{"id":76026,"date":"2019-11-15T13:44:13","date_gmt":"2019-11-15T12:44:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=76026"},"modified":"2023-08-03T22:22:35","modified_gmt":"2023-08-03T20:22:35","slug":"israel2019","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2019\/","title":{"rendered":"Israel2019"},"content":{"rendered":"<p>ss<\/p>\n<div id=\"attachment_44604\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2013\/bethlehem\/israel6masada-pan131031\/\" rel=\"attachment wp-att-44604\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44604\" class=\"size-full wp-image-44604\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/israel6masada-pan131031.jpg\" alt=\"Masada am Toten Meer Ende Oktober 2013\" width=\"638\" height=\"205\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/israel6masada-pan131031.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/israel6masada-pan131031-180x57.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-44604\" class=\"wp-caption-text\">Masada am Toten Meer Ende Oktober 2013<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Israels 72. Geburtstag w\u00e4re doch ein Grund zum Feiern (12.5.2020)<\/li>\n<li>&#8222;Israel in Gefahr?&#8220; Das war es doch immer schon! (12.3.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Corona-Impfstoff \u2013 Israel BDS\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/corona-impfstoff-israel-bds\/\">Corona-Impfstoff &#8211; Israel BDS<\/a> (4.3.2020)<\/li>\n<li>Antisemitismus: Judenhass &#8211; Israelfeindlichkeit (14.2.2020)<\/li>\n<li>Deutschland &#8211; Israel:\u00a0Staatsraison Identit\u00e4t\u00a0Geschichte Schuld\u00a0(30.1.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Auschwitz-Gedenken 1945-2020\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/auschwitz-gedenken-1945-2020\/\">Auschwitz-Gedenken 1945-2020<\/a>\u00a0(25.1.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Auschwitz1945-2020\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/auschwitz1945-2020\/\">Historiker Wolffsohn kritisiert Steinmeiers Rede in Israel \u2013 und neue\u00a0Gedenkkultur<\/a>\u00a0 (24.1.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Erinnerungskultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/\">Holocaust-Gedenken: Der lange Schatten 75 Jahre nach Auschwitz<\/a>\u00a0(24.1.2020)<\/li>\n<li>Mein Israel \u2013 was ist in den letzten 50 Jahren aus dir geworden? (15.11.2019)<\/li>\n<li>Antiisraelische Aktivisten mobben j\u00fcdische DIA-Vorsitzende in Lahr (7.11.2019)<\/li>\n<li>Kippatr\u00e4ger in Freiburger Fitnessstudio attackiert (6.11.2019)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Antisemitismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/antisemitismus\/\">Antisemitismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Auschwitz1945-2020\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/auschwitz1945-2020\/\">Auschwitz1945-2020<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Europa-Nationen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa-nationen\/\">Europa-Nationen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Iran\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/\">Iran<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Israel2013\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2013\/\">Israel2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2020\/\">Israel2020<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Islam-Politik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-politik\/\">Islam-Politik<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Jerusalem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/jerusalem\/\">Jerusalem<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Juden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/\">Juden<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Palaestina\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/palaestina\/\">Palaestina<\/a><\/li>\n<li><a title=\"TelAviv\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/twintowns\/telaviv\/\">Tel Aviv<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Jerusalem-Neustadt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2013\/jerusalem-neustadt\/\">Yad Vashem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.israelheute.com\/\">www.israelheute.com<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Israel in Gefahr?&#8220; Das war es doch immer schon!<\/strong><br \/>\nDer tolerante Durchschnittsdeutsche, der sich in seinem Viertel nicht mehr auf die Stra\u00dfe traut, wenn sein Fahrrad, das er abzuschlie\u00dfen verga\u00df, geklaut wurde, solidarisiert sich mit den notleidenden Menschen in Gaza und macht Israel f\u00fcr deren Schicksal verantwortlich, w\u00e4hrend er die Raketen der Hamas, welche auf israelischen St\u00e4dte abgeschossen werden, als \u201eselbst-gebaut\u201c beschreibt, um deren Harmlosigkeit zu unterstreichen.<\/p>\n<p>Wenn man alle UN-Resolutionen lesen, und die Camp-David-Gespr\u00e4che mit fast allen US-Pr\u00e4sidenten verfolgte, konnte man erkennen, dass Israel immer die Hand zum Frieden ausgestreckt hat. Wenn die Europ\u00e4er immer so stark w\u00e4ren &#8211; wie sie immer sein wollen &#8211; h\u00e4tten sie schon l\u00e4ngst den Hamas deutlich gemacht, dass kein Geld mehr fliesen wird, wenn noch eine Rakete von dort abgeschossen wird.<\/p>\n<p>Mit deutschen Geldern (neun Millionen\/Jahr) werden Schulb\u00fccher gedruckt, in denen bereits zu Hass gegen Israel aufgerufen wird. Der Tagesschausprecher Constantin Schreiber verr\u00e4t in seinem Buch \u201e Kinder des Koran\u201c, dass in den Schulb\u00fcchern der Pal\u00e4stinenser das Wort \u201eISRAEL\u201c kein einziges Mal f\u00e4llt, sondern die Rede ist in den B\u00fcchern der 240.000 Sch\u00fcler von der \u201ezionistischen Besatzungsarmee\u201c, \u201ezionistischen Banden\u201c, \u201ezionistischer Politik\u201c, \u201ezionistischen Angreifern\u201c und die Zionisten zudem feige sind, dargestellt. Nicht Israel, sondern Deutschland sollte sich sch\u00e4men!<\/p>\n<p>Die Gefahr besteht im Hass gegen Israel von Seiten des Islam. Schachz\u00fcge der islamischen Hamas gegen die Juden m\u00fcsste man zur Pflichtlekt\u00fcre unserer Politiker und Journalisten machen. Da wird kein Szenario der ewigen Feindschaft projiziert, sondern ein &#8222;Hoffnungs-schimmer&#8220; aufgezeigt; Es gibt keine L\u00f6sung f\u00fcr den Nahost-Konflikt und nur ein Mittel, die Gefahr f\u00fcr Israel dauerhaft zu beseitigen: n\u00e4mlich der islamischen Welt zu zeigen, dass die Glaubens\u00fcberzeugungen der radikal-islamischen Bewegungen bez\u00fcglich Israel auf Fehlinterpretationen der islamischen Geschichte und der Lehre des Koran beruhen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Israel ist die Zwei-Staaten-L\u00f6sung zur Frage des freiwilligen Einstimmens in die eigene Vernichtung geworden. Als Keimzelle des &#8222;internationalen&#8220; Terrorismus k\u00f6nnte Pal\u00e4stina eine F\u00fchrungsrolle einnehmen. Die Hamas bestreitet das Existenzrecht Israels. In ihrer Bejahung von Mord und Meuchelmord kn\u00fcpft sie an Arafats Kurs an (der mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde). Augustin hat einmal gesagt, Staaten, die Recht und Gesetz nicht anerkennen und das Existenzrecht anderer prinzipiell in Frage stellen, sind in Wirklichkeit nichts anderes als \u00fcberdimensionale R\u00e4uberbanden.<\/p>\n<p>Anders als noch vor 30 Jahren bejahen heute die EU und die USA die Kooperation mit terroristischen Gruppen (z.B. Taliban aus dem Umfeld von Al-Khaida).<br \/>\nDeshalb ist die terroristische &#8222;Gefahr&#8220; keine blo\u00df fiktive, sondern ernst und konkret. Noch nie hatte die terroristische Vereinigung der Hamas die historisch einmalige Chance, mit Kapital (\u00d6lgeldern) aus Kuwait und Saudi Arabien einen Staat zu bilden, der zwar weder wirtschaftlich noch politisch autonom w\u00e4re, aber r\u00fcckhaltlos f\u00fcr den &#8222;Export&#8220; von Terrorismus nach Europa und in die USA eintreten k\u00f6nnte. Wichtig dabei ist, dass es auch heute noch Menschen gibt, die die (fr\u00fcher sehr vern\u00fcnftige) Zwei-Staaten-L\u00f6sung mit blindem Eifer verfolgen, und sich damit &#8211; aus edlen Motiven &#8211; zu Handlangern des Terrorismus machen.<\/p>\n<p>Es geht aber nicht nur um die Schattenseiten des real existierenden Islam (seine Friedens- und Demokratieunf\u00e4higkeit), sondern auch um die (wenigen) Stellen im Koran, die ein friedliches Zusammenleben mit Juden (und Christen) vorschreiben, z.B. Sure 5.20, 5.21, 17.104 oder 60.5.<br \/>\nIm Jahr 638, als Kalif Umar, der zweite Nachfolger Mohammeds, Jerusalem aus der Hand der byzantinischen Herrschaft l\u00f6ste und f\u00fcr den Islam eroberte. Umar erbaute dort sp\u00e4ter die<br \/>\nAl-Aqsa-Moschee. Muslime scheinen dabei zu \u00fcbersehen, dass gerade Umar derjenige war, der den r\u00f6mischen Bann aufhob, der den Juden den Zutritt verboten hatte. Die Juden hatten es somit Oma zu verdanken, dass sie wieder nach Jerusalem zur\u00fcckkehren konnten.<br \/>\nAuch Saladin, einer der ber\u00fchmtesten islamischen F\u00fchrer, der Jerusalem im Oktober 1187 aus der Hand der Kreuzritter zur\u00fcckerobert hatte, lud die Juden ein, in ihre Heimat zur\u00fcckzukehren. In einem Brief an die j\u00fcdischen Leiter schrieb: die Zeit eures Exils ist vorbei! Wer zur\u00fcckkommen m\u00f6chte, ist herzlich willkommen!<\/p>\n<p>Somit sollte den Muslimen auch der Besitzanspruch auf die Al-Aqsa-Moschee nicht bestritten werden, auch wenn daraus kein Besitzmonopol des Islam auf ganz Jerusalem abgeleitet werden d\u00fcrfe.<br \/>\nIn der Frage des Status von Jerusalem hat wiederholt G.W.Bush und J.Carter die Vermittlungsbem\u00fchungen scheitern lassen.<\/p>\n<p>12.3.2020, Klaus Dietz, Rheinfelden<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Israels 72. Geburtstag w\u00e4re doch ein Grund zum Feiern<\/strong><br \/>\n<em>Am 29. April 2020 feierte Israel seiner Staatsgr\u00fcndung am 14.\/15. Mai 1948. Das w\u00e4re doch ein Grund zum Feiern. Aber in Deutschland wird dieser Geburtstag in Medien wie Politik kaum erw\u00e4hnt. Ein Blick auf das Wesen und Verh\u00e4ltnis unserer beiden Staaten.<\/em><\/p>\n<p>Jom haAtzma\u2019ut hei\u00dft der j\u00fcdische Feiertag, der am 29. April 2020 gefeiert wurde. Er entspricht dem 5. Ijjar im Jahr 5708 des j\u00fcdischen Kalenders. Und dieser war kein anderer als der 14. Mai 1948. Was geschah an diesem denkw\u00fcrdigen Tag? Es war die Geburt eines kleinen Landes nach langen Geburtswehen. Nicht weniger und nicht mehr als die des Landes Israel.<br \/>\nDavid Gr\u00fcn \u2013 besser bekannt als David Ben-Gurion \u2013 rief am 14. Mai 1948 die Unabh\u00e4ngigkeit Israels aus. Der erste Ministerpr\u00e4sident verlas in Tel Aviv die (dreiteilige) israelische Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung. Bereits im UN-Teilungsplan von 1947 wurden 56 Prozent des Quasi-Niemandslandes Pal\u00e4stina der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung zugesprochen. Aus diesem Land wurde nun der Staat Israel.<\/p>\n<p>Die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung wurde nach langen Debatten von einem 37k\u00f6pfigen Volksrat unter Beteiligung von zwei deutschen Juden beschlossen, die dem Massenmord entkommen waren: Pinchas Rosen aus Berlin und Peretz Bernstein aus Meiningen. \u201eGleich allen anderen V\u00f6lkern, ist es das nat\u00fcrliche Recht des j\u00fcdischen Volkes, seine Geschichte unter eigener Hoheit in einem eigenen souver\u00e4nen Staat selbst zu bestimmen\u201c, war ein Element der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung. Verbunden mit dieser BITTE: \u201eWir wenden uns an die Vereinten Nationen mit der Bitte, dem j\u00fcdischen Volk beim Aufbau seines Staates Hilfe zu leisten und den Staat Israel in die V\u00f6lkerfamilie aufzunehmen.\u201c<\/p>\n<p>Was leider nicht viel n\u00fctzte. Tags darauf am 15. Mai war das V\u00f6lkerrechtsmandat f\u00fcr Pal\u00e4stina beendet. Am gleichen Tag noch erkl\u00e4rten \u00c4gypten, Transjordanien, Syrien, Libanon und Irak dem neuen L\u00e4ndchen den Krieg, obwohl der arabischen Bev\u00f6lkerung von der UN 43 Prozent des Landes zugesprochen wurde, auf dem ein Pal\u00e4stinenserstaat h\u00e4tte gegr\u00fcndet werden k\u00f6nnen. Und auch in der Folgezeit bis heute begannen diese UN-Staaten die Kriege gegen Israel gerne an dessen Feiertagen. Am bekanntesten ist der nach einem solchen Fest benannte Jom-Kippur-Krieg 1973. Im Vergleich dazu haben wir es in Deutschland besser; au\u00dfer Anschl\u00e4ge auf Advents- und Weihnachtsm\u00e4rkte ist bei uns nur erh\u00f6hte Aufmerksamkeit zu Ramadan-Zeiten angesagt.<\/p>\n<p>Richtig zur Ruhe kommt Israel leider nicht, auch nicht in Zeiten, wenn keine \u00e4u\u00dfere Bedrohung besteht. Trotz mehrerer Wahlen hintereinander war keine feste Regierungsmehrheit m\u00f6glich. Gerade erst wurde um den Preis von 36 lukrativen Ministerposten eine neue Regierung gebildet. Und Korruption gibt es auch in Israel \u201ebis in h\u00f6chste Etagen\u201c. Warum auch nicht, Israel ist nicht besser als andere L\u00e4nder, aber mit Sicherheit auch nicht schlechter. Es ist jedenfalls die einzige Demokratie im Nahen Osten. Nur der Libanon ist solcher Dauerversuch.<\/p>\n<p>Bleiben wir gespannt, wie Bundespr\u00e4sident Steinmeier oder Au\u00dfenminister Maas Israel zum Geburtstag gratulieren wird. Vielleicht mit \u201eAuch im kommenden Jahr viel Gl\u00fcck\u201c? Denn Steinmeiers gratulierte dem Iran, der Israel zum Hauptfeind erkl\u00e4rte, im Namen von uns Deutschen recht herzlich zum Jahrestag seiner Islamischen Revolution! W\u00e4hrend \u201ekleine\u201c Antisemiten zu Hause zu Recht gei\u00dfelt werden, begl\u00fcckw\u00fcnscht und hofiert \u201eH\u00e4uptling gespaltene Zunge\u201c die gro\u00dfen Antisemiten des Auslandes.<\/p>\n<p>Aber auch v o r Steinmeier wurde Israel von Deutschland eher mit links abgetan. Obwohl den Juden im Deutschen Reich von allen Verfolgungen der Geschichte am schlimmsten mitgespielt wurde. Dass Deutschland nicht das erste Land war, das Israel anerkannte, lag nicht nur daran, dass uns von den Siegerm\u00e4chten erst ein Jahr sp\u00e4ter zugestanden wurde, sich im Mai 1949 neu zu gr\u00fcnden. Der erste Staat war die USA, der Israel gleich am ersten Tag seines Bestehens anerkannte, drei Tage sp\u00e4ter folgte die Sowjetunion, Deutschland erst 1952 und nur indirekt mit dem Luxemburg-Abkommen. Die formale Anerkennung mit dem Austausch von Botschaftern erfolgte sogar erst 1965.<\/p>\n<p>Und auch heute noch weigert sich die Merkel-Regierung mit ihrem Gefolge, eine Botschaft in Israels neuer Hauptstadt Jerusalem zu er\u00f6ffnen. Sie bleibt \u201eweit vom Schuss\u201c, in Tel Aviv am Mittelmeer, mit Konsulaten im n\u00f6rdlichen Haifa und Eilat im S\u00fcden, aber nicht im Zentrum jenes Landes. Das ist etwa so, als wenn Israel als Hauptstadt Deutschlands nicht Berlin anerkannt h\u00e4tte und mit seiner Botschaft in Bonn geblieben w\u00e4re. Ist etwas dran an dem Verdacht, dass der deutschen Politik viel an der Erinnerung an die toten Juden in Deutschland gelegen ist, aber umso weniger an den lebenden Juden in einem autonomen Israel?<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, in Israel wird der 14. Mai nicht so pathetisch gefeiert wie Berlin unseren Nationalfeiertag. Aus www.kleiner-kalender.de: \u201eJeder feiert jom haAtzma\u2019ut, die Gr\u00fcndung des Staates Israel, auf die Weise, die ihm angemessen erscheint\u2026\u201c Und jene Regierung missbraucht diesen Tag nicht zur Abrechnung mit politisch Andersdenkenden, wie das in Deutschland jedes Jahr geschieht. Aus dem \u201eTag der deutschen Einheit\u201c wurde ein Tag der Diffamierung politischer Au\u00dfenseiter. W\u00fcnschen wir Israel, dass es diesem deutschen Wesen nie nacheifern wird.<br \/>\n12.5.2020, Albrecht K\u00fcnstle, Herbolzheim, <a href=\"mailto:kuenstle.a@gmx.de\">kuenstle.a@gmx.de<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Antisemitismus: Judenhass &#8211; Israelfeindlichkeit<\/strong><br \/>\nSeit dem Jahr 1974 gibt es den Deutsch-Israelischer-Arbeitskreis S\u00fcdlicher Oberrhein e.V. (DIA). Nach 44 Jahren wurde 2018 Simone Schermann zur Vorsitzenden gew\u00e4hlt \u2013 eine (s\u00e4kulare) J\u00fcdin aus Deutschland. Weil sie konsequent an der Seite Israels stehen will, wird sie seither von allen Seiten attackiert.<br \/>\nDie Familie von Schermann hat wie so viele eine schlimme Geschichte, die in Yad Vashem dokumentiert ist. Die neue Vorsitzende trat ihr Amt an mit dem Wunsch, ohne wenn und aber an der Seite Israels zu stehen. Und seither h\u00e4ngt in dem Verein der Haussegen schief. Der vorige Vorsitzende und wenige andere traten aus, opponieren aber weiter mit Unterst\u00fctzung der Lokalpresse, allen voran die Lahrer Zeitung, penetrant von au\u00dfen. Und schicken einen Gegenkandidaten f\u00fcr die n\u00e4chste Wahl ins Rennen, welcher der Vorsitzenden Rechtsradikalismus(!) und zugleich Israelh\u00f6rigkeit vorwirft.<br \/>\n.<br \/>\n<em>Antisemitismus \u201enur\u201c Judenhass oder auch Israelfeindlichkeit?<\/em><br \/>\nDie Frage, ist Antisemitismus \u201enur\u201c Judenhass hierzulande oder auch Israelfeindlichkeit, veranlasste mich zu ergr\u00fcnden, was denn Israel so verwerflich macht und von unserem Deutschland unterscheidet. Hier einige Vergleiche.<br \/>\n.<br \/>\n1) Israel und Deutschland haben wie wenige L\u00e4nder der Welt keine Verfassung, nur ein Grundgesetz. Wir haben eines, Israel hat elf und eine Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung. Beide Staaten wurden in einem Mai gegr\u00fcndet, die Bundesrepublik 1949, Israel schon ein Jahr vorher.<br \/>\n.<br \/>\n2) Israel und Deutschland sind beide Demokratien, wobei es einen Unterschied gibt: Wir sind \u201eumzingelt\u201c von ebenfalls demokratischen L\u00e4ndern, Israel nur von ausschlie\u00dflich autorit\u00e4ren Islamischen Staaten und dem Meer. Den \u201eJudenstaat\u201c Israel w\u00fcrden sie gerne \u201eins Meer werfen\u201c \u2013 wenn sie k\u00f6nnten.<br \/>\n.<br \/>\n3) Israel und Deutschland sind s\u00e4kulare L\u00e4nder mit Religionsfreiheit. Wie bei uns gibt es dort zwar eine religi\u00f6se (?) Mehrheitsgruppe. Bei uns sind das (noch) die Christen, in Israel Juden von Geburt, die drei Viertel der Bev\u00f6lkerung ausmachen. Aber in beiden L\u00e4ndern spielt die Mehrheitsreligion keine dominierende Rolle, weil die H\u00e4lfte davon s\u00e4kular orientiert ist. Wir haben keinen Christlichen Staat und in Israel keinen \u201eJudenstaat\u201c, auch wenn Theodor Herzl einen solchen wollte.<br \/>\n.<br \/>\n4) In Israel und Deutschland leben viele Migranten und behalten ihre Kultur \u2013 teilweise \u00fcber Geb\u00fchr. In Israel sind es 21 Prozent muslimische Araber. Interessant ist, dass diese lieber im \u201eFeindesland\u201c Israel leben als in ihren Nachbarl\u00e4ndern. Nicht anders bei uns; trotz der gebetsm\u00fchlenartigen Diskriminierungsvorw\u00fcrfe sind die Migranten lieber bei uns als in ihren Heimatl\u00e4ndern. In Deutschland kommen zu Arabern noch sunnitische T\u00fcrken, schiitische Perser, Ahmadiyyas aus Pakistan, Hindus aus Indien, Buddhisten aus Fernost, Allerlei aus Afrika und Volkszugeh\u00f6rige mit anderen Religionen hinzu. Israel wird oft \u201eSchmelztiegel\u201c genannt, was sind dann wir? Jedenfalls sind beide L\u00e4nder sehr \u201ebunt\u201c.<\/p>\n<p>5) Israel und Deutschland haben einen enormen Bev\u00f6lkerungszuwachs zu verzeichnen. Es sind Hunderttausende im Jahr, in Israel relativ gesehen noch mehr. Aber hierin gibt es einen bemerkenswerten Unterschied. In Israel wandern Juden zu, die es z.B. in Frankreich, aber auch bei uns, immer schwerer haben. In Deutschland nicht, sondern jene kommen, die den Juden in aller Welt das Leben schwer machen. Und innerhalb der beiden L\u00e4nder sorgen die Nicht-Einheimischen f\u00fcr zus\u00e4tzliches Bev\u00f6lkerungswachstum. Bei uns sind es die Muslime aller Richtungen. In Israel die arabischen Familien, aber auch j\u00fcdisch Orthodoxe.<\/p>\n<p>6) In beiden L\u00e4ndern gibt es Aram\u00e4er, also Angeh\u00f6rige des Urchristentums. In Israel wurden diese Aram\u00e4er 2014 als eigene Bev\u00f6lkerungsgruppe anerkannt. Deutschland dagegen nimmt das Hundertfache an Muslimen auf, welche Aram\u00e4er in ihren Heimatl\u00e4ndern verfolgten.<\/p>\n<p>7) Israel und Deutschland haben Soldaten au\u00dferhalb ihres Staatgebietes. Israel wird gerne als Interventionsmacht hingestellt, aber es beschr\u00e4nkt sich dabei auf Niemandsland auf der Westbank. Deutschland hat Soldaten in Afghanistan, Irak, Jordanien, Mali\u2026 Vielleicht verteidigt Israel seine Freiheit dort ebenfalls, wie wir es am Hindukusch tun?<br \/>\n.<br \/>\n8) Deutschland lebt mit seinen europ\u00e4ischen Nachbarn in Frieden \u2013 dank seiner kulturellen Wesensverwandtschaft. Auch die gro\u00dfen Konfessionen pflegen die \u00d6kumene. Nur innerhalb des Landes beginnt ein anderer Konflikt \u2013 zwischen den unterschiedlichen islamischen Auspr\u00e4gungen, zwischen Schiiten, Sunniten, Aleviten, welche die Polizei aber noch im Griff hat.<br \/>\nIsrael dagegen wird immer wieder vom Gazastreifen aus mit (kleinen) Raketen beschossen, die aber nicht nur gro\u00dfen Schaden anrichten, sondern auch Menschenleben fordern. Gro\u00dfe Raketen drohen aus dem Iran, dem unser (?) Bundespr\u00e4sident zur Islamischen Revolution gratulierte. Doch Israel reagiert mit Luftschl\u00e4gen gegen die Angriffsziele, es kann keine NATO anrufen.<br \/>\nW\u00fcrde Deutschland mit solchen Raketen beschossen, w\u00fcrde vielleicht \u00fcberlegt, was wir wieder falsch machten und die Parole ausgegeben, \u201edie werden sich schon was dabei gedacht haben\u201c. Aber selbst, wenn ein solcher Raketenbeschuss als feindlicher Angriff verstanden w\u00fcrde, w\u00e4re unsere Bundes(ab)wehr (?) kaum in der Lage oder willens, solchen Angreifern das Handwerk zu legen.<\/p>\n<p><strong>Stehen deutsche Israel-Gegner auch mit unserem Land auf Kriegsfu\u00df?<\/strong><br \/>\nWeil es aber zwischen Israel und Deutschland mehr politische und kulturelle \u00dcbereinstimmung gibt als Gegens\u00e4tze, stellt sich die Frage, was finden die Gegner der DIA-Vorsitzenden Schermann an ihr und an Israel so verwerflich? Kann es sein, dass diese nicht nur mit der einheimischen J\u00fcdin und Israel, sondern auch mit unserem Land und dieser Kultur auf Kriegsfu\u00df stehen? \u201eFragen \u00fcber Fragen\u201c, h\u00e4tte Bertold Brecht geschrieben.<br \/>\n.<br \/>\nEin Trost bleibt: Die Schermann-Gegner in Lahr schie\u00dfen nicht mit Raketen, sondern nur mit \u201eGiftpfeilen\u201c. Bleibt abzuwarten, welche Gesch\u00fctze sie in der n\u00e4chsten Eskalationsstufe auffahren. Und ob die Lokalpresse weiterhin die Munition liefert.<br \/>\n14.2.2020, Albrecht K\u00fcnstle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutschland &#8211; Israel: Staatsraison Identit\u00e4t Geschichte Schuld<br \/>\n<\/strong>Zum <a title=\"Auschwitz1945-2020\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/erinnerungskultur\/auschwitz1945-2020\/\">Gedenken &#8222;75 Jahre Auschwitz&#8220;<\/a> kam man Ende Januar 2020 in Yad Vashem bei Jerusalem, im Deutschen Bundestag, und in Auschwitz zusammen. Besondere Beachtung fanden die Reden von Bundespr\u00e4sident Frank Walter Steinmeier. Hier die vier grundlegenden Fragen.<\/p>\n<p><strong>1) &#8222;Die Existenz Israels ist Teil deutscher Staatsr\u00e4son&#8220;<\/strong><br \/>\n<em>Ja. Auch Angela Merkel hat dies mehrmals wiederholt. Diese Aussage ist grundlegend und bedeutet\u00a0sehr viel.\u00a0<\/em><br \/>\nWenn Israel bedroht bzw. angegriffen wird, dann ist dies dasselbe, wie wenn Deutschland bedroht bzw. angegriffen wird. Dann gilt der Verteidigungsfall &#8211; nicht mit Worten, sondern mit Taten.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>2) &#8222;Der Holocaust ist Teil deutscher Geschichte&#8220;<\/strong><br \/>\n<em>Ja, und zwar dunkelster Teil der Geschichte von Deutschland in 1933-1945.<\/em><br \/>\n.<br \/>\n<strong>3) &#8222;Der Holocaust ist Teil deutscher Identit\u00e4t&#8220;<\/strong><br \/>\n<em>Nein, aber gleichwohl wurde Holocaust wurde im kollektiven Bewu\u00dftsein des deutschen Volkes als Unrecht erkannt und verurteilt.<\/em><br \/>\nFrank Walter Steinmeier erkl\u00e4rte in seiner Rede am 29.1.2020 vor dem Bundestag den <a title=\"Holocaust-Education\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/holocaust-education\/\">Holocaust<\/a>, die Shoa, zur deutschen <a title=\"Identitaet\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/identitaet\/\">Identit\u00e4t<\/a>. Hierzu folgender Ausschnitt seiner Rede:<br \/>\n<em>&#8222;&#8230; Was diese Bilder zeigen und was Menschen wie Elie Wiesel, Bronislaw Geremek, Jorge Sempr\u00fan, Simone Veil, Arno Lustiger, Shimon Peres, Zoni Weisz, Daniil Granin, Ruth Kl\u00fcger, Anita Lasker-Wallfisch und Saul Friedl\u00e4nder [\u00dcberlebende, Zeitzeugen und Chronisten des Holocaust] an dieser Stelle, hier im Deutschen Bundestag, berichtet haben, ist nicht zu leugnen. Ihr Zeugnis verdr\u00e4ngen, vergessen, verschweigen oder verharmlosen zu wollen, hie\u00dfe, die Opfer zu verh\u00f6hnen. Und es hie\u00dfe f\u00fcr unser Land, mit diesem Teil seiner Geschichte auch seine Identit\u00e4t zu verleugnen.<\/em><br \/>\n<em><strong>Die Shoah ist Teil deutscher Geschichte und Identit\u00e4t.<\/strong><br \/>\n&#8230; &#8222;<\/em><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Frank-Walter-Steinmeier\/Reden\/2020\/01\/200129-Gedenken-Bundestag.html\">https:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Frank-Walter-Steinmeier\/Reden\/2020\/01\/200129-Gedenken-Bundestag.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nJa, der Holocaust ist Teil der deutschen Geschichte &#8211; und zwar ihr dunkelster Teil. Doch beim Schritt von der Geschichte zur Identit\u00e4t\u00a0ist &#8211; wie in allen Staaten &#8211; eine feine, aber klare Grenze zu ziehen: Einige Beispiele:<br \/>\nSind Versklavung und die teilweise Ausrottung der indigenen Bewohner von Nordamerika &#8222;Teil der US-amerikanischen Identit\u00e4t\u201c? Nein.<br \/>\nIst der Genozid an den Armeniern &#8222;Teil der t\u00fcrkischen Identit\u00e4t&#8220;? Nein.<br \/>\nIst die Ermordnung von weit \u00fcber einer Million Afrikaner in der damaligen Kolonie Kongo &#8222;Teil der Identit\u00e4t von Belgien&#8220;? Nein.<br \/>\nSind Massenmorde, Gulag und Terror unter Stalin bzw. dem Kommunismus &#8222;Teil der russischen Identit\u00e4t\u201c? Nein.<br \/>\n.<br \/>\nAll diese furchtbaren Greuel wurden im kollektiven Bewu\u00dftsein der V\u00f6lker als Unrecht erkannt und sie haben einen Mentalit\u00e4tswechsel bei der gro\u00dfen Mehrheit der jeweiligen Gesellschaft bewirkt. Warum soll das in Deutschland anders sein?<br \/>\nUnsere deutsche Identit\u00e4t ist nat\u00fcrlich gewachsen, in Hunderten von Jahren. Identit\u00e4t braucht Gemeinsames, mit dem man sich identifizieren kann; so verbindet man gemeinsam geteilte, positive Identifikation, w\u00e4hrend sich Negatives allenfalls k\u00fcnstlich hinzuf\u00fcgen l\u00e4\u00dft. Identifikation bildet sich aus &#8222;idem = derselbe\u201c und &#8222;facere = machen\u201c zusammen: Deshalb\u00a0ist es absurd, den Holocaust als deutsche Identit\u00e4t zu begreifen. Mit der Shoah kann man sich nicht identifizieren &#8211; selbst dem Bundespr\u00e4sidenten Steinmeier will man das nicht unterstellen. Falls er den Holocaust jedoch als eine Art deutscher Gegen-Identit\u00e4t begreift, dann h\u00e4tte er dies in seiner Rede auch klar und deutlich sagen m\u00fcssen.<br \/>\n.<br \/>\nDer\u00a0Identit\u00e4tsbegriff\u00a0w\u00fcrde zersetzt:\u00a0Ein Jude wird sich niemals als Deutscher zu f\u00fchlen, wenn der Holocaust zur deutschen Identit\u00e4t erkl\u00e4rt wird. <a title=\"Integration-Bringschuld\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/integration-bringschuld\/\">Integration<\/a> von Migranten wird nur gelingen, wenn wir den Fl\u00fcchtlingen eine deutsche Identit\u00e4t bieten, die uns im Positiven als Gemeinschaft verbindet.<br \/>\nWenn zur Identifikation immer nur das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte 1933-1945 focussiert wird bzw. wenn eine deutsche Kultur erst ab 1945 erkl\u00e4rt wird, dann gewinnt man den Eindruck, da\u00df eine Normalisierung des Verh\u00e4ltnisses von Juden und Nichtjuden bzw. eine Integration von Migranten in die deutsche Gesellschaft \u00fcberhaupt nicht gew\u00fcnscht sind.<br \/>\nDie Linke lehnt <a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religionen<\/a>, <a title=\"Nation\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/nation\/\">Nationen<\/a>, gewachsene V\u00f6lker und Identit\u00e4ten ab bzw. erkl\u00e4rt sie zu nachrangigen Begriffen. Die Linke will den einheitlichen bzw. allseits <a title=\"Gleichheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gleichheit\/\">gleichen<\/a> Weltmenschen in <a title=\"One-World\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/one-world\/\">One-World<\/a>, um ihn global pflegeleicht regieren zu k\u00f6nnen.<br \/>\nVon daher mu\u00df der Staat Israel f\u00fcr \u00fcberzeugte Linke eigentlich der pure Wahnsinn sein, denn: Israel ist eine erfolgreiche Nation, aus religi\u00f6ser Identit\u00e4t gegr\u00fcndet &#8211; vom uralten Volk der Juden, das eine gewachsene Identit\u00e4t hat. Israel hat Grenzen und eine starke Armee, ohne die dieses Volk schon l\u00e4ngst ausgel\u00f6scht worden w\u00e4re &#8211; wie man nicht nur in Gaza und Teheran erfahren kann.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>4) &#8222;Am Holocaust tragen die Deutschen Schuld&#8220;<\/strong><br \/>\n<em>Nein. Schuld wie auch Unschuld sind immer individuell bzw. pers\u00f6nlich, niemals kollektiv bzw. allgemein.<\/em><br \/>\nWenn <a title=\"Auschwitz-Gedenken 1945-2020\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/auschwitz-gedenken-1945-2020\/\">Frank Walter Steinmeier in Yad Vashem<\/a> als &#8222;Pr\u00e4sident von Deutschland&#8220; von der <a title=\"Schuld\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/schuld\/\">&#8222;gro\u00dfen historischen Schuld&#8220;<\/a> spricht, dann besagt dies, dass er diese Schuld f\u00fcr das ganze deutsche Volk, das er repr\u00e4sentiert, auf seinen Schultern tr\u00e4gt.<br \/>\nDamit vermag er aber nicht, diese Schuld jedem einzelnen deutschen B\u00fcrger auf dessen Schultern zu laden. Mit der \u201ehistorischen Schuld\u201c, von der Steinmeier sprach, habe ich als deutscher B\u00fcrger nichts zu tun. Und meine Kinder und Enkel auch nicht. Und mein Nachbar auch nicht. Denn Schuld kann niemals kollektiv, sondern immer nur pers\u00f6nlich sein.<br \/>\n.<br \/>\nWill Steinmeier \u00fcberhaupt die von ihm immer wieder beschworene \u201ehistorischen Schuld\u201c jedem einzelnen B\u00fcrger aufb\u00fcrden? Und warum? Wo es dann f\u00fcr diesen offenbar kein Entrinnen g\u00e4be, wie f\u00fcr seine Nachkommen auch nicht. Und wenn der Holocaust irgendwann einmal so weit weg sein wird wie die Kreuzz\u00fcge &#8211; gilt dies dann immer noch? Was der Bundespr\u00e4sident mit diesem Teil seiner Rede bezweckt, erschlie\u00dft sich mir nicht.<br \/>\n.<br \/>\nPrim\u00e4re Aufgabe des Bundespr\u00e4sidenten ist, dem <a title=\"Kirchentag \u2013 Frieden \u2013 Consent\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kirchentag-frieden-consent\/\">Inneren Frieden<\/a> in Deutschland, also dem &#8222;<a title=\"Consent-of-the-Governed\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/consent-of-the-governed\/\">Consent to the Governed<\/a>&#8220; zu dienen. Und zwar von neutraler, partei\u00fcbergreifender Warte aus. Dazu ist er vom Grundgesetz mit der\u00a0Macht des Wortes, nicht der Tat,\u00a0 ausgestattet worden. In all seinen Reden hat er danach zu trachten, dass\u00a0jeder Deutsche als m\u00fcndiger B\u00fcrger seine Meinung frei und\u00a0ohne Gefahr (z.B. vor sozialer \u00c4chtung, beruflichem Nachteil) kund tun kann. Wenn Bundespr\u00e4sident Steinmeier vor Rechts- wie Linksextremismus warnt, dann ist das OK. \u00a0Wenn er seinem Mitb\u00fcrger die Musikgruppe &#8222;Feine Sahne Fischfilet&#8220; mit ihren linksradikalen Botschaften anempfiehlt, dann ist das nicht OK, denn es widerspricht dem ihm auferlegten Neutralit\u00e4tsgebot. Wenn seinem Mitb\u00fcrger die Schuld an der Shoah zuschreibt, dann ebenfalls nicht OK. Er mu\u00df es der Entscheidung des m\u00fcndigen B\u00fcrgers \u00fcberlassen, ob er sich schuldig f\u00fchlt am Holocaust oder nicht.<br \/>\nIch verstehe nicht und kenne die Gr\u00fcnde nicht, warum\u00a0Frank Walter Steinmeier &#8211; im Gegensatz zu seinen Vorg\u00e4ngern im Amt des Bundespr\u00e4sidenten &#8211; immer wieder versucht ist, das deutsche Volk insgesamt wie auch &#8222;seine&#8220; heutigen Mitb\u00fcrger schlecht zu reden: als Rechtsextreme, als Schuldige am schrecklichen Verbrechen des Holocaust, als Judenfeinde.<\/p>\n<p>30.1.2020<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mein Israel \u2013 was ist in den letzten 50 Jahren aus dir geworden?<\/strong><br \/>\n&#8211; Im November 1969 bereiste ich das Land erstmals mit einem Jugendaustausch<br \/>\n&#8211; Seither hat sich die Bev\u00f6lkerung mehr als verdreifacht \u2013 wie war das m\u00f6glich?<\/p>\n<p>Du bist h\u00e4sslich geworden, muss ich feststellen, wenn ich im Fernsehen kritische Reportagen \u00fcber Israel sehe. Das gilt jedenfalls f\u00fcr deine Grenzen zum Westjordanland und Gazastreifen hin, mit deinen bis zu acht Meter hohen Betonw\u00e4nden. Bei meinem letzten Besuch 2000 standen diese noch nicht. Sch\u00fctzen sie dich eigentlich vor den Raketen der Hamas, Islamischer Djihad und den Feuerdrachen des Pal\u00e4stinenser-Nachwuchses? Und so viele Siedlungen au\u00dferhalb deines eigentlichen Staatsgebietes gab es bei meinem Erstbesuch 1969 auch noch nicht.<\/p>\n<p>Was ist geschehen, dass 2002 mit dem Bau der Sperranlagen begonnen wurde? Ein Blick in die Bev\u00f6lkerungsstatistik erkl\u00e4rt das meiste. Als ich vor genau 50 Jahren dort war \u2013 Golda Meir war Ministerpr\u00e4sidentin \u2013 hatte Israel noch unter 3 Mio. Einwohner. In diesem Jahr wurden 9 Mio. \u00fcberschritten! \u00dcber die unbefestigten Grenzen kamen nicht nur pal\u00e4stinensische Terroristen, sondern \u2013 man h\u00f6re und staune \u2013 viele muslimische Araber, die den \u201eJudenstaat\u201c Israel ihren islamischen Herkunftsl\u00e4ndern vorgezogen haben. Deren Anteil betr\u00e4gt 21 Prozent, dazu kommen zigtausende j\u00fcdische Mizrachim aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien. Ein Viertel der Bev\u00f6lkerung kommt aus diesen L\u00e4ndern. Aber nicht nur diese, auch andere Afrikaner kamen auf dem Landweg \u2013 nicht wie bei uns per Schiff, Bahn, Bus und Flugzeug.<\/p>\n<p>Aber jetzt steht das \u201eantiarabische Bollwerk\u201c, und die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst immer noch, wird mir entgegen gehalten. Das Wachstum betrug in den letzten zehn Jahren knapp zwei Prozent im Jahr. Ein Grund ist der anhaltende Zustrom aus Osteuropa und Russland, wo Juden immer noch kein gutes Leben haben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten \u00fcber eine Mio. Juden aus den Nachfolgestaaten nach Israel ein. Neun Prozent der Bev\u00f6lkerung sprechen russisch. Diese Migration nimmt jetzt ab \u2013 weil es in den Ostgebieten immer weniger Juden gibt. Aber immerhin 24 Prozent der israelischen Bev\u00f6lkerung ist im Ausland geboren. Altkanzler Kohl hat in seinen Regierungsjahren ein Mehrfaches hergeholt. Israel holte sie nicht, sie kamen einfach. Und wir Deutsche haben am wenigsten Grund, Israel Migrationseuphorie vorzuwerfen, sie ist bei uns ausgepr\u00e4gter. Doch jetzt beginnt die Flucht von Juden aus Frankreich (100.000) und zunehmend auch aus Deutschland nach Israel.<\/p>\n<p>Israel ist auch Zufluchtsland von Christen aus Syrien und dem Nordirak. Seit 2014 sind dort die Aram\u00e4er als eigenst\u00e4ndige Bev\u00f6lkerungsgruppe anerkannt. Deutschland k\u00f6nnte sich eine Scheibe abschneiden, das seine Tore lieber f\u00fcr Muslime offen h\u00e4lt. Und Antisemitismus nur aus der rechten Szene beklagt, statt zunehmend durch das korangepr\u00e4gte Umfeld. Was dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, dass es mehr \u00dcbersiedlungen von Juden aus Deutschland nach Israel geben wird \u2013 nach Nahost, aus dem die Merkelg\u00e4ste kommen. Eine kleine, entgegengesetzte V\u00f6lkerwanderung.<\/p>\n<p>Doch selbst wenn die Zuwanderung nach Israel ausbleibt: Die Bev\u00f6lkerung w\u00fcrde trotzdem zunehmen. Die Geburtenrate in Israel betr\u00e4gt 21 Promille, bei nur 5 Promille Sterberate. Die Ursache sind durchschnittlich 3,1 Kindern je Familie. Dabei sind 46 Prozent s\u00e4kulare Juden durch Geburt. Diese haben \u00e4hnliche Kinderzahlen wie bei uns, also ein oder zwei Kinder. Doch das wird \u00fcberkompensiert durch insbesondere sieben Prozent ultraorthodoxe Juden mit oft zehn Kindern. Noch mehr schlagen die muslimischen Familien mit auch mindestens f\u00fcnf Kindern zu Buche, weil diese Bev\u00f6lkerungsgruppe gr\u00f6\u00dfer ist. Beide Gruppen zusammen machen 40 Prozent der Neugeborenen aus.<\/p>\n<p>Was hat das alles mit der umstrittenen Politik Israels zu tun, wird entgegnet. Doch die inzwischen 400 EW\/km\u00b2 brauchen Arbeitsst\u00e4tten, Wohnungen und die Landwirte zur Ern\u00e4hrung der steigenden Bev\u00f6lkerung viel Land. Zieht man die W\u00fcstengebiete des Negev ab, der nur wenig besiedelbar ist, und die ebenfalls d\u00fcnn besiedelte Golanh\u00f6he, betr\u00e4gt die Einwohnerdichte im bewohnten Israel 700\/km\u00b2, damit dreimal so hoch wie im dicht besiedelten Deutschland, und die h\u00f6chste im Nahen Osten.<\/p>\n<p>Aber der Landwirtschaft in Israel steht nur ein Viertel des Landes zur Verf\u00fcgung, mit der es ihre Bev\u00f6lkerung ern\u00e4hren und Devisen durch den Zitrusfr\u00fcchte- und Gem\u00fcseexport und anderem erwirtschaften muss. In diesem Dilemma liegt begr\u00fcndet, weshalb Siedler auf eigene Faust auch ins Westjordanland ausweichen \u2013 und die Regierung ein Auge zudr\u00fcckt, was sie nach dem V\u00f6lkerrecht nicht d\u00fcrfte. In den besetzten Gebieten gibt es \u00fcber 200 solcher Siedlungen, darunter vier St\u00e4dte mit mehr als 15.000 Einwohnern. Nur wenige illegale Siedlungen werden zwangsger\u00e4umt, weil die Regierung sonst Gettos um ihre Zentren riskiert.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte Israel sich aus der Westbank zur\u00fcckziehen und die Versorgung seiner Bev\u00f6lkerung den Pal\u00e4stinensern und Arabern im Westjordanland \u00fcberlassen? Dieser Gedanke ist naheliegend, aber meine Erfahrung aus mehreren Israelbesuchen spricht dagegen. Bei einer meiner Visiten dort fuhren wir durch eine Modellprojekt-Siedlung (auf israelischem Gebiet). Auf der einen Seite der Hauptstra\u00dfe waren j\u00fcdische Familien angesiedelt, auf der anderen arabische. Die Siedlung war erst f\u00fcnf Jahre alt, aber man brauchte uns nicht zu sagen, wer auf welcher Seit wohnt. So verm\u00fcllt wie es um die H\u00e4user der einen Seite aussah, so verwahrlost waren auch die Felder dahinter. Und so sieht es leider auch im Westjordanland aus. Soll dieses ohne die Siedler auch die israelischen Nachbarn ern\u00e4hren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Wem soll Niemandsland im Nahen Osten geh\u00f6ren? Historisch gesehen k\u00f6nnen dort alle Volksgruppen aus irgend einer Epoche heraus Anspruch auf die L\u00e4ndereien erheben, nicht nur die Juden. Dieser Aspekt ist m.E. Erachtens aber wenig zielf\u00fchrend. Eine Losung vieler \u201epopulistischer\u201c Bewegungen lautet: \u201eGebt das Land denen, die es bewirtschaften!\u201c Vor diesem Hintergrund f\u00e4llt zumindest mir eine Antwort leichter, wem solches Land geh\u00f6ren soll. Au\u00dfer den Israelis ist niemand in der Lage, die zunehmende Bev\u00f6lkerung in jener Region zu versorgen.<\/p>\n<p>Noch ein Kriterium: Im j\u00fcdischen Israel k\u00f6nnen auch muslimische Araber, Christen und andere repressionsfrei und gut leben. Sie k\u00f6nnen dort eigene Parteien gr\u00fcnden und sind in der Knesseth vertreten. Wo ist das in den Israel umgebenden L\u00e4ndern der Fall? W\u00fcrden die Juden in den arabischen Nachbarl\u00e4ndern akzeptiert? Ein Blick in den Koran gibt die Antwort. Alleine im Libanon \u2013 aus dem die Hisbollah immer wieder Nordisrael attackiert \u2013 gibt es (fast) eine friedliche Koexistenz zwischen Muslimen und Christen. Juden jedoch nicht, die kann man dort z\u00e4hlen. Wer also f\u00fcr Multikulti ist, m\u00fcsste an der Seite des Vielv\u00f6lkerstaates Israels stehen.<\/p>\n<p>Womit ich meinen R\u00fcckblick auf 50 Jahre Israel schlie\u00dfe. Es gab Zeiten, da wusste ich nicht, ob das israelische oder pal\u00e4stinensische Herz in meiner Brust st\u00e4rker schlug. Seit ich wei\u00df, dass die w\u00e4hrend und nach dem Unabh\u00e4ngigkeitskrieg 1948 und nach dem Sechstagekrieg 1967 geflohenen pal\u00e4stinensischen Araber zum geringsten Teil vertrieben, sondern von ihren Islamisten-F\u00fchrern zum Verlassen ihrer D\u00f6rfer aufgefordert wurden, ist mein Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser nicht mehr ganz so ausgepr\u00e4gt. Insbesondere nicht, weil ich heute auch wei\u00df, dass den Pal\u00e4stinensern ebenso ein eigener Staat angeboten worden war. Was sie allerdings ablehnten, weil sie damals wie heute das Existenzrecht Israels ablehnen.<\/p>\n<p>Heute sage ich, \u201emein\u201c Israel, du bist doch nicht so h\u00e4sslich, wie ich eingangs beklagte. Es ist h\u00f6chste Zeit, dir den n\u00e4chsten Besuch abzustatten.<br \/>\nMein Israel \u2013 was ist in den letzten 50 Jahren aus dir geworden?<br \/>\n&#8211; Im November 1969 bereiste ich das Land erstmals mit einem Jugendaustausch<br \/>\n&#8211; Seither hat sich die Bev\u00f6lkerung mehr als verdreifacht \u2013 wie war das m\u00f6glich?<\/p>\n<p>Du bist h\u00e4sslich geworden, muss ich feststellen, wenn ich im Fernsehen kritische Reportagen \u00fcber Israel sehe. Das gilt jedenfalls f\u00fcr deine Grenzen zum Westjordanland und Gazastreifen hin, mit deinen bis zu acht Meter hohen Betonw\u00e4nden. Bei meinem letzten Besuch 2000 standen diese noch nicht. Sch\u00fctzen sie dich eigentlich vor den Raketen der Hamas, Islamischer Djihad und den Feuerdrachen des Pal\u00e4stinenser-Nachwuchses? Und so viele Siedlungen au\u00dferhalb deines eigentlichen Staatsgebietes gab es bei meinem Erstbesuch 1969 auch noch nicht.<\/p>\n<p>Was ist geschehen, dass 2002 mit dem Bau der Sperranlagen begonnen wurde? Ein Blick in die Bev\u00f6lkerungsstatistik erkl\u00e4rt das meiste. Als ich vor genau 50 Jahren dort war \u2013 Golda Meir war Ministerpr\u00e4sidentin \u2013 hatte Israel noch unter 3 Mio. Einwohner. In diesem Jahr wurden 9 Mio. \u00fcberschritten! \u00dcber die unbefestigten Grenzen kamen nicht nur pal\u00e4stinensische Terroristen, sondern \u2013 man h\u00f6re und staune \u2013 viele muslimische Araber, die den \u201eJudenstaat\u201c Israel ihren islamischen Herkunftsl\u00e4ndern vorgezogen haben. Deren Anteil betr\u00e4gt 21 Prozent, dazu kommen zigtausende j\u00fcdische Mizrachim aus dem Nahen Osten, Afrika und Asien. Ein Viertel der Bev\u00f6lkerung kommt aus diesen L\u00e4ndern. Aber nicht nur diese, auch andere Afrikaner kamen auf dem Landweg \u2013 nicht wie bei uns per Schiff, Bahn, Bus und Flugzeug.<\/p>\n<p>Aber jetzt steht das \u201eantiarabische Bollwerk\u201c, und die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst immer noch, wird mir entgegen gehalten. Das Wachstum betrug in den letzten zehn Jahren knapp zwei Prozent im Jahr. Ein Grund ist der anhaltende Zustrom aus Osteuropa und Russland, wo Juden immer noch kein gutes Leben haben. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wanderten \u00fcber eine Mio. Juden aus den Nachfolgestaaten nach Israel ein. Neun Prozent der Bev\u00f6lkerung sprechen russisch. Diese Migration nimmt jetzt ab \u2013 weil es in den Ostgebieten immer weniger Juden gibt. Aber immerhin 24 Prozent der israelischen Bev\u00f6lkerung ist im Ausland geboren. Altkanzler Kohl hat in seinen Regierungsjahren ein Mehrfaches hergeholt. Israel holte sie nicht, sie kamen einfach. Und wir Deutsche haben am wenigsten Grund, Israel Migrationseuphorie vorzuwerfen, sie ist bei uns ausgepr\u00e4gter. Doch jetzt beginnt die Flucht von Juden aus Frankreich (100.000) und zunehmend auch aus Deutschland nach Israel.<\/p>\n<p>Israel ist auch Zufluchtsland von Christen aus Syrien und dem Nordirak. Seit 2014 sind dort die Aram\u00e4er als eigenst\u00e4ndige Bev\u00f6lkerungsgruppe anerkannt. Deutschland k\u00f6nnte sich eine Scheibe abschneiden, das seine Tore lieber f\u00fcr Muslime offen h\u00e4lt. Und Antisemitismus nur aus der rechten Szene beklagt, statt zunehmend durch das korangepr\u00e4gte Umfeld. Was dazu f\u00fchren k\u00f6nnte, dass es mehr \u00dcbersiedlungen von Juden aus Deutschland nach Israel geben wird \u2013 nach Nahost, aus dem die Merkelg\u00e4ste kommen. Eine kleine, entgegengesetzte V\u00f6lkerwanderung.<\/p>\n<p>Doch selbst wenn die Zuwanderung nach Israel ausbleibt: Die Bev\u00f6lkerung w\u00fcrde trotzdem zunehmen. Die Geburtenrate in Israel betr\u00e4gt 21 Promille, bei nur 5 Promille Sterberate. Die Ursache sind durchschnittlich 3,1 Kindern je Familie. Dabei sind 46 Prozent s\u00e4kulare Juden durch Geburt. Diese haben \u00e4hnliche Kinderzahlen wie bei uns, also ein oder zwei Kinder. Doch das wird \u00fcberkompensiert durch insbesondere sieben Prozent ultraorthodoxe Juden mit oft zehn Kindern. Noch mehr schlagen die muslimischen Familien mit auch mindestens f\u00fcnf Kindern zu Buche, weil diese Bev\u00f6lkerungsgruppe gr\u00f6\u00dfer ist. Beide Gruppen zusammen machen 40 Prozent der Neugeborenen aus.<\/p>\n<p>Was hat das alles mit der umstrittenen Politik Israels zu tun, wird entgegnet. Doch die inzwischen 400 EW\/km\u00b2 brauchen Arbeitsst\u00e4tten, Wohnungen und die Landwirte zur Ern\u00e4hrung der steigenden Bev\u00f6lkerung viel Land. Zieht man die W\u00fcstengebiete des Negev ab, der nur wenig besiedelbar ist, und die ebenfalls d\u00fcnn besiedelte Golanh\u00f6he, betr\u00e4gt die Einwohnerdichte im bewohnten Israel 700\/km\u00b2, damit dreimal so hoch wie im dicht besiedelten Deutschland, und die h\u00f6chste im Nahen Osten.<\/p>\n<p>Aber der Landwirtschaft in Israel steht nur ein Viertel des Landes zur Verf\u00fcgung, mit der es ihre Bev\u00f6lkerung ern\u00e4hren und Devisen durch den Zitrusfr\u00fcchte- und Gem\u00fcseexport und anderem erwirtschaften muss. In diesem Dilemma liegt begr\u00fcndet, weshalb Siedler auf eigene Faust auch ins Westjordanland ausweichen \u2013 und die Regierung ein Auge zudr\u00fcckt, was sie nach dem V\u00f6lkerrecht nicht d\u00fcrfte. In den besetzten Gebieten gibt es \u00fcber 200 solcher Siedlungen, darunter vier St\u00e4dte mit mehr als 15.000 Einwohnern. Nur wenige illegale Siedlungen werden zwangsger\u00e4umt, weil die Regierung sonst Gettos um ihre Zentren riskiert.<\/p>\n<p>K\u00f6nnte Israel sich aus der Westbank zur\u00fcckziehen und die Versorgung seiner Bev\u00f6lkerung den Pal\u00e4stinensern und Arabern im Westjordanland \u00fcberlassen? Dieser Gedanke ist naheliegend, aber meine Erfahrung aus mehreren Israelbesuchen spricht dagegen. Bei einer meiner Visiten dort fuhren wir durch eine Modellprojekt-Siedlung (auf israelischem Gebiet). Auf der einen Seite der Hauptstra\u00dfe waren j\u00fcdische Familien angesiedelt, auf der anderen arabische. Die Siedlung war erst f\u00fcnf Jahre alt, aber man brauchte uns nicht zu sagen, wer auf welcher Seit wohnt. So verm\u00fcllt wie es um die H\u00e4user der einen Seite aussah, so verwahrlost waren auch die Felder dahinter. Und so sieht es leider auch im Westjordanland aus. Soll dieses ohne die Siedler auch die israelischen Nachbarn ern\u00e4hren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Wem soll Niemandsland im Nahen Osten geh\u00f6ren? Historisch gesehen k\u00f6nnen dort alle Volksgruppen aus irgend einer Epoche heraus Anspruch auf die L\u00e4ndereien erheben, nicht nur die Juden. Dieser Aspekt ist m.E. Erachtens aber wenig zielf\u00fchrend. Eine Losung vieler \u201epopulistischer\u201c Bewegungen lautet: \u201eGebt das Land denen, die es bewirtschaften!\u201c Vor diesem Hintergrund f\u00e4llt zumindest mir eine Antwort leichter, wem solches Land geh\u00f6ren soll. Au\u00dfer den Israelis ist niemand in der Lage, die zunehmende Bev\u00f6lkerung in jener Region zu versorgen.<\/p>\n<p>Noch ein Kriterium: Im j\u00fcdischen Israel k\u00f6nnen auch muslimische Araber, Christen und andere repressionsfrei und gut leben. Sie k\u00f6nnen dort eigene Parteien gr\u00fcnden und sind in der Knesseth vertreten. Wo ist das in den Israel umgebenden L\u00e4ndern der Fall? W\u00fcrden die Juden in den arabischen Nachbarl\u00e4ndern akzeptiert? Ein Blick in den Koran gibt die Antwort. Alleine im Libanon \u2013 aus dem die Hisbollah immer wieder Nordisrael attackiert \u2013 gibt es (fast) eine friedliche Koexistenz zwischen Muslimen und Christen. Juden jedoch nicht, die kann man dort z\u00e4hlen. Wer also f\u00fcr Multikulti ist, m\u00fcsste an der Seite des Vielv\u00f6lkerstaates Israels stehen.<br \/>\nWomit ich meinen R\u00fcckblick auf 50 Jahre Israel schlie\u00dfe. Es gab Zeiten, da wusste ich nicht, ob das israelische oder pal\u00e4stinensische Herz in meiner Brust st\u00e4rker schlug. Seit ich wei\u00df, dass die w\u00e4hrend und nach dem Unabh\u00e4ngigkeitskrieg 1948 und nach dem Sechstagekrieg 1967 geflohenen pal\u00e4stinensischen Araber zum geringsten Teil vertrieben, sondern von ihren Islamisten-F\u00fchrern zum Verlassen ihrer D\u00f6rfer aufgefordert wurden, ist mein Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser nicht mehr ganz so ausgepr\u00e4gt. Insbesondere nicht, weil ich heute auch wei\u00df, dass den Pal\u00e4stinensern ebenso ein eigener Staat angeboten worden war. Was sie allerdings ablehnten, weil sie damals wie heute das Existenzrecht Israels ablehnen.<\/p>\n<p>Heute sage ich, \u201emein\u201c Israel, du bist doch nicht so h\u00e4sslich, wie ich eingangs beklagte. Es ist h\u00f6chste Zeit, dir den n\u00e4chsten Besuch abzustatten.<br \/>\n14.11.2019, Albrecht K\u00fcnstle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Antiisraelische Aktivisten mobben j\u00fcdische DIA-Vorsitzende in Lahr<\/strong><\/p>\n<p><em>Michael St\u00fcrzenberger informierte in Lahr \u00fcber den politischen Islam<\/em><br \/>\n<em>Simone Schermann vom DIA wird f\u00fcr Solidarit\u00e4t mit Israel angegriffen<\/em><\/p>\n<p>Darf eine J\u00fcdin sich zu Israel bekennen? Auch eine deutsche J\u00fcdin in unserem Land? Darf sie f\u00fcr Israel eintreten, wenn das auch andere tun, z.B. Michael St\u00fcrzenberger Pax Europa? D\u00fcrfen diese auch dann Flagge zeigen f\u00fcr Israel, obwohl unsere Muslime jenes Land und Juden hier nicht nur verbal attackieren? Und darf sie schlie\u00dflich selbst dann f\u00fcr Israel sein, wenn das auch die AfD tut? Das sind Fragen, die die Welt bewegen, zumindest das s\u00fcdbadische Lahr. Diese Fragen werden dort von einigen infrage gestellt bzw. verneint. Breitgetreten durch die Lokalpresse, die eigentlich souver\u00e4ner auftreten k\u00f6nnte, weil die Badische Zeitung dort keine Monopolstellung hat.<\/p>\n<p>Schon dass es jemand \u00f6ffentlich wagt, vor den Gefahren des politischen Islam zu warnen, wird als \u201eRechtspopulismus\u201c gebrandmarkt \u2013 die rhetorische Allzweckwaffe derer, denen politisch nichts anderes mehr einf\u00e4llt. Aber OK, die Verwendung dieses Kampfbegriffs ist \u201ein\u201c, es wird \u00fcberhaupt nicht mehr dar\u00fcber nachgedacht. Auch die Wiederholung der Behauptung, dass jemand wegen Volksverhetzung verurteilt sei, scheint keine Verleumdung zu sein. Rechtskr\u00e4ftig ist noch keines der St\u00fcrzenberger-Urteile in Deutschland. Und die \u00f6rtliche Presse berichtete mehrfach, dass gegen die Info-Veranstaltung demonstriert wurde. \u201eFriedlich\u201c, wie herausgestellt wird \u2013 als ob die eigentliche Veranstaltung unfriedlich war. Schon daran ist die unertr\u00e4glich gewordene tendenzi\u00f6se Stimmungsmache zu erkennen.<\/p>\n<p>Nun aber zur eigentlichen Sache: Die Vorsitzende des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises DIA s\u00fcdlicher Oberrhein, Simone Schermann, wagte es, auf der Seite von Pax Europa BPE zu stehen und mit einer israelischen Fahne das Wort zu ergreifen. Die Vorsitzende ist J\u00fcdin, aber erst seit ein paar Monaten, 20 Jahre lang war das Amt in \u201edeutscher Hand\u201c \u2013 wobei auch sie Deutsche ist. Und weil sie verst\u00e4ndlicher Weise die Solidarit\u00e4t mit lebenden Juden und Israel einfordert, ger\u00e4t sie ins Kreuzfeuer von ehemaligen Akteuren des DIA. Obwohl diese ausgetreten und daher auch keine Mitglieder mehr sind, fordern sie den R\u00fccktritt der neuen Vorsitzenden \u2013 als ob sie in dem Verein noch etwas zu melden h\u00e4tten. Und die Zeitungen weiden den Zwist gen\u00fcsslich aus und bieten den Gegnern der J\u00fcdin ein breites Forum. Eine Zeitung beschreibt sogar, wie man sie mithilfe der Satzung los werden kann. Wie war das noch mal mit dem Antisemitismus in Deutschland?<\/p>\n<p>Genauso schlimm ist, dass nun auch der zweite Vorsitzende Robert Krais im Kreuzfeuer der Widersacher steht. Ihm wird vorgeworfen, loyal zur Vorsitzenden zu sein \u2013 und mit ihr eher auf der Seite Israels steht. Aber der Verein tr\u00e4gt eigentlich Israel in seinem Namen, und nicht etwa Pal\u00e4stina oder sonst was. Was man dazu noch wissen sollte: Robert Krais war, selbst als Sportler, einer der Auserw\u00e4hlten bei der Olympiade 1972 in M\u00fcnchen, der die israelischen G\u00e4ste betreute. Aber nur wenige Tage, denn elf der israelischen Olympioniken fielen dem schrecklichen Attentat durch Pal\u00e4stinenser zum Opfer, alle wurden als Geiseln ermordet. Und von einem so gepr\u00e4gten Mann verlangt man, nur halbherzig zu Israel zu stehen?<\/p>\n<p>Gut, man darf die Gegner Israels nicht alle in einen Sack stecken. Heute rei\u00dfen sie z.B. Mitsportlern in einem Freiburger Fitness-Center die Kippa vom Kopf mit dem Schlachtruf \u201efreies Pal\u00e4stina\u201c (auf englisch). Das scheint im weltoffenen Freiburg Mehrheitsmeinung zu sein. Frau Schermann wohnt ebenfalls in Freiburg. Welch Gl\u00fcck, dass sie nicht in Versuchung kommt, aus Solidarit\u00e4t mit dem betroffenen jungen Juden auch nur vor\u00fcbergehend eine Kippa zu tragen; was muslimischen Antisemiten ein \u00c4rgernis ist, denn ohne Kippa sind j\u00fcdische Frauen nicht von \u201enormalen\u201c Frauen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Die Zeiten scheinen vorbei zu sein, dass Juden in Deutschland Solidarit\u00e4t mit Israel bekunden d\u00fcrfen. Jedenfalls dann nicht, wenn sie das zusammen mit anderen Gleichgesinnten tun. Aber Israel gilt auch heute noch, vielleicht sogar verst\u00e4rkt, als letzte Zufluchtst\u00e4tte f\u00fcr Juden. Auch Frau Schermann dachte schon laut \u00fcber den Tag X nach. \u00dcbrigens ist die Flucht nach Israel den Gegnern der Aufkl\u00e4rer \u00fcber den politischen Islam und den islamischen Antisemitismus egal. Jedenfalls war das die Antwort einer Gegendemonstrantin in Lahr, es sei ihr egal, dass in den letzten Jahren 100.000 Juden aus Frankreich nach Israel geflohen sind, weil in unserem Nachbarland der importierte Antisemitismus noch unverbl\u00fcmter zu Tage tritt als bei uns.<br \/>\n12.11.2019, Albrecht K\u00fcnstle, Herbolzheim<br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/paxeuropa.de\/event\/bpe-kundgebung-in-lahr-4-10-2019\/\">https:\/\/paxeuropa.de\/event\/bpe-kundgebung-in-lahr-4-10-2019\/<\/a><br \/>\n7.11.2019: <a href=\"https:\/\/paxeuropa.de\/tag\/lahr\/\">https:\/\/paxeuropa.de\/tag\/lahr\/<br \/>\n<\/a>.<\/p>\n<p><strong>DIA: Auf den Protest folgt das Schweigen<\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend ehemalige Mitglieder deutliche Kritik an der Vereinsspitze des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises (DIA) ge\u00fcbt haben, geben sich offizielle Stellen zugekn\u00f6pft. Der DIA-Vorstand ber\u00e4t am Freitag zu den Entwicklungen der vergangenen Tage.<br \/>\nEttenheim. Ettenheims B\u00fcrgermeister rang im Gespr\u00e4ch mit der Lahrer Zeitung h\u00f6rbar um (die richtigen) Worte. &#8222;Es ist ein heikles Thema&#8220;, wei\u00df Bruno Metz. Dass sich die DIA-Vorsitzende Simone Schermann Anfang Oktober bei einer Kundgebung in Lahr mit der rechtspopulistischen Bewegung Pax Europa solidarisiert hat (wir berichteten mehrfach), be\u00e4ugt auch der Rathauschef, in dessen Stadt der Arbeitskreis seit seiner Gr\u00fcndung 1974 zu Hause ist, mit gewisser Sorge.<br \/>\n&#8230; Alles vom 11.11.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.lahrer-zeitung.de\/inhalt.ettenheim-dia-auf-den-protest-folgt-das-schweigen.eb5eadbe-0b11-424c-bfec-8e17c318c89f.html\">https:\/\/www.lahrer-zeitung.de\/inhalt.ettenheim-dia-auf-den-protest-folgt-das-schweigen.eb5eadbe-0b11-424c-bfec-8e17c318c89f.html<\/a><br \/>\n<strong>Kippatr\u00e4ger in Freiburger Fitnessstudio attackiert<\/strong><br \/>\nEin junger Freiburger ist am Dienstagabend in einem Fitnessstudio angegriffen worden. Der Grund: Er trug eine Kippa. Es ist nicht der einzige antisemitische Vorfall in der Stadt in diesen Tagen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 6.11.2019 auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kippatraeger-in-freiburger-fitnessstudio-attackiert--179140120.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kippatraeger-in-freiburger-fitnessstudio-attackiert&#8211;179140120.html<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\n<strong>&#8222;Free Palestine&#8220; und der k\u00f6rperliche Angriff<\/strong><br \/>\nhat meiner Meinung nach definitiv nichts mit &#8222;rechts&#8220; zu tun. Es gibt in unserem Staat eine Gruppe, die j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern gar nicht gut gesonnen ist und das Problem ist auch nicht erst seit gestern bekannt. Ich schreibe absichtlich nicht, um welche Leute es sich dabei handelt, weil mein Kommentar ansonsten im Nirwana landet. Aus den Medien drang mal durch, da\u00df in Berlin schon \u00e4hnliches mit einem Kippatr\u00e4ger passierte und bei einer Demo israelische Flaggen angez\u00fcndet wurden. Ein absolutes no go! Unsere verantwortlichen Politiker werden in dieser Richtung nichts tun, da k\u00f6nnte ich wetten, sonst w\u00e4re es l\u00e4ngst geschehen.<br \/>\n6.11.2019, D.M.<br \/>\n.<br \/>\nVor kurzem in Berlin mussten Gegendemonstranten bei einer Hassdemo gegen Juden ihre Solidarit\u00e4tsfahnen herunter nehmen. Die Hassdemo kam auch aus dem Bereich wie in diesem Fall hier. Man hat in dem Land einfach nicht die Eier, die Dinge beim Namen zu nennen. Das selbe Thema wie bei den Schiesdrichterangriffen. Jeder Angriff auf einen Kippatr\u00e4ger muss gleich behandelt werden, ist aber von oben nicht erw\u00fcnscht und wird vom Mainstream, z. B. BZ, mitgetragen. Einer ne Idee warum??<br \/>\n6.11.2019, H.ST,<br \/>\n.<br \/>\n<strong>&#8230;. aufs rechte Konto buchen?<\/strong><br \/>\nIch verurteile diese Tat v\u00f6llig!!! Aber sowas passiert wenn man eine j\u00fcdisch\/christliche Gessellschaft mit einer arabischen Gesellschaft vermischen will. Dies dann so darzustellen das deutsche Mitb\u00fcrger rechter geworden sind ist definitiv der falsche Ansatz! Ich bin mir zu 99% sicher das was an dem jungen Mann an den Kopf geworfen wurde z.B. &#8222;Free Palestine&#8220; nicht von einem deutschen Mann stammt der die deutsche Kultur (Demokratie\/ Freiheit\/ Gleichheit usw.) lebt. Und schon garnicht von einem Rechtsradikalen, denn dem ist Palestine genauso egal wie Israel!<br \/>\nMan sollte anfangen, kulturelle Auseinandersetzung von B\u00fcrgern die nach Deutschland zugezogen sind nicht auch noch aufs rechte Konto zu buchen oder auf das Konto der allgemeinen deutschen Bev\u00f6lkerung! Das st\u00f6\u00dft bei weltoffenen B\u00fcrger die in Deutschland friedlich leben wollen schlecht auf, da sie mit Rechtsradikalen \u00fcber einen Kamm geschert werden.<br \/>\n6.11.2019, J.K., BZO<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>&#8230; (klammheimliche) Zustimmung zu dieser Tat?<\/strong><br \/>\nWas mich an dem Angriff auf einen Juden im Fitnesszentrum schockiert, ist die Gegenwart von zehn M\u00e4nnern, die nichts dazu sagen, wenn ein anderer Mann einen deutschen Juden angreift, beschimpft und &#8222;Free Palestine&#8220; ruft. Ist diese unterlassene Hilfeleistung Ausdruck von (klammheimlicher) Zustimmung zu dieser Tat, weil heute f\u00fcr viele allein der Hinweis auf die Besatzungspolitik der israelischen Regierung als Rechtfertigung f\u00fcr T\u00e4tlichkeiten gegen jeden Juden ausreicht? Was immer man zu dem schier unentwirrbaren Knoten des Konfliktes zwischen dem 1948 gegr\u00fcndeten, also noch sehr jungen Staat Israel, den Pal\u00e4stinensern und den arabischen Nachbarn Israels denkt, scheint mir offensichtlich, dass ein deutscher Jude nicht auf Grund seines J\u00fcdischseins verantwortlich gemacht werden kann f\u00fcr das Handeln israelischer Regierungen. Geht es aber bei solchem Zuschauen, wie im Fitnessstudio oder auch auf der Stra\u00dfe vor der Synagoge \u00fcberhaupt um eine reflektierte Schuld- oder Verantwortungszuweisung an Juden? Oder ist es einfach nur Gleichg\u00fcltigkeit. &#8230;.<br \/>\n18.11.2019, Jan Bla\u00df, Kirchzarten, BZ<br \/>\n.<br \/>\n<strong>&#8230; seiner Religion wegen angegriffen &#8211; ein No-Go<\/strong><br \/>\nEs ist mittlerweile wieder sehr erschreckend, was in unserem Land passiert. Dass jemand \u2013 egal wie man zu Religionen steht \u2013 seiner Religion wegen angegriffen wird ist ein No-Go. Dar\u00fcber braucht man nicht zu streiten. Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe, so war dieser Angriff aber nicht gegen den j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger gerichtet, sondern \u2013 stellvertretend \u2013 gegen den Staat Israel, und insbesondere gegen dessen Pal\u00e4stinenserpolitik. Aber auch das ist bedenklich. Diese Kritik kann man auch anders \u00e4u\u00dfern. &#8230;<br \/>\n18.11.2019, Axel Saalbach, Hartheim, BZ<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer Zeuge eines antisemitischen \u00dcbergriffs wird, muss eingreifen<\/strong><br \/>\nBei der Attacke auf einen Kippatr\u00e4ger in einem Freiburger Fitnessstudio hat es zu lange gedauert, bis jemand eingeschritten ist. Betroffene m\u00fcssen die Gewissheit haben, dass Mitmenschen ihnen helfen.<br \/>\n&#8230; alles vom 7.11.2019 von Manuel Fritsch bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wer-zeuge-eines-antisemitischen-uebergriffs-wird-muss-eingreifen\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/wer-zeuge-eines-antisemitischen-uebergriffs-wird-muss-eingreifen<\/a><\/p>\n<p><strong>Kriminalstatistik?<\/strong><br \/>\nDie Wahrscheinlichkeit ist aufgrund des geschilderten Ablaufes n\u00e4mlich relativ gro\u00df, dass es sich beim T\u00e4ter nicht um einen rechtsradikalen Deutschen handelt, der von der AfD zu seiner Tat aufgehetzt wurde.<br \/>\nSollte die Tat allerdings nicht eindeutig aufgekl\u00e4rt werden, wird sie wie \u00fcblich der rechtsradikalen Szene zugeschrieben werden. Ich zitiere den Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein:<br \/>\n\u00bbBisher wird eine antisemitische Tat, wenn der T\u00e4ter nicht bekannt ist, dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet.\u00ab<br \/>\nDies w\u00fcrde dann zumindest dazu beitragen, dass Sie in Ihrem Weltbild vom h\u00e4\u00dflichen Deutschen best\u00e4tigt werden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/regierungsbeauftragter-fordert-politisches-zeichen-antisemitische-taten-haerter-bestrafen\/25000198.htm\">https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/regierungsbeauftragter-fordert-politisches-zeichen-antisemitische-taten-haerter-bestrafen\/25000198.htm<\/a>l<br \/>\n7.11.2019, A.B., BZO<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ss Israels 72. Geburtstag w\u00e4re doch ein Grund zum Feiern (12.5.2020) &#8222;Israel in Gefahr?&#8220; Das war es doch immer schon! 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