{"id":70371,"date":"2019-01-23T18:24:53","date_gmt":"2019-01-23T17:24:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=70371"},"modified":"2023-10-01T09:04:18","modified_gmt":"2023-10-01T07:04:18","slug":"sizilien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/sizilien\/","title":{"rendered":"Sizilien"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Reiseberichte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tourismus\/reiseberichte\/\">Reiseberichte<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Wandern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/wandern\/\">Wandern<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Italien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/\">Italien<\/a>\u00a0<a title=\"Suedtirol\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/suedtirol\/\">\u00a0<\/a>&gt;Sizilien<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>d<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/lampedusa-gesundheitssystem\/\">Lampedusa \u2013 Gesundheitssystem<\/a>\u00a0(30.9.2023)<\/li>\n<li>Start-up will Orangen vom Baum in Sizilien in drei Tagen nach Freiburg bringen (17.1.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tourismus\/reisefreiheit\/\">Lockdowns zerst\u00f6ren Reisefreiheit und EU \u2013 Beispiel Sizilien<\/a>\u00a0(30.3.2021)<\/li>\n<li>Palermo &#8211; ein Ort voller Widerspr\u00fcche\u00a0 (10.8.2018)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/cinqueterre.htm\">Cinque Terre in Ligurien<\/a>\u00a0&gt;Cinqueterre<\/li>\n<li><a title=\"Genua\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/genua\/\">Genua \u2013 Hauptstadt von Ligurien<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Italienroute\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/italienroute\/\">Italienroute<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Kontrollierte-Grenzen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/kontrollierte-grenzen\/\">Kontrollierte Grenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/italien#Lucca\">Lucca<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Moneglia\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/moneglia\/\">Moneglia \u2013 zwischen Rapallo und Cinque Terre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/italien#Lago%20Maggiore\">Lago Maggiore<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Mittelmeer\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/mittelmeer\/\">Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Italienroute\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/italienroute\/\">Mittelmeerroute<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Orbetello\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/orbetello\/\">Orbetello mit Halbinsel Argentario<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Pordoi\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/pordoi\/\">Pordoi-Pass mit Bindelweg in S\u00fcdtirol<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/italien#Reisfelder%20in%20der%20Po-Ebene\">Reisfelder in der Po-Ebene<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Rom\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/rom\/\">Rom<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Seiseralm\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/seiseralm\/\">Seiser Alm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/italien#Siena\">Siena<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Suedtirol\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/suedtirol\/\">S\u00fcdtirol<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/umbria.htm\">Umbrien<\/a>\u00a0&gt;Umbria<\/li>\n<li><a title=\"Venedig\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/venedig\/\">Venedig<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Villnoess\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/villnoess\/\">Villnoesstal in S\u00fcdtirol<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Start-up will Orangen vom Baum in Sizilien in drei Tagen nach Freiburg bringen<\/strong><br \/>\nGanz nebenbei haben Barbara Bilyk und David Asal aus Freiburg ein Start-up gegr\u00fcndet. Das gedeiht und geht in die dritte Saison \u2013 mit dem Verkauf von Orangen aus Sizilien.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Fr\u00fcchte stammen aus Ribera im S\u00fcdwesten Siziliens, ein zweiter Lieferant sitzt in der N\u00e4he des \u00c4tna. Im K\u00fchltransporter werden die Fr\u00fcchte per Laster, Schiff und Zug nach Freiburg transportiert. &#8222;Wenn ich dem Lieferanten heute sage, wir brauchen drei Tonnen, reserviert er den Platz im Lkw und die Fr\u00fcchte werden morgen gepfl\u00fcckt&#8220;, erz\u00e4hlt Asal. Drei Tage sp\u00e4ter seien sie im Lager.<br \/>\nBestellungen \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handel\/online-handel\/\">Website<\/a> <a href=\"https:\/\/asal-orangen.de\">https:\/\/asal-orangen.de<\/a><br \/>\nAnfangs bestellten die Kundinnen und Kunden telefonisch. Doch l\u00e4ngst ist das Duo auf Social Media unterwegs und Bestellungen laufen \u00fcber die Website. Mit Erfolg: Zum Start importierten die beiden f\u00fcnf bis sechs Tonnen, im Jahr darauf fast 20 Tonnen. &#8222;Dieses Jahr k\u00f6nnten es 25 Tonnen werden&#8220;, sch\u00e4tzt David Asal.<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.1.2023 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/start-up-will-orangen-vom-baum-in-sizilien-in-drei-tagen-nach-freiburg-bringen--237557958.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/start-up-will-orangen-vom-baum-in-sizilien-in-drei-tagen-nach-freiburg-bringen&#8211;237557958.html<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.essbare-landschaften.de\">https:\/\/www.essbare-landschaften.de<\/a><br \/>\nTarocco &#8211; Halbblutorangen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jive-magazin.de\">https:\/\/www.jive-magazin.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Palermo &#8211; ein Ort voller Widerspr\u00fcche<\/strong><br \/>\n<em>Am Abendhimmel kreisen golden die M\u00f6wen: Palermo ist die diesj\u00e4hrige Kulturhauptstadt Italiens<\/em><br \/>\n.<br \/>\nWenn am Abend die Laternen die winkligen Gassen und breiten Boulevards in goldenes Licht tauchen, wenn all die bedeutenden Bauwerke vom normannischen K\u00f6nigspalast, der Kathedrale, den unz\u00e4hligen Barockkirchen bis zum gotischen Palazzo Steri \u2013 der einstigen Inquisition \u2013 golden angestrahlt sind und am dunkelblauen Himmel golden leuchtend die M\u00f6wen kreisen, dann sp\u00e4testens offenbart sich auch dem Kurztouristen die m\u00e4rchenhafte Pracht dieser Stadt, dieser jugendlichen Stadt, dieser mythischen Stadt: Palermo \u2013 Hauptstadt Siziliens und Capitale Italiana della Cultura 2018.<br \/>\nIhr Mythos, ihr Bild formt sich aus der Gr\u00f6\u00dfe ihrer Geschichte, orientalisch-bunten M\u00e4rkten, byzantinischen Mosaiken, porphyrnen S\u00e4rgen r\u00f6misch-deutscher Kaiser, wei\u00dfen Oratorien, in denen niedliche Putten ihr Wesen und Unwesen treiben, roten Kuppeln eines arabisch-normanischen Stils sowie einem blauen Meer und blauen Himmel, welche die in Pastellt\u00f6nen daliegende Stadt rahmen.<br \/>\nVon jeher wird Palermo als eine der faszinierendsten St\u00e4dte Europas gepriesen. So von Johann Wolfgang von Goethe, der sie 1787 besuchte und hier am 13. April jenen ber\u00fchmten Satz schrieb: \u201eItalien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist erst der Schl\u00fcssel zu allem.\u201c Oder von Richard Wagner, der hier 1882 seinen \u201eParsifal\u201c vollendete, angeregt auf Spazierg\u00e4ngen in den paradiesischen G\u00e4rten mit ihren D\u00fcften und Farben. Oder von Ernst J\u00fcnger, der in seinem Reisetagebuch \u201eAus der goldenen Muschel\u201c erz\u00e4hlt, wie er 1929 dieses \u201eJuwel\u201c fand, \u201ean dessen Fassung alle M\u00e4chte, die es je besa\u00dfen, ziseliert haben\u201c.<br \/>\nJa, alle Herrscher der Insel haben hier geformt. In ph\u00f6nizischer Zeit war die Stadt schon bedeutender Handelsplatz, blieb es unter den R\u00f6mern und Byzanz. Nach der Eroberung durch die Araber 827 wurde sie pr\u00e4chtig erweitert, die Landschaft zwischen Stadt und den sie im Halbkreis umgebenden Bergen mit einem ausget\u00fcftelten Bew\u00e4sserungssystem f\u00fcr Orangen- und Zitronenhaine kultiviert, jene ber\u00fchmte Conca d\u2019oro; in der Nachkriegszeit ging dieser Garten Eden unter planlos hineingeschlagenen Wohnvierteln, Beton und Asphalt verloren.<br \/>\nDen Arabern folgte die Eroberung durch die Normannen 1072, die Stadt und Conca d\u2019oro weiter veredelten, woran noch viele Bauten erinnern, die seit 2015 zum Unesco-Kulturerbe z\u00e4hlen. 1194 fiel Sizilien an den r\u00f6misch-deutschen Kaiser Heinrich VI. \u2013 den Staufer. Sein Sohn Friedrich II. wuchs hier in den Gassen und zwischen den Kulturen als Waisenknabe auf. Mit vier Jahren zum K\u00f6nig Siziliens gekr\u00f6nt, zog er 1212 als J\u00fcngling nach Norden, um sich sein Kaiserreich wiederzuerobern und verband so Deutschland mit Sizilien. Von der Kr\u00f6nung Rogers II. 1130 bis zum Tod des bis heute in Sizilien verehrten Kaisers 1250 \u2013 eine gro\u00dfe Epoche, in der sich V\u00f6lker und Religionen sowie staunenerregende H\u00f6hepunkte der Kunst und des Denkens vereinten, eine Epoche, von der heute gerne so gesprochen wird, als sei sie reales Vorbild eines multikulturellen, toleranten Zukunftstraumes.<br \/>\n.<br \/>\nUnd so nimmt B\u00fcrgermeister Leoluca Orlando jede M\u00f6glichkeit dieses Kulturjahres zum Anla\u00df, auf seine \u201eCharta von Palermo\u201c von 2015 hinzuweisen, in der er sich f\u00fcr \u201eFreiz\u00fcgigkeit als unver\u00e4u\u00dferliches Menschenrecht\u201c aussprach. Er will offene H\u00e4fen und verst\u00e4rkt seine verbalen Angriffe gegen die neue Regierung Italiens. Er hei\u00dft \u201ealle Migranten willkommen\u201c, ja, wer nach Palermo kommt, wird von ihm zum Palermitaner erkl\u00e4rt.<br \/>\nDoch die vielgepriesene Toleranz dieser Stadt gibt es heute sowenig wie vor Jahrhunderten. Christliche Kirchen wurden unter den Arabern zu Moscheen, diese wiederum in normannischer Zeit abgerissen und an ihrer Stelle christliche Gottesh\u00e4user errichtet; zahlreich waren die inneren K\u00e4mpfe, erinnert sei an jene auch durch Verdis Oper ber\u00fchmt gewordene \u201eSizilianische Vesper\u201c, bei der das Volk die Franzosen 1282 ermordete und aus der Stadt vertrieb.<br \/>\nUnd heute? Die Afrikaner \u2013 wo sind sie integriert? In den hippen Bars oder Restaurants bringen sie den M\u00fcll weg oder arbeiten in der K\u00fcche; als Kellner oder gar als Gast sieht man sie nicht. Gut bezahlte Arbeit gibt es f\u00fcr sie ebensowenig wie f\u00fcr die jungen Sizilianer, die oft von oder bei ihren Eltern leben oder in den Norden Europas abwandern. Orlando hat keine Antworten darauf, wie auch das online abrufbare Interview in der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung vom 23. Juli 2017 zeigt. Fordert er zun\u00e4chst die Jungen auf wegzugehen, sie seien ja \u201efrei\u201c mit neuem Know-how zur\u00fcckzukehren \u2013 um dann f\u00fcr geringsten Stundenlohn als Kellner zu arbeiten? \u2013, wirbt er kurz darauf f\u00fcr Migranten aus Afrika, denn \u201edurch die Abwanderung liegen auf Sizilien ganze Landstriche brach\u201c. All die politisch-sozialen Widerspr\u00fcche w\u00e4ren einen eigenen Artikel wert.<br \/>\nEine Stadt also voller Br\u00fcche, zahlreicher Widerspr\u00fcche, auch in ihrem Bild, auch in der Person des unzweifelhaft verdienstvoll gewesenen B\u00fcrgermeisters. Ruinen finden sich noch vom amerikanischen Bombenangriff 1943 und jenen Jahrzehnten des Verfalls, als man die Altstadt weitgehend sich selbst und der Mafia \u00fcberlie\u00df und das B\u00fcrgertum hinaus in die neuen Wohnviertel zog. Dies ging bis zum Verlust bedeutender Kulturg\u00fcter; ein Kunstraub bewegt noch heute die Gem\u00fcter und die Legendenbildung: Im Oktober 1969 verschwand aus dem Oratorium San Lorenzo Caravaggios \u201eGeburt Christi\u201c (1609); heute durch eine Kopie ersetzt.<br \/>\nErst die Initiativen B\u00fcrgermeister Orlandos f\u00fchrten die Altstadt in den vergangenen drei Jahrzehnten zu neuem Glanz. Eines der gr\u00f6\u00dften und sch\u00f6nsten Opernh\u00e4user Europas, das Teatro Massimo, wurde nach zwanzig Jahren Leerstand 1997 wiederer\u00f6ffnet; ganze Stra\u00dfenz\u00fcge und Palazzi werden restauriert; Leben ist wieder eingezogen; kleine Handwerksl\u00e4den, Bars und elegante Restaurants zeichnen heute das centro storico aus, das sich vor allem am Abend mit Jugend, Studenten f\u00fcllt.<br \/>\nAnerkennung dieses Wandels ist die Wahl Palermos zur Kulturhauptstadt Italiens 2018. Doch sie putzt sich nicht eigens heraus. Noch ist viel zu tun. Die Promenade am Meer befindet sich in verwahrlostem Zustand. Selbst am ber\u00fchmtesten Platz, Quattro Canti, stehen drei barocke Palazzi leer, ihre Fresken verfallen. Und hier sind nun auch die g\u00e4ngigsten Mythen zu nennen \u2013 der Leser wartet wohl schon darauf: M\u00fcll und Mafia. Ein \u00fcberzeugendes System zur M\u00fcllbeseitigung besteht nicht. Bewohner geben selbst fast stolz zu, da\u00df sie etwa von M\u00fclltrennung nichts halten; nach wie vor wirft man seinen M\u00fcll an die Stra\u00dfenecke, wenn der Weg zum Container zu weit scheint; aber beginnt es in einigen deutschen Stadtvierteln mittlerweile nicht \u00e4hnlich auszusehen? Und ja, es gibt die Mafia noch. Doch dem Uneingeweihten f\u00e4llt sie, ohne das Thema herunterspielen zu wollen, nicht auf. In Palermo kann man sich bei weitem sicherer f\u00fchlen als im derzeitigen Berlin.<br \/>\n.<br \/>\nWer Palermo betritt, sollte seine Vorurteile hinter sich lassen. Besser man folgt der palermitanischen Schriftstellerin Giuseppina Torregrossa (Monatszeitschrift Gattopardo, Juni 2018):<br \/>\n\u201eSelbstverst\u00e4ndlich sehe ich die Probleme,<br \/>\nsie sind f\u00fcr jeden sichtbar,<br \/>\naber ich habe eine Anpassungsf\u00e4higkeit entwickelt,<br \/>\nfolglich ignoriere ich sie. (\u2026)<br \/>\nDas ist meiner Ansicht nach der einzige Weg,<br \/>\nin Palermo und ganz Sizilien zu leben und zu \u00fcberleben. (\u2026),<br \/>\nwenn du denkst, etwas \u00e4ndern zu k\u00f6nnen,<br \/>\nwirst du damit enden, Sizilien zu hassen.\u201c<br \/>\n.<br \/>\nMit dieser sehr sizilianischen, geduldig-pessimistischen Haltung \u2013 f\u00fcr die Palermos Ver\u00e4nderungen sicherlich ein optimistisches Gegenbild geben \u2013 findet man sich im Alltag der Stadt leichter zurecht.<br \/>\nTrotz alldem oder vielleicht deshalb ist Palermo eine jener St\u00e4dte, die das Nachdenken st\u00e4ndig herausfordert \u2013 Ernst J\u00fcnger erahnte hier \u201eAtmosph\u00e4risches\u201c \u2013, gerade auch wenn sich unter sommerlicher Hitze alles verlangsamt. Und \u00fcberw\u00e4ltigt von jenen schon von Goethe erschauten Bildern f\u00fcr die Seele, von denen die Stadt gleich einem F\u00fcllhorn \u00fcberquillt, oder von der von Wagner eingeatmeten Farbenpracht oder auch nur bezaubert von den K\u00f6stlichkeiten sizilianischer K\u00fcche wird manch ein Besucher die Worte Torregrossas nachempfinden k\u00f6nnen: \u201eWenn ich f\u00fcr mehr als drei Wochen entfernt bin, fehlt mir ihre lebendige Kraft und ich mu\u00df zur\u00fcckkehren.\u201c Und vielleicht wird er \u2013 um sich den Problemen doch anzun\u00e4hern \u2013 hingeworfenen M\u00fcll aufheben und zum n\u00e4chsten cassonetto tragen. Das wird ihn als Fremden kennzeichnen, aber vielleicht bewu\u00dfter als durch Orlandos leere Versprechungen zum liebenden Palermitaner machen.<br \/>\n10.8.2018, Wulf D. Wagner, Junge Freiheit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global\u00a0&gt;Reiseberichte\u00a0&gt;Wandern\u00a0&gt;Italien\u00a0\u00a0&gt;Sizilien &nbsp; d Lampedusa \u2013 Gesundheitssystem\u00a0(30.9.2023) Start-up will Orangen vom Baum in Sizilien in drei Tagen nach Freiburg bringen (17.1.2023) Lockdowns zerst\u00f6ren Reisefreiheit und EU \u2013 Beispiel Sizilien\u00a0(30.3.2021) Palermo &#8211; ein Ort voller Widerspr\u00fcche\u00a0 (10.8.2018) Cinque Terre in Ligurien\u00a0&gt;Cinqueterre &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/italien\/sizilien\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":3682,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-70371","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/70371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70371"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/70371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115743,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/70371\/revisions\/115743"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3682"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}