{"id":36843,"date":"2013-08-25T12:04:14","date_gmt":"2013-08-25T10:04:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=36843"},"modified":"2013-08-27T11:55:34","modified_gmt":"2013-08-27T09:55:34","slug":"alltags-lebensoekonomie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/alltags-lebensoekonomie\/","title":{"rendered":"Alltags-Lebensoekonomie"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Bildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/\">Bildung<\/a> &gt;<a title=\"Schulen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/schulen\/\">Schulen<\/a> &gt;Alltags-Lebensoekonomie<\/p>\n<div id=\"attachment_35858\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/titisee\/titisee34bruderhalde-pan130805\/\" rel=\"attachment wp-att-35858\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35858\" class=\"size-full wp-image-35858\" title=\"titisee34bruderhalde-pan130805\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/titisee34bruderhalde-pan130805.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/titisee34bruderhalde-pan130805.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/titisee34bruderhalde-pan130805-180x63.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35858\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach Nordwesten \u00fcber den Titisee zur Bruderhalde (Gemarkung Hinterzarten) am 5.8.2013<\/p><\/div>\n<ul>\n<li>F\u00fcr ein leichteres Leben &#8211; Rosa Karcher fordert ein neues Schulfach (25.8.2013)<\/li>\n<li>Unterrichtsfach \u201eAlltags- und Lebens\u00f6konomie\u201c<\/li>\n<li><a title=\"Landfrauen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/landfrauen\/\">Landfrauen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unterrichtsfach \u201eAlltags- und Lebens\u00f6konomie\u201c<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr eine gute Alltags- und Lebensgestaltung brauchen wir Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Familie verliert jedoch als Lernort an Bedeutung. Das hat nicht nur Folgen f\u00fcr den Einzelnen, sondern auch f\u00fcr unsere gesamte Gesellschaft. F\u00fcr eine nachwachsende Generation, die in Verantwortung f\u00fcr sich und andere nachhaltig handelt, brauchen wir ein Unterrichtsfach zur Vermittlung von Alltagskompetenzen.<br \/>\nDer LandFrauenverband S\u00fcdbaden setzt sich ein f\u00fcr: Die Einf\u00fchrung eines Unterrichtsfaches \u201eAlltags- und Lebens\u00f6konomie\u201c verpflichtend f\u00fcr alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von der ersten bis zur zehnten Klasse in allen Schularten, mit folgenden Inhalten in Theorie und Praxis:<br \/>\n<span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">&#8211; Ern\u00e4hrungs- und Gesundheitsbildung<br \/>\n<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">&#8211; Verbraucher- und Konsumbildung, finanzielle Allgemeinbildung<br \/>\n&#8211; <\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Leben in der Gemeinschaft, Haushalt und Familienpflege<br \/>\n&#8211; <\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Wirtschaften in der Gesellschaft und Nachhaltigkeit<\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Unterschriften f\u00fcr die Einf\u00fchrung des neuen Unterrichtsfaches bis 30.9.2013 erw\u00fcnscht \u00fcber<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.landfrauenverband-suedbaden.de\">www.landfrauenverband-suedbaden.de<\/a> bzw.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.landfrauenverband-suedbaden.de\/Material\/Informationen\/Unterschriftenaktion_Fach_Alltags-Lebens\u00f6konomie_LFVS%20Logo.pdf\">https:\/\/www.landfrauenverband-suedbaden.de\/Material\/Informationen\/Unterschriftenaktion_Fach_Alltags-Lebens\u00f6konomie_LFVS%20Logo.pdf<\/a><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr ein leichteres Leben &#8211; Rosa Karcher fordert ein neues Schulfach<\/strong><\/p>\n<p>Die Landfrauen fordern ein neues Schulfach: In \u201eAlltags- undLebens\u00f6konomie&#8220; sollen Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse lernen, was wirklich n\u00fctzlich ist. Rosa Karcher, Obst- und Weinb\u00e4uerin in Achern und Pr\u00e4sidentin des Landfrauenverbands S\u00fcdbaden, erkl\u00e4rt die Idee.<\/p>\n<p>Wie man einen Knopf ann\u00e4ht, Marmelade einkocht oder einen Rotweinfleck entfernt, kann heute jeder in Sekunden via Smartphone in Erfahrung bringen. Weshalb braucht es da ein neues Schulfach, Frau Karcher?<br \/>\nSicher kann man schnell googeln, was in einem bestimmten Fall zu tun ist, doch f\u00fcr das Leben braucht man\u00a0 Kompetenzen, die praktisch ge\u00fcbt werden m\u00fcssen. Das ist wie beim Autofahren, da gen\u00fcgt die theoretische Pr\u00fcfung auch nicht. Wir beobachten, dass viele junge Menschen \u00fcberfordert sind, wenn sie einen eigenen Haushalt gr\u00fcnden. Das l\u00e4sst sich belegen: Es gibt bundesweit \u00fcber drei Millionen \u00fcberschuldete Haushalte, und pro Kopf und Jahr werden 84 Kilo Lebensmittel weggeworfen. Wir haben 27 Millionen Erwachsene, die \u00fcbergewichtig sind, ein Drittel der Gesundheitskosten entfallen auf ern\u00e4hrungsbedingte Krankheiten.<\/p>\n<p>An welchen Kenntnissen und Fertigkeiten genau mangelt es?<br \/>\nViele Menschen wissen nicht mehr, wie Lebensmittel erzeugt, gelagert und zubereitet\u00a0 werden. Das riesige Angebot an Halbfertig- und Fertigprodukten f\u00fchrt dazu, dass viele keine Mahlzeiten mehr aus Grundnahrungsmitteln bereiten k\u00f6nnen, wie Fleischbr\u00fche oder M\u00fcrbteig. Die Folge ist, dass Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die Nahrung verloren geht.<br \/>\nW\u00fcrde also nicht ein Kochkurs gen\u00fcgen?<br \/>\nDer Umgang mit Nahrungsmitteln ist f\u00fcr uns zentral, aber zur Lebens- und Alltagskompetenz geh\u00f6rt mehr: etwa der Umgang mit Finanzen, das Geldeinteilen und Haushalten, au\u00dferdem die Familienpflege von der Tischkultur bis zu Hausmitteln bei Krankheiten. Hinzu kommt die Pflege des Haushalts, der W\u00e4sche insbesondere. Da kann man sehr viel Zeit vertun und die Umwelt belasten, indem man zu viel Waschpulver nimmt oder zu hei\u00dfw\u00e4scht.<\/p>\n<p>Der Satz des r\u00f6mischen Philosophen Seneca \u201eNicht f\u00fcr die Schule, sondern f\u00fcr das Leben lernen wir&#8220; ist 2000 Jahre alt. Hat nicht jede Zeit ihre Kenntnisse und F\u00e4higkeiten, und andere gehen eben verloren?<br \/>\nDas glaube ich in diesem Fall nicht. Unser Wissen hat sich unglaublich vermehrt, was positiv ist, aber die Frage, wie ich meinen Haushalt als die kleinste Einheit innerhalb der Volkswirtschaft f\u00fchre, wird nie unwichtig.<br \/>\nWas ist der Unterschied zur guten alten Hauswirtschaft?<br \/>\nDie gute alte Hauswirtschaft war schon immer sehr umf\u00e4nglich. Vielleicht ist der Name heute\u00a0 abgedroschen, doch die Kompetenzen, die sie vermittelt, sind zeitlos und machen das Leben f\u00fcr jeden B\u00fcrger und jede B\u00fcrgerin wesentlich leichter.<br \/>\nWas ist der Grund f\u00fcr den Verlust dieser F\u00e4higkeiten: Die Berufst\u00e4tigkeit der M\u00fctter?<br \/>\nDass das Rollenbild der Frauen sich ver\u00e4ndert hat, kritisieren wir nicht. Diese Fragen gehen beide Geschlechter an. Fr\u00fcher galt es als wichtige und erf\u00fcllende Aufgabe, einen Haushalt zu f\u00fchren, heute muss das nebenbei gehen, die Anforderungen sind vielseitig und die Lebensmittelindustrie nutzt das f\u00fcr sich. Auch in der Erziehung gab es einen Wandel: Kinder haben heute oft keine Pflichten mehr im Haushalt, die Eltern wollen nicht, dass sie etwas in der K\u00fcche tun, weil sie dann schmutzig wird. Klar ist: Alltagskompetenzen werden oft nicht mehr im Elternhaus vermittelt, darum meinen wir, dass sie in den Schulen als Pflichtfach gelehrt werden sollen.<br \/>\n2003 gab es schon einmal einen Vorsto\u00df der Landfrauen f\u00fcr dieses Schulfach, damals ist er versandet. Was spricht daf\u00fcr, dass es diesmal klappt?<br \/>\nWeil inzwischen alle Parteien erkannt haben, dass hier ein Mangel herrscht, der behoben werden muss. Wir haben\u00a0 unsere Landtagsabgeordneten angeschrieben \u2013 und alle haben uns zugestimmt. Auch die Kultusministerkonferenz arbeitet derzeit an einer Empfehlung zur Verbraucher- Bildung an Schulen, die im Herbst abgeschlossen sein soll. Deren Vorsitzendem,\u00a0 dem Kultusminister in Sachsen- Anhalt, Stephan Dorgerloh, wollen wir am 17. Oktober unsere Unterschriften \u00fcbergeben.<br \/>\nWie viele Unterschriften haben Sie bisher?<br \/>\nDie werden in Berlin gerade zusammengez\u00e4hlt.\u00a0Auf Landesebene haben wir bisher etwa 6000, doch wir sammeln weiter. Bis zum 30.\u00a0 September kann man unterschreiben. Doch uns geht es um mehr als die Unterschriften: Wirwollen in der \u00d6ffentlichkeit ein Bewusstsein schaffen. Es gibt ja durchaus eine Gegentendenz\u00a0 zu dem von Ihnen\u00a0 eklagten Missstand.<br \/>\nN\u00e4hen, Stricken, Backen \u2013 \u201eDo it yourself&#8220;, kurz DIY, genannt \u2013 boomt.<br \/>\nJa, das wird gerade neu\u00a0 entdeckt. Ich h\u00e4tte das nie erwartet und es freut mich. Ich stelle fest, dass Selbstgemachtes \u2013 eine Marmelade zum Beispiel \u2013 pl\u00f6tzlich eine hohe Wertsch\u00e4tzung erf\u00e4hrt. Und wenn ich in der Schule einen Kochkurs anbiete, erlebe ich, dass die Kinder wissbegierig sind und sehr gerne mitmachen.<br \/>\nSigrun Rehm, <a href=\"https:\/\/www.der-sonntag.de\">www.der-sonntag.de<\/a><\/p>\n<p align=\"left\">\u00a0<\/p>\n<p align=\"left\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Bildung &gt;Schulen &gt;Alltags-Lebensoekonomie F\u00fcr ein leichteres Leben &#8211; Rosa Karcher fordert ein neues Schulfach (25.8.2013) Unterrichtsfach \u201eAlltags- und Lebens\u00f6konomie\u201c Landfrauen &nbsp; Unterrichtsfach \u201eAlltags- und Lebens\u00f6konomie\u201c F\u00fcr eine gute Alltags- und Lebensgestaltung brauchen wir Kenntnisse und Fertigkeiten. 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