{"id":77380,"date":"2019-12-21T14:11:37","date_gmt":"2019-12-21T13:11:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=77380"},"modified":"2023-10-02T10:38:57","modified_gmt":"2023-10-02T08:38:57","slug":"eu-afrika","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-afrika\/","title":{"rendered":"EU-Afrika"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Finanzsystem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/\">Finanzsystem<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-migration\/\">EU-Migration<\/a> &gt;EU-Afrika<\/p>\n<div id=\"attachment_1191\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/waffen\/schauinsland3pan100120\/\" rel=\"attachment wp-att-1191\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1191\" class=\"size-full wp-image-1191\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schauinsland3pan100120.jpg\" alt=\"Blick vom Schauinsland bei Freiburg nach S\u00fcden \u00fcbers M\u00fcnstertal zum nebligen Rheintal am 20.1.2010\" width=\"600\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schauinsland3pan100120.jpg 600w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schauinsland3pan100120-180x62.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1191\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Schauinsland bei Freiburg nach S\u00fcden \u00fcbers M\u00fcnstertal zum nebligen Rheintal am 20.1.2010<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lampedusa-gesundheitssystem\/\">Lampedusa \u2013 Gesundheitssystem<\/a>\u00a0(30.9.2023)<\/li>\n<li><a title=\"UN-Fl\u00fcchtlingspakt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/un-fluechtlingspakt\/\">Resettlement gem\u00e4\u00df Migrationspakt wird besonders Deutschland grundlegend \u00e4ndern<\/a>\u00a0(21.12.2019)<\/li>\n<li>EU-Parlaments-Entschlie\u00dfung f\u00fcr Menschen afrikanischer Abstammung: Kritik (20.12.2019)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Bevoelkerungswachstum\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demografie\/bevoelkerungswachstum\/\">Bevoelkerungswachstum<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Europa\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/\">Europa \u2013 Selbstmord<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fluechtlinge\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/fluechtlinge\/\">Fl\u00fcchtlinge<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fluechtlingslager\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/fluechtlingslager\/\">Fluechtlingslager<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Globalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/\">Globalisierung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Integration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/\">Integration<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Leitkultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/leitkultur\/\">Leitkultur<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/\">Migration<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Tibi\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/tibi\/\">Bassam Tibi<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Immigration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/immigration\/\">Immigration<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Seenotrettung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/seenotrettung\/\">Seenotrettung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Ungarn\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ungarn\/\">Ungarn<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>EU-Parlaments-Entschlie\u00dfung f\u00fcr Menschen afrikanischer Abstammung: Kritik<\/strong><br \/>\nVon Gerd Schultze-Rhonhof , ehemaliger Generalmajor<br \/>\n.<br \/>\nIch bin nicht fast vier Jahrzehnte Soldat der deutschen Bundeswehr und der NATO zum Schutz meines Landes gewesen, um nun widerspruchslos mit anzusehen, wie verantwortungslose Politiker und Interessenvertreter eine ausl\u00e4ndische Landnahme durch die Hintert\u00fcr hinnehmen und sogar f\u00f6rdern.<br \/>\nWie ich schon 2018 zum UN Abkommen vom 11. Juli 2018 zur Regelung von Zuwanderung, n\u00e4mlich zum \u201eWelt-Pakt \u00fcber Sichere, Geordnete und Regul\u00e4re Migration\u201c kommentiert habe, bedeutet das wiederholte Nachschieben von solchen formal als unverbindlich herausgegebenen Abkommen und Entschlie\u00dfungen doch real einen politisch wirksamen Meinungsdruck zur Legalisierung und F\u00f6rderung von Einwanderung jedweder Art. Mit der damaligen Kommentierung hatte ich durchaus recht.<br \/>\n.<br \/>\nNun ist es das Europ\u00e4ische Parlament, das uns mit seiner \u201eEntschlie\u00dfung vom 26.M\u00e4rz zu den Grundrechten von Menschen afrikanischer Abstammung in Europa\u201c ein Dokument mit \u00e4hnlicher Zielrichtung pr\u00e4sentiert. Nach langen \u201eRechtfertigungen\u201c fordert es, wie schon das o. a. UN Abkommen, die Einreise von Migranten, Fl\u00fcchtlingen und Asylbewerbern auf legalen Wegen. ( Ziff. 23 ). Neben berechtigten Schutzforderungen f\u00fcr Menschen afrikanischer Abstammung fordert es aber auch Sonderrechte, die unterschiedslos f\u00fcr legale und erw\u00fcnschte Einwanderer und illegale und unerw\u00fcnschte Einwanderer gelten sollen.<\/p>\n<p><strong>Bleiberecht und kein Bleibrecht<\/strong><br \/>\nDeutschland hat immer in seiner Geschichte eine limitierte Einwanderung von qualifizierten Neub\u00fcrgern aus fremden L\u00e4ndern, aber aus dem eigenen Kulturkreis, erlebt und gef\u00f6rdert. Diese Zuwanderer haben sich in wenigen Generationen assimiliert und sind deutsch geworden.<br \/>\nJetzt aber wird Deutschland vor allem mit schulisch und beruflich unqualifizierten und zum Teil nicht anpassungsbereiten Menschen aus fremden Kulturkreisen geflutet. Diese Art von Zuwanderung wird in Folge der Bev\u00f6lkerungsexplosion in den Herkunftsl\u00e4ndern weiter zunehmen und in Folge ihrer hohen Geburtenrate in Deutschland in zwei Generationen die politisch bestimmende Bev\u00f6lkerungsmehrheit bilden. Die zu erwartende Bev\u00f6lkerungszunahme allein in Afrika wurde vom UN Kommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsfragen vor einiger Zeit mit 1,2 Milliarden zus\u00e4tzlichen Afrikanern bis 2050 prognostiziert.<br \/>\nIch lehne diese Art von weitgehend unqualifizierter und zum Teil nicht anpassungswilliger Einwanderung strikt ab und fordere von den politisch Verantwortlichen in Deutschland und in der EU-Administration die radikale Beendigung dieser Art von Zuwanderung.<br \/>\nIch bin nicht fast vier Jahrzehnte Soldat der deutschen Bundeswehr und der NATO zum Schutz meines Landes und eines freien Westens gegen eine ausl\u00e4ndische Landnahme in Deutschland gewesen, um nun widerspruchslos mit anzusehen, wie verantwortungslose Politiker und Interessenvertreter eine ausl\u00e4ndische Landnahme durch die Hintert\u00fcr hinnehmen und sogar f\u00f6rdern.<br \/>\nDeutschland und mehrere andere EU Staaten brauchen nur qualifizierte Zuwanderer nach eigenen nationalen Auswahl- und Bedarfskriterien. Auch das inzwischen \u201eausgebeulte\u201c deutsche Asylrecht, das in unz\u00e4hligen F\u00e4llen als Hintert\u00fcr f\u00fcr unerw\u00fcnschte Zuwanderung missbraucht wird, muss reformiert werden.<br \/>\nDaneben ist es eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit, dass afrikanische Studenten in Deutschland w\u00e4hrend ihrer Studienzeit willkommen sind, genauso wie afrikanische Touristen, Gesch\u00e4ftsleute und Dienstbesch\u00e4ftigte. Ebenso selbstverst\u00e4ndlich ist, dass Deutsche afrikanischer Herkunft vor jeder Art von Diskriminierung oder anderer Benachteiligung zu sch\u00fctzen sind.<\/p>\n<p><strong>Entschlie\u00dfung zu den Grundrechten von Menschen afrikanischer Abstammung in Europa<\/strong><br \/>\n.<br \/>\nDie neue \u201eEntschlie\u00dfung des Europ\u00e4ischen Parlaments zu den Grundrechten von Menschen afrikanischer Abstammung in Europa\u201c\u00a0 zielt letztendlich ebenfalls wie der o. a. UN-Migrationspakt auf die \u00d6ffnung Europas f\u00fcr die Einwanderung afrikanischer Migranten nach Europa.\u00a0 Sie ist im Internet zu finden unter:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.europarl.europa.eu\/doceo\/document\/TA-8-2019-0239_DE.html\">https:\/\/www.europarl.europa.eu\/doceo\/document\/TA-8-2019-0239_DE.html<\/a><\/p>\n<p>Die Entschlie\u00dfung besteht aus drei Teilen:<br \/>\n1)Aus 21 \u201eHinweisen\u201c auf 21 Dokumente, Resolutionen und \u00c4hnliches, die die Forderungen des EU Parlaments in u. a. Teil 3 legitimieren sollen. Sie sprechen in ihrer Summe f\u00fcr meine Behauptung, dass ein wiederholtes \u201eNachschieben\u201c von Resolutionen mit gleicher Zielrichtung der Masseneinwanderung den Weg ebnen soll, und zwar durch die Beeinflussung der \u201epolitischen Klasse\u201c und der \u00f6ffentlichen Meinung.<br \/>\n.<br \/>\n2) Aus 20 \u201eErw\u00e4gungen\u201c, die sich fast ausschlie\u00dflich mit dem Rassismus, der Diskriminierung, der Fremdenfeindlichkeit, der Ungleichbehandlung, der Entw\u00fcrdigung und der Afrophobie der Wei\u00dfeurop\u00e4er gegen\u00fcber den Menschen afrikanischer Abstammung befassen. Diese Erw\u00e4gungen sollen die nachfolgenden Aufforderungen und Ermahnungen an europ\u00e4ische Gesellschaften und Staaten rechtfertigen.<br \/>\n.<br \/>\n3) Aus 28 Aufforderungen und Ermahnungen, zum Beispiel:<br \/>\nRassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Ungleichbehandlung, Entw\u00fcrdigung und Afrophobie zu unterbinden,<br \/>\nMenschen afrikanischer Herkunft sozial, wirtschaftlich, politisch und kulturell zu beteiligen, um ihre Inklusion in Europa zu gew\u00e4hrleisten (Pkt.2)<br \/>\nNationale Strategien f\u00fcr die Inklusion und Integration von \u201eMenschen afrikanischer Abstimmung\u201c zu entwickeln. (Pkt.3)<br \/>\nKritik an der EU-Parlaments-Entschlie\u00dfung<\/p>\n<p>Die \u201eHinweise\u201c und \u201eErw\u00e4gungen\u201c sind unvollst\u00e4ndig, wenn sie die nachfolgenden \u201eAufforderungen und Ermahnungen\u201c an europ\u00e4ische Gesellschaften und Staaten rechtfertigen sollen. Bei Unvollst\u00e4ndigkeit fehlt oder mangelt etwas. Die \u201eHinweise und Erw\u00e4gungen\u201c sind also genau genommen fehlerhaft oder mangelhaft. Sie sind in der bisher vorliegenden Form ausschlie\u00dflich eine Sammlung von Vorw\u00fcrfen gegen die wei\u00dfen V\u00f6lker und Staaten der EU in der Vergangenheit und heute zur Rechtfertigung der im 3. Teil gestellten Forderungen an die Staaten der EU.<\/p>\n<p>Zu einer realistischen und gerechten Beschreibung des Verh\u00e4ltnisses der wei\u00dfen EU-B\u00fcrger und Staaten zu den Menschen afrikanischer Abstammung geh\u00f6rten aber auch \u201eHinweise\u201c und \u201eErw\u00e4gungen\u201c \u00fcber das Verhalten der afrikanischen Gesellschaften und Staaten in der Vergangenheit und heute.<\/p>\n<p>Die o. a. 20 \u201eErw\u00e4gungen\u201c enthalten jedoch ausschlie\u00dflich berechtigte Klagen \u00fcber Benachteiligungen und Diskriminierungen von Menschen afrikanischer Herkunft in europ\u00e4ischen Staaten, ohne die gleichzeitigen Fehlleistungen afrikanischer Menschen, Gesellschaften und Staaten mit zu ber\u00fccksichtigen. Die o. a. 20 \u201eErw\u00e4gungen\u201c sind deshalb lediglich ein \u201eS\u00fcndenregister Europas\u201c, das sich wie eine einseitige Publikumsbeschimpfung ausnimmt.<\/p>\n<p>Eine gewisse und angemessene Kritik an \u201eMenschen mit afrikanischer Herkunft\u201c und an ihren Herkunftsl\u00e4ndern in den \u201eErw\u00e4gungen\u201c w\u00fcrde verst\u00e4ndlich machen, dass das zum Teil schlechte Ansehen von Afrikanern und damit auch teilweise ihre Diskriminierung nicht allein durch Europ\u00e4er verursacht ist. Es w\u00fcrde auch erkl\u00e4ren, dass viele Menschen afrikanischer Abstammung ihre Bildungs- Aufstiegs- und Wirtschaftsnachteile aus ihren Herkunftsl\u00e4ndern mitgebracht haben und mitbringen und dass nicht jede allgemeine Kritik an Afrikanern ein Ausdruck von Rassismus ist.<br \/>\nUm einer unangemessenen Verallgemeinerung vorzubeugen, w\u00e4re es hilfreich, vorn in den \u201eErw\u00e4gungen\u201c in deren Sprachduktus folgendes zu vermerken:<br \/>\nin der Erw\u00e4gung, dass sich Menschen nordafrikanischer Abstammung weitgehend von den Menschen mittel- sowie s\u00fcdafrikanischer Abstammung unterscheiden und dass sich beide Gruppen in vielerlei Hinsicht deutlich von den Menschen europ\u00e4ischer Abstammung unterscheiden. Das trifft auf ihr Rechtsempfinden, ihr Demokratieverst\u00e4ndnis, ihre Lebensgewohnheiten, ihre Einstellung zur Arbeit, zur \u00f6ffentlichen Ordnung und ihr Verantwortungsempfinden f\u00fcr ihre eigene Bev\u00f6lkerungsexplosion zu. Diese Erw\u00e4gung wird auch nicht dadurch gegenstandslos, dass es zwischen den Menschen afrikanischer Abstammung aus verschiedenen Regionen und V\u00f6lkern ebenfalls erhebliche Unterschiede gibt.<br \/>\nWeiterhin muss hinzugef\u00fcgt werden:<br \/>\nin der Erw\u00e4gung, dass zahlreiche afrikanische Staaten s\u00fcdlich der Sahara einen erheblichen Anteil ihrer eigenen \u00f6ffentlichen und staatlichen Aufgaben sowie ihrer eigene Infrastruktur nicht vollumf\u00e4nglich selbst finanzieren, sondern in dieser Hinsicht dauerhaft von China, den USA oder EU-Staaten abh\u00e4ngig sind. Und dies, obwohl ihre Entkolonialisierung durchschnittlich 55 Jahre zur\u00fcckliegt und obwohl etliche von ihnen reich an Bodensch\u00e4tzen sind.<br \/>\nin der Erw\u00e4gung, dass die V\u00f6lker Afrikas ihre eigene Bev\u00f6lkerungsexplosion nicht beherrschen und selbst keine Verantwortung f\u00fcr die damit entstehenden Dauerprobleme \u00fcbernehmen. Mit der Bev\u00f6lkerungsexplosion wachsen offensichtlich schneller neue Armut als neuer Wohlstand nach. ( Nigerias Bev\u00f6lkerung z. B. ist in den letzten 20 Jahren von 100 Millionen Menschen auf 200 Millionen gewachsen. )<\/p>\n<p>in der Erw\u00e4gung, dass die bald sechs Jahrzehnte zur\u00fcckliegende Zeit der europ\u00e4ischen Kolonialherrschaft in Afrika nicht nur eine Periode der Ausbeutung und Unterdr\u00fcckung afrikanischer Menschen war, sondern auch eine Zeit der F\u00f6rderung von modernen Landwirtschaftsmethoden, Handwerksf\u00e4higkeiten und Industrieansiedlungen, von ersten Demokratisierungen und der Einf\u00fchrung moderner Rechtsgebr\u00e4uche, kurz gefasst, es war auch eine Zeit erster Entwicklungshilfe.<br \/>\nin der Erw\u00e4gung, dass Menschen und V\u00f6lker in Afrika seit sechs Jahrzehnten materielle, finanzielle und geistige Entwicklungshilfe durch die \u201eMenschen europ\u00e4ischer Abstammung\u201c erhalten.<br \/>\n( Wenn diese Erg\u00e4nzungen Wiederholungen enthalten, entsprechen sie dem Stil der EU-Parlaments-Entschlie\u00dfung. )<\/p>\n<p>Solche Erw\u00e4gungen w\u00fcrden eine verst\u00e4ndliche Kritik an Menschen afrikanischer Herkunft erkl\u00e4ren, die man nicht als Ausdruck von Rassismus fehldeuten darf.<\/p>\n<p>Die Erw\u00e4gung unter dem Buchstaben O in den EU-Parlaments-Entschlie\u00dfungen sollte dem Dokument ganz entnommen werden. Dort hei\u00dft es:<\/p>\n<p>\u201ein der Erw\u00e4gung, dass Menschen afrikanischer Abstammung im Laufe der Geschichte erheblich zum Aufbau der europ\u00e4ischen Gesellschaft beigetragen haben.\u201c<br \/>\nIn der sp\u00e4teren Ziffer 5 ist sogar von \u201egewaltigen Errungenschaften\u201c in diesem Zusammenhang die Rede. Das ist, wenn man vom Einfluss der Araber w\u00e4hrend der Renaissance absieht, Quatsch.<\/p>\n<p><strong>Kritik an Teil 3 der Entschlie\u00dfungen:<\/strong><br \/>\nDie 28 Aufforderungen in Teil 3 beziehen sich prinzipiell auch auf alle afrikanischen Migranten, Fl\u00fcchtlinge und Asylbewerber, da ihre Einreise auf legalen Wegen gefordert wird ( Ziff. 23 ), und da sie sich dem Text nach auch unterschiedslos auf die Millionen illegal in Europa lebenden Migranten und ausreisepflichtigen Afrikaner beziehen. Darin liegt die besondere Brisanz des gesamten Papiers. Da die unterschiedslose Einreise aller dieser Personengruppen nicht von allen EU-Staaten gebilligt wird, ist es erstaunlich, dass offensichtlich auch EU Parlamentarier aus diesen Staaten auch allen unerw\u00fcnscht ins Land kommenden Afrikanern die Rechte und Privilegien gew\u00e4hren wollen, die in den Aufforderungen aufgef\u00fchrt sind. Auch ich lehne diese Rechte und Privilegien f\u00fcr unerw\u00fcnscht nach Deutschland einreisende Ausl\u00e4nder ab.<\/p>\n<p>Zahlreiche Aufforderungen betreffen Privilegien, die wei\u00dfh\u00e4utige Europ\u00e4er in vergleichbaren Lagen nicht haben, zum Beispiel:<br \/>\ndie F\u00f6rderung von Auftritten von Afrikanern in Fernsehsendungen, ( Ziff. 11 )<br \/>\ndie Aufnahme von afrikanischem Geschichtsunterricht in die Lehrpl\u00e4ne der Aufnahmel\u00e4nder, ( Ziff. 20 )<br \/>\ndie Einf\u00fchrung von \u201eMonaten der schwarzen Geschichte\u201c, ( Ziff. 5) und<br \/>\ndas Begehen eines \u201eJahrzehnts der Menschen afrikanischer Abstammung\u201c ( Ziff. 6 )<br \/>\nMehrere Aufforderungen betreffen die Gleichbehandlung von Menschen afrikanischer Herkunft und europ\u00e4ischer Herkunft, was in Bezug auf eingeb\u00fcrgerte afrikanische Einwanderer angemessen ist. Eine solche Gleichbehandlung unter den wohlklingenden Rubriken \u201eInklusion\u201c und \u201eIntegration\u201c w\u00fcrde nach den unterschiedslosen Aufforderungen der \u201eEntschlie\u00dfung des EU Parlaments\u201c aber auch unerw\u00fcnschte Migranten, Asylbewerber \u201eim Wartestand\u201c und Fl\u00fcchtlinge mit befristetem Status betreffen. Das sind nach dem EU-Papier: die Versorgung mit angemessenem Wohnraum ( Ziff. 22 ), die Integration in den Arbeitsmarkt ( Ziff. 25 ), F\u00f6rderung von Unternehmertum ( Ziff. 21 ) und die politische Beteiligung ( Ziff. 26 ).<br \/>\nWenn solche ma\u00dflosen Forderungen in den Herkunftsl\u00e4ndern afrikanischer Migranten bekannt werden, verst\u00e4rken sie den Sog, den das Wohlstandsgef\u00e4lle zwischen Europa und Afrika ohnehin aus\u00fcbt. Sie werden als Verhei\u00dfung verstanden, und es werden sich weitere Millionen Afrikaner aus dem st\u00e4ndig weiter \u00fcberv\u00f6lkerten Afrika auf den Weg nach Europa begeben.<br \/>\nRechte der Menschen afrikanischer Abstammung contra Rechte der Menschen europ\u00e4ischer Abstammung<br \/>\nEtliche der beabsichtigten Schutzrechte f\u00fcr Menschen afrikanischer Abstammung \u2013 also der G\u00e4ste \u2013 beschneiden etliche der Individual- und Gemeinschaftsrechte der Menschen europ\u00e4ischer Abstammung \u2013 also der Gastgeber -.<\/p>\n<p>Sie beschneiden de facto das Recht der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung. Das Papier erw\u00e4hnt 22mal die Worte \u201eRassismus und Rassendiskriminierung\u201c und kein einziges Mal das Wort \u201eKritik\u201c. Es zeigt nicht einmal einen Ansatz, Rassendiskriminierung und Kritik zu unterscheiden. Auch die \u00c4u\u00dferung von Missbilligung weiterer Zuwanderung ist eine Meinungs\u00e4u\u00dferung und Ausdruck einer legitimen Auffassung. Nach derzeitigem Amts- und Mediengebrauch in Deutschland w\u00fcrde der rigorose Gebrauch des Rassismus-Begriffs aber bedeuten, dass auch berechtigte Kritik an Menschen afrikanischer Abstammung und ihren Herkunftsl\u00e4ndern als Rassismus untersagt w\u00fcrde. ( So wie es in Deutschland oft mit berechtigter Kritik an anderen Minderheiten praktiziert wird. )<\/p>\n<p>Sie beschneiden das Recht der EU Staaten, ihre Au\u00dfengrenzen zweckm\u00e4\u00dfig zu sichern und bei Einreisekontrollen mit T\u00e4terprofilen zu arbeiten ( Ziff. 17 und 19 ).<\/p>\n<p>Sie beschneiden das Recht der EU Staaten, ihre Territorien pr\u00e4ventiv gegen St\u00f6rungen und Verbrechen zu sichern und dazu Daten aufgrund ethnischer Herkunft zu erheben ( Ziff. 10 ).<\/p>\n<p><strong>Abschlie\u00dfendes Urteil<\/strong><br \/>\nDas hier behandelte Papier ist janusk\u00f6pfig. Nach vorn zeigt es die l\u00f6bliche Absicht, die Menschen afrikanischer Abstammung in Europa vor Hass und Benachteiligungen zu sch\u00fctzen. Die R\u00fcckseite des Januskopfs zeigt die Absicht des EU Parlaments, die weitere Einwanderung von Afrikanern in die Staaten der EU zu f\u00f6rdern.<br \/>\nEin solches Papier ohne vorherige \u2013 oder zumindest nachherige \u2013 mediale Ver\u00f6ffentlichung zu beschlie\u00dfen, zeigt nicht nur die Bev\u00f6lkerungsferne des EU Parlaments, sondern auch die Gefahr des Missbrauchs, die einer repr\u00e4sentativen Demokratie innewohnt, wenn die handelnden Parlamentarier in einer \u201eBlase\u201c leben.<br \/>\nEs schmerzt, zu lesen, dass das Parlament, welches das noch wei\u00dfe Europa zu vertreten hat, in seiner o. a. \u201ePublikumsbeschimpfung\u201c ausschlie\u00dflich die Interessen der Zuwanderer vertritt, und mit keiner einzigen Bemerkung und keinem Hinweis auf die Belange der gastgebenden EU Staaten und ihrer V\u00f6lker eingeht.<br \/>\nDie Frage, die zum Schluss bleibt, ist, wen vertritt das EU Parlament eigentlich?<\/p>\n<p><strong>Abschlie\u00dfende Bemerkung<\/strong><br \/>\nEs sei mir eine abschlie\u00dfende Bemerkung erlaubt. Ich habe mir meine obige Stellungnahme aus eigener Anschauung erlaubt. 1962 habe ich an einem Seminar im Ausw\u00e4rtigen Amt teilgenommen, wo uns jungen Teilnehmern dieselben optimistischen Entwicklungsaussichten f\u00fcr Afrika vorgetragen worden sind, wie sie heute aus dem Bundesministerium f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit verbreitet werden.<br \/>\nWelchen Fortschritt hat das Afrika s\u00fcdlich der Sahara in den vergangenen 58 Jahren gemacht? 1964 habe ich im heutigen Namibia als einziger Wei\u00dfer unter eingeborenen Arbeitern im Stra\u00dfenbau gearbeitet und einen Einblick in die Arbeitsphilosophie meiner dortigen Mitarbeiter gewonnen. 1965 bin ich mit einem Entwicklungshelfer durch die Transkei gepilgert und habe mir alle seine Frusterlebnisse bei seinen Aufbaubem\u00fchungen angeh\u00f6rt. Ich habe Angola, S\u00fcd-West-Afrika ( heute Namibia ), S\u00fcdafrika, Nordrhodesien ( heute Sambia ), und S\u00fcdrhodesien ( heute Simbabwe ) zu Ende der Kolonialzeit bereist; einige davon 25 Jahre sp\u00e4ter noch einmal.<br \/>\nAlle von mir besuchten L\u00e4nder hatten nach dem Ende der Kolonialherrschaft die Chance, sich auf dem Fundament ihres damaligen Entwicklungsstandes eine Zukunft aufzubauen. Das damals wirtschaftlich bl\u00fchende Sambia zum Beispiel ist heute bis zur \u00f6ffentlichen Armut heruntergewirtschaftet. Aus etlichen Berichten von Entwicklungshelfern wei\u00df ich, dass ihre einst fertig \u00fcbergebenen Projekte f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter Schrottwert hatten. Das m\u00f6gen vielleicht die sprichw\u00f6rtlichen Ausnahmen gewesen sein.<br \/>\nIch habe im letzten Jahrzehnt Kontakt in das Umfeld der Afrikanischen Union gehabt und dort erfahren, dass die AU und die afrikanischen Staaten, trotz umfangreicher eigener Bodensch\u00e4tze so gut wie keine nennenswerten, eigenfinanzierten Anstrengungen zur Entwicklung ihres Kontinents unternommen haben.<br \/>\n.<br \/>\nKommentare hierzu von Afrika-Touristen und Patenschaftsbesuchern und Konferenzteilnehmern in Afrika werden mir wahrscheinlich nicht zu neuen Einsichten verhelfen.<br \/>\nMit einer schriftlichen oder m\u00fcndlichen Weiterverbreitung dieses Kommentars bin ich einverstanden.<br \/>\nGerd Schultze-Rhonhof, Generalmajor a. D.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.12.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/gastkommentar\/ehemaliger-generalmajor-uebt-kritik-an-der-eu-parlaments-entschliessung-fuer-menschen-afrikanischer-abstammung-a3104052.html\">https:\/\/www.epochtimes.de\/meinung\/gastkommentar\/ehemaliger-generalmajor-uebt-kritik-an-der-eu-parlaments-entschliessung-fuer-menschen-afrikanischer-abstammung-a3104052.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nKommentar:<br \/>\nDieser Artikel beweist ein weiteres mal, das es Milit\u00e4rs gibt, die sich auch in der Politik auskennen!<br \/>\nPolitikern bzw. Politikerinnen konnte man das bisher noch nicht nachsagen!<br \/>\nGanz zu schweigen von denen die sich f\u00fcr den Posten eines Verteidigungsministers (dis)qualifizierten.<br \/>\n21.2.2019, Ste, ETO<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;EU\u00a0&gt;Finanzsystem\u00a0&gt;EU-Migration &gt;EU-Afrika Lampedusa \u2013 Gesundheitssystem\u00a0(30.9.2023) Resettlement gem\u00e4\u00df Migrationspakt wird besonders Deutschland grundlegend \u00e4ndern\u00a0(21.12.2019) EU-Parlaments-Entschlie\u00dfung f\u00fcr Menschen afrikanischer Abstammung: Kritik (20.12.2019) Bevoelkerungswachstum Europa \u2013 Selbstmord Fl\u00fcchtlinge Fluechtlingslager Globalisierung Integration Leitkultur Migration Bassam Tibi Immigration Seenotrettung Ungarn &nbsp; &nbsp; EU-Parlaments-Entschlie\u00dfung f\u00fcr Menschen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-afrika\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2859,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-77380","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/77380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=77380"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/77380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115756,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/77380\/revisions\/115756"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=77380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}