{"id":83266,"date":"2020-08-28T18:15:47","date_gmt":"2020-08-28T16:15:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=83266"},"modified":"2024-06-30T15:50:57","modified_gmt":"2024-06-30T13:50:57","slug":"ngeu","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ngeu\/","title":{"rendered":"NGEU"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Finanzsystem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/\">Finanzsystem<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-transferunion\/\">EU-Transferunion<\/a> &gt;NGEU<\/p>\n<div id=\"attachment_83274\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ngeu\/sonnenuntergang-freiburg-pan20200826\/\" rel=\"attachment wp-att-83274\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-83274\" class=\"size-full wp-image-83274\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/sonnenuntergang-freiburg-pan20200826.jpg\" alt=\"Sonnenuntergang in Freiburg am 26. August 2020 um 21.20 Uhr\" width=\"638\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/sonnenuntergang-freiburg-pan20200826.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/sonnenuntergang-freiburg-pan20200826-180x82.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-83274\" class=\"wp-caption-text\">Sonnenuntergang in Freiburg am 26. August 2020 um 21.20 Uhr<\/p><\/div>\n<h1>NGEU = Next Generation EU<\/h1>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-schuldenunion\/\">EU auf dem Weg in die Schulden-Union: Euro-Bonds kommen<\/a> (29.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/souveraenitaet\/\">Souver\u00e4nit\u00e4tsproblem EGMR: Klimawandel-Klage gegen Schweiz<\/a>\u00a0(18.5.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-schuldenunion\/\">Die Zerschlagung des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts (SWP)<\/a> (18.3.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-schuldenunion\/\">Das Verfassungsgericht legalisiert die Schuldenunion<\/a> (9.12.2022)<\/li>\n<li>Karlsruher Nikolaus-Urteil: NGEU-Fonds , Eurobonds (25.11.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eu-regiert-per-notverordnungen\/\">EU regiert per Notverordnungen<\/a>\u00a0(4.10.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-planwirtschaft\/\">Haltungs-\u00d6konomie statt freie Marktwirtschaft<\/a>\u00a0(16.9.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/europa-kulturkreis\/\">David Engels: Vom Globalismus zum Gro\u00dfraum<\/a>\u00a0(19.8.2022)<\/li>\n<li>Immer ist f\u00fcr Schulden irgendwann Zahltag: Deutsche EU-Haftung (24.3.2022)<\/li>\n<li>Wiederaufbaufonds NextGenerationEU: Alle Budgetgrenzen werden gesprengt (18.2.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/green-deal\/\">Eberhard Hamer: Green Deal \u2013 die neue Illusion auf europ\u00e4ische Kosten<\/a>\u00a0(26.1.2022)<\/li>\n<li><a title=\"Migrationspakt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/migrationspakt\/\">Neuer EU-Migrationspakt: EU-Kommission plant an \u00d6ffentlichkeit vorbei \u2013 Soft Law<\/a>\u00a0(4.9.2020)<\/li>\n<li>Next Generation EU &#8211; Worum es wirklich geht (27.8.2020)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-planwirtschaft\/\">EU-Planwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-schuldenunion\/\">EU-Schuldenunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/green-deal\/\">Green-Deal<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Migrationspakt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/migrationspakt\/\">Migrationspakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/notverordnungen\/\">Notverordnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/schulden\/\">Schulden<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Karlsruher Nikolaus-Urteil: NGEU-Fonds , Eurobonds<\/strong><br \/>\n<strong>EU-Politik: Entscheidung \u00fcber die Gemeinschaftsschulden des Corona-Wiederaufbaufonds<\/strong><br \/>\nDirk Meyer<br \/>\nDie EU-Gemeinschaftsschulden mit Kollektivhaftung der Staaten, oft als Eurobonds betitelt, stellen einen ordnungspolitischen Rubikon dar \u2013 einmal \u00fcberschritten, ist der Weg in eine Fiskalunion frei und kaum mehr umkehrbar. Von den Bef\u00fcrwortern einer zentralistischen EU \u2013 Olaf Scholz, EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde, EU-Kommission \u2013 angestrebt, werden sie von Kritikern als Abkehr vom Nichtbeistandsprinzip (Artikel 125 AEUV) abgelehnt. Dieses untersagt sowohl den Mitgliedstaaten als auch der EU selbst, f\u00fcr Verbindlichkeiten eines anderen Mitgliedstaates einzutreten.<br \/>\nUnd das aus gutem Grund, denn nur so sind die Staaten gehalten, solide Haushalte zu f\u00fchren und ihre Kreditw\u00fcrdigkeit zu erhalten. Bereits die Euro-Rettungsfonds, die f\u00fcr in Liquidit\u00e4tsn\u00f6te geratene Staaten (Griechenland 2010, 2012, 2015; Irland 2010; Portugal 2011; Zypern 2013) Kredite mit gesamtschuldnerischer Haftung ausreichten, machten eine EU-vertragliche Erweiterung (Artikel 136) notwendig. Allerdings unterliegen diese Hilfen strengen Auflagen. Anders die Corona-Hilfsprogramme der EU: die Kurzarbeiterhilfe SURE (2020; 100 Milliarden Euro) und der Wiederaufbaufonds NextGenerationEU (NGEU 2021; 820 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>M\u00fcssen Einnahmen und Ausgaben nicht mehr ausgeglichen werden?<br \/>\nF\u00fcr den NGEU-Fonds nimmt die EU erstmalig in erheblichem Umfang Kredite auf, die durch Quasi-Garantien aller Mitgliedstaaten abgesichert sind. Hierzu mu\u00dfte die Eigenmittelverordnung (Artikel 311) in einem EU-Gesetzgebungsverfahren entsprechend angepa\u00dft werden. Dagegen gilt f\u00fcr die EU der Grundsatz, da\u00df ihr Haushaltsplan \u201ein Einnahmen und Ausgaben auszugleichen\u201c ist (Artikel 310). Kredite z\u00e4hlen demnach nicht zu den finanziellen Mitteln im EU-Haushalt. Im Innenverh\u00e4ltnis der EU bedeutet der ge\u00e4nderte Eigenmittelbeschlu\u00df im Grundsatz \u2013 und der spiegelt den \u201eNormalfall\u201c wider \u2013, da\u00df die Mitgliedstaaten anteilig f\u00fcr die Verbindlichkeiten gem\u00e4\u00df der \u00fcblichen EU-Beitragsfinanzierung einstehen.<br \/>\nF\u00fcr Deutschland sind das etwa 24 Prozent, also rund 200 Milliarden Euro. Da die Kredittilgung aber erst f\u00fcr den Zeitraum 2028 bis 2058 vorgesehen ist, sind weitere Haushaltsperioden nach 2028 von den Tilgungslasten aus dem Wiederaufbaufonds betroffen. F\u00fcr den \u201eSonderfall\u201c, da\u00df in dieser Zeit einzelne Mitgliedstaaten \u2013 beispielsweise Italien oder Griechenland \u2013 ausfallen, m\u00fc\u00dften die anderen EU-Staaten ihre Garantien einl\u00f6sen und deren Zahlungen mit \u00fcbernehmen. Deutschland w\u00fcrde j\u00e4hrlich mit bis zu 32,65 Milliarden Euro haften \u2013 und zwar bis 2058.<br \/>\nRein rechnerisch betr\u00e4gt die auf Deutschland entfallende Garantiesumme etwa eine Billion Euro. Selbst in dem unrealistischen Fall, da\u00df alle anderen EU-Staaten infolge von Zahlungsunf\u00e4higkeit, Zahlungsunwilligkeit oder infolge von \u201eNo-Deal\u201c-Austritten ausfallen, m\u00fc\u00dfte Deutschland als einziger Mitgliedstaat f\u00fcr die gesamte Kreditsumme von etwa 820 Milliarden Euro notfalls alleine geradestehen. Hinzu kommt: Der NGEU-Fonds ist vornehmlich einigen hochverschuldeten Eurostaaten geschuldet, insbesondere Italien. Diese haben in der Vergangenheit zum Teil die EU-Schuldenregeln mi\u00dfachtet, und es besteht das Risiko, da\u00df sie bei einer nationalen Kreditfinanzierung in dem angestrebten Volumen den Kapitalmarktzugang verlieren k\u00f6nnten. Mit EU-Krediten kann hingegen das Haftungspotential der \u2013 noch \u2013 solventen Mitglieder genutzt werden.<\/p>\n<p>Lediglich gegen diese Kreditfinanzierung des Wiederaufbaufonds, nicht jedoch gegen die Corona-Hilfen an sich, richtet sich die im M\u00e4rz 2021 eingereichte Verfassungsbeschwerde des B\u00fcndnis B\u00fcrgerwille. Mit ihrem Sprecher, dem Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke (Uni Hamburg) und dem Proze\u00dfvertreter Hans-Detlef Horn (Uni Marburg), umfa\u00dft die Gruppe 2.281 Mitkl\u00e4ger, darunter weitere bekannte Professoren wie Philipp Bagus, Walter Kr\u00e4mer, Joachim Starbatty und Roland Vaubel, sowie Politiker, etwa den fr\u00fcheren CDU-Staatssekret\u00e4r Sighart Nehring und den ehemaligen Pr\u00e4sidenten des Industrieverband BDI, Hans-Olaf-Henkel.<\/p>\n<p>Konkret richtet sich die Klage gegen das Eigenmittelbeschlu\u00df-Ratifizierungsgesetz (ERatG), welches das europ\u00e4ische in deutsches Recht \u00fcberf\u00fchrt. Einen weiteren Parlamentsvorbehalt k\u00f6nnten die m\u00f6glichen Kreditgarantien notwendig machen, deren parlamentarische Zustimmung mit R\u00fcckhalt im Erm\u00e4chtigungsprinzip des Haushaltsverfassungsrechts begr\u00fcndet liegt. Schlie\u00dflich schlummern hier potentielle zuk\u00fcnftige Haushaltslasten.<br \/>\nDies ist aber nicht Gegenstand der Verfassungsklage.<br \/>\nWie k\u00f6nnte das f\u00fcr den 6. Dezember angek\u00fcndigte \u201eNikolaus-Urteil\u201c ausfallen? Eine grunds\u00e4tzliche Alternative w\u00e4re die Zur\u00fcckweisung der Verfassungsbeschwerde. Angesichts der Bedeutsamkeit der Fragestellung ist dies unwahrscheinlich. Eine andere M\u00f6glichkeit besteht in der Vorlage des Falls gem\u00e4\u00df Artikel 267 beim Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH). Dieser Weg wurde auch anl\u00e4\u00dflich des Verfahrens zu den Staatsanleiheank\u00e4ufen (PSPP) vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) beschritten.<br \/>\nZuk\u00fcnftige gemeinschaftliche Schuldenaufnahme verhindern<br \/>\nAusgeschlossen ist jedoch, da\u00df das BVerfG der Beschwerde stattgibt, ohne vorher den EuGH zu konsultieren. Gem\u00e4\u00df dem Prinzip der richtungsgebenden Kompetenz des EuGH w\u00e4re das deutsche Verfassungsgericht gehalten, dem EuGH im Rahmen einer Ultra-vires-Kontrolle, also bei einer m\u00f6glichen \u00dcberschreitung des Mandats der Union, Gelegenheit zur Pr\u00fcfung und Vertragsauslegung zu geben. Auch angesichts des Verlaufs der m\u00fcndlichen Verhandlung zu diesem Verfahren am 26.\/27. Juli dieses Jahres bleibt der Ausgang v\u00f6llig offen.<\/p>\n<p>Allerdings ist an den Krediten und der gesamtschuldnerischen Haftung Deutschlands nichts mehr \u00e4nderbar. Indem Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier das Zustimmungsgesetz bereits im April 2021 unterzeichnet hat, ist eine v\u00f6lkerrechtliche Bindung der Bundesrepublik Deutschland in Kraft gesetzt, die auch das BVerfG nicht mehr annullieren kann.<br \/>\nDie Bedeutung des Urteils liegt vielmehr darin, eine zuk\u00fcnftige und durchaus wahrscheinliche gemeinschaftliche Schuldenaufnahme der EU zu verhindern oder ihr zumindest Begrenzungspfl\u00f6cke einzuschlagen. Schlie\u00dflich hat das BVerfG in seinen bisherigen Urteilen immer den Grundsatz verfolgt, der Bundesregierung ihr Handeln nicht v\u00f6llig zu versagen, aber dennoch eine Einhegung ihrer zuk\u00fcnftigen Handlungsspielr\u00e4ume aufzuzeigen. Der Nikolaustag wird jedenfalls spannend.<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.12.2022 von Dirk Meyer bitte lesen in der JF 49\/22, Seite 10<\/p>\n<p><em>Prof. Dr. Dirk Meyer lehrt \u00d6konomie an der Helmut-Schmidt-Universit\u00e4t Hamburg. <\/em><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/www.buendnis-buergerwille.de\">https:\/\/www.buendnis-buergerwille.de<\/a><\/em><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Immer ist f\u00fcr Schulden irgendwann Zahltag: Deutsche EU-Haftung<\/strong><br \/>\nDie Europ\u00e4ische Union hat angeblich erst zur Corona-Bek\u00e4mpfung, dann f\u00fcr den gr\u00fcnen Umbau \u201eGreen Deal\u201c von den Mitgliedsstaaten das Recht bekommen, mehr als 800 Milliarden Schulden aufzunehmen, f\u00fcr die es keine legalen Einnahmem\u00f6glichkeiten gibt. Hintergrund war, dass Frankreich, Italien, Griechenland und Spanien illiquide waren und dringend Geld brauchten, um \u00fcberhaupt weiter im Euro und in der EU mitmischen zu k\u00f6nnen. Die 800 Milliarden werden zur H\u00e4lfte als Geschenke, zur anderen H\u00e4lfte als Darlehen vergeben. Italien, Frankreich und Spanien haben bereits je etwa 200 Milliarden davon bekommen. Das Pleiteland Italien boomt seitdem.<br \/>\nAlle sind gl\u00fccklich, weil niemand dar\u00fcber nachdenkt, wer letztlich die Kosten dieser Geschenke zahlen muss \u2013 im Zweifel wieder die Hauptnettozahler der EU, die Deutschen.<\/p>\n<p>Bei der Verteilung der Gelder des Green Deals soll es darauf ankommen, ob Geldausgaben mit gr\u00fcner Nachhaltigkeit begr\u00fcndet werden k\u00f6nnen. Das war bisher bei der Atomenergie nie der Fall. Sie wurde von den Gr\u00fcnen sogar jahrelang als Hauptgefahr f\u00fcr die Existenz der Menschheit verteufelt.<\/p>\n<p>Nun aber braucht Frankreich viele Milliarden, um seine 70 Atomkraftwerke zu sanieren und neue zu bauen. Deshalb sollen die EU-Ausgaben f\u00fcr Atomkraftwerke pl\u00f6tzlich \u201enachhaltig gr\u00fcn\u201c sein. Praktisch soll also die EU die marode franz\u00f6sische Atomindustrie unter dem Vorwand gr\u00fcner Investitionen sanieren \u2013 eine Umweltpolitik, gegen die die Gr\u00fcnen ebenfalls jahrzehntelang gewettert haben.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend zum Jahresende in Deutschland drei deutsche technisch f\u00fchrende, sichere Atomkraftwerke abgeschaltet wurden, wird aber nun mit EU-(vor allem deutschem) Geld (30 bis 40 Mrd. Euro) in Frankreich in Atomindustrie investiert. Die deutschen Gr\u00fcnen, die in Deutschland Atomkraftwerke verhindern, stimmen also zu, dass auf deutsche Kosten in Frankreich Atomkraftwerke gebaut werden und kaufen nachher den Atomstrom aus Frankreich, weil wir nicht mehr genug eigene Energie haben.<\/p>\n<p>Die von Merkel \u00fcberst\u00fcrzte Energiewende wird ebenso widersinnig und f\u00fcr Deutschland kostentr\u00e4chtig weitergemacht.<\/p>\n<p>Politik f\u00fcr die eigenen B\u00fcrger und W\u00e4hler ist dies jedenfalls nicht.<br \/>\nEbenso findet der Gaskrieg in der Ukraine auf deutsche Kosten statt. Bisher hatten wir nicht nur kontinuierliche Belieferung durch Russland, sondern auch die Zusage, mit North Stream 2 sogar zus\u00e4tzliche Mengen zu billigen Dauerpreisen einkaufen zu k\u00f6nnen. Die EU hat diese Dauerbelieferung torpediert und f\u00fcr den Energiemarkt statt Dauerbezug Einzelk\u00e4ufe vorgeschrieben (Spot-K\u00e4ufe). Damit wurde der Welt-Gas-Spekulation Tor und T\u00fcr ge\u00f6ffnet, sind die Preise ums Doppelte gestiegen, so dass nun auch das doppelt so teure und umweltsch\u00e4dliche Fracking-Gas der Amerikaner konkurrenzf\u00e4hig und verk\u00e4uflich ist und die amerikanischen Gasspekulanten auch den europ\u00e4ischen Markt beherrschen.<\/p>\n<p>Angeblich wollte die EU die bisher funktionierende Dauerbelieferung aus Russland torpedieren, weil Russland eine milit\u00e4rische Gefahr darstelle. Praktisch aber haben die Interessen der amerikanischen Fracking-Gas-Industrie, die franz\u00f6sische Atomindustrie und die Anspr\u00fcche der korrupten Durchleitungsl\u00e4nder Ukraine und Polen den Gasmarkt ver\u00e4ndert, auf immer verteuert und dem deutschen Energiestandort entscheidend geschadet. Treiber waren nicht nur die USA \u00fcber Br\u00fcssel, sondern auch die deutschen Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p>Politik zu Gunsten der eigenen W\u00e4hler war dies jedenfalls nicht.<br \/>\nDeutschland hatte dem gemeinsamen Euro auf Erpressung Frankreichs (Preis der Wiedervereinigung) nur zugestimmt, als ihm versichert und vertraglich fixiert wurde, dass der Euro \u201eso stabil wie die D-Mark\u201c sein werde. Entsprechend schloss der Vertrag zu Maastricht gegenseitige Schuldenhaftung der L\u00e4nder untereinander aus und verpflichtete alle L\u00e4nder zu Schuldengrenzen. Die Europ\u00e4ische Zentralbank sollte wie die Bundesbank allein der Stabilit\u00e4t der W\u00e4hrung verpflichtet sein.<\/p>\n<p>Alle diese Zusagen und Vertr\u00e4ge sind gebrochen: Inzwischen haftet Deutschland indirekt f\u00fcr Schulden ganz Europas von ca. drei Bio. Euro.<br \/>\nAuch die seit Jahren wachsenden Target-Schulden der Mitgliedsl\u00e4nder (mehr als eine Billion Euro Verrechnungskonten bei der EZB) sind wachsende Dauerschulden auf Kosten Deutschlands geworden. Niemand in den Schuldnerl\u00e4ndern denkt mehr an Ausgleichszahlungen.<br \/>\nUnter dem Pr\u00e4sidenten Mario Draghi und der wegen Korruption vorbestraften Christine Lagarde hat die EZB statt der vertraglich vereinbarten W\u00e4hrungsstabilit\u00e4t eigenm\u00e4chtig ohne Recht den neuen Zweck der Staatsfinanzierung im Aufkauf von Staatsschulden und der Finanzierung der gr\u00fcnen EU-Schulden (Green Deal) beschlossen, wird die W\u00e4hrungsstabilit\u00e4t nun permanent diesen neuen Zielen geopfert, die W\u00e4hrung entwertet, die B\u00fcrger um Zinsen f\u00fcr ihr Erspartes enteignet (ca. 346 Mrd. Euro) und die Zentralbankpolitik den jeweils herrschenden politischen und Finanz-M\u00e4chten unterstellt und vermehrt, entwertet und missbraucht.<br \/>\nDas kann nur mit W\u00e4hrungscrash, vor allem zu Lasten Deutschlands, enden, wie jeder Missbrauch der W\u00e4hrung in der Geschichte.<\/p>\n<p>Warum aber konnten die vorher schwarze und jetzt gr\u00fcne Regierung die Schuldenexplosion, die W\u00e4hrungsentwertung und die Zinsenteignung der deutschen Sparer ohne Revolution der gesch\u00e4digten Sparer, Geldbesitzer und Steuerzahler so stillschweigend durchziehen? Warum haben die Gesch\u00e4digten nicht l\u00e4ngst protestiert? Die B\u00fcrger gaben zwei Antworten: \u201eUns geht es doch so gut!\u201c und \u201eEuropa war doch bisher mehr Vorteil als Nachteil f\u00fcr uns\u201c.<br \/>\nWenn man das Wetterleuchten auf den Weltfinanzm\u00e4rkten richtig deutet, k\u00f6nnten beide vorgenannten Annahmen der deutschen Wohlstandsb\u00fcrger vor kr\u00e4ftigen Korrekturen stehen.<\/p>\n<p>Es gibt nichts umsonst. Irgendwann ist Zahltag. Das sehen die B\u00fcrger jetzt zuerst an den durch die falsche Energiepolitik hochgetriebenen Energiepreisen an Tankstellen und Heizkosten.<br \/>\nDie Rechnung f\u00fcr die von Merkel und Rot-Gr\u00fcn-Schwarz \u00fcbernommenen gigantischen EU-Schulden wird nicht mehr Kostenerh\u00f6hung, sondern Verarmung bringen.<br \/>\nGezahlt hat bisher immer der Mittelstand, weil die Oberschicht ihr Kapital im Ausland und die Unterschicht nicht gen\u00fcgend hat.<br \/>\n&#8230; Alles vom 24.3.2022 von Eberhard Hamer bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de\">https:\/\/www.mittelstandsinstitut-niedersachsen.de\u00a0<\/a><\/p>\n<p><em>Prof. Dr. Eberhard Hamer (*15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher \u00d6konom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstands\u00f6konomie. In den 1970er Jahren gr\u00fcndete er das privat gef\u00fchrte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und ver\u00f6ffentlichte \u00fcber 20 B\u00fccher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.<\/em><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wiederaufbaufonds NextGenerationEU: Alle Budgetgrenzen werden gesprengt<\/strong><br \/>\n<strong>EU-Politik: Das \u201egr\u00f6\u00dfte Konjunkturprogramm aller Zeiten\u201c ist ein intransparenter Zusatzhaushalt zu Lasten Deutschlands<\/strong><br \/>\nAlbrecht Rothacher<\/p>\n<p>Das \u201egr\u00f6\u00dfte Konjunkturprogramm aller Zeiten\u201c \u2013 so wirbt die EU-Kommission f\u00fcr ihren derzeit offiziell 806,9 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds \u201eNextGenerationEU\u201c (NGEU, JF 27\/21). Das erinnert an unselige Kapitel in der Geschichte, und der Effekt dieses schuldenfinanzierten Sonderetats wird wohl \u00e4hnlich negativ sein. Aber es gibt in Br\u00fcsseler Beamtenkreisen einen Spruch: \u201eWas sind schon 440 Millionen? Eine Tasse Kaffee pro Einwohner!\u201c F\u00fcr den steuerzahlenden Otto Normalverbraucher sind dies jedoch 880 respektable Einfamilienh\u00e4user. Und das erkl\u00e4rt die jeweilige Perspektive.<\/p>\n<p>Zudem gibt es aber weiter den normalen steuerfinanzierten EU-Haushalt (Mehrj\u00e4hriger Finanzrahmen\/MFR), der f\u00fcr den Zeitraum 2021 bis 2027 genau 1.074,3 Milliarden Euro umfa\u00dft. Das sind 1,05 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aller Mitgliedsstaaten pro Jahr, umgerechnet auf diesen Zeitraum. 1993 bis 1999 summierte sich der MFR noch auf 1,28 Prozent des BIP der Mitglieder. Das Geld wird in die Landwirtschaft, f\u00fcr Regionalhilfen, f\u00fcr \u201eZukunftsinvestitionen\u201c, das \u201eGrenzmanagement\u201c, f\u00fcr die \u00f6stlichen und s\u00fcdlichen EU-Nachbarstaaten und als Hilfen f\u00fcr den Rest der Welt von Marokko bis Papua-Neuguinea zu hoffentlich guten Zwecken eingesetzt.<\/p>\n<p>Ein wahrer Nebelschleier von obskuren Sprachh\u00fclsen<br \/>\nLaut den Berichten des Rechnungshofes (EuRH) werden die MFR-Milliarden oft verschwendet, \u00e4hnliches gilt f\u00fcr die \u00fcber UN-Agenturen und NGOs als Projekthilfen sowie als Direktzahlungen an meist korrupte Regierungen ausgezahlten Gelder. Dazu kommen noch die eigenen Verwaltungskosten des Apparats in Br\u00fcssel, Stra\u00dfburg und anderswo von 73 Milliarden Euro. Auch die Ausgaben f\u00fcr die Fl\u00fcge von Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen im stre\u00dffreien Privatjet w\u00e4hrend des \u201eEurop\u00e4ischen Jahres der Schiene\u201c deckt der MFR selbstverst\u00e4ndlich ab. Neu ist das alles nicht \u2013 und die MFR-Billion ist bislang \u201enur\u201c etwa das Doppelte des deutschen Bundeshaushalt von 2021.<\/p>\n<p>Doch die 27 Finanzminister \u2013 darunter Olaf Scholz unter Anleitung von Angela Merkel \u2013 beschlossen im Juli 2020 inmitten der Pandemie ein zus\u00e4tzliches Finanzpaket von formal 750 Milliarden Euro. Es soll eine von den Mitgliedsstaaten und ihren Steuerzahlern garantierte und schuldenfinanzierte Konjunkturst\u00fctze f\u00fcr die EU sein. Das entspricht 0,7 Prozent des EU-BIP, was harmlos klingt. Aber es hat es in sich, denn es wurden dabei die vorinflation\u00e4ren Preise von 2018 zugrunde gelegt \u2013 nun sind es schon offiziell 806,9 Milliarden Euro. Zudem wird \u00fcber jene Gelder, die schrittweise bis 2028 ausgezahlt werden sollen, ein wahrer Nebelschleier von obskuren Sprachh\u00fclsen gelegt: Neben \u201eNGEU\u201c auch \u201eReact EU\u201c, \u201eGreen Deal\u201c oder \u201eAufbau- und Resilienzfazilit\u00e4t\u201c (ARF).<\/p>\n<p>Zu den konkreten Projekten h\u00fcllen sich die EU-Kommission und nationalen Finanzministerien bislang in eisernes Schweigen. Alles geht am EU- wie an den nationalen Parlamenten vorbei. Diverse Anfragen werden ausweichend beantwortet. Man mu\u00df kein Verschw\u00f6rungstheoretiker sein, um die Absicht zu erkennen: Es geht wieder um einen Transfer vom Norden (Deutschland, Niederlande, Schweden, \u00d6sterreich &amp; Co.) in den sonnigen S\u00fcden von Portugal bis Griechenland. Das hat die EZB mit ihrer rechtswidrigen inflationstreibenden Ankaufspolitik von Staatsschulden auf Kosten der mittelst\u00e4ndischen Sparer im Norden l\u00e4ngst praktiziert (JF 13\/21). Aber wem n\u00fctzt es?<\/p>\n<p><em><strong>Deutschland, wo 18,6 Prozent der EU-Einwohner leben, bekommt beispielsweise aus der ARF (eingeplant 338 Milliarden Euro an Zusch\u00fcssen) des NGEU-Fonds gerade einmal 25,62 Milliarden Euro (7,58 Prozent der Zusch\u00fcsse).<\/strong> <\/em>Spanien bekommt hingegen 69,52 Milliarden Euro (20,57 Prozent), Italien 68,9 Milliarden Euro (20,39 Prozent) und Frankreich 39,38 Milliarden Euro (11,65 Prozent). Das korruptionsanf\u00e4llige Rum\u00e4nien \u2013 mit nur 19 statt 83 Millionen Einwohnern \u2013 wird mit 14,24 Milliarden Euro (4,21 Prozent) bedacht. Das \u00fcberschuldete Griechenland mit lediglich 10,6 Millionen Einwohnern (2,37 Prozent der EU-Bev\u00f6lkerung) erh\u00e4lt sogar 17,78 Milliarden Euro (5,26 Prozent) \u2013 die 10,6 Millionen eher sparsamen Tschechen bekommen aber nur 7,08 Milliarden Euro (2,09 Prozent).<\/p>\n<p>Herrschsucht, Amtsanma\u00dfung und \u00f6konomische Inkompetenz<br \/>\nFormal sollen alle jene Schuldenprogramme der Konjunkturbelebung dienen. Theoretisch l\u00f6blich, g\u00e4be es denn in den n\u00e4chsten sieben Jahren eine vorhersehbare Rezession. Doch ist aktuell keine in Sicht. Angesichts des Nachfrage\u00fcberhangs und des teilweisen Zusammenbruchs der internationalen Lieferketten vor allem aus China sind solche staatlichen Zusatzausgaben real nur weiter inflationstreibend, also v\u00f6llig kontraproduktiv. Der neue Geldsegen erh\u00f6ht zun\u00e4chst nur die Preise. Und die Inflation ist bekanntlich ein Enteignungsprogramm zu Lasten der Unter- und Mittelschichten zugunsten der Kapitalbesitzer und des verschuldeten Staates \u2013 oder im ARF-Fall zugunsten der klammen EU-S\u00fcdl\u00e4nder.<br \/>\nEtwa die H\u00e4lfte der NGEU-Mittel sollen Zusch\u00fcsse sein, die andere H\u00e4lfte r\u00fcckzahlbare Darlehen \u2013 sie treiben also die Staatsverschuldung der EU-Mitgliedsl\u00e4nder (aktuell im Schnitt etwa 95 Prozent des BIP) weiter hoch. Im Prinzip ist alles finanzierbar: Krankenh\u00e4user, Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr junge Leute, E-Autos, Wasserstoff, \u201eklimafreundliche\u201c Wohnungsrenovierungen, die Mikroelektronik, die Digitalisierung der Verwaltung, Frauenf\u00f6rderung oder Kinderbetreuung, die Lehrlingsausbildung oder Klein-und Mittelstandsbetriebe. Eine \u201eRecovery Task Force\u201c der EU-Kommission soll die \u201eFortschritte\u201c in den Mitgliedsstaaten kontrollieren und weitere Auszahlungen davon abh\u00e4ngig machen. Dazu kommen die politischen Erpressungsversuche gegen\u00fcber Ungarn oder Polen. In Summe eine Mischung aus Herrschsucht, Amtsanma\u00dfung und \u00f6konomischer Inkompetenz, die das heilige Haushaltsprivileg parlamentarischer Demokratien zugunsten intransparenter Verwaltungsentscheidungen in Br\u00fcssel aushebelt.<\/p>\n<p>Aufbauplan \u201eNextGenerationEU\u201c: <a href=\"https:\/\/www.europa.eu\">https:\/\/www.europa.eu<\/a><\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 18.2.2022 bitte lesen in der JF 8\/22, Seite 11<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Next Generation EU &#8211; Worum es wirklich geht<\/strong><br \/>\nVor dem Hintergrund der Corona-Krise wird die europ\u00e4ische Finanzverfassung grundlegend \u00fcberarbeitet: Die EU soll k\u00fcnftig Schulden aufnehmen und Steuern erheben k\u00f6nnen. Aber wer hat hier eigentlich das Sagen und was bedeutet das alles rechtlich? Eine knochentrockene juristische Analyse.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer Europ\u00e4ische Rat hat sich auf seiner au\u00dferordentlichen Tagung vom 17. bis 21. Juli 2020 politisch auf eine komplexe \u00c4nderung der EU-Finanzverfassung geeinigt. Das Ergebnis l\u00e4uft unter der \u00dcberschrift \u201eNext Generation EU\u201c (NGEU), einem neuen Extra-Haushalt der EU im Umfang von 750 Milliarden Euro. Mit dem Geld sollen die Folgen der Corona-Pandemie in den Mitgliedstaaten bew\u00e4ltigt werden. Dazu werden Teilsummen den bestehende EU-F\u00f6rderprogrammen zugewiesen, der L\u00f6wenanteil in H\u00f6he von 672,5 Mrd. Euro wird jedoch in eine neu aufgelegte \u201eAufbau- und Resilienzfazilit\u00e4t\u201c eingebracht. Organisatorisch angesteuert werden die Programme \u00fcber ein sogenanntes Aufbauinstrument, mit dem die EU die Finanzmittel zuweist und Ma\u00dfnahmen identifiziert. Das Beschlossene ist aufgrund von Neuerungen auf der Einnahmen- wie der Ausgabenseite un\u00fcbersichtlich.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nF\u00fcr die juristische Beurteilung des Projekts \u201eNext Generation EU\u201c ist es wichtig, nicht auf das Instrument, sondern auf die einzelnen EU-Rechtsakte zu blicken, mit denen es ins Werk gesetzt werden wird. Die Kurzanalyse zeigt, dass das Projekt aus mehreren Einzelschritten besteht, die in komplexer Weise miteinander verzahnt sind.<br \/>\nDurch die Beschl\u00fcsse des Europ\u00e4ischen Rats vom Juli 2020 wird die Finanzverfassung der EU grundlegend ver\u00e4ndert. Die Nettotransfers einzelner EU-Mitgliedstaaten werden \u2013 sicherlich auch wegen des Brexit \u2013 deutlich steigen, und die Zahl der Nettoempf\u00e4nger wird zunehmen (bislang ist Italien etwa ein Nettozahler). Die deutlich erh\u00f6hte Eigenmittelobergrenze f\u00fcr den EU-Haushalt zeigt, dass die EU\/Mitgliedstaaten Geld als europ\u00e4ische Steuerungsressource nunmehr st\u00e4rker operationalisieren wollen.<br \/>\n.<br \/>\nDer Einstieg in eine direkte EU-Besteuerung von Unionsb\u00fcrgern und Unternehmen betont, dass wir uns in einer verfassungsrechtlichen Schwebelage befinden, in der die Ableitungszusammenh\u00e4nge europ\u00e4ischer politischer Herrschaft nicht mehr eindeutig sind und die \u00c4mter und Organe der Mitgliedstaaten und der Union um Legitimit\u00e4t im Sinne sozialer Anerkennungsw\u00fcrdigkeit normativer Gebundenheit werben.<br \/>\n&#8230; Alles vom 27.8.2020 von Frank Schorkopf bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/next-generation-eu-worum-es-wirklich-geht\">https:\/\/www.cicero.de\/innenpolitik\/next-generation-eu-worum-es-wirklich-geht<\/a><\/p>\n<p>.<br \/>\nKommentare:<br \/>\n<strong>Es geht um die deutsche Finanzkraft, um deutsches Geld<\/strong><br \/>\nund den Zugriff der EU darauf. Denn ohne g\u00e4be es schon l\u00e4ngst keinen Euro mehr und auch keine EU. Weil etliche EU-Mitglieder ohne die tragenden deutschen Korsettstangen, schon l\u00e4ngst einen Staatsbankrott h\u00e4tten hinlegen m\u00fcssen. Da die Gesetzeslage f\u00fcr einen derartigen Zugriff der EU aber nicht eindeutig ist, wird jetzt zweierlei versucht: Entweder es gelingt eindeutige Rechtsgrundlagen zu schaffen, dann w\u00e4re alles ok. Oder, falls das nicht gelingt, muss wenigstens die Rechtslage so vernebelt und unklar erscheinen, dass man mit ihrer Hilfe alles rechtfertigen k\u00f6nnen wird.<br \/>\nUnser BT und BR tun mir leid. Denn in ihrer Willf\u00e4hrigkeit und Harmlosigkeit werden sie nicht begreifen, dass jetzt der Moment gekommen ist, wo wirklich ernsthaft Widerstand geleistet werden m\u00fcsste. Sie werden \u00fcber den Tisch gezogen werden und sich hinterher wundern wie das geschehen konnte u. warum sie keinen Widerstand geleistet haben.<br \/>\n27.8.2020, H.A.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Ich lese schon wieder &#8222;Erm\u00e4chtigung&#8220;.<\/strong><br \/>\nAm 24.03.1933 gab es schon einmal ein Erm\u00e4chtigungsgesetz. Jetzt ist es eben die EU. Und da l\u00e4uft auch wieder alles undemokratisch:&#8220;Der Rechtsakt wird vom Rat einstimmig \u2013 nach lediglich einer Anh\u00f6rung des EP \u2013 beschlossen.&#8220;. Das kannten wir schon. Wozu die Wahl des EP? Wenn die Parteien ehrlich w\u00e4ren, m\u00fcssten sie den Bundestag aufl\u00f6sen. Es wird ja sowieso jegliche nationale Entscheidung mittels Erm\u00e4chtigung von der EU abger\u00e4umt.<br \/>\n27.8.2020, M.S.<br \/>\n&#8211;<br \/>\n<strong>Nichts ist von Dauer<\/strong><br \/>\nSie wissen aber auch,das der Deutsche Bund von 1815-1866,das Deutsche Reich von 1871-1918,das Dritte Reich von1933-1945,die DDR von 1949-1990 und die alte Bonner Republik von 1949-1999 dauerte.Nichts unter der Sonne hat Bestand.Vor allen Dingen dann nicht,wenn deutsche Doktrin\u00e4re daran beteiligt sind. (In diesem Falle linke und merkellistische Doktrin\u00e4re(was ein und dasselbe ist.Denn kritisieren sie die Merkellisten,sind sie rechts-bis rechtsextrem.Also ist Merkel linksradikal.).Au\u00dferdem redet dann niemand mehr mit &#8222;Denen&#8220;.<br \/>\n28.8.2020, P.SCH<br \/>\n.<br \/>\n<strong>&#8230; wer wird die Flinte denn so schnell ins Korn werfen<\/strong><br \/>\nDer Artikel liest sich nicht einfach, wovor im Lead vorsorglich gewarnt wird, doch steht das Entscheidende m.E. am Schluss, in verst\u00e4ndlichen Worten. Neu gegen\u00fcber der Situation von vor Juli 2020 ist, dass a) die EU nun Kredite als EU aufnimmt und b) die EU als EU Steuern erhebt, wenn einstweilen auch nur indirekt und faktisch. Kredite m\u00fcssen im Regelfall zur\u00fcckbezahlt werden, was in concreto auch vorgesehen ist, nur ist offen, ob auch alle EU-Mitgliedstaaten ihren Anteil daran effektiv leisten werden. Wenn nicht, haften daf\u00fcr faktisch die zahlungskr\u00e4ftigen unter ihnen. Und was (k\u00fcnftige) EU-Steuern angeht, so fischt die EU da letztlich im selben Teich wie die EU-Mitgliedstaaten insgesamt, gr\u00e4bt ihnen m.a.W. Steuersubstrat ab. Ob das eine wie das andere im Lichte der jeweiligen nationalen Verfassungen noch dem Konzept der EU von vor Juli 2020 entspricht, d\u00fcrfte die juristische Gretchenfrage sein. Noch ist Polen nicht verloren 28.8.2020, J.G,<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Angst un bange<\/strong><br \/>\nEs kann einem als B\u00fcrger angst und bange werden, wie anma\u00dfend und ver\u00e4chtlich gegen\u00fcber den Interessen des deutschen Staatsvolks diese Regierung mit Hilfe der Coronavirus-Epidemie den Bundesstaat Europa einrichtet. Das funktioniert nur, weil in allen Parteien au\u00dfer der geschm\u00e4hten AfD die Fahne nach dem Wind geh\u00e4ngt wird &#8211; und der wird von den Medien und der von ihnen gro\u00dfgeschriebenen Kanzlerin gemacht.<br \/>\nDie Rolle unseres \u00fcberbl\u00e4hten Parlaments ist in diesem Zusammenhang die des chinesischen Volkskongresses, der die Entscheidungen der F\u00fchrung nur noch beklatscht. Es ist besch\u00e4mend.<br \/>\n28.8.2020, H.ST<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Das wahre Demokratie-Defizit der EU<\/strong><br \/>\nSchwere Kost f\u00fcr die meisten Leser, aber sehr gut analysiert. Die Komplexit\u00e4t der Materie darf keine Ausrede daf\u00fcr sein, dass Millionen von B\u00fcrgern einfach im Dunklen gelassen werden. Dieser NGEU-Themenkomplex sollte wegen seiner Tragweite verst\u00e4ndlich aufbereitet und breit diskutiert werden: Was haben unsere gew\u00e4hlten Volksvertreter vor und wo wollen diese aus welchen (ideologischen) Gr\u00fcnden hin? Welche Konsequenzen hat dies f\u00fcr den Einzelnen? Ich bin ersch\u00fcttert, zu lesen, dass sogar der Bundestag nicht in jedem Fall ad\u00e4quat informiert wird und mitreden kann. Es entsteht der Eindruck, dass ein recht kleiner Club von Auserw\u00e4hlten abgeschirmt sein NGEU-S\u00fcppchen kocht und anschlie\u00dfend wohlwollend die anderen zu Tisch ruft. Wo ist die<br \/>\n27.8.2020, W.M.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Sehr geehrter Herr Professor Schorkopf,<\/strong><br \/>\nherzlichen Dank f\u00fcr diese faktenreiche Zumutung. Sie hat mir geholfen, meine diffusen Ahnungen dessen zu fundieren, was sich gerade im Verh\u00e4ltnis zwischen EU und ihren Mitgliedsstaaten verschiebt. Danke auch an die Redaktion des Cicero f\u00fcr den Mut, mich als Nicht-Juristen mit einem solchen Text zu konfrontieren.<br \/>\n27.8.2020, E.W.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Schwere Kost<br \/>\n<\/strong>die Sie uns im Artikel n\u00e4her bringen wollen. Ich sage Ihnen was. Mir ist es, genauso wie der Kanzlerin v\u00f6llig egal, welcher rechtliche Dreh, jursitische Scharm\u00fctzel und Framing, wann und wie zu den volksfeindlichen Zielen einer Fiskalunion f\u00fchren werden. Das m\u00f6gen die Juristen kl\u00e4ren. F\u00fcr mich als B\u00fcrger ist es wesentlich einfacher zu bewerten. Die EU ist eine kriminelle Vereinigung geworden, welche ihre &#8222;Opfer&#8220; immer mehr auspressen will. Unter dem Strich steht, gerade DE und die wenigen Nettozahler, sollen zum zaheln &#8222;verpflichtet&#8220; werden. Die deutsche Politik ist doch fein raus, wenn neue Steuern auf die EU geschoben werden k\u00f6nnen. Niemand hat die Bev\u00f6lkerung gefragt, ob sie ihre Herrschaft \u00fcber ihr Geld aufgeben wollen. Macht nur so weiter, es grummelt in den V\u00f6lkern und besonders in DE. Noch klingelt bei einigen der Wecker, sie sind m\u00fcde und wollen nicht aufstehen. Noch. Wenn es mehr Menschen begreifen, hat diese EU keine Chance. Sie zerlegt sich selbst, weil uneinig im Detail.<br \/>\n27.8.2020, E-G.K.<\/p>\n<p><strong>Hinter welchen juristischen Schn\u00f6rkeln sich das alles auch<\/strong><br \/>\nverpacken m\u00f6ge, so l\u00e4uft es doch nur auf eines hinaus: die EU kann uns demn\u00e4chst unbegrenzt melken bis uns die Tr\u00e4nen, die uns kommen werden, wieder eintrocknen. Gro\u00dfbritannien hatte schon ganz Recht, sich aus dem Verbund zu verabschieden. Wenn ich auch nur den Hauch einer Chance s\u00e4he, dort Fu\u00df zu fassen, w\u00fcrde ich umgehend mein Englisch aufbessern und mir dort einen Job suchen. Leider ist das nicht wirklich so einfach.<br \/>\nAber vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und breite Teile der Bev\u00f6lkerung gehen endlich mal auf die Stra\u00dfe. Wobei ich mir gut vorstellen kann, dass solche Demos dann auch sehr schnell unter fadenscheinigen Gr\u00fcnden verboten werden w\u00fcrden.<br \/>\n27.8.2020, ST.J.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;EU\u00a0&gt;Finanzsystem &gt;EU-Transferunion &gt;NGEU NGEU = Next Generation EU . &nbsp; EU auf dem Weg in die Schulden-Union: Euro-Bonds kommen (29.6.2024) Souver\u00e4nit\u00e4tsproblem EGMR: Klimawandel-Klage gegen Schweiz\u00a0(18.5.2024) Die Zerschlagung des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspakts (SWP) (18.3.2023) Das Verfassungsgericht legalisiert die Schuldenunion (9.12.2022) Karlsruher &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ngeu\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2859,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-83266","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/83266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83266"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/83266\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":124987,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/83266\/revisions\/124987"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}