{"id":67556,"date":"2018-06-06T15:53:02","date_gmt":"2018-06-06T13:53:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=67556"},"modified":"2026-04-24T12:55:14","modified_gmt":"2026-04-24T10:55:14","slug":"dreiland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/dreiland\/","title":{"rendered":"Dreiland"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Regio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/\">Regio<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Trirhena\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/\">TriRhena<\/a>\u00a0&gt;Dreiland<\/p>\n<div id=\"attachment_72259\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/dreiland\/elsass-baden-schweiz-pan\/\" rel=\"attachment wp-att-72259\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-72259\" class=\"size-full wp-image-72259\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/elsass-baden-schweiz-pan.jpg\" alt=\"Dreiland mit Els\u00e4sser, Badener und Nordschweizer (von links)\" width=\"640\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/elsass-baden-schweiz-pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/elsass-baden-schweiz-pan-180x89.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-72259\" class=\"wp-caption-text\">Dreiland mit Els\u00e4sser, Badener und Nordschweizer (von links)<\/p><\/div>\n<p>Anders, und doch so \u00e4hnlich: Die Symbolfiguren des Grafikers Hans-Peter Beck stehen f\u00fcr das Elsass, Baden und die Nordschweiz (von links). Im Jahr 2000 machte Weil am Rhein unter dem Motto \u201e3 L\u00e4nder auf einen Streich\u201c f\u00fcr sich und die Region im s\u00fcdbadischen Dreil\u00e4ndereck zur Schweiz und zu Frankreich Werbung. Die trinationale Verbindungsfigur war eine Idee des Weiler Verkehrsvereins.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/colmar-freiburg\/\">Trans Rhin Rail (TRR): Colmarbahn-Fest in Volgelsheim am 26.4.2026<\/a>\u00a0(23.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/hakenkreuz-statt-sachpolitik\/\">Hakenkreuz statt Sachpolitik<\/a>\u00a0(26.7.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/amitie-franco-allemande-60\/\">Amiti\u00e9 franco-allemande: 60 Jahre<\/a> (20.1.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/grenzen\/grenzenlos\/\">Pol-Gewerkschaftschef Heiko Teggatz : Schweiz registriert Migranten trotz Schengen nicht<\/a>\u00a0(4.1.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/\">Regio-Trirhena mit 250 Firmen in CH, D und F<\/a> (2.2.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/eu-elsass\/\">Handwerker Baden \u2013 Elsass: B\u00fcrokratische H\u00fcrden<\/a>\u00a0(3.11.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/vereine\/abcm\/\">Dialekt im Elsass \u201eTeil des kulturellen Erbes\u201c \u2013 ABCM<\/a>\u00a0(12.6.2021)<\/li>\n<li><a title=\"Eurodistrict\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/eurodistrict\/\">Eurodistrict ist jetzt \u201cEurop\u00e4ischer Verbund f\u00fcr Territoriale Zusammenarbeit\u201d (RVTZ)<\/a>\u00a0(22.4.2020)<\/li>\n<li>Dreiland: EU kann nur f\u00f6deral funktionieren (11.4.2019)<\/li>\n<li>Dreiland &#8211; Ballungsraum Basel am Rheinknie (10.5.2018)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"Basel\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/basel\/\">Basel \u2013 Schweiz \u2013 Baselland<\/a>\u00a0&gt;Basel<\/li>\n<li><a title=\"Elsass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/\">Elsass<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Eucor\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/eucor\/\">Eucor \u2013 f\u00fcnf Hochschulen am Oberrhein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/eu-elsass\/\">EU-Elsass<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Colmar-Freiburg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/colmar-freiburg\/\">Freiburg \u2013 Colmar \u2013 Bahn<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Hochrhein\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/hochrhein\/\">Hochrhein<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Markgraeflerland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/markgraeflerland\/\">Markgr\u00e4flerland\u00a0<\/a>&gt;Markgraeflerland<\/li>\n<li><a title=\"Loerrach\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/loerrach\/\">Loerrach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/trirhena.htm#Trinationale%20Metropolregion%20Oberrhein\">Metropolregion Oberrhein<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Oberrheinrat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/oberrheinrat\/\">Oberrheinrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/fluss\/rhein\/\">Rhein<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Schweiz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/schweiz\/\">Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a title=\"TRAS\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/akw\/tras\/\">TRAS \u2013 Trinationaler Atomschutzverband<\/a>\u00a0&gt;TRAS<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/trirhena.htm#TRUZ%20-%20Trinationales%20Umweltzentrum\">TRUZ \u2013 Trinationales Umweltzentrum<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dreiland: EU kann nur f\u00f6deral funktionieren<\/strong><br \/>\nAuf dem Weg, zu dem Leuchtturm schlechthin zu werden, ist der universit\u00e4re Zusammenschluss <a title=\"Amitie Franco-Allemande 2019\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/amitie-franco-allemande-2019\/\">&#8222;European Campus&#8220;<\/a>, an dem Hochschulen von Basel \u00fcber Freiburg und Stra\u00dfburg bis Karlsruhe arbeiten. Dieses Projekt ist nicht nur ein grenz\u00fcberschreitender Zusammenschluss mit gemeinsamen Studieng\u00e4ngen und Abschl\u00fcssen, sondern erm\u00f6glicht auch eine interdisziplin\u00e4re und trinationale Forschungskooperation, die international ihresgleichen suchen. Der &#8222;European Campus&#8220; k\u00f6nnte zum Kern einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung der Region im 21. Jahrhundert werden. Die kulturellen Unterschiede, die es selbst auf einem so kleinen und gemeinsam alemannisch gepr\u00e4gten Raum gibt, sind ebenso Chance und Herausforderung wie die Arbeit in unterschiedlichen staatlichen Strukturen (Zentralismus\/F\u00f6deralismus) oder Sprachen.<br \/>\nBaden, das Elsass und die nicht zur EU geh\u00f6rende Nordwestschweiz sind, so betrachtet, ein Modell f\u00fcr das Zusammenwachsen Europas in Vielfalt. Hier zeigt sich, dass Europa (die Schweiz ist Vorbild im Kleinen) nur f\u00f6deral funktionieren kann, dass es nur demokratisch, also von den B\u00fcrgern getragen, Erfolg haben kann, und dass unterschiedliche Kulturen gepflegt und nicht eingeebnet werden d\u00fcrfen.<br \/>\n&#8230; Alls vom 11.5.2019 von Thomas Hauser bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/zusammen-in-vielfalt--173011146.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/zusammen-in-vielfalt&#8211;173011146.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dreiland &#8211; Ballungsraum Basel am Rheinknie<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dreiland: Landkarte<\/strong><br \/>\nDreiland ist ein Kunstwort, eine Kurzform f\u00fcr das Basler Dreil\u00e4ndereck. Geografisch ist aber auch das eine unscharfe Beschreibung der Region am Rheinknie. Basel ist fraglos das Zentrum dieses trinationalen Ballungsraums. Dazu geh\u00f6ren auch die Kommunen in einem 20 Kilometer Radius um Basel, das untere Baselbiet, das in Birsfelden, Muttenz oder Allschwil nahtlos in die Stadt \u00fcbergeht, die Agglom\u00e9ration Saint-Louis im S\u00fcdelsass und weite Teile des Kreises L\u00f6rrach in einem Bogen von Weil am Rhein \u00fcber das Kander- und Wiesental bis nach Rheinfelden. Wo aber h\u00f6rt der Ballungsraum auf? Aus Basler Sicht geh\u00f6rt der Kanton Baselland dazu, auch das Fricktal im westlichen Aargau und Teile des Schweizer Jura bis in die Kantone Jura und Solothurn wie das Schwarzbubenland, im Elsass der Sundgau. Hierzulande reicht die Sph\u00e4re bis nach M\u00fcllheim und in die westlichen Teile des Kreises Waldshut. Die S-Bahn Basel etwa soll \u00c4ste bis Waldshut-Tiengen und M\u00fcllheim bekommen. Der trinationale Eurodistrict Basel definiert ein Gebiet von rund 250 Kommunen aus allen drei Staaten als Kern des Dreilandes.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Die Landschaft<\/strong><br \/>\nTrennendes wie verbindendes Landschaftselement ist der Rhein. Mitten in der Stadt Basel \u00e4ndert der Fluss seine Richtung von Ost-West nach Nord-S\u00fcd und bildet so das Rheinknie. Das sich von Osten ziehende Hochrheintal weitet sich in Richtung Norden zur Oberrheinischen Tiefebene aus. Die Landschaften beidseits des Rheins pr\u00e4sentiert sich vielgestaltig. Der nord\u00f6stliche Teil des vom Wiesental durchzogenen Landkreises L\u00f6rrach geh\u00f6rt zum Hochschwarzwald. H\u00f6chster Punkt ist der Belchen (1414 Metern). Der Feldberg, h\u00f6chster Gipfel im Schwarzwald, liegt bereits im Nachbarkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Im Westen schlie\u00dft sich das Markgr\u00e4fler H\u00fcgelland an. Kalkhaltiges Gestein bescheren dem Dinkelberg im S\u00fcden Karsterscheinungen wie die Hasler Tropfsteinh\u00f6len und den Eichener See. Landschaftliche Kontraste pr\u00e4gen auch das s\u00fcdliche Elsass zwischen Rheinebene und Vogesen. Unterschiedliche Klimaeinfl\u00fcsse haben artenreiche Naturlandschaften entstehen lassen, darunter die Petite Camargue Alsacienne bei Saint-Louis, das \u00e4lteste Naturschutzgebiet der Region.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Die Menschen<\/strong><br \/>\nAllein im Eurodistrict leben etwa 950 000 Menschen. Davon entfallen rund 230 000 auf den Kreis L\u00f6rrach, 45 000 auf die westlichen Teile des Kreises Waldshut, knapp 200 000 auf den Kanton Baselstadt, etwa 290 000 auf Baselland, 75 000 auf das Fricktal, weitere 35 000 auf das Schwarzbubenland im Jura, gut 80 000 auf die Agglom\u00e9ration Saint-Louis. W\u00e4hrend das Mann-Frau-Verh\u00e4ltnis allerorten relativ ausgewogen ist, bahnt sich in der Altersstruktur ein Ungleichgewicht zwischen Alt und Jung an: Rund ein F\u00fcnftel der Einwohner sind bereits \u00e4lter als 65 Jahre, zum Teil mehr \u2013 vor allem in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen. Im Kreis L\u00f6rrach waren Ende 2016 genau 20 Prozent \u00e4lter als 65, im Kanton Baselland waren es Ende 2017 schon 22 Prozent.<br \/>\nDas Dreiland ist auch ein Zuzugsgebiet. Durchweg gestiegen ist dar\u00fcber auch der Anteil Zugewanderter aus dem Ausland. In Basel leben bereits mehr als 70 000 Menschen mit ausl\u00e4ndischen Wurzeln, also gut ein Drittel der Bev\u00f6lkerung. Im Kreis L\u00f6rrach notierte das Statistische Landesamt Mitte 2017 knapp 32 500 Ausl\u00e4nder oder gut 14 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Auff\u00e4llig ist auch die hohe Fluktuation: In einer Stadt wie L\u00f6rrach kommt und geht pro Jahrzehnt etwa die H\u00e4lfte Bev\u00f6lkerung. Basel-Stadt bilanzierte f\u00fcr Januar 2018 noch exakt 64 534 Kantonsb\u00fcrger. Das hei\u00dft, die &#8222;Bebbi&#8220;, wie Basler im Jargon hei\u00dfen, sind l\u00e4ngst die Minderheit im Kanton \u2013 was auch die Neubestimmung des Begriffs Heimat jenseits ethnischer Kategorien wie Volk erfordert.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Die Sprache<\/strong><br \/>\nDas Dreiland ist vielsprachig. Deutsch, Franz\u00f6sisch und nimmt man das Schweizerdeutsch in seinen Facetten als eigenst\u00e4ndige Sprache, was es sprachwissenschaftlich ist, gibt es allemal drei Amtssprachen. Dazu kommt das Englische, das in multinationalen Konzernen wie Syngenta und Novartis verbreitet ist, sowie die diversen Muttersprachen der vielen Zuwanderer. Letztere sind zwar ohne schlechtes Gewissen als &#8222;nice to have&#8220; zu ignorieren. Gleichwohl wird die Verst\u00e4ndigungsbasis mitunter d\u00fcnn \u2013 zumal seit das Alemannische, das Deutsche, im Elsass erodiert, gibt es zwischen Deutschen und Franzosen zunehmend Sprachbarrieren. Bis dahin, dass Sch\u00fcler bei Austauschprogrammen ins Englisch wechseln, da sie die Sprache des Nachbarn nicht verstehen. Eigentlich ist das Dreiland von 2018 eine bilinguale Region. Dieses Potenzial sch\u00f6pft die Region aber bei weitem noch nicht aus.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: F\u00f6rdert\u00f6pfe<\/strong><br \/>\nDer Ballungsraum ist wegen der unterschiedlichen nationalen Strukturen \u2013 von den Rechts- bis zu den Gesundheits- und Bildungssystemen \u2013 komplex. Das erzeugt auch Reibungsverluste. Da setzen F\u00f6rderprogramme an wie die Strukturf\u00f6rderung der Europ\u00e4ischen Union. Bekannt sind vor allem deren Interreg-Programme. Derzeit l\u00e4uft bis 2020 deren f\u00fcnfter Zyklus. Dieser hat dem Kreis L\u00f6rrach Zugang zu zwei F\u00f6rdert\u00f6pfen er\u00f6ffnet, und zwar dem f\u00fcr den Oberrhein sowie dem f\u00fcr Hochrhein-Bodensee-Alpenrhein, der unter anderem die Planungen zur Elektrifizierung der Hochrheinstrecke bezuschusst. Die Schweizer Seite hat mit den Agglomerationsprogrammen seit 2011 ein zus\u00e4tzliches auch grenz\u00fcberschreitend nutzbares F\u00f6rderinstrument eingef\u00fchrt. Die Basler Variante, deren Gesch\u00e4ftsstelle in Liestal sitzt, modelliert die Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen und der Siedlungen mit einem grenz\u00fcberschreitenden Ansatz und l\u00f6st daf\u00fcr auf Schweizer Seite F\u00f6rdergelder los. Beispiele sind die Verl\u00e4ngerungen der Basler Stra\u00dfenbahnlinien acht und drei nach Weil am Rhein und Saint-Louis.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Institutionen<\/strong><br \/>\nZentrales Gef\u00e4\u00df der grenz\u00fcberschreitenden Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene ist der trinationale Eurodistrict Basel (TEB). Er entstand 2007 durch Fusion des Vereins zur nachhaltigen Entwicklung der trinationalen Agglomeration und der Nachbarschaftskonferenz. Seine Gesch\u00e4ftsstelle befindet sich im &#8222;Maison TriRhena Palmrain&#8220;, der ehemaligen Zollanlage zwischen Weil und Village-Neuf. Eines seiner Projekte und ein Hebel zur weiteren Integration der Region ist die Internationale Bauausstellung (IBA) Basel 2020. Ebenfalls im Maison Trirhena sitzt die Informations- und Beratungsstelle Infobest Palmrain. Sie ist mit dem TEB das Kompetenzzentrum f\u00fcr trinationale Angelegenheiten, das \u00e4ltere Plattformen wie die Regio TriRhena abgel\u00f6st hat.<br \/>\nAuf Schweizer Seite engagiert sich die Regio Basiliensis grenz\u00fcberschreitend. Der schon 1963 gegr\u00fcndete Verein koordiniert mit der angedockten Interkantonale Koordinationsstelle (IKRB) inzwischen die kleine Au\u00dfenpolitik der f\u00fcnf Nordwestschweizer Kantone (Basel-Stadt und -land, Aargau, Solothurn und Jura) und vertritt diese in trinationalen Gremien. Grenz\u00fcberschreitend operieren aber auch der Verein Agglo Basel als Tr\u00e4ger des Agglomerationsprogrammes Basel, in dem auch der Kreis L\u00f6rrach und der Regionalverband Hochrhein-Bodensee Mitglieder sind, und die Metropolitankonferenz Basel. Diese b\u00fcndelt Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und agiert vor allem als Interessensvertretung gegen\u00fcber der Schweizer Bundespolitik.<br \/>\nZudem gibt\u2019s einige r\u00e4umlich \u00fcber das Dreiland hinausgehende Plattformen wie die Oberrheinkonferenz als staatliches Gremium, den Oberrheinrat als Forum der Gew\u00e4hlten und die Hochrheinkonferenz, die die Zusammenarbeit am Hochrhein koordiniert.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Interreg-Programm<\/strong><br \/>\nDie EU f\u00f6rdert aus ihrem Fonds f\u00fcr regionale Zusammenarbeit die grenz\u00fcberschreitende Zusammenarbeit mit Millionen aus dem Interreg-Programm, das derzeit seine f\u00fcnfte Phase (2014 bis 2020) erlebt. Insgesamt stehen f\u00fcr den Oberrhein in dieser Zeit seitens der EU 110 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Wirtschaftsstruktur<\/strong><br \/>\nLeitbranche der Region ist fraglos die Life-Science-Industrie, ein Obergriff f\u00fcr die Pharma- und Ern\u00e4hrungsbranche, die Agro- und Spezialchemie, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts im Schlepptau der Textilindustrie entwickelt hat. Allein die zwei gro\u00dfen Pharmakonzerne Roche und Novartis besch\u00e4ftigen in der Region zusammen fast 25 000 Menschen. Zu dem Cluster, das die Region zu einer globalen Topadresse der Pharmabranche macht, geh\u00f6ren aber auch viele kleinere Firmen und Ausgr\u00fcndungen wie der Antibiotika-Spezialist Basilea. Dazu kommen Dienstleister und Zulieferer, die Anlagen f\u00fcr die Branche produzieren, oder wie die Faller-Gruppe, die im Landkreis L\u00f6rrach pharmazeutische Verpackungen herstellt.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus gibt es zwei weitere zentrale Branchen: den Maschinen- und Apparatebau samt der Messtechnik sowie die Logistik. Ersterer entwickelte sich ebenfalls aus der Textilindustrie. Er hat sich zwar l\u00e4ngst differenziert, ist aber nach wie sehr mittelst\u00e4ndisch aufgestellt. Aus den Komponenten, die Automobilzulieferer in den Kreisen L\u00f6rrach und Waldshut produzieren, k\u00f6nnte inzwischen fast ein Auto gebaut werden. Eine zentrale Rolle spielt auch die Logistik. Schon historisch war die Region eine Drehscheibe des europ\u00e4ischen G\u00fcterverkehrs. Weil am Rhein etwa wurde mit der Bahn gro\u00df und ist bis heute ein Knotenpunkt des G\u00fcterverkehrs. Dazu kommen die Rheinh\u00e4fen, die Wasser, Stra\u00dfe und Schiene verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Arbeitsmarkt<\/strong><br \/>\nDer regionale Arbeitsmarkt boomt. S\u00fcdlich wie n\u00f6rdlich des Rheins liegen die Arbeitslosenquoten um drei Prozent, also im Bereich der Vollbesch\u00e4ftigung. Besonders niedrig sind sie im Kanton Baselland. F\u00fcr die Kreise L\u00f6rrach und Waldshut weist die Agentur f\u00fcr Arbeit in L\u00f6rrach rund 135 000 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigte aus, die regionale Wirtschaftsf\u00f6rderung kommt inklusive der Selbstst\u00e4ndigen auf rund 184 000 Erwerbst\u00e4tige, davon 106 000 im Kreis L\u00f6rrach. Baselland wies f\u00fcr 2015 \u00fcbrigens knapp 148 000 Besch\u00e4ftigte aus, Basel-Stadt fast 191000, im S\u00fcdelsass sind es etwa 40 000. Gepr\u00e4gt ist der Arbeitsmarkt nicht zuletzt durch einen Sondereffekt: Er profitiert oder leidet \u2013 je nach Perspektive \u2013 seit Jahren von der hohen Nachfrage aus der Schweiz. Das zeigen die Grenzg\u00e4ngerzahlen. 2016 lebten allein in den Kreisen L\u00f6rrach und Waldshut fast 37 000 Grenzg\u00e4nger, 22 000 davon im Kreis L\u00f6rrach. Allein in der Nordwestschweiz arbeiten mehr als 70 000 Grenzg\u00e4nger aus S\u00fcdbaden und dem Elsass; weitere pendeln in die Kantone Z\u00fcrich und Schaffhausen. Die h\u00f6chste Dichte an Grenzg\u00e4ngern bezogen auf die Erwerbst\u00e4tigen verzeichnen im Kreis L\u00f6rrach \u00fcbrigens Inzlingen (37,4 Prozent) und Grenzach-Wyhlen (36 Prozent), in absoluten Zahlen die meisten leben in L\u00f6rrach (rund 5500) und Rheinfelden (rund 3600).<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Verbindungen<\/strong><br \/>\nIm Herzen Europas ist das Dreiland ein Knotenpunkt der Verkehrsverbindungen \u2013 zu Wasser, auf Stra\u00dfe und Schiene sowie in der Luft. So verlaufen durch Basel zwei hochrangige Europastra\u00dfen in Nord-S\u00fcd-Richtung mit A 35 (Frankreich), A 5 (Deutschland) sowie der A2 und A 3 (Schweiz). Weltweit einmalig d\u00fcrfte der Euroairport sein als Flughafen, der von zwei Staaten getragen: Er liegt zwar im Elsass, verf\u00fcgt aber \u00fcber einen schweizerischen und einen franz\u00f6sischen Sektor. Die Rheinh\u00e4fen sind f\u00fcr die Schweiz ein Tor zur Welt: Ein erheblicher Teil des G\u00fcter des Au\u00dfenhandels, vor allem beim Mineral\u00f6l, wird hier umgeschlagen. Wegen seiner Grenzlage besitzt Basel gleich drei internationale Bahnh\u00f6fe: Der Bahnhof SBB teilt sich mit dem franz\u00f6sischen Bahnhof SNCF ein Geb\u00e4ude. Der von der Deutschen Bahn auf Schweizer Boden betriebene Badische Bahnhof ist der zentrale Umsteigebahnhof f\u00fcr den \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten Deutschlands. Hier treffen sich die zur Elektrifizierung anstehende Hochrheinstrecke nach Singen, die Oberrheinbahn nach Norden und die als Regio-S-Bahn betriebene Wiesentalbahn nach Zell. Auch das Basler Stra\u00dfenbahnnetz streckt wie in fr\u00fcheren Jahrzehnten seine F\u00fchler wieder \u00fcber die Grenzen aus mit direkten Tramverbindungen nach Weil am Rhein und Saint Louis. Apropos \u00d6PNV: Einen trinationalen Tarifverbund gibt es (noch) nicht, aber immerhin trinational g\u00fcltige Fahrscheine.<\/p>\n<p><strong>Dreiland: Kulturregion<\/strong><br \/>\nBasel definiert sich als Kulturstadt und verf\u00fcgt \u00fcber eine Reihe hochkar\u00e4tiger Kulturinstitutionen, die auch international in Topligen spielen. Das gilt nicht zuletzt f\u00fcr die Museen und das Kunstmuseum im Besonderen. Dabei profitiert die Stadt von einer ausgepr\u00e4gten m\u00e4zenatischen Kultur, die auch hohe zweistellige Millionenbetr\u00e4ge in die kulturelle Infrastruktur oder den laufenden Betrieb investiert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich aber auch jenseits des urbanen Zentrums eine lebendige Kulturlandschaft mit Leuchtt\u00fcrmen wie dem Burghof in L\u00f6rrach oder dem Th\u00e9\u00e2tre La Coupole in Saint-Louis etabliert. Und nat\u00fcrlich beschr\u00e4nkt sich Kulturangebot keineswegs auf Spitzenkultur, sondern hat viele weitere Facetten \u2013 von Amateurtheater und Sozio- bis zur Vereinskultur \u2013 und gleitet nahtlos \u00fcber den Freitzeitbereich mit Aush\u00e4ngeschildern wie dem Zoo Basel oder der Weinkultur.<\/p>\n<p>Mehr zur BZ-Serie &#8222;Dreimatland&#8220; und vom 10.5.2018 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/loerrach\/ein-guide-durch-das-dreiland-zum-bz-serienstart--152033217.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/loerrach\/ein-guide-durch-das-dreiland-zum-bz-serienstart&#8211;152033217.html<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>BZ-Serie &#8222;Dreimatland!&#8220; zum Dreiland<\/strong><br \/>\nDrei Staaten, f\u00fcnf Kantone, zwei Landkreise, ein Departement, 250 Gemeinden: Der Ballungsraum Basel erstreckt sich \u00fcber L\u00e4nder-Kantons-, Kreis- und Gemeindegrenzen. In der Schweiz arbeiten, in Deutschland einkaufen, im Elsass wohnen: So lautet die klischeehafte Beschreibung der trinationalen Region. Wie tickt diese tats\u00e4chlich? Da setzt die BZ-Serie &#8222;Dreimatland!&#8220; an. Sie beleuchtet das Dreiland aus verschiedenen Blickwinkeln.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/dreimatland\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/dreimatland<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Regio\u00a0&gt;TriRhena\u00a0&gt;Dreiland Anders, und doch so \u00e4hnlich: Die Symbolfiguren des Grafikers Hans-Peter Beck stehen f\u00fcr das Elsass, Baden und die Nordschweiz (von links). Im Jahr 2000 machte Weil am Rhein unter dem Motto \u201e3 L\u00e4nder auf einen Streich\u201c f\u00fcr sich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/trirhena\/dreiland\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":825,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-67556","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/67556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67556"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/67556\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148194,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/67556\/revisions\/148194"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}