{"id":69235,"date":"2018-11-30T17:28:58","date_gmt":"2018-11-30T16:28:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=69235"},"modified":"2025-09-10T19:36:45","modified_gmt":"2025-09-10T17:36:45","slug":"unsicher","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/unsicher\/","title":{"rendered":"Unsicher"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Frauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/\">Frauen<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"NGO\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/ngo\/\">NGO<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Frauenrechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/frauenrechte\/\">Frauenrechte<\/a> &gt;Unsicher<\/p>\n<div id=\"attachment_68972\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/praegung\/herbstlaub-pan181112-pan\/\" rel=\"attachment wp-att-68972\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-68972\" class=\"size-full wp-image-68972\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/herbstlaub-pan181112-pan.jpg\" alt=\"Herbstlaub im Oktober 2018 - Oma und Enkel bei der Arbeit\" width=\"639\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/herbstlaub-pan181112-pan.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/herbstlaub-pan181112-pan-180x89.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-68972\" class=\"wp-caption-text\">Herbstlaub im Oktober 2018 &#8211; Oma und Enkel bei der Arbeit<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>Gewalt trifft alle, aber Frauen zuerst (8.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/wohnen\/no-go-area\/\">Henryk M. Broder: No-Go-Bereiche f\u00fcr Juden in Stuttgart<\/a>\u00a0(4.1.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/magdeburg-weihnachtsmarkt\/\">Magdeburg Weihnachtsmarkt<\/a>\u00a0(22.12.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/masochismus-und-angstlust\/\">Masochismus und Angstlust<\/a>\u00a0(25.3.2021)<\/li>\n<li>Unsicherheit nimmt zu in Baden-W\u00fcrttemberg (10.2.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/polizei\/polizeibeamte\/\">Palmer: Wenn Polizisten berichten: Wie w\u00e4re es mal mit Zuh\u00f6ren?<\/a>\u00a0(12.11.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Frankfurt Hauptbahnhof 29Juli\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/frankfurt-hauptbahnhof-29juli\/\">Frankfurter Hauptbahnhof \u2013 Kindermord<\/a>\u00a0(29.7.2019)<\/li>\n<li>Deutschland nach 2015: Die Frauen verlieren Sicherheit und Freiheit (28.11.2018)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Bahnsteig\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/bahnsteig\/\">Bahnsteig<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Feminismus\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/feminismus\/\">Feminismus<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Frauenmorde-Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/frauenmorde-migration\/\">Frauenmorde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/frauen.htm#Terre%20des%20Femmes%20-%20Frauenrechte.de\">Frauenrechte.de \u2013 Terre des Femmes<\/a>\u00a0&gt;freiburg-dreisamtal.de\/frauen.htm<\/li>\n<li><a title=\"Gruppenvergewaltigung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/sexuellermissbrauch\/gruppenvergewaltigung\/\">Gruppenvergewaltigung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Haeusliche-Gewalt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/gewalt\/haeusliche-gewalt\/\">H\u00e4usliche Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Haus-des-Lebens\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/haus-des-lebens\/\">Haus des Lebens \u2013 Helferkreis f\u00fcr Werdende M\u00fctter in Bedr\u00e4ngnis Freiburg<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Hebammen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/hebammen\/\">Hebammenkreisverband Breisgau-Hochschwarzwald<\/a>\u00a0&gt;Hebammen<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/frauen.htm#Moses-Projekt%20-%20%20Helferkreis%20f%C3%BCr%20werdende%20M%C3%BCtter%20in%20Bedr%C3%A4ngnis\">Helferkreis f\u00fcr Werdende M\u00fctter in Bedr\u00e4ngnis Freiburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/frauen.htm#In%20Via%20-%20Internationaler%20M%C3%A4dchen-%20und%20Frauentreff\">In Via \u2013 Katholische M\u00e4dchensozialarbeit Freiburg<\/a>\u00a0&gt;Freiburg-Dreisamtal.de\/Frauen<\/li>\n<li><a title=\"Islam-Frauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/islam-frauen\/\">Islam-Frauen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Kopftuch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kopftuch\/\">Kopftuch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Maedchen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/kinder\/maedchen\/\">Maedchen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Oeffentlicher-Raum\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/oeffentlicher-raum\/\">\u00d6ffentlicher Raum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/polizei\/polizeibeamte\/\">Polizeibeamte<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Schlampen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schlampen\/\">Schlampen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Sexuellermissbrauch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/sexuellermissbrauch\/\">SexuellerMissbrauch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Sicherheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/sicherheit\/\">Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Terre-des-Femmes\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/terre-des-femmes\/\">Terre des Femmes \u2013 Frauenrechte.de<\/a>\u00a0&gt;Terre-des-Femmes<\/li>\n<li><a title=\"Vergewaltigung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/sexuellermissbrauch\/vergewaltigung\/\">Vergewaltigung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gewalt trifft alle, aber Frauen zuerst<\/strong><br \/>\n<strong>Mitt\u00e4terschaft durch Unterlassen<\/strong><br \/>\n<strong>Die grausamste Form von Gleichheit: Ein Land, das seine B\u00fcrger nicht mehr sch\u00fctzt<\/strong><br \/>\n&#8230;<br \/>\nDer Staat hat eine Pflicht.<br \/>\nArtikel 1 des Grundgesetzes: Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar.<br \/>\nArtikel 2: Jeder hat das Recht auf Leben und k\u00f6rperliche Unversehrtheit.<\/p>\n<p>Die Pflicht, diese Grundrechte zu sch\u00fctzen, wird verletzt \u2013 st\u00e4ndig und immer wieder.<br \/>\nSolingen zeigt: Der Staat kannte die Gefahr, tat nichts.<br \/>\nDresden zeigt: T\u00e4ter handeln ungestraft, Opfer bleiben zur\u00fcck.<br \/>\nAmsterdam zeigt: Selbst ein Notruf reicht nicht mehr, um das Leben eines M\u00e4dchens zu retten.<br \/>\nV\u00f6lklingen zeigt: Selbst bewaffnete Beamte sind nicht mehr sicher.<br \/>\nDiese F\u00e4lle beweisen: <strong>Gewalt trifft alle, aber Frauen zuerst.<\/strong><br \/>\nUnd die Statistik zeigt ein T\u00e4terprofil, das durch Beh\u00f6rdenversagen zu einer<br \/>\nunberechenbaren Gefahr f\u00fcr die Gesellschaft geworden ist.<br \/>\nDas ist keine Ohnmacht. Das ist Mitt\u00e4terschaft durch Unterlassen.<br \/>\nAngela Merkel sagte 2015: \u201eWir schaffen das.\u201c<br \/>\nUnd sp\u00e4ter: \u201eNun sind sie eben da.\u201c<br \/>\nUnd ein Fakt ist: Sie sind da. Und der Staat hat es so gewollt \u2013 oder zumindest hingenommen. Wie geht man nun damit um?<br \/>\nBevor man Antworten geben kann, bleibt eine Frage, die sich der Gesellschaft immer wieder aufdr\u00e4ngt: Wie konnte eine Regierung ihre eigene Bev\u00f6lkerung so schutzlos machen? Wie konnte sie zulassen, dass Menschen unkontrolliert ins Land kommen, ohne dass Sicherheit an erster Stelle steht? Es geht hier nicht um Fremdenhass, nicht um Abwertung von Menschen. Es geht um die elementarste Pflicht des Staates: seine B\u00fcrger vor Gefahren zu sch\u00fctzen.<br \/>\nInnere Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wer in ein Land kommt, muss gepr\u00fcft werden, nicht, weil er \u201efremd\u201c ist, sondern weil Schutz das Fundament von Freiheit ist. Alles andere ist Fahrl\u00e4ssigkeit. Und genau das haben wir erlebt. Wir erleben es bis heute.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 4.9.2025 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/frauen\/frauenmorde-migration\/\">Firuze B.<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/ein-land-das-seine-buerger-nicht-mehr-schuetzt\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/meinungen\/ein-land-das-seine-buerger-nicht-mehr-schuetzt\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unsicherheit nimmt zu in Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong><br \/>\nWas, wenn eine Umfrage zur Sicherheit in die Hose geht?<br \/>\n&#8211; Man holt einen Kriminologen um zu sagen, dass sich das Volk geirrt hat<br \/>\n&#8211; Umfragen und Wahlen lassen sich wiederholen bis sie \u201epassen\u201c<\/p>\n<p>Die Unsicherheit nimmt zu in Baden-W\u00fcrttemberg, war das Ergebnis einer Umfrage der Tageszeitungen im S\u00fcdwesten. Nur zehn Prozent haben das Gef\u00fchl, die Sicherheit im L\u00e4ndle habe in den letzten f\u00fcnf Jahren zugenommen. Doppelt so viele antworteten, die Unsicherheit sei in den D\u00f6rfern gestiegen, in den Gro\u00dfst\u00e4dten waren es 32 Prozent. Auf die Frage, \u201egibt es in Ihrer N\u00e4he ein Gebiet, durch das sie nachts nicht alleine gehen wollen?\u201c antworteten je nach Gr\u00f6\u00dfe der D\u00f6rfer oder St\u00e4dte 21 bis 46 Prozent mit JA, Frauen noch mehr, aber sogar 28 Prozent der M\u00e4nner. Nur Hasenf\u00fc\u00dfe? Nein, denn \u2026<\/p>\n<p>46 Prozent haben Angst vor Angriffen und K\u00f6rperverletzung. Woher diese Angst wohl kommt? Bei Diebstahl und Sachbesch\u00e4digung\/Vandalismus sind es 32\/30 Prozent. Sexueller Bel\u00e4stigung sehen sich 18 Prozent ausgesetzt; nach Vergewaltigung wurde nicht gefragt. Nur 13 Prozent der Befragten sorgen sich vor nichts dergleichen \u2013 ein gutes Gef\u00fchl. Ein solches hatte ich auch, bis mir die Autoscheibe eingeschlagen wurde und wertvolle Sachen erbeutet wurden.<\/p>\n<p>Doch 86 Prozent der Befragten \u201ef\u00fchlen sich sicher bis sehr sicher\u201c. Was aber im Widderspruch steht zur Frage nach der gew\u00fcnschten Polizeipr\u00e4senz. Je nach Gr\u00f6\u00dfe der St\u00e4dte und D\u00f6rfer wird im L\u00e4ndle \u00fcberwiegend bem\u00e4ngelt, dass nicht gen\u00fcgend Polizisten zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Die Polizei hat ein gutes Image, nur 18 Prozent meinen, sie habe ein Problem mit Rassismus. Eine Gr\u00f6\u00dfenordnung, die etwa der H\u00e4lfte der Gr\u00fcn-W\u00e4hler entspricht.<\/p>\n<p>\u201eNur\u201c 23 Prozent empfinden kriminelle Clanfamilien als Problem. Also halb so schlimm? Nicht ganz, weil Baden-W\u00fcrttemberg nicht typisch ist f\u00fcr diese Fehlentwicklung. Berlin, Duisburg, K\u00f6ln, um einige zu nennen, haben da ein gr\u00f6\u00dferes Problem. Au\u00dferdem scheint man sich an die Clankriminalit\u00e4t zu gew\u00f6hnen. Und Clans gibt in jeder Landeshauptstadt \u2013 es darf geraten werden, wo diese sitzen (ich meine nicht einsitzen).<\/p>\n<p>Die Einsch\u00e4tzung des politischen Extremismus ist durchwachsen. Obwohl in den Medien nur die Gefahr des Rechtsextremismus berichtet und kommentiert wird, sehen immerhin 18 Prozent im Linksextremismus das gro\u00dfe Problem. F\u00fcr 22 Prozent ist es der Rechtsextremismus. Die Medien haben es nicht geschafft, den Focus alleine auf den Rechtsextremismus zu legen.<\/p>\n<p>Die Umfrageergebnisse behagten den Auftraggebern offensichtlich wenig. Nicht anders ist zu erkl\u00e4ren, dass z.B. die Badische Zeitung anschlie\u00dfend einen Kriminologen interviewte und dessen Aussagen \u00fcberschrieben wurden mit \u201eKriminalit\u00e4tsfurcht ist diffus\u201c. Dieser zeigte sich \u201eperplex, dass die Unsicherheit laut dieser Umfrage zunehmen soll\u201c. Das Volk habe ein falsches Gef\u00fchl, \u201edas Sicherheitsgef\u00fchl hat sich in den letzten Jahren verbessert.\u201c \u2013 basta. Und die Politik wollte ja immer nur das \u201eSicherheitsgef\u00fchl st\u00e4rken\u201c, nicht die Sicherheit an sich zu verbessern.<\/p>\n<p>Merkel w\u00fcrde sagen, \u201edas geht gar nicht, diese Umfrage muss wiederholt werden\u201c. Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re, die Bev\u00f6lkerung gar nicht mehr zu fragen, weil man nicht alle Fragen so geschickt stellen kann, dass das Gew\u00fcnschte rauskommt. Das l\u00e4sst sich doch aber auch auf Wahlen \u00fcbertragen, wenn man schon wei\u00df, dass die W\u00e4hler unberechenbar sind. Autorit\u00e4re Staaten gehen zur Probleml\u00f6sung hin und f\u00e4lschen die Wahlen. Ist es dann nicht viel geschickter, die W\u00e4hler so zu bearbeiten, dass Umfragen und Wahlergebnisse keine \u00dcberraschung mehr bieten?<\/p>\n<p>Auch wenn die Realit\u00e4t immer skurriler wird: Der letzte Absatz ist nicht ernstgemeint.<br \/>\n10.2.2021, Albrecht K\u00fcnstle,<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutschland nach 2015: Die Frauen verlieren Sicherheit und Freiheit<\/strong><br \/>\n<em>Der Tag, an dem mich Deutschland verlassen hat &#8211; von Firuze B.<br \/>\n<\/em><br \/>\nDa nun allseits bekannt ist, dass sich Deutschland seit dem <a title=\"Budapest-Dublin2015\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/budapest-dublin2015\/\">Jahr 2015<\/a> grundlegend ver\u00e4ndert hat, folgt nun eine kleine Geschichte, die f\u00fcr mich sp\u00fcrbar machte, dass dieser Wandel nun auch in meiner kleinen Welt angekommen ist. Auch in den gutbetuchten St\u00e4dten Hessens ist es deutlich sichtbar und sp\u00fcrbar geworden, dass der Bev\u00f6lkerungszuwachs durch Einwanderung in jeglicher Form stattgefunden hat und gegenw\u00e4rtig auch weiterhin stattfindet. Das Stadtbild hat sich ver\u00e4ndert, die St\u00e4dte und Hotspots sind weitaus voller, als ich es gewohnt war. Sei es tags\u00fcber oder in den Abendstunden und vor allem bei Nacht an den Wochenenden ist es auff\u00e4llig, dass mehr junge aber auch \u00fcberwiegend m\u00e4nnliche Personen, meist in Gruppen, unterwegs sind. Da ich selbst schon in gro\u00dfen St\u00e4dten wie Hannover gelebt habe, ist es f\u00fcr mich eigentlich nichts Ungew\u00f6hnliches, dass an den Wochenenden Horden von Menschen ihre Streifz\u00fcge durch die N\u00e4chte machen. Zu diesen geh\u00f6rte ich schlie\u00dflich auch \u2013 und tue es ab und an immer noch. In kleineren St\u00e4dten ist es \u201efast\u201c dasselbe, nur f\u00e4llt es schneller auf, wenn sich was an den Menschenmengen ver\u00e4ndert. In so einer kleineren Stadt wohne und lebe ich seit fast 11 Jahren und m\u00f6chte auf die Ver\u00e4nderungen und die Erfahrungen eingehen, die ich hier erst k\u00fcrzlich machte. Gemeinsam mit einer Freundin gingen wir auf ein ich nenne es mal \u201eStadtfest\u201c, f\u00fcr ein ich sage mal \u201egutbetuchtes Klientel\u201c, zu dem ich zwar selbst nicht geh\u00f6re, aber die Atmosph\u00e4re ist dort sehr angenehm. Man steht herum, trinkt haupts\u00e4chlich Wein und lauscht der Live-Band, bis der Rotwein einen m\u00fcde macht und man vor der Frage steht: \u201eGehen wir noch wohin oder nach Hause?\u201c<br \/>\nIn Wirklichkeit besitzen weder meine Freundin noch ich die selbe Energie und Motivation wie vor ein oder zwei Jahren nach zwei Gl\u00e4sern Wein (in der Tat wirkt ab 30 der Alkohol ganz anders als vorher). Aber die Bl\u00f6\u00dfe wollten wir uns nicht geben und wir wollten durch die Innenstadt zu einer Bar spazieren. Nun ist es so, dass ich eine lange Party-Karriere hinter mir habe und wirklich schon vieles gesehen habe, was Party und Alkohol oder andere \u201eGenussmittel\u201c mit den Menschen so machen k\u00f6nnen. Was ich damit sagen will ist: Mich beeindruckt oder be\u00e4ngstigt nachts so gut wie gar nichts mehr. Denn meine Erfahrungen aus der Vergangenheit waren diesbez\u00fcglich meist unbefleckter und unbedrohlicher Natur.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Der will nur spielen<\/strong><br \/>\nKlar hat man schon auf dem Heimweg kotzende, singende, aggressive, anh\u00e4ngliche, tanzende Besoffene oder besoffene Gruppen erlebt, vor denen man sich meistens fern hielt. M\u00e4nner wie Frauen. Auch traf man zwielichtige Gestalten, bei denen man froh war, dass der Bus schon einstiegsbereit an der Haltestelle wartete. Aber auch das geh\u00f6rt zum Nachtleben mit dazu, und meistens wollen alle \u201enur spielen\u201c. Also einfach weiter gehen, falls man nicht selbst so betrunken ist und mitgr\u00f6lt, mittanzt oder mitkotzt. An dem besagten Abend waren es aber nur zwei Weingl\u00e4ser f\u00fcr je 7 Euro, verteilt auf drei Stunden. \u201eSchwache Leistung\u201c dachten wir, aber daf\u00fcr war mein Blick nicht getr\u00fcbt, f\u00fcr das was danach kam. Wir gingen durch eine wirklich schlecht beleuchtetete Seitenstra\u00dfe der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Durch diese Gasse bin ich nachts gef\u00fchlt schon millionenmal gelaufen. Sie befindet sich auch in der N\u00e4he eines bekannten \u201eBrennpunktes\u201c der Stadt. Das hei\u00dft, wir wussten und wissen, dass in dieser Stra\u00dfe auch mal komische Gestalten herumirren, die den Anblick von Frauen nicht unkommentiert lassen k\u00f6nnen. Manchmal nervig, aber bislang grunds\u00e4tzlich harmlos. Meine Freundin und ich sprachen und lachten miteinander. Der Klang unseres Gel\u00e4chters schien wohl wie ein Lockruf durch die Gasse gehallt zu sein. Obwohl die kurze Gasse zun\u00e4chst leer schien, tauchten an den Seiten drei Burschen auf, die mit \u201eKatzenlockger\u00e4uschen\u201c auf sich aufmerksam machen wollten. Wir erkannten in der schlecht beleuchteten Gasse zwar nicht direkt, um was f\u00fcr Personen es sich handelt, aber durch meine Erfahrungen als Frau \u2013 t\u00fcrkische Frau \u2013 mit deutschen oder ausl\u00e4ndischen M\u00e4nnern ahnten wir, dass es Leute aus \u201eunserem\u201c Kulturkreis sein mussten. Als wir uns n\u00e4herten, sahen wir sie. Es handelte sich um ungef\u00e4hr 17- bis 19-j\u00e4hrige Burschen \u201es\u00fcdl\u00e4ndischen Aussehens\u201c, auch nichts Ungew\u00f6hnliches.<br \/>\nEs gibt kein \u201eAnmachger\u00e4usch\u201c, das mich so w\u00fctend macht<br \/>\nKurzer Nebengedanke: Es gibt kein \u201eAnmachger\u00e4usch\u201c, das mich schneller w\u00fctend macht als dieses \u201ePss Psss Pssss\u201c, und erlebt habe ich es noch nie von einem deutschen Mann. Waren sie mal in \u00c4gypten? Da rennen zwar tats\u00e4chlich auch viele Katzen herum, aber wenn man als Frau dort heruml\u00e4uft (unverh\u00fcllt), w\u00fcnscht man sich schon fast lieber einen Tinnitus, als von diesem penetranten \u201ePss Psss Psss\u201c dauerbeschallt zu werden. Das gilt zwar auch f\u00fcr andere L\u00e4nder, in denen die einheimischen Frauen meistens \u00fcberwiegend verh\u00fcllt sind \u2013 aber das ist jetzt ein anderes Thema.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Weiter im Text.<\/strong><br \/>\nAls dieses besagte \u201ePss Pss Psss\u201c durch die Gasse nicht aufh\u00f6rte, sagte meine Freundin laut in die Richtung der Kerle: \u201eIst gut jetzt, ich k\u00f6nnte deine Mutter sein!\u201c Ich zuckte etwas zusammen und musste sogar lachen. Zusammen zuckte ich wegen dem Wort Mutter. Lachen musste ich, weil es vielleicht sogar stimmen k\u00f6nnte, da einer von ihnen wirklich sehr jung aussah. Ok, dann eben eine junge Mutter aber es w\u00e4re durchaus m\u00f6glich. Aber ich zuckte auch kurz zusammen, weil in dem ganzen Satz das Wort \u201eMutter\u201c am lautesten schallte und ich aus Erfahrungen wei\u00df, da\u00df dieses Wort in bestimmten Menschen einen Kurzschluss in bestimmten Hirnregionen ausl\u00f6sen kann, v\u00f6llig egal in welchem Kontext. Ich ahnte, dass kommen wird, was kommen musste \u2013 nein keine Schl\u00e4gerei, aber eine Diskussion dar\u00fcber, warum \u201edie Mutter\u201c hineingezogen wurde. Einer von der Kerlen rief: \u201eEy, wir haben doch gar nichts Schlimmes gemacht, warum sagst du so \u00fcber Mutter?\u201c Als die Jungs aufgrund unseres Aussehens erkannten (ja, sowas kann man erkennen), dass meine Freundin und ich f\u00fcr sie in ihren Augen \u201eLandsfrauen\u201c sind, nannten sie uns pl\u00f6tzlich \u201eSchwester\u201c. Ok, man erkannte also auch schon mal an, dass wir \u00e4lter als sie waren. Zu den drei Kerlen kamen innerhalb k\u00fcrzester Zeit 7 bis 8 weitere hinzu. Sie sprachen alle etwas Deutsch, manche recht verst\u00e4ndlich, andere gebrochen, aber vor allem alle durcheinander. Ich w\u00fcrde sagen, es war eine gemischte Gruppe von \u201el\u00e4nger hier Lebenden\u201c und \u201eneu Hinzugekommenen\u201c. Kurz darauf kam es zu einem Wortgefecht. Zu dem Wortf\u00fchrer der Gruppe sagte ich w\u00fctend ungef\u00e4hr in diesem Wortlaut: \u201cIst es nicht m\u00f6glich dass Frauen an euch vorbei laufen, ohne dass ihr euch so d\u00e4mlich benehmt?\u201c Lest ihr eigentlich Zeitungen? Bekommt ihr mit, was in den Nachrichten \u00fcber euch berichtet wird? Und dann wundert ihr euch, dass ihr alle in einen Topf geworfen werdet?\u201c<br \/>\n.<br \/>\n<strong>\u201eHabt mal mehr Anstand und Respekt und benehmt euch\u201c<\/strong><br \/>\nMeine Freundin h\u00f6rte heraus, da\u00df es sich um Afghanen handelt, da sie selbst Iranerin ist und die Sprache Farsi versteht. Sie sagte auf persisch zu der Gruppe: \u201eHabt mal mehr Anstand und Respekt und benehmt euch.\u201c Den Jungs gefiel offenbar die Aufmerksamkeit und die Diskussion mit uns. Das erkannte man daran, dass sie sichtlich erfreut waren, dass wir \u00fcberhaupt was sagten, immer wieder einer lachte und \u201esorry\u201c sagte, nach unseren Namen fragte und so weiter. Die wollten eben nur spielen und \u201emit Frauen reden\u201c, dachte ich. Wer h\u00e4ngt denn freiwillig in so einer Gasse herum? Benachteiligte Kiddies, die vielleicht kein Geld f\u00fcr Clubs oder Bars haben. Eben Au\u00dfenseiter, aber trotzdem frech und aufdringlich. Wir hatten trotzdem keine Angst. Es war eher das Gef\u00fchl, als w\u00fcrde ich kleine freche Jungs zurechtweisen. Jungs, die nur mal einen Stups brauchten, um zu verstehen, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung war.<br \/>\nStattdessen wurde ich an diesem Abend aber eines anderen belehrt. Ich stand vor einem Jungen, der st\u00e4ndig sagte: \u201eSchwester, tut uns leid, wir wussten nicht, dass ihr Leute von uns seid.\u201c Ich wurde noch w\u00fctender und fragte: \u201eAch, bei deutschen Frauen ist das ok oder was?! Ich bin weder deine Schwester noch jemand von euch.\u201c Pl\u00f6tzlich schob mir jemand von der Seite sein Smartphone direkt vor mein Gesicht, das Display leuchtete hell auf und die Uhrzeit wurde angezeigt. Ich h\u00f6rte wie dieser Jemand zu mir sagte: \u201eM\u00fcssen Frauen wie du um diese Uhrzeit nicht zuhause sein?\u201c Ich drehte meinen Kopf zu der Hand und schaute die Person an, die es wagte, mir \u2013 einer erwachsenen Frau \u2013 diese Frage zu stellen, mit der mich nicht mal mein Vater je konfrontierte hatte. \u00dcbrigens war es ungef\u00e4hr 1:45 Uhr. Vor Jahren gingen wir erst um diese Uhrzeit raus. Er hatte mich tats\u00e4chlich in meinem Stolz getroffen in vielerlei Hinsicht. Ich schlug seine Hand vor meinem Gesicht weg und wollte ihm eigentlich eine scheppern, als ich sah, dass es auch noch der j\u00fcngste Bursche aus der Gruppe war (der aussah wie 12 bis 13 Jahre), der mir diese Frage stellte. Viele fragen sich jetzt vielleicht: Wie kann man so leichtsinnig und aggressiv reagieren? Dazu sage ich nur: \u201eIch kenne mein Pack.\u201c F\u00fcr solche Respektlosigkeiten kriegt er zu Hause, und das wei\u00df ich, zwei Tage lang am St\u00fcck Schl\u00e4ge. Keine antiautorit\u00e4ren p\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen wie \u201egewaltlose Kommunikation\u201c. Die ziehen bei dem nicht. Wie bei so vielen anderen nicht. Ist aber wieder ein anderes Thema. Dieser Junge wusste ganz genau, dass er eine Grenze bei \u201e\u00c4lteren\u201c \u00fcberschritten hatte. Daf\u00fcr muss ich keine Afghanin sein \u2013 denn die Kultur \u00e4hnelt sich eben und ich war, weil ich \u00e4lter bin als er, im Recht. Klingt einfach, ist es auch. In diesen Kreisen ist \u201eGleichstellung\u201c f\u00fcr gew\u00f6hnlich noch weit entfernt. Die j\u00fcngeren haben die Klappe zu halten, respektvoll zu sein, auch Fremden gegen\u00fcber \u2013 auch Frauen gegen\u00fcber. Eigentlich. Bis heute habe ich nicht einmal den Namen meiner \u00e4lteren Schwester benutzt, wenn ich sie anspreche \u2013 geschweige denn die Eltern beim Vornamen genannt. Bei Afghanen ist es nicht viel anders \u2013 deswegen dieses st\u00e4ndige \u201eSchwester, Schwester\u201c. Und da ich kulturell vielf\u00e4ltig bin, bezog ich mich sofort auf sein Wertesystem der Hierarchie und wollte ihm eine langen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>\u201eSchwester, sorry, er ist noch so jung\u201c<\/strong><br \/>\nAlso kuschte er, als ich auf ihn loswollte, und er rannte ein St\u00fcck kichernd weg. Jetzt konnte ich wirklich seine Tante sei, die ihm mit dem Pantoffel hinterherlief. Ich schrie ihn an, wie respektlos er sei, und dass ich ihm bis nach Hause folgen w\u00fcrde, bis zu seinen Eltern und ihnen erz\u00e4hlen w\u00fcrde, wie er sich drau\u00dfen benimmt. Das machte ihm tats\u00e4chlich Angst, weil ich es wirklich ernst meinte. Daraufhin kamen seine Freunde in meine N\u00e4he und wollten mich beschwichtigen: \u201eSchwester, sorry, er ist noch so jung, er ist bescheuert, er wei\u00df nicht, was er sagt. Wir klatschen dem nachher eine!\u201c Ich meckerte noch ein wenig und schaute um mich herum. Die Gruppe war mittlerweile bis zu 15 Personen gro\u00df. Sie tummelten sich um uns herum. Pl\u00f6tzlich stand ein Junge vor mir, den ich die ganze Zeit nicht gesehen hatte. Er trug eine Kappe, eine kleine Louis-Tasche und hatte die H\u00e4nde in den Jackentaschen. Er war vielleicht nur etwas gr\u00f6\u00dfer als ich und starrte mich seelenruhig an. Pl\u00f6tzlich sagte er mit kalter, klarer Stimme: \u201eM\u00e4dchen, muck hier nicht rum \u2013 ich <a title=\"Messerstecher\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/justiz\/messerstecher\/\">steche euch ab<\/a>!\u201c Ich erschrak vor dieser kalten, klaren und ernsten Art. Sowas hatte ich absolut nicht erwartet. Noch nie geh\u00f6rt. Meine Freundin h\u00f6rte den Satz von ihm nicht, merkte aber an meiner Reaktion, dass sich schlagartig etwas ge\u00e4ndert hatte. Und zum ersten Mal in dieser Nacht hatte ich Angst.<br \/>\nNicht vor der Gruppe, sondern vor ihm. Aber zu sp\u00e4t, dachte ich. Ich war zu laut gewesen, zu konfrontativ, zu offensiv. Ich konnte nicht mehr zur\u00fcckrudern und Angst zeigen und damit mein Gesicht verlieren. Aber ich hatte Angst, denn \u201eabstechen\u201c ist mittlerweile keine Seltenheit mehr, nichts Ungew\u00f6hnliches mehr und fast t\u00e4glich in den Medien. Vielleicht hatte ich die Gruppe doch falsch eingesch\u00e4tzt \u2013 immerhin waren es Afghanen und ich T\u00fcrkin \u2013 vielleicht war \u201eunsere Kultur\u201c doch nicht so \u00e4hnlich, wie ich unterstellt hatte. Vielleicht war mein Verst\u00e4ndnis von dieser Kultur schon l\u00e4ngst \u00fcberholt? Gibt es sie \u00fcberhaupt noch? Vor 10 bis 15 Jahren h\u00e4tte mich so ein Satz niemals beeindruckt. Also schrie ich laut, damit es alle h\u00f6ren konnten: \u201eDu willst mich abstechen? OK! sag das nochmal, aber sag es vor der Polizei!\u201c<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Ich hatte Angst vor dem \u201eabstechen\u201c<\/strong><br \/>\nAls das Wort Polizei fiel, rannten bereits ein paar der Kerle weg. In mir kam Wut dar\u00fcber auf, dass ich meiner Angst erlag. Aber Angst ist eben auch eine Schutzfunktion. Also nahm ich Abstand von dem Kerl und w\u00e4hlte die 110. Der, der mich bedrohte, stand noch immer unbeeindruckt da. Erst jetzt merkte ich, dass ich l\u00e4ngst in einer sehr bedrohlichen Lage war, die ich zu Beginn jedoch einfach nicht ernst genommen hatte, nicht ernst nehmen wollte, weder ich noch meine Freundin. Weil ich nie Angst hatte, weil ich mich immer stark f\u00fchlte, ich in Deutschland lebe und nichts zu bef\u00fcrchten hatte. Weil ich immer dachte \u2013 selbst wenn was passieren w\u00fcrde \u2013 andere Menschen zur Hilfe eilen w\u00fcrden. Aber ich hatte Angst vor dem \u201eabstechen\u201c und keine anderen Personen au\u00dfer den Kerlen waren in der Gasse. Einer kam zu mir, w\u00e4hrend ich telefonierte und bettelte mich an, die Polizei nicht zu rufen, weil sein Kumpel auf Bew\u00e4hrung sei&#8230; warum er blieb ist, ist mir bis heute r\u00e4tselhaft, warum man dann noch mit \u201eabstechen\u201c droht, erst recht. Warum sticht man \u00fcberhaupt Menschen ab? Warum verstehe ich das alles nicht mehr, obwohl ich immer glaubte, diese Menschen zu verstehen? Immer dachte, dass es mehr Verbindendes als Spaltendes gibt. Aber das war mir so fremd, obwohl es leider kein Einzelfall mehr ist. Als ich den Notruf am Telefon hatte, sagte ich, dass meine Freundin und ich von einer gro\u00dfen Gruppe Afghanen bedroht werden. Ich sagte es der Frau am Telefon ungef\u00e4hr dreimal, um die Dringlichkeit zu untermauern. Ich sagte ihr auch, dass die Gruppe aus \u00fcber zehn Personen bestand. Dass man uns bedr\u00e4ngte und drohte, uns abzustechen. Ich hatte Angst, dass sie alle weglaufen w\u00fcrden und der ganze Stress ungeahndet bleiben w\u00fcrde. Die H\u00e4lfte war bereits abgehauen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Bitte weitergehen!<\/strong><br \/>\nDie Dame am Notruf sagte zu mir: \u201eGehen sie am besten schnell weiter!\u201c Weitergehen-Weitergehen-Weitergehen kreiste es in meinem Kopf. Weitergehen?! Wohin denn? Wer garantiert mir, dass dieses Weitergehen mich vor der Gefahr sch\u00fctzen w\u00fcrde? Wie kann man in der heutigen Zeit, in der eine Frau beim Notruf anruft und hysterisch sagt: \u201eIch werde von einer Gruppe afghanischer Kerle bedr\u00e4ngt und bedroht!\u201c, seelenruhig am Telefon sagen: \u201eGehen Sie am besten weiter!\u201c Ich schrie ins Telefon: \u201eSchicken sie bitte sofort eine Streife!\u201c Die gelangweilte Stimme am Telefon erwiderte: \u201eDas kann jetzt aber einige Minuten dauern. Alle Streifen sind zur Zeit unterwegs.\u201c Also gab ich ihr den Standort durch und legte auf. Ich drehte mich um, und wie es zu erwarten war, waren alle Burschen inklusive des \u201eAbstechers\u201c fort. Nur einer von der Gruppe, der st\u00e4ndig \u201eSchwester\u201c zu uns sagte und sichtlich traurig war, kam wieder und entschuldigte sich bei uns f\u00fcr seinen Freund. Aber wir redeten nicht mehr mit ihm und warteten auf die Polizei.<br \/>\nDer Polizeiwagen kam an und parkte quer in der Gasse. Eine junge Frau und ein \u00e4lterer Mann stiegen aus. Die Polizistin war gro\u00df, blond, hatte die Haare zusammengebunden und schien nicht \u00e4lter als 30 zu sein. Also ungef\u00e4hr in meinem Alter. Sie z\u00fcckte ihren kleinen Block und kam mit ihrem Kollegen auf uns zu. Wir liefen ihnen entgegen und ich holte w\u00e4hrenddessen meinen Ausweis aus dem Portemonnaie. Hysterisch begann ich zu erz\u00e4hlen. Die Frau schaute mich an und unterbrach mich sofort: \u201eVon wo sind Sie beide denn gekommen?\u201c Als w\u00fcrde das bei dem Vorfall die gr\u00f6\u00dfte Rolle spielen. Ich erz\u00e4hlte ihr, dass wir vom besagten Stadtfest kamen und das es in dieser Gasse zu dem Vorfall kam. Sie war sehr ruhig, und ihr Kollege stand ebenfalls ruhig neben ihr und nahm unsere Daten auf.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Deine Freundin und Helferin<\/strong><br \/>\nNachdem ich alles erz\u00e4hlt hatte, fragte sie uns, ob wir Alkohol getrunken h\u00e4tten. Ich sagte dass wir zwei Gl\u00e4ser Wein getrunken hatten vor ungef\u00e4hr zwei Stunden. Ich sp\u00fcrte, wie langsam meine Souver\u00e4nit\u00e4t ins Wanken geriet. Trotzdem war ich noch \u00fcberzeugt, dass ich das Richtige getan hatte und scheute mich auch nicht zu erz\u00e4hlen, dass ich nicht einfach weitergegangen bin und den Kerlen auch mit starkem Gegenwind begegnet war. Doch das war wohl mein gr\u00f6\u00dfter Fehler, denn anstatt sich der Bedrohung, der Bel\u00e4stigung anzunehmen, nach Beschreibungen der Personen zu fragen, fragte sie mich ganz ruhig: \u201eWarum sind sie nicht einfach weitergegangen?\u201c Meine Welt brach fast zusammen Warum ich das nicht tat, wurde ich an diesem Abend auff\u00e4llig oft gefragt. Ich war also der Fehler. Sie h\u00e4tte genauso gut fragen k\u00f6nnen, weshalb meine Freundin und ich um diese Uhrzeit \u00fcberhaupt drau\u00dfen sind. Das w\u00e4re \u00fcbrigens dieselbe Frage gewesen, die mir dieser kleine Junge aus der Gruppe gestellt hatte.<br \/>\nIch sage ihnen nun, warum ich das nicht tat: Weil ich in Deutschland gro\u00df geworden bin und ich als Frau nie echte Angst haben musste in den letzten 15 Jahren, wenn ich abends rausging oder nachts vom Feiern kam. Weil ich noch immer emp\u00f6rt bin dar\u00fcber, dass sogar Kinder aus den hiesigen Kulturen uns westlich gepr\u00e4gten Frauen so respektlos begegnen. Weil scheinbar keiner mehr in der Lage ist, unsere westlichen Werte zu artikulieren, durchzuzusetzen und zu sch\u00fctzen bei diesen Leuten. Weil ich naiverweise Vertrauen in die Menschen und den Umstand hatte, dass gewisse Grenzen im Gro\u00dfen und Ganzen nicht \u00fcberschritten werden. Weil ich immer mutig und stark war nicht leise und passiv. Weil ich Ungerechtigkeiten anprangern konnte und immer sicher war, hinter mir werden gen\u00fcgend Menschen stehen, die mein Weltbild teilen und unterst\u00fctzen. Weil ich eine emanzipierte Frau bin, die sich nicht auf der Stra\u00dfe einfach von Teenagern anp\u00f6beln l\u00e4sst und stillschweigend fortgeht. Weil ich viel von Anstand und Respekt halte. Weil ich glaubte, dass ich als Frau in Deutschland ein Recht darauf habe, Schutz zu genie\u00dfen. Tags\u00fcber sowie auch nachts, egal um welche Uhrzeit, egal wie ich gekleidet bin, zu tun was ich will, solange ich niemanden damit schade, ohne dass man mich bel\u00e4stigt, geschweige denn bedroht. Dieses Recht gilt selbstverst\u00e4ndlich auch f\u00fcr M\u00e4nner. Weil die kulturellen Werte aus Afghanistan oder anderen L\u00e4ndern hier in Deutschland eigentlich nicht z\u00e4hlen. Eigentlich&#8230;<\/p>\n<p><strong> Da brach in mir etwas zusammen<\/strong><br \/>\nAber als ich sp\u00fcrte, dass die Polizistin aufgrund dessen, dass ich mir nicht alles gefallen lie\u00df, nicht opferhaft genug war, also nicht \u201eeinfach weiterging\u201c, mir unterstellte, ich sei selbst schuld, da brach in mir etwas zusammen. Es tat weh, denn es erinnerte mich an Situationen weit aus meiner Vergangenheit. N\u00e4mlich unter anderem daran, dass ich damals mit ungef\u00e4hr 13 Jahren als Hure beschimpft worden bin von t\u00fcrkischen Mitsch\u00fclern, weil ich immer raus durfte und auch mit Jungs spielen konnte. T\u00fcrkische M\u00e4dchen durften deshalb nicht mehr mit mir spielen \u2013 die Beleidigungen taten weh, auch wenn sie niemand offen aussprach. Ich erz\u00e4hlte es meinen Eltern nicht, denn ich sch\u00e4mte mich zu sehr. Meine Eltern h\u00f6rten jedoch eines Tages, da\u00df man schlecht \u00fcber mich sprach. Ich h\u00f6rte meine Eltern streiten und wie meine Mutter zu meinem Vater sagte: \u201cSiehst du, das kommt davon, wenn wir die M\u00e4dchen frei lassen. Wir sind selbst schuld. Unser Ruf ist hin.\u201c Keiner besch\u00fctzte mich. Keiner prangerte an, dass man ein 13-j\u00e4hriges M\u00e4dchen mit solchen dem\u00fctigenden Begriffen und Beleidigungen w\u00fcrgte. Wir waren schuld \u2013 nein, ich war schuld. Das kommt eben davon, wenn man soviel rausgeht als M\u00e4dchen \u2013 dann wird man eben bel\u00e4stigt oder beleidigt. Wenn etwas Schlimmes passiert, sagt man dann: \u201eWas hatte sie um die Uhrzeit denn auch da drau\u00dfen verloren? So redeten oft eigentlich nur T\u00fcrken, Araber oder Afghanen und dergleichen in solchen F\u00e4llen. Ausl\u00e4nder, Migranten mit archaischem und oft islamisch gepr\u00e4gtem Weltbild, in dem \u201esolche Frauen\u201c eben Pech haben, wenn was passiert. Aber scheinbar ist diese Sichtweise schleichend auch wieder in Deutschland en vogue, obwohl die Verfassung uns was ganz anderes versprochen hatte, eigentlich verspricht. Nat\u00fcrlich gibt es auch deutsche, westliche M\u00e4nner sowie auch Frauen, die genauso denken \u2013 nur sind mir diese bei diesem Vorfall nicht in der Gasse begegnet.<br \/>\nEine bio-deutsche Polizistin in meinem Alter, von der ich den meisten Zuspruch erhofft hatte, fiel mir in den R\u00fccken. Denn ich stand im Fokus \u2013 nicht die Tatsache, bedroht und bel\u00e4stigt worden zu sein. Ich f\u00fchlte mich sogar pl\u00f6tzlich schuldig, dass ich meine Freundin durch mein \u201enicht einfach weitergehen\u201c in gro\u00dfe Gefahr h\u00e4tte bringen k\u00f6nnen. Ja sogar in Gefahr gebracht hatte. Im Nachhinein merkte ich, da\u00df ich l\u00e4ngst \u201edeutscher\u201c war, als ich es je h\u00e4tte glauben k\u00f6nnen. Der Schuldkult sitzt tief in mir und entfaltete seine volle Wirkung. Ich k\u00e4mpfte innerlich mit mir selbst. Meine Gedanken kreisten: \u201eNein, du bist nicht schuld \u2013 oder vielleicht doch? Stell dir vor, es w\u00e4re was passiert? Willst du die Welt verbessern oder was!? Wieso bist du nicht weitergegangen? Aber es ist nichts passiert \u2013 ja aber es war haarscharf \u2013 die Typen haben sich nicht so zu verhalten! \u2013 Das geht dich nichts an! \u2013 Doch tut es! \u2013 Warum?! Wenn alle schweigen und weitergehen, wird es nur schlimmer! \u2013 Aber du allein wirst nichts daran \u00e4ndern, au\u00dfer dass du dich selbst in Gefahr bringst \u2013 willst du das riskieren? &#8230;sei vern\u00fcnftig!\u201c Vern\u00fcnftig sein&#8230; vern\u00fcnftig sein hie\u00df f\u00fcr mich damals, Dinge, die sich offensichtlich nicht geh\u00f6rten, einfach anzusprechen. Ich Idiot. Dann kam der andere Polizist zu Wort, der vermutlich in meinen Augen sah, dass ich vor lauter Entt\u00e4uschung schon fast Tr\u00e4nen in den Augen hatte. Er hatte bislang nur zugeh\u00f6rt und verstand mich offenbar. Die Polizistin hatte mich ins Schweigen versetzt, wohingegen er pl\u00f6tzlich sagte: \u201eNein, sie haben recht. Sie haben genau das Richtige getan und richtig reagiert. Daf\u00fcr sind wir da. Rufen sie uns immer wieder, wenn Sie sich unsicher f\u00fchlen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Ich f\u00fchlte mich verraten<\/strong><br \/>\nDa standen sie nun als lebensechte Projektionsfl\u00e4chen: Meine Eltern. War es der Alkohol? Nein, heute nennt man das wohl eher einen Trigger. Ich bin 30 Jahre, und ein uralter Konflikt meiner Eltern in neuen Kleidern sprang auf. Wie erziehen wir unsere Kinder, vor allem T\u00f6chter? Lassen wir sie frei und in die deutsche Gesellschaft hinein? Brechen wir die Regeln der eigenen Kultur im Umgang mit den Frauen? Mit dem Risiko, dass man sie als \u201eAbtr\u00fcnnige\u201c bezeichnen w\u00fcrde? Als \u201ekeine guten M\u00e4dchen, keine gute Frau\u201c, daf\u00fcr aber als liberal erzogene und emanzipierte junge Frauen? Mit dem Risiko, dass ihnen was passieren k\u00f6nnte und wir dann daran schuld sind? Papa war daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Oder sollen unsere T\u00f6chter nicht lieber mit traditionellen Werten aus unserer Kultur erzogen werden und den guten Ruf bewahren, der daraus resultiert? Dazu geh\u00f6rt auch, dass M\u00e4dchen und Frauen sich eben nicht nachts auf den Stra\u00dfen rumtreiben, feiern und auch Alkohol trinken. Sollen wir auf das Wert legen, was auch andere denken und sagen k\u00f6nnten? Weil die eigene Community ein wichtiger sozialer Bestandteil im Leben ist? Mama war teilweise daf\u00fcr, aber nicht aus \u00dcberzeugung, sondern um uns zu \u201esch\u00fctzen\u201c, auch sich selbst, vor genau dem, was da geschah. Aber dieser Schutz h\u00e4tte auch unsere Freiheiten eingeschr\u00e4nkt. Aber wichtiger war auch das Bild nach au\u00dfen. Wegen solcher Erfahrungen aus meiner Vergangenheit zog ich es vor, mich nicht mehr nur mit Ausl\u00e4ndern einzulassen oder zu befreunden, sondern integrierte mich in die deutsche Gesellschaft. Denn sie sch\u00fctzte mich ganz pragmatisch per Gesetz als Frau vor solchen Dingen. Sch\u00fctzte&#8230; Aber ich f\u00fchlte mich verraten von der Polizistin, die irgendwie pl\u00f6tzlich stellvertretend f\u00fcr Deutschland vor mir stand. Ich f\u00fchlte mich verraten, weil in dieser Situation Werte verraten wurden von einer Person, die eigentlich allein schon durch die Uniform symbolisch f\u00fcr diese Werte steht.<br \/>\nOder wollte sie mich nur sch\u00fctzen, an meine Vernunft appellieren? Wie meine Mutter damals? War es gut gemeint? Es wurden Werte verraten, die mich einst lockten und \u00fcberzeugten, ein Teil dieser Gesellschaft sein zu wollen und einen gro\u00dfen Teil meiner eigenen Wurzeln zu kappen \u2013 sie selbst zu verraten. Aber Verr\u00e4ter werden irgendwann selbst verraten. H\u00e4tte mein Vater nicht entgegen seiner eigenen Sozialisation und Kultur so sehr auf Emanzipation gepocht, h\u00e4tte Mama sich vermutlich nie von ihm getrennt. Am Ende war er selbst der Verlierer, das sagte er mal selbst. Ich tat es trotzdem, weil Papa damals nun mal mehr zu sagen hatte und ich ihn bewunderte&#8230; aber wer hatte nun recht behalten? Wer h\u00e4tte gedacht, dass dieser Vorfall es schaffen w\u00fcrde, mein ganzes Weltbild nochmal in Frage zu stellen.<br \/>\nNach dem beschriebenen Szenario mit der Polizei fragten sie uns, in welche Richtung die M\u00e4nner gelaufen waren. Einer der Jungen, der nicht abgehauen war, stand zwar die ganze Zeit im Abseits, aber in unserer N\u00e4he. Seltsamerweise, auch wenn er friedlich war, wurden seine Daten nicht aufgenommen. Er war absolut uninteressant f\u00fcr die Polizei, obwohl wir sagten, dass dieser Junge, denjenigen kennt, der mich bedrohte. So endete dieser Teil, und meine Freundin und ich versuchten nochmal, in eine Bar zu gehen und den Abend positiv ausklingen zu lassen. Aber die Laune war hin.<br \/>\nWir entschieden uns, nach Hause zu gehen. Aus innerem Trotz wollte ich am liebsten zu Fu\u00df nach Hause laufen, wollte keine Angst haben \u2013 hatte sie aber, denn ich wusste nicht, ob dieser Kerl wieder auftauchen w\u00fcrde. Es fuhr aber kein Bus, und ich rief meinen Freund an, der den ganzen Nachhauseweg am Telefon blieb. Das ist f\u00fcrsorglich von ihm und auch richtig, aber die starke Frau in mir war pl\u00f6tzlich nicht mehr unabh\u00e4ngig von Anderen stark, sondern angewiesen auf Schutz. Das war nichts Schlimmes, aber der Grund daf\u00fcr nagte an mir.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Danke und auf Wiedersehen<\/strong><br \/>\nNoch Tage danach besch\u00e4ftigte mich die Sache sehr. So sehr, dass ich eine Woche sp\u00e4ter zur Polizeiwache ging, um mich bei dem Polizisten mit einer kleinen Tafel Schokolade zu bedanken und die Reaktion der Polizistin auch dort mal anzusprechen. Trotz meiner kurzeitigen Zweifel bin ich \u00fcberzeugt, da\u00df ich das Richtige getan hatte. Ja alles war richtig, wenn auch gef\u00e4hrlich. Auf der Wache angekommen, fragte ich nach dem Polizisten und gab die Uhrzeit meines Notrufs an, die ich noch im Handy hatte. Der Polizist, der nachschaute, kam zu mir und sagte, es t\u00e4te ihm leid. Er s\u00e4he zwar, dass ein Notruf reingekommen sei und dass dann eine Streife losgeschickt wurde, aber zu diesem Fall g\u00e4b es keinerlei Informationen oder Notizen. Also rein gar nichts wurde protokolliert. Er w\u00fcrde aber gerne \u201eden Dank\u201c an den Polizisten weiterleiten und sich pers\u00f6nlich erkundigen, welcher Kollege das wohl gewesen sein k\u00f6nnte. Nur sei dies sehr schwer, da die Wache ohnehin unterbesetzt sei und oft Polizisten aus anderen Revieren kommen m\u00fcssten, um die Stellung zu halten. Entt\u00e4uscht verlie\u00df ich die Wache und lie\u00df die Schokolade trotzdem da. Vielleicht, so hoffte ich, bekam mein Polizist sie trotzdem noch. Er hatte an diesem Abend daf\u00fcr Sorge getragen, dass mein Vertrauen in dieses Land nicht v\u00f6llig in die Br\u00fcche ging \u2013 wohlbemerkt, dass die Polizistin es ins Wanken brachte. Er hatte verstanden, dass es mir um unsere freiheitlichen Werte ging und nicht darum, kleine dumme Jungs bei der Polizei zu verpfeifen. Ich wusste, ich w\u00fcrde diesem Mann f\u00fcr seine Empathie und seinen Zuspruch an diesem Abend niemals pers\u00f6nlich danken k\u00f6nnen. Aber der Wille war wenigstens da.<\/p>\n<p>Weder der Vorfall, noch mein Name, noch die Namen der Polizisten oder Sonstiges waren vermerkt worden. In Zeiten wie diesen, in denen es regelrecht vor Horrornachrichten in den Medien hagelt, \u00fcberwiegend bez\u00fcglich eines bestimmten Klientels und \u00dcbergriffen auf Frauen, eigentlich ein Skandal. Aber heute wundere ich mich eher dar\u00fcber, dass ich \u00fcberhaupt emp\u00f6rt war. Emp\u00f6ren ist so out geworden.<\/p>\n<p><em>Firuze B., Jahrgang 1987, studierte Kulturanthropologie\/Volkskunde und macht den Master in Globaler Sozial Anthropologie. Sie ist Dozentin f\u00fcr interkulturelle Wertevermittlung.<\/em><br \/>\n.<br \/>\n29.11.2018, <a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/der_tag_an_dem_mich_deutschland_verlassen_hat\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/der_tag_an_dem_mich_deutschland_verlassen_hat<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wo ist der Aufschrei der muslimischen Gemeinde?<\/strong><br \/>\nWenn Sie, Frau Firuze B., mit Elan, Nachhaltigkeit, Ausdauer, \u00dcberzeugung und Motivation beg\u00e4nnen, in ihrem muslimischen Umfeld, in dem Sie sozialisiert wurden, auf die von Ihnen beschriebenen kulturellen \u201cEigenheiten\u201d junger muslimisch gepr\u00e4gter M\u00e4nner streitbar hinzuweisen und f\u00fcr deren Abschaffung und Sanktionierung eintr\u00e4ten, h\u00e4tten Sie meinen Respekt. Ich unterstelle jedoch, dass Sie, wie die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Anh\u00e4nger dieser Ideologie, bis dato keine Initiative in diese Richtung angedacht haben. Wo ist die muslimische Gemeinde denn in ihrem kollektiven Aufschrei, wenn Angeh\u00f6rige dieser Weltanschauung ihre archaische Lebensart und -philosophie zum Schaden unseres Gemeinwohls versuchen auszuleben? Bis auf wenige Ausnahmen h\u00fcllen sich muslimische Mitb\u00fcrger in diskretes Schweigen. Laut und vielfach treten sie nur auf, wenn es gilt vermeintliche Rechte einzufordern und\/oder Unterst\u00fctzer f\u00fcr die Durchsetzung des Herrschaftsanspruchs des Islam zu sein. (siehe Erdogan Besuch und Wahlergebnisse) Es ist f\u00fcr mich befremdlich, dass der muslimischen Gemeinschaft, nicht der Mut und \/oder Kraft innewohnt, sich von diesen Subjekten nachhaltig und \u00f6ffentlich zu distanzieren. Und aktiv an dem Verbot und der Bestrafung der kulturgepr\u00e4gten kriminellen Taten mitzuwirken. Das sieht f\u00fcr mich aus wie stille Duldung, Zustimmung und \/oder teilen einer gemeinsamen Weltanschauung. Vorangestellte Gedanken best\u00e4tigen sich, wenn man dar\u00fcber informiert ist, dass die Kinder der 3. und 4. Generation der muslimischen Mitb\u00fcrger, in gro\u00dfer Zahl, sich r\u00fcckw\u00e4rtsgerichtet an den alten Ideologievorgaben orientieren. Viele dieser B\u00fcrger in den Gegengesellschaften &#8211; hier ist meiner Meinung nach l\u00e4ngst die Grenze der Parallelgesellschaft \u00fcberschritten worden &#8211; , negieren unsere Werte und demokratische Ordnung. Es ist zu kurz \u201cgesprungen\u201d das Verhalten der Polizistin (Wirkung) zu hinterfragen, sondern gehen Sie das \u00dcbel (kulturgepr\u00e4gter, ideologischer Sozialdarwinismus) an der Wurzel an.<br \/>\n29.11.2018, H.H, AO<\/p>\n<p><strong>Paroli bieten<\/strong><br \/>\nLiebe Foristen, wir sollten den Hut ziehen vor dieser aufrechten Frau und wir sollten uns f\u00fcr unseren Staat sch\u00e4men. Diese Frau hat mehr f\u00fcr unsere Lebens &#8211; und Werteordnung getan als alle Politiker, Journalisten, Juristen, Pfarrer usw in diesem Land. Sie hat diesen Feinden unserer Kultur, die uns mit ihrem kriminellen und arroganten Verhalten einsch\u00fcchtern m\u00f6chten, Paroli geboten. Schuld sind unsere sog. Eliten, die vor dem aggressiven Treiben der Muslime zur\u00fcckweichen und damit unsere Werte aufgeben. Wenn doch nur mehr Menschen in diesem Land den Mut aufbringen w\u00fcrden, den diese Frau bewiesen hat. Mut ist gefragt, denn wir befinden uns mitten in einem Krieg mit den Muslimen. Den Krieg gewinnt man nicht (nur) mit leeren Floskeln, sondern mit mutigen Taten. Das ist es, was ich als ehemaliger Berufsoffizier meinen Untergeben abverlangt habe &#8211; Mut und Tapferkeit. Liebe Firuze, ich kann Ihnen real leider keinen Tapferkeitsorden verleihen; symbolisch tue ich es hiermit. Siie haben Dank und Anerkennung unseres Volkes verdient.<br \/>\n29.11.2018, W.Sch.<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Das \u201cRad\u201d der Freiheit f\u00fcr Frauen wurde schon lange zur\u00fcckgedreht<br \/>\n<\/strong>Teils schnell und offensichtlich \u201cislamische Kultur\u201d teils verdeckt, \u201cwestliche Kultur\u201d, wo Frauen bei Vergewaltigungen auch oft als (Mit)schuldige gelten, z.B. wenn der Rock zu kurz, alkoholisiert, oder die sp\u00e4te Uhrzeit als Mitschuld gelten. Auch das h\u00e4ufig benutzte Wort \u201cSchlampe\u201d deutet doch sehr darauf hin. Nein, Freiheiten f\u00fcr Frauen sind weltweit NICHT gewollt und m\u00fcssen t\u00e4glich wieder neu erk\u00e4mpft werden. Zur Zeit rutschen wir wieder in der Zeit schnell zur\u00fcck. 50er Jahre oder gleich Mittelalter. Je nach dem.<br \/>\n29.11.2018. Y.F.<br \/>\n.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Global\u00a0&gt;Frauen\u00a0&gt;NGO\u00a0&gt;Frauenrechte &gt;Unsicher &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Gewalt trifft alle, aber Frauen zuerst (8.9.2025) Henryk M. 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