{"id":54080,"date":"2015-04-06T12:51:13","date_gmt":"2015-04-06T10:51:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=54080"},"modified":"2023-10-28T20:50:13","modified_gmt":"2023-10-28T18:50:13","slug":"landschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landschaft\/","title":{"rendered":"Landschaft"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home <\/a>&gt;<a title=\"Natur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/\">Natur<\/a> &gt;Landschaft<\/p>\n<div id=\"attachment_54373\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landschaft\/eggenertal13blauen-pan150419\/\" rel=\"attachment wp-att-54373\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-54373\" class=\"wp-image-54373 size-full\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/eggenertal13blauen-pan150419.jpg\" alt=\"eggenertal13blauen-pan150419\" width=\"640\" height=\"261\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/eggenertal13blauen-pan150419.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/eggenertal13blauen-pan150419-180x73.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-54373\" class=\"wp-caption-text\">Blick im Eggenertal \u00fcber Schallsingen zum Hochblauen am 1.4.2015<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/acker\/\">So wollen Landwirte mehr Artenvielfalt auf den Acker bringen<\/a>\u00a0(27.10.2023)<\/li>\n<li>Landschaftserhaltungsverband 10 Jahre (28.7.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/les-atteintes-au-paysage-wind\/\">Les atteintes au paysage \u2013 Windkraft<\/a>\u00a0(23.2.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/weide\/\">Allmende \u2013 Weiden, die keinem und allen geh\u00f6ren<\/a>\u00a0(14.8.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/acker\/\">Arche-Noah-\u00c4cker und Emmer-\u00c4cker<\/a> (7.7.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/garten-und-landschaftsschutz\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/garten-und-landschaftsschutz\/<\/a>\u00a0(28.8.2019)<\/li>\n<li><a title=\"Hirzberg\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/hirzberg\/\">G\u00e4rtner f\u00fcrchten am Hirzberg um ihre Kleing\u00e4rten, da das Areal im Landschaftsschutzgebiet liegt<\/a>\u00a0(27.7.2019)<\/li>\n<li>Soja mit Fruchtfolge gegen Vermaisung und Monokulturen (16.9.2016)<\/li>\n<li>Landschaft als wert &#8211; Die Chinesen entdecken (noch?) unsere kleinteilige und idyllische Landschaft\u00a0 (6.4.2015)<\/li>\n<li><\/li>\n<li>Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/acker\/\">Acker<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Biodiversitaet\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/biodiversitaet\/\">Biodiversitaet<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Boden\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/boden\/\">Boden<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Garten\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/garten\/\">Garten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/getreide\/\">Getreide<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Landgrabbing\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/landgrabbing\/\">Landgrabbing<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Landwirt\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/\">Landwirt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/pseudogetreide\/\">Pseudogetreide<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald<\/strong><br \/>\nDer Landschaftserhaltungsverband <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/breisgau-hochschwarzwald\/\">Breisgau-Hochschwarzwald<\/a> e.V. (LEV e.V.) wurde im M\u00e4rz 2012 gegr\u00fcndet. Seit der Gr\u00fcndung wurden Landschaftspflegeprojekte in H\u00f6he von rund 3,2 Millionen Euro im Landkreis gef\u00f6rdert.<br \/>\nLandwirte, Landschaftspfleger und Gemeinden k\u00f6nnen finanziell f\u00fcr ihre Leistung zur Pflege und Aufwertung der Natur unterst\u00fctzt werden.<br \/>\nDer Zweckbetrieb des LEV e.V. Zweckbetrieb bietet auch die Umsetzung und Betreuung von Ausgleichsma\u00dfnahmen an und unterst\u00fctzt die Fl\u00e4chensuche, damit landwirtschaftliche Fl\u00e4chen geschont und Gemeinden bei der Umsetzung dauerhaft unterst\u00fctzt werden.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.breisgau-hochschwarzwald.de\/pb\/Breisgau-Hochschwarzwald\/Start\/Natur+_+Tourismus\/Landschaftserhaltungsverband.html\">https:\/\/www.breisgau-hochschwarzwald.de\/pb\/Breisgau-Hochschwarzwald\/Start\/Natur+_+Tourismus\/Landschaftserhaltungsverband.html<\/a><\/p>\n<p>Landschaftserhaltungsverband Breisgau-Hochschwarzwald e. V.<br \/>\n(Gesch\u00e4ftsstelle in der Au\u00dfenstelle des Landratsamts)<br \/>\nEuropaplatz 1, 79206 Breisach<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.breisgau-hochschwarzwald.de\/pb\/267365.html\">https:\/\/www.breisgau-hochschwarzwald.de\/pb\/267365.html<\/a><br \/>\nRinhold Treiber, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<br \/>\n<a href=\"mailto:reinhold.treiber@lkbh.de\">reinhold.treiber@lkbh.de<\/a><br \/>\nTelefon 0761 2187-5890<br \/>\nFax 0761 2187-775890<\/p>\n<p>====================================================<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Landschaftserhaltungsverband 10 Jahre<\/strong><br \/>\n<strong>Einsatz f\u00fcr mehr Biotope und mehr Bl\u00fchstreifen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald<\/strong><br \/>\nVon Gabriele Hennicke<br \/>\nSeit zehn Jahren vermittelt der Landschaftserhaltungsverband des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald zwischen Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus. Jetzt wurde Bilanz gezogen.<br \/>\nIm Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald gibt es unterschiedlichste Naturr\u00e4ume vom Kaiserstuhl bis zum Hochschwarzwald mit einem hohen Anteil an den Schutzgebieten im Land. Seit zehn Jahren k\u00fcmmert sich der Landschaftserhaltungsverband (LEV) des Landkreises darum, im Spannungsfeld von Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus zwischen den Akteuren zu vermitteln und die Kulturlandschaft zu pflegen, zu verbessern und zu erhalten. Bei einer Feierstunde auf der H\u00f6fener H\u00fctte \u00fcber dem Dreisamtal wurde Bilanz gezogen.<\/p>\n<p>Paradebeispiel f\u00fcr die Arbeit des Verbands<br \/>\nDie Situation auf den 75 Hektar Weidefl\u00e4che rund um die Viehh\u00fctte der Weidegemeinschaft der H\u00f6fener H\u00fctte mit ihrer Almwirtschaft ist ein Paradebeispiel f\u00fcr die erfolgreiche Arbeit des LEV. Die Weidefl\u00e4che mit ihren Fl\u00fcgelginsterweiden, Borstgrasrasen, Wildrosen, Weidbuchen und einer gro\u00dfen Artenvielfalt wurde \u00fcber viele Generationen beweidet und typisch f\u00fcr die Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Schwarzwaldes.<br \/>\nDie extensive Rinderbeweidung tr\u00e4gt ma\u00dfgeblich zum Erhalt der besonderen Artenvielfalt bei. Dank der Beratung durch LEV-Mitarbeiterin Judith Streiling sind auf den Weiden zahlreiche Weidegeb\u00fcsche erhalten, die nicht nur das Landschaftsbild bereichern, sondern auch Lebensraum f\u00fcr Arten wie den Neunt\u00f6ter sind, der als Charaktervogel einer halboffenen, reich strukturierten Landschaft gilt. &#8222;Das ist eine Supersache. Meine Berufskollegen und ich h\u00e4tten eher mit dem Geb\u00fcsch aufger\u00e4umt und es gef\u00e4llt, die Aufkl\u00e4rung und Beratung war sehr wichtig&#8220;, sagt Landwirt Jochen Zipfel von der Weidegemeinschaft, die 54 Jungrinder von vier Landwirten w\u00e4hrend der Sommermonate vom Tal auf den Berg bringt.<\/p>\n<p>Mehr als 700 Landwirte und Winzer wie Jochen Zipfel sind Partner bei den Projekten im Landkreis. Projektschwerpunkte des LEV sind die F\u00f6rderung der Borstgrasrasen und Weidegebiete in den Hochlagen, die Rebb\u00f6schungspflege in Kaiserstuhl, Tuniberg und Markgr\u00e4flerland, die Pflege von Wiesen- und Magerrasen im Bereich L\u00f6ffingen, die Wiedervern\u00e4ssung und Pflege der Moore und Ma\u00dfnahmen f\u00fcr spezielle Arten wie Steinkauz, Gelbbauchunke, Laubfrosch und die Libellenart Helm-Azurjungfer.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Gemeinden und Beh\u00f6rden ist der Verband ein zuverl\u00e4ssiger Ansprechpartner, wie Rudolf Schuler, B\u00fcrgermeister der LEV-Mitgliedgemeinde St. Peter und seit Gr\u00fcndung LEV-Vorstandsmitglied, betonte. &#8222;Der LEV ist eine Erfolgsgeschichte, die umgesetzten Ma\u00dfnahmen sto\u00dfen auf viel Akzeptanz und kommen allen zugute&#8220;, sagte Schuler.<\/p>\n<p>2012 als gemeinn\u00fctziger Verein gegr\u00fcndet<br \/>\nDer LEV wurde 2012 als gemeinn\u00fctziger Verein gegr\u00fcndet, der vom Landkreis, 47 von 50 Gemeinden im Kreis, Beh\u00f6rden, der Landwirtschaft und dem Naturschutz getragen wird. In den zehn Jahren konnte der Verein 7,65 Millionen Euro an F\u00f6rdermitteln f\u00fcr Biotop- und Landschaftspflege einsetzen. Damit liegt er nach Aussagen von Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Reinhold Treiber landesweit an der Spitze. Sieben Mitarbeitende teilen sich die Arbeit.<br \/>\nLandr\u00e4tin Dorothea St\u00f6rr-Ritter betonte die Bedeutung des Naturschutzes im Landkreis. Dennoch m\u00fcsse immer ein guter Ausgleich zwischen den Belangen von Wirtschaft, Tourismus und Naturschutz gefunden werden. &#8222;Reinhold Treiber und sein Team haben eine sehr gl\u00fcckliche Hand dabei, die Akteure zusammenzubringen&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p>Vermittler f\u00fcr die Belange des Naturschutzes<br \/>\nPeter Lutz, der Vertreter des Landesnaturschutzverbandes, sprach von einem &#8222;echten Erfolgsmodell&#8220;. Er sei froh, mit dem LEV einen zuverl\u00e4ssigen und kundigen Vermittler f\u00fcr die Belange des Naturschutzes zwischen den verschiedenen Interessenlagen zu haben. Dank der Schulungen f\u00fcr Bauh\u00f6fe, Stra\u00dfenmeistereien und Landschaftspflegedienstleister, um bei der Pflege der Naturfl\u00e4chen R\u00fccksicht auf Bl\u00fchfl\u00e4chen, Strukturen und Geh\u00f6lze zu nehmen, habe bei vielen Akteurinnen und Akteuren \u00fcber die umgesetzten Einzelprojekte hinaus ein Wandel im Umgang mit der Natur stattgefunden. &#8222;Ich sehe mehr Bl\u00fchstreifen entlang von Stra\u00dfen, da gibt es deutliche Fortschritte. Auch entlang der Rebb\u00f6schungen sind deutlich mehr Biotope entstanden, dies wurde durch die Biotopkartierung der Landesanstalt f\u00fcr Umwelt Baden-W\u00fcrttemberg (LUBW) dokumentiert&#8220;, erkl\u00e4rte Reinhold Treiber.<\/p>\n<p>Zweckverband f\u00fcr die Aufwertung von Ausgleichsfl\u00e4chen<br \/>\nDamit sich die von Gemeinden geschaffenen Ausgleichsfl\u00e4chen f\u00fcr durch Bebauung versiegelte Naturfl\u00e4chen in die bestehende Kulturlandschaft einf\u00fcgen und nachhaltig gepflegt werden, hat der LEV einen Zweckbetrieb gegr\u00fcndet, der die Aufwertung von Ausgleichsfl\u00e4chen begleitet und organisiert. Dabei wurden Fl\u00e4chen aufgewertet, Wiesen und Magerrasen neu etabliert, Gew\u00e4sser renaturiert, Amphibien-Laichgew\u00e4sser neu angelegt, Moorkiefernw\u00e4lder verbessert, \u00c4cker f\u00fcr die bodenbr\u00fctenden V\u00f6gel Wachtel und Feldlerche mit selten gewordenen Ackerwildkr\u00e4utern wie Ackerrittersport aufgewertet und kleinfl\u00e4chige Trockenmauern in Weinbergen f\u00fcr die Mauereidechse angelegt. &#8222;Landschaft besteht aus Mosaiksteinchen, die sind bunter geworden. Ein gutes Beispiel ist unser Flaumeichenprojekt, bei dem wir wegen des Klimawandels absterbende Kiefern im Gemeindewald Breisach durch trockenheitsresitentere Flaumeichen ersetzen werden &#8222;, erkl\u00e4rte Treiber.<br \/>\n&#8230; Alles vom 28.7.2022 von Gabriele Hennicke bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mehr-biotope-und-mehr-bluehstreifen--215504292.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/mehr-biotope-und-mehr-bluehstreifen&#8211;215504292.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Soja mit Fruchtfolge gegen Vermaisung und Monokulturen<\/strong><br \/>\nMonokulturen und <a title=\"Mais\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/getreide\/mais\/\">Vermaisung<\/a> incl. zunehmender Einsatz von Pestiziden pr\u00e4gen die Landschaft im Oberrheintal bzw. Breisgau. Ist der <a title=\"Soja\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/getreide\/soja\/\">Sojaanbau<\/a> ein Ausweg?<br \/>\nHochwertiger Eiwei\u00dflieferant (3-fach Lupinen), Gen\u00fcgsamkeit (halb so viel Phospor wie Getreide), Kn\u00f6llchenbakterien (holen Stickstoff aus der Luft) und Pfahlwurzler (lockert Boden f\u00fcr Fruchtfolge).<br \/>\nBauer Bernd Hug vom <a title=\"Baldenwegerhof\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bauernhof\/baldenwegerhof\/\">Baldenweger Hof<\/a> bei Stegen erntet heuer im Dreisamtal\u00a0Soja auf vier Feldern &#8211; und im n\u00e4chsten Jahr werden es sicher mehr Sojafelder sein. Lesen Sie <a title=\"Soja im Dreisamtal \u2013 Ernte 2016\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/soja-im-dreisamtal-ernte-2016\/\">mehr hier<\/a>.<br \/>\n16.9.2016<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Landschaft als Wert &#8211; Die Chinesen entdecken (noch?) unsere kleinteilige und idyllische Landschaft\u00a0<\/strong><br \/>\nImmer mehr Chinesen kommen aus dem abgeholzten und smogverseuchten Land der Sonne nach Deutschland. Weniger wegen\u00a0Kultur,\u00a0Kirchen, Industriebauten\u00a0und St\u00e4dten, sondern wegen der abwechslungsreichen und idyllischen Landschaft. Das gem\u00e4\u00dfigte Klima\u00a0Mitteleuropas ist weltweit einmalig, es beg\u00fcnstigt die friedliche Koexistenz so vieler Arten und vers\u00f6hnt das zum Gl\u00fcck extreme Auf und Ab der Jahreszeiten wie kaum irgendwo auf der Welt. Dies wissen die Chinesen zu sch\u00e4tzen, wenn sie in Deutschland nach mythischen Orten in der Landschaft\u00a0suchen, von denen ihnen die Lyrik Eichendorffs und Goethe erz\u00e4hlt hat. Doch wir sind dabei, diese Idylle in der Landschaft zu zerst\u00f6ren bzw. auf 10% Fl\u00e4chenanteil mit vernetzten Biotopen bzw. Biosph\u00e4rengebieten zu reduzieren. Dabei ist die\u00a0Lage durchaus dramatisch: Wenn irgendwann die Automobilbranche, die immerhin bis zu 60% zum deutschen industriellen Export\u00fcberschuss beitragen, weggebrochen ist, dann bleibt nur noch unsere Landschaft. Doch ist diese Landschaft \u00a0dann \u00fcberhaupt noch f\u00fcr Touristen attraktiv? Wo sind dann die Matten, B\u00e4che, Laubb\u00e4ume, Hecken, Weiden, Waldraine, Verstecke,\u00a0T\u00fcmpel, Moore, Steinw\u00e4lle, Unterschl\u00fcpfe, Ger\u00f6llhaden, Streuobstwiesen, Pfade, Dickichte, T\u00fcmpel, Nischen, Inseln, B\u00f6schungen, Knicks, Bergh\u00e4nge, Lichtungen, Hecken, &#8230; ? Wo ist das Un\u00fcbersichtliche, Liebliche, Urige, Kontrastreiche, Abwechslungsreiche, langsam Gewachsene, Dunkle, Verschlungene, Krumme, Auf und Ab, Offene, Kleinteilige, &#8230;?<\/p>\n<p>Im 18. Jahrhundert entdeckte die deutsche Empfindsamkeit die Natur, die vielgestaltige Landschaft.<br \/>\nDie Industrialisierung ignorierte Flora und Fauna als unverzichtbare Bedingungen f\u00fcr den \u00f6kologischen Kreislauf, Landschaft reduzierte sich zu Industrielandschaft.<br \/>\nDass die Gr\u00fcnen als F\u00fcrsprecher von Natur und Landschaft starteten, mag man\u00a0kaum noch glauben, denn heute wird \u00d6kologie der Energie untergeordnet.<\/p>\n<p>Nach dem 2.Weltkrieg wurden im Westen die Alleen begradigt und die Alleenb\u00e4ume gef\u00e4llt, nach der Wende war der Osten dran. Rast heute ein Motorradfahrer an einen damals\u00a0in der zweiten Reihe nachgepflanzten Strassenbaum, dann ist gem\u00e4\u00df\u00a0RPS (Richtlinie f\u00fcr den passiven Schutz an Stra\u00dfen) der Baum daran schuld und als &#8222;nicht verformbares punktuelles Einzelhindernis&#8220; zu f\u00e4llen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dnr.de\/downloads\/richtlinie-fuer-passenden-schutz-an-straen-_-b.pdf\">https:\/\/www.dnr.de\/downloads\/richtlinie-fuer-passenden-schutz-an-straen-_-b.pdf<\/a><\/p>\n<p>Nachhaltigkeit hat im Wald wenig zu suchen, Nachwachsen braucht zu viel Zeit: Eichen und Linden werden 900 Jahre alt, Kastanien 400 Jahre, Buchen 350 Jahre und Fichten 300 Jahre alt. Deswegen sind bei Neuanpflanzungen zu gerne schnellwachsende Pappeln und Akazien zu finden &#8211; die Bioenergiebranche fordert es f\u00fcr Pellets, Hackschnitzel und St\u00fcckholz.<\/p>\n<p>Flora und Fauna haben keine demokratischen Rechte? Stromtrassen, Windr\u00e4derparks und Pumpspeicher haben Vorrang. Die &#8218;deutsche Landschaftsidylle&#8216; wird nicht als Wert begriffen. Ein Flug von Berlin nach M\u00fcnchen verr\u00e4t es: Monoton geometrische, gro\u00dffl\u00e4chige Felder\u00a0beherrschen das Landschafts-&#8222;Bild?&#8220;, sie grenzen dicht an dicht, damit die gro\u00dfen Maschinen der Agrarindustrie bequem arbeiten k\u00f6nnen.\u00a0Vor lauter Mais und Biomasse ist kein Platz f\u00fcr die Feldlerchen mehr, und den Feldhasen und die Bienen.<br \/>\n6.4.2015<\/p>\n<p><strong>Idyll &#8211; Vernichtung der Landschaft<\/strong><br \/>\nWenn die Landschaft heute nicht mehr so aussieht wie auf den Bildern von Caspar David Friedrich, so ist das ein Wandel wie in Zeitungsdruckereien oder in den Schreibzimmern der &#8218;armen Poeten&#8216;. Man kann tropfende D\u00e4cher, unbeheizbare R\u00e4ume und stinkende Kloh\u00e4uschen idyllisch finden,\u00a0aber die, die in der Idylle arbeiten m\u00fcssen, tun das nicht. Die Ansicht von verw\u00f6hnten Edelfr\u00e4uleins mit Kunstwissen und zeitgeschulter Ideologie hilft nicht gegen katastrophale Lebens- und Arbeitsbedingungen f\u00fcr Mensch und Vieh. Was f\u00fcr die einen verlorenes Idyll ist, is f\u00fcr die anderen ein St\u00fcck errungener Lebensqualit\u00e4t. Wem n\u00fctzt eine maschinengerechte Flur? Es gab nie eine Wahl zwischen Idyll und Vernichtung der Landschaft. W\u00e4re die Landschaft nicht der Technik angepasst worden, h\u00e4tte der Wald davon Besitz ergriffen, wie von einer Zeitungsdruckerei, die dem idyllischen Bleisatz h\u00e4tte huldigen wollen.&#8220;<br \/>\nGeorg Heckl, Hannover, Die Zeit, 16.4.2015, zu: Ingeborg Harms &#8222;Alles abger\u00e4umt&#8220;, Zeit 14\/2015<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Natur &gt;Landschaft So wollen Landwirte mehr Artenvielfalt auf den Acker bringen\u00a0(27.10.2023) Landschaftserhaltungsverband 10 Jahre (28.7.2022) Les atteintes au paysage \u2013 Windkraft\u00a0(23.2.2022) Allmende \u2013 Weiden, die keinem und allen geh\u00f6ren\u00a0(14.8.2021) Arche-Noah-\u00c4cker und Emmer-\u00c4cker (7.7.2021) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/garten-und-landschaftsschutz\/\u00a0(28.8.2019) G\u00e4rtner f\u00fcrchten am Hirzberg um &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landschaft\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-54080","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54080","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=54080"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54080\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":116660,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/54080\/revisions\/116660"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=54080"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}