{"id":41776,"date":"2013-12-04T12:46:23","date_gmt":"2013-12-04T11:46:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=41776"},"modified":"2023-12-20T17:38:04","modified_gmt":"2023-12-20T16:38:04","slug":"pisa","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/pisa\/","title":{"rendered":"Pisa"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Bildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/\">Bildung<\/a> &gt;<a title=\"Schulen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/\">Schulen<\/a> &gt;Pisa<\/p>\n<div id=\"attachment_40334\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel2013\/totes-meer\/deadsea-pan31028\/\" rel=\"attachment wp-att-40334\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-40334\" class=\"size-full wp-image-40334\" title=\"deadsea-pan31028\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/deadsea-pan31028.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/deadsea-pan31028.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/deadsea-pan31028-180x52.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-40334\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach Osten bei Massada \u00fcbers Tote Meer zu den Bergen in Jordanien am 28.10.2013<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>Prof. Hans Peter Klein zu Pisa: Migration aus bildungsfernen Schichten (15.12.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/pisa-ein-mal-eins-und-deutsch\/\">Pisa: Ein-mal-Eins und Deutsch<\/a> (8.12.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsprekariat\/\">Auswandern, falls t\u00fcchtig, oder Puddingf\u00e4cher studieren<\/a>\u00a0(5.7.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wettkampf-um-die-klugen\/\">Wettkampf um die Klugen<\/a>\u00a0(29.12.2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/mathematik\/\">TIMSS: Mathe-Leistungen: Deutsche Sch\u00fcler hinter denen in Russland und T\u00fcrkei<\/a>\u00a0(15.12.2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/deutschland-und-suedkorea\/\">Deutschland und S\u00fcdkorea<\/a>\u00a0(13.12.2929)<\/li>\n<li><a title=\"Inkompetenz statt Bildung?\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/inkompetenz-statt-bildung\/\">Inkompetenz statt Bildung?<\/a>\u00a0(17.8.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Soziologie teurer als Physik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/soziologie-teurer-als-physik\/\">Soziologie teurer als Physik \u2013 Kosten des Studiums<\/a>\u00a0(17,7.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Bildungsmisere\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Das Drama des Niedergangs von Schulen und Bildung \u2013 Offener Brief eines Lehrers<\/a> (2.6.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Menschengemacht: Dummheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/menschengemacht-dummheit\/\">Menschengemacht: Dummheit<\/a>\u00a0(2.2.2010)<\/li>\n<li><a title=\"Verbl\u00f6dung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/verbloedung\/\">Die Verbl\u00f6dung ist menschengemacht<\/a>\u00a0(21.12.2019)<\/li>\n<li><a title=\"Migration-Bildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration-bildung\/\">Josef Kraus:Ehrlichkeit statt verquerer PISA-Exegese<\/a> (15.12.2019)<\/li>\n<li><a title=\"Indoktrinierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/indoktrinierung\/\">Lachtag statt Weihnachtstag<\/a>\u00a0(14.12.2019)<\/li>\n<li>PISA-Studie 2018: Mathe und Science in D immer schlechter (3.12.2019)<\/li>\n<li>Migrantenkinder noch schlechter (76,5%) in Mathematik als Altdeutsche Kinder (53,3%) (28.9.2015)<\/li>\n<li>Bildungspolitik wird zum Instrument des Marktes (11.12.2013)<\/li>\n<li>Pisa 2012 (5.12.2013)<\/li>\n<li>Pisa &#8211; Zwei Aufgaben zur Mathematik (22.11.2013)<\/li>\n<li>Pisa &#8211; Aufgabe zur Lesekompetenz (22.11.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/pisa.htm#PISA-Test f\u00fcr Politiker - Gedanken zur Riester-Zusatzrente\">PISA-Test f\u00fcr Politiker &#8211; Gedanken zur Riester-Zusatzrente <\/a>(13.12.2001)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"Bildungsmisere\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/bildungsmisere\/\">Bildungsmisere<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Science\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/science\/\">Wissenschaft, Technikfeindlichkeit, Physik<\/a> &gt;Science<\/li>\n<li>PISA (Programme for International Student Assessment)<\/li>\n<li><a title=\"Dummheit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/dummheit\/\">Dummheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/kompetenz\/\">Kompetenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/mathematik\/\">Mathematik<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Migration-Bildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/migration\/migration-bildung\/\">Migration-Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ostasien\/\">Ostasien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/schulen-deutsch\/\">Schulen-deutsch<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Verbl\u00f6dung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/verbloedung\/\">Verbl\u00f6dung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>PISA (Programme for International Student Assessment)<\/strong><\/p>\n<p>Die internationale Schulleistungsstudie PISA (Programme for International Student Assessment) ist ein Projekt der\u00a0 OECD (Organization for Economic Cooperation and Development). Ziel des Programms ist es, in den beteiligten L\u00e4ndern die F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten von 15-j\u00e4hrigen Jugendlichen zu messen. Pisa findet seit 2000 alle drei Jahre statt<br \/>\nNeben Leistungen werden auch famili\u00e4rer, sozialer und schulischer Hintergrund erfasst sowie Lernmethoden, Motivation und Lehrer.<br \/>\nOb Lesekompetenz, naturwissenschaftliche oder mathematische Grundbildung &#8211; die deutschen Sch\u00fcler lagen vor 2012 in allen getesteten Bereichen im unteren Leistungsdrittel.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/pisa\/\">https:\/\/www.oecd.org\/pisa\/<\/a><\/p>\n<p>======================================================<\/p>\n<p><strong>Prof. Hans Peter Klein zu Pisa: Migration aus bildungsfernen Schichten<br \/>\n\u201eBetreutes Denken statt Bildung\u201c<\/strong><br \/>\n<strong>Interview: Die neuen Pisa-Ergebnisse sind ein Desaster. Bildungsexperte Hans Peter Klein analysiert die Ursachen<br \/>\n<\/strong>&#8230;<br \/>\nHerr Professor Klein, k\u00f6nnen Sie den Begriff Pisa eigentlich noch h\u00f6ren?<br \/>\nHans Peter Klein: Mir bleibt als langj\u00e4hriger Beobachter des Bildungswesens nichts anderes \u00fcbrig. Aber ja, es ist schon deprimierend, denn es geht nur noch in eine Richtung: abw\u00e4rts. Vor allem die Entwicklung seit 2015 ist besorgniserregend.<\/p>\n<p>Hat der seitdem ungeregelte Zustrom an Einwanderern damit zu tun?<br \/>\nKlein: Schon in der Pisa-Studie von 2015 war ein deutlicher R\u00fcckgang der Leistungen zu verzeichnen. Und da die Erhebung in der Regel ein Jahr vorher durchgef\u00fchrt wird, kommen die Ereignisse des Jahres 2015 als Ursache nicht in Frage.<\/p>\n<p>Allerdings sind die Ergebnisse der folgenden Pisa-Tests von 2018 und 2022 noch viel schlechter ausgefallen.<br \/>\nKlein: In der Tat ist die Zunahme des Abw\u00e4rtstrends in allen drei Pisa-Bereichen \u2013 Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften \u2013 erheblich. Und bis 2022 hat sich der Migrantenanteil binnen zehn Jahren ungef\u00e4hr verdoppelt. Das w\u00e4re grunds\u00e4tzlich nicht schlimm, w\u00fcrde es sich vor allem um Fachkr\u00e4fte handeln. Dies ist aber offensichtlich nicht der Fall \u2013 und da liegt das Problem.<\/p>\n<p><em><strong>Sie meinen, da\u00df stattdessen bildungsferne Schichten vor allem aus dem arabisch-islamischen Raum kommen?<\/strong><\/em><br \/>\n<em><strong>Klein: Genau, doch viele trauen sich nicht, dieses schwerwiegende Problem zu benennen,<\/strong><\/em> und so wird es leider oft unter den Teppich gekehrt. Folge: Besonders an Grundschulen herrscht inzwischen eine Art Superdiversit\u00e4t, die von dort in die nachfolgenden Schulformen wandert und der mit p\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen kaum noch beizukommen ist.<br \/>\nWarum nicht?<br \/>\nKlein: Nun, da\u00df diese extreme Heterogenit\u00e4t in Sachen Lernvoraussetzungen p\u00e4dagogisch so gut wie nicht in den Griff zu bekommen ist, zeigt eben da\u00df in allen Kompetenzbereichen die Ergebnisse mehr oder weniger stark r\u00fcckl\u00e4ufig sind. Das hei\u00dft, auch leistungsstarke Sch\u00fcler k\u00f6nnen nicht mehr gem\u00e4\u00df ihrem Potential gef\u00f6rdert werden. Offenbar kommen Lehrerinnen und Lehrer an die Grenze des Machbaren. Schule ist eben nicht der Reparaturbetrieb f\u00fcr politische Fehlentwicklungen. Sie wurde geschaffen, um Bildung und Wissen zu vermitteln \u2013 davon aber ist sie aktuell meilenweit entfernt.<\/p>\n<p>Allerdings sind nicht alle Schulen Brennpunktschulen. Gibt es also nicht gro\u00dfe Unterschiede?<br \/>\nKlein: Aber nat\u00fcrlich, es liegt auf der Hand, da\u00df der Stadtteil, in dem Sie wohnen, entscheidend f\u00fcr den Bildungserfolg Ihres Kindes ist. So haben Grundschulen oder Gymnasien etwa bei uns in K\u00f6ln-Lindenthal, aber auch im Frankfurter Westend oder in Hamburg-Blankenese einen Migrantenanteil von teilweise deutlich unter zwanzig Prozent. Im Gegensatz dazu betr\u00e4gt er auf der anderen Rheinseite in K\u00f6ln-Kalk oder -M\u00fclheim selbst in Gymnasien 75 Prozent und mehr \u2013 von Grundschulen zum Beispiel in Offenbach bei Frankfurt ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Gibt es nicht M\u00f6glichkeiten, dem entgegenzuwirken?<br \/>\nKlein: Nein, eben nicht, Sie k\u00f6nnen in einer Demokratie nicht per Zwang Bev\u00f6lkerungsanteile durchmischen. All das war aber, auch mit Blick auf die Banlieues franz\u00f6sischer Gro\u00dfst\u00e4dte, seit langem abzusehen. Es zeugt also von einem nicht zu \u00fcbersehenden Ma\u00df an Heuchelei, wenn Politik und Medien sich nun \u00fcberrascht geben. Zumal die Bef\u00fcrworter ungehinderter Migration meist in bevorzugten teuren Stadtteilen wohnen und ihre Kinder zunehmend auf Waldorf- und andere Privatschulen schicken.<br \/>\n&#8230;.<br \/>\nWohin f\u00fchrt diese Entwicklung?<br \/>\nKlein: Die Folgen sind, vor allem im Fach Mathematik, f\u00fcr die Hochschulen fatal. Deshalb verdonnern die L\u00e4nder diese dazu, Erstsemestern Nachhilfekurse in allen MINT-F\u00e4chern, teils auf unterem Mittelstufenniveau, anzubieten, um die Durchfall- und Abbruchquote ertr\u00e4glich zu halten. Im Klartext: Wir sind in Deutschland nicht mehr in der Lage, die f\u00fcr die erfolgreiche Ausbildung unserer Kinder notwendigen Grundlagen bereitzustellen! Nach zwanzig Jahren verfehlter \u201eKompetenzorientierung\u201c an den Schulen ist es daher h\u00f6chste Zeit, sich von diesem Unbildungskonzept zu verabschieden \u2013 und von Pisa gleich mit!<br \/>\n&#8230; Alles vom 15.12.2023 von Moritz Schwarz und Hans Peter Klein bitte lesen in der JF 51\/23, Seite 3, <a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<em>Prof. Dr. Hans Peter Klein, ist Pr\u00e4sident der Gesellschaft f\u00fcr Didaktik der Biowissenschaften und war von 2001 bis 2018 Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt. Au\u00dferdem geh\u00f6rt er dem Gr\u00fcndungsvorstand der Gesellschaft f\u00fcr Bildung und Wissen an. Zuvor lehrte er in K\u00f6ln, Koblenz und den USA. Mit Gastbeitr\u00e4gen und Interviews meldet sich der Zellbiologe \u00f6ffentlich immer wieder zu Wort, etwa in der FAZ, Zeit, Welt, NZZ oder im Deutschlandfunk. Dem Thema Pisa und Bildungskrise widmete er sich auch in seinen B\u00fcchern \u201eAbitur und Bachelor f\u00fcr alle. Wie ein Land seine Zukunft verspielt\u201c (2019) und \u201eVom Streifenh\u00f6rnchen zum Nadelstreifen. Das deutsche Bildungswesen im Kompetenztaumel\u201c (2016). Geboren wurde er 1951 in Sinzig am Rhein.<\/em><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>PISA-Studie 2018: Mathe und Science in D immer schlechter<\/strong><br \/>\nDie Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften waren 2018 jedoch signifikant schlechter als 2012. Da sich der Leistungsr\u00fcckgang bereits mit der PISA-Erhebung 2015 abzeichnete, ist eine breitere Ursachensuche angezeigt. Einer der Faktoren hinter dem Leistungsr\u00fcckgang k\u00f6nnen die seit der Fl\u00fcchtlingskrise gestiegenen Anspr\u00fcche an das Bildungssystem sein.<br \/>\n.So ist der Anteil von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern mit eigener <a title=\"Global-Migration\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/global-migration\/\">Migrationserfahrung<\/a> seit der letzten PISA-Erhebung deutlich gestiegen und deren Integration in das Bildungssystem ist eine gro\u00dfe Herausforderung.<br \/>\nAuff\u00e4llig ist au\u00dferdem, dass Schuleiterinnen und Schulleiter in Deutschland deutlich h\u00e4ufiger \u00fcber eine mangelnde Ausstattung mit Personal und Sachmitteln klagen als ihre Kolleginnen und Kollegen im OECD-Schnitt. Gleichzeitig sind sozio\u00f6konomisch benachteiligte Schulen st\u00e4rker mit Personalmangel konfrontiert als sozio\u00f6konomisch beg\u00fcnstigte Schulen. Chancengerechtigkeit bleibt eine der Herausforderungen f\u00fcr das deutsche Bildungssystem. So hat sich in Deutschland seit der letzten PISA-Studie mit Leseschwerpunkt (2009) beim Leseverst\u00e4ndnis die Abh\u00e4ngigkeit der Leistung von der Herkunft noch verst\u00e4rkt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.12.2019 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/pisa-studie-2018-leistungen-in-deutschland-insgesamt-ueberdurchschnittlich-aber-leicht-ruecklaeufig-und-mit-grossem-abstand-zu-den-spitzenreitern-03122019.htm\">https:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/pisa-studie-2018-leistungen-in-deutschland-insgesamt-ueberdurchschnittlich-aber-leicht-ruecklaeufig-und-mit-grossem-abstand-zu-den-spitzenreitern-03122019.htm<br \/>\n<\/a>\u00a0.<br \/>\n.<br \/>\n<strong>In Deutschland besuchen \u00fcber 1 Mio Sch\u00fcler Privatschulen,<\/strong><br \/>\nich vermute die Eltern wissen was n\u00f6tig ist. Laut Google soll es mittlerweile auch private Universit\u00e4ten und Hochschulen geben. Es wird wohl in Zukunft eine privat ausgebildete Elite geben und ein staatlich verwaltetes geistiges Prekariat was f\u00fcr &#8222;Haltung und Moral&#8220; zust\u00e4ndig ist .<br \/>\n3.12.20189, I.S., PPO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>F\u00fcr Politiker ist die Fl\u00fcchtlingskrise ein echtes Segen:<\/strong><br \/>\n&#8211; Bei genehmen Themen werden Fl\u00fcchtlinge miterhoben. Sie k\u00f6nnen dann als Entschuldigung f\u00fcr z.B. verfehlte Bildungsentwicklung dienen<br \/>\n&#8211; Bei unangenehmen Themen werden Fl\u00fcchtlinge nicht miterhoben. Da kann man mit erhobenen FIngern den Deutschen drohen und es f\u00fcr Kampagne gegen Rechts nutzen (z.B. Anstieg von Antisemitismus)<br \/>\n3.12.2018, A.M., PPO<br \/>\n.<br \/>\n<strong>In einem Land, in dem Leistung als schlecht und b\u00f6se angesehen wird,<\/strong><br \/>\nwundert es doch nicht, dass immer mehr den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Das Geld kommt von der Bank und nicht durch Arbeit. Wenn die Steuereinnahmen nicht mehr so \u00fcppig sind und die Lichter ausgehen wird das M\u00e4rchen vom reichsten Land auf der Erde schnell vergehen.<br \/>\n3.12.2019, V.L.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Migrantenkinder noch schlechter (76,5%) in Mathematik als Altdeutsche Kinder (53,3%)<\/strong><br \/>\nDas K\u00f6nnen der F\u00fcnfzehnj\u00e4hrigen von 2012 erkennt man am schnellsten an ihren Mathematikleistungen, die sich auf sieben Noten verteilen. Mangelhaft, ungen\u00fcgend oder noch schlechter (Note 7) schneiden 29,9 Prozent der altdeutschen Kinder ab. Nur 6,3 Prozent sind sehr gut. Gut erreichen 15,8 Prozent. Die Migrantenkinder der zweiten Generation, die von kleinauf und geb\u00fchrenfrei alle F\u00f6rderungen der deutschen Erziehung genie\u00dfen, enden zu 50,8 Prozent mangelhaft, ungen\u00fcgend oder darunter. Lediglich 1,3 Prozent schaffen eine Eins und 6,2 Prozent eine Zwei. Aus diesem bedr\u00fcckend schmalen Sektor holen sich Funk und Fernsehen die beliebten Erfolgsgeschichten \u00fcber migrantische \u00c4rzte, Anw\u00e4lte oder Politiker zwischen Rhein und Oder.<br \/>\nDa auch \u201eausreichend\u201c (25,7% Migranten; 23,4% Altdeutsche) kaum langt f\u00fcr die Anforderungen der Hightechzukunft, geh\u00f6ren zwar \u201enur\u201c\u00a0 53,3 Prozent der Altdeutschen, daf\u00fcr aber umwerfende 76,5 Prozent der Migrantenkinder zu den Scheiternden ( <a href=\"https:\/\/www.pisa.tum.de\/fileadmin\/w00bgi\/www\/Berichtband_und_Zusammenfassung_2012\/PISA_EBook_ISBN3001.pdf\">Zahlen hier<\/a> , Seite 299)<br \/>\nEin Fiasko ist das f\u00fcr beide Gruppen, weshalb man Nachsicht \u00fcben mag mit der \u00dcberzeugung, dass es nur noch besser werden k\u00f6nne. &#8230;..<br \/>\nAlles vom <a title=\"Youth-Bulges\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/krieg\/youth-bulges\/\">Prof Gunnar Heinsohn<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/dadgdx\/index.php\/dadgd\/article\/fluechtlinge_fuer_deutschlands_hightech_zukunft\u00a0\">https:\/\/www.achgut.com\/dadgdx\/index.php\/dadgd\/article\/fluechtlinge_fuer_deutschlands_hightech_zukunft\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pisa 2012<br \/>\n<\/strong>Am weltweit gr\u00f6\u00dften Schulleistungstest Pisa 2012 nahmen 510000 15-j\u00e4hrige Jugendliche aus 65 Staaten teil, darunter die 34 OECD-Staaten. In Deutschland wurden 5000 Sch\u00fcler in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften getestet. Ergebnisse in Mathematik: S\u00fcdkorea, Japan, Schweiz, Niederlande, Finnland, Kanada, Polen, Deutschland, \u00d6sterreich, Australien, Irland, D\u00e4nemark, Neuseeland, Tschechien, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Island, Deutschlland im Jahr 2000 (Pisa-Schock), Norwegen, Portugal, Luxemburg, Italien, Spanien, USA; Schwedern, Ungarn Griechenland, Mexiko.<br \/>\nDie Leistungen der deutschen Sch\u00fcler wurden seit 2000 von Studie zu Studie besser. &#8222;Es wird wieder, was lange Zeit verp\u00f6nt war, auf die Leistung der Sch\u00fcler geachtet. Offenbar mit Erfolg. &#8230; Ud \u00fcberhaupt basiert der deutsche Leistungszuwachs auf besseren Leistungen der sozial schw\u00e4cheren Jugendlichen. Deshalb auch ist die Schule sozial gerechter geworden, wobei da sicher noch viel zu tun ist.&#8220;, so Prof Manfred Prenzel, TU M\u00fcnchen, Nationaler Pisa-Projektmanager, in <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\">www.zeit.de<\/a>, Zeit Nr. 50 vom 5.12.2013, S. 86<br \/>\nAlle Infos:<br \/>\n\u00a0 &#8211; OECD Pisa-Bericht 2012<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.pisa.tum.de\/pisa-2012\">www.pisa.tum.de\/pisa-2012<\/a>\u00a0 &#8211; Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/p>\n<p><em>Die Frage der &#8222;Lernkultur&#8220;:<\/em><br \/>\nWarum sind die Matheleistungen in den asiatischen L\u00e4ndern so viel besser als bei uns? Liegt es an der anderen Lernkultur mit intensiverer Betreuung, sehr gut geschulen und spezialisierten Mathematiklehrern, vielen und betreuten Hausaufgaben,\u00a0Druck und Ansehen in der Familie mit guten Noten, sie Preise und Verpflichtung zugleich sind?<br \/>\nDie Kritik an dieser Lernkultur: Die Schulkinder haben kaum Freizeit, wie werden gedrillt, stetige \u00dcbung verbessert das Gef\u00fchl f\u00fcr Matheaufgaben. Die Auseinandersetzung zeigt sich im Begriff &#8222;Tigermom&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pisa &#8211; Zwei Aufgaben zur Mathematik<\/strong><br \/>\nHeike hat ein neues Fahrrad mit Tacho bekommen. Dieser kann Heike die zur\u00fcckgelegte Strecke und ihre Durchschnittsgeschwindigkeit f\u00fcr eine Tour anzeigen.<br \/>\nAufgabe 1: Auf einer Tour ist Heike vier Kilometer in den ersten zehn Minuten gefahren und dann zwei Kilometer in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Minuten. Welche der folgenden Aussagen ist richtig?<br \/>\n<strong>A.<\/strong> Heikes Durchschnittsgeschwindigkeit war in den ersten zehn Minuten h\u00f6her als in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Minuten.<br \/>\n<strong>B.<\/strong> Heikes Durchschnittsgeschwindigkeit war in den ersten zehn Minuten und in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Minuten die gleiche.<br \/>\n<strong>C.<\/strong> Heikes Durchschnittsgeschwindigkeit war in den ersten zehn Minuten niedriger als in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Minuten.<br \/>\n<strong>D.<\/strong> Es ist nicht m\u00f6glich, anhand der Angaben etwas \u00fcber Heikes Durchschnittsgeschwindigkeit zu sagen.<\/p>\n<p>Aufgabe 2: Heike ist sechs Kilometer zum Haus ihrer Tante gefahren. Ihr Tachometer hat f\u00fcr die gesamte Tour durchschnittlich 18 Kilometer pro Stunde angezeigt. Welche der folgenden Aussagen ist richtig?<br \/>\n<strong>A.<\/strong> Heike hat zwanzig Minuten gebraucht, um zum Haus ihrer Tante zu kommen.<br \/>\n<strong>B.<\/strong> Heike hat drei\u00dfig Minuten gebraucht, um zum Haus ihrer Tante zu kommen.<br \/>\n<strong>C.<\/strong> Heike hat drei Stunden gebraucht, um zum Haus ihrer Tante zu kommen.<br \/>\n<strong>D.<\/strong> Es ist nicht m\u00f6glich zu sagen, wie lange Heike gebraucht hat, um zum Haus ihrer Tante zu kommen.<br \/>\nL\u00f6sung: Unten auf der Seite<\/p>\n<p><strong>Pisa &#8211; Aufgabe zur Lesekompetenz<\/strong><br \/>\nEin Geizhals verkaufte alles, was er hatte, und kaufte einen Klumpen Gold, den er in einem Loch in der Erde neben einer alten Mauer vergrub. Jeden Tag ging er, um danach zu sehen. Einer seiner Arbeiter bemerkte die regelm\u00e4\u00dfigen Besuche des Geizhalses an dem Ort und beschloss, dessen Kommen und Gehen zu beobachten. Der Arbeiter entdeckte bald das Geheimnis des versteckten Schatzes, grub im Boden, fand den Klumpen Gold und stahl ihn. Der Geizhals fand das Loch bei seinem n\u00e4chsten Besuch leer vor und begann, sich die Haare zu raufen und laut zu klagen. Ein Nachbar, der ihn in seiner Verzweiflung sah und den Grund daf\u00fcr erfuhr, sagte zu ihm: &#8222;Bitte gr\u00e4mt Euch nicht so; nehmt Euch einen Stein, legt ihn ins Loch und stellt Euch vor, das Gold l\u00e4ge noch dort. Er wird Euch den gleichen Dienst erweisen, denn auch, als das Gold noch da war, besa\u00dft Ihr es nicht, da Ihr nicht den geringsten Gebrauch davon gemacht habt.&#8220;<br \/>\nAufgabe: Lies die untenstehenden S\u00e4tze und nummeriere sie in der Reihenfolge der Ereignisse im Text.<br \/>\n<strong>1.<\/strong> Der Geizhals entschloss sich, all sein Geld gegen einen Klumpen Gold zu tauschen<br \/>\n<strong>2.<\/strong> Ein Mann stahl das Gold des Geizhalses.<br \/>\n<strong>3.<\/strong> Der Geizhals grub ein Loch und versteckte seinen Schatz darin.<br \/>\n<strong>4.<\/strong> Der Nachbar des Geizhalses riet ihm, das Gold durch einen Stein zu ersetzen.<\/p>\n<p><em>Pisa-L\u00f6sungen:<\/em><br \/>\n<em>Mathe Aufgabe 1: B, Aufgabe 2: A<\/em><br \/>\n<em>Lesen Aufgabe: Reihenfolge 1,3,2,4<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>PISA-Test f\u00fcr Politiker &#8211; Gedanken zur Riester-Zusatzrente<\/strong><\/p>\n<p>Der PISA-Test f\u00fcr Sch\u00fcler hat uns alle aufgeschreckt. Zu Recht, denn das Ergebnis ist in der Tat<br \/>\nniederschmetternd. Wenn wir eine solchen Test f\u00fcr Politiker einf\u00fchren w\u00fcrden &#8211; wie w\u00fcrden die wohl abschneiden? Die Antwort vorneweg: Katastrophal!<br \/>\nNehmen wir ein Beispiel aus der Mathematik. Ein sehr aktuelles: Die Riester-Rente. Ich habe mir von<br \/>\neiner der gro\u00dfen Firmen &#8211; die mit Sicherheit die Zertifizierung schaffen wird &#8211; ein Angebot schicken<br \/>\nlassen. Ich bin 50 Jahre alt und m\u00fc\u00dfte in den n\u00e4chsten 15 Jahren 25.200 Euro an Beitr\u00e4gen einzahlen. Als<br \/>\nGesamtkapital &#8211; also inklusive aller Zinsen und inklusive der staatlichen F\u00f6rderung &#8211; st\u00fcnde mir dann ein Betrag<br \/>\nvon 35.223 Euro zur Verf\u00fcgung. 35.000 Euro??? Das erscheint mir ein bi\u00dfchen wenig!<br \/>\nAlso nehme ich den Computer zu Hilfe &#8211; ein Blatt Papier, ein Bleistift und ein Taschenrechner h\u00e4ttens<br \/>\naber auch getan &#8211; und rechne ein Gegenbeispiel durch: Ein stinknormales Sparbuch. Mit 3% Zinsen pro Jahr.<br \/>\nWas kommt dabei raus? 30.472 Euro.<br \/>\nWeniger als bei der Riester-Rente. Klar. Jetzt kommt aber das gro\u00dfe ABER! Die Differenz zahlen wir ja als<br \/>\nSteuerzahler ohnehin selbst! Und auch die vielen Beamten, die ben\u00f6tigt werden, m\u00fcssen wir \u00fcber unsere Steuern bezahlen! Und sofort wird mir klar: Die Riester-Rente ist ein RIESENSKANDAL!!! Der Otto Normalverbraucher wird nach Strich und Faden beschissen! Jedes Pr\u00e4miensparen bringt viel, viel bessere Ergebnisse!<br \/>\nWarum gibt es dann diese Rente \u00fcberhaupt? Weil die Versicherungen und Banken sich daran dumm und<br \/>\nd\u00e4mlich verdienen! Und daraus entsteht nat\u00fcrlich ein riesiger volkswirtschaftlicher SCHADEN. Denn: Wir ben\u00f6tigen nicht nutzlose Versicherungsvertreter etc., sondern bessere Kinderg\u00e4rten, besser ausgestattete Schulen, mehr Lehrer, mehr Polizisten, mehr Krankenschwestern, bessere Infrastruktur usw.<\/p>\n<p>Quelle: Widerhall Online-Magazin, 13. Dezember 2001<br \/>\n<a href=\"https:\/\/333200000069-28.bei.t-online.de\/13wh-ren.htm\">https:\/\/333200000069-28.bei.t-online.de\/13wh-ren.htm<\/a> oder <a href=\"https:\/\/widerhall.vu\/\">https:\/\/widerhall.vu<\/a> oder<br \/>\n<a href=\"https:\/\/karl-heinz.heubaum.bei.t-online.de\/\">https:\/\/karl-heinz.heubaum.bei.t-online.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Bildungspolitik wird zum Instrument des Marktes<\/strong><br \/>\nDie neue Pisa-Studie ist heraus, und es bleibt merkw\u00fcrdig still. In den Schulen interessieren sich immer weniger Lehrer und Sch\u00fcler f\u00fcr die Ergebnisse. Gott sei Dank, k\u00f6nnte man hinzuf\u00fcgen \u2013 sp\u00fcrte man nicht zugleich, wie sehr das Messen und Evaluieren nach den Kriterien der OECD inzwischen Folgen hat, die immer mehr Zeit und Motivation rauben.<br \/>\nSchlagzeilen wie &#8222;Deutschlands Sch\u00fcler holen auf&#8220;, oder &#8222;Deutsche Sch\u00fcler \u00fcberdurchschnittlich&#8220; erfreuen mich nicht. Das Lob basiert unausgesprochen auf der Anerkennung des Pisa-Wettbewerbsprinzips. Die &#8222;Vergleichsstudien&#8220; sind Wettbewerbsstudien. Die OECD schickt Kinder und Jugendliche auf die Rennbahn, um sie durch Konkurrenz f\u00fcr die Konkurrenz fit zu machen. Mit ihrem &#8222;Kompetenz&#8220;-Begriff ma\u00dft sich eine demokratisch nicht legitimierte Elite an, \u00fcberkulturelle und \u00fcbersystemische Vergleichskriterien f\u00fcr Bildung zu bieten. So kann man dann Kompetenzen von Mexiko \u00fcber Deutschland bis China vergleichen. Der Abstraktionsgrad der Kompetenzen ist so hoch, dass ihre Aussagen f\u00fcr das einzelne System bedeutungslos sind. Der Machtanspruch ist zugleich global. Daraus folgt ein globaler Machtanspruch nach dem Motto: Wenn alle beim Wettbewerb vorne sein wollen, ist das f\u00fcr alle am besten. Dieselbe Elite ma\u00dft sich an, mit ihren Studien die Daten zu liefern, auf die Bildungspolitik ihre Entscheidungen aufbaut; zugleich entzieht sie sich der Verantwortung f\u00fcr diese Entscheidungen: &#8222;Wir messen nur. F\u00fcr das Handeln ist die Politik verantwortlich.&#8220; Entsprechend ist das deutsche Bildungssystem einem chaotischen Reformzirkus ausgesetzt worden, der Sch\u00fcler und Lehrer ersch\u00f6pft.<br \/>\nDie OECD \u00fcberzieht das Schulsystem mit zwei widerspr\u00fcchlichen R\u00fcckmeldungen: 1. Das deutsche Schulsystem ist ungerecht. 2. Die deutschen Sch\u00fcler hinken im internationalen Vergleich hinterher (seit Neuestem nicht mehr ganz so sehr). Praktisch alle Reformen, die nach dem Pisa-Schock eingel\u00e4utet wurden, haben den Zeit-, Test- und Leistungsdruck auf Lehrende und Lernende erh\u00f6ht und das Lernniveau gesenkt.<br \/>\nZugleich wird inzwischen das deutsche Schulsystem so umgebaut, dass das Abitur immer weniger dem &#8222;Standard&#8220; verpflichtet ist, den bisher das Gymnasium vorgab: Sprach- und Fremdsprachenkompetenz, eigenst\u00e4ndiges Denken, kulturelles Wissen und Wissenschaftsprop\u00e4deutik. Weder ist damit auf Dauer die bessere Zug\u00e4nglichkeit von Bildung f\u00fcr bildungsferne Schichten garantiert noch mehr Bildungsgerechtigkeit. Immer mehr Eltern fliehen mit ihren Kindern in teure Privatschulen, um ihren Bildungsstandard zu halten. Und im terti\u00e4ren Sektor wird eine immer kleinere Elite auf Exzellenz-Universit\u00e4ten nachholen, was sie schulisch nicht lernen konnte.<br \/>\nWarum ist eigentlich ausgerechnet die OECD f\u00fcr internationale Vergleiche zum Thema Bildung zust\u00e4ndig? Weil \u00d6konomie die Schl\u00fcsselwissenschaft f\u00fcr den Sinn und das Verst\u00e4ndnis von Bildung ist? Bildungspolitik wird zum Instrument des Marktes. Bildung ist f\u00fcr die OECD das &#8222;Mega-Thema&#8220;, weil es das Mega-Instrument f\u00fcr Markt- und Wachstumspolitik ist. So kann man dann auch Gesellschaftspolitik in Bildungspolitik aufsaugen. Beispiel: Man kann sich in Deutschland weigern, eine geordnete Immigrationspolitik zu betreiben, indem man dem Bildungssystem die Aufgabe der Integration zuschiebt und ansonsten die H\u00e4nde in den Scho\u00df beziehungsweise das Thema den Asylrichtern zu F\u00fc\u00dfen legt.<br \/>\nIch werde morgen wieder in den Unterricht gehen und daf\u00fcr k\u00e4mpfen, dass Sch\u00fcler Zeit haben zum Nachdenken. Ich werde mit erzieherischen Fragen konfrontiert sein, \u00fcber die im Pisa-Rummel kein Wort f\u00e4llt. Ich werde z\u00e4hneknirschend zusehen, wie den Kolleginnen und Kollegen immer mehr B\u00fcrokratie aufgepackt wird, und ich werde mich nie von dem Gedanken verabschieden, dass weitab von den inhaltsleeren, global messbaren &#8222;Kompetenzen&#8220; Bildung zu allererst die Grundlage f\u00fcr eine humane Gesellschaft ist \u2013 dass Bildung also ein ethisches Ziel hat, das man weder mit &#8222;Lernstrategien&#8220; erreichen noch als &#8222;output&#8220; in Form von Kompetenzen messen kann.<br \/>\nUnd die chinesischen Sch\u00fcler aus Shanghai, die den Pauk- und Drillbetrieb an ihrer Schule satt haben, werden am Kolleg St. Blasien im Schwarzwald weiterhin willkommen sein, auch dann, wenn sie dadurch riskieren, mit ihren Mitsch\u00fclern in China auf Dauer nicht mehr Schritt halten zu k\u00f6nnen, die in der j\u00fcngsten Pisa-Studie Rang 1 belegt haben.<br \/>\n11.12.2013, Klaus Mertes<br \/>\n<em>Der Jesuitenpater Pater Klaus Mertes (59) ist Direktor des Kollegs St-Blasien. Von 2000 bis 2011 leitete er das Jesuitengymnasium Canisius-Kolleg in Berlin.<\/em><br \/>\n<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Bildung &gt;Schulen &gt;Pisa Prof. Hans Peter Klein zu Pisa: Migration aus bildungsfernen Schichten (15.12.2023) Pisa: Ein-mal-Eins und Deutsch (8.12.2023) Auswandern, falls t\u00fcchtig, oder Puddingf\u00e4cher studieren\u00a0(5.7.2021) Wettkampf um die Klugen\u00a0(29.12.2020) TIMSS: Mathe-Leistungen: Deutsche Sch\u00fcler hinter denen in Russland und T\u00fcrkei\u00a0(15.12.2020) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/pisa\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":93,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-41776","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41776"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118517,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41776\/revisions\/118517"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/93"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}