geschlechtsspezifische Gewalt einzuordnen, bedeutet, ihre religi\u00f6s-kulturellen Ursachen zu verschleiern.<br \/>\nAber vielleicht ist genau das gewollt.<br \/>\nHatuns M\u00f6rder wurde zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten verurteilt und sp\u00e4ter in die T\u00fcrkei abgeschoben. Dort betreibt er heute einen K\u00f6fte-Imbiss.<br \/>\nZwei \u00e4ltere Br\u00fcder, die als eigentliche Drahtzieher galten, wurden in einem ersten Prozess aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Ihnen wurde vorgeworfen, die Tat geplant und ihren j\u00fcngeren Bruder zur Ausf\u00fchrung bestimmt zu haben. Einer soll die Waffe beschafft, der andere die Tat beobachtet haben. Beide setzten sich in die T\u00fcrkei ab, wo sie unbehelligt leben \u2013 eine Auslieferung wurde verweigert.<\/p>\n<p>Hatuns Sohn wuchs bis zu seiner Vollj\u00e4hrigkeit bei Pflegeeltern auf. Sie hatte vor ihrem Tod mehrfach den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, dass der Junge weder zu seinem Vater noch zu ihrer Familie kommen solle.<\/p>\n<p>*****<br \/>\nHatun S\u00fcr\u00fcc\u00fcs letzte Ruhest\u00e4tte liegt auf dem islamischen Teil eines Friedhofs im Berliner Stadtteil Spandau. Dort befinden sich \u00fcber 9.000 nach Mekka ausgerichtete Gr\u00e4ber von Muslimen. Nach 20 Jahren l\u00e4uft der Nutzungsvertrag f\u00fcr ihr Grab nun aus.<\/p>\n<p>Der Bezirk beantragte beim Berliner Senat, Hatuns Grab als sogenanntes \u201eEhrengrab\u201c anzuerkennen, um es dauerhaft zu erhalten: \u201eUm ihre letzte Ruhest\u00e4tte weiterhin als einen Ort des Gedenkens und auch f\u00fcr ihren Sohn zu erhalten, soll die Senatsverwaltung ersucht werden, die Grabst\u00e4tte dauerhaft zu erhalten und zu pflegen.\u201c<br \/>\nEhrensache, k\u00f6nnte man denken.<br \/>\nFalsch gedacht. Wir sind in Berlin. Die unvergleichlich mitf\u00fchlende, stilsichere und den B\u00fcrgern zugewandte Stadtverwaltung hat kurz vor Hatuns 20. Todestag mitgeteilt, \u201edass der Vorschlag (\u2026), die Grabstelle von Frau S\u00fcr\u00fcc\u00fc als Ehrengrabst\u00e4tte des Landes Berlin anzuerkennen, nicht aufgegriffen\u201c wird.<br \/>\nEtwa 700 Ehrengrabst\u00e4tten gibt es in der Hauptstadt. Die Liste ist 77 Seiten lang, im Format DIN-A-4. Viele g\u00e4nzlich unbekannte Lokalpolitiker stehen drauf \u2013 oder kennen Sie Julius Zimmermann? Wir kannten ihn auch nicht: Er war von 1875 bis 1902 B\u00fcrgermeister des Stadtbezirks Steglitz. Auch f\u00fcr Harald Juhnke und Hildegard Knef spendiert Berlin ein Ehrengrab.<br \/>\nAber nicht f\u00fcr Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc. Liegt es an fehlendem Geld? Wir wissen es nicht. Zwar ist Berlin bekanntlich chronisch pleite, f\u00fcr bestimmte Projekte scheinen aber immer noch Finanzmittel da zu sein. In der Trauerhalle des muslimischen Friedhofs in Spandau etwa wird demn\u00e4chst ein muslimischer Gebetsraum mit einem neuen Waschraum gebaut: Weil die Totenwaschung bei islamischen Beerdigungen eine wichtige Rolle spiele, hei\u00dft es vom Senat.<br \/>\nUm Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fcs Grab zu sichern, haben sich nach Angaben der Friedhofsverwaltung jetzt mehrere Privatleute gemeldet. Sie sind bereit, die Kosten zu \u00fcbernehmen, die das Land Berlin nicht \u00fcbernehmen will \u2013 damit die letzte Ruhest\u00e4tte der jungen ermordeten Frau erhalten bleibt.<br \/>\nVon der Familie ist da erwartbar nichts zu erwarten. Die S\u00fcr\u00fcc\u00fcs haben seinerzeit noch nicht einmal den Grabstein f\u00fcr ihre Tochter bezahlen wollen. \u00dcber vier Jahre blieb der Steinmetz auf offenen Kosten in H\u00f6he von 1.600.- Euro sitzen.<br \/>\nEhrenm\u00e4nner eben.<br \/>\n&#8230; Alles vom 7.2.2025 von Alexander Heiden bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/hatun-sueruecue-als-der-ehrenmord-nach-deutschland-kam\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/hatun-sueruecue-als-der-ehrenmord-nach-deutschland-kam\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ehrenmord: Frau in Berlin-Zehlendorf von Ex-Mann mit Messer ermordet<\/strong><br \/>\nIm Berliner Bezirk Zehlendorf hat am Mittwochabend gegen 20.30 Uhr ein libanesischer Mann eine Frau auf offener Stra\u00dfe mit einem Messer angegriffen und ihr so schwere Stich- und Schnittverletzungen zugef\u00fcgt. Rettungskr\u00e4fte reanimierten die 36-J\u00e4hrige noch am Tatort in der Hampsteadstra\u00dfe, sie verstarb jedoch nach einer Notoperation im Krankenhaus. &#8230;<br \/>\nLaut Informationen der Staatsanwaltschaft h\u00e4tten T\u00e4ter und Opfer vier gemeinsame Kinder, der Tatverd\u00e4chtige und das Opfer sind beide libanesischer Herkunft. \u201eZum Motiv l\u00e4sst sich weiter sagen, dass wir davon ausgehen, dass der T\u00e4ter sich durch die Trennung in seiner Ehre verletzt gef\u00fchlt hatte. Um diese wiederherzustellen, entschied er sich, seine Ex-Frau umzubringen\u201c, so B\u00fcchner zu BZ. Es handelt sich also um einen Ehrenmord.<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.8.2024 bitte lesn auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/ehrenmord-frau-in-berlin-zehlendorf-von-ex-mann-mit-messer-ermordet\/\">https:\/\/apollo-news.net\/ehrenmord-frau-in-berlin-zehlendorf-von-ex-mann-mit-messer-ermordet\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Begriff \u00abEhrenmord\u00bb ist unabdingbar<\/strong><br \/>\n<strong>Ehrenmorde sind ein importiertes Problem<\/strong><br \/>\nEine junge Afghanin wird von ihren Br\u00fcdern wegen ihres \u00abwestlichen\u00bb Lebensstils ermordet, die M\u00e4nner sitzen in Untersuchungshaft \u2013 und Teile der deutschen \u00d6ffentlichkeit diskutieren seit Tagen ernsthaft dar\u00fcber, ob es Ehrenmorde \u00fcberhaupt gebe oder ob sie nicht besser als Gewalt gegen Frauen an sich eingeordnet w\u00fcrden. W\u00fcrde man das Muster nicht schon kennen, w\u00e4re man fassungslos.<br \/>\nDoch es gibt auch Stimmen der Vernunft. Terre des Femmes \u2013 die fremdenfeindlicher Tendenzen unverd\u00e4chtige Frauenrechtsorganisation \u2013 hat an diesem Mittwoch daf\u00fcr pl\u00e4diert, den Begriff des Ehrenmords nicht einfach aus dem Diskurs auszusortieren und sich hinter dem allgemeinen Begriff des \u00abFemizids\u00bb zu verstecken. Zu Recht.<br \/>\nDie Frauenrechtler widersprachen damit unter anderem Berlins linker Integrationssenatorin Elke Breitenbach. Diese hatte sich zun\u00e4chst geweigert, angesichts des Falls der im Juli in Berlin ermordeten und in Bayern verscharrten Afghanin von Ehrenmord zu sprechen. Es handle sich um t\u00f6dliche Gewalt gegen Frauen, wie sie in Deutschland jeden dritten Tag vorkomme. Aus der Berliner CDU und auch SPD gab es Widerspruch, und schliesslich relativierte Breitenbach ihre Relativierung: Sie habe vermeiden wollen, dass im Zusammenhang mit Mord rechtfertigend von \u00abEhre\u00bb gesprochen werde. \u00dcberzeugend war auch das nicht.<br \/>\nVielmehr wurden die blinden Flecken linken Denkens in Sachen Integration offenbar. Breitenbach und Gleichdenkende f\u00fcrchten, durch die Benennung einer importierten kulturellen Dimension w\u00fcrde von gewaltt\u00e4tigem Sexismus in Deutschland abgelenkt. Ausserdem soll immer vermieden werden, \u00abWasser auf die M\u00fchlen der Rechten\u00bb zu lenken. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/terre-des-femmes\/\">Terre des Femmes<\/a> hingegen zeigt, dass man sich f\u00fcr Frauen einsetzen und antipatriarchal sein kann, ohne aus identit\u00e4tspolitischen Gr\u00fcnden blind f\u00fcr die Wirklichkeit zu werden.<br \/>\nUm diese zu beschreiben, ist der Begriff des Ehrenmords schlicht unaufgebbar. Er benennt pr\u00e4zise, worum es geht \u2013 und worum nicht, etwa Beziehungstaten. Nun k\u00f6nnen individualistisch organisierte Gesellschaften wie die deutsche heute nur noch wenig mit der \u00abEhre\u00bb anfangen. In nichtmodernen Gesellschaften, und auch die gibt es noch, ist der Begriff hingegen zentral.<br \/>\nVor allem im l\u00e4ndlichen, bildungsfernen Raum, wo das \u00dcberleben des Einzelnen \u2013 Mann wie Frau \u2013 ganz von der Gemeinschaft, dem Clan, der Familie abh\u00e4ngt, wird Ehre h\u00f6chstes Kapital. Sie ist die W\u00e4hrung, nach der innerhalb wie zwischen Familien gerechnet wird. Wo sie vermeintlich besudelt wird \u2013 etwa wegen normenwidrigen Sexes oder eines Religionswechsels \u2013, kann im \u00e4ussersten Falle nur Blut sie reinwaschen. Durch Einwanderung kommt dieses Denken nat\u00fcrlich auch nach Deutschland.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAuch M\u00e4nner k\u00f6nnen Opfer eines Ehrenmords werden, Homosexuelle etwa. Laut einer Untersuchung des Max-Planck-Instituts aus dem Jahr 2011 waren in Deutschland im Untersuchungszeitraum gar 43 Prozent der Opfer M\u00e4nner.<br \/>\nFest steht: Ehrenmorde gibt es, und sie sind ein nach Deutschland importiertes Problem. Eine gute Integrationspolitik darf davor anders als Berlins Integrationssenatorin nicht die Augen verschliessen. Sonst verunm\u00f6glicht sie Pr\u00e4ventionsarbeit. Und die ist dringend n\u00f6tig<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.8.2021 bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\">https:\/\/www.nzz.ch<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ist ein Frauenleben weniger wert als ein Pferd?<\/strong><br \/>\n<strong>Kein Recht auf sexuelle Selbstbestimmung:<br \/>\nAuch in Deutschland unterliegen viele Frauen der muslimischen Tradition<\/strong><br \/>\nWeil sie nach ihrer Scheidung \u201ezu westlich\u201c gelebt hat, haben zwei afghanische Br\u00fcder in Berlin ihre \u00e4ltere Schwester get\u00f6tet. \u00dcber den Begriff \u201eEhrenmord&#8220; ist eine Kontroverse entbrannt. Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/ates\/\">Frauenrechtlerin Seyran Ates<\/a> schreibt, warum er richtig ist und warum es hier um mehr geht als um Symbolpolitik.<br \/>\n.<br \/>\nDie T\u00e4ter gingen planvoll vor. Sie ermordeten ihr Opfer in Berlin. Sie verpackten die Leiche in einem Koffer und transportierten sie mit dem Zug nach Bayern, um sie dort in einem Wald zu begraben. Ihre Kaltbl\u00fctigkeit ist erschreckend. Denn T\u00e4ter und Opfer waren verwandt. Es waren zwei afghanische Br\u00fcder, 22 und 25 Jahre, die ihre \u00e4ltere Schwester, 34 Jahre, umbrachten \u2013 um die \u201eEhre\u201c der Familie zu retten, wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Berlin hei\u00dft. Die Frau, Mutter zweier Kinder, habe nach ihrer Scheidung \u201ezu westlich\u201c gelebt.<\/p>\n<p>Wieder ein \u201eEhrenmord\u201c also. Kaum wurde der Fall bekannt, entbrannte auf Twitter eine Kontroverse \u00fcber den Begriff \u201eEhrenmord\u201c. Verharmloste er nicht, was da passiert ist? Suggerierte er nicht, dass die Frau selbst Schuld war, weil sie die \u201eEhre&#8220; der Familie beschmutzte und nicht so lebte, wie es der kulturelle oder religi\u00f6se Hintergrund ihrer Familie vorschrieb? Von \u201eOpfern h\u00e4uslicher Gewalt&#8220; oder \u201eOpfern eines Familiendramas\u201c war noch bis vor kurzem die Rede, wenn deutsche Frauen von ihren M\u00e4nnern get\u00f6tet werden. Frauenrechtlerinnen haben einen langen Atem gebraucht, bis sich daf\u00fcr ein Begriff etablierte, der den Straftatbestand viel besser beschreibt: Femizid. Frauen oder M\u00e4dchen werden aufgrund ihres Geschlechtes get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Wo bleibt der Aufschrei?<br \/>\nWar also auch dieser so genannte Ehrenmord ein Femizid? Um es gleich vorweg zu sagen: Ich bin daf\u00fcr, den Begriff beizubehalten, wenn auch nur in Anf\u00fchrungszeichen. Wer den kulturellen oder religi\u00f6sen Hintergrund einer solchen Tat ausblendet, sch\u00fctzt die T\u00e4ter, aber nicht die Opfer. Gerade sie aber haben unseren Schutz n\u00f6tig. Und Pr\u00e4vention kann nur funktionieren, wenn wir pr\u00e4zise sind.<\/p>\n<p>Doch merkw\u00fcrdig, wo bleibt der Aufschrei? W\u00e4hrend die Medien ausgesprochen ausf\u00fchrlich \u00fcber die Olympischen Spiele und den Fall der F\u00fcnfk\u00e4mpferin Annika Schleu berichteten, die ihr Pferd mit Gewalt \u00fcber ein Hindernis zwang, gab es relativ wenige Berichte \u00fcber den \u201eEhrenmord\u201c. Beim Wettkampf der Frauen hatte Schleus Trainerin \u2013 belegt durch Videoaufnahmen \u2013 mit der Faust auf das Pferd geschlagen, auf dem die Athletin Annika Schleu sa\u00df. Und sie hatte die Athletin aufgefordert, mit der Gerte \u201erichtig draufzuhauen\u201c, weil sich das Pferd beim Springreiten mehrfach verweigerte.<\/p>\n<p>Ich will damit nicht sagen, dass diese uns\u00e4gliche Tierqu\u00e4lerei keine Aufmerksamkeit und keinen Aufschrei verdient. Im Gegenteil, jede Art von Ausbeutung und Missbrauch von Tieren zum sportlichen Vergn\u00fcgen des Menschen sollte verboten und unter Strafe gestellt werden. Die Trainerin sollte an kein Pferd mehr gelassen werden. Und die Athletin sollte in den Spiegel schauen und sich fragen, warum sie so sehr nur um sich und ihre verlorene Medaille weint.<\/p>\n<p>Warum die Politik schweigt<br \/>\nAber dass ein gequ\u00e4ltes Pferd mehr Aufmerksamkeit bekommt als eine Frau, die mitten in Deutschland im Namen eines Begriffs umgebracht wird, der noch aus der Steinzeit stammt, ersch\u00fcttert mich. Ist ein Frauenleben weniger wert als ein Pferd? Dabei glaube ich nicht, dass dieser kaltbl\u00fctige Mord niemanden interessiert. Nein, dass er kaum kommentiert wird, dahinter steckt politisches Kalk\u00fcl.<\/p>\n<p>Kurz vor der Bundestagswahl und der Wahl zum Abgeordnetenhaus im rot-rot-gr\u00fcn-regierten Berlin haben offensichtlich nur wenige Politike und Politiker und Politikerinnen Lust, \u00fcber \u201eEhrenmorde\u201c sprechen. Kein Wunder. Sie m\u00fcssten sich dann der Frage stellen, warum die Integration dieser Familie gescheitert ist und ob sie mit ihrer Politik nicht auch dazu beigetragen haben, dass mitten in der Stadt Parallelgesellschaften entstanden sind, in denen nicht deutsches Recht gilt, sondern, nun ja, das Recht der Taliban.<\/p>\n<p>Die Angst, der AfD in die H\u00e4nde zu spielen<br \/>\nZu tief sitzt offenbar auch die Angst, der AfD in die H\u00e4nde zu spielen und als Rassist oder islamfeindlich abgestempelt zu werden. Ich bin der Meinung, das ist genau der falsche Weg. Wir l\u00f6sen das Problem doch nicht, indem wir es totschweigen und es einer Partei \u00fcberlassen, die am liebsten die Grenzen dichtmachen w\u00fcrde und alle Muslime unter Generalverdacht stellt.<\/p>\n<p>Wir liberalen und s\u00e4kularen Migranten und Muslime versuchen seit den 80er-Jahren, die deutsche Politik und Zivilgesellschaft aufzukl\u00e4ren und wachzur\u00fctteln, damit sie endlich genauer hinsieht und aufh\u00f6rt zu leugnen, dass es Parallelgesellschaften, Zwangsehen, Genitalverst\u00fcmmelungen und \u201eEhrenmorde\u201c in Deutschland gibt. Und es sind keineswegs Einzelf\u00e4lle. Sie alle sind symptomatisch f\u00fcr eine gescheiterte und verweigerte Integration in die freiheitlich demokratische Grundordnung.<\/p>\n<p>Liegen Ehrenmorde in der Natur des Islam?<br \/>\nAm schwersten tun sich junge und \u00e4ltere M\u00e4nner aus islamischen L\u00e4ndern mit der Integration. Die Tatsache, dass Ehrenmorde \u00fcberwiegend im islamischen Kulturkreis vorkommen, hat die Frage aufgeworfen, inwieweit der Koran und die Scharia dieses Verbrechen legitimieren. Schlie\u00dflich werden solche Morde auch von Christen und Yeziden in islamischen L\u00e4ndern begangen. Aber das st\u00fctzt nach meinem Erachten erst recht die These, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der vorislamischen Tradition von Ehrenmorden und islamisch-kulturellen Einfl\u00fcssen.<\/p>\n<p>Ich werde oft gefragt, ob dabei nicht auch die Bildung eine Rolle spielt. Diese Frage l\u00e4sst sich pauschal nicht mit ja beantworten. Nach einer Umfrage, die das t\u00fcrkische Meinungsforschungsinstitut Metropol 2007 durchf\u00fchrte, halten bis zu 30 Prozent aller Studenten an den ostt\u00fcrkischen Universit\u00e4ten einen Ehrenmord f\u00fcr eine legitime Reaktion auf eine Verletzung der Familienehre.<\/p>\n<p>Diese Studenten sind mit Sicherheit nicht alle besonders religi\u00f6s. Aber sie sind aufgewachsen in einem muslimischen Land. Und auch, wenn die T\u00fcrkei formell ein laizistischer Staat ist, pr\u00e4gt der Islam das Alltagsleben. In Afghanistan hat sich dieser Trend mit dem Siegeszug der Taliban noch versch\u00e4rft. Die Ablehnung von Gleichberechtigung und Akzeptanz von LGBTIQ*-Identit\u00e4ten wird von M\u00e4nnern damit begr\u00fcndet, dass es sich um westliche Werte handeln w\u00fcrde, denen Muslime nicht verpflichtet seien.<\/p>\n<p>Westliche Werte vs. islamische Tradition<br \/>\nSo haben auch die beiden Br\u00fcder der ermordeten Afghanin argumentiert. So hat sich auch der Bruder von Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc ausgedr\u00fcckt. Ayhan S\u00fcr\u00fcc\u00fc hat am 7. Mai 2005 seine \u00e4ltere Schwester an einer Bushaltestelle vor ihrem Haus mit drei Sch\u00fcssen in den Kopf get\u00f6tet. Oben in der Wohnung schlief der 5-j\u00e4hrige Sohn und Neffe. Auch hier gibt es eine Parallele. Die ermordete Afghanin hinterl\u00e4sst zwei kleine Kinder. Die Grausamkeit der Tat ist in beiden F\u00e4llen unfassbar.<\/p>\n<p>Wie konnte es dazu kommen? Schlie\u00dfen Sie doch bitte einfach die Augen und stellen sich Folgendes vor: Zwei junge M\u00e4nner fliehen mit ihrer Familie aus Afghanistan, um in Deutschland, in einem demokratischen und freien Land, ein besseres Leben zu f\u00fchren. Wir wissen noch nicht viel \u00fcber die jungen M\u00e4nner. Wir wissen aber genug, um uns ein Bild von ihrer Schwester zu machen.<\/p>\n<p>Von ihrer \u201eabla\u201c, wie es im T\u00fcrkischen voller Respekt gegen\u00fcber \u00e4lteren Schwestern hei\u00dft. Der \u00e4ltere Bruder wird mit \u201eabi\u201c angesprochen. In Afghanistan ist es auch \u00fcblich, die \u00e4lteren und j\u00fcngeren Geschwister explizit zu bezeichnen. \u201eAmsheere kalan\u201c hei\u00dft gro\u00dfe Schwester, \u201eBradare kalan\u201c hei\u00dft gro\u00dfer Bruder. Dahinter verbirgt sich eine sch\u00f6ne Kultur und Tradition. F\u00fcr Au\u00dfenstehende bringt sie nicht nur die Altersfolge bei den Geschwistern zum Ausdruck. Sie zeigt auch, wie sich der Respekt und die Achtung verteilt. Diese sch\u00f6ne Tradition wird aber nur praktiziert, solange sich alle an die Regeln und ihre Rolle halten.<\/p>\n<p>Das Leiden der T\u00e4ter<br \/>\nUnd da f\u00e4ngt das Problem an. Die \u00e4ltere Schwester hat Probleme mit ihrem Ehemann, sie l\u00e4sst sich scheiden und nimmt ihre beiden Kinder, um mit ihnen ein friedliches, freies Leben zu f\u00fchren. Das ist aber in ihrer Kultur nicht vorgesehen, denn in der Welt der Br\u00fcder gibt es kein freies, selbstbestimmtes Leben f\u00fcr Frauen. Jedenfalls keines, dass solche M\u00e4nner akzeptieren w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Also beschlie\u00dfen die beiden Br\u00fcder, ihre Schwester zu t\u00f6ten, damit sie die \u201eEhre\u201c der Familie nicht weiter beschmutzen kann. F\u00fcr westlich Zivilisierte ist es nur schwer vorstellbar, aber diese M\u00e4nner leiden tats\u00e4chlich unter dem Verhalten der Schwester. Sie haben Angst, dass Bekannte mit dem Finger auf die Schwester zeigen k\u00f6nnten und der Tabubruch auf die Familie zur\u00fcckf\u00e4llt. Sie sind besessen von der Idee, das soziale Ansehen der Familie zu retten. Schauen Sie sich mal den Spielfilm \u201eNur eine Frau\u201c \u00fcber den Mord an Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc an. Er zeigt, was f\u00fcr eine Dynamik dabei entstehen kann.<\/p>\n<p>Der Ehrbegriff dieser M\u00e4nner ist ein archaischer. Er ist eng verbunden mit der Stellung in der Frau in der famili\u00e4ren Hierarchie. Aber was hei\u00dft \u201eEhre\u201c eigentlich? Gemeint ist die sexuelle Selbstbestimmung der Frau. In der Welt dieser Muslime ist es nicht vorgesehen, dass Frauen selbst entscheiden, mit wem sie Sex haben. Wer es doch tut, stellt die Macht der M\u00e4nner in Frage. Es ist ein t\u00f6dliches Sakrileg.<\/p>\n<p>Hat es die Frau nicht verdient?<br \/>\nDas ist auch der Grund, warum viele Migranten auf einen solchen \u201eEhrenmord\u201c mit Zuspruch und Applaus reagieren. Ich habe mich f\u00fcr erste Reaktionen unter Menschen aus Afghanistan interessiert und unseren Mitarbeiter M. gefragt, dessen Familie aus Afghanistan stammt. Seine \u00e4ltere Schwester sagte, dass es afghanische Familien gibt, die als erste die Frage stellen: \u201eWas hat die Frau falsch gemacht? Hat sie ges\u00fcndigt? War sie eine Nutte? Hat sie es nicht sogar verdient? Warum musste sie sich so nuttig verhalten?&#8220;<\/p>\n<p>M. schrieb noch \u201eTut mir leid f\u00fcr diese Ausdrucksweise, aber diese vulg\u00e4re Sprache wird tats\u00e4chlich so verwendet. Die Schuld wird immer bei der Frau gesucht. Irgendwie wird Mitleid ge\u00e4u\u00dfert, aber dann kommt stets das \u201eAaaaaaber&#8230;.&#8220; M. erinnert sich auch noch daran, dass im Fall von Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc einige seiner Verwandten der Ansicht waren, dass sie den Tod verdient habe. So haben sich damals auch viele Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen in Berlin ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Der Begriff der Ehre<br \/>\nWenn wir \u00fcber \u201eEhrenmorde\u201c sprechen, sprechen wir also \u00fcber einen Ehrbegriff, der nicht identisch ist mit dem Ehrbegriff, der mittlerweile in europ\u00e4ischen Demokratien Konsens ist. Was tun? Wie k\u00f6nnen wir die Begriffsdebatte beenden und dennoch der Tatsache gerecht werden, dass die T\u00e4ter aus keinem anderen Grund t\u00f6teten als aus verletzter Ehre? In der Literatur findet man zum Beispiel folgende Definition: \u201eEhrenmorde sind T\u00f6tungsdelikte, die aus vermeintlich kultureller Verpflichtung heraus innerhalb des eigenen Familienverbandes ver\u00fcbt werden, um der Familienehre gerecht zu werden\u201c.<\/p>\n<p>Dies alles ber\u00fccksichtigend, m\u00fcssen wir weiterhin von \u201eEhrenmorden\u201c sprechen, gerne auch in Anf\u00fchrungszeichen. Solange dieser t\u00f6dliche kollektive Ehrbegriff, der sich vor allem gegen die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen innerhalb einer Familie richtet, so lange wird es leider \u201eEhrenmorde\u201c geben. Das zeigt auch ein Blick auf die Geschichte Europas und der Aufkl\u00e4rung. Erst als sich die Liebesehe im 19. Jahrhundert langsam durchsetzen konnte, wandelt sich in Europa der Ehrbegriff, f\u00fcr den M\u00e4nner bereit waren, sich zu duellieren und T\u00f6chter ins Kloster zu stecken oder umzubringen.<br \/>\nViele islamische Familien stecken aktuell noch in diesem Entwicklungsprozess. Aber ich bin sicher, am Ende wird auch dort die Freiheit siegen. Dass sie das in Deutschland nicht l\u00e4ngst getan hat und so ein Mord in einer freiheitlichen Demokratie \u00fcberhaupt passieren konnte, ist ein gef\u00e4hrliches Signal, gerade vor dem Hintergrund der Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me, die gerade aus Afghanistan nach Europa kommen. Es sollte ein Weckruf an die Politik sein.<br \/>\nSchaut endlich hin!<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.8.2021 von Seyran Ates bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/ehrenmord-afghanistan-berlin-bundestagswahl-islam-integration-seyran-ates\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/ehrenmord-afghanistan-berlin-bundestagswahl-islam-integration-seyran-ates<\/a><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/ates\/\">Seyran Ate\u015f<\/a> arbeitet als Anw\u00e4ltin und Publizistin. Sie ist Gr\u00fcnderin der liberalen Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin.<\/em><br \/>\n<em>Seyran Ates, Mitbegr\u00fcnderin und Ideengeberin der liberalen Moschee<\/em><\/p>\n<p>Einige Kommentare<br \/>\n<strong>&#8222;Schaut endlich hin!&#8220;<\/strong><br \/>\nja, liebe Frau Ates, den Appell k\u00f6nnen sie noch 100 Mal an unsere verantwortlichen Politiker richten: Sie w o l l e n nicht hinsehen u. schon gar nicht die Konsequenzen daraus ziehen!<br \/>\nWenn Sie schreiben, da\u00df die AfD &#8222;alle Muslime unter Generalverdacht stellt&#8220;, so ist dies &#8211; das mu\u00df ich Ihnen leider sagen &#8211; eine Verleumdung. Sie springen hier nur auf den Mainstream-Zug auf. Die AfD hat ein klares Programm, in dem genau drinsteht, wie sie sich vern\u00fcnftigen Umgang mit d. Islam vorstellt. Es gibt Einzelne, die den Islam ganz aus D wieder vertreiben m\u00f6chten, aber es sind wenige (\u00fcbrig. in allen Parteien). Bitte, nehmen Sie doch endlich mal zur Kenntnis, da\u00df es n u r die AfD ist, die der Realit\u00e4t in D \u00fcberall ins Gesicht sieht u. leidenschaftlich daf\u00fcr k\u00e4mpft, unsere westliche Kultur im Land zu erhalten. Diese ist eben n i c h t beliebig bunt, sondern von Werten gepr\u00e4gt, die im christlichen Abendland gewachsen sind, inklusive Revolution u. Aufkl\u00e4rung, wovon auch Sie (!) profitieren.<br \/>\n8.8.2021, CH.W., CO<\/p>\n<p><strong>Manchmal hab ich das Gef\u00fchl, man bedient sich bewusst&#8230;<\/strong><br \/>\nder Aussage, dass f\u00fcr die AfD ALLE Muslime unter Generalverdacht stehen. Warum? Weil man sonst zugeben m\u00fcsste, dass es sehr wohl RICHTIG w\u00e4re, &#8222;falsche Fl\u00fcchtlinge&#8220;, v.a. aber KRIMINELLE zu verurteilen und dann ABZUSCHIEBEN! Aber das passt so garnicht in die Multi-Kulti-Gesellschaft &#8230; da lebt man lieber mit &#8222;Kollateralsch\u00e4den&#8220; und &#8211; wie es mir zumindest vorkommt &#8211; verurteilt f\u00fcr entsprechende F\u00e4lle oft mehr als gem\u00e4\u00dfigt \ud83d\ude41<br \/>\nZu guter Letzt: Ich habe in meinem Berufsleben h\u00e4ufig mit Muslimen (m\/w) zu tun gehabt und fast ausschlie\u00dflich gute Erfahrungen gemacht! Deswegen w\u00fcrd ich trotzdem nicht ausschlie\u00dfen, aus Mangel an Alternativen die AfD zu w\u00e4hlen&#8230;<br \/>\n8.8.2021, J.K.<\/p>\n<p><strong>Zwangsehen \u00fcber Familienzusammenf\u00fchrung<\/strong><br \/>\nLeider wird in Deutschland jede Kritik an an der Migration und ihren Folgen durch Diffamierung und Diskriminierung unterbunden. Man darf sich deshalb nicht wundern, wenn dieser Prozess von langfristigen Fehlentwicklungen begleitet ist. Mein Kompliment an die Autorin f\u00fcr ihren Mut und die pr\u00e4gnante und ausgewogene Beschreibung des Problems in Bezug auf die besondere Gef\u00e4hrdung der Menschenrechte von Migrantinnen durch ihre Verwandten, Zwangsehen sind auch mehrere Generationen nach der Einwanderung nicht un\u00fcblich. Infam finde ich, wenn das ganze dann noch \u00fcber die Institution der Familienzusammenf\u00fchrung organisiert wird. westlich sozialisierte junge Frauen werden in das Heimatland verheiratet und traditionell muslimisch sozialisierte Frauen nach Deutschland. Sie haben ihre M\u00e4nner vorher nie gesehen. Das ganze um einen Ehrbegriff aufrechtzuerhalten der Frauen jedes Recht auf sexuelle Selbstbestimmung nimmt und eine Integration in westliche Demokratien verhindert.<br \/>\n8.8.2021, C.K.<\/p>\n<p><strong>Die gr\u00f6\u00dften Opfer bringen nun die deutschen Frauen und M\u00e4dchen<\/strong><br \/>\nDie Frage in der \u00dcberschrift muss man faktisch mit Ja beantworten &#8211; offensichtlich f\u00fcr die Verantwortlichen in Presse und Rundfunk. Mir ist diese Heuchelei, sich angeblich f\u00fcr alle Diskriminierten einzusetzen und gleichzeitig elementare Errungenschaften unserer Zeit zu ignorieren, zutiefst zuwider. Die einzige Erkl\u00e4rung scheint tats\u00e4chlich zu sein, dass man bei korrekter Berichterstattung schnell bei den Verantwortlichen landen w\u00fcrde: bei denen, die eine ungesteuerte Migration ohne Regeln nicht nur zugelassen, sondern noch unterst\u00fctzt haben. Die gr\u00f6\u00dften Opfer bringen nun die deutschen Frauen und M\u00e4dchen, die sich nicht mehr alleine auf die Stra\u00dfe trauen und die Kinder und Frauen aus den Einwandererkreisen, denen die Wahrnehmung ihrer elementaren Freiheitsrechte hier bei uns versagt wird. Es ist zum Verzweifeln. Umso mehr gilt Ihnen, Frau Ates, der Dank daf\u00fcr, dieses Thema in die \u00d6ffentlichkeit gebracht zu haben: Pferd schlagen schlimm, Frau ermorden dagegen eine Frage der Ehre!<br \/>\n8.8.2021, K.D.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Eine Frau geh\u00f6rt ins Haus oder ins Grab!&#8220;<\/strong><br \/>\n&#8222;Zuerst hacken wir dir die Beine ab und dann &#8230;&#8220; Nein, ich schildere diesen Fall nicht nochmals. Die Tochter kam zum Gl\u00fcck unverletzt davon und ist mit neuer Identit\u00e4t untergetaucht. Ihr Vater und ihre drei Br\u00fcder wurden zu langen Haftstrafen verurteilt.<br \/>\nEs ist so m\u00fc\u00dfig und enervierend sich st\u00e4ndig wiederholen zu m\u00fcssen. Gleichwohl: nein, wir brauchen die meisten dieser Schutzsuchenden nicht! Nat\u00fcrlich sind integrationsbereite Mitmenschen willkommen, ob sie verfolgt werden oder nicht. Ich mach jetzt Schluss &#8211; es ist in der Tat sinnfrei. Ein afghanisch-paschtunisches Sprichwort zum Schluss: &#8222;&#8220;Eine Frau geh\u00f6rt ins Haus oder ins Grab!&#8220;<br \/>\nWie immer: Alles gute Frau Ates und passen Sie auf sich auf!<br \/>\n8.8.2021, B.M.<\/p>\n<p><strong>Die Heuchelei der Politik<\/strong><br \/>\nSo richtig und zutreffend ihr Artikel ist, so schlie\u00dfe ich mich den Kommentatoren an, die ihr AFD-Bashing zurecht kritisieren. Das es in allen Parteien Hardliner gibt wissen wir. Dies aber generell der Partei zu unterstellen ist sehr fragw\u00fcrdig und unzutreffend. Ja, Sie haben nat\u00fcrlich recht. Die Medien st\u00fcrzen sich gerade auf den &#8222;Pferdeskandal&#8220; bei Olympia und versuchen diesen &#8222;Ehrenmord&#8220; auszublenden. Ja, das passt den etablierten Parteien gar nicht, wenn diese Straftat \u00f6ffentlich diskutiert werden w\u00fcrde. Solange die BILD berichtet, werden aber dennoch viele Menschen erreicht, mag man von der BILD sonst halten was man will. Sie hat da eine klare Berichterstattung.Ich frage mich zynisch: Erf\u00fcllt diese ermorderte Frau eine Quote? Kommt sie in eine Statistik von Kollateralsch\u00e4den infolge ungez\u00fcgelter und ungesteuerter Migrationspolitik durch sog. Facharbeiter begangen? Wo sind die Aufschreie der Feministinnen? Wo sind die Frauenversteher in den Parteien, die doch sonst immer br\u00fcllen?<br \/>\n8.8.2021, E-G.K.<\/p>\n<p><strong>Ihre rhetorische Frage, Frau Ates: &#8222;Warum musste sie sich so nuttig verhalten?&#8220;<\/strong><br \/>\nSie, das Opfer, kann sich sogar doppelnuttig verhalten, dass geht keinen was an(!). Am wenigsten die &#8222;Ehrenm\u00f6rder&#8220;.<br \/>\n&#8222;Traditionen&#8220; die die Geschlechter trennen, sind m\u00f6rderische, b\u00f6sartige Traditionen, die hier nichts zu suchen haben. Sind nur eine andere Form vom Rassismus, die die gleiche Aufmerksamkeit verdient, wie &#8222;Black Lives Matter&#8220;, ist &#8222;Non-Islam Lives Matter.&#8220; Die sog. Ehrenmorde ist eine Erfindung der Verharml\u00f6ser bestialischer Straftaten. Menschen, die Morde als Ehre bezeichnen, sind genauso schlimm\/pervers, wie die KZ \u00c4rzte. Femizid ist nur eine Variante des Genozids u. gleichwertig verabscheuungsw\u00fcrdig. Irgendwelche Begr\u00fcndung davon abzuleiten, ist perfid u. menschenverachtend. \u00c4hnlich haben auch die Eugeniker\/Sozialdarwini<br \/>\nsten argumentiert.<br \/>\n8.8.2021, R.V.<br \/>\n<strong>Ist ein Frauenleben weniger wert als ein Pferd?<\/strong><br \/>\nSehr geehrte Frau Ate\u015f, ich war vor einiger Zeit in der Ibn-Rushd-Goethe Moschee, welcher Sie vorstehen. Ich war begeistert von dem weltoffenen Geist welcher dort herrscht. F\u00fcr die Gewalt welche den Frauen und M\u00e4dchen im islamischen Kulturkreis angetan wird k\u00f6nnen wir hier fast nichts machen. Aber auch in unserem Einflussgebiet in Deutschland werden schwerste Verbrechen im Namen der Ehre sowie des Islam begangen. Und unsere Elite schaut zu und beschwichtigt. Haben diese Herrschaften etwa Gefallen an der Gewalt gefunden? Wir finden jetzt immer \u00f6fter bei uns die gleichen Merkmale wie in den Parallelgesellschaften. Den Blockwart m\u00fcssen nicht nur die muslimischen Frauen und M\u00e4dchen f\u00fcrchten, nein, dieses Gespenst geht auch bei uns um. Und auch das Aufeinanderhetzen von \u201eGl\u00e4ubigen\u201c gegen &#8222;Ungl\u00e4ubige&#8220; ist nicht mehr auf den Islam begrenzt. Gewalt ist Gewalt, Mord ist Mord und kann weder durch eine Religion noch durch den Staat bzw. einzelne Personen jemals gerechtfertigt werden.<br \/>\n8.8.2021, M.S.<\/p>\n<p><strong>Der Begriff \u201eFeminismus\u201c ist hier reinster Sarkasmus.<\/strong><br \/>\nAus Sicht vieler m\u00e4nnlicher Angeh\u00f6riger dieses vom links \u2013 gr\u00fcnen Mainstream als \u201eBereicherung\u201c oder \u201eGeschenk\u201c begr\u00fc\u00dften Volkes ist die Frage nat\u00fcrlich mit \u201eJa\u201c zu beantworten. Dort sind Frauen wohl sogar weniger wert als Ziegen. Aber Sie zielen mit der Frage auf andere, das ist klar.<br \/>\nUnd wenn von dort eben kein nennenswerter Aufschrei kommt, keine massive Kritik, wenn der Fokus auf \u201ewillkommene\u201c Themen gerichtet wird, um weiterhin abzulenken von Dingen, die immer deutlicher zu Tage treten, dann ist auch dies ein Zeichen, dass man unterbewusst oder gar absichtlich, gerade von Seiten derjenigen, die sich sonst f\u00fcr alle \u201eUnterprivilegierten\u201c ins Zeug werfen, die \u201eIdentit\u00e4tspolitik\u201c f\u00fcr wichtiger halten als alles andere, ebenfalls eine mit den m\u00e4nnlichen Angeh\u00f6rigen dieser Steinzeit \u2013 Kultur vergleichbare Haltung eingenommen hat. Der Begriff \u201eFeminismus\u201c ist hier reinster Sarkasmus.<br \/>\nJa, Liebe Frau Ates, gewissen Kreisen in D sind \u201eunpassende\u201c Opfer, ob Frauen, M\u00e4nner oder gar Kinder, schlicht und ergreifend nichts wert.<br \/>\n8.8.2021, U.W.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Religion\u00a0&gt;Islam\u00a0&gt;Islam-Frauen &gt;Kinderehe &gt;Ehrenmord &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Hatun S\u00fcr\u00fcc\u00fc: Deutsch-Kurdin vor 20 Jahren von ihren Br\u00fcdern erschossen &#8211; Grab? 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