{"id":57719,"date":"2015-11-22T15:25:54","date_gmt":"2015-11-22T14:25:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=57719"},"modified":"2025-03-22T18:16:50","modified_gmt":"2025-03-22T17:16:50","slug":"sparen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/sparen\/","title":{"rendered":"Sparen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a> &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a> &gt;<a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a> &gt;<a title=\"Finanzsystem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/\">Finanzsystem<\/a> &gt;<a title=\"Banken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/banken\/\">Banken<\/a> &gt;Sparen<\/p>\n<div id=\"attachment_57601\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/sufismus\/eichen-zarten-wanglerkreuz-dreisamtal-pan151116\/\" rel=\"attachment wp-att-57601\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57601\" class=\"size-full wp-image-57601\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/eichen-zarten-wanglerkreuz-dreisamtal-pan151116.jpg\" alt=\"Alte Eichen im herbstlichen Dreisamtal zwischen Freiburg-Ebnet und Zarten am 16.11.2015\" width=\"638\" height=\"328\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/eichen-zarten-wanglerkreuz-dreisamtal-pan151116.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/eichen-zarten-wanglerkreuz-dreisamtal-pan151116-180x92.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57601\" class=\"wp-caption-text\">Alte Eichen im herbstlichen Dreisamtal zwischen Freiburg-Ebnet und Zarten am 16.11.2015<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>Staatsschulden 18.3.2025: Ersparnisse kann man nur einmal verbraten (21.3.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schulden-klima-im-grundgesetz\/\">Schulden, Klima im Grundgesetz<\/a>\u00a0(18.3.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spareninvestition-vs-konsum\/\">Sparen=Investition vs Konsum<\/a>\u00a0(15.3.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/scholz-d-unhoeflich-zu-milei-ar\/\">Scholz\/D unh\u00f6flich zu Milei\/AR<\/a>\u00a0(25.6.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/bargeld\/\">Eberhard Hamer: Vom realen Bargeld zum irrealen Digitalgeld<\/a>\u00a0(18.5.2022)<\/li>\n<li><a title=\"Target-Saldo EU: 1 Billion Euro\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/target-saldo-eu-1-billion-euro\/\">Target-Saldo der deutschen Bundesbank \u00fcberschreitet eine Billion Euro<\/a>\u00a0(8.8.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Schulden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/schulden\/\">Johannes Eisleben: Gipfel des EU-Schuldenwahns<\/a>\u00a0(24.7.2020)<\/li>\n<li><a title=\"EU-Solidarit\u00e4t: Bonds \u2013 Target\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/eu-solidaritaet-bonds-target\/\">EU-Solidarit\u00e4t: Euro-Bonds und Target-Schulden<\/a>\u00a0(11.4.2020)<\/li>\n<li>Europ\u00e4ische Einlagensicherung &#8211; ein fauler Deal? (15.11.2019)<\/li>\n<li>Einlagensicherung &#8211; Will die EU an die Sicherung unserer Ersparnisse? (21.11.2015)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"EU-Banken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-banken\/\">EU-Banken<\/a><\/li>\n<li><a title=\"EU-Transferunion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-transferunion\/\">EU-Transferunion<\/a><\/li>\n<li><a title=\"EZB\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/ezb\/\">EZB<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Finanzsystem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/\">Finanzsystem<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Schulden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/schulden\/\">Schulden<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Sparsamkeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/sparsamkeit\/\">Sparsamkeit &#8211; Konsum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/staatsschulden2025\/\">Staatsschulden2025<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Staatsschulden 18.3.2025: Ersparnisse kann man nur einmal verbraten<\/strong><br \/>\nSowohl die Sonderschulden als auch die regul\u00e4ren Schulden m\u00fcssen mit Krediten finanziert werden. Diese konkurrieren mit den Kreditw\u00fcnschen beispielsweise von potenziellen Erwerbern von Wohneigentum oder solchen f\u00fcr Investitionen von Handwerkern und der Wirtschaft. Deshalb werden die Kreditzinsen steigen und viele Anschaffungen ausbremsen. Das ungenutzte Eigenkapital bleibt dann auf den Konten liegen \u2013 und genau darauf haben es die Finanzakrobaten in Berlin und Br\u00fcssel abgesehen. \u201eWir werden private Ersparnisse in dringend ben\u00f6tigte Investitionen umwandeln\u201c, verk\u00fcndete von der Leyen in Br\u00fcssel, abermals in vollkommener Unkenntnis wirtschaftlicher Zusammenh\u00e4nge: Denn Ersparnisse werden von den Kreditinstituten schon immer f\u00fcr Investitionen vergeben. Ersparnisse k\u00f6nnen also nicht doppelt verbraten werden.<br \/>\nDer Staat wird f\u00fcr die Geldbeschaffung der Kriegsert\u00fcchtigung verzinsliche Anleihen ausgeben m\u00fcssen. Ein St\u00fcck weit klappt dieser Coup auch. Denn mit den erhaltenen Zinsen der Anleihek\u00e4ufer k\u00f6nnen diese die Steuern bezahlen, mit denen die eigenen Kreditzinsen finanziert werden \u2013 Prinzip rechte Tasche, linke Tasche. Gewonnen ist f\u00fcr die Sparer nichts, im Gegenteil. Die einmal zur\u00fcckzuzahlende Anleihe ist bei F\u00e4lligkeit durch die Geldentwertung nicht mehr so viel wert, sie hat nicht mehr die Kaufkraft wie zum Zeitpunkt der Emittierung der Anleihe. Und ob die Erben von den w\u00e4hrend der langen Laufzeit der Anleihe versterbenden Erblassern \u00fcberhaupt noch etwas von Anleihegeldern sehen, ist fraglich. Doch der Raubritterstaat denkt weiter: In Berlin wird, wie nach dem Zweiten Weltkrieg , schon \u00fcber einen neuen Lastenausgleich nachgedacht. Eine W\u00e4hrungsreform wie damals d\u00fcrfte indes kaum infrage kommen, da Deutschland auf Gedeih und Verderb in die Eurozone eingebunden ist.<br \/>\n.<br \/>\nWomit wir bei der Preisentwicklung sind. Es ist unschwer vorauszusehen, dass die Preise davonlaufen werden. Wo die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wie jetzt gepuscht wir, ohne dass die Produktionskapazit\u00e4ten und das Arbeitskr\u00e4ftepotenzial daf\u00fcr vorhanden sind, m\u00fcndet das mindestens in ein moderate, eher aber in eine starke Inflation. F\u00fcr den Staat bedeutet das eine Entschuldung durch die Hintert\u00fcr, f\u00fcr die Sparer eine schleichende Enteignung. Doch auch ohne Inflation zeichnet sich ab: Der steigende Arbeitskr\u00e4ftemangel infolge der nachfragewirksamen \u201eGeldschwemme\u201c des Staates bietet den Gewerkschaften die Gelegenheit, in die Vollen zu gehen. In den speziellen R\u00fcstungsbranchen wie der Metallindustrie, aber auch im Tiefbau, der Verbreiterung von West-Ost-Stra\u00dfen f\u00fcr die Kriegslogistik, der Verst\u00e4rkung von Br\u00fccken f\u00fcr den gleichen Zweck und so weiter, werden deutlich h\u00f6here L\u00f6hne erstritten. Diese haben auch Auswirkungen auf das Lohnniveau anderer Branchen, die nichts mit den Staatsauftr\u00e4gen zu tun haben. Die Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie oder die Reisebranche werden h\u00f6here L\u00f6hne und Geh\u00e4lter zahlen m\u00fcssen.<br \/>\nUnd wenn der Markt entsprechende Preiserh\u00f6hungen nicht zul\u00e4sst, dann ist der Ofen aus: Betriebsaufgaben oder Insolvenzen werden sich noch mehr h\u00e4ufen, als wir dies infolge der glorreichen Ampelpolitik bereits heute erleben.<br \/>\n&#8230; Alles vom 21.3.2025 von Albrecht K\u00fcnstle bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ansage.org\/nach-der-bundesrat-zustimmung-es-ist-vollbracht-diese-schuldenorgie-wird-deutschland-das-genick-brechen\/\">https:\/\/ansage.org\/nach-der-bundesrat-zustimmung-es-ist-vollbracht-diese-schuldenorgie-wird-deutschland-das-genick-brechen\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Europ\u00e4ische Einlagensicherung &#8211; ein fauler Deal?<\/strong><br \/>\nHaben Sie Ersparnisse auf der Bank? Dann sollten Sie genauer wissen, was Bundesfinanzminister Olaf Scholz dieser Tage vorgeschlagen hat. Banken \u2013 egal ob Gro\u00dfbank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank \u2013 k\u00f6nnen, wie andere Unternehmen auch, konkursgehen:<\/p>\n<p><em>Das traditionelle Gesch\u00e4ft einer Bank besteht darin, Spareinlagen als Kredite zu verleihen.<br \/>\nWenn nun viele Kredite nicht zur\u00fcckgezahlt werden \u2013 etwa wegen Firmenpleiten in einer Rezession \u2013, bekommt die Bank Probleme, den Sparern ihr Geld zur\u00fcckzuzahlen.<br \/>\nSie kann zwar ihr Eigenkapital anzapfen.<br \/>\nDoch wenn das nicht reicht, ist die Bank pleite.<br \/>\nDie Sparer verlieren ihre Ersparnisse.<\/em><br \/>\n.<br \/>\nBankenpleiten passieren selten, aber sie passieren. Damit der Schaden f\u00fcr die Sparer in Grenzen gehalten wird, gibt es die Einlagensicherung: Banken m\u00fcssen in einen Topf einzahlen, aus dem die Sparer einer insolventen Bank mit bis zu 100 000 Euro entsch\u00e4digt werden. Die Einlagensicherung ist bislang national: Wenn eine italienische Bank pleitegeht, muss die italienische Einlagensicherung die Sparer entsch\u00e4digen, aber nicht die deutsche oder die franz\u00f6sische. Seit Jahren will die Europ\u00e4ische Kommission die Einlagensicherung europ\u00e4isieren, also die Haftung vergemeinschaften. Ihre Begr\u00fcndung: Der Binnenmarkt ist ein Markt ohne nationale Grenzen. Grunds\u00e4tzlich z\u00e4hlt dazu auch die Kapitalverkehrsfreiheit: Deutsche Banken d\u00fcrfen in Italien Gesch\u00e4fte machen, zyprische in Frankreich. Ein Binnenmarkt, der seinen Namen verdient, ben\u00f6tigt auch f\u00fcr Banken EU-einheitliche Vorschriften. Das soll verhindern, dass zum Beispiel zyprische Banken dank laxer nationaler Vorschriften Wettbewerbsvorteile gegen\u00fcber deutschen Banken mit strengen Vorschriften haben.<br \/>\nDaher gab es gerade in den letzten Jahren viele sinnvolle Harmonisierungen von Vorschriften f\u00fcr Banken. Ein wei\u00dfer Fleck ist allerdings die Einlagensicherung. Das will die Europ\u00e4ische Kommission \u00e4ndern. Schon im Jahr 2015 legte sie \u2013 massiv unterst\u00fctzt von Italien, Zypern und Griechenland \u2013 einen Gesetzentwurf f\u00fcr eine gemeinsame Einlagensicherung f\u00fcr die Euro-Staaten vor. Doch etliche Mitgliedstaaten, allen voran Deutschland, leisteten bislang vehement Widerstand. Begr\u00fcndung: Die Einlagensicherung der deutschen Sparer soll nicht bei einem Konkurs einer s\u00fcdeurop\u00e4ischen Bank ihr Geld weggeben m\u00fcssen.<br \/>\nAndersherum w\u00fcrde das zwar auch gelten \u2013 aber nur theoretisch. Denn in den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern ist das Risiko von Bankpleiten ungleich gr\u00f6\u00dfer: Der Anteil ausfallgef\u00e4hrdeter Kredite liegt in Italien bei acht Prozent, in Zypern bei 19 Prozent, in Griechenland bei 39 Prozent, in Deutschland dagegen nur bei gut einem Prozent. Daher war die deutsche Devise: Zuerst m\u00fcssen die S\u00fcdl\u00e4nder ihre faulen Kredite auf ein ertr\u00e4gliches Ma\u00df abbauen; erst danach kann man \u00fcber eine europ\u00e4ische Einlagensicherung verhandeln.<br \/>\nDiese Position hat Bundesfinanzminister Scholz jetzt aufgegeben. Er fordert zwar weiterhin einen Abbau der faulen Kredite, will dar\u00fcber aber jetzt gleichzeitig im Paket mit der Einrichtung einer europ\u00e4ischen Einlagensicherung verhandeln. Das liegt nicht im Interesse der deutschen Sparer. Denn bei Verhandlungen werden immer Kompromisse gemacht, oft auch faule.<br \/>\nWarum dann dieser pl\u00f6tzliche Sinneswandel? In Berlin wird gesagt: Scholz will das Image des deutschen Blockierers loswerden und den Schwarzen Peter auf die S\u00fcdl\u00e4nder abschieben. Nach dem Motto: Der Abbau der faulen Kredite wird dort ja doch nicht gelingen. Die Gefahr fauler Kompromisse wird kleingeredet. In Br\u00fcssel h\u00f6rt man hinter vorgehaltener Hand eine ganz andere Erkl\u00e4rung: Deutschland hat mit der Nord-LB in Hannover eine marode Bank, die wegen vieler fauler Schiffskredite am Abgrund steht. Um sie \u00fcber Wasser zu halten, soll sie staatliche Hilfen in Milliardenh\u00f6he erhalten. Diese Hilfen muss die Europ\u00e4ische Kommission genehmigen.<br \/>\n.<br \/>\nDas darf sie aber nur unter strengen Bedingungen, und ob die Nord-LB diese Bedingungen erf\u00fcllt, ist mehr als zweifelhaft. Also m\u00fcsste die Nord-LB eigentlich abgewickelt werden, was f\u00fcr die deutschen Sparkassen massive Geld- und Imagesch\u00e4den bedeuten w\u00fcrde. Der Deal zwischen EU-Kommission und Scholz: Deutschland gibt seine Blockadehaltung bei der Einlagensicherung auf, und Br\u00fcssel dr\u00fcckt bei der Rettung der Nord-LB beide Augen zu. Wenige Tage nach Scholz&#8220; Vorschlag f\u00fcr Paketverhandlungen wurde bekannt, die EU-Kommission werde die Staatshilfen f\u00fcr die Nord-LB genehmigen. Gibt es noch Fragen?<br \/>\n&#8230; Alles vom 15.11.2019 von Ludger Gerken bite lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/europaeische-einlagensicherung-ein-fauler-deal--179485873.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/kommentare-1\/europaeische-einlagensicherung-ein-fauler-deal&#8211;179485873.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einlagensicherung &#8211; Will die EU an die Sicherung unserer Ersparnisse?<\/strong><br \/>\nHatten auch Sie Angst, Ihre Ersparnisse zu verlieren, als 2008 die Finanzkrise ausbrach und etliche Banken vor der Pleite standen? Einlagensicherungssysteme sollen Ihnen solche Angst nehmen. Sie springen ein, wenn eine Bank Konkurs geht und den Kontoinhabern ihre Einlagen \u2013 das sind die Guthaben auf Giro-, Spar- und Festgeldkonten \u2013 nicht zur\u00fcckzahlen kann. Erstens sollen diese Systeme Sie bis zu einer H\u00f6he von 100 000 Euro entsch\u00e4digen. Zweitens sollen sie Sie davon abhalten, bereits aus Angst vor einer Bankpleite Ihre Gelder abzuheben.<br \/>\nWenn das aber sehr viele tun, spricht man von &#8222;Bank Run&#8220;. Der treibt sogar gesunde Banken in die Insolvenz, weil daf\u00fcr keine Bank gen\u00fcgend Geld in der Kasse vorh\u00e4lt. Solche Einlagensicherungssysteme hat die EU allen Mitgliedstaaten vorgeschrieben. Gut, oder?<br \/>\nDamit die nationalen Systeme im Bedarfsfall auch helfen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die ihnen jeweils zugeh\u00f6rigen Banken seit 2014 in sie einzahlen. Auch das schreibt EU-Recht vor. Die Einzahlungen der Banken m\u00fcssen so hoch sein, dass jeder nationale Fonds sp\u00e4testens 2024 \u00fcber Geld in H\u00f6he von 0,8 Prozent der gesch\u00fctzten Einlagen verf\u00fcgt.<\/p>\n<div class=\"boxOhne breakerAd\">\n<div id=\"zoneAdserverMrec\" class=\"top20\">\n<div id=\"helperAdserverMrec\">\n<div id=\"beacon_e70cde1700\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/w.online-verlag-freiburg.de\/www\/delivery\/lg.php?bannerid=4828&amp;campaignid=2277&amp;zoneid=135203&amp;loc=1&amp;referer=http%3A%2F%2Fwww.badische-zeitung.de%2Fwirtschaft-3%2Fwill-die-eu-an-die-sicherung-unserer-ersparnisse--113922527.html&amp;cb=e70cde1700\" alt=\"\" width=\"0\" height=\"0\" \/>Jetzt plant die Europ\u00e4ische Kommission mehr. Sie will den nationalen Einlagensicherungssystemen zumindest der Euro-Staaten ein europ\u00e4isches System \u00fcberst\u00fclpen. Sie plant eine gegenseitige Beistandspflicht: Wenn ein System \u00fcberfordert ist, sollen die Systeme der anderen L\u00e4nder mit Geld aushelfen m\u00fcssen. Am 24. November soll der Vorsto\u00df kommen. Ist auch das sinnvoll? Theoretisch ja \u2013 praktisch nein.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Theoretisch gilt: Mit einem solchen System w\u00fcrde das Risiko einer Bankpleite gestreut. Auch k\u00f6nnte sehr viel mehr Geld eingesetzt werden. Wenn eine gro\u00dfe Bank in einem kleinen Land kippt, kann das nationale System \u00fcberfordert sein. Auch die gleichzeitige Pleite von mehreren Banken l\u00e4sst sich so leichter wegstecken.<br \/>\nDie Praxis ist aber leider sehr viel komplizierter. Erstens: Das Insolvenzrisiko einer griechischen Bank ist derzeit ungleich gr\u00f6\u00dfer als etwa das einer deutschen. Das griechische System muss also sehr viel h\u00f6here Risiken auffangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das griechische System Hilfe aus den anderen L\u00e4ndern ben\u00f6tigt, ist daher erheblich h\u00f6her als beim deutschen. Um das auszugleichen, m\u00fcsste die Regel gelten: Je mehr Risiken ein nationales System abzudecken hat, desto mehr Geld m\u00fcsste es im Topf haben. Das ist aber nicht der Fall; f\u00fcr alle L\u00e4nder gilt heute die Obergrenze von 0,8 Prozent.<\/p>\n<p>Zweitens: In einigen L\u00e4ndern, darunter Deutschland, bestehen schon seit vielen Jahren Einzahlungspflichten nach nationalem Recht. In anderen L\u00e4ndern, etwa Italien, gibt es sie erst seit 2014 infolge der EU-Vorschrift. Die T\u00f6pfe in diesen L\u00e4ndern sind daher noch so gut wie leer. Wenn italienische Banken pleitegehen, wird mithin erheblich schneller auf die europ\u00e4ische Rettung zur\u00fcckgegriffen werden m\u00fcssen als bei Banken in L\u00e4ndern mit besser gef\u00fcllten T\u00f6pfen.<\/p>\n<p>Drittens: Wenn Banken wissen, dass im Notfall nicht nur das nationale System einspringt, sondern zus\u00e4tzlich Geld aus anderen Euro-L\u00e4ndern flie\u00dft, haben sie den Anreiz, h\u00f6here Risiken bei ihren Gesch\u00e4ften einzugehen. Das gilt ganz besonders f\u00fcr Banken in jenen L\u00e4ndern, in denen das nationale System nur \u00fcber geringe Mittel verf\u00fcgt.<\/p>\n<p>Aus diesen drei Gr\u00fcnden w\u00e4re eine europ\u00e4ische Beistandspflicht eine ziemliche Einbahnstra\u00dfe von den soliden in die wackeligen L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Viertens: Die vorgesehene Beistandspflicht kann das Vertrauen in die Solidit\u00e4t auch der gut aufgestellten nationalen Systeme untergraben. Sp\u00e4testens bei Eintritt des Beistandsfalles, wenn etwa das deutsche System einem anderen System Geld \u00fcberweisen muss, droht die Sorge, ob dann noch gen\u00fcgend Mittel f\u00fcr die Entsch\u00e4digung im Falle einer deutschen Bankpleite bereitstehen. Schon eine solche Bef\u00fcrchtung verst\u00e4rkt die Gefahr eines Bank Run. Die Beistandspflicht erh\u00f6ht also die Ansteckungsgefahr.<\/p>\n<p>All jene L\u00e4nder, die keine solide Einlagensicherung haben und deren Banken Probleme haben, fordern die Beistandspflicht vehement. Die deutschen Banken sind genauso vehement dagegen, Bundesfinanzminister Sch\u00e4uble auch. Der Vorschlag wird dennoch kommen, voraussichtlich schon am 24. November. Problem ist: Um das Vorhaben durchzuboxen, m\u00fcssen nur 16 (von 28) EU-Staaten, in denen 65 Prozent der EU-Bev\u00f6lkerung leben, zustimmen. Und wir haben inzwischen mehr schwache als starke L\u00e4nder. Wie das ausgeht, steht in den Sternen.<br \/>\n21.11.2015, L\u00fcder Gerken,\u00a0Leiter des Centrums f\u00fcr Ordnungspolitik<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Der Finanzminister als willf\u00e4hriger Erf\u00fcllungsgehilfe<\/strong><br \/>\nMir schwant Schreckliches, seit ich lesen musste, dass sich das Bundesfinanzministerium gegen eine gemeinsame Einlagensicherung f\u00fcr Sparer stemmt. Denn es ist leider mehr als wahrscheinlich, dass sich unser Finanzminister auch in diesem Falle wieder als willf\u00e4hriger Erf\u00fcllungsgehilfe des halbseidenen (Finanzschlupfl\u00f6cher in Luxemburg!) Kommissionspr\u00e4sidenten outet. Es zieht sich wie ein roter Faden durch seine Vita als H\u00fcter der deutschen Finanzen, angefangen beim ersten Schutzschirm EFSF \u00fcber den <a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">ESM<\/a> bis zum dritten Hilfspaket f\u00fcr Griechenland, das er zuerst genau so vehement ablehnte und am Ende im Bundestag seine Sch\u00e4fchen geradezu flehentlich darum bat, exakt diesem Hilfspaket zuzustimmen. Erinnert man sich dann noch der Worte des schon genannten Kommissionspr\u00e4sidenten: &#8222;Wir beschlie\u00dfen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein gro\u00dfes Geschrei gibt und keine Aufst\u00e4nde, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter \u2013 Schritt f\u00fcr Schritt, bis es kein Zur\u00fcck mehr gibt.&#8220; (zitiert nach Der Spiegel). Soviel zur Seriosit\u00e4t herausragender politischer Personen.<br \/>\n19.9.2015, Peter Kiefer, Steinen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global &gt;EU &gt;Finanzsystem &gt;Banken &gt;Sparen &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Staatsschulden 18.3.2025: Ersparnisse kann man nur einmal verbraten (21.3.2025) Schulden, Klima im Grundgesetz\u00a0(18.3.2025) Sparen=Investition vs Konsum\u00a0(15.3.2025) Scholz\/D unh\u00f6flich zu Milei\/AR\u00a0(25.6.2024) Eberhard Hamer: Vom realen Bargeld zum &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/sparen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2859,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-57719","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/57719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57719"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/57719\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132028,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/57719\/revisions\/132028"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}