{"id":56879,"date":"2015-10-15T10:10:59","date_gmt":"2015-10-15T08:10:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=56879"},"modified":"2015-10-15T12:30:45","modified_gmt":"2015-10-15T10:30:45","slug":"unteralpfen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/unteralpfen\/","title":{"rendered":"Unteralpfen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a> &gt;<a title=\"Regio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/\">Regio<\/a> &gt;<a title=\"Heimat\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/heimat\/\">Heimat<\/a> &gt;<a title=\"Geschichte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/heimat\/geschichte\/\">Geschichte<\/a> &gt;<a title=\"Orte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/\">Orte<\/a> &gt;Unteralpfen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Als Divisionspfarrer im Ersten Weltkrieg (16.4.2015)<\/li>\n<li>Die Kirchen und der Krieg (10.4.2015)<\/li>\n<li>Ostern ohne Auferstehung (5.4.2015)<\/li>\n<li>&#8222;Mein Tagebuch Erster Weltkrieg 1914-1918&#8220; von Jakob Ebner (21.10.2014)<\/li>\n<li><\/li>\n<li>Jakob Ebner (1873 &#8211; 1960) &#8211; Ehrenb\u00fcrger von Unteralpfen<\/li>\n<li>Unteralpfen &#8211; Ortsteil von Albbruck<\/li>\n<li><a title=\"Hotzenwald\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/hotzenwald\/\">Hotzenwald<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Als Divisionspfarrer im Ersten Weltkrieg<\/strong><br \/>\n<em>Jakob Ebner beschreibt das uns\u00e4gliche Leid in seinem Kriegstagebuch, das in gedruckter Form in drei B\u00e4nden vorliegt<\/em><br \/>\nVor hundert Jahren, am 1. November 1914, notiert der Unteralpfener Milit\u00e4rpfarrer Dr. Jakob Ebner in seinem Kriegstagebuch: \u201eWir schaufeln ein Grab am Waldrand. Einmal m\u00fcssen wir unsere Arbeit unterbrechen, weil Granaten ganz in der N\u00e4he einschlagen. Alles legt sich auf den Boden. Ich beerdige nachher die zwei Gefallenen.\u201c Danach eilt Ebner hinunter ins Dorf zum Feldgottesdienst mit Predigt. \u201eViele Soldaten und Zivilisten kommen.\u201c Anschlie\u00dfend kehrt er wieder zu seiner Kompanie in die Stellungen auf dem Berg zur\u00fcck. \u201eOben flog mir ein Infanteriegeschoss direkt am Ohr vorbei. Ich werde diesen Pfiff nie vergessen! Es ist ein schweres Gefecht entbrannt.\u201c Er wird dringend gebraucht: \u201eAuf dem Verbandsplatz versehe ich den Unteroffizier B\u00fcchele aus Karlsruhe. Auch mehrere schwer verwundete Protestanten bereite ich auf den Tod vor. Vielen Verwundeten spreche ich Trost zu.\u201c Am Abend geht er nochmals in die vordersten Stellungen. \u201eAuf einmal setzt wieder Maschinengewehrfeuer ein. Ich liege bei zwei Soldaten hinter einem Baum. Vizefeldwebel Knebel zeigt mir Wurfspie\u00dfe, die aus Flugzeugen auf die Kompanie hinuntergeworfen wurden.\u201c So beschreibt Jakob Ebner in unz\u00e4hligen Nuancen den allt\u00e4glichen Wahnsinn des Krieges in einem Kriegstagebuch, das inzwischen in gedruckter Form vorliegt und im Handel erh\u00e4ltlich ist. Die Lekt\u00fcre geht an die Nieren und bereitet psychische Schmerzen, und trotzdem kommt man nicht mehr davon los. Dr. Jakob Ebner (1873 bis 1960) war als Feldseelsorger und Divisionspfarrer im Ersten Weltkrieg an den Brennpunkten der Westfront im Einsatz. Hier hat er hautnah das uns\u00e4gliche Leiden und das sinnlose Sterben miterlebt und dabei oft genug sein eigenes Leben riskiert. So vermerkt er am 8. Mai 1918 in seinem Tagebuch: \u201eHeute Nachmittag um vier Uhr fiel ein faustgro\u00dfes Granatst\u00fcck zwei Meter vor mir auf den Boden. Das h\u00e4tte mich durch und durch geschlagen. Ich habe wieder einmal, wie schon so oft, Gl\u00fcck gehabt.\u201c F\u00fcr seine damalige Pfarrgemeinde Bietingen bei Me\u00dfkirch war es allerdings ein gro\u00dfer Schock, als sich Jakob Ebner 1914 als Freiwilliger an die Front meldete, beseelt von der \u00dcberzeugung, dass sein Platz dort sein m\u00fcsse, wo er am dringendsten gebraucht werde. Als Student hatte er einen Kurs f\u00fcr Krankenpflege mitgemacht. Das war f\u00fcr ihn ein Wink Gottes. \u201eMir lie\u00df es keine Ruhe\u201c, schreibt er am 1. August 1914. \u201eImmer mehr reifte der Entschluss, mit in den Krieg zu ziehen.\u201c Zugleich hatte er das Gef\u00fchl, dass in diesem Krieg viele Geistliche ben\u00f6tigt w\u00fcrden. Und dass er gebraucht wurde, ist in seinen Tageb\u00fcchern, die den Zeitraum vom 1. August 1914 bis 14. Januar 1919 abdecken, mit folgenden Zahlen belegt: Er hielt 1032 Feldgottesdienste, spendete 476 Mal das Sterbesakrament und f\u00fchrte 989 Beerdigungen durch. Wie oft Ebner auch Beistand leistete, Trost spendete und Kontakt mit den Hinterbliebenen in der Heimat aufnahm, l\u00e4sst sich mit Zahlen kaum belegen. Typisch sind seine Eintr\u00e4ge vom 6. September 1914: \u201eUm vier Uhr schlagen mehrere franz\u00f6sische Granaten bei uns ein. Vier unserer Leute wurden getroffen. Drei waren sofort tot, einem konnte ich noch die Sterbesakramente geben, bevor er starb.<br \/>\nWir beerdigen die Kameraden und ich habe eine kleine Ansprache gehalten. Alle hatten Tr\u00e4nen in den Augen.\u201c Am 18. September 1914 hei\u00dft es: \u201eMorgens um acht Uhr beerdige ich auf dem Friedhof Jakob Moser. Am Nachmittag beginnt eine starke Kanonade und heftiges Gewehrfeuer. Bald bringen die Sanit\u00e4ter Verwundete, immer mehr, immer mehr, es sind gegen vierzig Soldaten. Philipp Oeder aus Durlach hat einen Bauchschuss erhalten. Er stirbt abends um neun Uhr. Es werden drei Tote gebracht: Karl Knebel von Seelbach, Hermann Fischer von Frei-stett bei Kehl mit Kopfschuss und Emil Spraul aus Haslach bei Oberkirch mit Kopfschuss. Er ist seit einem dreiviertel Jahr verheiratet. In der Tasche hat er einen Rosenkranz. Am Samstag werde ich sie beerdigen.\u201c Und der Krieg nahm Dimensionen an, die niemand vorausgesehen hatte. Vor allem die Grabenk\u00e4mpfe an der Westfront stehen f\u00fcr unermessliches Leid der Soldaten auf beiden Seiten. Zum Kriegsalltag geh\u00f6ren Gro\u00dfangriffe der Infanterie gegen stark ausgebaute Maschinengewehrstellungen, tagelanger Artilleriebeschuss und bald auch die Luftk\u00e4mpfe, der Gas- und Minenkrieg. Millionen von Soldaten wurden an dieser Front verwundet und get\u00f6tet. Zur\u00fcckgeblieben sind hunderttausende Gefallene, die entlang der Westfront in unz\u00e4hligen Soldatenfriedh\u00f6fen bestattet sind oder noch immer unentdeckt in der zerw\u00fchlten, blutgetr\u00e4nkten, m\u00fchsam rekultivierten Erde liegen. \u201eKrieg ist ein Ungl\u00fcck f\u00fcr Sieger und Besiegte\u201c, stellt Jakob Ebner schon zu Beginn des Krieges fest.<\/p>\n<p class=\"nurwennwerbung\">Die traumatischen Erlebnisse hinterlassen bei ihm tiefe Spuren. Bei sp\u00e4teren Gespr\u00e4chen, Vortr\u00e4gen und Predigten kommt Ebner immer wieder auf seine Kriegserlebnisse zur\u00fcck. \u201eMan braucht eine Seele aus Stahl und Eisen, um das alles zu verkraften\u201c, lautet sein Res\u00fcmee. Aber es gibt auch andere Aspekte in den Tageb\u00fcchern: Immer wieder schildert Ebner die Sch\u00f6nheiten der Natur, beschreibt Einzelheiten \u00fcber seine Hobbys, Bienen- und Fischzucht, oder er l\u00e4sst den Leser an einer Kunstreise in die belgischen St\u00e4dte oder an einem Ausflug ans Meer teilnehmen. Auch der Humor und die Hoffnung keimen immer wieder auf. Am 20. Februar 1918 notiert er: \u201eDrei Forellen hatten die G\u00fcte anzubei\u00dfen; mit diesen Gefangenen kann man wenigstens etwas anfangen, sie wandern in die Pfanne!\u201c F\u00fcr seine Verdienste im 1. Weltkrieg wurde er mit dem eisernen Kreuz erster Klasse sowie mit dem badischen Verdienstorden ausgezeichnet. Einen Tag nach dem Waffenstillstand folgt die R\u00e4umung der besetzten Gebiete und der Marsch in die Heimat.<br \/>\n\u201eIch werde bei der Division entlassen, nachdem ich meine Unterschrift unter ein Schriftst\u00fcck gesetzt habe, dass ich auf nichts mehr Anspruch mache\u201c, so lautet sein letzter Tagebucheintrag am 14. Januar 1919. \u201eIch ging mit meiner Kleidung als Divisionspfarrer zur Entlassung nach Freiburg. Ich bin nie angerempelt worden.\u201c In die Heimat zur\u00fcckgekehrt, sammelt und ordnet er seine Aufzeichnungen, tippt sie in die Schreibmaschine und l\u00e4sst alles binden. So entstehen seine Kriegstageb\u00fccher, drei B\u00e4nde, insgesamt 874 Seiten im DIN A4 Format. Nach seinem Tode landen die B\u00fccher auf dem Speicher seines Hauses in der Stiegstra\u00dfe 19 und geraten in Vergessenheit. 1970, bei der Durchsicht des Nachlasses, entdeckt sein Gro\u00dfneffe Bernhard Huber aus Schmitzingen die vergilbten B\u00e4nde in einer Truhe und bewahrt sie in seinem Hause auf. Auch Paula Zwernemann aus Oberalpfen, eine Gro\u00dfnichte des Pfarrers und Hans G\u00f6ppert, ehemaliger Lehrer aus Unteralpfen, befassen sich mit dem Nachlass. Beschlossen wird, die B\u00fccher neu zu schreiben und in Druck zu geben. So entstand nach fast zwei Jahren Arbeit eine neue, leicht gek\u00fcrzte Fassung, die im August dieses Jahres unter dem Titel \u201eJakob Ebner, mein Tagebuch, 1. Weltkrieg 1914 \u2013 1918\u201c im Selbstverlag erschienen ist. Das Werk enth\u00e4lt auf vierhundert Seiten, neben l\u00fcckenlosen Tagebucheintr\u00e4gen und historischen Fotos, einen genauen \u00dcberblick \u00fcber Ebners Einsatzorte, eine ausf\u00fchrliche Biografie, geschrieben von Bernhard Huber und ein zeitgeschichtliches Nachwort von Paula Zwernemann. Von Hans G\u00f6ppert stammt der historische R\u00fcckblick \u00fcber die hei\u00df umk\u00e4mpften Brennpunkte der Westfront im Elsass, in Lothringen, im Priesterwald, am Lorettoberg, in der Champagne, an der Somme, am Chemin des Dames an der Aisne oder am Kemmelberg in Flandern.<br \/>\n16.4.2015, Manfred Dinort<\/p>\n<p>Mehr auch auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/region\/hochrhein\/waldshut-tiengen\/Als-Divisionspfarrer-im-Ersten-Weltkrieg;art372623,7781665\">https:\/\/www.suedkurier.de\/region\/hochrhein\/waldshut-tiengen\/Als-Divisionspfarrer-im-Ersten-Weltkrieg;art372623,7781665<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Kirchen und der Krieg<br \/>\n<\/strong>Als Deutschland am 1. August 1914 den Krieg gegen Russland erkl\u00e4rte, kam von den christlichen Kirchen kaum Kritik. Viele Bisch\u00f6fe waren der Auffassung, dass Christen Untertanen ihrer rechtm\u00e4\u00dfigen Obrigkeit seien und dieser auch im Falle eines Krieges gehorchen m\u00fcssten. In allen L\u00e4ndern forderten die Kirchen ihre Gl\u00e4ubigen auf, Kriegsdienst zu leisten, wie ihn die jeweilige Regierung verlangte.<br \/>\nAnl\u00e4sslich des 100. Jahrestags des Kriegsbeginns bekannten sich 2014 die Katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland zu einer Mitverantwortung. Viele Kirchenm\u00e4nner h\u00e4tten das Leid der Opfer nicht hinreichend wahrgenommen und seien nationaler Verblendung gefolgt.<br \/>\nDie Aufzeichnungen von Jakob Ebner sind unter dem Titel \u201eMein Tagebuch \u2013 1. Weltkrieg 1914\u20131918\u201c unter der ISBN-Nummer 978-3-00-046077-7 erschienen. Das Buch kostet 29,50 Euro.<br \/>\nIn Ebners Geburtshaus, dem Gasthaus Linde in Albbruck-Unteralpfen, hat der Verein Badische Heimat eine \u201eHeimatstube\u201c f\u00fcr Ebner eingerichtet, in der sich neben seiner Schreibmaschine auch seine B\u00fccher finden. Ebner verfasste mehrere Ortschroniken und Sachb\u00fccher. 1947 ernannte ihn die Universit\u00e4t Freiburg zum Ehrendoktor. 10.4.2015, Maria Wetzel<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Ostern ohne Auferstehung<\/strong><br \/>\nAls der 100. Jahrestag des Kriegsbeginns n\u00e4her r\u00fcckt, beschlie\u00dfen Huber sowie Paula Zwernemann, eine Gro\u00dfnichte Ebners, und Hans G\u00f6ppert, fr\u00fcher Lehrer in Unter\u00adalpfen, das Werk des Pfarrers der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen. Nicht nur, um die Erinnerung an den wohl bekanntesten Sohn des 600-Einwohner-Dorfes wachzuhalten, sondern auch, weil sie zur Auseinandersetzung mit der Geschichte anregen wollen. \u201eIch habe das Tagebuch gelesen und bin davon kaum mehr losgekommen. Ein Tagebuch ist ja eigentlich etwas sehr Intimes. Aber dieses Tagebuch ist ein geschichtliches Zeugnis \u00fcber ein Weltereignis\u201c, erz\u00e4hlte G\u00f6ppert k\u00fcrzlich bei der Pr\u00e4sentation des Buches in der Linde in Unteralpfen, dem Geburtshaus Ebners. &#8230;..<br \/>\nAlles vom 5.4.2015 von Maria Wetzel bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.erster-weltkrieg-ostern-ohne-auferstehung.8facf436-4384-4dd1-be0e-7540b30296d4.html\">https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.erster-weltkrieg-ostern-ohne-auferstehung.8facf436-4384-4dd1-be0e-7540b30296d4.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>&#8222;Mein Tagebuch Erster Weltkrieg 1914-1918&#8220; von Jakob Ebner<\/strong><br \/>\nDie Kriegstageb\u00fccher des aus Unteralpfen stammenden katholischen\u00a0Milit\u00e4rgeistlichen Jakob Ebner sind im\u00a0August 2014 unter dem Titel &#8222;Jakob Ebner Mein Tagebuch &#8211; 1.Weltkrieg\u00a01914 &#8211; 1918 &#8220; unter der ISBN-Nr. 978-3-00-046077-7 erschienen. Das von\u00a0Paula\u00a0Zwernemann, Bernhard Huber und Hans G\u00f6ppert im Selbstverlag<br \/>\nherausgegebene Buch enth\u00e4lt auf ca. 400 Seiten neben den l\u00fcckenlosen\u00a0Tagebucheintr\u00e4gen vom 1. August 1914 bis zum 14. Januar 1919 auch einen\u00a0ausf\u00fchrlichen \u00dcberblick \u00fcber Jakob Ebners Einsatzorte\u00a0als Milit\u00e4rgeistlicher. Zur Veranschaulichung sind au\u00dferdem zahlreiche\u00a0Photos aus\u00a0dem pers\u00f6nlichen Nachlass des Verfassers und \u00a0umfangreiches\u00a0Kartenmaterial enthalten. Neben einer ausf\u00fchrlichen Biografie enth\u00e4lt\u00a0das Werk auch ein \u00a0interessantes Nachwort \u00fcber das deutsch-franz\u00f6sische\u00a0Verh\u00e4ltnis. Das Buch kostet 29,50 \u20ac und kann unter der<br \/>\ndaf\u00fcr eingerichteten <a href=\"mailto:E-Mail-Adressej.ebner-tagebuch@email.de\">E-Mail-Adressej.ebner-tagebuch@email.de<\/a> oder bei\u00a0Wagner &#8211; print and more&#8230;. Im Martelacker 2 D-79588 Efringen-Kirchen\u00a0Tel.+49 7628 9109 -0 bzw. Fax +49 7628 9109 &#8211; 20 bestellt werden.<\/p>\n<p>Jakob Ebner beschreibt in seinem Tagebuch zun\u00e4chst nat\u00fcrlich seine\u00a0Arbeit als Seelsorger, eine Arbeit, die &#8220; die Anspannung aller Kr\u00e4fte &#8220;\u00a0erfordert und die &#8222;K\u00f6rper und Seele mitnimmt&#8220;. Da es ihn nicht\u00a0zufriedenstellt, seine pastorale Arbeit in den relativ sicheren\u00a0Quartierorten zu leisten, kommt er immer wieder zu seinen Soldaten in<br \/>\ndie unmittelbare N\u00e4he der Frontlinie, in die Sch\u00fctzengr\u00e4ben und\u00a0Lazarette und gibt uns damit ein wirklichkeitsgetreues Bild der\u00a0unendlichen, f\u00fcr den Menschen von heute unvorstellbaren Leiden der\u00a0Soldaten des Ersten Weltkriegs. Das Tagebuch erm\u00f6glicht es in seiner\u00a0Gesamtheit ebenfalls, den Verlauf der meisten Kampfhandlungen an der\u00a0Westfront mitzuerleben: Jakob Ebners Eins\u00e4tze f\u00fchren den Leser an alle Brennpunkte<br \/>\ndes Kriegsgeschehens, und seine Schilderungen lassen uns\u00a0unmittelbar teilhaben an den Ereignissen im Elsass, in Lothringen, im\u00a0Priesterwald, am Lorettoberg, in der Champagne, an der Somme, am Chemin\u00a0des Dames an der Aisne, am Kemmelberg in Flandern,usw. Das gelingt dem\u00a0Autor auch deshalb, weil er in klarer und anschaulicher Sprache\u00a0berichtet. Aber das ist nur eine, wenn auch sehr bedeutsame Seite seiner\u00a0Tageb\u00fccher. Jakob Ebner hat daneben auch noch die Kraft &#8211; oder besser\u00a0gesagt, vielleicht holt er sich daraus die Kraft ? &#8211; in genauer Art<br \/>\n\u00fcber viele andere Dinge zu berichten : Immer wieder schildert er die\u00a0Sch\u00f6nheiten der Natur, wir erfahren viele Einzelheiten \u00fcber seine Hobbys\u00a0Bienen, Fischen, Obstbau, er nimmt uns mit auf seine Kurzkunstreisen in<br \/>\ndie belgischen Kunstst\u00e4dte und seinen Ausflug ans Meer, er zeigt uns,\u00a0wie wichtig, Heimatverbundenheit und Jugenderinnerungen sein k\u00f6nnen, wir\u00a0erfahren auch immer wieder, was f\u00fcr ihn gutes Essen und Trinken<br \/>\nbedeutet, und er k\u00fcmmert sich auch um die franz\u00f6sische Zivilbev\u00f6lkerung,\u00a0indem er z.B. franz\u00f6sischen Kindern Unterricht erteilt. Und was ganz\u00a0unerwartet ist: wir lernen Jakob Ebner auch als Mensch mit sehr viel\u00a0Humor kennen,nach erfolgreichem Fischen schreibt er in sein Tagebuch:\u00a0Drei Forellen haben die G\u00fcte anzubei\u00dfen; mit diesen Gefangenen kann man\u00a0wenigstens etwas anfangen, sie wandern in die Pfanne !\u00a0Jakob Ebners Tageb\u00fccher sind viel mehr als nur ein Bericht \u00fcber die\u00a0Ereignisse des Ersten Weltkriegs, sondern sie stellen ein ganz<br \/>\nbesonderes Zeugnis der Zeitgeschichte dar. Dazu tragen auch die zahlreichen\u00a0Originalphotos aus dem Nachlass des Autors bei.<br \/>\n21.10.2014, <a href=\"https:\/\/www.badische-heimat.de%20\">www.badische-heimat.de\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jakob Ebner (1873 &#8211; 1960) &#8211; Ehrenb\u00fcrger von Unteralpfen\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der ber\u00fchmteste Sohn von Unteralpfen ist \u00a0Dr. theol. h.c. Jakob Ebner:<br \/>\n&#8211; Geboren in Untealpfen am 17.2.1873 als drittes von neun Kindern.<br \/>\n&#8211; Pfarrer von 1897 bis 1914 in Unandingen, Sipplingen und Bietingen bei Me\u00dfkirch<br \/>\n&#8211; 1914-18 Feldgeistlicher und Divisionspfarrer an der Westfront von Basel bis Ypern. Dabei f\u00fchrte er ein<br \/>\nKriegstagebuch mit t\u00e4glichen Eintr\u00e4gen. Hans G\u00f6ppert brachte &#8222;Mein Tagebuch&#8220; als Buch heraus.<br \/>\n&#8211; 1918 bis zum diamantenen Priesterjubil\u00e4um 1957 vielf\u00e4ltige T\u00e4tigkeiten als Seelsorger.<br \/>\n&#8211; Verstorben am 26.4.1960 in seinem Haus in Unteralpfen.<\/p>\n<p>Jakob Ebner, Mein Tagebuch 1. Weltkrieg 1914-1918;<br \/>\nHans G\u00f6ppert, Bernhard Huber und Paula Zwernemann (Hrsg.)<br \/>\nISBN: 978-3-00-046077-7, erschienen im August 2014 bei &#8222;Wagner-print nd more&#8220;,<br \/>\nim Martelacker 2, 79588 Efringen-Kirchen,<br \/>\nPreis: 29,50 Euro; Bestell e-Mail:<a class=\"ngLink\" title=\"\" href=\"mailto:j.ebner-tagebuch@e-mail.de\" target=\"_blank\">j.ebner-tagebuch@e-mail.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/unteralpfen\/ebner-kriegstagebuch-unteralpfen\/\" rel=\"attachment wp-att-56898\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-56898\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ebner-kriegstagebuch-unteralpfen-180x111.jpg\" alt=\"ebner-kriegstagebuch-unteralpfen\" width=\"180\" height=\"111\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ebner-kriegstagebuch-unteralpfen-180x111.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ebner-kriegstagebuch-unteralpfen-640x395.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/ebner-kriegstagebuch-unteralpfen.jpg 680w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><br \/>\nDie Herausgeber der Kriegstageb\u00fccher des Unteralpfener Pfarrers Dr. Jakob Ebner (von links): Bernhard Huber, Paula Zwernemann und Hans G\u00f6ppert. \u00a0Bild: Manfred Dinort<\/p>\n<p class=\"article-leadtext\">Jakob Ebner studierte an der Universit\u00e4t Freiburg Theologie und Geschichte.<br \/>\n1887 wurde er in St. Peter zum Priester geweiht. Primiz feierte er in Unteralpfen. Im 1. Weltkrieg war er Feldpfarrer an der Westfront, dabei f\u00fchrte tagein tagaus ein Tagebuch. \u00a0Nach dem Kriege war er noch bis 1924 Pfarrer in Bietingen, bevor er an die Landesstrafanstalt nach Bruchsal berufen wurde, wo er bis 1934 t\u00e4tig war. 1937, w\u00e4hrend seiner Zeit als Pfarrer in Grenzach, erfolgte die Ernennung zum Geistlichen Rat. 1941 kehrte er in seine Heimatgemeinde Unteralpfen zur\u00fcck, wo er 1947 das goldene Priesterjubil\u00e4um feierte und zum Dr. h.c. der Universit\u00e4t Freiburg ernannt wurde. 1958 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Nebenher war Jakob Ebner als Schriftsteller und Heimatforscher t\u00e4tig. In dieser Funktion verfasste er dreizehn B\u00fccher, Ortschroniken und Sachb\u00fccher \u00fcber Imkerei, Fischzucht und Obstbau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pfarrer Gebert in Grenzach (9.9.2014)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/grenzach-wyhlen\/der-pfarrer-ging-als-kriegsfreiwilliger--90361072.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/grenzach-wyhlen\/der-pfarrer-ging-als-kriegsfreiwilliger&#8211;90361072.html<\/a><\/p>\n<p>Ein Gewirr von Gr\u00e4ben &#8211; alles Leben tot<br \/>\nJakob Ebner war von 1934 bis 1941 katholischer Seelsorger in Grenzach und verfasste das Heimatkundebuch &#8222;Aus der Geschichte von Grenzach&#8220;. Im Ersten Weltkrieg war er als Kriegsfreiwilliger, bis 1916 als Feldgeistlicher, danach bis zum Ende des Kriegs als Divisionspfarrer deutscher Truppen in Frankreich und Belgien. Aus seinen Kriegstageb\u00fcchern ver\u00f6ffentlicht die Badische Zeitung Ausz\u00fcge in einer kleinen Serie. &#8230; 30.10.2014<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/grenzach-wyhlen\/ein-gewirr-von-graeben-alles-leben-tot--93765561.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/grenzach-wyhlen\/ein-gewirr-von-graeben-alles-leben-tot&#8211;93765561.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unteralpfen &#8211; Ortsteil von Albbruck<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Unteralpfen liegt im Hotzenwald zwischen Waldshut-Tiengen am Hochrhein unten im S\u00fcden und H\u00f6chenschwand bzw. Schluchsee im Schwarzwald oben im Norden.<br \/>\nUnteralpfen ist Ortsteil von Albbruck:<br \/>\nAlbbruck im Albert,\u00a0Birndorf,\u00a0Birkingen,\u00a0Buch,\u00a0Kiesenbach,\u00a0Schachen und\u00a0Unteralpfen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.unteralpfen.de%20\">www.unteralpfen.de\u00a0<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.alpfen.de\">www.alpfen.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.albbruck.de\">www.albbruck.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Regio &gt;Heimat &gt;Geschichte &gt;Orte &gt;Unteralpfen &nbsp; &nbsp; Als Divisionspfarrer im Ersten Weltkrieg (16.4.2015) Die Kirchen und der Krieg (10.4.2015) Ostern ohne Auferstehung (5.4.2015) &#8222;Mein Tagebuch Erster Weltkrieg 1914-1918&#8220; von Jakob Ebner (21.10.2014) Jakob Ebner (1873 &#8211; 1960) &#8211; Ehrenb\u00fcrger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/unteralpfen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":363,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-56879","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56879","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56879"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56879\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/363"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56879"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}