{"id":37004,"date":"2013-08-26T20:35:00","date_gmt":"2013-08-26T18:35:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=37004"},"modified":"2026-05-30T09:38:12","modified_gmt":"2026-05-30T07:38:12","slug":"regulieren","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/regulieren\/","title":{"rendered":"Regulieren"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a> &gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> &gt;<a title=\"Verbraucher\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/\">Verbraucher<\/a> &gt;Regulieren<\/p>\n<div id=\"attachment_36898\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/rathaus\/regen-rathausplatz-pan130824\/\" rel=\"attachment wp-att-36898\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-36898\" class=\"size-full wp-image-36898\" title=\"regen-rathausplatz-pan130824\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/regen-rathausplatz-pan130824.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/regen-rathausplatz-pan130824.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/regen-rathausplatz-pan130824-180x65.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-36898\" class=\"wp-caption-text\">Regen am Rathausplatz in Freiburg am 24.8.2013<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte <span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken<\/span> oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/public-value-vs-medienfreiheit\/\">\u201ePublic Value\u201c vs Medienfreiheit<\/a>\u00a0(29.5.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regulation-zensur-verbot-nein\/\">Regulation Zensur Verbot: Nein!<\/a>\u00a0(26.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/meinungszensur\/\">Daniel G\u00fcnther: \u201eregulieren, zensieren und verbieten\u201c \u2013 Machtfrage \u00fcber die Wahrheit<\/a>\u00a0(18.1.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/d-mittelstand-pleite-ar-milei\/\">D: Mittelstand pleite \u2013 AR: Milei<\/a>\u00a0(18.8.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/vorschriften\/\">Amtsstuben arbeiten nach Vorschrift<\/a> (17.11.2024)<\/li>\n<li>Der fr\u00fchere Wirtschaftsweise Schmidt kritisiert Politik der zu engen Vorgaben (19.11.2024)<\/li>\n<li>Gr\u00fcne B\u00fcrokratie erdrosselt den Mittelstand (11.7.2024)<\/li>\n<li>Regulierung &#8211; Beispiele<\/li>\n<li>Mit dem Fahrrad ohne Helm (26.8.2013)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/buerokratie\/\">B\u00fcrokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/meinungsfreiheit\/meinungszensur\/\">Meinungszensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/regulierung\/\">Regulierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/vorschriften\/\">Vorschriften<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8222;Wer einem anderen das Beste w\u00fcnscht, ist ein guter Mensch. Wer das Beste befiehlt, ist ein Tyrann&#8220;, so der Verfassungsrichter Paul Kirchhof, der Professor aus Heidelberg.<\/p>\n<p>&#8222;Verspielt jemand sein Verm\u00f6gen an der B\u00f6rse, wurde er falsch beraten. Scheitert jemand in der Schule, waren die Lehrer eine Katastrophe. Studieren zu wenig Frauen technische Physik, hat die Gesellschaft versagt. Was gilt eigentlich der Wille des Einzelnen in solch einer Welt verschobener Verantwortlichkeit?&#8220;, so der Wiener Philosoph Konrad Paul Liessmann.<br \/>\n============================================================<\/p>\n<p><strong>Der fr\u00fchere Wirtschaftsweise Schmidt kritisiert Politik der zu engen Vorgaben<\/strong><br \/>\nDie Worte des fr\u00fcheren Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt haben Gewicht. Beim Vortrag an der Uni Freiburg erl\u00e4uterte er, warum zu strikte Vorgaben der Politik sch\u00e4dlich f\u00fcr den Wohlstand sind<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDrei gro\u00dfe Entwicklungen k\u00f6nnten die deutsche Wirtschaft weiter in Bedr\u00e4ngnis bringen: 1) die Tendenz zur Deglobalisierung, eine bittere Pille f\u00fcr eine derart exportorientierte \u00d6konomie wie die deutsche,<br \/>\n2) die Aufgabe der Dekarbonisierung, welche sich aus den politischen Klimaschutzzielen ergibt,<br \/>\n3) sowie die Alterung der Gesellschaft.<br \/>\n&#8222;Wenn man dann seitens der Politik nicht nur die Richtung vorgibt, sondern bis ins Details Vorgaben macht und Regulierungen vornimmt, dann hat das Folgen&#8220;, erkl\u00e4rte Schmidt. Denn damit bleibe der Markt als Entdeckungsverfahren f\u00fcr bessere L\u00f6sungen ungenutzt. Dabei sei solides Wirtschaftswachstum angesichts der Herausforderungen wichtig. Auch um eine h\u00f6here Resilienz zu erreichen, also eine Widerstandsf\u00e4higkeit der Volkswirtschaft gegen Schocks von au\u00dfen, sei wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit erforderlich.<br \/>\nSchmidt machte aber auch deutlich, dass er keineswegs grunds\u00e4tzlich jegliche Form von Industriepolitik und staatlichen Interventionen ablehnt, im Gegenteil \u2013 aber eben in zur\u00fcckhaltender Weise, etwa im Sinne von belebenden Impulsen oder Eingriffen bei erkennbarem Marktversagen. Schmidt, den mit Lars Feld, dem Leiter des Walter-Eucken-Instituts eine enge pers\u00f6nliche Freundschaft verbindet, sprang diesem bei seinem Vortrag auch beim Thema Schuldenbremse bei. Wie Feld will auch Schmidt, dass diese erhalten bleibt.<br \/>\n&#8230; Alles vom 19.11.2024 von Holger Schindler bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/der-fruehere-wirtschaftsweise-schmidt-kritisiert-politik-der-zu-engen-vorgabe\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/der-fruehere-wirtschaftsweise-schmidt-kritisiert-politik-der-zu-engen-vorgabe<\/a>n<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gr\u00fcne B\u00fcrokratie erdrosselt den Mittelstand<\/strong><br \/>\nIn einem Streitgespr\u00e4ch mit einem gr\u00fcnen Politiker musste sich der Autor anh\u00f6ren, dass \u201edie Politik das Recht habe, die Wirtschaft zu steuern und insbesondere gr\u00fcne Politik besser wisse, was f\u00fcr Wohlfahrt und Wirtschaft im Lande gut tut, als die Unternehmer\u201c. Mit dieser Arroganz hat die Ampelregierung die B\u00fcrokratiebelastung unserer mittelst\u00e4ndischen Unternehmer so gesteigert, dass \u201eich schon keine Zeit mehr f\u00fcr Vertrieb, Betrieb und Mitarbeiter h\u00e4tte, wenn ich alle Vorschriften erf\u00fcllen w\u00fcrde\u201c (ein Unternehmer).<br \/>\nNicht nur die Regulierungswut der Politik und die B\u00fcrokratie sind schuld an der \u00dcberb\u00fcrokratisierung, sondern auch die Kammern und \u00f6ffentlichen Organisationen.<\/p>\n<p>Als das Mittelstandsinstitut in den 1980er Jahren empirisch nachgewiesen hatte, dass den Betrieben durchschnittlich 100 Stunden B\u00fcrokratie\u00fcberw\u00e4lzung erspart werden k\u00f6nnte, wenn allein unsere Statistik nicht mehr total, sondern wie in anderen L\u00e4ndern stichprobenartig repr\u00e4sentativ und nicht mehr zwangsweise von B\u00fcrokraten, sondern bezahlt von Privatunternehmen erhoben w\u00fcrde, haben die Kammern solche ihre Mitglieder von B\u00fcrokratie wesentlich entlastende Privatisierung verhindert. Sie wollen weiter Totalstatistiken, ohne daf\u00fcr zu bezahlen.<\/p>\n<p>Noch schlimmer sind die Sozialorganisationen, die von den Betrieben zum Teil Meldungen abfordern, welche sie selbst aus ihren Unterlagen entnehmen k\u00f6nnten. Aber es ist ja billiger, die Betriebe doppelte Arbeit machen zu lassen, als selbst zu arbeiten.<\/p>\n<p>Zurzeit ist der Aufschrei des Mittelstandes vor allem in der Landwirtschaft und im produktiven Gewerbe \u00fcber zus\u00e4tzliche b\u00fcrokratische Anforderungen besonders gro\u00df.<\/p>\n<p>Wir haben ja in der \u00f6ffentlichen Verwaltung die Todesspirale, dass st\u00e4ndig neue B\u00fcrokratiepflichten entstehen, die alten aber nicht abgeschafft werden, so dass sich der Berg der b\u00fcrokratischen Belastung f\u00fcr die Betriebe st\u00e4ndig erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Das Mittelstandsinstitut hat schon in den 1980er Jahren nachgewiesen, dass dabei st\u00e4ndig Doppelarbeiten, widerspr\u00fcchliche oder sogar undurchf\u00fchrbare Vorschriften (Lieferkettengesetz) auf den Mittelstand niederprasseln. Viele Vorschriften haben auch nur den Sinn, im Falle eines Fehlers oder Unfalls die Haftung von der Kontrollb\u00fcrokratie auf den Unternehmer zu verlagern.<br \/>\nUnd der Staat verteilt flei\u00dfige Wohltaten, f\u00fcr die er nicht selbst, sondern die Unternehmen zahlen m\u00fcssen. Die Personalb\u00fcrokratie macht inzwischen die H\u00e4lfte aller b\u00fcrokratischen Pflichten im Betrieb aus, belastet damit die individuell arbeitenden Personalunternehmen viel st\u00e4rker als die vor allem mit dem Faktor Kapital (Maschinen) produzierenden Kapitalgesellschaften.<br \/>\nUnd weil die b\u00fcrokratischen Vorstellungen auch in der Regel von der Politik bzw. der B\u00fcrokratie mit den tonangebenden Konzernen in Deutschland abgestimmt werden, bleiben letztere mehr verschont und der Mittelstand daf\u00fcr \u00fcberbelastet.<\/p>\n<p>Die mittelst\u00e4ndischen Unternehmer und ihre Betriebe sind dreifach belastet:<br \/>\n1) Sie m\u00fcssen, wie alle anderen Menschen, eine wachsende Gesetzesflut aushalten, zus\u00e4tzlich aber auch noch eine F\u00fclle von Sondergesetzen f\u00fcr ihre Mitarbeiter erf\u00fcllen, die keine andere gesellschaftliche Gruppe in Deutschland so leisten und erf\u00fcllen muss und w\u00fcrde. Und sie haften nicht nur f\u00fcr sich selbst, sondern auch f\u00fcr alle Fehler und Vorschriftenverst\u00f6\u00dfe ihrer Mitarbeiter im Betrieb.<br \/>\n2) Etwa zwei Drittel unserer 90.000 Vorschriften und 30.000 EU-Richtlinien betreffen die Wirtschaft, vor allem die mittelst\u00e4ndischen Betriebe. Allein in der mittelstandsdominierten Bauwirtschaft hat es 1990 5.000 Vorschriften gegeben, nach denen sich die Betriebe richten mussten. Inzwischen sind dies 20.000 geworden. In der Landwirtschaft und in anderen Branchen soll dies \u00e4hnlich gelaufen sein. Selbst\u00e4ndige haben also vom ersten Tag ihrer Selbst\u00e4ndigkeit einen Wust an Sonderpflichten zu erf\u00fcllen, die keine andere Gruppe hat. Sie f\u00fchlen sich deshalb wie ein Esel, der den Karren zieht, aber auf den (wie in Arabien) immer draufgehauen wird.<br \/>\n3)Im Mittelstandsinstitut Niedersachsen wurde schon in den 1980er Jahren entdeckt, dass es noch eine dritte, nur die Wirtschaft betreffende B\u00fcrokratiebelastung gibt: Die \u201eB\u00fcrokratie\u00fcberw\u00e4lzung auf die Wirtschaft\u201c. Gesetzgeber und \u00f6ffentliche Verwaltung haben n\u00e4mlich in zunehmendem Umfang B\u00fcrokratiepflichten auf die Privatwirtschaft \u00fcberw\u00e4lzt, sie mit staatlichem Zwang zum Hilfsdiener b\u00fcrokratischer Pflichten gemacht, welche eigentlich die Staatsb\u00fcrokratie selbst leisten musste, aber kraft ihrer Hoheitsgewalt einfach auf die Privatwirtschaft abw\u00e4lzt.<br \/>\nSolche \u00fcberw\u00e4lzten B\u00fcrokratiearbeiten machten in den 80er Jahren bereits \u00fcber 1000 Stunden pro Betrieb aus. Da aber inzwischen zus\u00e4tzliche 30.000 EU-Richtlinien hinzugekommen sind, d\u00fcrfte die Belastung um ein Drittel auf \u00fcber 1300 Stunden gestiegen sein. Dem mittelst\u00e4ndischen Personalunternehmen entstanden dadurch h\u00f6here Kosten als der durchschnittliche Bruttogewinn der untersuchten Unternehmen (!)<\/p>\n<p>Da die B\u00fcrokratiearbeiten f\u00fcr alle Betriebe gleich gelten, sind Kleinbetriebe relativ 14mal so hart davon betroffen wie Gro\u00dfbetriebe.<\/p>\n<p>Mit Recht klagt vor allem das Handwerk \u00fcber diese B\u00fcrokratie\u00fcberw\u00e4lzung, weil es den meistbelasteten Faktor Arbeit unverzichtbar einsetzen muss, kleinbetrieblich strukturiert ist und \u2013 ebenso wie die Landwirtschaft \u2013 in der Bew\u00e4ltigung der B\u00fcrokratie besonders unge\u00fcbt. Fast alle Betriebe haben deshalb heute nicht nur einen Steuerberater, sondern auch einen B\u00fcrokratiehelfer irgendeiner Art, um das, was der Staat von ihnen wissen will, \u00fcberhaupt leisten zu k\u00f6nnen.<br \/>\nAlle Regierungen der Nachkriegszeit haben lauthals beschworen, die B\u00fcrokratie vermindern zu wollen. Alle haben sie es vermehrt, die jetzige Regierung am meisten.<\/p>\n<p>Wie die Klagen der mittelst\u00e4ndischen Unternehmer zeigen, scheint inzwischen das Ma\u00df an unternehmerischer Freiheit gegen\u00fcber dem Ma\u00df b\u00fcrokratischer Zwangsarbeiten zu kippen.<br \/>\nEigentlich sollte ein mittelst\u00e4ndischer Betrieb f\u00fcr den Markt, f\u00fcr den Bedarf der Bev\u00f6lkerung und rentabel arbeiten. Inzwischen aber f\u00fchlen sich unsere Unternehmer bereits so geg\u00e4ngelt, dass sie mehr nach den b\u00fcrokratischen Vorschriften als nach Marktchancen orientiert sind und in ihrem Betrieb mehr auf Produktions- und Personalvorschriften als auf Arbeitsleistung achten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Alle sind sich einig, dass das \u00dcberma\u00df der B\u00fcrokratie reduziert werden muss, dass die Menschen und vor allem die Wirtschaft mehr Freiheit zur Leistung und zum Handeln brauchen. Geht es aber an das Streichen von Vorschriften, werden selbst die hilfswilligen Politiker immer wieder von Lobbygruppen gestoppt:<\/p>\n<p>Die Kammern haben verhindert, dass die Statistik f\u00fcr ihre Mitglieder privatisiert und denen damit 100 Stunden Arbeit erspart w\u00fcrden.<br \/>\nGewerkschaften und Sozialfunktion\u00e4re schreien laut, wenn das \u00dcberma\u00df der Sozialregelungen vereinfacht, reduziert und in die Selbstverantwortung der Betriebe gegeben werden soll. Gegen die Soziallobby hat sich noch niemand durchsetzen k\u00f6nnen.<br \/>\nGegen Reduzierung und Abschaffung von Umweltvorschriften w\u00fcrde sich die m\u00e4chtige Umweltlobby bis zum Letzten wehren, weil sie damit ihren Sinn und ihre Existenzberechtigung verlieren w\u00fcrde.<br \/>\nDas Mittelstandsinstitut hatte nachgewiesen, dass die Mengenrabatte der gro\u00dfen Kapitalgesellschaften den Mittelstand sch\u00e4digen, ihn diskriminieren und wettbewerbswidrig sind und hatte mit Hilfe von Mittelstandspolitikern ein Diskriminierungsverbot in den Bundestag gebracht. In der letzten Lesung haben die Konzerne dies noch stoppen k\u00f6nnen, weil sie ihre mittelst\u00e4ndischen Konkurrenten und Zulieferer weiter diskriminieren wollten.<br \/>\nIn einer Marktwirtschaft sollte eigentlich grunds\u00e4tzlich Handlungsfreiheit herrschen. Inzwischen aber sind die Verbote h\u00f6her als der Freiraum und sind wir den obrigkeitlichen Verwaltungswirtschaften immer n\u00e4hergekommen.<br \/>\nWie die Erfahrung zeigt, kann diese Todesspirale unsere wirtschaftliche Freiheit nicht mehr durch de Politik, nicht durch guten Willen und nicht durch \u00dcberzeugung gel\u00f6st werden, weil zu m\u00e4chtige Lobbytruppen die \u00dcberregulierung und \u00dcberb\u00fcrokratisierung zum eigenen Vorteil betreiben und verteidigen.<br \/>\nNach dem 2. Weltkrieg hatten wir paradiesische Zust\u00e4nde: alle Nazi-Gesetze waren ung\u00fcltig, die B\u00fcrokratie zerschlagen. Wer etwas anfangen und leisten wollte, hatte Freiheit dazu \u2013 und einen Ludwig Erhard, der diese Freiheit f\u00fcr die Wirtschaft verteidigte.<br \/>\nWir brauchen also wohl wieder einen Zusammenbruch (Crash), der die \u00fcberregulierten B\u00fcrokratien und Marktstrukturen selbst\u00e4ndig zerst\u00f6rt und zwangsm\u00e4\u00dfig wieder Handlungsfreiheit schafft.<br \/>\nInsofern handelt unsere Ampel-Regierung mit ihrer Deindustrialisierung, Zerst\u00f6rung des Mittelstandes und unseres Wohlstandes unbewusst zielf\u00fchrend auf eine Zwangskorrektur hin.<br \/>\n&#8230; Alles vom 11.7.2024 von Eberhard Hamer bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mittelstandsinstitut-niederrhein.de\">https:\/\/www.mittelstandsinstitut-niederrhein.de<\/a><\/p>\n<p><em>Prof. Dr. Eberhard Hamer (* 15. August 1932 in Mettmann) ist ein deutscher \u00d6konom. Sein Schwerpunkt ist die Mittelstands\u00f6konomie. In den 1970er Jahren gr\u00fcndete er das privat gef\u00fchrte Mittelstandsinstitut Niedersachsen in Hannover und ver\u00f6ffentlichte \u00fcber 20 B\u00fccher zum Thema Mittelstand. Hamer erhielt 1986 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Regulierung &#8211; Beispiele<br \/>\n<\/strong>Einem Hamburger Fischh\u00e4ndler wurde in einem Schadensersatzproze\u00df verpflichtet, an der Verkaufstheke die Warnung &#8222;Fische k\u00f6nnen Fischgr\u00e4ten enthalten&#8220; anzubringen.<br \/>\nWegen der Blendgefahr sollen Sprunganlagen in Freib\u00e4dern nach Norden ausgerichtet sein. Der 10-Meter-Turm in Freibad der Stadt Dieburg darf erst betreten werden, wenn die Sonne hoch am Himmel steht.<br \/>\nGr\u00fcnen-Spitzenkandidatin Katrin G\u00f6ring-Eckardt fordert ein Verbot von Kaffeesahned\u00f6schen, da es ein Symbol daf\u00fcr sei , &#8222;wie unbedarft wir oftmals mit Rohstoffen umgehen&#8220;.<br \/>\nEine auf dem zugefrorenen Chiemsee gest\u00fcrzte Urlauberin brach sich ein Bein und erstritt Schadensersatz von der Gemeinde, da auf dem Eis weder ein Gefahrenhinweis aufgestellt noch gestreut war.<\/p>\n<p><strong>Mit dem Fahrrad ohne Helm<\/strong><br \/>\nMich beschleicht immer \u00f6fter der dringende Wunsch, mit dem Fahrrad &#8211; nat\u00fcrlich ohne Helm, aber mit Kopfh\u00f6rer inklusive lauter Rockmusik &#8211; zu fahren, in der rechten Hand eine Zigarette (eigentlich bin ich Nichtraucherin), in der linken Hand einen Hamburger; einen Korb voll Schnaps, Wein und Pralinen, m\u00f6glichst aufw\u00e4ndig verpackt, dabei. Und dann winkend an jemandem wir Katrin G\u00f6ring-Eckardt vorbeifahren, das w\u00e4rs!<br \/>\n26.8.2013 Irmgard P\u00fchringer, Edingen-Neckarhausen, in <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\">www.spiegel.de<\/a>, Nr. 25,\u00a0S. 10<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Engagement &gt;Verbraucher &gt;Regulieren &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen \u201ePublic Value\u201c vs Medienfreiheit\u00a0(29.5.2026) Regulation Zensur Verbot: Nein!\u00a0(26.1.2026) Daniel G\u00fcnther: \u201eregulieren, zensieren und verbieten\u201c \u2013 Machtfrage \u00fcber die Wahrheit\u00a0(18.1.2026) D: Mittelstand pleite \u2013 AR: Milei\u00a0(18.8.2025) Amtsstuben arbeiten nach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/regulieren\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":2234,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-37004","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37004","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37004"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37004\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":149801,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/37004\/revisions\/149801"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37004"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}