{"id":5175,"date":"2012-06-18T06:31:23","date_gmt":"2012-06-18T06:31:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=5175"},"modified":"2013-02-18T16:19:33","modified_gmt":"2013-02-18T15:19:33","slug":"green-economy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/green-economy\/","title":{"rendered":"Green-Economy"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a> &gt;Green-Economy<\/p>\n<div id=\"attachment_4935\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/flora\/kornblumen\/dreisamtal-breitehof-pan-kornblumen120607\/\" rel=\"attachment wp-att-4935\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4935\" class=\"size-full wp-image-4935\" title=\"dreisamtal-breitehof-pan.kornblumen120607\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/dreisamtal-breitehof-pan.kornblumen120607.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/dreisamtal-breitehof-pan.kornblumen120607.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/dreisamtal-breitehof-pan.kornblumen120607-180x74.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4935\" class=\"wp-caption-text\">Blick \u00fcber ein blau bl\u00fchendes Meer von Kornblumen zum Breitehof am 7.6.2012 im Dreisamtal<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/neo-greenwash-kampagne\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/neo-greenwash-kampagne\/<\/a>\u00a0(18.2.2013)<\/li>\n<li>1. Industrielle Revolution Produktionsfaktor Arbeit &#8211; 2. Industrielle Revolution Faktor Umwelt<\/li>\n<li>UN-Gipfel in Rio &#8211; Regierungen verkennen, dass nachhaltiges Wirtschaften aus\u00a0Krise fuehrt<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00a01. Industrielle Revolution Produktionsfaktor Arbeit &#8211; 2. Industrielle Revolution Faktor Umwelt<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem OECD-Umweltausblick bis 2050 vom M\u00e4rz 2012 wird die Weltbev\u00f6lkerung bis 2050 auf rund 9 Milliarden Menschen anwachsen und sich die Weltwirtschaft vervierfachen. Ohne neue Politik bedeutet diese Entwicklung eine Erh\u00f6hung der weltweiten Energienachfrage um 80 Prozent , des Wasserbedarfs um 55 Prozent und einen Verlust an Land-Biodiversit\u00e4t um 10 Prozent &#8211; damit wird die Umweltverschmutzung zur weltweit zur h\u00e4ufigsten Todesursache.<\/p>\n<p>Der Mensch nutzt die Natur in einer (Un-)Art und Weise, also\u00a0ob die\u00a0Erde anderthalb mal so gro\u00df w\u00e4re.\u00a0Da die\u00a0 Menschheit ihren Heimatplaneten nicht vergr\u00f6\u00dfern kann, geschieht Raubbau an der Natur. Warum? Weil die Umwelt keinen Preis hat, gehen Verbraucher und Produzenten verschwenderisch damit um und sch\u00e4digen sich so selbst. Die kontinuierliche Zerst\u00f6rung der Natur wird erst aufh\u00f6ren, wenn sie nicht mehr scheinbar kostenlos ist, sondern einen Preis und damit einen Wert hat. Dieser Wert der Natur wird dann in unternehmerischen wie staatlichen Entscheidungen eine Rolle spielen &#8211;\u00a0bei\u00a0CO2-Emissionen etwa durch eine CO2-Steuer.<\/p>\n<p>In der ersten industriellen Revolution wurde durch den Einsatz von Maschinen die Arbeitsproduktivit\u00e4t um das Zehnfache gesteigert. Nun fordert die Green Economy, diesen Erfolg in einer zweiten industriellen Revolution f\u00fcr den Produktionsfaktur Umwelt zu wiederholen: F\u00fcr jede Tonne CO2-Emissionen die Produktion um den Faktor zehn\u00a0 steigern, damit die Wirtschaft weiter w\u00e4chst und die Umwelt- und Klimabelastung trotzdem zur\u00fcckgehtum.\u00a0&#8222;Ziel muss es sein, den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck bis etwa zum Jahr 2050 weltweit wieder auf die Kapazit\u00e4t einer Erde zu reduzieren, wie dies vor 1980 stets der Fall war&#8220; sagt Bruno Oberle vom Schweizer Umweltministerium Bafu. Und weiter:\u00a0&#8222;Dieses Ziel l\u00e4sst sich nur durch eine Entkoppelung erreichen, sprich durch eine Senkung des Ressourcenverbrauchs, auch wenn Bev\u00f6lkerung und Wirtschaft weiter wachsen. Es braucht eine neue industrielle Revolution, eine Revolution der Ressourceneffizienz gepaart mit einer Ver\u00e4nderung des Konsumverhaltens und einem Zusammenspiel von Umwelt-, Rohstoff-, Wirtschafts- und Finanzpolitik&#8220;<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/dokumentation\/medieninformation\/00962\/index.html?lang=de&amp;msg-id=43988\">https:\/\/www.bafu.admin.ch\/dokumentation\/medieninformation\/00962\/index.html?lang=de&amp;msg-id=43988<\/a><\/p>\n<p>Der Green-Economy-Report des UN-Umweltprogramms Unep benennt die Vorteile: Zwar m\u00fcssen\u00a0j\u00e4hrlich zwei Prozent der Weltwirtschaftsleistung investiert werden, daf\u00fcr f\u00e4llt das Wachstum h\u00f6her aus. Dies deckt sich mit Berechnungen der EU: Diese beziffert den Investitionsbedarf auf 1,5 Prozent und verspricht sich davon 1,5 Millionen zus\u00e4tzliche Jobs bis 2020.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.unep.org\/greeneconomy\/greeneconomyreport\/tabid\/29846\/default.aspx\">https:\/\/www.unep.org\/greeneconomy\/greeneconomyreport\/tabid\/29846\/default.aspx<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>UN-Gipfel in Rio &#8211; Regierungen verkennen, dass nachhaltiges Wirtschaften aus\u00a0Krise fuehrt<\/strong><\/p>\n<p>Die Vision einer gr\u00fcnen Weltwirtschaft schimmerte immer wieder bei den Diskussionen auf dem UN-Erdgipfel von Rio de Janeiro durch. Doch nach Abschluss der Mammutkonferenz steht fest: Die gr\u00fcne Weltwirtschaft wird vorerst eine Vision bleiben. Die Regierungschefs der wichtigsten Regierungen, auch die Bundeskanzlerin, sorgen sich derzeit mehr um Wirtschaft und W\u00e4hrungen als um Klimawandel, zerst\u00f6rte W\u00e4lder und \u00fcberfischte Meere. Allerdings ignorieren sie dabei, dass gerade Investitionen in eine gr\u00fcne Weltwirtschaft einen Weg aus der Krise weisen k\u00f6nnten.<br \/>\nImmerhin zeigt das Abschlussdokument der Rio-Konferenz, dass das globale Bewusstsein f\u00fcr die \u00f6kologischen Probleme gewachsen ist. Dort finden sich viele Forderungen, die vor Jahren noch nicht mehrheitsf\u00e4hig waren: ein Bekenntnis zu einem radikalen Klimaschutz, um eine Erderw\u00e4rmung um mehr als zwei Grad zu verhindern; eine Kritik am Bruttosozialprodukt als Wohlstandsindikator; der Wunsch nach einer gr\u00fcnen und auch fairen Weltwirtschaft; die Forderung nach einem nachhaltigen Konsum, den Respekt vor indigenen V\u00f6lkern und die Bereitschaft, mit ihnen die Tropenw\u00e4lder zu sch\u00fctzen sowie ein Bekenntnis zum Schutz der Weltmeere. Dieser Wunschkatalog wurde von den Regierungen verabschiedet \u2013 allerdings erst, nachdem fast alle konkreten Ma\u00dfnahmen zur Umsetzung dieser Forderungen aus der Erkl\u00e4rung gestrichen worden waren.<br \/>\nBis auf die finanzielle St\u00e4rkung des UN-Umweltprogrammes fielen denn auch alle konkreten Schritte den globalen Interessenkonflikten zum Opfer. Die absteigende Weltmacht USA verteidigt den eigenen energieintensiven Lebensstil auf Biegen und Brechen. Trotz aller Bekenntnisse ihres Pr\u00e4sidenten Barack Obama zum Klimaschutz kennt die US-Regierung nur ein Ziel: m\u00f6glichst viel Wirtschaftswachstum. Klimaschutz erwartet sie lieber von aufstrebenden Schwellenl\u00e4ndern wie China, Indien oder Brasilien.<br \/>\nDeren Regierungen wiederum wollen mindestens so viel Wirtschaftswachstum, dass ihre Einwohner in wenigen Jahrzehnten so leben k\u00f6nnen wie Amerikaner und Deutsche. Dazu setzen sie zwar auch auf erneuerbare Energien, aber vor allem auf Hunderte von Kohlekraft- und Atomkraftwerken. Konkrete Umweltschutzziele kommen f\u00fcr sie nur in Frage, wenn die Industriel\u00e4nder, die die Klimabedrohung bisher verursachten, um ein Vielfaches mehr einsparen als die Schwellenl\u00e4nder. Die Europ\u00e4er argumentieren zwar \u00f6kologischer \u2013 aber dies so zur\u00fcckhaltend, dass sie nicht geh\u00f6rt werden. Das Dr\u00e4ngen nach mehr Wirtschaftswachstum wird nicht zuletzt von der Lobby der transnationalen Konzerne unterst\u00fctzt. Diese h\u00e4ngen sich zwar gerne ein gr\u00fcnes M\u00e4ntelchen der Nachhaltigkeit um, doch letztlich wollen sie auf den gro\u00dfen M\u00e4rkten der Industrie- und Schwellenl\u00e4nder expandieren.<br \/>\nAngesichts dieses Interessengeflechts werden Gro\u00dfkonferenzen \u00e0 la Rio die Weltwirtschaft kaum gr\u00fcner machen. Hoffnungen, dass sie dennoch gr\u00fcner wird, kommt von anderen Entwicklungen. So stellten Kleinbauern aus der ganzen Welt in Rio de Janeiro parallel zur gro\u00dfen Konferenz Anbaumodelle vor, die mehr Nahrung produzieren und die Belastung der Umwelt verringern. 81 B\u00fcrgermeister aus der ganzen Welt verpflichteten sich zur entschiedenen Verringerung von Treibhausgasen in ihren St\u00e4dten und wollen sich mit weiteren St\u00e4dten vernetzen. Wie die Energiewende in Deutschland vor allem von Stadtwerken, regionalen Versorgern, Energiegenossenschaften und einzelnen Investoren eingeleitet wird, muss auch eine gr\u00fcne Weltwirtschaft bei den Bauern und in den St\u00e4dten und Regionen beginnen.<\/p>\n<div>Wer weniger Ressourcen ben\u00f6tigt, produziert billiger<\/div>\n<p>Doch die Basis wird es nicht alleine richten. Die Hoffnung ruht auf Regierungen, die den Verbrauch von Ressourcen und Energie eigenst\u00e4ndig verringern \u2013 und davon auch wirtschaftlich profitieren. Das ist nicht abwegig: In einer Welt, in der die Preise knapper Ressourcen stark steigen, werden L\u00e4nder mit geringem Ressourcenverbrauch billiger produzieren, weniger importieren und weniger Schulden anh\u00e4ufen. Wenn mehr Regierungen erkennen, dass ihnen Investitionen in ressourcenarme Techniken und erneuerbare Energien aus der Krise helfen, wird die Weltwirtschaft gr\u00fcner. Mammutkonferenzen wie jene in Rio, zu denen 50 000 Abgesandte anreisen, sind dann \u00fcberfl\u00fcssig.<br \/>\nWolfgang Kessler, 30.6.2012, Wirtschaftspublizist und Chefredakteur der christlichen Zeitschrift Publik-Forum. <!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global &gt;Green-Economy &nbsp; https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/neo-greenwash-kampagne\/\u00a0(18.2.2013) 1. Industrielle Revolution Produktionsfaktor Arbeit &#8211; 2. Industrielle Revolution Faktor Umwelt UN-Gipfel in Rio &#8211; Regierungen verkennen, dass nachhaltiges Wirtschaften aus\u00a0Krise fuehrt &nbsp; \u00a01. Industrielle Revolution Produktionsfaktor Arbeit &#8211; 2. 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