{"id":82138,"date":"2020-07-15T19:09:34","date_gmt":"2020-07-15T17:09:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=82138"},"modified":"2026-06-05T22:26:56","modified_gmt":"2026-06-05T20:26:56","slug":"verteilungskampf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/verteilungskampf\/","title":{"rendered":"Verteilungskampf"},"content":{"rendered":"<p>dd<\/p>\n<div id=\"attachment_81649\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/neo-feudalismus\/mohnfeld1freiburg-pan2020juni17\/\" rel=\"attachment wp-att-81649\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-81649\" class=\"size-full wp-image-81649\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/mohnfeld1freiburg-pan2020juni17.jpg\" alt=\"Mohnfeld bei freiburg am 17.Juni 2020\" width=\"639\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/mohnfeld1freiburg-pan2020juni17.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/mohnfeld1freiburg-pan2020juni17-180x92.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-81649\" class=\"wp-caption-text\">Mohnfeld bei freiburg am 17.Juni 2020<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Thilo Sarrazzin: Konkurrenz der Ungerechtigkeiten (5.6.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/staatshaushalt\/\">Thilo Sarrazin: Sozialausgaben erdrosseln Staatsfinanzen<\/a>\u00a0(14.9.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlstandsverlust\/\">Von der Aufbau- zur Zerst\u00f6rergeneration unserer Wirtschaft<\/a>\u00a0(16.7.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/machbarkeitswahn-auch-in-2021\/\">Machbarkeitswahn auch in 2021<\/a>\u00a0(27.12.2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/rezession\/corona-sozialismus\/\">Die 6 schlimmsten Lockdown-Kollateralsch\u00e4den<\/a>\u00a0(27.12.2020)<\/li>\n<li>Auf die Corona-Krise k\u00f6nnten Verteilungsk\u00e4mpfe folgen (10.7.2020)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"Corona-Sozialismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/rezession\/corona-sozialismus\/\">Corona-Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Demokratie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/\">Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Demokratie-Rousseau\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/demokratie-rousseau\/\">Demokratie-Rousseau<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Extremismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/extremismus\/\">Extremismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Groessenwahn\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/groessenwahn\/\">Groessenwahn<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Grundgesetz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/grundgesetz\/\">Grundgesetz<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Gutmenschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/gutmenschen\/\">Gutmenschen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Hass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/hass\/\">Hass<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Intellektuelle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/gesellschaft\/intellektuelle\/\">Intellektuelle<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Linke-Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/linke-gewalt\/\">Linke Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Merkelismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/merkelismus\/\">Merkelismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Migranten-Armee\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migranten-armee\/\">Migranten-Armee<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Migrationspolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migrationspolitik\/\">Migrationspolitk ab 2020<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Nation\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/\">Nation<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Nationalismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nationalismus\/\">Nationalismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Parlament\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/parlament\/\">Parlament \u2013 Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Patriotismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/patriotismus\/\">Patriotismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Rechtsstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/rechtsstaat\/\">Rechtsstaat<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Schuldkomplex\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/schuldkomplex\/\">Schuldkomplex<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Selbsthass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/selbsthass\/\">Selbsthass<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Volk\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/volk\/\">Volk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/volkswirtschaft\/\">Volkswirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Werte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/werte\/\">Werte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlstandsverlust\/\">Wohlstandsverlust<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Zeitgeist\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zeitgeist\/\">Zeitgeist<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Zukunftsfaehiges-Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/zukunftsfaehiges-deutschland\/\">Zukunftsf\u00e4higes Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thilo Sarrazzin: Konkurrenz der Ungerechtigkeiten<\/strong><br \/>\n<em>Viele wollen der ungleichen Verm\u00f6gensverteilung mit h\u00f6heren oder neuen Steuern zu Leibe r\u00fccken. Dem k\u00f6nnen die Reichen leicht entgehen, indem sie Deutschland verlassen, und viele tun das bereits seit Jahrzehnten. Wer glaubt denn, dass das dem Wirtschaftswachstum in Deutschland und den breiten Arbeitnehmerschichten n\u00fctzt?<\/em><\/p>\n<p>Das Streben nach einer Gesellschaft, in der allen Menschen Gerechtigkeit widerf\u00e4hrt, ist edel, und es kann auf das Gem\u00fct entlastend wirken. Darum hat der Marxismus bei heute so begeisterte Anh\u00e4nger &#8211; trotz seines vielf\u00e4ltigen Scheiterns an der Wirklichkeit. Beginnen wir mit einer sehr anschaulichen Ungerechtigkeit, die aktuell durch die Medien ging: Nach dem j\u00fcngsten World Wealth Report der Boston Consulting besitzen 5.000 Superreiche mehr als ein Viertel des Finanzverm\u00f6gens in Deutschland, 700.000 Multimillion\u00e4re besitzen zusammen rd. 53 Prozent des Finanzverm\u00f6gens. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Deutschen hat dagegen kein nennenswertes Finanzverm\u00f6gen. Historisch gesehen ist jedwedes Verm\u00f6gen vergangenes Einkommen, das erspart, also nicht konsumiert wurde, oder es ist ererbt. Aber ist das nicht ungerecht? Der eine hatte das Gl\u00fcck wohlhabender Eltern und wird so ein gl\u00fccklicher Erbe. Der andere ist bei der Lotterie leer ausgegangen und muss sich sein Verm\u00f6gen selbst erarbeiten.<\/p>\n<p>Das kann man so sehen. Aber andere Ungerechtigkeiten der Lebenslotterie sind noch viel schwerwiegender: Sch\u00f6nheit, Intelligenz, seelische Robustheit und Tatkraft sind gro\u00dfenteils erblich. Auch unsere Eltern konnten wir uns nicht aussuchen, ebenso wenig wie das Land und die Zeit, in der wir geboren wurden. Nat\u00fcrlich kann ein moderner Staat eingreifen, um die Ungerechtigkeit der individuellen Ausgangslage abzumildern. Aber wenn er dabei \u00fcbertreibt, schafft er dabei neue Ungerechtigkeiten und negative Konsequenzen, die m\u00f6glicherweise noch viel schlimmer sind als die Ungleichheit bei Einkommen und Verm\u00f6gen.<br \/>\nAu\u00dferdem gibt es nicht nur eine Gerechtigkeit gegen\u00fcber den Besitzlosen, sondern auch eine gegen\u00fcber den Besitzenden: 10 Prozent der Einkommensteuerzahler erbringen 55 Prozent des Aufkommens, die untere H\u00e4lfte der Einkommensteuerpflichtigen tr\u00e4gt dagegen nur 6,5 Prozent zum Aufkommen bei. Zur Gerechtigkeit gegen\u00fcber den Besitzenden geh\u00f6rt: Wer sein versteuertes Einkommen spart oder investiert, statt es zu konsumieren, sollte es nach seinem Belieben verwenden k\u00f6nnen, dazu geh\u00f6rt auch die Freiheit, es zu vererben oder zu verschenken, ohne dass der Staat erneut zulangt. Zahlreiche Erben oder Beschenkte sorgen schon durch ihr eigenes Konsumverhalten oder durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen daf\u00fcr, dass sich Verm\u00f6gen nicht unbegrenzt weiter konzentriert. Wo aber vorausschauende Familien ihre Verm\u00f6gen \u00fcber Generationen zusammenhalten, ist dies auch gesellschaftlich nicht sch\u00e4dlich, sondern eher ein Kitt f\u00fcr die Gesellschaft insgesamt<\/p>\n<p>An der Grenze der Umverteilung<br \/>\nBeim politisch vertr\u00e4glichen Ausma\u00df der Umverteilung gibt es zwar keinen objektiven Gerechtigkeitsma\u00dfstab, aber es gibt Gebote der praktischen Vernunft. Das Gemeinwesen muss n\u00e4mlich auch funktionieren, und in diesem Punkt hat die Umverteilung in Deutschland das Land und seine Wirtschaft bereits an Grenzen gef\u00fchrt:<br \/>\nDie Belastung der Arbeitnehmereinkommen mit Steuern und Sozialabgaben liegt in Deutschland europaweit neben Belgien an der Spitze. Wer z.B. als Arzt oder Krankenschwester in Z\u00fcrich statt in Konstanz arbeitet, verdient nicht nur brutto besser, es bleibt auch deutlich mehr netto vom brutto.<br \/>\nAuch die Unternehmensteuerbelastung in Deutschland ist im internationalen Vergleich an den obere Rand gewandert. Wer in Deutschland produziert, hat nicht nur h\u00f6here Arbeitskosten, er hat auch eine h\u00f6here Belastung des Unternehmensgewinns. Folgerichtig sinkt der Zustrom von ausl\u00e4ndischen Investitionen, und industrielle Produktion wandert aus Deutschland ab.<br \/>\nViele wollen der ungleichen Verm\u00f6gensverteilung mit h\u00f6heren Erbschaftsteuern oder einer Verm\u00f6gensteuer zu Leibe r\u00fccken. Dem k\u00f6nnen die Superreichen oder auch der wohlhabende Mittelstand leicht begegnen, indem sie Deutschland verlassen, und viele tun das bereits seit Jahrzehnten. Ob das dem Wirtschaftswachstum in Deutschland und den breiten Arbeitnehmerschichten n\u00fctzt? Das Gegenteil ist wohl der Fall. Es ist unwahrscheinlich, dass damit die Verm\u00f6gensverteilung gleicher wird, aber ziemlich sicher, dass sich damit die Stagnation in Deutschland weiter verfestigt und damit indirekt auch der Massenwohlstand gef\u00e4hrdet wird. Der Staat sollte sich darauf konzentrieren, durch ein leistungsorientiertes Bildungssystem den T\u00fcchtigen aus allen Schichten in jeder Generation neue Chancen zu er\u00f6ffnen. Tut er dies mit Erfolg, dann kann er die Verteilung der Verm\u00f6gen getrost dem Spiel der freien Kr\u00e4fte \u00fcberlassen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 5.6.2026 von Thilo Sarrazzin bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/konkurrenz_der_ungerechtigkeiten\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/konkurrenz_der_ungerechtigkeiten<\/a><\/p>\n<p><em>Thilo Sarrazin: Feindliche \u00dcbernahme <\/em><br \/>\n<em>\u2013 Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht<\/em><br \/>\n<em>ISBN 978-3-7844-3710-1, LMV \u2013 Langen M\u00fcller Verlag GmbH, 22,00 \u20ac<\/em><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nMerkw\u00fcrdigerweiser \u00fcbersieht der Autor Sarrazin immer die Beamten und vor allem deren Kosten f\u00fcr das Gemeinwesen. Wir haben die h\u00f6chsten Sozialabgaben der Welt, stimmt sicher, aber wir haben eben auch den teuersten und ineffizientesten Beamtenapparat der Welt. 55% aller deutschen Beamten sind im Bildungsbereich t\u00e4tig. Dass daraus eines der schlechtesten Bildungssysteme der Welt resultiert, versteht sich dabei fast von selbst. Genau da geh\u00f6rt die Kettens\u00e4ge angesetzt. Nicht beim Bildungssystem. Beim Beamtenstatus f\u00fcr Lehrer. Jochen Lindt<br \/>\n.<br \/>\nEINWANDERUNGSLAND<br \/>\nMan hat uns jahrelang erz\u00e4hlt Deutschland ist ein Einwanderungsland. Das war keine L\u00fcge, nur die hierher einwandern schaffen zum grossen Teil keinen Mehrwert, sondern nutzen die von der Politik geschaffenen Fehlanreize aus .Deutschland wird dadurch zum Auswanderungsland f\u00fcr deutsche Leistungtr\u00e4ger. Das kann nicht gut gehen. Denn ge- sch\u00f6nte oder falsche Statistiken schaffen nur mehr Frust bei autochthonen Deutschen und zunehmend auch bei leistungswilligen schon l\u00e4nger hier lebenden Ausl\u00e4ndern. Um es deutlich zu schreiben: Im allt\u00e4glichen Sprachgebrauch bezeichnet \u201eSchmarotzer\u201c eine faule Person, die vom Geld, der Arbeit oder den Ressourcen anderer lebt, ohne selbst aktiv zu werden.<br \/>\nGERECHT<br \/>\n\u201eMit etwas mehr Ungerechtigkeit lebt es sich besser. Etwas mehr Ungleichheit bei der Einkommensverteilung macht auch f\u00fcr die weniger gut dabei Wegkommenden letztlich einen h\u00f6heren Lebensstandard, als wenn man ein egalit\u00e4res System schafft, wo alle das gleiche kriegen und alle gleicherma\u00dfen arm sind.\u201c Hans-Werner Sinn Ulrich Boh\u00f6<br \/>\n.<br \/>\nDen Neid auf die Reichen oder Sch\u00f6nen wird man nie ausrotten k\u00f6nnen. Mir sind die sehr Reichen ziemlich egal. Mich hat immer interessiert, wie ich als Jemand, der aus einer armen Familie stammt, selbst wohlhabend werden kann. Das schlo\u00df zwar keinen Urlaub, meist mit dem Rad, aber immer die Sauftouren zum Ballermann u.\u00e4. aus. W\u00fcrden die neidgeplagten Sozialisten und Stalinisten, die den Massen immer das Elend bringen, sich weniger f\u00fcr die Enteignung der Reichen statt mit dem Aufbau von Verm\u00f6gen f\u00fcr die ganz normalen Besch\u00e4ftigten interessieren, w\u00fcrden sie eine Politik betreiben, die den Abstand von unten schlie\u00dft. Dann h\u00e4tten wir auch bald, statt dem \u00fcberwiegenden Mietermarkt, einen Immobilien-Eigentumsmarkt, in dem fast Jeder seinen Kinder einen inflationssicheren Start vermachen kann. xxx<br \/>\n.<br \/>\n0) Nimmt man statista.com:<br \/>\n\u201eDie reichsten Deutschen im Jahr 2026 nach Verm\u00f6gen\u201c<br \/>\nund z\u00e4hlt die Verm\u00f6gen der reichsten 25 zusammen, dann kommt man auf<br \/>\n378 Milliarden \u20ac.<br \/>\n1) Zur Staatsverschuldung:<br \/>\nDeutschlands Staatsverschuldung (Bund, L\u00e4nder und Gemeinden) liegt aktuell (Stand erste Jahresh\u00e4lfte 2026) bei etwa 2,8 Billionen \u20ac, also bei<br \/>\n2800 Milliarden \u20ac.<br \/>\nWir stellen gegen\u00fcber:<br \/>\nStaatsverschuldung: 2800 Milliarden \u20ac<br \/>\ngegen<br \/>\nVerm\u00f6gen der 25 reichsten Deutschen zusammen: 378 Milliarden \u20ac, also<br \/>\n2800 \/ 378 = 7,4<br \/>\nWenn wir also das Verm\u00f6gen der 25 reichsten Deutschen total konfiszieren, dann br\u00e4uchten wir es 7,4 mal um die Schulden zu bedienen! !<br \/>\n2) Zur Kreditneuaufnahme:<br \/>\nDie gesamte \u201ej\u00e4hrliche\u201c Kreditneuaufnahme einschlie\u00dflich der Sonderverm\u00f6gen und au\u00dferbudget\u00e4ren \u201eSchattenhaushalte\u201c des nur Bundes liegt 2026 bei \u00fcber 180 Milliarden \u20ac.<br \/>\nDazu m\u00fcsste man immer noch das Verm\u00f6gen der 6 reichsten Deutschen total konfiszieren.<br \/>\nIm n\u00e4chsten Jahr ging es dann mit dem folgenden Dutzend der reichsten weiter \u2026 und so fort.<br \/>\nDie Beispiele 1) und 2) sprechen nur von total konfiszieren, zur Absch\u00e4tzung der Gr\u00f6\u00dfenordnung der Schulden und der Kreditneuaufnahme, denn was w\u00fcrde total konfiszieren bedeuten?<br \/>\nDas Verm\u00f6gen erfolgreicher Leute steckt nicht in Geld sondern in Firmen und Investitionen (am besten in die Zukunft). Total konfiszieren w\u00fcrde diese Unternehmen ruinieren und massive Arbeitslosigkeit verursachen.<br \/>\n\u00dcbrigens liegt ein Gro\u00dfteil der investierten Verm\u00f6gen nicht mehr in D; ein Griff danach w\u00fcrde internationale Verwerfungen hervorrufen:<br \/>\nDenn z.B.: Nimmt man alle DAX-Unternehmen, so befanden sich 2023 nur noch so 30% (!) der Verm\u00f6genswerte (Fabriken, B\u00fcros, Maschinen) in Deutschland. So schreibt DWS am 18. Juni 2024: Warum der DAX auch WAX = Weltaktienindex hei\u00dfen k\u00f6nnte \u2026 so \u00fcberleben die Firmen.<br \/>\nDazu noch die \u201eWELT\u201c vom 30.03.2026:<br \/>\nRechnungshof-Pr\u00e4sident kritisiert Bundesregierung scharf: \u201eVerschuldung steigt exponentiell\u201c<br \/>\nIch denke, es wei\u00df jeder was exponentiell bedeutet R. Riger<br \/>\n.<br \/>\nDa gibt es doch eine Aussage eines \u201eIndianer\u201c Nativ P. H\u00e4uptling\u2019s.\u201e Wenn der letzte Baum gef\u00e4llt ist, der letzte Flu\u00df vergiftet, werdet ihr merken, da\u00df man Geld nicht essen kann.\u201c Oder so \u00e4hnlich. Das l\u00e4sst sich auch auf den \u201eSozialstaat\u201c um deuten. Wenn das letzte Unternehmen pleite oder weg gegangen ist, werdet ihr merken, da\u00df auch keiner mehr bezahlen kann. Denn wenn Alles allen geh\u00f6rt, geh\u00f6rt keinem mehr etwas und keiner k\u00fcmmert sich mehr. jmonig<br \/>\n.<br \/>\nDiejenigen, die aus der Weitergabe ersparten Verm\u00f6gens an Ehepartner oder Kinder eine Ungerechtigkeit konstruieren sind m\u00f6glicherweise diejenigen Politiker, die als Minister ihre Positionen nutzen, um Ehepartner oder Kinder unter Ausnutzung ihrer Macht und Netzwerke in gut dotierte Stellen zu bugsieren, was genau genommen eine ganz besondere Art der Erbschaft ist, auf die nicht einmal Steuer bezahlt werden muss. Das T\u00fcpfelchen auf dem i ist dann, dass die gut dotierten Stellen Steuer- oder Zwangsgeb\u00fchren-finanziert sind. Und so mancher Politiker oder Minister hat sich seinen Posten nicht durch herausragende T\u00fcchtigkeit verdient, sondern eher durch herausragendes Kungeln und einen Listenplatz. Wenn schon \u00fcber Gerechtigkeit diskutiert wird, dann aber doch umfassend. M.Schraag<br \/>\n.<br \/>\nDer Vergleich mit Z\u00fcrich ist sehr gut, da l\u00e4sst sich weiterbohren: Deutschland hat 1,7 Millionen Million\u00e4re, die Schweiz 1,2 Millionen Million\u00e4re.<br \/>\nDeutschland hat 82 Millionen Einwohner, die Schweiz 8.<br \/>\nWas l\u00e4uft da katastrophal falsch? Hat die marxistische Verdummung nicht schon genug Schaden angerichtet? Albert Martini<br \/>\n.<br \/>\nF\u00fcr den Sozialismus ist die Vertreibung des Kapitalismus eine vitale L\u00f6sung. In der jungen DDR wurde der Kapitalismus kurzerhand enteignet. Es geht um den neuen Sozialismus, der nicht \u00fcbers Knie gebrochen installiert werden soll. Schleichend, subtil und \u00fcber Generationen eingeimpft. Der Sozialismus wird nie sterben. Die Ausschaltung von sogenannten negativen Gef\u00fchlen, wie Neid, Geiz oder Stolz ist eine tragend S\u00e4ule des Sozialismus. Das inflation\u00e4re Teilen von Gef\u00fchlen im Internet und anderen elektronischen Medien ist ein weiterer Grundstein der schleichenden Aufl\u00f6sung der Pers\u00f6nlichkeit. Karsten D\u00f6rre<\/p>\n<p>Ein leistungsfeindliches, weil ohne nennenswertes Know-how ausgestattetes Milieu wird immer nach der Leistung der Leistungsf\u00e4higen schielen und sich des Staates bem\u00e4chtigen, um m\u00f6glichst viel von Letzteren abzugreifen. Die Grenze dieses parasit\u00e4ren Systems liegt schlicht da, wo sich Leistung aus Sicht der Leistungsf\u00e4higen nicht mehr lohnt. Dann bricht das System zusammen und es gibt zwar Gleichheit, allerdings in Armut f\u00fcr Alle \u2013 ausgenommen die Funktion\u00e4rskaste. Das ist dann Sozialismus \/ Kommunismus. Siehe DDR 1.0. S.Buch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auf die Corona-Krise k\u00f6nnten Verteilungsk\u00e4mpfe folgen<\/strong><br \/>\n<strong>Wer kann gewinnen?<\/strong><br \/>\nvon Johannes Eisleben<\/p>\n<p>Der Covid-Lockdown l\u00f6st derzeit eine Wirtschaftskrise aus, die zu einem massiven globalen, synchronen R\u00fcckgang der G\u00fcter- und Dienstleistungsproduktion f\u00fchren wird, wie wir ihn seit 1816 \u2013 dem Jahr ohne Sommer \u2013 nicht mehr erlebt haben. Denn keine Krise seitdem hat, wie wir ihn heute erleben, zu einem global synchronisierten Produktionsaufall gef\u00fchrt. F\u00fcr 2020 ist in Deutschland mit einem Einbruch des Bruttosozialprodukts um 20 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr zu rechnen, in anderen L\u00e4ndern der OECD d\u00fcrfte es \u00e4hnlich aussehen.<br \/>\nCovid-19 ist nur der Ausl\u00f6ser, nicht aber die Ursache der Krise, die viel mehr in der massiven globalen Verschuldung von etwa 250 Billionen (250.000 Milliarden, Stand: Ende 2019) US-Dollar liegt. Diese Schulden werden 2020 um mindestens weitere 20 Billionen anwachsen, wobei ein Gro\u00dfteil durch monet\u00e4re Staatsfinanzierung erzeugt werden d\u00fcrfte: Es werden staatliche Schuldscheine digital oder physisch gedruckt oder private Schuldscheine und Firmenanteile mit frischgedrucktem Geld aufgekauft.<\/p>\n<p>Der Mechanismus der kommenden Reduktion der Wirtschaftsleistung ist ein kombinierter Angebots- und Nachfrageschock. Die Unternehmen k\u00f6nnen nicht mehr so viel produzieren wie bisher, weil ihnen die Zulieferung oder die liquiden Mittel fehlen, um bei der Produktion in Vorleistung zu gehen. Die Kunden kaufen weniger, weil sie aus Sorge um die Zukunft ihre Mittel zusammenhalten.<\/p>\n<p>Es kommt durch den hohen Anteil bereits vor der Krise massiv verschuldeter Zombieunternehmen rasch zu Unternehmenspleiten, die beide Tendenzen verst\u00e4rken. Daraus resultiert eine sich verst\u00e4rkende Negativspirale.<\/p>\n<p>Wenn die Wirtschaftsleistung so stark schrumpft, ist es egal, wieviel Schuldscheine und Papiergeld ausgegeben werden: Geld und Anleihen kann man nicht konsumieren, und die Menge verteilbarer und nutzbarer G\u00fcter sinkt. Dadurch entstehen ganz von selbst unter denjenigen, die schon heute wenig haben, Verteilungsk\u00e4mpfe.<\/p>\n<p>Vorboten solcher K\u00e4mpfe haben wir in Deutschland zuletzt mit den Bauernprotesten gegen die Agrarpolitik erlebt. Die Bauern wehren sich dagegen, als Folge dieser Politik Einkommen und im schlimmsten Fall ihr Eigentum zu verlieren. In Frankreich sind die Gelbwesten-Proteste bereits Ausdruck eines steigenden Verteilungsdrucks. Denn wer in Frankreich das Medianeinkommen oder weniger verdient, der erlebt schon seit vielen Jahren eine Einkommensstagnation oder gar eine -entwertung, die mittlerweile so weit geht, da\u00df eine angemessene Beteiligung an der Alltagskultur auch f\u00fcr hart arbeitende Familieneltern der Unterschicht und unteren Mittelschicht sehr schwer oder gar unm\u00f6glich wird.<\/p>\n<p>Da der franz\u00f6sische Staat gleichzeitig immer leistungsschw\u00e4cher wird und die Einhaltung tradierter sozialer Normen des Rechtsstaats durch den hohen Anteil an Migranten stark nachl\u00e4\u00dft, erleben wir in Frankreich bereits offene Verteilungsk\u00e4mpfe. Zuletzt in Dijon und chronisch in Marseille k\u00e4mpfen parasit\u00e4r agierende Migranten um ihren Anteil an der Beute aus dem Versto\u00df gegen Rechtsnormen der franz\u00f6sischen Gesellschaft.<\/p>\n<p>In Deutschland werden mit der Reduktion der Verteilungsmasse \u00e4hnliche K\u00e4mpfe beginnen. Wie werden dabei die Fronten zwischen den verschiedenen Bev\u00f6lkerungsgruppen verlaufen, wie werden sie sich organisieren? Beginnen wir mit der Bestandsaufnahme der klassischen und der neuen Verlierer.<\/p>\n<p>Die klassischen Verlierer sind autochthone und zugewanderte \u201eAusgeschlossene\u201c (Heinz Bude). Menschen, die am Wertsch\u00f6pfungsproze\u00df nicht teilnehmen k\u00f6nnen oder wollen und von der Sozialhilfe, dem bedingungslosen Grundeinkommen, das wir l\u00e4ngst eingef\u00fchrt haben, leben. Diese Gruppe ist in den letzten zehn Jahren stetig gewachsen und hat sich seit 2015 rasch vergr\u00f6\u00dfert, weil viele Migranten eingereist sind, deren F\u00e4higkeiten nicht ausreichen, um in Deutschland erwerbst\u00e4tig zu sein. Zu ihnen geh\u00f6ren auch verarmte Rentner sowie Obdachlose.<\/p>\n<p>Die Mitglieder dieser Gruppe erwarten und erhalten vom Staat zwar Versorgungsgelder, doch sind die meisten von ihnen nicht an der politischen Willensbildung beteiligt. Manche bessern ihr Einkommen durch Schwarzarbeit oder Kriminalit\u00e4t auf, andere durchw\u00fchlen M\u00fclltonnen nach Pfanddosen, nutzen die private Armenhilfe (wie die Tafeln) oder betteln um Almosen.<\/p>\n<p>Wie organisationsf\u00e4hig ist diese heterogene Gruppe der \u00c4rmsten und Schw\u00e4chsten? Ein Teil dieser Menschen ist vereinsamt und hat wenig soziale Beziehungen, sie k\u00f6nnen sich und lassen sich nicht organisieren.<\/p>\n<p>Autochthone Angeh\u00f6rige der Unterschicht sind oft in ihrem Sozialstatus verfestigt und leben in losen Gemeinschaften, doch sind sie nicht tief in die Vergesellschaftungsstrukturen eingebunden, sondern empfinden Beh\u00f6rden und \u00c4mter als Gegner.<\/p>\n<p>Am besten organisationsf\u00e4hig unter den klassischen Verlierern sind Migranten, die entweder als Clans und Familien einwandern oder sich mit Landsleuten eine lokale Gemeinschaft aufbauen. Diese Gemeinschaften sind oftmals durch Verwandtschaftsbeziehungen organisiert und durch einen hohen Wert- und Kulturethos gekennzeichnet, wobei die kulturellen Inhalte ganz andere sind als die der Autochthonen.<\/p>\n<p>Interessanterweise sind die meisten der Migrantengruppen jedoch nicht als Gesellschaften organisierbar, das bedeutet, sie organisieren sich aufgrund pers\u00f6nlicher Verwandtschaft und Bekanntschaft, aber nicht in anonymen Gruppen aufgrund kulturell-normativer Strukturen. Die Tschetschenen, die in Dijon einen Stra\u00dfenkrieg gegen nord\u00adafrikanische Migranten gef\u00fchrt haben, sind eine seltene Ausnahme, die sich aus der besonderen Geschichte dieses Volkes ergibt. In diesem Fall hat sich eine Volksgruppe organisiert, innerhalb derer es nicht notwendigerweise pers\u00f6nliche Verbindungen, aber gemeinsame Werte, Normen und abstrakte Sozialbeziehungen gibt.<\/p>\n<p>Doch beim \u00fcberwiegenden Teil der nichtintegrierten, zu unserer Unterschicht geh\u00f6renden Migranten ist die Lage ganz anders. <em><strong>Denn wir haben es bei dieser hochgradig heterogenen Population mit keinen Parallelgesellschaften zu tun, wie oft f\u00e4lschlich gesagt wird, sondern mit vielen ganz unterschiedlichen Parallelgemeinschaften, die sich untereinander nicht organisieren und vergesellschaften, weil es am Vergesellschaftungsmaterial mangelt.<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Es fehlt diesen Gruppen \u2013 selbst wenn sie aus einem einzigen Land und einem gemeinsamen Kulturraum kommen \u2013 ein wesentlicher Entwicklungsschritt, um vom Vergemeinschaftungs- zum Vergesellschaftungsmodell der Sozialit\u00e4t zu gelangen, wie schon Jack Goody in \u201eDie Entwicklung von Ehe und Familie in Europa\u201c und Max Weber in \u201eWirtschaft und Gesellschaft\u201c schrieben. Sie befinden sich in einem Zustand der Vergemeinschaftung aufgrund pers\u00f6nlicher und verwandtschaftlicher Beziehungen, der im Abendland seit der Sp\u00e4tantike durch die \u00c4chtung von Verwandtenehe und Polygamie sowie andere Mechanismen \u00fcberwunden wurde und ab dem 14. Jahrhundert in die Herausbildung von Normen und Institutionen m\u00fcndete, die eine anonyme Vergesellschaftung im Sinne moderner Staaten erm\u00f6glichten.<\/p>\n<p>Es wird zu einer Renaissance des Ordnungsstaates kommen. Dabei ist abzusehen, da\u00df vergesellschaftungsf\u00e4hige Gruppen gegen\u00fcber jenen, die lediglich vergemeinschaftungsf\u00e4hig sind, die Oberhand gewinnen werden.<\/p>\n<p>Bei den meisten Migranten finden wir aber nur <em><strong>Vergemeinschaftung<\/strong> <\/em>in relativ kleinen Gruppen von maximal 300 Mitgliedern. Das ist ein sehr wesentlicher Unterschied zu dem uns vertrauten <em><strong>Vergesellschaftungsmuster,<\/strong><\/em> da bei Konflikten nicht davon ausgegangen werden mu\u00df, da\u00df die Migranten als Gesellschaften, sondern eher als kleine Gemeinschaften um ihre Interessen k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Was ist mit den neuen Verlierern? Es sind Absteiger, die bis April 2020 voll am Wertsch\u00f6pfungsproze\u00df beteiligt waren und nun durch Verlust des Arbeitsplatzes oder des Realgehaltes Einkommen oder Eigentum verloren haben oder es verlieren werden, weil sie etwa ihre Hypothek nicht mehr bedienen k\u00f6nnen.<br \/>\nSolche Verlierer kommen aus allen Schichten, die nicht \u00fcber ein Realeigentum verf\u00fcgen, das \u00fcber das eigene Wohnhaus hinausreicht. Sie sind gut, sehr gut und erstklassig ausgebildete, hochmoderne Funktionstr\u00e4ger unserer Gesellschaft. Ihre Vergesellschaftungsmechanismen umfassen das volle Repertoire moderner Sozialit\u00e4t: Verb\u00e4nde, Parteien, Gewerkschaften, Vereine, Gesellschaften, Genossenschaften, Institutionen und viele andere.<br \/>\nSie sind hochgradig organisierbar und daf\u00fcr nicht auf Verwandtschaft oder Bekanntschaft angewiesen. Historische Beispiele dieser Organisierbarkeit sind Generalstreiks, Mobilmachungen, Massendemonstrationen oder kollektiver ziviler Ungehorsam, wie in den 1980er Jahren im Kampf gegen die Volksz\u00e4hlung oder die Atomenergie, der Kampf gegen die Deindustrialisierung des Ruhrgebiets oder die Demonstrationen beim Untergang der DDR. Dabei wird auf abstrakte kollektive Normen und Werte zur\u00fcckgegriffen, mit denen sich qualifizierte Verlierer identifizieren und massenhaft mobilisieren lassen.<br \/>\nWas bedeutet dies f\u00fcr die Verteilungsk\u00e4mpfe? Zun\u00e4chst ist festzustellen, da\u00df die politische Repr\u00e4sentation durch die Parteien sich drastisch \u00e4ndern wird, wenn die neuen Verlierer sich zu organisieren beginnen. Ernsthafte materielle Themen werden dann die heute vorherrschenden ideologischen, nominalistischen, antimaterialisischen Themen wie Gender, Rasse, Grippeviren oder Klima verdr\u00e4ngen, und zus\u00e4tzlich wird eine andere Art von Politikern die heutige Sonnenscheingeneration abl\u00f6sen.<br \/>\nEs wird auch zu einer Renaissance des Ordnungsstaates kommen. Dabei ist abzusehen, da\u00df Gruppen, die sich mit Hilfe von Mechanismen der Vergesellschaftung organisieren k\u00f6nnen, gegen\u00fcber Gruppen, die lediglich vergemeinschaftungsf\u00e4hig sind, die Oberhand gewinnen werden \u2013 weitgehend unabh\u00e4ngig davon, wie die relativen Anteile der Gruppen an der Bev\u00f6lkerung verteilt sind.<br \/>\nDaher ist klar, wer sich durchsetzen wird: die neuen Verlierer und diejenigen Migranten, die vergesellschaftungsf\u00e4hig sind wie die Tschetschenen in Frankreich. Es ist zu hoffen, da\u00df die <a title=\"Ordnungsstaat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/ordnungsstaat\/\">Renaissance des Ordnungsstaates<\/a> m\u00f6glichst fr\u00fch einsetzt, damit die Verteilungsk\u00e4mpfe nicht dauerhaft und fl\u00e4chendeckend mit Gewaltmitteln auf der Stra\u00dfe ausgetragen werden, wie dies punktuell j\u00fcngst in Dijon oder Stuttgart der Fall war.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10.7.2020 von Johannes Eisleben bitte lesen in der JF, 26\/20, Seite 18<br \/>\n.<\/p>\n<p><em>Johannes \u00adEisleben, Jahrgang 1971, ist Mathematiker und arbeitet als Systeminformatiker. Er publiziert auf dem Portal \u00adachgut.com sowie in der Zeitschrift Tumult. Mit seiner Familie lebt er bei M\u00fcnchen. Auf dem Forum schrieb er zuletzt \u00fcber den Krankheitscharakter der Transsexualit\u00e4t (\u201eOpfer der Genderideologie\u201c, JF 13\/20).<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>dd &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Thilo Sarrazzin: Konkurrenz der Ungerechtigkeiten (5.6.2026) Thilo Sarrazin: Sozialausgaben erdrosseln Staatsfinanzen\u00a0(14.9.2023) Von der Aufbau- zur Zerst\u00f6rergeneration unserer Wirtschaft\u00a0(16.7.2021) Machbarkeitswahn auch in 2021\u00a0(27.12.2020) Die 6 schlimmsten Lockdown-Kollateralsch\u00e4den\u00a0(27.12.2020) Auf die Corona-Krise k\u00f6nnten &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/verteilungskampf\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":62490,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-82138","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/82138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82138"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/82138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150028,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/82138\/revisions\/150028"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/62490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}