{"id":51767,"date":"2014-12-01T13:19:44","date_gmt":"2014-12-01T12:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=51767"},"modified":"2026-04-15T20:53:50","modified_gmt":"2026-04-15T18:53:50","slug":"spanien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/spanien\/","title":{"rendered":"Spanien"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a> &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a> &gt;Spanien<\/p>\n<div id=\"attachment_57869\" style=\"width: 649px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/islam\/moscheen\/teneriffa3gomera-pan151205\/\" rel=\"attachment wp-att-57869\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-57869\" class=\"size-full wp-image-57869\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/teneriffa3gomera-pan151205.jpg\" alt=\"Blick \u00fcbers Meer auf La Gomera am 5.12.2015\" width=\"639\" height=\"234\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/teneriffa3gomera-pan151205.jpg 639w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/teneriffa3gomera-pan151205-180x65.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-57869\" class=\"wp-caption-text\">Blick \u00fcbers Meer auf La Gomera am 5.12.2015<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken<\/span>\u00a0oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li>Spanien legalisiert den Aufenthalt hunderttausender illegaler Migranten (14.4.2026)<\/li>\n<li>Der Fall Noelia und die \u201ewei\u00dfe Legende\u201c vom katholischen Spanien (9.4.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/sexuellermissbrauch\/gruppenvergewaltigung\/noelia-gruppenvergewaltigung2022\/\">Wir sind schuldig \u2013 wir alle! Noelia Tod 26.3.2026 durch Euthanasie<\/a>\u00a0(27.3.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/kirchenschaendung\/\">Brand der Kathedrale von C\u00f3rdoba: ein islamistischer Terroranschlag?<\/a> (9.8.2025)<\/li>\n<li>Spanien: \u201eDie Ghettos explodieren\u201c auf den Stra\u00dfen (18.7.2025)<\/li>\n<li>Torre Pacheco: Marokkaner \u00fcberfallen Rentner &#8211; B\u00fcrgerkriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde (13.7.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spanien-blackout-und-hellbrise\/\">Spanien: Blackout und Hellbrise<\/a>\u00a0(1.5.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/messerstich-an-holocaust-stele\/\">Messerstich an Holocaust-Stele<\/a>\u00a0(22.2.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klima-instrumentalisieren\/\">Starkregen bei Valencia- Der Fall Heinrich S.<\/a> (1.11.2024)<\/li>\n<li>Nein: Die Flut von Valencia hat NICHTS mit menschengemachtem Klimawandel zu tun (3.11.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/gewaltimport\/\">Kleinkind in Barcelona von Einwanderer brutal attackiert<\/a>\u00a0(8.10.2024)<\/li>\n<li>Bu\u00dfe: Matador Alvaro Munero entsagt sich dem Stierkampf (23.8.2023)<\/li>\n<li><a title=\"750 Mrd neu EU-Schuldenunion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/750-mrd-neu-eu-schuldenunion\/\">Gunnar Heinsohn: Der Elefant im Br\u00fcsseler Verhandlungsraum \u2013 Spanien und Italien<\/a> (22.7.2020)<\/li>\n<li>Juncker-Europa gegen Nation der Katalanen (17.4.2018)<\/li>\n<li>Trotz 53% Jugendarbeitslosigkeit keine Auswanderungswelle (1.12.2014)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/klima-instrumentalisieren\/\">Klima-instrumentalisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/sexuellermissbrauch\/gruppenvergewaltigung\/noelia-gruppenvergewaltigung2022\/\">Noelia-Gruppenvergewaltigung<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Teneriffa\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/spanien\/teneriffa\/\">Teneriffa<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Karwoche Spanien 2026 &#8211; Osterprozessionen<\/strong><br \/>\nSemana Santa Spain 2026 \ud83c\uddea\ud83c\uddf8 | Holy Week Easter Procession in Seville \u2013 Jesus Carrying the Cross<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WKLRrUm5_P4\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WKLRrUm5_P4<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HA7oLEG-6hs\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HA7oLEG-6hs<\/a><br \/>\n==============================================================<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Spanien legalisiert den Aufenthalt hunderttausender illegaler Migranten<\/strong><br \/>\n<strong>\u201eAkt der Normalisierung\u201c<\/strong><br \/>\nDie spanische Regierung unter Pedro S\u00e1nchez hat ein Dekret vorgelegt, das den illegalen Aufenthalt Hunderttausender Ausl\u00e4nder legalisieren soll. Die Opposition spricht von einer beispiellosen Verantwortungslosigkeit in Europa.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Opposition, vor allem die Partido Popular (PP) unter Alberto N\u00fa\u00f1ez Feij\u00f3o, kritisiert das Dekret aufs Sch\u00e4rfste. Feij\u00f3o bezeichnete die Legalisierung von Hunderttausenden irregul\u00e4ren Migranten als eine \u201eVerantwortungslosigkeit ohne Beispiel in Europa\u201c. Die rechte Partei Vox benannte den Vorgang als \u201eLegalisierung und Institutionalisierung der Migrationsinvasion\u201c, wie okdiario berichtet.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.4.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/apollo-news.net\/akt-der-normalisierung-so-legalisiert-spanien-den-aufenthalt-hunderttausender-illegaler\/\">https:\/\/apollo-news.net\/akt-der-normalisierung-so-legalisiert-spanien-den-aufenthalt-hunderttausender-illegaler\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nWenn diese Leute legale Papiere eines EU Landes bekommen, dann k\u00f6nnen die sich logischerweise auch ungest\u00f6rt im Schengenraum bewegen. Das ist ja das Problem und gleichzeitig die \u201eEurop\u00e4ische L\u00f6sung\u201c hintenrum.Die anderen Staaten werden sich dagegen kaum wehren k\u00f6nnen. Diese Leute werden in Deutschland kassieren, daf\u00fcr aber im Sommer sich am Mittelmeer breitmachen und Dolce vita feiern so wie es ihre Kultur vorsieht. Ruler<br \/>\n.<br \/>\nIrgendwie bezweifle ich, dass die spanischen Sozialisten dies aus reiner Menschlichkeit tun.<br \/>\nIch vermute eher, dass sie rechtliche H\u00fcrden aus dem Weg r\u00e4umen, damit diese hunderttausenden Illegalen nicht dem spanischen Steuerzahler auf der Tasche liegen sondern sich auf den legalen Weg nach Deutschland machen k\u00f6nnen. Der Zirkus<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Fall Noelia und die \u201ewei\u00dfe Legende\u201c vom katholischen Spanien<\/strong><br \/>\n<em>Der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/krise\/sexuellermissbrauch\/gruppenvergewaltigung\/noelia-gruppenvergewaltigung2022\/\">Euthanasie-Fall Castillo Noelia<\/a> spaltete Spanien nicht, wie viele Medien titelten. Noelia erinnert nur ein seit langem gespaltenes Land daran, wie tief die Gr\u00e4ben heute wirklich sind. Eine kurze Geschichte \u00fcber die \u201ezwei Spanien\u201c bis zur Gegenwart.<br \/>\n<\/em>Von Lukas Lange<br \/>\nUntergebracht in einem Jugendheim nach der Trennung der Eltern, mehrfach vergewaltigt, nach dem dritten Mal, einer Gruppenvergewaltigung, folgt ein Selbstmordversuch, der zu einer Querschnittsl\u00e4hmung f\u00fchrte. Schlie\u00dflich die Euthanasie durch den spanischen Staat als \u201eaktive Sterbehilfe\u201c \u2013 wobei die Behauptung des Vaters im Raume steht, dass die Euthanasie trotz Bedenken im letzten Moment nicht mehr aufgehalten werden konnte, weil Noelias Organe bereits zur Transplantation versprochen waren. Weil die F\u00e4lle nie angezeigt worden waren, kam es auch nie zu Ermittlungen.<\/p>\n<p>W\u00e4re die tragische Geschichte der 25-j\u00e4hrigen Spanierin Noelia Castillo Ramos als Dystopie \u00fcber die linksliberale Gesellschaft vorgelegt worden, h\u00e4tte sie wohl selbst der reaktion\u00e4rste Verlag als zu klischeehaft und \u00fcberladen zur\u00fcckgewiesen.<br \/>\nIn einer weniger geballten Verkettung pers\u00f6nlicher Trag\u00f6dien hat man sich dagegen beinahe an F\u00e4lle aktiver Sterbehilfe in westlichen Gesellschaften gew\u00f6hnt \u2013 nur eben in L\u00e4ndern wie Kanada, Belgien oder den Niederlanden, nicht im \u201ekatholischen Spanien\u201c. Doch dieses katholische Spanien ist 2026 nicht mehr als ein ausl\u00e4ndischer Stereotyp, gen\u00e4hrt von den Bildern tiefspiritueller Semana-Santa-Prozessionen, deren zeitliche N\u00e4he zum Euthanasie-Fall Noelia einen vermeintlich un\u00fcberbr\u00fcckbaren Kontrast darstellt.<br \/>\nNun ist es nicht so, dass diese Prozessionen ihrerseits ein Zerrbild w\u00e4ren, sie sind Realit\u00e4t \u2013 und in der Realit\u00e4t noch weitaus \u201etiefen-katholischer\u201c als von amerikanischen Influencern geteilte Videos es transportieren. Das katholische Spanien ist keine Fiktion, aber es ist nur ein Teil der Wahrheit. Und weitaus mehr \u201eTeil\u201c, als es in anderen pluralistischen Gesellschaften der Fall ist.<\/p>\n<p>Die Geschichte der \u201ezwei Spanien\u201c<br \/>\nSpanien ist kulturell so polarisiert, dass der Begriff der \u201ezwei Spanien\u201c ein stehender Begriff ist. Gepr\u00e4gt wurde die Erz\u00e4hlung der dos Espa\u00f1as von der \u201eGeneraci\u00f3n del 98\u201c, einer literarischen Bewegung des endenden 19. Jahrhunderts. Spanien stand damals im Begriff, mit Kuba, Puerto Rico und den Philippinen die letzten \u00dcberreste eines Kolonialreiches zu verlieren, in dem die Sonne niemals unterging.<br \/>\nUnd damit die eigene \u201e\u00dcbersee\u201c eines Landes, in dem sich zunehmend Gr\u00e4ben auftaten: Gr\u00e4ben zwischen dem Nationalstaat in Madrid und Regionalismen in Katalonien und dem Baskenland, zwischen Gro\u00dfgrundbesitz und verarmter Landbev\u00f6lkerung, zwischen Monarchie und Republik.<br \/>\nVor allem aber: zwischen der Katholischen Kirche und einer bereits zu dieser Zeit grassierenden Absetzbewegung vom Glauben. Dabei litt Spanien Jahrhunderte lang unter der \u201eLeyenda negra\u201c, einer Erz\u00e4hlung konkurrierender Kolonialm\u00e4chte, die das s\u00fcdeurop\u00e4ische Land als fanatisch katholisch, brutal, r\u00fcckst\u00e4ndig und verarmt darstellte. Heute ist die Erz\u00e4hlung wei\u00df und zeichnet in positiver Verkl\u00e4rung ein \u201ekatholisches Spanien\u201c, das es in dieser Eindeutigkeit schon lange nicht mehr gibt.<\/p>\n<p>Kirchen brannten, Priester wurden erschossen<br \/>\nDas Wort geht auf das Gedicht \u201eProverbios y cantares\u201c (\u201eSprichw\u00f6rter und Ges\u00e4nge\u201c) des republikanischen Lyrikers Antonio Machado zur\u00fcck, dessen letzte Strophe lautet:<br \/>\n\u201eEs gibt einen Spanier, der leben will und zu leben beginnt, inmitten eines Spaniens, das stirbt, und einem anderen Spanien, das g\u00e4hnt. Kleiner Spanier, der du zur Welt kommst, m\u00f6ge Gott dich beh\u00fcten. Eines der beiden Spanien wird dir das Herz gefrieren lassen.\u201c<\/p>\n<p>Seine Worte h\u00e4tten prophetischer nicht sein k\u00f6nnen. In der stark antiklerikal gepr\u00e4gten Zweiten Republik (1931-1936) brannten die Kirchen und starben die Priester und Ordensleute durch scharfe Munition, was wesentlich dazu beitrug, dass die Risse in der Gesellschaft sich zu Sch\u00fctzengr\u00e4ben vertieften:<br \/>\n\u201eDas letzte Bild, das er von Spanien mit auf die Reise nehmen musste, war das der verkohlten Ruinen von Sakralgeb\u00e4uden. Dies war nur ein weiterer Grund, zu den Waffen zu greifen, um das alte Spanien und seinen Glauben zu retten.\u201c<br \/>\nSo beschreibt Claude Martin in seiner Franco-Biografie die letzten Eindr\u00fccke von Spaniens sp\u00e4terem Generalissimus vor seiner Abkommandierung auf die Kanaren. Von hier aus hat sich General Francisco Franco 1936 einem Milit\u00e4rputsch angeschlossen, der in einem dreij\u00e4hrigen B\u00fcrgerkrieg der beiden Spaniens und seiner fast vierzigj\u00e4hrigen Herrschaft m\u00fcnden sollte. 1936 schrieb Anselmo Polanco, damaliger Bischof von Teruel, in seinem Hirtenbrief:<br \/>\n\u201eHeute stehen nicht l\u00e4nger Regierungsformen zur Diskussion, die in diesem Land herrschen sollen, sondern etwas Grundlegendes und Substantielles f\u00fcr die Sache Gottes und Spaniens. Auf der einen Seite k\u00e4mpfen die Verteidiger von Religion, Eigentum und Familie, auf der anderen die Vertreter des Unglaubens, des Marxismus und der freien Liebe. Dies sind die zwei verfeindeten St\u00e4dte, von denen Augustinus spricht: die gegeneinander stehenden Kr\u00e4fte von Gut und B\u00f6se.\u201c<br \/>\nPolanco selbst fiel diesem Kampf nur zwei Jahre sp\u00e4ter zum Opfer, wof\u00fcr der Bischof 1995 als M\u00e4rtyrer seliggesprochen wurde. Der Sieg der Aufst\u00e4ndischen und der darauffolgende Nationalkatholizismus sollten das Bild des katholischen Spaniens f\u00fcr die n\u00e4chsten 36 Jahre wieder gerader\u00fccken: der Katholizismus wurde zur Staatsreligion erkl\u00e4rt, der Kirche umfangreiche Privilegien anvertraut, darunter die Kontrolle \u00fcber gro\u00dfe Teile des Bildungswesens, Zivilehe und Scheidung abgeschafft und staatliche Zeremonien mit katholischen Ritualen vermengt.<br \/>\nAb 1957 berief Franco Supernumerarier des Opus Dei an die Schaltstellen der Macht \u2013 insgesamt sechs dem Opus Dei nahestehende Technokraten \u00fcbernahmen Schl\u00fcsselministerien, um die wirtschaftliche Entwicklung und die Einf\u00fchrung des Massentourismus zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Aus einer kirchlichen Perspektive bergen die engen Verflechtungen zwischen dem Franco-Regime und der Kirche im Nachhinein Licht und Schatten. Auf der einen Seite dominierten nach den antiklerikalen Exzessen der Zweiten Republik nun wieder die Kr\u00e4fte, die dem Katholizismus eine f\u00fchrende Stellung in der Gesellschaft zugestehen wollten. Auch blieb das bis zum Tod des Diktators im Jahr 1975 nationalkatholisch regierte Spanien \u00fcber die moralischen Verirrungen der 1960er Jahre im Rest Europas hinaus gesellschaftlich konservativ.<br \/>\nUmso mehr f\u00fchrt die jahrzehntelang unter Verschluss gehaltene Liberalisierung seitdem aber zu \u00dcbersprungshandlungen, die teilweise weit \u00fcber die Entwicklungen in weniger polarisierten Gesellschaften Europas hinausgehen. \u201eEs platzten die Kn\u00f6pfe am klerikalfaschistischen Hosenstall\u201c, dr\u00fcckte ein Essay von Hans Magnus Enzensberger einst drastisch aus, was in Spanien an \u201eNachholeffekten\u201c einsetzte.<\/p>\n<p>Nur noch die H\u00e4lfte der Spanier bezeichnet sich als katholisch<br \/>\n50 Jahre sp\u00e4ter bezeichnen sich nur noch knapp 53 Prozent der Spanier in einer Umfrage des staatlichen Zentrums f\u00fcr Soziologische Forschung 2025 als Katholiken. Was zun\u00e4chst nach einer satten Mehrheit klingt, ist bei n\u00e4herem Hinsehen ambivalenter. Zum einen bezeichneten sich nur 17 Prozent auch als praktizierende Gl\u00e4ubige. Zum anderen gibt es in Spanien kein Pendant zum deutschen \u201eKirchenaustritt\u201c. Spanische Steuerzahler entscheiden lediglich jedes Jahr freiwillig mit ihrer Steuererkl\u00e4rung, ob ein Teil ihrer Steuerschuld f\u00fcr die Kirche oder f\u00fcr andere soziale oder kulturelle Zwecke verwendet werden soll.<br \/>\nAuch auf der politischen Ebene ist der Katholizismus auf dem R\u00fcckzug. Zwar ist die politische Rechte betonter katholisch als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern \u2013 namentlich heute Vox, bis 2012 die Volkspartei \u2013, die regierende Linke allerdings auch deutlich kirchenfeindlicher. Spaniens sozialistischer Ministerpr\u00e4sident Pedro Sanchez bekannte nur wenige Tage nach der Euthanasie von Noelia Castillo: \u201eIch brauche keine Religion, um zu definieren, was richtig oder falsch ist\u201c.<\/p>\n<p>Seit Jahren bezeichnet sich der Regierungschef als \u201e\u00fcberzeugter Atheist\u201c und verzichtete bei seiner Vereidigung 2018 nicht nur auf die Bibel, sondern lie\u00df auch das Kruzifix im Zarzuela-Palast abh\u00e4ngen. Ein anderes Kreuz will Sanchez sogar ganz abrei\u00dfen: das mit 152 Metern h\u00f6chste Kreuz der Welt im Tal der Gefallenen l\u00e4sst Spaniens Linke nicht einmal nach der Umbettung von Francos Leichnam aus der darunter gelegenen Basilika im Jahr 2019 ruhig schlafen und ist ein schwelender Konflikt zwischen der sozialistischen Minderheitsregierung und der Kirche, die hier ein aktives Benediktinerkloster unterh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Regierungen sind konsequent f\u00fcr Abtreibung<br \/>\nDie Regierungen von S\u00e1nchez\u2019 Arbeiterpartei haben in den vergangenen Jahren daf\u00fcr gesorgt, dass Spanien gesellschaftspolitisch zu den \u201eprogressivsten\u201c L\u00e4ndern Europas geh\u00f6rt. Bereits S\u00e1nchez Vorvorg\u00e4nger und Parteifreund Jos\u00e9 Luis Zapatero lie\u00df 2010 das spanische Abtreibungsrecht liberalisieren. Aktuell darf in Spanien bis zur 14. Woche ohne Angabe von Gr\u00fcnden oder Beratungsnachweise abgetrieben werden. Bei einer Gef\u00e4hrdung der Gesundheit der Frau oder schweren Fehlbildungen des F\u00f6tus ist Abtreibung sogar bis zur 22. Woche erlaubt.<br \/>\nS\u00e1nchez geht das noch nicht weit genug. Erst senkte er das Mindestalter f\u00fcr eine Abtreibung ohne elterliche Zustimmung auf 16 Jahre und schaffte die bis dato vorgeschriebene Bedenkzeit ab. <a href=\"https:\/\/www.domradio.de\/artikel\/spaniens-kirche-besorgt-ueber-forderung-nach-recht-auf-abtreibung\">https:\/\/www.domradio.de\/artikel\/spaniens-kirche-besorgt-ueber-forderung-nach-recht-auf-abtreibung<\/a> Nun will er ein vermeintliches Grundrecht auf Abtreibung sogar in die Verfassung aufnehmen. Damit w\u00fcrde das \u201ekatholische Spanien\u201c, das bereits jetzt eines der liberalsten Abtreibungsgesetze Europas hat, sogar an Frankreich und Luxemburg vorbeiziehen, die eine \u201eFreiheit zur Abtreibung\u201c 2024 bzw. 2026 zum Verfassungsgut erhoben haben.<br \/>\nOb das durchgeht, h\u00e4ngt von der christdemokratischen Volkspartei ab. Die Verfassungs\u00e4nderung muss in beiden Parlamentskammern abgesegnet werden, wobei die Volkspartei die Mehrheit im Senat h\u00e4lt. Wie auch andere christdemokratische Parteien in Europa zeigte sie sich die in j\u00fcngster Zeit aber als eher unzuverl\u00e4ssiger Partner der Lebensschutzbewegung: War die Partei unter Mariano Rajoy im Wahlkampf 2012 noch f\u00fcr eine R\u00fccknahme der Abtreibungsreform angetreten, wollte sie nach der Regierungs\u00fcbernahme nichts mehr von einem solchen Rollback wissen. Und als in Kastilien und Leon der rechtskonservative Koalitionspartner Vox Schwangeren vor einer Abtreibung wenigstens Herzt\u00f6ne und Ultraschallaufnahmen zeigen wollte, lie\u00df die Volkspartei dar\u00fcber gleich mehrere Regionalregierungen platzen.<br \/>\nNeben der Abtreibungsfrage ist S\u00e1nchez auch die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe 2021 zuzuschreiben, die im Gesetzestext selbst \u201eEuthanasie\u201c genannt wird. Im Unterschied zum ebenfalls legalen assistierten Suizid, wo der Patient die bereitgestellte t\u00f6dliche Substanz selbst einnimmt, wird die Substanz hier vom Arzt verabreicht. Beide Ma\u00dfnahmen werden vom staatlichen Gesundheitssystem abgedeckt.<\/p>\n<p>Voraussetzung ist eine schwere, unheilbare Krankheit oder ein chronisches Leiden mit gro\u00dfem Leidensdruck, dargelegt in zwei Antr\u00e4gen der betroffenen Person samt \u00e4rztlicher Pr\u00fcfung und Zweitmeinung. Hiergegen zog Noelia Castillos Vater bis zum Europ\u00e4ischen Gerichtshof f\u00fcr Menschenrechte in Stra\u00dfburg. Vergeblich, wie wir heute wissen \u2013 die Kultur des Todes hat auch ein immer weniger katholisches Spanien fest im Griff. Und so spaltet nicht der Fall Noelia Spanien, wie zahlreiche Medien titelten \u2013 Noelia erinnert nur ein seit langem gespaltenes Land daran, wie gespalten es ist.<br \/>\nIn ihrem letzten ausgestrahlten Interview sagte Noelia: \u201eMir gef\u00e4llt nicht, in welche Richtung sich diese Welt entwickelt.\u201c<br \/>\n&#8230; Alles von Luks Lange vom 9.4.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.corrigenda.online\/kultur\/kultur-des-todes-der-fall-noelia-und-die-weisse-legende-vom-katholischen-spanien\">https:\/\/www.corrigenda.online\/kultur\/kultur-des-todes-der-fall-noelia-und-die-weisse-legende-vom-katholischen-spanien<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Lukas Lange, Jg. 1992, hat in Passau, S\u00e3o Paulo, Stuttgart und L\u00fcttich Volkswirtschaftslehre studiert, ist danach aber doch lieber in seine rheinische Heimat zur\u00fcckgekehrt. Trotz eines journalistischen Volontariats bei der Passauer Neuen Presse lockte ihn der schn\u00f6de Mammon in die Welt der Finanzen \u2013 schreiben mag der konservative Katholik dennoch lieber als rechnen. Lange ist verheiratet und Vater eines Sohnes.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Spanien: \u201eDie Ghettos explodieren\u201c auf den Stra\u00dfen<\/strong><br \/>\n<em>Die Migrationskrise des Landes tritt in ein neues Stadium ein \/ Opposition und Regierung schieben sich die Schuld zu<\/em><br \/>\nEin breit gebauter Mann br\u00fcllt auf spanisch in sein Mobiltelefon: \u201eWir haben die Schnauze voll, die sollen alle gehen!\u201c Das kurze Video, das sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien Spaniens verbreitet, ist bemerkenswert, denn der stark t\u00e4towierte und mindestens ebenso aufgebrachte Mann ist selbst Angeh\u00f6riger einer oft als unterprivilegiert bezeichneten sozialen Schicht, er ist Angeh\u00f6riger eines Clans iberischer Zigeuner.<br \/>\nDie beispiellose Welle der Gewalt, die aktuell durch Spanien fegt, hat auch Gruppen mitgerissen, die in der Vergangenheit nicht politisch in Erscheinung getreten sind. Glaubt man den unz\u00e4hligen Videos, die durch das Internet geistern, ist die Migrationskrise, die das Land seit l\u00e4ngerem plagt, in ein neues Stadium eingetreten. Nachdem marokkanische Jugendliche mehrere Spanier, darunter Senioren und jugendliche Paare, zusammenschlugen, kam es in mehreren Regionen zu gewaltt\u00e4tigen Zusammenst\u00f6\u00dfen zwischen Spaniern und Zigeunern auf der einen und Marokkanern auf der anderen Seite. Tatmotiv der Marokkaner war offenbar \u201eLangeweile\u201c, wie mehrere Medien \u00fcbereinstimmend Polizeiquellen zitieren. Die Lage ist angespannt, die Polizei spricht von \u201eb\u00fcrgerkriegs-\u00e4hnlichen Szenen\u201c, besonders betroffen sind die Regionen Andalusien, Katalonien und Valencia.<br \/>\nIn St\u00e4dten wie Algeciras, Badalona und Zaragoza wurden Autos angez\u00fcndet, Superm\u00e4rkte gepl\u00fcndert und Polizisten mit Feuerwerksk\u00f6rpern, Steinen und Molotowcocktails attackiert. Die Polizei setzte Gummigeschosse, Tr\u00e4nengas und Helikopter ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Mehr als 170 Personen wurden festgenommen, 64 Beamte verletzt.<br \/>\nDie rechte Partei Vox macht die Regierung direkt verantwortlich f\u00fcr die Eskalation. Parteichef Santiago Abascal erkl\u00e4rte am Montag: \u201eDiese Krawalle sind das direkte Ergebnis einer v\u00f6llig verantwortungslosen Massenzuwanderungspolitik. Spanien hat den sozialen Frieden verkauft \u2013 und bekommt nun die Quittung. Ich kenne die L\u00f6sung, wie die gro\u00dfe Mehrheit der Spanier: Massenabschiebungen illegaler Einwanderer und Abschiebungen legaler Einwanderer, die Verbrechern begehen.\u201c<br \/>\nAuch Vox-Sprecher Iv\u00e1n Espinosa de los Monteros warnte vor einem vollst\u00e4ndigen Kontrollverlust: \u201eDie linkssozialistische Regierung hat Parallelgesellschaften geschaffen, in denen spanisches Recht l\u00e4ngst nicht mehr gilt. Diese Ghettos explodieren nun \u2013 auf unseren Stra\u00dfen, in unseren St\u00e4dten.\u201c<\/p>\n<p><em>Umfragen sehen die rechte Vox nun auf einem H\u00f6henflug<\/em><br \/>\nMinisterpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez rief unterdessen zur Deeskalation auf und k\u00fcndigte verst\u00e4rkte Polizeipr\u00e4senz in den betroffenen Regionen an. In einer Pressekonferenz sagte er: \u201eSpanien ist ein Land der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens. Wir werden gegen jede Form von Gewalt konsequent vorgehen \u2013 unabh\u00e4ngig von Herkunft oder Nationalit\u00e4t.\u201c<br \/>\nDoch in vielen Vierteln st\u00f6\u00dft S\u00e1nchez\u2019 Appell auf taube Ohren. Lokale B\u00fcrgerinitiativen beklagen seit Jahren den wachsenden Einflu\u00df migrantischer Jugendbanden und einen zunehmenden Verlust an Sicherheit. In einem offenen Brief forderten 30 B\u00fcrgermeister der Region Murcia ein \u201esofortiges sicherheitspolitisches Eingreifen\u201c.<br \/>\nAuch sozialdemokratische Regionalpolitiker, die sich bislang eher migrationsfreundlich zeigten, r\u00e4umen mittlerweile Fehler ein. Der B\u00fcrgermeister von Almer\u00eda, einst selbst Unterst\u00fctzer offener Grenzen, sagte gegen\u00fcber der Zeitung El Mundo: \u201eWir haben zu lange die Augen verschlossen. Die Menschen verlieren das Vertrauen in den Staat.\u201c<br \/>\nF\u00fcr Vox kommt die Krise zur rechten Zeit: Umfragen sehen die Partei auf einem H\u00f6henflug, viele W\u00e4hler scheinen bereit, dem migrationskritischen Kurs zu folgen. Die n\u00e4chsten Regionalwahlen k\u00f6nnten zur gro\u00dfen Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr das politische System werden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 18.7.2025 von Felix Hagen bitte lesen in der JF 30\/25, Seite 9<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Torre Pacheco: Marokkaner \u00fcberfallen Rentner &#8211; B\u00fcrgerkriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde<\/strong><br \/>\n\u201eNach dem mutma\u00dflichen Angriff einer marokkanischen Gruppe auf einen \u00e4lteren Mann in Torre-Pacheco nehmen Spanier im ganzen Land die Sache nun selbst in die Hand. Angesichts des Versagens von Polizei und Politik sagen die Einheimischen: Es reicht.\u201c<br \/>\n13.7.2025<br \/>\n<a href=\"https:\/\/x.com\/ShockFeed1\/status\/1944221798054154420\">https:\/\/x.com\/ShockFeed1\/status\/1944221798054154420<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nein: Die Flut von Valencia hat NICHTS mit menschengemachtem Klimawandel zu tun<\/strong><br \/>\nMan hat das Gef\u00fchl, mit klassisch konditionierten Existenzen konfrontiert zu sein, die auf Zuruf verbales M\u00e4nnchen machen:<br \/>\nWaldbrand in Griechenland: \u201eKlimawandel, menschenverursacht\u201c.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/klima\/ueberflutung\/\">\u00dcberschwemmung<\/a> in Spanien: \u201eKlimawandel, menschenverursacht\u201c.<br \/>\nHurricane in Florida: \u201eKlimawandel, menschenverursacht\u201c.<br \/>\nSommer mit sommerlichen Temperaturen: \u201eKlimawandel, menschenverursacht\u201c.<\/p>\n<p>Indes, es gibt Situationen, in denen man als derartiger Tr\u00e4ger eines verbalen Bei\u00dfreflexes saudumm dasteht, dann zum Beispiel, wenn \u00dcberschwemmungen wie sie in Valencia und Umgebung zu sehen waren, etwas f\u00fcr diese Gegend weitgehend Normales sind, z.B. weil seit dem 14. Jahrhundert entsprechende Ereignisse, unterscheidbar in katastrophale \u00dcberschwemmungen und extra-ordin\u00e4re \u00dcberschwemmungen, aufgezeichnet und von Wissenschaftlern analysiert werden, solchen Wissenschaftlern:<\/p>\n<p><em>Brriendos, Mariano, Salvador Gil-Guirado, David Pino, Jordi Tuset, Alfredo P\u00e9rez-Morales, Armando Alberola, Joan Costa et al. (2019). Climatic and social factors behind the Spanish Mediterranean flood event chronologies from documentary sources (14th\u201320th centuries). Global and Planetary Change 182: 102997.<\/em><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0921818118306660\">https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0921818118306660<\/a><\/em><\/p>\n<p>715 Jahre umspannt der Zeitraum wiederkehrender \u00dcberschwemmungen an Spaniens Mittelmeerk\u00fcste, den die oben genannten in ihrem Beitrag analysieren. 715 Jahre, die zeigen: \u00dcberschwemmungen sind in Spanien kein seltenes Ereignis &#8230;<br \/>\n&#8230; Alles vom 1.11.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/sciencefiles.org\/2024\/11\/01\/nein-die-flut-von-valencia-hat-nichts-mit-menschengemachtem-klimawandel-zu-tun\/\">https:\/\/sciencefiles.org\/2024\/11\/01\/nein-die-flut-von-valencia-hat-nichts-mit-menschengemachtem-klimawandel-zu-tun\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Valencia: \u00dcberschwemmungen in Spanien \u2013 nicht das erste mal<\/strong><br \/>\n&#8230; Gem\u00e4\u00df Reuters Nachricht vom 1. November mittags ist die Zahl der Todesopfer durch die \u00dcberschwemmungen in Valencia auf 158 gestiegen. Der Fluss Turia war durch starke Regenf\u00e4lle \u00fcber die Ufer getreten und hatte Befestigungen eingerissen. In heutiger Zeit, und in Europa, ist eine Naturkatastrophe dieses Ausma\u00dfes ein Ereignis, das jeden schockiert, und es verbietet sich aus Respekt vor den Opfern jegliche Instrumentalisierung. Politische Diskussionen m\u00fcssen warten, bis die sachlich-technischen Aspekte analysiert und bewertet sind. Das hindert gewisse Kreise aber nicht daran, schon jetzt den Klimawandel, und damit alle au\u00dfer sich selbst verantwortlich zu machen. Ein Blick in die Geschichte der Stadt ist dagegen sehr hilfreich.<\/p>\n<p>Ursache f\u00fcr das extreme Wetter ist das meteorologische Ph\u00e4nomen \u201eDANA\u201c (= depresi\u00f3n alta de nazuraleza aislada), eine isolierte Tiefdruckzone in gro\u00dfer H\u00f6he, die f\u00fcr diese Region in dieser Jahreszeit typisch ist. Die gelegentlich damit einhergehenden \u00dcberschwemmungen wurden in der Geschichte, dem Datum entsprechend, nach den Heiligen des Tages benannt: San Miguel f\u00fcr den 29. September oder San Mart\u00edn f\u00fcr den 11. November. Im Oktober 1957 gab es dann eine besonders t\u00f6dliche Flut, die fast hundert Menschenleben forderte.<br \/>\nDamals lief das Flussbett mitten durch Valencia. Um die Stadt und ihre Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Zukunft zu sch\u00fctzen, wurde ein gigantisches Projekt gestartet, die \u201eSoluci\u00f3n Sur\u201c, die den Fluss s\u00fcdlich an der Stadt vorbei leitet. Dieser neue Flusslauf ist 12 Kilometer lang, zwischen 150 und 200 Metern breit und kann pro Sekunde 5000 Kubikmeter transportieren. Sollte das nicht ausreichen, so wird das Wasser vor\u00fcbergehend in eine Reihe von Auffangbecken nahe dem Beginn des neuen Flussbetts geleitet. Das alte, trocken gelegte Flussbett wurde in Parks aller Arten umgewidmet und hat der Stadt neue Attraktionen beschert.<br \/>\nDie erw\u00e4hnten Auffangbecken wurden in der Zwischenzeit zum Teil oder s\u00e4mtlich beseitigt, und das so gewonnene Terrain wurde f\u00fcr Photovoltaik und \u00f6kologische Forschung genutzt. Hat diese Umwidmung, hat das Fehlen der Auffangbecken zu der t\u00f6dlichen Auswirkung der aktuellen Flut beigetragen? Das wird die Analyse der Katastrophe zeigen m\u00fcssen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.11.2024 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ueberschwemmungen_in_spanien_nicht_das_erste_mal\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/ueberschwemmungen_in_spanien_nicht_das_erste_mal<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Dr. Hans Hofmann-Reinecke studierte Physik in M\u00fcnchen und arbeitete danach 15 Jahre in kernphysikalischer Forschung. In den 1980er Jahren war er f\u00fcr die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) in Wien als Safeguards Inspektor t\u00e4tig. Er lebt heute in Kapstadt. Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors <a href=\"https:\/\/think-again.org\/blog\/\">https:\/\/think-again.org\/blog\/<\/a>. Der Bestseller Gr\u00fcn und Dumm, und andere seiner B\u00fccher, sind bei Amazon erh\u00e4ltlich.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bu\u00dfe: Matador Alvaro Munero entsagt sich dem Stierkampf<\/strong><br \/>\nEs ist schon l\u00e4nger her: Mitten im Kampf setzte sich Matador Alvaro Munero pl\u00f6tzlich reuevoll an den Rand der Arena. Sp\u00e4ter, in einem Interview, sagt er:<br \/>\n\u201ePl\u00f6tzlich sah ich nicht die H\u00f6rner, sondern die Augen eines Stiers. Er stand vor mir und sah mich an. Er stand nur da und sah zu, versuchte nicht anzugreifen. Die Unschuld, die alle Tiere in ihren Augen haben, sah mich an und bat um Hilfe. Es war wie ein Schrei nach Gerechtigkeit, und irgendwo tief in mir wurde mir pl\u00f6tzlich klar, dass er mich so ansprach, wie wir Gott im Gebet ansprechen:<br \/>\n\u201aIch will nicht mit dir streiten, bitte schone mich, weil ich es nicht getan habe tut dir was weh. T\u00f6te mich, wenn du willst, wenn es dein Wille ist, aber ich will nicht gegen dich k\u00e4mpfen.\u2018<br \/>\nUnd ich, als ich das in seinen Augen las, f\u00fchlte mich wie das schlimmste Gesch\u00f6pf der Welt und unterbrach den Kampf. Danach wurde ich Vegetarier und begann, gegen den Stierkampf zu k\u00e4mpfen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_114909\" style=\"width: 613px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/stierkampf-munero-pan2022.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-114909\" class=\"size-full wp-image-114909\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/stierkampf-munero-pan2022.jpg\" alt=\"\" width=\"603\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/stierkampf-munero-pan2022.jpg 603w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/stierkampf-munero-pan2022-180x97.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-114909\" class=\"wp-caption-text\">Bu\u00dfe: Matador Alvaro Munero entsagt sich dem Stierkampf<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Juncker-Europa gegen Nation der Katalanen<\/strong><br \/>\nEin souver\u00e4nes &#8222;Catalunys&#8220; in einem Europa der freien V\u00f6lker. Es ist besch\u00e4mend, was sich die politisch wie wirtschaftlich zurzeit stark belastete EU in Bezug auf den Freiheitswillen des katalanischen Volkes leistet. Die Katalanen mit ihrer Hauptstadt Barcelona und ihrem Heiligtum Monserrat sind eine eigene Nation in Sprache, kultureller \u00dcberlieferung und Geschichte. Der ethnische Ursprung Katalaniens liegt bei dem vorchristlichen Volk der Iberer, die keine Indoeurop\u00e4er waren, ebenso wie die Basken keine sind.<br \/>\nEs ist eine Schande f\u00fcr die Demokratie, was die EU geschehen l\u00e4sst. Ging es den Br\u00fcsseler B\u00fcrokraten um ein demokratisches Europa der V\u00f6lker, m\u00fcssten sie \u2013 entsprechend der schottischen demokratischen Volksabstimmung \u2013 die Souver\u00e4nit\u00e4t Katalaniens, wenn nicht unterst\u00fctzen, jedoch zumindest respektieren. Es best\u00e4tigt sich wieder einmal, dass dieses &#8222;Juncker-Europa&#8220; nur ein Zusammenschluss von zum Teil korrupten Institutionen im Dienste der globalisierten Banken und Wirtschaftsm\u00e4chte ist.<br \/>\nEs wird interessant sein, wie sich Emanuel Macron die Neuordnung Europas vorstellt und vor allem wie er versuchen wird, diese umzusetzen. Aber da muss gerade die Bundesrepublik Deutschland unter Merkel noch viel lernen \u2013 das Einmaleins der europ\u00e4ischen souver\u00e4nen Kulturen.<br \/>\n17.4.2018, Peter M\u00fcller, Historiker und Archivar M.A, Denzlingen, BZO<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Die katalanischen Separatisten sortieren sich neu&#8220;, Beitrag von Martin Dahms (Politik, 27. M\u00e4rz)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ausland-1\/katalanische-separatisten-sortieren-sich-nach-puigdemonts-festnahme-neu--150904419.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/ausland-1\/katalanische-separatisten-sortieren-sich-nach-puigdemonts-festnahme-neu&#8211;150904419.html<br \/>\n<\/a>\u00a0.<\/p>\n<p><strong>Luxemburg kleiner als Katalonien &#8211; deshalb an Frankreich?<\/strong><br \/>\nSpanien hat die UN Sozialcharta unterschrieben. Laut Artikel 1 &#8222;haben alle V\u00f6lker das Recht auf Selbstbestimmung. Kraft dieses Rechtes entscheiden sie frei \u00fcber ihren politischen Status&#8220;. Ein Volk wiederum definiert sich auch \u00fcber eine eigene Sprache. Es kann keine Frage dar\u00fcber bestehen, dass Katalanisch eine eigenst\u00e4ndige Sprache ist. Wie ist jedoch eine Verfassung zu bewerten, die gar keine Ver\u00e4nderung in dieser Frage zul\u00e4sst? Carles Puigdemont muss deshalb auf freiem Fuss bleiben.<br \/>\nIm \u00dcbrigen kann die Gr\u00f6\u00dfe einer Bev\u00f6lkerung nicht Ma\u00dfstab sein f\u00fcr einen eigenen Staat, auch wenn es Jean-Claude Juncker nicht gef\u00e4llt. Luxemburg hat sicher weniger Einwohner als Katalonien. Sollte man etwa Luxemburg an Frankreich oder Deutschland angliedern?<br \/>\n17.4.2018, Jan Uttenweiler, Freiburg, BZO<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Trotz 53% Jugendarbeitslosigkeit keine Auswanderungswelle<\/strong><\/p>\n<p>Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Spanien im Sp\u00e4therbst 2014 bei 53 Prozent. Trotzdem gibt es keine Massenflucht ins Ausland &#8211; zwei Gr\u00fcnde:\u00a0Enge Bildung an die Familie sowie schlechte Fremdsprachenkenntnisse (nur 22% der Spanier sprechen Englisch, aber 38% im EU-Durchschnitt).<\/p>\n<p>Bis 2010 war Spanien Einwanderungsland. Die Zahl der Ausl\u00e4nder stieg von 500.000 in 1996 auf \u00fcber 5,7 Mio in 2010 an. Seit 2010 gibt es mehr Aus- als Einwanderer: In 2013\u00a0 verlie\u00dfen 550.000 Menschen Spanien. Von diesen wurden aber nur 76.000 in Spanien geboren, w\u00e4hrend die anderen 474.000 fr\u00fchere Spanien-Immigranten waren.<\/p>\n<p>Trotz der Krise in Spanien: In Spanien leben immer noch viel mehr Deutsche (im arbeitsf\u00e4higen Alter) als umgekehrt Spanier in Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global &gt;Spanien Listenauswahl eines Beitrags: Bitte\u00a0anklicken\u00a0oder runterscrollen Spanien legalisiert den Aufenthalt hunderttausender illegaler Migranten (14.4.2026) Der Fall Noelia und die \u201ewei\u00dfe Legende\u201c vom katholischen Spanien (9.4.2026) Wir sind schuldig \u2013 wir alle! 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