{"id":91939,"date":"2021-06-28T20:23:33","date_gmt":"2021-06-28T18:23:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=91939"},"modified":"2026-02-04T09:16:10","modified_gmt":"2026-02-04T08:16:10","slug":"loretta","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/loretta\/","title":{"rendered":"Loretta"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/\">Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutsche-kultur\/\">Deutsche Kultur<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/\">Kulturverlust<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunstfreiheit<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">Cancel Culture<\/a> &gt;Loretta<\/p>\n<div id=\"attachment_91800\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/freiburg-dreisam-picknick-pan210617.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-91800\" class=\"size-full wp-image-91800\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/freiburg-dreisam-picknick-pan210617.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/freiburg-dreisam-picknick-pan210617.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/freiburg-dreisam-picknick-pan210617-180x86.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-91800\" class=\"wp-caption-text\">Familienpicknick an der renaturierten Dreisam in Freiburg am 17.6.2021<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Lorettobad Damenbad: So pr\u00e4gten Moralvorstellungen die Freiburger Badekultur (3.2.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/friedliche-kunst-ist-unertraeglich\/\">Friedliche Kunst ist unertr\u00e4glich?<\/a>\u00a0(9.1.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/loretta-schule\/\">P\u00e4dagogik der Einsch\u00fcchterung von Sch\u00fclern \u2013 Loretta<\/a>\u00a0(21.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/barbe\/\">Barbe zum 18.3.: Assange Haft \u2013 DDR 1990 Wahl \u2013 Loretta denunziert<\/a> (18.3.2024) &#8211; eine andere Loretta!<\/li>\n<li>Lorettobad: Viele Pl\u00e4ne f\u00fcr den n\u00e4chsten Sommer (10.11.2023)<\/li>\n<li>Agatha statt Loretta: Wieder sorgt in Freiburg eine Holzskulptur f\u00fcr Aufregung (10.3.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/thomas-rees\/\">W\u00fcrfelspiel auf Emmendinger Hochburg von Thomas Rees<\/a>\u00a0(15,8,2022)<\/li>\n<li>Leider war ein Stuttgarter Unternehmer schneller &#8211; Abschied am Pfeiferberg (20.7.21)<\/li>\n<li>Man sieht, was man sehen will (8.7.2021)<\/li>\n<li>\u201eLoretta\u201c im Bad &#8211; ein Gedicht von higl (7.7.2021)<\/li>\n<li>Unternehmer kauft Loretta f\u00fcr ein Vielfaches des eigentlichen Preises (7.7.2021)<\/li>\n<li><strong>Ertr\u00e4gt das kulturelle Freiburg keine Kunstfreiheit? (3.7.2021)<\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture-literatur\/\">Cancel Culture macht Kulturschaffende mutlos<\/a>\u00a0(3.7.2021)<\/li>\n<li>Von Loretta lernen (1.7.2021)<\/li>\n<li>Loretta: Ein typischer Fall von &#8222;Cancel Culture&#8220; (29.6.2021)<\/li>\n<li>Video: Streit um Loretta-Skulptur (28.6.2021)<\/li>\n<li>Statt Geh\u00e4ssigkeit: Mit dem Werk von Thomas Rees auseinandersetzen (28.6.2021)<\/li>\n<li>Loretta als Ausdruck der Meinungsfreiheit des K\u00fcnstlers (27.6.2021)<\/li>\n<li>Adieu Loretta (27.6.2021)<\/li>\n<li>Salto r\u00fcckw\u00e4rts: Loretta und Lollo (26.6.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kunst-als-umstritten-entfernt\/\">Kunst als &#8222;umstritten&#8220; entfernt<\/a> (25.6.2021)<\/li>\n<li>Zwei Vorschl\u00e4ge: B\u00fcrgerentscheid sowie Konkurrenz-Loretta (25.6.2021)<\/li>\n<li>Studierte Kunstkritiker arrogant gegen\u00fcber dem nicht-studierten K\u00fcnstler\u00a0 (25.6.21)<\/li>\n<li>F\u00fcr Loretta wird nach einer einvernehmlichen L\u00f6sung gesucht (24.6.2021)<\/li>\n<li>Der m\u00fcndige B\u00fcrger kann Kunst selbst bewerten (23,6,2021)<\/li>\n<li>Rees verteidigt Loretta? Freiheit braucht sich nicht zu verteidigen (22.6.2021)<\/li>\n<li>Schlimm: Mi\u00dfliebige Kunst einfach zerst\u00f6ren? (21.6.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/loretta-und-die-cancel-culture\/\">Loretta und die Cancel Culture<\/a> (20.6.2021)<\/li>\n<li>Unbekannte bekleben umstrittene Holzskulptur im Freiburger Lorettobad (18.6.2021)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/thomas-rees\/\">Thomas Rees &#8211; Holzbildhauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/akademikerschwemme\/\">Akademikerschwemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">Cancel Culture<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/\">Kulturverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunstfreiheit<\/a><\/li>\n<li><strong><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/loretta-schule\/\">Loretta-Schule<\/a><\/strong><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/umstritten\/\">Umstritten<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-freiburg-lorettobad210614.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-91656\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-freiburg-lorettobad210614.jpg\" alt=\"\" width=\"457\" height=\"641\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-freiburg-lorettobad210614.jpg 457w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-freiburg-lorettobad210614-128x180.jpg 128w\" sizes=\"auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Loretta (Skulptur) im Lorettobad (Damenbad) alias &#8222;Lollo&#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.lorettobad.de\">https:\/\/www.lorettobad.de<\/a><br \/>\n<\/strong>=============================================================<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Lorettobad Damenbad: So pr\u00e4gten Moralvorstellungen die Freiburger Badekultur<\/strong><br \/>\nSo \u00e4ndern sich die Zeiten: Am Anfang war Frauen der Zutritt verboten \u2013 und heute ist das Damenbad im Freiburger Lorettobad das letzte Frauenbad Deutschlands. Einblicke in diese Geschichte sowie die der Freiburger Badekultur hat Stadtarchivleiter Florian Hoffmann mit seinem Vortrag in der Reihe &#8222;Auf Jahr und Tag&#8220; gegeben. Es ist, so l\u00e4sst sich nach Besuch des Vortrags festhalten, eine Geschichte \u00fcber Vorstellungen von Moral, \u00fcber Geschlechterrollen und Teilhabe.<br \/>\nDie ersten \u00f6ffentlichen B\u00e4der in Europa waren meist im Freien, an Fl\u00fcssen oder Seen. Als Vorbild galt das Pariser Flussbad. 1761 wurde es auf der Seine auf zwei Booten aufgebaut, die Badekammern waren nach Geschlechtern getrennt . Das Modell verbreitete sich weiter. In Freiburg er\u00f6ffnete Johann Nepomuk Stadler 1841 das erste Schwimmbad: das Lorettobad. Es z\u00e4hlte \u2013 weil vom H\u00f6lderlebach gespeist \u2013 ebenfalls als Flussbad. Die Geschlechtertrennung funktionierte so: M\u00e4nner durften rein. Alle anderen nicht.<br \/>\nDie Badekultur wurde immer wieder von konservativer Sorge vor Sittenverlotterung gepr\u00e4gt: Im Mai 1804 etwa klagte die erzherzogliche Regierung \u00fcber &#8222;Unsittlichkeit&#8220; der badebegeisterten Jugend. Sie st\u00f6rte sich daran, dass halbw\u00fcchsige M\u00e4dchen zusammen mit Knaben im M\u00fchlbach badeten, noch dazu von der Stra\u00dfe einsehbar. Tats\u00e4chlich gab es daraufhin eine Magistratsverordnung, die das Baden an nicht \u00fcberwachten Stellen und damit am beliebten M\u00fchlbach verbot. An abgelegenen Pl\u00e4tzen blieb Baden erlaubt. Doch ausgelassenes Baden galt nun als politisches Vergehen.<br \/>\n.<br \/>\nNeben Freib\u00e4dern und dem Wildbaden existierten weitere, auch elit\u00e4re Badeformen. In Freiburg war besonders das &#8222;Bad zum Pfaun&#8220; am Rand der Altstadt bekannt. Das Einrichten von Badeanstalten galt, anders als etwa von Theaterh\u00e4usern, zun\u00e4chst nicht als \u00f6ffentliche Aufgabe. Dadurch wurden sie meist durch private Mittel finanziert. Stadtamtsarzt Anton Wenker jedoch sah seinerzeit Badeanlagen sehr wohl als kommunale Aufgabe an und initiierte den Bau des Faulerbads. Das heutige Hallenbad wurde 1869 als Flussbadeanstalt an der Dreisam er\u00f6ffnet. Das nach dem Oberb\u00fcrgermeister Eduard Fauler benannte Bad bot bewusst erschwingliche Eintrittspreise an. Der Eintritt blieb auch hier M\u00e4nnerprivileg.<\/p>\n<p>Einen Wendepunkt gab es im Lorettobad. Unter Oskar Heims Leitung, Schwiegersohn von Johann Stadler, entstand dort 1886 das Frauenbad. Frauen konnten nun, wie auch heute, in einem eigenen Becken schwimmen. Anders als beim Lorettobad blieb es im Faulerbad lange Zeit bei einem einzigen Becken. 1922 bewilligte die Stadt, dass Frauen an zwei Nachmittagen in der Woche Zugang erhielten. Weitere Forderungen der Vereinigung Freiburger Frauengruppen lehnte die Stadtverwaltung ab. Einen weiteren M\u00e4nnertag wegzunehmen, so die Begr\u00fcndung, h\u00e4tte sofort zu Beschwerden gef\u00fchrt, insbesondere von der Studentenschaft. Eine pragmatische L\u00f6sung bestand 1932 schlie\u00dflich darin, versuchsweise gemeinschaftliches Baden einzuf\u00fchren. Der Versuch gelang \u2013 das Faulerbad war 1932 das meistbesuchte Bad in Freiburg.<\/p>\n<p>Das Lorettobad hatte es zu der Zeit schwieriger: 1918 war es an die Milit\u00e4rf\u00fchrung verpachtet worden, der \u00f6ffentliche Badebetrieb endete. Nach Ende des Ersten Weltkrieges gab es jahrelang Beschwerden wegen Verunreinigungen. 1926 wurde es schlie\u00dflich von der Stadt instandgesetzt, das Damenbad vergr\u00f6\u00dfert und um ein Damen-Luftbad, also eine Liegewiese, erweitert. Versuche, die Geschlechtertrennung im Bad aufzuheben, scheiterten nach wie vor am Widerstand von Verwaltung und katholischer Kirche. Erst in den 1930er Jahren wurde die gemeinsame Nutzung des Herrenbeckens zugelassen und 1940 das Herrenbad schlie\u00dflich zum heutigen Familienbad. Das Damenbad blieb bestehen. Der &#8222;F\u00f6rderverein Freunde des Lorettobads&#8220; hilft seit der drohenden Schlie\u00dfung Ender der 1990er, den Bestand des Bades zu sichern. Auch rechtlich ist das Frauenbad gesichert: Ein Jura-Student hatte 1980 gegen das Frauenbad geklagt. Doch das Verwaltungsgericht sieht keinen Versto\u00df gegen das Gleichheitsgebot.<br \/>\nHeute ist das &#8222;Lollo&#8220; das letzte Frauenbad in Deutschland. Ein weiteres dieser Art kann frau in Z\u00fcrich besuchen, das 1888 eingerichtete Frauenbad am Stadthausplatz auf der Limmat.<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.2.2026 von Jule Diehl bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/so-praegten-moralvorstellungen-die-freiburger-badekultur\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/so-praegten-moralvorstellungen-die-freiburger-badekultur<\/a><\/p>\n<p>Der Vortrag zur Badekultur ist Teil der Veranstaltungsreihe &#8222;Auf Jahr und Tag&#8220;, die Freiburger Orte und ihre Geschichte vorstellt. Weitere Informationen dazu unter mehr.bz\/auf-jahr-und-tag-fr.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.landesgeschichte.uni-freiburg.de\/auf-jahr-und-tag\/\">https:\/\/www.landesgeschichte.uni-freiburg.de\/auf-jahr-und-tag\/<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Lorettobad: Viele Pl\u00e4ne f\u00fcr den n\u00e4chsten Sommer<br \/>\n<\/strong>Die Freunde des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/baeder\/\">Lorettobads<\/a> planen manchmal auch im Herbst und Winter schon die Kulturveranstaltungen und neuen Investitionen f\u00fcr die n\u00e4chste Bade-Saison.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.11.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/viele-plaene-fuer-den-naechsten-sommer\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/viele-plaene-fuer-den-naechsten-sommer<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Agatha statt Loretta: Wieder sorgt in Freiburg eine Holzskulptur f\u00fcr Aufregung<\/strong><br \/>\nAgatha statt Loretta: Wieder sorgen die Figuren des Holzbildhauers Thomas Rees f\u00fcr Aufregung. Vier seiner Figuren \u2013 die Hexe, S\u00fcndenfall, Schneewittchen und Agatha L2 \u2013 wurden von der feministischen Gruppe &#8222;Realit\u00e4tenwerkstatt&#8220; zum Weltfrauentag am 8. M\u00e4rz mit T\u00fcchern und Tape umwickelt, wie diese in einer Pressemitteilung schreibt. Sie m\u00f6chte darauf aufmerksam machen, dass Frauenfeindlichkeit &#8222;hier unter dem Deckmantel der Kunstfreiheit, oft gar nicht in der Ferne gesucht werden muss.&#8220; Die Figuren stehen in Freiburg-Kappel und beim Waldhaus.<br \/>\nVon den vier Figuren ist vor allem die Skulptur Agatha L2 brisant, die in Freiburg-Kappel steht. Sie erinnert optisch stark an die Figur Loretta, die 2021 im Lorettobad enth\u00fcllt, kurz darauf von Unbekannten beklebt und schlussendlich abgebaut wurde (die BZ berichtete).<br \/>\nDie 4,90 Meter hohe Skulptur Agatha L2 ist eine Frauenfigur auf einem Scheiterhaufen. Benannt ist sie nach einem 16-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen, dass 1603 in Freiburg gelebt hat \u2013 in der Zeit der Hexenverbrennung. Auch Agatha wurde Hexerei vorgeworfen.<\/p>\n<p>Die \u00c4hnlichkeit zwischen Agatha L2 und Loretta sei gewollt, sagt der K\u00fcnstler Thomas Rees. &#8222;Agatha L2 symbolisiert Loretta, die ein \u00e4hnliches Schicksal erlitten hat \u2013 eine \u00f6ffentliche Verbrennung und Verunglimpfung.&#8220; Rees spielt damit auf die Sexismus-Debatte \u00fcber die Loretta-Figur im Sommer 2021 an.Die Figur stand damals im Lorettobad. Kritiker warfen Rees vor, die Darstellung der Frau sei sexistisch. Rees verteidigte sie als selbstbewusst und stark. Die Skulptur Loretta 2021 und das 16-j\u00e4hrige M\u00e4dchen Agatha: Beide seien \u00f6ffentlich angeprangert worden, so Rees. Und auch das Ende der Geschichte habe Parallelen: Agatha wurde nicht verbrannt, sondern bekam in einer anderen Stadt Asyl. Die Loretta-Skulptur wurde an einen Unternehmer aus dem Gro\u00dfraum Stuttgart verkauft. Auch das eine Art Asyl.<\/p>\n<p>Die Skulptur Agatha L2 entstand 2021, nachdem Loretta wieder abgebaut wurde. Es sei eine Arbeit f\u00fcr einen privaten Auftraggeber gewesen, so Rees. Die Aktion der feministischen Gruppe nennt Rees &#8222;diffamierend und unversch\u00e4mt&#8220;.<br \/>\nDie Gruppe &#8222;Realit\u00e4tenwerkstatt&#8220; st\u00f6rt sich an der Darstellung und der Symbolik. Die Skulptur romantisiere die Hexenverbrennung und sei zudem sexualisierend, objektivierend und unrealistisch, wirft sie dem K\u00fcnstler vor. Dieser kontert: &#8222;Bei Agatha L2 geht es nicht um die Hexenverbrennung. Es geht um einen Vergleich zwischen heute und 1603.&#8220;<br \/>\n&#8230; Alles vom 0.3.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/agatha-statt-loretta-wieder-sorgt-in-freiburg-eine-holzskulptur-fuer-aufregung--247367289.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/agatha-statt-loretta-wieder-sorgt-in-freiburg-eine-holzskulptur-fuer-aufregung&#8211;247367289.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/thomas-rees.com\/agatha\/\">http:\/\/thomas-rees.com\/agatha\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nNein zu sexistischer Kunst! Entfernung der &#8222;Agatha L2&#8220; auf dem Pfeiferberg bei Freiburg:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/nein-zu-sexistischer-kunst-entfernung-der-agatha-l2-auf-dem-pfeiferberg-bei-freiburg\">https:\/\/www.change.org\/p\/nein-zu-sexistischer-kunst-entfernung-der-agatha-l2-auf-dem-pfeiferberg-bei-freiburg<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/realitaetenwerkstatt.noblogs.org\/\">https:\/\/realitaetenwerkstatt.noblogs.org\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<strong>Agatha-Skulptur: Dieses Verhalten ist unrechtm\u00e4\u00dfige Zensur<\/strong><br \/>\nZuerst m\u00f6chte ich sagen, dass ich die Debatte eigentlich unn\u00f6tig finde, da die Aktion der feministischen Gruppe &#8222;Realit\u00e4tenwerkstatt&#8220; meiner Meinung nach den Hintergrund fehlender Toleranz und eines engstirnigen Verst\u00e4ndnisses f\u00fcr k\u00fcnstlerische Freiheit hat. Ich finde die Reaktion der Gruppe am Weltfrauentag, vier Skulpturen des Holzbildhauers Thomas Rees zu verh\u00fcllen, reaktion\u00e4r und trotzig. Ich meine, dass dieses Verhalten unrechtm\u00e4\u00dfige Zensur ist und mich an Diktaturen in der Geschichte erinnert. So \u00fcberschreitet dieser Aktivismus eine Grenze und wird zu Extremismus. Ich kann Thomas Rees nur zustimmen, dass dieses Verhalten diffamierend und unversch\u00e4mt ist. Auch werden durch eine solche Diskussion die wichtigen Themen in der Sexismus-Debatte \u00fcbergangen und nicht mehr ernst genommen.<br \/>\n26.3.2023, M.D., Berufskolleg f\u00fcr Produkt-Designer der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschulen, Freiburg, BZ<\/p>\n<p><strong>Eine sehr unn\u00f6tige und problemsuchende Debatte der feministischen Gruppe<\/strong><br \/>\nNach einer anregenden Diskussion in der Klasse kam ich zu dem Entschluss, dass es eine sehr unn\u00f6tige und problemsuchende Debatte der feministischen Gruppe ist, die leider gar keine Toleranz zeigt und noch nie etwas von k\u00fcnstlerischer Freiheit geh\u00f6rt hat.<br \/>\nDie Gruppe will jedem einzelnen, der es nicht so sieht, mit der Verschleieraktion ihre Meinung aufdr\u00fccken, und keine anderen Meinungen werden akzeptiert. Das ist nicht tolerierbar.<br \/>\n26.3.2023, M.P., Berufskolleg f\u00fcr Produkt-Designer der Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschulen, Freiburg, BZ<\/p>\n<p>.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Leider war ein Stuttgarter Unternehmer schneller &#8211; Abschied am Pfeiferberg<\/strong><br \/>\nDa Loretta aus Freiburg verbannt wurde, sucht sie ein neues Zuhause. Am zweiten Juli-Wochenende konnte man das Kunstwerk auf dem Pfeiferberg, wo es entstanden ist, noch einmal bewundern. Ich m\u00f6chte dem K\u00fcnstler Thomas Rees f\u00fcr diese sch\u00f6ne und gelungene Skulptur gratulieren.<br \/>\nSchade, dass weder Toleranz noch Wertsch\u00e4tzung dem heimischen K\u00fcnstler entgegengebracht wurde.<br \/>\nBevor Loretta auf Reisen geht, durfte sie nochmals ins sch\u00f6ne Dreisamtal blicken. Auch dort h\u00e4tte sie sicherlich Asyl erhalten, leider war ein Stuttgarter Unternehmer schneller.<\/p>\n<p>Herr Rees, lassen Sie sich von diesem Horrorerlebnis nicht einsch\u00fcchtern \u2013 meines Erachtens sind Sie der Gewinner, das haben viele Gespr\u00e4che am Pfeiferberg best\u00e4tigt. Ein Sprichwort sagt: Der Kl\u00fcgere gibt nach.<br \/>\n20.7.2021, Thomas Ketterer, Stegen, BZ<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Man sieht, was man sehen will<\/strong><br \/>\n&#8222;Beim Freilegen der Botschaft, die die Skulptur vermitteln soll, ergeben sich tiefgr\u00fcndige Interpretationsm\u00f6glichkeiten. Vieles aber liegt wohl nicht nur im Auge, sondern vor allem an der inneren Dienlichkeit des Betrachters. Man sieht, was man sehen will.&#8220;<br \/>\nThomas Rees, 8.7.2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eLoretta\u201c im Bad<\/strong><br \/>\nDerzeit ein Drama findet statt<br \/>\nim Freiburger Lorettobad &#8211;<br \/>\nwo man vergrault \u201eLoretta\u201c hat,<br \/>\ndie dort ward aufgestellt erst grad&#8216;<br \/>\nals Wasserw\u00e4chterin Syrinx &#8211;<br \/>\nmit L\u00f6wenm\u00e4hne \u00e0 la Sphinx<br \/>\nvom Rees aus gleichem Holz geschnitzt<br \/>\nwie Pan, der ihr zu F\u00fc\u00dfen sitzt,<br \/>\nauf seiner Fl\u00f6te brav und bieder<br \/>\nihr vorspielt seine Hirtenlieder &#8211;<br \/>\nwobei er ihr doch nach der Sage<br \/>\nschwer zugesetzt, war eine Plage.<\/p>\n<p>Ob dieser altgriechischen Nymphe,<br \/>\ndem Halbgott, der ihr nachgestellt,<br \/>\ngab es im Bad ein Mordsgeschimpfe,<br \/>\nweil vielen diese Kunst missf\u00e4llt &#8211;<br \/>\nfrei nach Ovid, metamorphos &#8211;<br \/>\nder Pan bedeckt &#8211; \u201eLoretta\u201c blo\u00df,<br \/>\nmit Formen \u00fcbertrieben weiblich,<br \/>\nein Frauenbild unglaublich leiblich.<\/p>\n<p>Die Keuschheit sowie das Begehren<br \/>\nsich hier ins Gegenteil verkehren &#8211;<br \/>\ndie Unschuld zur Versuchung wird,<br \/>\nmit der der Panfl\u00f6tist gekirrt.<br \/>\nDass Nymphe sich als Vamp entpuppt,<br \/>\ngar frech das Frauenbad gewuppt,<br \/>\ngeht vielen selbst in uns&#8217;rer Zeit<br \/>\nder \u201eEmanzipation\u201c zu weit.<br \/>\nIm sittsamen Lorettobad<br \/>\nmusst&#8216; es wohl kommen so &#8211; doch schad&#8216;,<br \/>\nwenn rausgeschmissen &#8211; echt bigott,<br \/>\ndie Nymphe mit dem Hirtengott.<br \/>\nWo f\u00fcr die Kunstauswahl &#8211; nun ja,<br \/>\nist eigentlich ein Gremium da,<br \/>\ndas leider &#8211; woran man sich st\u00f6rt,<br \/>\nnicht rechtzeitig wurd&#8216; angeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Kehrt jetzt \u201eLoretta\u201c, der ganz mau,<br \/>\nzur\u00fcck zum K\u00fcnstler? &#8211; auch bekannt<br \/>\ndurch seine nackte \u201eRegenfrau\u201c,<br \/>\nvertrieben einst vom Schauinsland &#8211;<br \/>\ndie nirgends hat Asyl gefunden,<br \/>\nbis sie, man wei\u00df nicht wo, verschwunden.<br \/>\nSolch&#8216; Fl\u00fcchtlingsschicksal, kn\u00fcppelhart,<br \/>\n\u201eLoretta\u201c bleibe echt erspart.<\/p>\n<p>Ihr Freunde des Lorettobades<br \/>\neh&#8216; sie noch abtaucht in den Hades,<br \/>\nbewahrt hier doch die Contenance<br \/>\nund gebt ihr eine zweite Chance!<br \/>\nAuch wenn &#8211; f\u00fcr diesen Ort zumal,<br \/>\nsie etwas derb, recht rustikal,<br \/>\nals Kunst nicht erntet aller Lob,<br \/>\nbereichert sie das Biotop.<br \/>\n7.7.2021, Higl, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">https:\/\/www.dreisamtaeler.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\nPS: Die Regenfrau ist auf der Mauer im <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/kartaus\/\">Kartausgarten<\/a> zu finden,<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Unternehmer kauft Loretta f\u00fcr ein Vielfaches des eigentlichen Preises<\/strong><br \/>\nDer Holzbildhauer Thomas Rees hat seine umstrittene Loretta-Skulptur abgeholt. Statt im Eingangsbereich des Freiburger Lorettobads k\u00f6nnte sie bald im Raum Stuttgart eine neue Heimat finden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 7.7.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/unternehmer-kauft-loretta-fuer-ein-vielfaches-des-eigentlichen-preises--203206558.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/unternehmer-kauft-loretta-fuer-ein-vielfaches-des-eigentlichen-preises&#8211;203206558.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nKommentare:<br \/>\n<strong>Kommission zur Verhinderung von Kunst?<\/strong><br \/>\n&#8230; mal bitte, wie viele Kunstprojekte von dieser \u00bbKommission\u00ab positiv oder gar unver\u00e4ndert begleitet wurden und wie viele verhindert wurden. Mir sind jetzt schon zwei verhinderte Projekte bekannt. Bild am Martinstor und Loretta. Bis man mir mehr positive oder gar unver\u00e4nderte Kunstprojekte nennt, bleibt f\u00fcr mich das die \u00bbNo-Art-Kommission Freiburg\u00ab.<br \/>\nSie ist ein Beispiel f\u00fcr das, was neulich ein Bekannter zu mir sagte. \u00dcber ihm sind mindestens f\u00fcnf Leute, die alle etwas allein verhindern k\u00f6nnen und kein einziger, der Verantwortung tr\u00e4gt, das etwas realisiert wird. Das ist Teil unseres gel\u00e4hmten Systems. Das ist der Grund, warum unser System schon lange nicht mehr liberal ist. B\u00fcrokratie eben! Kommissionen und R\u00e4te, die verhindern, aber nichts schaffen oder realisieren. Dies oder das geht doch nicht, ohne nur eine Idee zu haben, was denn ginge. Es findet sich immer jemand der sich durch die kleinste Kleinigkeit eines anderen \u00bbeingeschr\u00e4nkt, verletzt oder behindert\u00ab f\u00fchlt. Statt seiner Wege zu gehen und den anderen zu ignorieren, wird verhindert. Genau diese Leute nehmen f\u00fcr sich dann vollkommen absurd in Anspruch f\u00fcr eine \u00bbbunte, vielf\u00e4ltige, diverse Gesellschaft\u00ab zu stehen. Nein, das tut ihr nicht! Ihr steht f\u00fcr eine vollkommen engstirnige, d\u00fcstere, verarmte Gesellschaft. Ihr verkauft uns Beleidigungen, wie \u00bbZiegenf&#8230;\u00ab als Kunstform und bekommt kein Bild an einen Turm. Herzliche Gr\u00fc\u00dfe (&#8230;)<br \/>\n7.7.2021, M.Synowzik, BZO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Ich g\u00f6nne dem K\u00fcnstler das h\u00f6here Honorar f\u00fcr ein gro\u00dfartiges Kunstwerk,<\/strong><br \/>\ndas eine starke Frau zeigt. Die Freiburger Diskussion darum ist kleingeistig und peinlich f\u00fcr eine weltoffene, pluralistische Stadt (bzw. f\u00fcr eine, die es gerne w\u00e4re).<br \/>\n7.7.2021, H.W.<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ertr\u00e4gt das kulturelle Freiburg keine Kunstfreiheit?<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/thomas-rees\/\">Thomas Rees<\/a> hat sich die Freiheit genommen, seine Meinung \u00fcber die von ihm geschaffene Holzskulptur Loretta kund zu tun &#8211; diese Meinungsfreiheit des K\u00fcnstlers ertr\u00e4gt Freiburgs Kulturszene nicht. Deshalb \u00fcbte sie einen derartigen Druck (Tel, Mail, Zeitung, Soziale Medien, Shitstorm) auf den K\u00fcnstler aus, da\u00df dieser nach 10 Tagen mit dem folgenden Statement den R\u00fcckzug bzw. Abbau der Loretta aus dem \u00f6ffentlichen Raum zustimmte:<br \/>\n<em>&#8222;Werke nur nach allgemeiner Gef\u00e4lligkeit zu schaffen, entspricht nicht meiner Vorstellung von Kunst. <strong>Kunst kann, darf und muss Gegenstand kontroverser Auseinandersetzungen sein \u2013 die Freiheit der Kunst, aber auch die Freiheit der Rede sind nicht umsonst das Fundament jeder freien Gesellschaft.<\/strong> Jedoch bietet die Skulptur offensichtlich in ihren Interpretationsm\u00f6glichkeiten zu viel Brisanz und ich m\u00f6chte nicht, dass das Freiburger Lorettobad weiterhin einer derart polarisierenden Diskussion ausgesetzt ist.&#8220;<br \/>\n<\/em><br \/>\nDieses Statement von Thomas Rees ist grundlegend:<br \/>\nEs geht nicht um \u00c4sthetik von Kunst, also nicht darum, ob Loretta nun wie auch immer sch\u00f6n ist oder nicht, sondern es geht um Kunstfreiheit an sich: Kunst als Ausdruck der Freiheit bzw. Meinungsfreiheit des einzelnen B\u00fcrgers als dem eigentlichen Souver\u00e4n im Land.<br \/>\nDieses Statement des K\u00fcnstlers ist besch\u00e4mend :<br \/>\nKunst ist Streit. Wer den Streit (Debatte, Diskussion) der Meinungen m\u00fcndiger B\u00fcrger um ein Kunstwerk stoppt, indem er das Kunstwerk namens Loretta demontiert (neudeutsch: cancelt), der verl\u00e4\u00dft die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Richtung Totalitarismus. Die Diskussion als das m\u00fchsame Gegen\u00fcberstellen und Abw\u00e4gen von Argumenten und Gegenargumenten ist zwar m\u00fchsam und zeitaufw\u00e4ndig, aber Kern von Demokratie und demokratischem Streit. Denn Ziel ist immer das Suchen nach einem Kompromi\u00df &#8211; und Kompromi\u00dfl\u00f6sungen gibt es auch bez\u00fcglich der Loretta viele.<br \/>\n.<br \/>\nGerade mal 10 Tage konnte die Loretta in Freiburg-Wiehre bleiben, Hier die 4-Schritte-Chronologie:<br \/>\n<em>1) Loretta als &#8222;Zierde&#8220;:<\/em><br \/>\nAm 14.6.2021 wurde die Loretta eingeweiht im Lorettobad in der Wiehre. Die BZ titelte &#8222;Neue Holzskulptur &#8222;Loretta&#8220; ziert Freiburgs Lorettobad&#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/neue-holzskulptur-loretta-ziert-freiburgs-lorettobad--202606309.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/neue-holzskulptur-loretta-ziert-freiburgs-lorettobad&#8211;202606309.html<\/a><\/p>\n<p><em>2) Loretta als &#8222;umstritten&#8220; (dem Zauberwort linker Kunstkritik):<\/em><br \/>\nAb sofort verbale Kritik am PC bzw. Smartphone (die meisten Kritiker werden wohl gar nicht vorort im Damenbad gewesen sein). Beispiele zum Niveau:<br \/>\n&#8222;&#8230; zum Feuer machen geeignet&#8220; (16.6.), &#8222;Axt&#8220; (18.6.), &#8222;Aufforderung zur Vergewaltigung&#8220; (19.6.), &#8222;Ein K\u00fcnstler sollte studiert haben&#8220; (21.6.), Aufruf zum Zerst\u00f6ren durch Bemalen: &#8222;Das Holbein-Pferdchen wei\u00df Antwort&#8220; (21.6.), &#8222;Am besten, der Herr Rees verfeuert diese Skulptur&#8220; (25.6.), \u00d6ffentlichen Raum &#8222;verhunzen&#8220; (25.6.).<\/p>\n<p><em>3) Loretta als &#8222;Opfer eines Anschlags&#8220;:<\/em><br \/>\nIn der Nacht 17.\/18. nachts ver\u00fcbten Unbekannte auf das wehrlose Skulptur einen Anschlag (Klebeband, Farbe).<\/p>\n<p><em>4) Loretta als &#8222;Abzubauende&#8220;:<\/em><br \/>\nAm 25.6.2021 willigt Thomas Rees ein, die Skulptur Loretta wieder abzubauen und abzutransportieren. Loretta auf der Flucht. Ohne Aussicht auf Asyl im \u00d6ffentlichen Raum. Denn Cancel Culture, die Unkultur des Mundtotmachens, hat gesiegt: <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunstfreiheit<\/a> wird in Freiburg, der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturhauptstadt\/\">Kulturhauptstadt<\/a> &#8211; eben nicht bzw. nur maximal f\u00fcr 10 Tage geduldet.<br \/>\n.<br \/>\nWas in Freiburg zur Loretta geschah, ist erschreckend:<br \/>\nEin B\u00fcrger nimmt sich die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/freiheitsrechte\/\">Freiheit<\/a> heraus, seine Meinung als Zeitungsartikel, Buch, Schauspiel, Bild, Musikst\u00fcck bzw. Skulptur (wie z.B. Loretta) zu ver\u00f6ffentlichen. Eine Diskussion um dieses Werk beginnt, durchaus heftig, aber mit Pro, Contra und dem breiten Spektrum dazwischen. Dann wird diese Meinungs\u00e4u\u00dferung zum <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kunst-als-umstritten-entfernt\/\">&#8222;umstrittenen Werk&#8220;<\/a> erkl\u00e4rt und solange Druck auf den Autor\/K\u00fcnstler ausge\u00fcbt, bis dieser sich <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/einschuechterung\/\">eingesch\u00fcchtert<\/a> <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/distanzierung\/\">distanziert<\/a> bzw. sein Werk zur\u00fcckzieht. <em><strong>Repression statt demokratische Diskussionskultur!<\/strong><\/em><br \/>\nOhne auf die Frage &#8222;Wer tut dies?&#8220; einzugehen &#8211; wen trifft dieses Vorgehen des Mundtotmachens (engl. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">Cancel Culture<\/a>) als n\u00e4chsten?<br \/>\n3.7.2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Von Loretta lernen<\/strong><br \/>\nDie Auseinandersetzungen um die Skulptur Loretta in der Zeit zwischen 14.6. (Einweihung) und 25.6.2021 (R\u00fccknahme) signalisieren:<br \/>\n(1) In Freiburg herrscht Diskussionsbedarf zum kulturellen Leben in der Stadt und im Umland.<br \/>\n(2) Es mangelt an einer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Diskussionskultur<\/a>, \u00fcber die Argumente fair ausgetauscht werden k\u00f6nnen &#8211; ohne verbale Gewalt (wie &#8222;Feuer&#8220; und &#8222;Axt&#8220;) sowie ohne physische (Klebeband, Farbe).<br \/>\n(3) Alle gegen Eine(n): Der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">Druck<\/a>, der den K\u00fcnstler schlie\u00dflich zur R\u00fccknahme seiner Skulptur bewegte, mu\u00df gro\u00df gewesen sein. Dies ist besch\u00e4mend. Was hat die Loretta denn Freiburgs B\u00fcrgern an B\u00f6sem angetan?<br \/>\n(4) Kunst oder Kitsch? Dar\u00fcber k\u00f6nnen m\u00fcndige B\u00fcrger individuell befinden, nicht aber Richtlinien bzw. Kunstkommissionen.<br \/>\n(5) Es geht um viel, n\u00e4mlich um <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/freiheit\/freiheitsrechte\/\">Freiheit<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Meinungsfreiheit<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunstfreiheit<\/a>. Dem <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kunst-als-umstritten-entfernt\/\">R\u00fccknahme-Statement<\/a> von Thomas Rees ist in seiner Klarheit und Eindeutigkeit nichts hinzuzuf\u00fcgen:<br \/>\n<em>&#8222;Werke nur nach allgemeiner Gef\u00e4lligkeit zu schaffen, entspricht nicht meiner Vorstellung von Kunst. Kunst kann, darf und muss Gegenstand kontroverser Auseinandersetzungen sein \u2013 die Freiheit der Kunst, aber auch die Freiheit der Rede sind nicht umsonst das Fundament jeder freien Gesellschaft.&#8220;<\/em><br \/>\n1.7.2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Loretta: Ein typischer Fall von &#8222;Cancel Culture&#8220;<\/strong><br \/>\nIch empfehle, die Skulptur in einem st\u00e4dtischen Museum aufzustellen, dann w\u00e4ren die Wiehremer ihre ungeliebte &#8222;Loretta&#8220; los und das Museum h\u00e4tte, dank vieler Neugieriger, zus\u00e4tzliche Einnahmen. Man h\u00e4tte so die M\u00f6glichkeit die Skulptur in Ruhe zu betrachten als das, was sie ist: Kunst \u2013 an der scheiden sich bekanntlich die Geister.<\/p>\n<p>Der ganze &#8222;Aufschrei&#8220; ist ein typischer Fall von &#8222;Cancel Culture&#8220;. Statt der kritischen Auseinandersetzung mit dem K\u00fcnstler, erfolgt der \u00fcbliche Shitstorm \u00fcber die bekannten Social-Media-Kan\u00e4le. Lachender Dritter ist Facebook, je mehr Likes, desto h\u00f6her der Profit.<br \/>\nAls Ersatz f\u00fcr die Loretta k\u00f6nnte die Stadt dem Bad eine in der Wiehre so beliebte Pferdeskulptur zum Anmalen stiften, dann h\u00e4tten die Kinder auch was davon.<br \/>\n29.6.2021, Thomas Nieden, Freiburg, BZO<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ein-typischer-fall-von-cancel-culture--202973073.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ein-typischer-fall-von-cancel-culture&#8211;202973073.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nKommentar:<br \/>\nJa, die Cancel Culture als Unkultur des Mundtotmachens ist der gro\u00dfe wei\u00dfe Elefant, der in der Diskussion um Loretta nicht benannt werden darf. Grund: Die Cancel Culture ist links, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/woke\/\">woke<\/a> und als shitstorm-orientierter Teil der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/political-correctness\/\">Political Correctness<\/a> f\u00fcrs Grobe zust\u00e4ndig, was dem Anschein von Moral, Humanismus und Offenheit widersprechen w\u00fcrde. Und dieser Anschein mu\u00df gewahrt bleiben.<br \/>\n29.6.2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Video: Streit um Loretta-Skulptur<\/strong><br \/>\n&#8230; Alles vom 28.6.2021 vom SWR bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/suedbaden\/streit-um-loretta-skulptur-in-freiburg-102.html\">https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/suedbaden\/streit-um-loretta-skulptur-in-freiburg-102.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Statt Geh\u00e4ssigkeit: Mit dem Werk von Thomas Rees auseinandersetzen<\/strong><br \/>\nIch finde unglaublich, wieviel Unflat, Wut und Geh\u00e4ssigkeit sich hier entl\u00e4dt. &#8222;Null Kunst &#8230;. Weg damit&#8220; &#8211; in wem weckt diese \u00c4usserung nicht das Bild brennender B\u00fccher, Gem\u00e4lde und Skulpturen vor 90 Jahren? &#8222;Entartete Kunst&#8220; -. &#8222;keine Kunst&#8220; &#8211; dazwischen liegt nur ein kleiner Schritt und man kann sich durchaus fragen, welche Beurteilung radikaler, schlimmer ist.<br \/>\n\u00dcber die \u00fcberzeichneten Sexualsymbole der &#8222;Loretta&#8220; und deren Standort ist alles und zuviel gesagt. Wer allerdings so laut br\u00fcllt, h\u00f6rt andere Meinungen nicht mehr.<br \/>\n.<br \/>\nMag sein, dass manches hier nicht passt. Wer allerdings die Werke von Thomas Rees kennt, wei\u00df, dass die meisten der pers\u00f6nlichen Vorw\u00fcrfe schlicht an der Sache vorbei gehen. Das lautstarke Gebr\u00fcll, v.a. aber die pers\u00f6nlichen Angriffe einiger weniger d\u00fcrfen nicht dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen, dass Thomas eine gro\u00dfe Anzahl von Kunstwerken geschaffen hat, die bei der absolut \u00fcberwiegenden Mehrheit in der Bev\u00f6lkerung gro\u00dfen Anklang finden &#8211; BetrachterInnen, die sich allerdings nicht so lautstark \u00e4ussern.<br \/>\nDen Arbeiten von Rees das Attribut &#8222;Kunst&#8220; abzusprechen ist nur arrogant. Der Streit dar\u00fcber, was profan und was erhabene Kunst ist, ist fast so alt wie die Menschheit. Bis heute streiten sich die Geister, ob die Fettecke von Joseph Beuys oder die Skulpturen von Peter Lenk Kunst sind. Dinge, die man pers\u00f6nlich nicht mag, mit &#8222;keine Kunst&#8220; in die Tonne zu treten, ist auf diesem Hintergrund einfach nur arrogant.<br \/>\nIst Kunst nur Kunst, wenn sie unverst\u00e4ndlich bzw. nur einer kleinen elit\u00e4ren Gemeinschaft zug\u00e4nglich ist?<br \/>\n.<br \/>\nIn Lehen steht die &#8222;Bundschuh-Eiche&#8220;, hier in Hochdorf der &#8222;Weltenlenker&#8220; von Thomas Rees. Beide haben gro\u00dfe Beachtung, gro\u00dfes Interesse und die breite Zustimmung der Bev\u00f6lkerung gefunden. Vielleicht sollte sich der eine oder die andere einfach etwas intensiver mit dem Werk von Thomas Rees auseinandersetzen, gern auch hier in Hochdorf, gern auch mit einer anschlie\u00dfenden Tasse Kaffee bei mir, aber in jedem Fall mit mehr Sachlichkeit und weniger Arroganz.<br \/>\n28.6.2021, Christoph Lang-Jakob, <a href=\"mailto:cl@roegler-langjakob.de\">cl@roegler-langjakob.de<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Loretta als Ausdruck der Meinungsfreiheit des K\u00fcnstlers<\/strong><br \/>\nDer Holzk\u00fcnstler Thomas Rees hat zugestimmt, die Skulptur <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/loretta\/\">Loretta<\/a> wieder abzubauen. Der Satz <em>&#8222;Die Freiheit der Kunst, aber auch die Freiheit der Rede sind Fundament jeder freien Gesellschaft&#8220;<\/em> in seinem R\u00fccktrittsstatement trifft den Kern des Problems: Die individuelle <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/freiheitliche-grundordnung\/\">Freiheit<\/a> des B\u00fcrgers bildet die Grundlage unserer Demokratie. Gleichzeitig signalisiert der &#8222;R\u00fccktritt&#8220; von Thomas Rees, wie hilflos der K\u00fcnstler einer <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/cancelculture\/\">Cancel Culture<\/a> ausgeliefert ist, die seine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Meinungsfreiheit<\/a> beschneidet und ihm den Weg weist in Schweigen und in Resignation.<br \/>\n.<br \/>\n&#8211; Die einen \u00e4u\u00dfern ihre Meinung \u00fcber Literatur, \u00fcber einen Roman wie Monika Maron \u00fcber ihren neuen Roman &#8222;Artur Lanz&#8220;.<br \/>\n&#8211; Andere \u00e4u\u00dfern ihre Meinung \u00fcber ein von ihnen geschaffenes Kunstwerk &#8211; wie z.B. Thomas Rees \u00fcber die Skulptur &#8222;Loretta&#8220;.<br \/>\n&#8211; Wiederum andere \u00e4u\u00dfern ihre Meinung \u00fcber ihre Musik, so die von Bundespr\u00e4sident Frank Walter Steinmeier gepriesene Band &#8222;Feine Sahne Fischfilet&#8220;<br \/>\n&#8211; Die sozialen Medien beg\u00fcnstigen eine besonders bequeme Art der Meinungs\u00e4u\u00dferung: Am PC oder Handy einfach ein paar Tasten anklicken und die Message &#8211; gerne auch anonym &#8211; als Like, Dislike bzw. Comment abschicken. Geb\u00fcndelt zum Shitstorm entfaltet dieser verbale Gratismut eine ganz gewaltige Wirkung.<br \/>\n&#8211; Die &#8222;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/schweigen\/\">schweigende Mehrheit<\/a>&#8220; (Elisabeth Noelle-Neumann, IfD Allensbach) hat ebenfalls gro\u00dfen Zulauf. Die letzte Studie des IfD vom Juni 2021 stellt fest, da\u00df nur noch eine Minderheit von 45% der Deutschen meinen, &#8222;man k\u00f6nne seine Meinung frei sagen&#8220; &#8211; eine beklemmende Nachricht.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Offensichtlich teilt die Mehrheit die Kritik am Kunstwerk&#8220; (Ursula Birgin in der BZ), weshalb die Loretta abgebaut werden mu\u00df. Diese Aussage w\u00e4re korrekt, wenn man &#8222;Mehrheit&#8220; ersetzt durch &#8222;linksgr\u00fcn dominierte Mehrheit von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/anywheres\/\">Anywheres<\/a>, welche die Medien dominieren&#8220;.<\/p>\n<p><em><strong>Als K\u00fcnstler \u00e4u\u00dfert Thomas Rees seine Meinung \u00fcber das von ihm geschaffen Kunstwerk.<\/strong><\/em> Seine Kritiker \u00e4u\u00dfern ihre Meinung zu Loretta verbal \u00fcber Betr\u00e4ge in Zeitung, Radio, TV und Social Media &#8211; in professioneller Eloquenz oder auch in plumper Beleidigung. Die immer wieder vorgebrachte Forderung, der K\u00fcnstler m\u00fcsse sich der verbalen Kritik ebenfalls verbal stellen und verteidigen, ist unsinnig: Jeder K\u00fcnstler ein Journalist mit Moderatorqualit\u00e4ten? Und wer die &#8222;gro\u00dfe Klappe&#8220; nicht hat, ist auch kein K\u00fcnstler?<br \/>\nIch selbst bewundere den <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/thomas-rees\/\">K\u00fcnstler Thomas Rees<\/a>, da\u00df er den verbalen Attacken so lange standhalten konnte.<br \/>\n27.6.2021<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Adieu Loretta<\/strong><br \/>\nSince sculptor Thomas Rees\u2019s work \u2018Loretta\u2019 led to a heated discussion in Freiburg and the sculpture was covered with black sticky tape by protesters, Rees has offered to take back his sculpture from the Loretto bath. The sculpture done out of an old oak tree was inspired by the Roman poet Ovid in his poem \u2018Metamorphosis\u2019 which is about the mythical story of Pan and the nymph Syrinx.<br \/>\nPan, it might be noted, was a lesser God of the earth. He was the son of Hermes. Pan, who was noisy and merry, was partly human and partly animal, with goat\u2019s horns and goat\u2019s hoofs. He was the goatherd\u2019s God and the shepherd\u2019s God and the joyous companion of the forest nymphs when they danced. His home was all wild places: thickets, woods and mountains. He loved being in Arcady, where he was born. A wonderful musician, he played on his pipes of reed. His melodies were as sweet as the nightingale\u2019s song. And he was always in love with one nymph or another. He was, however, rejected due to his ugliness.. The expression \u2018panic\u2019 fear is associated to the sounds you hear in the wilderness at night made by Pan. The story is told by the Roman poet Ovid.<br \/>\nPan loved a nymph named Syrinx who fled from him. And just as he was about to seize her, Syrinx was turned into a tuft of reeds by her sister nymphs. Pan said: \u201aStill you shall be mine.\u2019 And he made from what she had become: A shepherd\u2019s pipe Of reeds with beeswax joined.<br \/>\nArgus, the watchman with the hundred eyes, was appointed by Hera, the wife of Zeus, to keep an eye on Io, the daughter of Inachus, with whom Zeus has madly fallen in love. Io has been turned into a heifer with horns.<br \/>\nThe story of the Syrinx is told drowsily and monotonously and the hundred eyes of Argus were closed and slept.<br \/>\nHermes saw his chance and killed him at once. Hera, however, took the eyes and set them in the tail of her favourite bird\u2013 the peacock.<br \/>\nIn the modern context the God Pan would be called a stalker, given to lust, which is understandable, says Thomas Rees. He is of the opinion that his Loretta is well-placed in the Loretto bath, a place where women can bathe without being molested by men. She raises herself above the dominance of men (in this case Pan, who is half man and half goat) in this men\u2019s world. The women are trying to emancipate themselves but they still get less pay than men and men are given better choices because they make children but don\u2019t get pregnant.<br \/>\nThe sculpture depicts Pan lying under her feet as a symbol of servility. In Ovid\u2019s poem Syrinx is forever a prisoner of Pan. Not so Loretta. The sculpture is not about the rape of woman as were the accusations.<br \/>\nNevertheless, Thomas Rees, as a creative sculptor, mentioned we live in the 21st century and appeasement towards what a general public thinks is beauty and aesthetic, is not his idea of freedom of creative art and speech, which is the basis of every free society. He added that he doesn\u2019t want the Loretto bath to be the object of precarious discussion and controversy. He finds the verbal battle questionable and unfortunate.<br \/>\nThe city of Freiburg and the Association of Friends of Loretto Bath also regretted the affair and thanked Thomas Rees for the constructive offer to take down the wooden sculpture.<br \/>\nAdieu Loretta@satisshroff<br \/>\n&#8230; Alles vom 27.6.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/thomas-rees.com\/2021\/06\/adieu-loretta\/\">https:\/\/thomas-rees.com\/2021\/06\/adieu-loretta\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Salto r\u00fcckw\u00e4rts: Loretta und Lollo<\/strong><br \/>\nIn Florenz sind sie angesichts des Freiburger &#8222;Loretta&#8220;-Spektakels ganz nachdenklich geworden. Ob sie dort Botticellis Venus \u00fcberhaupt noch ausstellen d\u00fcrfen, die Thomas Rees in Freiburg mit seiner Statue aus Eichenholz zitiert? Hat da \u00fcberhaupt die Kunstkommission zugestimmt? Und was machen wir mit dem Pimmel von Michelangelos David?<br \/>\nUnd was, bitte, ist mit der nackten Voluptas in der Vorhalle des Freiburger M\u00fcnsters? M\u00fcsste nicht auch bei der ein Band \u00fcber die entscheidenden Stellen geklebt werden? Weil konsequenterweise auch die Voluptas nur noch &#8222;mit Entsetzen&#8220; zur Kenntnis zu nehmen ist, wie die derzeit g\u00fcltige Formel lautet f\u00fcr alles, was irgendwem nicht gef\u00e4llt. (Noch vor zwanzig Jahren \u2013 wer erinnert sich? \u2013 dr\u00fcckte sich korrekt nur aus, wer in vergleichbaren F\u00e4llen von &#8222;Abscheu und Emp\u00f6rung&#8220; gesch\u00fcttelt wurde.)<br \/>\nAch! Es ist halt so, um endlich mal wieder H. Heine zu Wort kommen zu lassen: &#8222;Und man macht aus deutschen Eichen keine Galgen f\u00fcr die Reichen.&#8220; Sondern \u2013 ist vielleicht auch besser so \u2013 lieber eine Loretta f\u00fcrs Lollo.<br \/>\n&#8230; Alles vom 26.6.2021 von Niklas Arnegger bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/salto-rueckwaerts-loretta-und-lollo--202914362.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/salto-rueckwaerts-loretta-und-lollo&#8211;202914362.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Zwei Vorschl\u00e4ge: B\u00fcrgerentscheid sowie Konkurrenz-Loretta<\/strong><br \/>\nWarum in dem der Schweiz benachbarten Freiburg nicht auch <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/direkte-demokratie\/\">direkte Demokratie<\/a> wagen mit dem B\u00fcrgerentscheid &#8222;Loretta abbauen (ja) oder stehen lassen (nein)?&#8220;. Ein Sponsor zur \u00dcbernehme der Kosten wird sich schon finden.<br \/>\n.<br \/>\nEin &#8211; gerne auch studierter &#8211; Kunstkritiker m\u00f6ge eine &#8222;Anti-Loretta&#8220; bzw. &#8222;Konkurrenz-Loretta&#8220; schaffen und im Lollo neben die Loretta von Thomas Rees stellen. So k\u00f6nnte man eine Debatte &#8218;auf Augenh\u00f6he&#8216; anregen im Austausch zwischen der einen Meinung (vertreten durch Kunstwerk &#8222;Loretta&#8220;) und der anderen Meinung (vertreten durch neue\u00a0 Kunstwerk &#8222;Anti-Loretta&#8220;). Und damit derzeit darniederliegende <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/diskussionskultur\/\">Diskussionskultur<\/a> wiederbeleben.<br \/>\n25.6.2021<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Studierte Kunstkritiker arrogant gegen\u00fcber dem nicht-studierten K\u00fcnstler\u00a0<\/strong><br \/>\nIch versuche mal, mich in die Situation des Technikers und K\u00fcnstlers Thomas Rees, der die Holzskulptur Loretta geschaffen hat, hineinzuversetzen:<br \/>\nIn der BZ (siehe unten &#8222;Den Stadtraum &#8222;nicht dauerhaft verhunzen&#8220;&#8220;) lese ich als gelernter Eletrotechniker, was die Kunsthistorikerin Frau Professor Angeli Janhsen als Vorsitzende der Kunstkommission von mir h\u00e4lt: Meine Kunstwerke seien wirklich billig, breiten sich deshalb inflation\u00e4r im Schwarzwald aus und verhunzen die Landschaft. Fazit f\u00fcr mich:<br \/>\n1) Kunst mu\u00df viel Geld kosten.<br \/>\n2) Wer nicht studiert hat, ist allenfalls im Stande, billige Kunst &#8211; sprich: Kitsch &#8211; zu schaffen. Nur Akademiker taugen als K\u00fcnstler.<br \/>\n3) Der m\u00fcndige B\u00fcrger selbst ist nicht f\u00e4hig, Kunst zu bewerten. Nur Institutionen wie Kunstkommission und Universit\u00e4t garantieren, den \u00d6ffentlichen Raum &#8222;nicht dauerhaft schlecht zu besetzen&#8220;.<br \/>\nEin ern\u00fcchterndes und entmutigendes Fazit. Was tun angesichts schwindender Freiheit, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/\">Meinungsfreiheit<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/kunstfreiheit\/\">Kunstfreiheit<\/a>? Nun mehrseitige Formbl\u00e4tter ausf\u00fcllen? Und kluge Belehrungen von Akademikern anh\u00f6ren? Oder einfach resignieren? Oder ab ins Ausland, um dort frei mein Holz zu schnitzen?<br \/>\n25.6.2021<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Den Stadtraum &#8222;nicht dauerhaft verhunzen&#8220;<\/strong><br \/>\nWer bestimmt eigentlich, welche Kunst im \u00f6ffentlichen Raum aufgestellt werden darf? In Freiburg ist das seit 2014 klar geregelt: Bei Kunst am Bau und im \u00f6ffentlichen Raum ist die \u2013 nach der Diskussion um die Gestaltung des Martinstors eingesetzte \u2013 Kunstkommission zu informieren und einzubinden, die dem Gemeinderat eine Empfehlung erteilt. Daraufhin wird diskutiert und entschieden. Theoretisch. Denn die Kunstkommission wurde im Fall der vom F\u00f6rderverein des Bades gekauften &#8222;Loretta&#8220; schlicht \u00fcbergangen. Angeli Janhsen ver\u00e4rgert das. Die Professorin f\u00fcr Kunstgeschichte ist Mitglied der f\u00fcnfk\u00f6pfigen Kommission. &#8230; F\u00fcr Angeli Janhsen zeigt sich bei der Wahl der Kunst ein Problem: <em>&#8222;Weil in Freiburg kein Geld f\u00fcr Kunst da ist, tauchen Dinge im Stadtraum auf, die nichts oder sehr wenig kosten und wirklich billig sind.&#8220;<\/em> Das erkl\u00e4re die teils inflation\u00e4re Ausbreitung von K\u00fcnstlern wie Rees oder dem 2020 verstorbenen Roland Phleps, der viele Schenkungen machte. Der \u00f6ffentliche Raum aber, sagt Janhsen, <em>&#8222;betrifft alle, die ihn nutzen. Man darf ihn nicht dauerhaft schlecht besetzen oder gar verhunzen&#8220;<\/em>.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.6.2021 von Ren\u00e9 Zipperlen bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburger-loretta-streit-entfacht-debatte-um-kunst-im-oeffentlichen-raum--202883113.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/freiburger-loretta-streit-entfacht-debatte-um-kunst-im-oeffentlichen-raum&#8211;202883113.html<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr Loretta wird nach einer einvernehmlichen L\u00f6sung gesucht<\/strong><br \/>\nH\u00e4tte die Kunstkommission, die den Gemeinderat bei Kunst im \u00f6ffentlichen Raum ber\u00e4t, zur Holzskulptur Loretta geh\u00f6rt werden m\u00fcssen, die seit 14. Juni im Lorettobad steht? Laut Satzung: ja. Drei Gemeinderatsfraktionen wollen nun den Vorgang im Kulturausschuss diskutieren. Gr\u00fcne, Eine Stadt f\u00fcr alle und SPD\/Kulturliste beantragen, das Thema im Kulturausschuss des Gemeinderats zu besprechen \u2013 &#8222;aufgrund der aktuellen Diskussionen&#8220; um Loretta im \u00f6ffentlichen Teil der Sitzung am 1. Juli.<br \/>\n&#8230; Alles vom 24.6.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fuer-loretta-wird-nach-einer-einvernehmlichen-loesung-gesucht\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/fuer-loretta-wird-nach-einer-einvernehmlichen-loesung-gesucht<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>Kunst darf alles, muss alles und muss bewegen<\/strong><br \/>\nAbgesehen davon, dass ich die Skulptur wirklich h\u00e4sslich finde, geht es gar nicht, dass Kunst zensiert wird. Kunst darf alles, muss alles und muss bewegen. Die Skulptur ist ver\u00f6ffentlich (per Aufstellung) und ich warne davor eine vermeintlich l\u00e4ngst \u00fcberwundene Zensur von K\u00fcnstlern zuzulassen.<br \/>\n24.6.2021, V.W., BZO<\/p>\n<p><strong>Kulturkommission &#8211; Kontrolle und \u00dcberwachung<\/strong><br \/>\nDa gibt es Leute die alles und jedes was nicht in ihr Weltbild passt, sofort verbieten wollen. Diese nette Figur kann nur bei \u00e4u\u00dferst verklemmten Menschen solche albernen Reaktionen ausl\u00f6sen. Wieso brauche ich eigentlich eine &#8222;Kulturkommission&#8220;? Dieser Begriff erinnert irgendwie an Kontrolle und \u00dcberwachung &#8211; was nicht nur im Kulturbereich ein sehr defizilles Thema sein sollte.<br \/>\nWenn wir anfangen so zu urteilen, dann wird es in Zukunft nichts mehr im \u00f6ffentlichen Raum geben, bei dem sich nicht irgendjemand in seiner pers\u00f6nlichen Meinung angegriffen und benachteiligt sieht. Und dann muss dieses Element sofort entfernt werden.<br \/>\nEchte Diskriminierung sollte man angehen und auch \u00f6ffentlich machen, aber doch nicht so etwas wie diese gut geschnitzte Figur.<br \/>\n17.4.2021, K.K.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Mentalit\u00e4t von Ajatollah-Sitten-W\u00e4chtern ?<\/strong><br \/>\nIn Freiburg gibt es immer wieder was zum Lachen. Normalerweise ist Meinungsvielfalt was Positives, und jeder kann was draus lernen. Bei Kunst und k\u00fcnstlerischen Freiheit ist das allerdings besonders schwierig: Alles, was nicht meiner Vorstellung entspricht, ist keine Kunst. Die momentane kleinkarierte und antiquierte Diskussion \u00fcber die Loretta-Skulptur ist etwas unn\u00f6tig. Meine 96-j\u00e4hrige Oma kommentierte die ganze Diskussion mit folgenden S\u00e4tzen: Sie habe damals auch nicht verstanden, was Beuys mit der Fett-Ecke bezweckte. Die Freiburger sind aber weltoffen, auch wenn manche etwas mehr Zeit brauchen, bis sie im 21. Jahrhundert ankommen und die Mentalit\u00e4t von Ajatollah-Sitten-W\u00e4chtern ablegen.<br \/>\n24.6.2021, Andreas Kurtascz, Freiburg<\/p>\n<p><strong>Pfisterwald-Spielplatz St.M\u00e4rgen: Zapfenliebe<\/strong><br \/>\nWer von der Aufregung um die Loretta-Skulptur noch nicht genug hat, dem sei ein Gang nach St. M\u00e4rgen empfohlen, wo auf dem Pfisterwald-Spielplatz ebenfalls eine \u00fcberlebensgro\u00dfe Holzskulptur steht. N\u00e4hern Sie sich dieser von vorne, sehen Sie einen Zapfen (klingeling!), der auf einem Sockel mit der Inschrift &#8222;Zapfenliebe&#8220;, Dezember 2020, und den Initialen &#8222;tr&#8220;, steht. Umrunden Sie den Zapfen (!), bemerken Sie, dass er ein Gesicht mit zufrieden l\u00e4chelndem Mund hat. An dem Zapfen (!) \u2013 halb mit den Armen ihn umklammernd, halb mit gro\u00dfen nackten F\u00fc\u00dfen und gespreizten Beinen auf dem Sockel stehend \u2013 entdecken Sie (\u00dcberraschung!) eine Figur mit Kopftuch (Haare?), wallendem Gewand (Haare?) und Wespentaille, deren Gesicht mit Hakennase, spitzem Kinn und ebenfalls grinsendem Mund, seitlich hervorlugt. An der Stelle unter der Wespentaille, wo unsereins den Po verortet, grapscht eine riesige Hand.<br \/>\nBevor Sie nun denken, unser sch\u00f6ner Platz sei zur Spielwiese m\u00e4nnlicher Phantasien mutiert, muss ich Ihnen leider sagen, dass die Skulptur von der Forstverwaltung des Landes (ForstBW) im Zusammenhang mit der Er\u00f6ffnung des durch den wundersch\u00f6nen Pfisterwald f\u00fchrenden &#8222;Wei\u00dftannenpfades&#8220; errichtet wurde. Dies ist ein Weg, der sich ausdr\u00fccklich an Familien richtet, ist er doch leicht begehbar und erkl\u00e4rt den Kindern mit h\u00fcbschen Holztafeln die Besonderheiten dieses einzigartigen Nadelbaumes.<br \/>\nNicht, dass ich mir wegen der &#8222;Zapfenliebe&#8220; Sorgen um den sittlichen Zustand meiner kleinen Enkel machen w\u00fcrde! F\u00fcr sie ist das halt ein Tannenzapfen (Wussten Sie, dass die nicht an den Zweigen h\u00e4ngen, sondern stehen!?) mit einer Hexe. Und na klar: Hexen sind weiblich, weshalb ich nun halt doch noch an die unz\u00e4hligen, nicht nur im Mittelalter diffamierten, gefolterten und ermordeten Frauen denken muss. Habt Ihr unten in Freiburg noch etwas von dem schwarzen Klebeband \u00fcbrig?<br \/>\n24.6.2021, Aurelia von Flotow, St. M\u00e4rgen<\/p>\n<p><strong>Region sollte stolz auf so einen K\u00fcnstler sein<\/strong><br \/>\nWieso muss ein K\u00fcnstler sein Werk verteidigen? Dazu noch eine Auftragsarbeit. W\u00e4re es nicht angemessener seitens der Presse anerkennende Worte f\u00fcr den K\u00fcnstler zu finden? Kritik ist ohne Zweifel gestattet, doch das, was hier \u00fcber die BZ geschieht, ist ungerechtfertigte St\u00e4nkerei mit dem Resultat der Sachbesch\u00e4digung. Die Region sollte stolz auf so einen K\u00fcnstler sein, dem es gelingt, aus Naturmaterialien etwas derart \u00c4sthetisches zu schaffen. Die Holzskulpturen pr\u00e4gen die Region, und dies sollte \u00fcber die Presse gew\u00fcrdigt werden. Machen Sie weiter, Herr Rees, und lassen Sie sich von Ignoranten nicht beirren.<br \/>\n24,6,2921, Jochen Baum, Stegen<\/p>\n<p><strong>Freiheit durch den Begriff &#8222;Entartete Kunst&#8220; eingeschr\u00e4nkt<\/strong><br \/>\nFreiheit und Kunst geh\u00f6ren zusammen wie Sonne und Mond. Es gab schon mal eine Zeit, da wurde diese Freiheit durch den Begriff &#8222;Entartete Kunst&#8220; eingeschr\u00e4nkt. Heute geschieht dies mit dem Begriff &#8222;Sexismus&#8220;. Hatte gehofft, dass wir nie mehr um Toleranz und k\u00fcnstlerische Freiheit k\u00e4mpfen m\u00fcssen. Habe mich get\u00e4uscht.<br \/>\n24.6.2021, Josef Riediger, Freiburg<\/p>\n<p><strong>Kunst spaltet, ja, und das ist gut so<\/strong><br \/>\nLiebe BZ, Kunst spaltet, ja und das ist gut so. Umso mehr verwundert es mich, dass in ihren Artikels \u00fcber loretta fast ausschlie\u00dflich negative Reaktionen aufgef\u00fchrt sind. Oder haben Sie bei Stadtbau oder Vereinsvorstand gar nicht nachgefragt, wie viele wohlwollende und neutrale R\u00fcckmeldungen sie von Mitgliedern des Vereins, BadbesucherInnen, NutzerInnen von sozialen Medien bekommen haben? Ich fordere Sie auf, auch die positiven Resonanzen wiederzugeben. Oder wollen Sie einfach nur ihr Sommerloch f\u00fcllen und die zum Teil ha\u00dferf\u00fcllten Debatte weiter anheizen?<br \/>\n24.6.2021, Mairi Sinclair,<br \/>\nMitglied Freunde des Lorettobads Freiburg<br \/>\nVerein der Freunde des Lorettobades e.V.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der m\u00fcndige B\u00fcrger kann Kunst selbst bewerten<\/strong><br \/>\n1) Keine Kunst ohne Freiheit, keine Freiheit ohne Kunst.<br \/>\n2) Der m\u00fcndige B\u00fcrger ist selbst in der Lage, Kunst zu bewerten.<br \/>\n3) Vielfalt in Kunst ist und Kultur ist Zeichen lebendiger Demokratie, Einheitskunst deutet auf ein totalit\u00e4res System hin.<br \/>\n4) Kunst mu\u00df \u00fcberraschen d\u00fcrfen. Kreatives Schaffen l\u00e4\u00dft sich kaum planen.<br \/>\n5) K\u00fcnstler kann auch sein, wer nicht studiert hat.<br \/>\n6) Wenn schon Kunstkommission, dann um Kunstschaffende zu motivieren und zu unterst\u00fctzen, nicht aber zu kontrollieren.<br \/>\n7) Wenn die Anzahl der veralen Kunstkritiker die der K\u00fcnstler \u00fcbersteigt, dann ist Dekadenz im Anmarsch.<br \/>\n8) Zwang, vorab Formbl\u00e4tter auszuf\u00fcllen, behindert die k\u00fcnstlerische Kreativit\u00e4t.<br \/>\n9) Sollte Thomas Rees nach dem Hickhack um Loretta beschlie\u00dfen, nicht mehr zu schnitzen oder seine Werke nur noch in Privatg\u00e4rten auszustellen, dann mu\u00df man daf\u00fcr Verst\u00e4ndnis aufbringen.<br \/>\n10) Der \u00d6ffentliche Raum geh\u00f6rt den B\u00fcrgern<br \/>\n23.6.2021<\/p>\n<p><strong>Rees verteidigt Loretta? Freiheit braucht sich nicht zu verteidigen<\/strong><br \/>\nDer Titel &#8222;Rees verteidigt Loretta&#8220; in der BZ vom 22.6.2021 ist unstimmig. Kunst ist Ausdruck der Freiheit eines Menschen, und Freiheit braucht sich nicht zu verteidigen. Gab es je eine Titelzeile &#8222;Lenk verteidigt Justitia&#8220;?<br \/>\nDie Loretta weist auf ein grundlegendes Problem hin: Wir haben zu wenig Macher (auch intellektuelle), aber zu viele Verbalisierer. Die Anywheres mit rhetorischer Begabung bzw. gro\u00dfer Klappe dominieren dank Medien und Social Media. Sie sagen, was &#8211; im w\u00f6rtlichen Sinne &#8211; \u00bbangesagt\u00ab ist und was abweichende Meinung ist.<br \/>\nZur handwerklichen, kunsthandwerklichen bzw. k\u00fcnstlerischen Ebene: Jemand schafft etwas: Baumstamm suchen (4 m hohe Eiche transportieren (zun\u00e4chst 1,6 t schwer), Idee als Thema (Geschichte von Nymphe Syrinx und Hirtengott Pan). Im Holz s\u00e4gen, schnitzen, schleifen, feilen, bohren, im Lorettobad aufstellen. Thomas Rees hat die Skulptur Loretta geschaffen.<br \/>\nZur verbalen Ebene als Meta-Ebene: Positive wie negative Kritik \u00bb\u00fcber die Loretta\u00ab ist willkommen, notwendig und OK. Auch Shitstorms. Aber Statements wie \u00bbVergewaltigung verherrlicht\u00ab und schlicht \u00bbSchei\u00dfe\u00ab sind nicht OK. Auch die vielen Belehrungen von oben herab nicht: Thomas Rees ist Techniker und hat vielleicht nicht das Gl\u00fcck (?) gehabt, von seinen Eltern ein Studium in Kunstgeschichte, Entnologie oder Soziologie finanziert bekommen zu haben.<br \/>\nEin Tip an den Kulturschaffenden, also an Thomas Rees: Nicht \u00e4rgern. Vor allem nicht resignieren oder gar &#8211; wie so viele kleine und gro\u00dfe K\u00fcnstler derzeit &#8211; auswandern.<br \/>\nEin Tip an die Meta-Ebene: Anstelle von Verbalinjurien bitte mal selbst etwas Eigenes, wom\u00f6glich auch K\u00fcnstlerisches schaffen. Mutig &#8211; wie Thomas Rees vor vielen Jahren auch &#8211; ein Messer und eine Kettens\u00e4ge im Baumarkt (Obi oder Bauhaus in Freiburg 8-20 Uhr ge\u00f6ffnet) kaufen, ein St\u00fcck Holz im Wald suchen und dieses dann beschnitzen. Nur nicht gleich mit so gro\u00dfem Busen, sonst bekommen auch sie das linke Diktum \u00bbAlles Ungleiche gleich machen\u00ab der Cancel Culture zu sp\u00fcren.<br \/>\nAlso: Statt am Handy immer neue Texte und Likes und Dislikes raushauen, mal ein St\u00f6ckchen schnitzen. Vielleicht dabei auch auf dem Kappler Lebensweg, Schauinsland oder Kamelberg wandern und sich an all den Skulpturen von Thomas Rees <a href=\"http:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/thomas-rees\">http:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/thomas-rees<\/a> einfach nur freuen.<br \/>\n22.6.2021<\/p>\n<p><strong>Schlimm: Mi\u00dfliebige Kunst einfach zerst\u00f6ren?<\/strong><br \/>\n&#8222;Was tun mit &#8222;Loretta&#8220;? Das Holbein-Pferdchen wei\u00df Antwort.&#8220; Dieses Statement hier<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/schrecklicher-koennen-transportwege-auf-dem-gebiet-der-kunst-kaum-verlaufen--202757894.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/schrecklicher-koennen-transportwege-auf-dem-gebiet-der-kunst-kaum-verlaufen&#8211;202757894.html<\/a><br \/>\nist schlimm , ist es doch nichts anderes als die Aufforderung, mi\u00dfliebige Kunst einfach zu \u00fcbermalen bzw. zu zerst\u00f6ren. Wozu soll denn das f\u00fchren? Wir aus unserer Geschichte doch so viel gelernt &#8211; angeblich.<br \/>\n21.6.2021<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Unbekannte bekleben umstrittene Holzskulptur im Freiburger Lorettobad<\/strong><br \/>\nVier Tage nach der Pr\u00e4sentation der Skulptur im Lorettobad wurde sie in der Nacht auf Freitag von Unbekannten heimgesucht. Das vier Meter hohe Kunstwerk, das \u201eLoretta \u2013 von Keuschheit und Begehren\u201c hei\u00dft, wurde mit schwarzem Klebeband umwickelt. Daran befestigt waren \u201eRote Karten gegen Sexismus\u201c. Auf den Boden gespr\u00fcht war in Lila: gegen Sexualisierung. Die Regio B\u00e4der GmbH hat Anzeige erstattet wegen Hausfriedensbruchs und Sachbesch\u00e4digung.<br \/>\n\u2026 Alles vom 18.6.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/unbekannte-bekleben-umstrittene-holzskulptur-im-freiburger-lorettobad--202727016.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/unbekannte-bekleben-umstrittene-holzskulptur-im-freiburger-lorettobad\u2013202727016.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-klebeband210608.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-91658\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-klebeband210608-124x180.jpg\" alt=\"\" width=\"124\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-klebeband210608-124x180.jpg 124w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/loretta-klebeband210608.jpg 441w\" sizes=\"auto, (max-width: 124px) 100vw, 124px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Kommentare:<br \/>\n<strong>Ein paar M\u00fcsterchen, bei denen die Feministinnen Schnappatmung \u2026.\u00a0<\/strong><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article134888618\/Die-Thermen-waren-der-groesste-Sex-Markt-Roms.html\">http:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article134888618\/Die-Thermen-waren-der-groesste-Sex-Markt-Roms.html<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.metmuseum.org\/de\/art\/collection\/search\/437826\">http:\/\/www.metmuseum.org\/de\/art\/collection\/search\/437826<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.meisterdrucke.de\/kunstdrucke\/Bartholomaeus-Spranger\/719441\/Venus-und-Adonis,-ca.-1595-1597.html\">http:\/\/www.meisterdrucke.de\/kunstdrucke\/Bartholomaeus-Spranger\/719441\/Venus-und-Adonis,-ca.-1595-1597.html<\/a><br \/>\nWas waren die alle unz\u00fcchtig!<br \/>\n18.6.2021, G.A.<\/p>\n<p><strong>Dieter Nuhr hat Recht<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/phoenix-persoenlich\/dieter-nuhr-zu-gast-bei-alfred-schier\/phoenix\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWVhMmZlMThkLWZlNTUtNGZhNi04NjVmLTA2ZDY0MWNhNDMwMA\/\">https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/phoenix-persoenlich\/dieter-nuhr-zu-gast-bei-alfred-schier\/phoenix\/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWVhMmZlMThkLWZlNTUtNGZhNi04NjVmLTA2ZDY0MWNhNDMwMA\/<\/a><br \/>\n18.6.2021, A.SCH<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Kultur\u00a0&gt;Deutsche Kultur\u00a0&gt;Kulturverlust &gt;Kunstfreiheit &gt;Cancel Culture &gt;Loretta Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Lorettobad Damenbad: So pr\u00e4gten Moralvorstellungen die Freiburger Badekultur (3.2.2026) Friedliche Kunst ist unertr\u00e4glich?\u00a0(9.1.2024) P\u00e4dagogik der Einsch\u00fcchterung von Sch\u00fclern \u2013 Loretta\u00a0(21.3.2024) Barbe zum 18.3.: Assange Haft \u2013 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kunst\/loretta\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":700,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-91939","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/91939","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91939"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/91939\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":145284,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/91939\/revisions\/145284"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}