{"id":66129,"date":"2018-01-10T20:13:25","date_gmt":"2018-01-10T19:13:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=66129"},"modified":"2025-12-17T19:55:41","modified_gmt":"2025-12-17T18:55:41","slug":"orientchristen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/orientchristen\/","title":{"rendered":"Orientchristen"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Katholisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/\">Katholisch<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Christen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/\">Christen<\/a>\u00a0&gt;Orientchristen<\/p>\n<div id=\"attachment_71612\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa-nationen\/buchenbach-kreuzberg201903pan\/\" rel=\"attachment wp-att-71612\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-71612\" class=\"size-full wp-image-71612\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/buchenbach-kreuzberg201903pan.jpg\" alt=\"Buchenbach bei Freiburg im Schwarzwald im M\u00e4rz 2019 - Kreuzberg\" width=\"638\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/buchenbach-kreuzberg201903pan.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/buchenbach-kreuzberg201903pan-180x83.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-71612\" class=\"wp-caption-text\">Buchenbach bei Freiburg im Schwarzwald im M\u00e4rz 2019 &#8211; Kreuzberg<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christenfeindlichkeit\/\">Christenverfolgung heute: Pater Karl Wallner im Gespr\u00e4ch mit ADF International<\/a>\u00a0(12.12.2025)<\/li>\n<li><a title=\"Istanbul 1453 \u2013 Hannover 2020\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/istanbul-1453-hannover-2020\/\">Istanbul 1453 \u2013 Hannover 2020<\/a>\u00a0(25.4.2020)<\/li>\n<li>Nah\u00f6stliche Weihnachten in Berlin bei\u00a0der\u00a0Rum-Orthodoxen Kirche (20.12.2019)<\/li>\n<li>2019 war ein blutiges Jahr f\u00fcr Christen (20.12.2019)<\/li>\n<li><a title=\"Iran\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/\">Iran: Todesurteil wegen \u00dcbertritt zum Christentum<\/a> (2.12.2019)<\/li>\n<li>Reise nach Syrien &#8211; Erzbischof Stephan Burger (19.10.2019)<\/li>\n<li>In der Ortenau: Christen (Hartune Dogan) und Muslime (Ditib-Moschee) (23.5.2019)<\/li>\n<li>Die erstaunliche Entdeckung der Christenverfolgung (9.5.2019)<\/li>\n<li>Hatune Dogan spricht auf Berliner Frauenmarsch am 9.6.2018 (18.5.2018)<\/li>\n<li>La fin des chr\u00e9tiens dans l&#8217;orient &#8211; Das Ende der Christen im Orient (9.1.2018)<\/li>\n<li><a title=\"Christenverfolgung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christenverfolgung\/\">Fl\u00fcchtlinge: Christen mehr gef\u00e4hrdet als Muslime<\/a> (13.10.2017)<\/li>\n<li><a title=\"Willkommenskultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/willkommenskultur\/\">Willkommenskultur f\u00fcr Muslime, nicht f\u00fcr Christen<\/a> (11.4.2017)<\/li>\n<li>Orientchristen werden als 5. Kolonne des Westens betrachtet (24.6.2016)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Deutsche Bisch\u00f6fe interessieren die syrischen Katholiken nicht (2.12.2018)<\/li>\n<li><a title=\"Christenverfolgung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christenverfolgung\/\">Christenverfolgung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Europa-Leitkultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/europa-leitkultur\/\">Europa-Leitkultur<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Evangelisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/evangelisch\/\">Evangelisch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Fluechtlinge-Christen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/fluechtlinge-christen\/\">Fluechtlinge-Christen<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Istanbul1453\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/istanbul1453\/\">Istanbul1453<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Katholisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/katholisch\/\">Katholisch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Konfessionslosigkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/konfessionslosigkeit\/\">Konfessionsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Familiennachzug\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/familiennachzug\/\">Jesiden<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Juden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/juden\/\">Juden<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Islam\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/\">Muslime &#8211; Islam<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Religionskrieg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/religionskrieg\/\">Religionskrieg<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Sri-Lanka2019Ostern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/sri-lanka2019ostern\/\">Sri-Lanka2019ostern<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nah\u00f6stliche Weihnachten in Berlin bei der\u00a0Rum-Orthodoxen Kirche<\/strong><br \/>\n<em>Besuch bei christlichen Exil-Syrern: In einer orthodoxen Gemeinde in Berlin finden wir ein halbes Dorf wieder und wahre Musterbeispiele von Integration<\/em><br \/>\n<em>Christian Rudolf<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nAn den schweren Eingangst\u00fcren zur Kirche h\u00e4ngen au\u00dfen Tannenkr\u00e4nze und Plastikgl\u00f6ckchen, mit Rei\u00dfzwecken angepinnt. Den Altarraum der neoromanischen, ehemals evangelischen Kirche trennt eine massive halbhohe Wand aus Holz, die mit Ikonen geschm\u00fcckt ist \u2013 die Ikonostase. Unter den obligatorischen Ikonen Jesu Christi und Johannes\u2019 des T\u00e4ufers steht auf einem Tischchen ein Adventskranz. Drei Kerzen brennen. Es ist dritter Adventssonntag. Auch die griechisch-orthodoxe Kirchengemeinde St. Georgios in Berlin geht auf das Weihnachtsfest zu, als Rum-Orthodoxe verwenden sie wie die Westkirche den gregorianischen Kalender, mit Ausnahme von Ostern. Der Liturgie nach wird heute das Ged\u00e4chtnis der Vorv\u00e4ter der Herrn gefeiert. Gottesdienstsprache ist Arabisch und Deutsch, und das \u201eKyrie eleison\u201c ein griechisches \u00dcberbleibsel.<br \/>\nUnter der ge\u00f6ffneten Pforte zum Altarraum steht Bischof Hanna Haikal und predigt \u00fcber das Sonntagsevangelium nach Lukas, Kapitel 14. Ein Mann l\u00e4dt zum Festmahl ein \u2013 und alle haben nichtige Ausreden, die Einladung auszuschlagen, obwohl das Essen dampft und sie den Gastgeber schwer br\u00fcskieren. \u201eEs ist wichtig, da\u00df dieses Gleichnis gerade jetzt vor Weihnachten kommt\u201c, erkl\u00e4rt der Bischof und wechselt m\u00fchelos zwischen Arabisch und Deutsch, drei S\u00e4tze arabisch und gleich anschlie\u00dfend die \u00dcbersetzung. \u201eZur Kirche zu gehen, das ist oberste Priorit\u00e4t! Denn der, der einl\u00e4dt, ist der Herr Jesus Christus selbst.\u201c Mit einem goldfarbenen Me\u00dfgewand angetan, in der rechten Hand ein Kreuz, unterstreicht der 52j\u00e4hrige ruhig, aber bestimmt die Predigt. \u201e20 Jahre bin ich jetzt in dieser Gemeinde. Es gibt Gl\u00e4ubige, die ich am Weihnachtstag noch niemals hier gesehen habe. \u2018Ja, denn wir haben jedesmal bis sp\u00e4t gegessen und gefeiert. Die ganze Familie war zusammen\u2019, sagen sie. Oder wenn du fragst: Hast du gefastet? Manche beachten das Fastengebot nicht. \u2018Gut, ja, wir machen es n\u00e4chstes Jahr.\u2019\u201c Die lange Bank ist des Teufels liebstes M\u00f6belst\u00fcck, hei\u00dft es. Auch die orthodox Getauften kennen sie. Bischof Haikal, der aus dem Libanon stammt und in Thessaloniki Theologie studierte, zitiert eine Umfrage aus den Medien: \u201eZur Kirche zu gehen, das hatten die Leute als Priorit\u00e4t auf dem letzten Platz! Aber wie k\u00f6nnen wir von Jesus erwarten, da\u00df er unsere Gebete erh\u00f6rt, wenn uns alles andere wichtiger ist als er?\u201c<\/p>\n<p>Eine Predigt, in der es nicht um Politik oder Klima geht, sondern voll und ganz um die Beziehung des Menschen zu Gott: in deutschen Gemeinden unserer Tage keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit mehr. Die Kirche in Berlin-Mitte ist gut gef\u00fcllt, auffallend viele junge Leute und Kinder sind gekommen. Sie bekreuzigen sich h\u00e4ufig und verbeugen sich ehrf\u00fcrchtig vor den Ikonen, die nach ostkirchlicher Anschauung wirkliche Fenster zum Himmel sind. Besonders k\u00fcssen sie zur Begr\u00fc\u00dfung die Muttergottes. Die zehnk\u00f6pfige Choralschola begleitet die g\u00f6ttliche Liturgie des heiligen Johannes Chrysostomos mit arabischen Melodien und kr\u00e4ftigen \u201eAmin! Amin!\u201c-Ausrufen. Mitsingende Sch\u00fclerinnen beten dann das Vaterunser \u2013 in akzentfreiem Deutsch.<\/p>\n<p>\u201eSo etwa 200 Familien geh\u00f6ren fest zur Gemeinde, um die 500 Gl\u00e4ubige kommen\u201c, erl\u00e4utert Bischof Haikal im Gespr\u00e4ch mit der JUNGEN FREIHEIT. \u201eDie meisten stammen aus Syrien und der T\u00fcrkei, dem Libanon und auch dem Irak. Doch auch Deutsche kommen.\u201c Der Unterhalt und s\u00e4mtliches Inventar werden einzig aus Spenden der Gemeinde bezahlt, die durch den Fl\u00fcchtlingsstrom zuletzt stark angewachsen ist. Kirchensteuern gibt es nicht, denn die Rum-Orthodoxen haben nicht den Status als K\u00f6rperschaft des \u00f6ffentlichen Rechts wie die r\u00f6misch-katholische Kirche oder die EKD.<\/p>\n<p><strong>Viele nehmen einen weiten Weg zur Kirche auf sich<\/strong><br \/>\nDie Politik h\u00e4lt er aus den Predigten heraus. \u201eWissen Sie, das soll man nicht vermischen. Der Priester ist f\u00fcr die Seelen da, f\u00fcr den Glauben. Wenn er sich zum Politiker macht, besteht auch die Gefahr, einige Gl\u00e4ubige vor den Kopf zu sto\u00dfen, die anderer Ansichten sind. Das ist nicht gut.\u201c Nein, der Priester m\u00fcsse \u00fcber den weltlichen Dingen stehen und im besten Sinne neutral sein. Der Bischof lobt die Gemeinschaft unter den Gemeindemitgliedern, die sich gerade jetzt vor Weihnachten verst\u00e4rkt umeinander k\u00fcmmern. F\u00fcr Kranke wird gesammelt. \u201eWir machen viel f\u00fcr die Jugend, haben Bibelgruppen und bieten Deutschunterricht. Die Gl\u00e4ubigen k\u00f6nnen immer kommen und finden hier Halt und St\u00e4rkung und Gemeinschaft.\u201c<br \/>\nAm Eingang zum Kirchenschiff sind links und rechts des Mittelgangs provisorisch Gemeinder\u00e4ume eingerichtet, aus Holzlatten errichtet und mit Vorh\u00e4ngen abgetrennt. Nach der Liturgie sitzen und stehen die Besucher bei Gespr\u00e4ch und Austausch zusammen, Kleinkinder wuseln unter den Tischen. \u201eM\u00f6chten Sie Kaffee, Tee? Nehmen Sie, bitte!\u201c Junge M\u00e4nner um die drei\u00dfig stehen als Gruppe zusammen, sie erz\u00e4hlen und sehen entspannt aus.<\/p>\n<p>Einer von ihnen ist Rabby aus Zentralsyrien. An einer Halskette tr\u00e4gt er ein gr\u00f6\u00dferes goldfarbenes Kreuz gut sichtbar \u00fcber dem Pullover. Zur Kirche geht er zur Zeit weniger regelm\u00e4\u00dfig, er trifft hier aber Freunde. Vor knapp f\u00fcnf Jahren ist er \u00fcber die Balkanroute eingewandert, mitten im Winter. \u201eUnterwegs war es furchtbar kalt.\u201c Rabby lacht einen aus rehbraunen Augen sehr offen an. Im roten Daunenanorak mit Fellkapuze friert er im Berliner Winter garantiert nicht. Dabei hatte er damals eigentlich nach Schweden weitergewollt, zu seinem Bruder. Doch die deutsche Polizei griff ihn auf und lie\u00df ihn nicht weiterziehen. So kam alles anders, und er blieb in Berlin. Heute studiert der 31j\u00e4hrige Bauingenieurwesen und mu\u00df auch jetzt am Sonntag noch etwas f\u00fcr die Uni lernen.<\/p>\n<p>Wie viele seiner Freunde und Bekannten aus der Gruppe stammt auch der Zahnarzt Bahjat aus Kafr Buhum, einer von Christen besiedelten Kleinstadt in Zentralsyrien. Jedermann nennt sie nur mit Kurzform \u201eKfarbou\u201c. Der Ort blieb vom Krieg weitgehend verschont, genau wie die acht Kilometer n\u00f6rdlich gelegene Provinzhauptstadt Hama, etwa auf halbem Weg zwischen Damaskus und Aleppo gelegen. Vor drei Jahren gelangte Bahjat mit damals 25 Jahren nach Deutschland, das Visum einer christlichen Hilfsorganisation machte es m\u00f6glich. Hinter runden Brillengl\u00e4sern im schwarzen Gestell schauen freundliche, wache Augen hervor \u2013 Bahjat ist ein Mensch, dem man beim ersten Kennenlernen schon vertraut.<br \/>\n\u201eUnterscheiden sich deutsche Z\u00e4hne von syrischen Z\u00e4hnen?\u201c will ich wissen. Nach anfangs herzhaftem Lachen antwortet Bahjat schon ernster: \u201eIn Deutschland kommen die Patienten meist nur zur Kontrolle, in meiner Heimat dagegen gehen sie zum Zahnart nur, wenn es gar nicht anders mehr auszuhalten ist.\u201c Der Krieg hat auch das funktionierende Gesundheitssystem zerr\u00fcttet, die Krankenversicherung ist kaputt. Den Arzt mu\u00df man in bar bezahlen, und der ist teuer.<br \/>\nIn exzellentem Deutsch berichtet der junge Arzt von seinem neuen Leben: Unter der Woche arbeitet Bahjat in seinem Beruf in einer Praxis in Kaltenkirchen bei Hamburg, am Wochenende f\u00e4hrt er meist nach Berlin, um Freunde zu treffen, aber vor allem, um zur Kirche zu kommen. \u201eDenn in Quickborn gibt es nur eine ganz kleine rum-orthodoxe Gemeinde.\u201c Was denkt er \u00fcber die Predigt vorhin? \u201eHmm, also wir sind alle ledig\u201c, und er deutet mit dem Arm auf seine Freunde, \u201edoch bei unserer Jugendgruppe, die sich einmal im Monat trifft zum Bibellesen und so, lassen sich die jungen Frauen kaum blicken. Es scheint, sie stellen Gott auch nur an die letzte Stelle.\u201c Man merkt ihm an, da\u00df er das bedauert.<\/p>\n<p>Nachher, beim gemeinsamen Essen in einem arabischen Restaurant, fehlt Fleisch auf Bahjats Teller. Er beachtet die vierzigt\u00e4gige vorweihnachtliche Fastenzeit, die bei den Orthodoxen am 15. November beginnt. Auch an Sonntagen nimmt er keine Fleischspeisen und kein Fett zu sich. \u201eWeil Jesus auch 40 Tage in der W\u00fcste ununterbrochen gefastet hat.\u201c Aber nein, das sei keine Schwierigkeit, winkt Bahjat ab, im Gegenteil: \u201eEs macht Freude, und es ist n\u00f6tig als geistliche Vorbereitung auf das Fest der Geburt Christi.\u201c Und jetzt verwendet er in deutscher Rede das arabische Wort \u201eDschihad\u201c, das nahezu zu einem Synonym f\u00fcr islamischen Terror geworden ist. Aber im Mund des syrischen Christen Bahjat hat es einen vollst\u00e4ndig anderen Klang: \u201eDschihad ist ein inneres, geistliches Ringen um das Gute, das ist Fasten und \u00dcberwinden der Bequemlichkeit \u2013 wenn man zum Beispiel betet, obwohl man eigentlich m\u00fcde ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eAlle Christen bei uns teilen Freuden und Sorgen\u201c<\/strong><br \/>\n\u201eGurke ist gut f\u00fcrs Herz\u201c, wirft jemand Johnny zu beim Blick auf den Teller. Und als Anspielung auf dessen Kardiologiestudium. Der 28 Jahre alte gem\u00fctliche Dicke hat Arbeit als Assistenzarzt auf der Station f\u00fcr Inneres in einem Krankenhaus in Forst\/Lausitz gefunden. \u201eFrauen sind gut f\u00fcrs Herz!\u201c gibt er zur\u00fcck. \u201eAber sie sind schlecht f\u00fcr die Kreditkarte\u201c, pariert Alex von gegen\u00fcber und hat die Lacher auf seiner Seite. Student Alex stammt aus Maaloula (JF 44\/18), einem christlichen Bergdorf im Qalamun-Gebirge etwa 50 Kilometer n\u00f6rdlich von Damaskus. Seine Muttersprache ist Aram\u00e4isch, die Sprache Jesu. Ein Teil der Christen seines Ortes geh\u00f6rt der griechisch-orthodoxen Kirche von Antiochien an \u2013 die Berliner Gemeinde ist f\u00fcr ihn also ein St\u00fcck religi\u00f6se Heimat. \u201eWir sind schon immer Christen gewesen und wollen es bleiben, auch hier in Deutschland.\u201c Aus tiefdunklen Augen schaut er einen ernst an.<\/p>\n<p>In unseren Breiten wenden sich j\u00e4hrlich Hunderttausende von der Kirche ab. Gibt es das Ph\u00e4nomen auch in Syrien? \u201eJa, schon, ein bi\u00dfchen\u201c, antwortet Bahjat. \u201eIch habe auch Bekannte in Kfarbou, die gehen gar nicht mehr zur Kirche. Warum, ist schwer zu sagen, sie wollen nicht reden. Aber das sind wenige.\u201c<br \/>\nZur Berliner St.-Georgios-Gemeinde scheint eine halbe Poliklinik zu geh\u00f6ren, denn auch Wardeh Nader ist studierte \u00c4rztin, spezialisiert auf H\u00e4matologie und Immunologie. In der Provinzstadt Hama betrieb sie vor dem Krieg ein Labor zusammen mit ihrem Mann, arbeitete auch im Krankenhaus. Die Mutter dreier Kinder l\u00e4dt die JUNGE FREIHEIT zu sich nach Hause ein. Auf einer Kommode stehen zwei Ikonen, am Fenstergriff h\u00e4ngt ein Rosenkranz. Bei arabischem Mokka, Zitronenkuchen und Datteln zeigt die heute 57j\u00e4hrige Familienfotos von fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Seit fast f\u00fcnf Jahren lebt die Familie in Deutschland. Aber die Gedanken weilen viel in der Heimat. An Heiligabend gibt es traditionell kr\u00e4ftige und fette Speisen und Rakia zum Trinken. \u201eAlle Christen bei uns teilen Freuden und Sorgen! Wir haben ein gutes Verh\u00e4ltnis bei uns im Dorf, Orthodoxe, Katholiken, Evangelische, ganz egal!\u201c Ebenso mit der moslemischen Bev\u00f6lkerung: \u201eAls mein Bruder starb, kamen meine Freundinnen aus Hama und haben mitgetrauert, nat\u00fcrlich, selbstverst\u00e4ndlich!\u201c Sie vermi\u00dft ihren Beruf sehr. \u201eIch habe alles verloren, meine Arbeit, mein Labor! Vor dem Krieg hatten wir ein gl\u00fcckliches Leben.\u201c In solchen Momenten wirkt sie \u00fcberaus traurig. Hama ist eine sch\u00f6ne Stadt, ihr Wahrzeichen sind die riesigen antiken Wasserr\u00e4der. Schon Jahrhunderte vor Christus sch\u00f6pften sie Flu\u00dfwasser in h\u00f6hergelegene Aqu\u00e4dukte. F\u00fcr die Aufnahme in Deutschland empfindet Frau Nader indessen gro\u00dfe Dankbarkeit. \u201eDanke, da\u00df Deutschland die Grenzen ge\u00f6ffnet hat\u201c pflichten auch die S\u00f6hne Farah und Dschamil bei.<\/p>\n<p>Auf dem Handy zeigt Farah Videos von der Einweihung des k\u00fcnstlichen Weihnachtsbaums in Kfarbou. Unter dem Jubel der Bev\u00f6lkerung wird dort die Beleuchtung eingeschaltet, dann geht ein richtiges Feuerwerk los. \u201eVor dem Krieg haben wir nicht dar\u00fcber nachgedacht, wer Christ ist und wer Moslem. Wir haben alles zusammen gemacht\u201c, sagt Farah. Und heute, wie ist es da? Sein Bruder verzieht das Gesicht und macht eine abwiegelnde Handbewegung. Kein gutes Thema. Der Krieg hat viel zu viel kaputtgemacht.<br \/>\nFarah tr\u00e4gt einen Rosenkranz mit weichen Lederkugeln um das rechte Handgelenk, \u201ezum Schutz\u201c, wie er erkl\u00e4rt. In der Heimat hatte er bereits Wirtschaft studiert, in Berlin fand er nach einigen Anlaufschwierigkeiten eine feste Stelle in einer gro\u00dfen Lebensmitteleinzelhandelskette. \u201eAcht bis 16 Uhr im Schichtdienst.\u201c Er ist eigentlich \u00fcberqualifiziert, doch froh, niemandem zur Last zu fallen. Anders als seine Mutter geht Farah selten zur Kirche, \u201ekeine Zeit\u201c, denn am Wochenende ist meist \u201eChillen\u201c angesagt. \u00dcber die Feiertage wird seine Schwester Schaghaf aus Freiburg zu Besuch kommen, sie ist 20 und studiert Pharmazeutik. Ihrer Mutter Stolz und Freude. \u201eBitte beten Sie f\u00fcr Frieden und Segen f\u00fcr Syrien!\u201c wird dem Mann von der Zeitung mitgegeben. Und: \u201eKommen Sie bitte an Weihnachten zu uns in die Gemeinde!\u201c<\/p>\n<p><strong>Rum-orthodoxe Kirche<\/strong><br \/>\nDie Antiochenisch-Orthodoxe Kirche f\u00fchrt ihre Gr\u00fcndung bis auf die Apostel Petrus und Paulus zur\u00fcck. Nach der Apostelgeschichte war es in Antiochia (dem heutigen Antakya in der S\u00fcdostt\u00fcrkei), da\u00df \u201edie J\u00fcnger zuerst Christen genannt\u201c wurden (Apg. 11, 26). Der Patriarchensitz liegt seit dem 14. Jahrhundert in Damaskus. Die Antiochische Kirche wird auch rum-orthodox genannt: \u201eRum\u201c steht f\u00fcr arabisch Rom (gemeint ist Ost-Rom, also Konstantinopel). Erst seit den siebziger Jahren gibt es deutsche Gemeinden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rum-orthodox.de\">https:\/\/rum-orthodox.de<\/a><br \/>\n&#8230; Alles vom 20.12.2019 bitte lesen<br \/>\nin der Jungen Freiheit, 52\/19, Seite 9<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>2019 war ein blutiges Jahr f\u00fcr Christen<\/strong><br \/>\nDas Jahr 2019 war eines der blutigsten f\u00fcr Christen. Das sagte der Deutschlandgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des weltweit t\u00e4tigen katholischen Hilfswerkes \u201eKirche in Not\u201c, Florian Ripka, gegen\u00fcber der Wochenzeitung Welt am Sonntag. Auf der ganzen Welt s\u00e4hen Extremisten in Angriffen auf Christen eine \u201elegitime Alternative f\u00fcr direkte Schl\u00e4ge gegen den Westen\u201c. Ripka verwies auf Morde in Syrien sowie auf Anschl\u00e4ge auf den Philippinen, in Sri Lanka und in Burkina Faso. In dem westafrikanischen Land wurden am ersten Advent (1. Dezember) bei einem Anschlag auf eine Kirche 14 Menschen get\u00f6tet. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der Welt am Sonntag: \u201eAngesichts der Intoleranz, die weltweit aktuell von Regimen ausgeht, die den Islam politisch mi\u00dfbrauchen, ist der Islam hier derzeit sicherlich am st\u00e4rksten herausgefordert.\u201c Die Bek\u00e4mpfung und Verdr\u00e4ngung anderer Bekenntnisse d\u00fcrfe \u201ein keiner Religion einen Platz haben\u201c. Der Ratsvorsitzende forderte, Deutschland d\u00fcrfe grunds\u00e4tzlich keine Christen in die islamischen L\u00e4nder Afghanistan und Iran abschieben, in denen \u201einsbesondere konvertierte Christen ihre Religion nicht gefahrlos leben k\u00f6nnen\u201c. Der fr\u00fchere Vorsitzende der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, sagte der Zeitung, die Situation von Christen sei in vielen Regionen der Welt besorgniserregend. Neben dem Nahen Osten nannte der Politiker die Sahel-Region in Afrika und Asien. Nach den Worten des Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr weltweite Religionsfreiheit, Markus Gr\u00fcbel (CDU), haben Christen \u201evon Pakistan bis Nigeria\u201c Probleme. \u201eDer fruchtbare Halbmond ist zu einem furchtbaren Halbmond geworden\u201c, so Gr\u00fcbel.<br \/>\n&#8230; Alles vom 20.12.2019 bitte lesen in der Jungen Freiheit, 52\/19, Seite 18<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Reise nach Syrien &#8211; Erzbischof Stephan Burger<\/strong><br \/>\nWas mich bei einer Reise in dieses vom Krieg gebeutelte Land erwarten w\u00fcrde, konnte ich mir nicht vorstellen. Nat\u00fcrlich habe ich die Medienberichte verfolgt, ist Deutschland doch ein Land, das viele gefl\u00fcchtete Menschen aus Syrien aufgenommen hat. Aber dann an der Grenze vom Libanon nach Syrien zu stehen und zu registrieren, dass wir die Einzigen sind, die tats\u00e4chlich in dieses Land einreisen wollen, erzeugt schon ein mulmiges Gef\u00fchl. Werden wir gefilzt werden? Was wollen die Grenzposten von uns wissen? Ich wei\u00df, dass man hier auch einer gewissen Willk\u00fcr ausgesetzt sein kann. Wir f\u00fcllen die Formulare aus und k\u00f6nnen nach einigen Stunden passieren. Die st\u00e4ndigen \u00dcberpr\u00fcfungen durch Polizeiposten begleiten uns w\u00e4hrend unserer ganzen Fahrt durch das Land.<br \/>\nDie kleinen Milit\u00e4rposten, die zerst\u00f6rten Milit\u00e4rfahrzeuge in den Stra\u00dfengr\u00e4ben, die zerbombten und ausgestorbenen D\u00f6rfer, an denen wir vorbeikommen \u2013 einst war dies fruchtbares Land. Einst haben hier Menschen in D\u00f6rfern und kleinen St\u00e4dten gelebt, die jetzt verwaist und stumm daliegen. Ich f\u00fchle mich nicht bedroht, aber ich bin betroffen von diesem Bild, das sich vor unseren Augen abzeichnet. Und ich bin dankbar f\u00fcr die Einheimischen, die uns w\u00e4hrend dieser Reise begleiten. Ich lege gewisserma\u00dfen meine Sicherheit in ihre H\u00e4nde, denn allein sie wissen, wo wir lang m\u00fcssen. Sie wissen, welche Gefahrenzonen wir meiden m\u00fcssen. Sie leiten uns, damit wir in einem gro\u00dfen Umweg um das Rebellengebiet herum auf Regierungsgebiet bleiben, um schlie\u00dflich nach Aleppo zu kommen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Ausgebombtes Aleppo<\/strong><br \/>\n\u00dcber Aleppo hatte ich viel gelesen. Ich wusste, dass es in dieser Stadt einen zerst\u00f6rten, einst von den Rebellen besetzten Teil und einen weniger zerst\u00f6rten Teil gibt. Als wir aber in die Stadt hineinfahren, vergesse ich diese Unterscheidung. Ich sehe nur riesige Betonbauten, wie es sie auch in vielen St\u00e4dten in Deutschland gibt. Auf den zweiten Blick erkenne ich aber, dass nur noch die Skelette dieser Hochh\u00e4user stehen \u2013 sie sind ausgebombt, ausgebrannt. Leben ist hier kaum mehr m\u00f6glich, scheint es. Und doch: Da und dort versuchen Leute, sich wieder ein Zimmer einzurichten, einen Keller bewohnbar zu machen, irgendwie wieder Fu\u00df zu fassen und ihre kleinen Gesch\u00e4fte wiederaufzubauen. All diejenigen, die nicht geflohen sind, versuchen in das Chaos, das der Krieg hinterlassen hat, wieder eine gewisse Ordnung, einen Alltag hereinzubringen.<br \/>\nMan kann nicht immer nur in diesem extremen Krieg leben, deswegen versuchen die Menschen, Normalit\u00e4t zu leben, selbst wenn es keine ist. Allerdings sind die Bem\u00fchungen unterschiedlich: In Ost-Aleppo, dort, wo die Rebellen waren, ist die ganze Infrastruktur zerst\u00f6rt. Der Stadtteil war schon vor dem Krieg arm. Dort konnte sich der sogenannte &#8222;Islamische Staat&#8220; am besten niederlassen, um die Menschen f\u00fcr seine Sache zu gewinnen. Gerade die armen Menschen haben hier das wenige, was sie besa\u00dfen, verloren und sind auf Hilfe angewiesen \u2013 Hilfe, die in Aleppo und in Syrien von Muslimen und Christen gemeinsam organisiert wird. In Ost-Aleppo gibt es beispielsweise eine gemeinsame Essensausgabe, unter Rotem Halbmond und unter dem Caritas-Kreuz: gemeinsam organisierte, konkrete humanit\u00e4re Hilfe.<br \/>\nUnd auch im Westen der Stadt, wo wir bei den Franziskanern unterkommen, erkennt man deutlich die Folgen des Kriegs. Sehr viele H\u00e4user blieben von der Bombardierung verschont, aber die Rolll\u00e4den zeigen, dass die Menschen weggezogen sind. Sie sind geflohen, aus Angst und weil die Infrastruktur nicht mehr funktioniert. Es gibt keine Gesch\u00e4fte, keine Arbeitspl\u00e4tze \u2013 wie soll man da seine Familie ern\u00e4hren? Es ist deutlich wahrzunehmen, dass die Bev\u00f6lkerung ausged\u00fcnnt ist und dass Caritas und andere Hilfswerke hier existenzielle Hilfestellung leisten. Gleich am ersten Tag treffen wir uns daher mit Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern \u2013 darunter viele j\u00fcngere Leute \u2013, f\u00fcr die ganz klar ist: Wir bleiben in dieser Stadt und wir helfen unseren Landsleuten mit unseren Mitteln, so gut wir k\u00f6nnen. Sie sind dankbar, dass da Menschen aus einem fremden Land anreisen, die sich f\u00fcr ihre Arbeit interessieren und die sie unterst\u00fctzen wollen. Wir sind beeindruckt von ihrem Engagement. Es gibt einen regen Austausch. Das war eine wichtige Erfahrung \u2013 f\u00fcr beide Seiten, w\u00fcrde ich sagen.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Verfolgt: Christen und Muslime<\/strong><br \/>\nAm Abend treffen wir uns mit Antoine Audo SJ, dem Bischof der chald\u00e4isch-katholischen Kirche, zum Essen. Wie bei allen offiziellen Zusammentreffen mit den Bisch\u00f6fen wird auch hier, im zerst\u00f6rten Aleppo, gro\u00df aufgetischt. Da wird geboten, was man bieten kann, trotz der schwierigen Verh\u00e4ltnisse. Die Tische sind reich gedeckt \u2013 orientalische Gastfreundschaft vom Feinsten, das ist keine Frage. Aber es geht auch um W\u00fcrde: Da kommen G\u00e4ste, und denen wollen wir etwas bieten mit den M\u00f6glichkeiten, die wir haben.<br \/>\nDie Gespr\u00e4che kreisen um \u00e4hnliche Themen. So h\u00f6ren wir immer wieder die Frage, warum wir die christlichen Fl\u00fcchtlinge nicht nach Syrien zur\u00fcckschicken. Die Bisch\u00f6fe sorgen sich um die christliche Religion im Land, gerade weil Christen dort schon immer eine Minderheit waren. Deswegen hoffen sie, dass die Menschen zur\u00fcckkehren, dass die Gemeinden wieder gr\u00f6\u00dfer werden, damit die christliche Religion in Syrien nicht vollends ausstirbt.<br \/>\nChristen waren in Syrien schon viele Jahre unter Druck. Aber unter dem Assad-Regime hatten sie sich als Minderheit arrangiert und genossen sogar einen gewissen Schutz. Die &#8222;Rebellen&#8220; des IS hingegen haben regelrecht Jagd auf die Christen gemacht. Da blieb oft nur die Flucht, wenn man \u00fcberleben wollte. Aber jetzt, wo die IS-Strukturen zerschlagen und die meisten Gebiete wieder in der Hand der Regierung sind, w\u00fcnschen sich einige, dass der urspr\u00fcngliche Status einkehrt. Sprich: Die Christen sollen zur\u00fcckkommen, damit man \u2013 wenn auch als Minderheit \u2013 unter dem Schutz des Assad-Regimes weiterleben kann.<br \/>\nIch kann das verstehen. Das Christentum in Syrien ist uralt, diese Tradition, diese Religion muss im Land bewahrt und gesch\u00fctzt werden. Zu sehen, wie diese Urspr\u00fcnge wegbrechen, tut weh. Andererseits sage ich mir bereits nach dem ersten Tag, den Bildern und Szenen in Stadt und Land: Hierher kann man die Menschen nicht so einfach zur\u00fcckschicken. Wovon sollen sie leben? Womit ihr Geld verdienen? Wie will man sie medizinisch versorgen? Wo sollen sie wohnen?<br \/>\nAuch die Frage &#8222;Warum helft Ihr auch den Muslimen? Helft doch uns Christen zuallererst&#8220; h\u00f6ren wir immer wieder. Da versuche ich zu erkl\u00e4ren, dass wir den Christen helfen, aber auch all den anderen \u2013 da geht es um den Grundsatz der menschlichen W\u00fcrde, die allen gleicherma\u00dfen zukommt. Ich kann und will nicht in einer Notsituation unterscheiden, wer mehr und wer weniger wert ist. Ich will nicht anhand religi\u00f6ser Zugeh\u00f6rigkeit entscheiden, wenn es letztlich um die universelle Menschenw\u00fcrde geht. Mit diesem Denken tun sich manche schwer, gerade in dieser extremen Lage, in der es um die blanke Existenz geht.<br \/>\nDie K\u00e4mpfe in Syrien haben das Zusammenspiel der Religionen im Land stark ins Ungleichgewicht gebracht und provozieren weiterhin Konflikte. Da sind so viele schreckliche Dinge geschehen. Da wurden Menschen vertrieben und get\u00f6tet, nicht nur Christen, genauso Muslime und andere. Auch Heimat und Identit\u00e4t wurden zerst\u00f6rt. So wie der IS die Bauten in Palmyra vernichtet hat, so hat er auch die christliche Identit\u00e4t in vielen Regionen schwer besch\u00e4digt.<br \/>\nIn Homs haben wir eine Bischofskirche angeschaut. Geistliche haben berichtet, wie die IS-K\u00e4mpfer den Heiligenfiguren gezielt die Augen ausgeschossen haben. Das Christliche sollte zerst\u00f6rt, ihm sollte die Seele genommen werden, indem man die Gesichter, die etwas ausstrahlen, verunstaltet. Damit haben die Rebellen ganz bewusst das Zentrum der Christen, die Kathedrale, das Gotteshaus angegriffen, um den religi\u00f6sen R\u00fcckhalt der Menschen vor Ort zu zerbrechen.<br \/>\n.<br \/>\nAm zweiten Tag in Aleppo besuchen wir Projekte der Caritas vor Ort und machen Hausbesuche. Das ist aktuell eine dringende Aufgabe der humanit\u00e4ren Hilfe: H\u00e4user wiederaufbauen, Wohnraum schaffen. Die Menschen k\u00f6nnen erst wieder zur\u00fcckkommen in diese Stadt und sich eine Existenz aufbauen, wenn sie ein Dach \u00fcber dem Kopf haben. Und dieses Dach f\u00e4llt hier in Aleppo meist noch sehr provisorisch aus. So besichtigen wir eine Wohnung, die mit Hilfe der Caritas wieder einigerma\u00dfen hergerichtet werden soll. Eine Granate hat hier eingeschlagen und trotzdem: In dieser Wohnung soll wieder Leben einkehren. Ich habe keine Vorstellung davon, wie die Menschen inmitten der Tr\u00fcmmer mit Strom und Wasser versorgt werden. Aber ich bin beeindruckt, mit welchem Mut die Menschen vor Ort anpacken, um eine Form der Normalit\u00e4t zu gewinnen. Dieser Mut imponiert.<br \/>\nAber ich erlebe dadurch nat\u00fcrlich auch eine ganz andere Realit\u00e4t. Deutschland hat seit gut 70 Jahren keinen Krieg gesehen. Und dann sieht man in einer zerbombten Stadt Menschen, die in einer provisorischen Wohnung leben, wo die Decke zum Teil eingest\u00fcrzt ist, der Backstein br\u00f6ckelt, T\u00fccher den Wind abhalten und Kabel aus den W\u00e4nden h\u00e4ngen. In manchen Wohnungen hausen alte oder kranke Menschen. Ich treffe auf eine Frau, die nicht mehr gut auf den Beinen ist und daher ihre Wohnung kaum verlassen kann. Die Wohnung ist in einem desastr\u00f6sen Zustand, aber die Frau hat eigentlich keine andere M\u00f6glichkeit. Sie sitzt also den ganzen Tag in ihrem Sessel und wartet, bis jemand zu ihr kommt. Da ist die Arbeit von Caritas international sehr wichtig, um die Versorgung der Menschen in ihren Wohnungen zu gew\u00e4hrleisten. Ich begegne in all diesem Chaos aber auch immer wieder Hoffnungsschimmern und Mutmachern. Ich treffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Caritas international und von anderen Hilfsorganisationen, die Seite an Seite helfen, unabh\u00e4ngig von Religion oder Herkunft. Ich sehe, wie sich die Menschen \u00fcber Kleinigkeiten freuen, wie die Augen leuchten, wenn warmes Fladenbrot mit Joghurt ausgeteilt wird. Ich sehe, wie die Menschen Hoffnung sch\u00f6pfen, weil sie Lebensmittel und Kleidung erhalten oder nach und nach Wohnraum wiederaufgebaut wird. Inmitten der Zerst\u00f6rung w\u00e4chst also wieder neues Leben.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>In Homs<\/strong><br \/>\nDer letzte Ort, den wir vor der Abreise in den Libanon noch besuchen wollen, ist die ebenfalls stark zerst\u00f6rte Stadt Homs. Erneut steigt unsere kleine Delegation ins Auto, um die knapp 200 Kilometer Richtung S\u00fcden zur\u00fcckzulegen. Daf\u00fcr brauchen wir fast f\u00fcnf Stunden; wir fahren Umwege, die Stra\u00dfen sind in schlechtem Zustand. Zerst\u00f6rte und verlassene D\u00f6rfer tauchen wieder vor unseren Augen auf. Die vielen Kontrollen kennen wir schon. Trotzdem kann und will ich mich an diesen Anblick nicht gew\u00f6hnen. Immer wieder denke ich, dass die Diskussionen \u00fcber &#8222;Abschiebung&#8220; der Fl\u00fcchtlinge sofort verstummen w\u00fcrden, wenn man um die Realit\u00e4t in L\u00e4ndern wie Syrien w\u00fcsste.<br \/>\nBesonders beeindruckt war ich von einer Kunstinstallation. Da hat ein K\u00fcnstler vor einem zerbombten Haus an einem Zaun Bilder eines selbstgemalten Kreuzwegs angebracht. Nach und nach wurde der Kreuzweg mit Plastikblumen und anderem Schmuck versehen, um den Ausblick auf Ostern, auf Hoffnung und Auferstehung zum Ausdruck zu bringen. Diese bunten Tupfer zwischen dem Ger\u00f6ll ber\u00fchren mich: Mitten in den Tr\u00fcmmern geben die Menschen ihre Hoffnung nicht auf! Angesichts der Zerst\u00f6rung sind der Wille zum Leben, zum \u00dcberleben und auch der Glaube st\u00e4rker und gr\u00f6\u00dfer. Das ist f\u00fcr mich die gelebte Osterbotschaft mitten im kriegszerst\u00f6rten Homs: \u00f6sterliche Hoffnung trotz Zerst\u00f6rung, trotz Karfreitag.<br \/>\nUnd so kommt mir auf dieser Reise immer wieder eine Bibelstelle in den Sinn, die das Engagement, die N\u00e4chstenliebe und F\u00fcrsorge, die Hoffnung angesichts des Leids zusammenfasst. &#8222;Ich war hungrig, und Ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und Ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd, und Ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und Ihr habt mir Kleidung gegeben (\u2026) Was Ihr f\u00fcr einen meiner geringsten Br\u00fcder getan habt, das habt Ihr mir getan.&#8220; (Matth\u00e4us 25,35\u201336.40)<br \/>\n19.1.2019<\/p>\n<p><em>Der 57-J\u00e4hrige stammt aus L\u00f6ffingen und ist seit 2014 Erzbischof von Freiburg. In der Bischofskonferenz leitet er in der Kommission Weltkirche die Unterkommission f\u00fcr Entwicklungsfragen und seit 2016 auch die Caritaskommission.<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\n<em>Der Text ist ein gek\u00fcrztes Kapitel aus Burgers erstem Buch, das am Dienstag erscheint. Andere Kapitel handeln von Reisen u.a. nach Brasilien, Peru und Indien. <\/em><br \/>\n<em>Stephan Burger: Weltbegegnungen. Herder, Freiburg 2019. 144 S., 18 Euro.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>In der Ortenau: Christen (Hartune Dogan) und Muslime (Ditib-Moschee)<\/strong><br \/>\n<em>W\u00e4hrend die katholische Ordensschwester Hatune Dogan im s\u00fcdbadischen Ortenau \u00fcber den Stand ihrer 38 Hilfsprojekte berichtete, platze ganz in der N\u00e4he die neue Gro\u00df-Moschee bei einem der vielen \u201eFastenbrechen\u201c unter Beteiligung prominenter B\u00fcrger aus allen N\u00e4hten. Ein Gastbeitrag von Albrecht K\u00fcnstle<br \/>\n<\/em>\u00a0.<br \/>\nDie gnadenlosen Terminpl\u00e4ne wollten es, dass zwei Veranstaltungen mit religi\u00f6sem Hintergrund in der s\u00fcdbadischen Ortenau gleichzeitig stattfanden. In der einen berichtete die syrisch-orthodoxe Ordensschwester aus einem Kloster mit Sitz in Warburg von ihrem weltweiten Wirken im Namen Jesu Christi.<br \/>\nIm anderen Aufgebot in der Lahrer Ulu-Camii-Moschee des <a title=\"Ditib\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/tuerkei\/ditib\/\">t\u00fcrkischen DiTiB<\/a> ging es um das pressewirksame Zelebrieren des Fastenbrechens zum Auftakt des Ramadan. Zur ersteren Veranstaltung kamen ganze 20 Interessierte und folgten einem ersch\u00fctternden Bericht. In der anderen Veranstaltung wurde nicht etwa gefastet, wie man es bei einem Fastenmonat vermuten sollte, sondern im Gegenteil geschlemmt.<br \/>\n.<br \/>\nSCHWESTER HATUNE KENNT FLUCHT UND VERFOLGUNG AUS EIGENER ERFAHRUNG<br \/>\nAls junges M\u00e4dchen musste sie aus ihrer Heimat in der s\u00fcd\u00f6stlichen T\u00fcrkei fl\u00fcchten, da sie und ihre aram\u00e4ische Familie dort als gl\u00e4ubige Christen diskriminiert und verfolgt wurden. Es fing damit an, dass sie und andere christliche Sch\u00fcler am Koranunterricht teilnehmen mussten, wie neuerdings auch in deutschen Schulen christliche Kinder gezwungen werden, Moscheen zu besuchen und sogar das muslimische Glaubensbekenntnis zu lernen. Nicht erst seit Hatune Ordensfrau wurde, sp\u00fcrte sie von ihrem Glauben her eine innere Verpflichtung f\u00fcr notleidende und verfolgte Menschen in aller Welt zu sorgen, ohne dass sie nach Religion und Rasse fragt.<br \/>\nSie gr\u00fcndete die \u201eHatune-Stiftung\u201c mit einem Netzwerk von bisher 38 Hilfsvereinen in 13 L\u00e4ndern. Seit einigen Jahren liegen ihr besonders die Opfer des IS und anderer islamischer Staaten am Herzen. Wichtig ist ihr die pers\u00f6nliche Begegnung mit traumatisierten und vergewaltigten Frauen. Sie tr\u00e4gt das Leid mit, von welchem Christen, Jesiden und Muslime ihr berichten. Sie organisiert vielfache Hilfe und ist gleichzeitig deren Vertraute, Mutter und Schwester. In \u00c4thiopien schafft sie gerade ein neues Projekt f\u00fcr Kinder in entlegenen Gebieten.<br \/>\n.<br \/>\nIS: ERSCHRECKENDE DETAILS \u00dcBER DIE MISSHANDLUNG KLEINER M\u00c4DCHEN<br \/>\nBereits 2010 erhielt sie f\u00fcr ihr pers\u00f6nliches Engagement das Bundesverdienstkreuz. Am 28.11.2018 durfte sie im Bundestag eine bewegende Rede halten \u201eVerdr\u00e4ngte Ethnien, bedrohte V\u00f6lker\u201c. SPIEGEL-online nannte sie einmal \u201eeine humanit\u00e4re Gro\u00dfmacht\u201c. Schwester Hatune gilt Vielen als neue \u201eMutter Theresa\u201c (Bericht zur Veranstaltung aus einer Regionalzeitung).<br \/>\nErschreckend schilderte Hatune Dogan \u00fcber den IS, der muslimische M\u00e4dchen im Alter von neun (!) Jahren mit Hormonen vollpumpt, damit sie \u2013 im gleichen Alter wie Muhammad seine Aisha begattete \u2013 das erste Kind bekommen k\u00f6nnen. Eines dieser Kinder-M\u00fctter wurde im Bild gezeigt. Hier in Warburg hat ihr Kloster 90 jesidische und christliche Frauen aufgenommen, alle Opfer von Strenggl\u00e4ubigen aus islamischen L\u00e4ndern. Sie arbeitet auch mit christlichen Hilfsorganisationen, wie OpenDoors und anderen zusammen.<br \/>\n.<br \/>\nALLES IM KORAN GRUNDGELEGT<br \/>\nAuch berichtete sie (Foto l.: Mit Islamkritiker Michael St\u00fcrzenberger) \u00fcber die Situation in einigen islamischen L\u00e4ndern, in denen Christen bedr\u00e4ngt und get\u00f6tet werden, die aber in unseren Nachrichten keine Rolle spielen. Auch wo keine regul\u00e4re staatliche Verfolgung vorliegt, f\u00fchren islamische Organisationen wie die Muslimbr\u00fcder in \u00c4gypten ihr schlimmes Regiment.<br \/>\nAls sie in der anschlie\u00dfenden Aussprache gefragt wurde, warum so viele Menschen in muslimisch dominierten L\u00e4ndern so drangsaliert werden, bis hin zur Vertreibung oder T\u00f6tung, holte Sie den Koran aus dem Gep\u00e4ck und zitierte daraus bestimmte Verse \u2013 und dankte Gott, dass die wenigsten Muslime den Koran kennen. Leider waren in die Veranstaltung nur etwa 20 Interessierte gekommen.<\/p>\n<p>HUNDERTE \u201eFASTETEN\u201c AN EINEM \u00dcPPIGEN BUFFET F\u00dcR DEN RAMADAN<br \/>\nGanz anders in der nur wenige Kilometer entfernten Moschee, in der zeitgleich Hunderte an einem \u00fcppigen Buffet f\u00fcr den Ramadan \u201efasteten\u201c. Der Einladung des t\u00fcrkisch-islamischen Vereines des Lahrer DiTiB von Erdogans Diyanet Gnaden war ein Gro\u00dfteil des Gemeinderats gefolgt, allen voran Obermeister Dr. Wolfgang G. M\u00fcller, der sich stolz gab, was f\u00fcr eine sch\u00f6ne, gro\u00dfe neue Mosche \u201ewir\u201c gebaut haben.<br \/>\nSie tr\u00e4gt den Namen Ulu Camii, \u00fcbersetzt \u201eGro\u00dfe Moschee\u201c nach dem Vorbild der Freitagsmoschee der t\u00fcrkischen Stadt Bursi. Sultans Bayezid I. lie\u00df sie nach der siegreichen Schlacht bei Nikopolis im Jahr 1396 bauen. Dem islamischen Eroberer fielen ca. 2.000 Christen zum Opfer, die sich dem Vordringen der Osmanen an der ungarischen Grenze entgegenstellten. Was kein Hinderungsgrund f\u00fcr die christliche Geistlichkeit und den \u00f6rtlichen CDU-Abgeordneten war, Solidarit\u00e4t auch mit dieser muslimischen Tradition zu zeigen.<\/p>\n<p>KATHOLISCHE PFARRER BOYKOTTIERTE DIE VERANSTALTUNG MIT SR. HATUNE AUSDR\u00dcCKLICH<br \/>\nWie wurde f\u00fcr die beiden \u201eEvents\u201c geworben? Im Fall der Hatune-Veranstaltung erschien ein Hinweis in der \u00f6rtlichen Presse und die Veranstalter verteilten 3.000 Handzettel in Briefk\u00e4sten und Gesch\u00e4ften in der N\u00e4he des Veranstaltungsortes. Die evangelische Pfarrerin unterst\u00fctzte sie in zwei Gottesdiensten und ihre Konfirmanden verteilten weitere Einladungen. Der katholische Pfarrer boykottierte die Veranstaltung mit der islamkritischen Christin Hatune ausdr\u00fccklich \u2013 was nicht mehr verwundert, zumal sein Papst an Gr\u00fcndonnerstag schon wie selbstverst\u00e4ndlich muslimischen Migranten die F\u00fc\u00dfe k\u00fcsste.<br \/>\nF\u00fcr die Teilnahme an muslimischen Veranstaltungen muss in der Zeitung schon nicht mehr geworben werden. Die Teilnahme staatstragender Politiker am \u201eFastenbrechen\u201c schon zu Beginn des Ramadan scheint selbstverst\u00e4ndlicher geworden zu sein, als der Besuch des christlichen Auftakts der Fastenzeit in Form der Entgegennahme des Blasiussegens am Aschermittwoch.<\/p>\n<p>WEDER SARAZENENKLINGEN NOCH OSMANISCHE REITERHEERE N\u00d6TIG<br \/>\nWas lehrt uns die unterschiedliche Begeisterung f\u00fcr diese beiden Veranstaltungen? Der Vormarsch des Islam scheint unaufhaltsam zu sein. Dessen Etablierung bedarf in Europa und besonders in Deutschland weder Sarazenenklingen noch osmanischer Reiterheere. Unsere Islamisierung vollzieht sich schleichend \u2013 von ein paar hundert Messerattacken auf \u201eUngl\u00e4ubige\u201c abgesehen.<br \/>\nAuch der Allahu-akbar-T\u00e4ter in der gleichen Woche im benachbarten Offenburg, geh\u00f6rt in Deutschland inzwischen zum Alltag. Der Islam ist inzwischen \u201ein\u201c, er muss nicht mehr missionieren, weder mit einem gewaltbereiten Dschihad, noch durch eine rhetorische Propaganda. Der Einfluss des Islam in Deutschland geht bereits weit \u00fcber seinen zahlenm\u00e4\u00dfigen Anteil hinaus. Sein Gewicht braucht sich nicht mehr zu verdoppeln, um unumkehrbar zu werden. Das zeigt die Erfahrung in anderen L\u00e4ndern.<br \/>\nDie gleichen Medien, die dem Islam heute noch den gr\u00fcnen Teppich des Islam ausrollen, werden dasselbe Schicksal erleiden wie in allen islamischen L\u00e4ndern. Es gilt dann das islamische Recht, das weder allgemeine Menschenrechte, noch Demokratie und Pressefreiheit kennt. (Bild: Joseph Winterhalder, Sieg des heiligen Jakob von Compostela \u00fcber die Sarazenen in der Schlacht von Clavigo)<br \/>\nJesus w\u00fcrde heute wahrscheinlich nicht mehr das vorausgeahnte Schicksal der Zerst\u00f6rung der Stadt Jerusalem mit seinem j\u00fcdischen Tempel beweinen \u2013 Israel wird sich seine Hauptstadt nicht mehr nehmen lassen. Jesus w\u00fcrde weinen \u00fcber sein jahrhunderte lang christliches Europa, das wie einst Troja den Invasoren seine Tore \u00f6ffnete und schlie\u00dflich unterging<br \/>\n22.5.2019, Albrecht K\u00fcnstle<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die erstaunliche Entdeckung der Christenverfolgung<\/strong><br \/>\nWer hat das Thema <a title=\"Christenverfolgung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/christenverfolgung\/\">Christenverfolgung<\/a> eigentlich so lange unter den Teppich gekehrt? Anders ausgedr\u00fcckt: Wer waren die Hempels, die die unangenehme Wahrheit unter ihrem M\u00f6bel nicht sehen und lieber an die Fata Morgana eines harmonischen Religionsfriedens glauben wollten? Es m\u00fcssen diejenigen Christen und all die Glaubensfernen gewesen sein, die jeden kritischen Blick auf den real existierenden Islam als politisch unkorrekt und als fremdenfeindlich vermieden und verdammt haben. &#8230;<br \/>\nNun aber, auf einmal, legt der eine oder andere Christ und christliche Politiker seine schmucke Mutlosigkeit ab und deutet mit bitteren Worten auf die m\u00f6rderische Christenverfolgung hin. Was hat das zu bedeuten? Handelt es sich nur um einen kurzen Blick auf die schlimme Wirklichkeit, ehe man sich von ihr wieder erschrocken abwendet und alles zudeckt? Werden Kirchenf\u00fcrsten nach einer Phase der Emp\u00f6rung dann wieder ihr Kreuz von der Brust nehmen, um die sensiblen Augen \u00fcberfrommer Moslems nicht zu beleidigen? Oder wird man endlich Auge in Auge, von Mann zu Mann (Frauen sind in diesem Dialog kaum vorgesehen) und mit klaren Worten den harten aber ehrlichen Dialog f\u00fchren, der allein auf Dauer selig machen kann?<br \/>\n&#8230; Alles vom 9.5.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/die_erstaunliche_entdeckung_der_christenverfolgung\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/die_erstaunliche_entdeckung_der_christenverfolgung<\/a><\/p>\n<p><strong>Rassismus gegen Deutsche<\/strong><br \/>\nMal sehen, wie lange es dauert, dass man \u201centdeckt\u201d, dass die Abwertung westlicher Gesellschaften als \u201cAffen und Schweine\u201d, die Aufrufe zu ihrer Ausl\u00f6schung und die tats\u00e4chliche Umsetzung bei Bataclan, Manchester, Breitscheidplatz usw. auch irgendwie Verfolgung, Vorurteil &amp; Rassismus sind &#8211; nur eben nicht gegen\u00fcber Christen und Juden, sondern ganz banal gegen\u00fcber Franzosen, Engl\u00e4ndern und Deutschen.<br \/>\n9.5.2019, M.L., AO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Keine Religion des Friedens<\/strong><br \/>\nAuf meine Feststellung hin, dass der Islam mit dem Christentum nicht vergleichbar ist, wurde mir von einem Pfarrer brachial entgegnet, dass der \u201cIslam eine Religion des Friedens\u201d sei. Man kann im Islam alles erhalten wie in einem gro\u00dfen koranischen Warenhaus, vom Teppich bis zur Sprengstoffweste. Kein Wunder, denn der Erzeuger des Koran war nach seiner anf\u00e4nglich spirituellen Phase ein brutaler Kriegsherr, der die \u201cUngl\u00e4ubigen\u201d bis aufs Messer bek\u00e4mpft, zwangsbekehrt und get\u00f6tet hat. Welch ein Unterschied zu Jesus Christus. Das \u201cHaus des Friedens\u201d ist erst erreicht, wenn alles islamisch ist und das kann dauern und auch relativ schnell gehen. Bis dahin leben die Moslems im \u201cHaus des Krieges\u201d als \u201cGl\u00e4ubige\u201d unter \u201cUngl\u00e4ubigen\u201d. Und die \u201cUngl\u00e4ubigen\u201d stehen eine Stufe unter den \u201cGl\u00e4ubigen\u201d wie die Menschen des Buches (Juden und Christen), alle anderen sind wie die Tiere. Politiker kann man nicht \u00fcberzeugen. Sie werden nur gew\u00e4hlt und richten sich bestenfalls nach den W\u00e4hlern, die aber die Gefahr des Islam noch nicht ausreichend erkannt haben.<br \/>\n9.5.2019, R.ST, AO<br \/>\n.<br \/>\n<strong><a href=\"https:\/\/www.sabatina-ev.de\">www.sabatina-ev.de<\/a> informiert<\/strong><br \/>\nWeitere Information zum Thema bei \u201csabatina-ev.de\u201d. Das ist die website von Sabatina James, es gibt einiges von ihr zu h\u00f6ren auf youtube. James ist Pakistanerin, in \u00d6. aufgewachsen, lebt nach Konvertierung zum Katholizismus unter Polizeischutz irgendwo in DE oder CH.<br \/>\n9.5.2019, G.G.<br \/>\n.<br \/>\nDanke f\u00fcr diesen Text! Es stimmt bitter, wie sich Christen weltweit allein auf Gottes Hilfe verlassen m\u00fcssen, ohne die Unterst\u00fctzung durch die weltweite Christenheit. Hoffentlich \u00e4ndert sich etwas dran.<br \/>\n9.5.2019, M.L., AO<br \/>\n.<br \/>\nEigentlich springt man zu kurz, wenn man von der \u201cChristenverfolgung\u201d redet. Schon bei meinen ersten Gesch\u00e4ftsreisen durch Asien, speziell Indien im Jahre 1994 erfuhr ich staunend von den Progromen der Moslems gegen Hindu in Rajastan und Gujarat. Nat\u00fcrlich wehrten sich Letztere gegen das aggressive Vordringen eines fundamentalistischen Islam und auch dort sprach man immer von einem Religionskonflikt bei dem Ursache und Wirkung nur verschwommen wahrnehmbar seien. Es gab schon damals kaum ein buddhistisches Land, in dem nicht mit Sorge \u00fcber das aggressive Vordringen des Islam gesprochen wurde. Die Entchristianisierung des Libanon scheint man auch vollkommen vergessen zu haben. Das ist bald 30 Jahre her und pl\u00f6tzlich f\u00e4llt es einigen Kreisen auf. Man wundert sich \u00fcber eine friedfertige buddhistische Nobelpreistr\u00e4gerin, die hart gegen moslemische Volksgruppen in ihrem Land vorgeht. M\u00f6glicherweise einzig mit dem Ziel einen Schwelbrand auszutreten. Hier in Europa ist das alles ein wenig zivilisierter, aber genauso zielorientiert. Wer das nicht verstehen will, wird seine Urenkel in eine Urmensch Gesellschaft verdammen. Das ist dann mal im Gegensatz zum Klimawandel durch CO2 Geheule eine richtige Zerst\u00f6rung der Zukunft der jungen Leute durch die Alten. Ich vermute mal, es wird sich trotzdem keine Greta finden.<br \/>\n9.5.2019, G.SCH<br \/>\n.<br \/>\nWenn man sich selber nicht dazu z\u00e4hlt (zum Christentum), geht es einem vielleicht wirklich am A\u2026 vorbei. Erst wenn es einen selber betrifft, sieht man es naturgem\u00e4ss anders, will sagen, es l\u00e4uft dann ab wie vor 80 Jahren, erst sieht man weg, dann ist zum Schluss keiner mehr da, der helfen k\u00f6nnte. Getreu dem Motto: Nicht mein Problem. Aber was will man von einer entkernten CDU und ihrer grossen Vorsitzenden auch verlangen? Mehr als Blockfl\u00f6te spielen und mal wieder zum Gottesdienst gehen, f\u00e4llt Ihr auch nicht ein. Deutschland hat fertig!<br \/>\n9.5.019, J.H.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Die B\u00fccher von Hatune Dogan und Sabatina James lesen<\/strong><br \/>\nJesus hat N\u00e4chstenliebe &amp; Vers\u00f6hnung gepredigt und sie vorgelebt, Mohammed hingegen K\u00f6pfe abgeschnitten und Kriege gef\u00fchrt. So einfach ist der Unterschied, beide Religionen trennen Himmel und Welten, ganze Universen und schwarze L\u00f6cher. Wer die Unterschiede begreifen will, lese die B\u00fccher von Hatune Dogan oder Sabatina James. Die gr\u00f6\u00dfte, nicht vergebbare S\u00fcnde im Islam ist der Glaube an die (christliche) Trinit\u00e4t Gottes, Muslime glauben fest, dass Christen und Juden weniger wert sind als das Vieh, die abscheulichsten aller Wesen, so festgezurrt im Koran, dem unver\u00e4nderlichen Wort Allahs, mit direkter Anordnungsgewalt in alle Ewigkeit. Muslime glauben daran so inbr\u00fcnstig und wahrhaftig wie sie ihre eigenen H\u00e4nde sehen. Diese gewaltige \u00dcberzeugungssicherheit k\u00f6nnen sich moderne Menschen des Westens nicht vorstellen und die Tatsache ebensowenig, welch geringen Stellenwert das Leben eines Christen oder Juden im Vorstellungsbild eines Muslims hat. Die Verfolgung und Vertreibung, die Rechtlosigkeit von Christen in der heutigen T\u00fcrkei hat Hatune Dogan erschreckend geschildert. Auch h\u00e4rteste, ahnungslose Gutmenschen wachen nach ihrem Buch auf. Was ihnen Priester und Lehrer nicht beigebracht haben, sie schafft es auf unvergleichliche Weise. Schenken Sie das Buch von Hatune Dogan \u201cIch glaube an die Tat\u201d bitte allen Gutmenschen mit der meist peinlichen Nichtahnung \u00fcber die Unterschiede von Religionen. Ich habe damit schon einige gute Erfolge erzielt.<br \/>\n9.5.2019, F.H., AO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Lieber Herr Bonhorst, Sie bringen es auf den Punkt<\/strong><br \/>\nDie Entdeckung der Christenverfolgung geht einher mit der Erkenntnis einer Scheinreinigung des \u00f6ffentlichen Diskurses, indem man die h\u00e4ssliche Fratze des Islams, oder wie man es politisch eher korrekt formuliert, des Islamismus unter den Teppich kehrte. Und christliche Politiker wie Volker Kauder haben sich nicht erst jetzt gegen Christenverfolgung artikuliert, aber erst nachdem er den Fraktionsvorsitz verloren hatte, wird er deutlicher und h\u00f6rbarer. Ein Schelm der da Schlechtes denkt.<br \/>\nDebatten zur Christenverfolgung, die gab es vor allem in der j\u00fcngsten Zeit schon, werden aber gerade auf der linken, ganz linken und gr\u00fcnen Seite, aber auch in Teilen der CDU, heruntergespielt und relativiert. H\u00e4ufig h\u00f6rt man dort, dass die Religionsfreiheit gef\u00e4lligst f\u00fcr hier lebende Muslime gegen eine \u201crechte\u201d Bev\u00f6lkerung zu verteidigen ist. Als ob es in D eine staatliche und gesellschaftliche Islamverfolgung g\u00e4be. Was es gibt, neben wenigen rechtsextremen Spinnern, ist die Debatte \u00fcber den politischen Islam, die durch die linke Seite des politische Spektrums auf diese Weise verhindert werden soll. Dass die Christenverfolgung auch hier in Achse des Guten manchen \u201cam Allerwertesten\u201d vorbei geht, kann man aus den Leserbriefen regelm\u00e4\u00dfig entnehmen. H\u00e4ufig ist die Kritik an den Kirchen, die durchaus in manchen Dingen angebracht ist, verbunden mit Rundumschl\u00e4gen besonders gegen den katholischen Glauben, verbunden mit einem antir\u00f6mischen Reflex. Aber auch das werden wir \u00fcberleben, zumindest in einem metaphysischen Sinne, denn Jesus hat uns gesagt, dass wir um seinetwillen verfolgt werden w\u00fcrden. F\u00fcr Kritikaster: Hoffnung, kein Opfermodus.<br \/>\n9.5.2019, M.L., AO<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Bisch\u00f6fe interessieren die syrischen Katholiken nicht<\/strong><br \/>\n\u201eFr\u00fcher hat es niemanden interessiert, welcher Religion du angeh\u00f6rtest, Shiiten, Sunniten, Drusen, Christen, Assad ist Alewit, er hat seine H\u00e4nde \u00fcber alle gehalten.\u201c &#8230;.<br \/>\n\u201eIhr Volk wird belogen \u00fcber die Zust\u00e4nde hier\u201c, sagt er, \u201edie sogenannten moderaten Rebellen unterscheiden sich kaum von den Kopfabschneidern des IS.\u201c Er l\u00e4sst Tee reichen. Auch er hat von dem Familienvater in Chemnitz geh\u00f6rt, der von einem Syrer erschlagen wurde. Und er kann nicht verstehen, dass die deutsche Regierung unterschiedslos jeden Syrer als Fl\u00fcchtling \u00fcber die Grenze l\u00e4sst.<br \/>\n\u201eEs gibt bei uns gute und schlechte Menschen, wie \u00fcberall auf der Welt\u201c. Besonders emp\u00f6rt ihn, dass die deutschen Bisch\u00f6fe auf das Leiden der syrischen Katholiken in ihren Predigten kaum eingingen, daf\u00fcr aber st\u00e4ndig Toleranz von den deutschen Gl\u00e4ubigen forderten f\u00fcr ausnahmslos alle, die behaupteten, aus Syrien zu stammen. \u201eSie unterschlagen, dass kaum einer von ihnen von Assad verfolgt wurde, sofern sie nicht dem IS angeh\u00f6rten.\u201cEr erteilt mir seinen Segen, f\u00fcr ihn eine Deutschlandreise zu organisieren. \u201eIch m\u00f6chte unsere syrischen Schwestern und Br\u00fcder auffordern, zur\u00fcckzukommen, und sich am Wieder-Aufbau unseres Landes zu beteiligen.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.12.2018 von Matthias Matussek bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/aus-aller-welt\/die-syrien-katastrophe-und-die-christen\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/kolumnen\/aus-aller-welt\/die-syrien-katastrophe-und-die-christen\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hatune Dogan spricht auf Berliner Frauenmarsch am 9.6.2018<\/strong><br \/>\n<em>Auf dem n\u00e4chsten, von Leyla Bilge organisierte <a title=\"Demonstrationsrecht\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/demonstrationsrecht\/\">Berliner Frauenmarsch<\/a> am 9. Juni 2018 wird die bekannte Ordensfrau Sr. Hatune Dogan sprechen.<\/em><br \/>\nSie ist eine jener Frauen, zu denen ich immer nur bewundernd aufschauen kann. Meistens waren meine ganz pers\u00f6nlichen Heldinnen neben der Jeanne d\u2019Arc immer Kriegerwitwen, katholische Adelsdamen, Transsexuelle, M\u00fctter mit vielen Kindern oder Ordensfrauen. In diesem Fall ist das eine Ordensfrau mit Migrationshintergrund: Schwester Hatune Dogan. Sie wurde 1970 in Migyat in der Ostt\u00fcrkei geboren, wo sie als Mitglied der verfolgten und immer kleiner werdenden Minderheit der syrisch-orthodoxen Christen aufwuchs. Dann flohen ihre Eltern nach Deutschland. Dort trat sie im zarten Alter von 18 Jahren in den Orden von \u201eSt.Ephraim der Syrer\u201c mit dem Mutterhaus in Glane ein. Nach verschiedenen Lehrt\u00e4tigkeiten widmete sich die kluge Frau ab den 90er Jahren verst\u00e4rkt dem Engagement f\u00fcr die Armen. Wer die ganzen Projekte betrachtet, die sie ins Leben rief und f\u00fcr die sie sich engagierte, der wird den Eindruck nicht los, hier eine Art europ\u00e4ische, moderne Mutter Teresa vor sich zu haben. Nach ihrem Engagement f\u00fcr Aidswaisen in Afrika (Simbabwe), bem\u00fcht sich ihre Stiftung derzeit um Unterbringungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge. Umso erstaunlicher sind ihre Aussagen, die sie zur Fl\u00fcchtlingspolitik trifft:<br \/>\nEuropa habe \u201edie W\u00f6lfe\u201c, das hei\u00dft die muslimischen Fl\u00fcchtlinge, hereingelassen, \u201edie Schafe\u201c aber drau\u00dfen stehen lassen. In dem aus der Bibel stammenden Vergleich stehen die \u201eSchafe\u201c f\u00fcr die verfolgten jesidischen und christlichen Minderheiten in den immer fundamentalistischer werdenden islamischen L\u00e4ndern der Welt. Besonders die \u201eM\u00fctter, die Kinder und die Waisen, denn die haben nicht genug Geld, um sich die Flucht zu erkaufen.\u201c Ob in der T\u00fcrkei, auf dem Libanon oder in Syrien gelte: \u201eFrauen haben dort keinen Wert. Sie sind nur da f\u00fcr die Lust des Mannes, und das erst recht, wenn sie Ungl\u00e4ubige sind.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.5.2018 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/philosophia-perennis.com\/2018\/05\/17\/ordensschwester-hatune-dogan-wird-auf-naechstem-berliner-frauenmarsch-sprechen\/\">https:\/\/philosophia-perennis.com\/2018\/05\/17\/ordensschwester-hatune-dogan-wird-auf-naechstem-berliner-frauenmarsch-sprechen\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<strong>T\u00fcrkische Ordensschwester Hatune Dogan kritisiert den Islam<\/strong><br \/>\n\u00bbIch glaube nicht, dass jemand, der den Koran lebt, f\u00fcr uns normal sein kann\u00ab, sagt die Ordensschwester Hatune Dogan und polarisiert damit ihre Zuh\u00f6rer. Im Auenheimer B\u00fcrgersaal berichtete sie von ihren Erlebnissen im Nahen Osten und von ihrer Stiftungsarbeit. &#8230;<br \/>\nSeit 26 Jahren k\u00fcmmert sich die resolute Ordensfrau um die \u00c4rmsten der Armen in der T\u00fcrkei, in Syrien, Indien, \u00c4gypten, im Libanon oder im Irak. \u00bbFrauen haben dort keinen Wert\u00ab, sagte Dogan am Freitagabend bei ihrem Vortrag im Auenheimer B\u00fcrgersaal. \u00bbSie sind nur da f\u00fcr die Lust des Mannes, und das erst recht, wenn sie Ungl\u00e4ubige sind.\u00ab Viel mehr als die Scherben aufzulesen bleibt der t\u00fcrkischst\u00e4mmigen Nonne meist nicht \u00fcbrig: Zuh\u00f6ren, ausweinen lassen, Wunden an Schamlippen und Br\u00fcsten versorgen, zerschnittene Gesichter streicheln. Alles Gr\u00e4ueltaten, die im Namen Allahs begangen wurden. \u00bbAber das nicht erst seit gestern, sondern schon seit Jahrhunderten\u00ab, erinnerte sie.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nKoran und Demokratie lassen sich in ihren Augen deshalb nicht vereinen. Sie appellierte vor allem die Politiker in Deutschland, \u00bbendlich aufzuwachen\u00ab und bei den Fl\u00fcchtlingen genauer hinzusehen: \u00bbIch glaube nicht, dass jemand, der den Koran wirklich lebt, normal sein kann f\u00fcr uns\u00ab, sagte sie. \u00bbDas ist unm\u00f6glich. Allein in 79 Versen wird zum T\u00f6ten von Ungl\u00e4ubigen aufgerufen. Wenn Sie so etwas lesen, k\u00f6nnen Sie nicht neutral sein.\u00ab<br \/>\nDer Vortrag der mehrfachen Buchautorin und Tr\u00e4gerin des Bundesverdienstkreuzes l\u00f6ste am Freitagabend gro\u00dfe Betroffenheit im Saal aus. Als Dogan von IS-Terroristen berichtete, die das Baby einer \u00bbUngl\u00e4ubigen\u00ab so lange gegen einen Felsen schlugen, \u00bbbis kein Kopf mehr da war\u00ab, hielt es eine aufgew\u00fchlte Besucherin nicht mehr auf ihrem Platz. \u00bbStopp\u00ab, rief sie und schnitt Hatune Dogan damit das Wort ab, \u00bbjetzt kommt ein Bild aus unserer eigenen Vergangenheit, wo die SS Kinder bei lebendigen Leib in den Verbrennungsofen wirft.\u00ab Die Frage sei jedoch, wie wir in Deutschland in Frieden mit den Religionen leben k\u00f6nnten. Hatune Dogan beteuerte, es ginge ihr ausschlie\u00dflich um die Menschen, die sich an den Wortlaut des Korans hielten, und warnte vor falscher Toleranz und Feigheit: \u00bbDie T\u00fcr muss offen bleiben f\u00fcr echte Fl\u00fcchtlinge, aber nicht f\u00fcr diejenige, die unsere Gesellschaft umkrempeln wollen. Wenn wir schweigen, machen wir unsere ganze Zukunft kaputt!\u00ab<\/p>\n<p>Alles vom 19.6.2016 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bo.de\/lokales\/kehl\/ordensschwester-kritisiert-den-islam\">https:\/\/www.bo.de\/lokales\/kehl\/ordensschwester-kritisiert-den-islam<\/a><br \/>\n<strong>In \u00d6R-Talkshows wird Hatune Dogan nicht eingeladen<\/strong><br \/>\nHatune Dogan: \u201eDie T\u00fcr muss offen bleiben f\u00fcr echte Fl\u00fcchtlinge, aber nicht f\u00fcr diejenigen, die unsere Gesellschaft umkrempeln wollen. Wenn wir schweigen, machen wir unsere ganze Zukunft kaputt!\u201c Sp\u00e4testens ist es auch dem letzten Leser vermutlich klar, warum diese gro\u00dfartige Frau weder von den deutschen Bisch\u00f6fen \u00f6ffentlichkeitswirksam unterst\u00fctzt wird, noch bei Anne Will &amp; Co. sitzt, sondern stattdessen Frauen wie Lamya Kaddor uns dort missionarisch und gegen jeden gesunden Menschenverstand den Islam schmackhaft machen wollen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.10.2016 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/philosophia-perennis.com\/2016\/10\/19\/eine-fluechtlingshelferin-die-in-keine-talkshow-eingeladen-werden-wird\/\">https:\/\/philosophia-perennis.com\/2016\/10\/19\/eine-fluechtlingshelferin-die-in-keine-talkshow-eingeladen-werden-wird\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Dogan kann man nicht als Nazi beschimpfen<\/strong><br \/>\nDie Ordensschwester Hatun Dogan wird deshalb nicht in unsere gleichgeschalteten Talkshows eingeladen, weil sie sich als gleichgeschaltete Feiglinge nicht trauen diese Dame aus der T\u00fcrkei als Nazi zu beschimpfen weil sonst das m\u00fchsam errichtete eigene Weltbild Schaden nehmen w\u00fcrde. Das \u00dcbliche was wir von den gleichgeschalteten Massenmedien kennen: Mit unterschiedlichem Ma\u00df messen um das eigene Kartenhaus noch aufrecht erhalten zu k\u00f6nnen, ihr wisst bescheid<br \/>\n20.6.2016, Ilario, PPO<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>La fin des chr\u00e9tiens dans l&#8217;orient &#8211; Das Ende der Christen im Orient<\/strong><br \/>\n<em>Der deutscher Filmtitel &#8222;Christen in der arabischen Welt&#8220; ist wohl unserer Political Correctness geschuldet.<br \/>\n<\/em>\u00a0 .<br \/>\nAnfang des 20. Jahrhundert stellten Christen in der arabischen Welt etwa rund 20 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Heute sind nur noch rund f\u00fcnf Prozent der arabischen Welt christlich. Viele verlassen wegen Krieg und Verfolgung die Region. Die Dokumentation gibt Einblick in das Leben der christlichen Minderheiten im Irak, in der T\u00fcrkei, in \u00c4gypten, im Libanon und in Syrien.<br \/>\nDurch das Chaos im Nahen Osten drohen die Christen aus dieser Region, in der ihre historischen Wurzeln liegen, zu verschwinden. Und der Westen, dessen Kultur sie mitbegr\u00fcndeten, schaut weg. Ist die arabische Welt ohne christliche Gemeinschaften vorstellbar? Sind nicht gerade auch sie ein Bindeglied zwischen der islamisch-orientalischen und christlich-westlichen Welt? Wie leben beziehungsweise \u00fcberleben christliche Minderheiten heute in \u00c4gypten, der T\u00fcrkei, im Irak, Libanon und Syrien?<br \/>\nIm Irak werden christliche Minderheiten derzeit von den Terrormilizen des sogenannten Islamischen Staates (IS) vertrieben, w\u00e4hrend sie aus der T\u00fcrkei bereits im Laufe des 20. Jahrhunderts fast v\u00f6llig verschwunden sind. \u00c4gypten hat zwar die gr\u00f6\u00dfte christliche Gemeinschaft der arabischen Welt, die Kopten erfahren jedoch nach wie vor keine echte Anerkennung. Der Libanon ist das einzige Land, in dem Christen lange in der Mehrheit waren, und auch noch heute noch m\u00fcssen sowohl das Staatsoberhaupt als auch der Oberbefehlshaber der Armee Christen sein. Aus Syrien fliehen Christen in gro\u00dfer Zahl, da sie zwischen den Fronten zerrieben werden in einem Krieg, der nicht zuletzt den Konflikt zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran widerspiegelt.<br \/>\nDer Dokumentarfilm schildert die dramatische Situation der Orientchristen, zeigt aber auch ihren Widerstandswillen und die Strategien, die es ihnen erm\u00f6glicht haben, in verschiedenen politischen Kontexten ihre jahrhundertealte Identit\u00e4t zu wahren und zum historischen Ged\u00e4chtnis beizutragen. Ironischerweise geh\u00f6ren die Orientchristen heute zu den gr\u00f6\u00dften Kennern des Islams&#8230;..<br \/>\nSendung vom 9.1.2018 umd 20.15 Uhr auf arte.tv<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/060824-000-A\/christen-in-der-arabischen-welt\/\">https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/060824-000-A\/christen-in-der-arabischen-welt\/<br \/>\n<\/a>\u00a0.<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Ostkirchen &#8211; vom Westen vergessen<\/strong><br \/>\nDie Ostkirchen erfahren vom Westen keinerlei Unterst\u00fctzung wenn es darum geht, sich gegen radikale Islamisten zu verteidigen. Gibt es f\u00fcr sie noch eine Zukunft in der Region, die auch die Geburtswiege der christlichen Religion ist? Die Analyse des Religionshistorikers Jean-Fran\u00e7ois Colosimo.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/ostkirchen-vom-westen-vergessen\">https:\/\/info.arte.tv\/de\/ostkirchen-vom-westen-vergessen<\/a><br \/>\nZwischen 2001 und 2015 verliess die H\u00e4lfte der christilischen Bev\u00f6lkerung des Iraks ihr Land und mehr als ein Drittel der syrischen Christen floh aus dem B\u00fcrgerkriegsland. Einige beantragten in Europa und Amerika Asyl, aber ihre erste Anlaufstation waren die Nachbarl\u00e4nder wie Jordanien, der Libanon oder die T\u00fcrkei.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/die-flucht-der-orientchristen-ziffern-ausgedrueckt\">https:\/\/info.arte.tv\/de\/die-flucht-der-orientchristen-ziffern-ausgedrueckt<\/a><br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Orientchristen werden als 5. Kolonne des Westens betrachtet<\/strong><br \/>\nWarum stecken die Orientchristen zwischen dem Westen und ihren eigenen L\u00e4ndern gewisserma\u00dfen in der Klemme?<br \/>\nDidier Martiny : Weil sie keine strategische Bedeutung f\u00fcr Europa und die USA haben. Im Mittleren Osten, der von der T\u00fcrkei bis Saudi-Arabien und von \u00c4gypten bis in den Iran reicht, kommen auf 320 Millionen Muslime lediglich 11 Millionen Christen. Im Verh\u00e4ltnis zur sunnitischen Mehrheit, mit der sich der Westen seit mehreren Jahren verb\u00fcndet, stellen sie also keine signifikante Gr\u00f6\u00dfe dar. Seit rund zehn Jahrhunderten werden die Christen schlecht behandelt und m\u00fcssen sich aufgrund ihres Minderheitenstatus den jeweils herrschenden M\u00e4chten anpassen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDen Orientchristen droht vor allem die Gefahr, von den Muslimen als F\u00fcnftes Standbein des Westens betrachtet zu werden \u2013 wie bei der US-amerikanischen Intervention im Irak 2003, als George Bush erkl\u00e4rte: &#8222;Wir sind die neuen Kreuzz\u00fcgler.&#8220; Daraufhin wurden sofort Hunderte von ihnen umgebracht. &#8230; Alles vom 26.4.2016 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/der-untergang-der-orientchristen\">https:\/\/info.arte.tv\/de\/der-untergang-der-orientchristen<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/info.arte.tv\/de\/wer-sind-die-christen-der-ostkirchen\">https:\/\/info.arte.tv\/de\/wer-sind-die-christen-der-ostkirchen<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Religion\u00a0&gt;Katholisch\u00a0&gt;Christen\u00a0&gt;Orientchristen &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Christenverfolgung heute: Pater Karl Wallner im Gespr\u00e4ch mit ADF International\u00a0(12.12.2025) Istanbul 1453 \u2013 Hannover 2020\u00a0(25.4.2020) Nah\u00f6stliche Weihnachten in Berlin bei\u00a0der\u00a0Rum-Orthodoxen Kirche (20.12.2019) 2019 war ein blutiges Jahr f\u00fcr Christen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/christen\/orientchristen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":15114,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-66129","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/66129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66129"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/66129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":143067,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/66129\/revisions\/143067"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}