{"id":70599,"date":"2019-02-04T17:58:56","date_gmt":"2019-02-04T16:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=70599"},"modified":"2024-04-01T14:40:00","modified_gmt":"2024-04-01T12:40:00","slug":"afrika-migration","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-migration\/","title":{"rendered":"Afrika-Migration"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0\u00a0&gt;<a title=\"Afrika\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/\">Afrika<\/a>\u00a0&gt;Afrika-Migration<\/p>\n<div id=\"attachment_69819\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/inklusion\/inklusion-integration-pan181220\/\" rel=\"attachment wp-att-69819\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-69819\" class=\"size-full wp-image-69819\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/inklusion-integration-pan181220.jpg\" alt=\"Inklusion - Exklusion - Integration\" width=\"640\" height=\"255\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/inklusion-integration-pan181220.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/inklusion-integration-pan181220-180x71.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-69819\" class=\"wp-caption-text\">Inklusion &#8211; Exklusion &#8211; Integration<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migrationspolitik\/\">Botswana-Pr\u00e4sident Masisi: \u201eJeden reinzulassen, ist absurd!\u201c<\/a>\u00a0(29.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-exodus\/\">Liebe Afrikaner! Kommt nicht nach Europa!<\/a>\u00a0(2.5.2021)<\/li>\n<li><a title=\"Afrika-Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zukunft\/\">Volker Seitz: Wie Entwicklungshilfe Afrikas Talent vernichtet<\/a>\u00a0(10.1.2020)<\/li>\n<li>Exklusive Grundrechte f\u00fcr Afrikaner in der EU? (4.12.2019)<\/li>\n<li>Tang Freiburg &#8211; &#8222;Lost Dreams&#8220; kl\u00e4rt in Afrika auf (3.2.2019)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"Afrika-Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/afrika\/afrika-zukunft\/\">Afrika-Zukunft<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Exklusive Grundrechte f\u00fcr Afrikaner in der EU?<\/strong><br \/>\n<em>Am 26. M\u00e4rz verabschiedete das umstrittene Europaparlament eine Entschlie\u00dfung zu den &#8222;Grundrechten von Menschen afrikanischer Abstammung in Europa&#8220; mit 535 zu 80 Stimmen. Strenggenommen verabschiedeten die 535 Hochherzigen eine Resolution gegen ein bislang noch nicht hinreichend beschriebenes Skandalon namens &#8222;Afrophobie&#8220;.<\/em><br \/>\nDie halbst\u00fcndige Aussprache ereignete sich, wie in der Kreisliga \u00fcblich, vor leeren R\u00e4ngen. Selbstverst\u00e4ndlich fand diese Ank\u00fcndigung eines so fundamentalen wie einstweilen noch unverbindlichen Rechtsbruchs, \u00e4h, Dingens, einer gro\u00dfartigen Rechtsumwertung und bedeutenden Neugewichtung bereits damals ihren sogenannten Niederschlag in den Acta diurna; in der Wahrheits- und Qualit\u00e4tspresse und den r\u00fcckst\u00e4ndigen nationalen Parlamenten blieb der Vorgang dagegen bislang nahezu unbeachtet.<\/p>\n<p>Es gibt in den europ\u00e4ischen Staaten ja noch keine exklusiven <a title=\"Menschenrechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/aufklaerung\/menschenrechte\/\">Grundrechte<\/a> f\u00fcr irgendeine ethnische Gruppe; Staatsb\u00fcrger genie\u00dfen samt und sonders die gleichen ungerechten Rechte, sogar und ganz unverdienterma\u00dfen, wenn es sich um Rechtspopulisten handelt. Was die Europaabgeordneten hier ank\u00fcndigen, ist die Etablierung von Sonderrechten, und einstweilen, bis die Generation furchtbar g\u00fctiger Juristen vom Schlage Daniel Thyms die Verfassungsgerichte \u00fcbernommen hat, muss man dergleichen progressive Umwertungen noch auf Schleichwegen in die afrophobe Rassistenwelt tragen. Was aber w\u00e4re geheimer als ein Papier der EU? Das Beschweigen dieser Entschlie\u00dfung folgt also der \u00fcblichen Logik, das T\u00e4terv\u00f6lkerrecht und seine Tr\u00e4gerkollektive ohne Hast, aber stetig auszuh\u00f6hlen, bis eines Tages vollendete Tatsachen statuiert resp. konstatiert werden k\u00f6nnen. Soviel Zukunft war nie!<br \/>\nNach der Xenophobie, der Homophobie und der Islamophobie ist also wieder eine neue Angstst\u00f6rung entdeckt worden, an der wei\u00dfe Europ\u00e4er so bedauerlicherweise wie grundlos leiden und von der sie endlich geheilt werden m\u00fcssen, vor allem dadurch, dass Afrikaner k\u00fcnftig &#8222;auf sicheren und legalen Wegen in die EU einreisen&#8220; und von besagter Grundlosigkeit Zeugnis ablegen d\u00fcrfen. Wie viele? Das fragt sich nicht. Es werden schon genug kommen!<br \/>\nDas Papier listet \u2013 ohne jeden ohnehin unn\u00f6tigen Beleg \u2013 eine Reihe von Tatsachenbehauptungen, etwa dass Kinder afrikanischer Abstammung in Europa diskriminiert werden, indem sie schlechtere Schulnoten erhalten als ihre wei\u00dfen Mitsch\u00fcler (eine Aussage, die Rassisten gern mit dem Nazizusatz &#8222;f\u00fcr gleiche Leistung&#8220; einschr\u00e4nken w\u00fcrden, aber nichts da! Teilhabe! Respekt!), ferner dass Menschen afrikanischer Abstammung auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt benachteiligt werden, obwohl gerade &#8222;Menschen afrikanischer Abstammung im Laufe der Geschichte erheblich zum Aufbau der europ\u00e4ischen Gesellschaft beigetragen&#8220; h\u00e4tten, nein:<br \/>\nhaben (leider ger\u00e4t die Out-of-Africa-Hypothese derzeit unter Druck; ansonsten stimmte diese Behauptung ja hundertprozentig). Jedenfalls sollen die &#8222;gewaltigen Errungenschaften&#8220; des Sozialismus, quatsch, der Afrikaner in Europa offiziell anerkannt werden, beispielsweise durch einen &#8222;Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer der Sklaverei und des transatlantischen Sklavenhandels&#8220;.<br \/>\n.<br \/>\nBeiseite: Warum nicht des transmittelmeerischen oder transindischozeanischen? Und: W\u00e4re das nicht ein Tag der offiziellen Islamophobie bzw. Muslimfeindschaft? Immerhin war der islamische Orient das &#8222;gr\u00f6\u00dfte sklavistische System der Welt&#8220;, wie der Historiker Egon Flaig in seiner &#8222;Weltgeschichte der Sklaverei&#8220; schreibt, vor allem vom 8. bis zum 12. Jahrhundert, wobei sich die Sklaverei auch danach und bis heute in diesem geheimnisvollen Weltteil gehalten hat, w\u00e4hrend es immer und \u00fcberall langweilige Christen waren, die sie abschafften. Und nat\u00fcrlich erlitten zahllose Wei\u00dfe dieses Schicksal, wie eben auch Schwarze ihre eigenen &#8222;Rassen(hui!)genossen&#8220; an die Sklavenh\u00e4ndler verkauften. Unbenommen davon bleibt, dass Schwarze insgesamt am meisten unter der Sklaverei zu leiden hatten. Einschub beendet.<br \/>\n.<br \/>\nAu\u00dferdem, setzt sich der Weckruf fort, seien Menschen afrikanischer Abstammung &#8222;in politischen und gesetzgebenden Organen massiv unterrepr\u00e4sentiert und entw\u00fcrdigenden Angriffen in der \u00d6ffentlichkeit ausgesetzt&#8220;, neuerdings auch zunehmend von ebenfalls Menschen afrikanischer Abstammung (das steht nicht in dem Papier), und erst wenn sie via Quotenregelung zu den Gesetzgebern aufschl\u00f6ssen, w\u00fcrden die \u00f6ffentlichen Entw\u00fcrdigungen zwar erst recht nicht enden, aber ihre wirkungsvolle Bek\u00e4mpfung k\u00f6nnte ins Werk gesetzt werden, oder sind Sie etwa rassistischer Meinung?<br \/>\nDas Parlament fordert die Mitgliedstaaten und EU-Organe auf, &#8222;anzuerkennen, dass Menschen afrikanischer Abstammung besonders stark Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt sind und ihre Menschen- und Grundrechte nicht im gleichen Ma\u00dfe wahrnehmen k\u00f6nnen&#8220; wie zum Beispiel die perlwei\u00dfe Margarete Stokowski.<br \/>\nUnd wenn die sozialistischen Gouvernanten beiderlei Geschlechts schon einmal dabei sind, andere zu irgendetwas aufzufordern, schlagen sie im humanit\u00e4ren \u00dcberschwang den Befehlston an, etwa indem sie anweisen, &#8222;die Erstellung von Profilen auf der Grundlage der Rasse oder der ethnischen Zugeh\u00f6rigkeit in allen Formen der Strafverfolgung, der Terrorismusbek\u00e4mpfung und der Einwanderungskontrolle zu beenden und die Praktiken der unrechtm\u00e4\u00dfigen Diskriminierung und Gewalt offiziell anzuerkennen und zu bek\u00e4mpfen&#8220;, zum Beispiel mit &#8222;Anti-Rassismus-Schulungen sowie Schulungen zur Beseitigung von Vorurteilen&#8220;.<br \/>\nFerner wird den der EU nachgeordneten Regierungen mit dem Nachdruck des drohenden Untertones empfohlen, &#8222;die rassistisch begr\u00fcndete Voreingenommenheit in ihren Strafrechts-, Bildungs- und Sozialsystemen zu \u00fcberwachen und proaktive Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um f\u00fcr einen gleichen Zugang zur Justiz zu sorgen und die Beziehungen zwischen den Strafverfolgungsbeh\u00f6rden und Minderheitengemeinschaften zu verbessern&#8220; sowie &#8222;sicherzustellen, dass Erwachsene und Kinder afrikanischer Abstammung gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Bildung und Betreuung ohne Diskriminierung und Segregation haben, und erforderlichenfalls angemessene Ma\u00dfnahmen zur Unterst\u00fctzung des Lernens vorzusehen&#8220;. Regierungskommissar f\u00fcr Voreingenommenheits\u00fcberwachung, das w\u00e4re ein echter Traumjob!<br \/>\nAu\u00dferdem soll &#8222;die Geschichte der Menschen afrikanischer Abstammung in die Lehrpl\u00e4ne&#8220; einflie\u00dfen, &#8222;eine umfassende Sicht auf die Themen Kolonialismus und Sklaverei&#8220; er\u00f6ffnet werden, unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der &#8222;historischen und gegenw\u00e4rtigen negativen Auswirkungen auf Menschen afrikanischer Abstammung&#8220;. So definiert man Klassenziele.<br \/>\n.<br \/>\nErst der <a title=\"Global-Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/global-migration\/\">&#8222;Global Compact for Migration&#8220;<\/a>, dann die Entdeckung der &#8222;Afrophobie&#8220;, und alles unterm Feldzeichen der &#8222;Klimakrise&#8220;&#8230; \u2013 mal sehen, ob immer mehr europ\u00e4ische Krebse bemerken, dass sie zwar langsam, aber \u00fcberaus zielstrebig gekocht werden, und vielleicht doch aus dem Topf krabbeln.<br \/>\nWar die Wirtschaftsbilanz der afrikanischen L\u00e4nder eigentlich vor dem Kolonialismus besser? Warum streben so viele Afrikaner aus jener Weltgegend, in der die &#8222;Afrophobie&#8220; abgeschafft worden ist, in jene, wo sie nahezu unbeschr\u00e4nkt herrscht? Und wovon werden sie unter den Afrophobikern leben? Von der Afrophobie? Ah!<br \/>\nFragen eines lesenden (wei\u00dfen) Arbeiters<br \/>\n&#8230; Alles vom 4.12.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/michael-klonovsky.de\/acta-diurna\">https:\/\/michael-klonovsky.de\/acta-diurna<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tang Freiburg &#8211; &#8222;Lost Dreams&#8220; kl\u00e4rt in Afrika auf<\/strong><br \/>\n<em>Rund 2 200 Menschen ertranken 2018 beim Versuch, \u00fcber das Mittelmeer von Afrika nach Europa zu gelangen, noch mehr fanden UN-Sch\u00e4tzungen zufolge in der Sahara den Tod. &#8222;The African Network of Germany&#8220; mit Bundessitz in Freiburg will dem mit Aufkl\u00e4rung entgegentreten und legale Wege aufzeigen.<\/em><br \/>\n.<br \/>\nIn den vergangenen zwei Jahren stand Sylvie Nantcha viele Male vor Schulklassen und die Situation war stets \u00e4hnlich. Sie fragte: Wer von euch will nach Europa? Alle Finger gingen hoch. Wer wei\u00df, wie viele Migranten unterwegs sterben? Betroffenes Schweigen. Wer wei\u00df, wie viele in Europa bleiben d\u00fcrfen? Ratlosigkeit. &#8222;Die Menschen in Afrika haben einen riesengro\u00dfen Traum von Europa, sie hoffen auf bessere Perspektiven, auf Jobs und ein gutes Leben, doch sie haben keine Ahnung, dass das die allerwenigsten erreichen k\u00f6nnen&#8220;, sagt Nantcha. Als Bundesvorsitzende von &#8222;The African Network oft Germany&#8220; (Tang) hat die Freiburger Stadtr\u00e4tin (CDU) die Aufkl\u00e4rungskampagne &#8222;Lost Dreams&#8220; initiiert, mit der sie und ihr Team in acht afrikanischen L\u00e4ndern unterhalb der Sahara unterwegs waren, um die Menschen \u00fcber die Gefahren der Reise und das Leben in Europa zu informieren.<br \/>\nDas Bundesnetzwerk Tang wurde im Mai 2013 anl\u00e4sslich des 50. Geburtstags der Organisation f\u00fcr Afrikanische Einheit vom damaligen Bundespr\u00e4sidenten Joachim Gauck gegr\u00fcndet. Ziel ist es, die in Deutschland lebenden Menschen afrikanischer Herkunft zu vernetzen und ihre Potenziale zur gesellschaftlichen Mitgestaltung zu f\u00f6rdern. Inzwischen ist die Entwicklungszusammenarbeit mit den Herkunftsl\u00e4ndern dazugekommen. Die Freiburger Tang-Gesch\u00e4ftsstelle, in der es unpr\u00e4tenti\u00f6s und gesch\u00e4ftig zugeht, ist in dem Mischgebiet im Mooswald \u00fcber einem Musikhandel untergebracht. Sie vertritt rund 600 deutsch-afrikanische Vereine und verwirklicht ihre Projekte in der Regel in Zusammenarbeit mit Bundesministerien.<br \/>\n&#8222;Viele meinen, weil jeder Afrikaner ein Smartphone hat, m\u00fcsste es ein Leichtes sein, sich vor der Reise zu informieren&#8220;, sagt Sylvie Nantcha. Doch das Gegenteil sei der Fall: Wer es als Asylbewerber nach Europa geschafft hat, verschweige aus Scham oft, dass er mit f\u00fcnf Fremden das Zimmer im Fl\u00fcchtlingsheim teilen und mit Abschiebung rechnen muss und poste stattdessen Bilder, die ihn in geschenkten Markenklamotten oder vor einem schicken Auto am Stra\u00dfenrand zeigen. &#8222;Oft hat die Familie daheim Schulden gemacht, um die Reise zu bezahlen&#8220;, sagt die 44-J\u00e4hrige und beziffert die <a title=\"Schleuser\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/schleuser\/\">Schlepperkosten<\/a> auf 8 000 bis 12 000 Euro.<br \/>\nBei &#8222;Lost Dreams&#8220; ging es darum, Menschen in Niger, Burkina Faso, Senegal, Nigeria, Mali, Elfenbeink\u00fcste, Ghana und Kamerun \u00fcber Gefahren und Folgen der irregul\u00e4ren Migration aufzukl\u00e4ren. In Pressekonferenzen wurden heimischen Journalisten Videos gezeigt, in denen Migranten in Spanien und Deutschland von ihren bitteren Erfahrungen berichten, zudem wurden mehrere Hundert Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler als Multiplikatoren gewonnen und geschult, die dann wiederum andere f\u00fcr das Thema sensibilisierten. Geld oder Verg\u00fcnstigungen habe daf\u00fcr niemand bekommen, versichert Nantcha \u2013 wohl aber das gute Gef\u00fchl, realit\u00e4tsferne Tr\u00e4umer vor Leid, Gefahren oder sogar Tod zu bewahren. Ministerien und NGOs vor Ort unterst\u00fctzten das Projekt, hinzu kam eine Facebook-Kampagne. &#8222;So haben wir 65 Millionen Menschen erreicht&#8220;, sagt Nantcha.<br \/>\nDas Ausw\u00e4rtige Amt hat &#8222;Lost Dreams&#8220; mit rund 100 000 Euro gef\u00f6rdert. Projekte wie dieses sind f\u00fcr die EU-Staaten neben dem Schlie\u00dfen von H\u00e4fen und Au\u00dfengrenzen und der Bek\u00e4mpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsl\u00e4ndern ein Schritt zur Eind\u00e4mmung der globalen Fl\u00fcchtlingsbewegung. Was diese Politik vor Ort bedeutet, konnte Nantcha in Agadez in Niger beobachten, dem traditionellen Drehkreuz f\u00fcr Afrikaner, die nach Europa wollen. Seit 2016 stehen dort gem\u00e4\u00df dem auf Druck der EU erlassenen Gesetz 2015-036 alle Schleuser-Aktivit\u00e4ten unter Strafe: &#8222;Hunderte Taxifahrer und Busunternehmer, die bis 2016 legal Menschen durch die W\u00fcste nach Libyen und Algerien brachten, haben so ihre Einnahmequelle verloren&#8220;, sagt Sylvie Nantcha. Eine Milliarde Euro bekommt der bettelarme Staat bis 2020 daf\u00fcr, dass er als T\u00fcrsteher Europas fungiert. Von 6 565 Antr\u00e4gen auf F\u00f6rderung eines landwirtschaftlichen oder handwerklichen Vorhabens, das ehemalige Schleuser beim &#8222;Emergency Trust Fund for Africa&#8220; der EU eingereicht h\u00e4tten, seien nur 371 bewilligt worden. &#8222;Das ist viel zu wenig \u2013 ein Witz&#8220;, sagt Nantcha, die selbst mit 17 Jahren aus Kamerun zum Studieren nach Freiburg kam, mit Nachdruck.<br \/>\nLaut Ausw\u00e4rtigem Amt soll &#8222;Lost Dreams&#8220; nun evaluiert werden. Ob es eine Fortsetzung der Kooperation geben wird, sei noch offen. &#8222;Wir w\u00fcrden das Projekt gern erweitern&#8220;, sagt Nantcha: &#8222;Allein in Agadez gibt es 70 Schulen, in die wir gehen k\u00f6nnten \u2013 wir waren in zw\u00f6lf.&#8220; Ihr Ziel sei nicht die Eind\u00e4mmung der Migration, sondern die Rettung von Leben und das Aufzeigen legaler Wege, die mit dem neuen Einwanderungsgesetz hoffentlich zun\u00e4hmen. Ihre Arbeit bei Tang erlebe sie als sinnvoll und wichtig. Wie es abseits davon f\u00fcr sie pers\u00f6nlich weitergeht, sei derweil noch offen. Nach ihrer Erkl\u00e4rung im November, wegen des ihr angebotenen hinteren CDU-Listenplatzes nicht erneut f\u00fcr den Freiburger Stadtrat kandidieren, h\u00e4tten ihr andere Parteien einen \u2013 guten \u2013 Platz auf der eigenen Liste angeboten. &#8222;Ich habe mich noch nicht entschieden&#8220;, sagt Nantcha. Klar sei, dass sie der Politik treu bleibe.<br \/>\n&#8230;. Alles von Sigrun Rehm vom 3.2.2019 bitte lesen auf <a href=\"https:\/\/www.der-sonntag.de\">www.der-sonntag.de<\/a><\/p>\n<p><em>Das Bundesnetzwerk TANG vernetzt aktuell mehr als 500 afrodeutsche Vereine. Schwerpunkte der Arbeit sind die Integration von Menschen mit afrikanischer Abstammung in Deutschland und die St\u00e4rkung der Deutsch- Afrikanischen Beziehungen. Die Gesch\u00e4ftsstelle des Bundesnetzwerks TANG befindet sich in Fre<\/em>iburg:<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Bundesnetzwerk TANG e.V.<\/strong><br \/>\nc\/o. Dr. Sylvie Nantcha<br \/>\nbei Musikschule &#8211; Haas , M\u00fclhauserstr. 10a, 79110 Freiburg<br \/>\nTelefon: 0761 590 209 81, Mobil: 0176 638 969 12<br \/>\n.<br \/>\nwww.theafricannetwork.de, Email: <a href=\"mailto:info@theafricannetwork.de\">info@theafricannetwork.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tang-ev.de\/\">https:\/\/www.tang-ev.de\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/patenschaftprogramm\/\">https:\/\/www.facebook.com\/patenschaftprogramm\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0\u00a0&gt;Afrika\u00a0&gt;Afrika-Migration Botswana-Pr\u00e4sident Masisi: \u201eJeden reinzulassen, ist absurd!\u201c\u00a0(29.3.2024) Liebe Afrikaner! Kommt nicht nach Europa!\u00a0(2.5.2021) Volker Seitz: Wie Entwicklungshilfe Afrikas Talent vernichtet\u00a0(10.1.2020) Exklusive Grundrechte f\u00fcr Afrikaner in der EU? 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