{"id":36305,"date":"2013-08-12T20:18:23","date_gmt":"2013-08-12T18:18:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=36305"},"modified":"2022-09-10T11:08:05","modified_gmt":"2022-09-10T09:08:05","slug":"soziale-dreigliederung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/soziale-dreigliederung\/","title":{"rendered":"Soziale-Dreigliederung"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Selbsthilfe\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/\">Selbsthilfe<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Soziales\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/soziales\/\">Soziales<\/a> &gt;Soziale-Dreigliederung<\/p>\n<div id=\"attachment_35858\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/titisee\/titisee34bruderhalde-pan130805\/\" rel=\"attachment wp-att-35858\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-35858\" class=\"size-full wp-image-35858\" title=\"titisee34bruderhalde-pan130805\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/titisee34bruderhalde-pan130805.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"227\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/titisee34bruderhalde-pan130805.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/titisee34bruderhalde-pan130805-180x63.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-35858\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach Nordwesten \u00fcber den Titisee zur Bruderhalde (Gemarkung Hinterzarten) am 5.8.2013<\/p><\/div>\n<h3><\/h3>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/frei-bruederlich-und-gleich-in-d\/\">Frei, br\u00fcderlich und gleich in D<\/a> (10.9.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/waldorfschule-als-suendenbock\/\">Waldorfschule als S\u00fcndenbock<\/a> ( 22.11.2021)<\/li>\n<li>Freie Bildung und solidarische Wirtschaft &#8211; Tagung am 25.1.2013 (18.12.2013)<\/li>\n<li>Soziale Dreigliederung: Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit<\/li>\n<li>Soziale Dreigliederung\u00a0 &#8211; Kurz\u00fcbersicht nach Rudolf Steiner<\/li>\n<li>Institut f\u00fcr soziale Dreigliederung in Berlin<\/li>\n<li>Forum Dreigliederung in Buchenbach bei Freiburg<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/arzt\/kuelken\/\">Dr. K\u00fclken<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Freie Bildung und solidarische Wirtschaft &#8211; Tagung am 25.1.2013<br \/>\n<\/strong>Die Tagung &#8222;Freie Bildung und solidarische Wirtschaft&#8220; findet am 25.- 26. 1. 2014 in der Freien Waldorfschule Freiburg-Wiehre statt: Bei dieser Tagung zur sozialen Dreigliederung\u00a0werden Fragen des Lebens in Vortr\u00e4gen sowie in Gespr\u00e4chen und auch in einem Theater-Improvisationsworkshop zur Anschauung kommen. F\u00fcr ein Leben in Balance zwischen Kultur und Natur, seelisch geistigen Interessen und materiellen Notwendigkeiten, ist eine neue, ad\u00e4quatere Regelung des Lebens unumg\u00e4nglich. Durch die Rhythmen des lebendigen Organismus der sozialen Dreigliederung kann das Ideal der harmonischen Gesellschaftsorganisation, worauf die Ethik aller positiven Weltanschauungen zielt, ins konkrete gef\u00fchrt und aus\u00a0seinem Zauberbann befreit werden.<br \/>\n18.12.2013, \u00a0<a href=\"https:\/\/www.forum-dreigliederung.de\/t1.html\">https:\/\/www.forum-dreigliederung.de\/t1.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Soziale Dreigliederung: Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit<\/strong><\/p>\n<p>Soziale Dreigliederung bietet Ideen f\u00fcr die Gesundung gesellschaftlicher Verh\u00e4ltnisse. Neben dem naturwissenschaftlich-technischen Fortschritt ist die Menschheit auf sozialem Gebiet in ihrer Entwicklung stehen geblieben. Hier herrschen veraltete bzw. (weil aus der Naturwissenschaft \u00fcbertragene) falsche Gedanken, die sich durch Tradition und Routine fortpflanzen.<br \/>\nIn der sozialen Dreigliederung wird die Menschheit als ein sozialer Organismus betrachtet, der neben dem menschlichen Organismus eigene Lebensbedingungen aufweist. Wie auch der Mensch nicht mit der Lunge denkt, also ein gesunder Mensch relativ selbst\u00e4ndig funktionierende Organe hat, so mu\u00df auch der gesunde soziale Organismus sich selbst verwaltende Teilbereiche haben.<br \/>\nDa der Mensch die Quelle allen sozialen Lebens ist, ergibt sich die Art der Gliederung aus seinen wesentlichen Wirkungen auf das Sozialleben. Kann man diese Wirkungen einfach beschreiben? Vielleicht so: Jeder Mensch nimmt etwas, jeder gibt etwas, jeder mu\u00df sich mit dem Rest der Menschheit vertragen (von Ausnahmen abgesehen). Alles soziale Leben l\u00e4\u00dft sich auf diese Hauptwirkungen des Menschen zur\u00fcckf\u00fchren:<br \/>\n(1) seine F\u00e4higkeiten sind Grundlage der Kultur, Kunst, Wissenschaft, kurz des Geisteslebens.<br \/>\n(2) seine Bed\u00fcrfnisse sind Grundlage des Wirtschaftslebens.<br \/>\n(3) seine Vereinbarungen, Vertr\u00e4ge mit anderen\u00a0Menschen bilden das politische Staatsleben bzw.\u00a0Rechtsleben.<\/p>\n<p>Wie die Gesundheit der Lunge von frischer, sauberer Luft abh\u00e4ngt, so h\u00e4ngt die Gesundheit der Glieder des sozialen Organismus von ganz bestimmten Lebensbedingungen ab. Ein gro\u00dfer Teil der Menschheit f\u00fchlte schon 1789 etwas von schlechten, sozialen Lebensbedingungen und forderte entsprechende Verbesserungen:<br \/>\nFreiheit\u00a0\u00a0Gleichheit\u00a0\u00a0Br\u00fcderlichkeit &#8211; die Ideale der Franz\u00f6sischen Revolution.<\/p>\n<p>Welches Ideal aber\u00a0Lebensbedingung f\u00fcr welchen Sozialbereich? Die soziale Dreigliederung ordnet die Ideale so zu:<br \/>\n(1) Geistesleben: Freiheit<br \/>\nIm Geistesleben sollen sich also die F\u00e4higkeiten der Menschen m\u00f6glichst frei ausbilden und entfalten k\u00f6nnen. Keine N\u00fctzlichkeitsforderungen des Staates oder der Wirtschaft sollen hineinreden. Alle Erzieher und Lehrer sollen in Selbstverwaltung \u00fcber die Grunds\u00e4tze der P\u00e4dagogik entscheiden. In den anderen Bereichen des Geisteslebens gilt entsprechendes.<br \/>\n(2) Wirtschaftsleben: Br\u00fcderlichkeit<br \/>\nIm Wirtschaftsleben sollen die Waren und Dienstleistungen br\u00fcderlich getauscht werden. Niemand kann Leistungen beanspruchen ohne selbst Gegenleistungen zu erbringen.<br \/>\n(3) Rechtsleben: Gleichheit<br \/>\nIm Rechtsleben hat jeder Mensch die gleiche Menschenw\u00fcrde, steht jeder in Fragen der Grundrechte mit jedem anderen auf einer Stufe.<\/p>\n<p>Fehlende gesunde Lebensbedingungen f\u00fcr die Sozialbereiche sind Grund heutiger Unruhen und Mi\u00dfst\u00e4nde. Wie sich die Ideen genauer auswirken, lesen sie unter dem jeweiligen Sozialbereich nach. Dabei mu\u00df ich ausdr\u00fccklich darauf hinweisen, da\u00df es verschiedene Sichtweisen auf einzelne Fragestellungen und differierende Ausdeutungen der grundlegenden Schriften gibt. Meine Ausf\u00fchrungen verstehe ich deshalb als Verst\u00e4ndnisvorschlag und freue mich \u00fcber jede kritische Stellungnahme.<br \/>\nWerner Breimhorst, <a href=\"https:\/\/www.forum-dreigliederung.de\/alsodrei\/index.html\">https:\/\/www.forum-dreigliederung.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Soziale Dreigliederung\u00a0 &#8211; Kurz\u00fcbersicht nach Rudolf Steiner<\/strong><\/p>\n<p>Anthroposophische Ideen f\u00fcr eine menschliche Gestaltung der Gesellschaft.<br \/>\nDer \u00fcberwiegenden, einheitsstaatlichen Gesellschafts\u00adauffassung stellte Rudolf Steiner 1919 die Ideen der Dreigliederung (1)-(3) des sozialen Organismus gegen\u00fcber. Hier sollen diese drei Glieder einer Gesellschaft kurz skizziert werden <em>(Zitate Rudolf Steiners\u00a0kursiv)<\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">(1) Kultur- und Geistesleben<br \/>\n<\/span><\/strong><em>&#8222;&#8230;alles das was auf der nat\u00fcrlichen Begabung des einzelnen menschlichen Individuums beruht&#8230;&#8220;wie Bildungswesen, Wissenschaft, Religion und Kunst<\/em><br \/>\nAlle diese Teilgebiete m\u00fcssen sich frei und losgel\u00f6st von Staat und Wirtschaft gestalten k\u00f6nnen. Einzige Voraussetzung f\u00fcr geistige Produktion ist das Bed\u00fcrfnis nach einer Leistung, die Entgegennahme und der materiell-finanzielle Ausgleich der Leistung durch die Mitmenschen.<br \/>\nIm Geistesleben ist das Prinzip der v\u00f6llig freien Konkurrenz am richtigen Platze.<br \/>\nJede Bevormundung des Geisteslebens durch staatliche B\u00fcrokratie oder N\u00fctzlichkeitsforderungen der Wirtschaft f\u00fchren zur &#8222;Verst\u00fcmmelung&#8220; menschlicher Begabungen und Impulse, denn sein Lebenselement und zugleich Leitbild ist die <span style=\"text-decoration: underline;\">Freiheit.<br \/>\n<\/span>Die Verwaltung des Geisteslebens ist Aufgabe aller dort T\u00e4tigen selbst (Selbstverwaltung). Die Finanzierung des Geisteslebens erfolgt nicht durch den Staat, sondern durch direkte, z.T. freiwillige Zahlungen der Wirtschaft. Dies l\u00e4\u00dft sich einsehen durch die Tatsache, da\u00df die Wirtschaft von einem lebendigen und &#8222;innovativen&#8220; Geistesleben befruchtet wird.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">(2) Wirtschaftsleben<br \/>\n<\/span><\/strong><em>&#8222;Zu tun hat es &#8230;mit all dem, was Warenproduktion, Warenzirkulation, Warenkonsum ist.&#8220;<\/em> Wie Geistesleben das Verh\u00e4ltnis Mensch &#8211; Geist\/ Kultur umfasst, so umfasst das Wirtschaftsleben das Verh\u00e4ltnis Mensch &#8211; Materie\/Natur. Leitbild im Wirtschaftsleben ist die <span style=\"text-decoration: underline;\">Br\u00fcderlich\u00adkeit<\/span> oder <span style=\"text-decoration: underline;\">Gegenseitigkeit.<br \/>\n<\/span>Heute ist Arbeit, Boden\/Natur und Kapital durch die Wirtschaft zur Ware gemacht; die Uners\u00e4ttlichkeit der Wirtschaft sch\u00e4digt und zerst\u00f6rt dadurch Menschheit und Erde. Aufgabe ist es die drei Grundlagen der Produktion aus der Wirtschaft herauszul\u00f6sen und durch Rechtsleben oder Geistesleben nachhaltig zum Wohle aller Menschen zu verwalten.<\/p>\n<p>1. Grund und Boden kann nicht produziert werden, ist daher keine k\u00e4ufliche Ware, kann kein in Geld bemessener Wert zukommen. Er soll vielmehr zum einzelnen Menschen in einem vor\u00fcbergehenden Nutzungsrecht stehen. Nutzungsarten- und zonen festzulegen, obliegt dem demokratischen Rechtsleben. Die Grund\u00adst\u00fccke an einzelne Menschen \u00fcberzuleiten, obliegt dem Geistesleben, damit die individuelle Initiative sich in bestm\u00f6glicher Weise zum Wohle der Gesamtheit mit dem Boden verbindet. Nur pers\u00f6nlich ausge\u00fcbte Bedarfs- oder Produktivnutzung kommt in Frage. Passiv beanspruchtes Eigentumsrecht (Vermietung etc.) ist ausgeschlossen.<\/p>\n<p>2. Unternehmer als Leiter und Organisatoren und Arbeiter\/Angestellte als Ausf\u00fchrende erzeugen gemeinsam die Waren, die verkauft werden. Das kommt heute durch das Lohn- und Gehaltssystem nicht zum Ausdruck. Vielmehr wird der Schein erweckt von bezahlbarer Arbeit, statt des realen Vorganges, da\u00df durch die Arbeitsteilung allen ein Anteil am Erl\u00f6s vom Warenverkauf zusteht.<br \/>\n<em>&#8222;Geld und Arbeit sind keine austauschbaren Werte, sondern nur Geld und Arbeitserzeugnis.&#8220;<\/em><br \/>\nArt und Ma\u00df der Arbeit (Wochenarbeitszeit, Feiertage, Unfallschutz etc.) werden staatlich geregelt. In der Sph\u00e4re der Wirtschaft und damit im Bereich arbeitsvertraglicher Regelung verbleibt allein &#8222;<em>die Verteilung des Geleisteten<\/em>&#8222;. Es geht um die Einigung \u00fcber Teilungsverh\u00e4ltnisse, die vor Aufnahme der Arbeit festgelegt werden.<\/p>\n<p>3. Die gegens\u00e4tzlichen Interessen der Erzeuger, H\u00e4ndler und Verbraucher sollen gebietsweise in Vereinigungen, den Assoziationen zusammenkommen und im Sinne einer bestm\u00f6glichen Bed\u00fcrfnis\u00adbefriedigung und \u00fcberbetrieblichen Arbeitsteilung besprochen und organisiert werden. Nur gute Kenner des Fachgebietes sollten dort entsprechend der Veranwortung der Assoziationen vertreten sein. Die\u00a0Einbeziehung von Verbrauchern ist ein neues Prinzip, aber wegen der st\u00e4ndigen Ausrichtung auf Bed\u00fcrfnisbefriedigung ein sachgem\u00e4\u00dfes Erfordernis. Entgegen dem marktwirtschaftlichen Dogma, da\u00df der Preis Angebot und Nachfrage f\u00fcr eine Ware best\u00adm\u00f6glich reguliert, ist es Aufgabe der Assoziationen unb\u00fcrokratisch und flexibel die angeschlossenen Mitglieder auf einen gerechten Preis zu vermitteln.<\/p>\n<p>4.<em>&#8222;Geld kann im gesunden sozialen Organismus nichts anderes sein als eine Anweisung auf Waren&#8230; &#8222;<\/em> Da Waren abn\u00fctzen, mu\u00df sich auch das Geld abn\u00fctzen, d.h. Geld darf keinen &#8222;ewigen&#8220; Wert haben, es soll sich verringern bzw. &#8222;altern&#8220;. Dieses Ziel eines organischen Kreislaufs wird erreicht, indem Geld ins Geistesleben und f\u00fcr Nichtverdienende (Alte, Kranke, Kinder) ohne Gegenleistung hingegeben wird. Dem Alterungsproze\u00df der Waren steht also ein Schenkungsproze\u00df des Geldes gegen\u00fcber, durch den erreicht wird, da\u00df die st\u00e4ndigen Netto-\u00dcbersch\u00fcsse der Wirtschaft abgesch\u00f6pft werden, die heute gro\u00dfenteils in Kapitalansammlungen und -stauungen festliegen.<\/p>\n<p><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Das soziale Hauptgesetz:<br \/>\n<\/span>Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist umso gr\u00f6\u00dfer, je weniger der einzelne die Ertr\u00e4gnisse seiner Leistungen f\u00fcr sich beansprucht, das hei\u00dft, je mehr er von diesen Ertr\u00e4gnissen an seine Mitarbeiter abgibt und je mehr seine Bed\u00fcrfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der anderen befriedigt werden.<\/em><\/p>\n<p><strong>(3) Rechts- und Staatsleben<br \/>\n<\/strong><em>&#8222;&#8230;das eigentliche politische Leben&#8230;kann nur zu tun haben mit all dem, was sich&#8230;auf das Verh\u00e4ltnis des Menschen zum Menschen bezieht&#8220;<br \/>\nS<\/em>omit geh\u00f6rt alle wirtschaftliche Bet\u00e4tigung des Staates in die Sph\u00e4re des assoziativen Wirtschaftslebens. Ebenso geht der staatliche Kultur- und Wissenschaftsbetrieb in das Aufgabenfeld der Selbstverwaltung des Geisteslebens \u00fcber. Dem Staat bleiben als origin\u00e4re Aufgaben Gesetzgebung, Rechtsschutz, Rechtssprechung im \u00f6ffentlichen Recht sowie die Urteilsvollstreckung. Der Staat soll sich dem jetzigen Menschheitsbewu\u00dftsein entsprechend nach demokratischen Impulsen gestalten. Sein Leitbild ist daher die <span style=\"text-decoration: underline;\">Gleichheit.<br \/>\n<\/span>Dieser &#8222;Minimalstaat&#8220; wird gepr\u00e4gt sein durch Gewalten\u00adteilung, F\u00f6deralismus, Subsidiarit\u00e4t und reale Teilhabe seiner B\u00fcrger durch ein Abstimmungsrecht. Das Rechtsleben wird, \u00e4hnlich wie heute, durch Steuern finanziert, die aus dem Wirtschaftsleben kommen. Allerdings sind diese niedriger, da ja auch die Aufgaben weniger sind.<br \/>\n<em>&#8222;Sieht sich der Staat nicht mehr als Selbstzweck an, sondern als Mittel, so wird er sein Herrschaftsprinzip auch nicht mehr betonen. Er wird sich so einrichten, da\u00df der Einzelne in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Weise zur Geltung kommt. Sein Ideal wir die Herrschaftslosigkeit sein. Er wird eine Gemeinschaft sein, die f\u00fcr sich gar nichts, f\u00fcr den Einzelnen alles will.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Das soziologische Grundgesetz:<br \/>\n<\/span><em>&#8222;Die Menschheit strebt im Anfang der Kulturzust\u00e4nde nach Entstehung sozialer Verb\u00e4nde; im Interesse dieser Verb\u00e4nde wird zun\u00e4chst das Interesse des Individuums geopfert; die weitere Entwicklung f\u00fchrt zur Befreiung des Individuums von dem Interesse der Verb\u00e4nde und zur freien Entfaltung der Bed\u00fcrfnisse und Kr\u00e4fte des Einzelnen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Stellung Mensch &#8211; Gesellschaft<br \/>\n<\/span><em>&#8222;&#8230;die Gliederung wird eine solche sein, da\u00df der Mensch mit seinem Leben in jedem der drei Glieder wurzeln wird. In dem Gliede des sozialen Organismus, in dem er durch den Beruf drinnen steht, wird er mit sachlichem Interesse stehen; und zu den anderen wird er lebensvolle Beziehungen haben&#8230;jeder Mensch als solcher wird ein Verbindendes der drei Glieder sein.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Literaturempfehlungen<br \/>\n&#8211;\u00a0 Frei, Dieter W.: Menschengem\u00e4\u00dfe Politik, die soziale Herausforderung, Verlag am Goetheanum, 1988<br \/>\n&#8211;\u00a0 Hermannstorfer, Udo: Scheinmarktwirtschaft, 1997<br \/>\n&#8211;\u00a0 Leber, Stefan: Selbstverwirklichung, M\u00fcndigkeit und Sozialit\u00e4t, Fischer Taschenbuch Verlag, 1982<br \/>\n&#8211;\u00a0 Leber, Stefan: Reihe Sozialwissenschaftliches Forum Verlag Freies Geistesleben, Band 1- 5, 1986-2000<br \/>\n&#8211;\u00a0 Steiner, Rudolf: Die Kernpunkte der sozialen Frage, Rudolf Steiner Verlag<br \/>\n&#8211;\u00a0 Steiner, Rudolf: National\u00f6konomischer Kurs, Rudolf Steiner Verlag<\/p>\n<p>Zeitschriften<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0 &#8222;Sozialimpulse&#8220;, 4 Hefte pro Jahr,\u00a0\u00a0 Herausgeber: Dr. \u00a0Christoph Strawe, \u00a0Stuttgart<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0 Die Drei, Monatszeitschrift, Frankfurt<br \/>\n&#8211;\u00a0\u00a0 &#8222;Info 3&#8220;, Monatszeitschrift,\u00a0 Frankfurt<\/p>\n<p>Links<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dreigliederung.de\/\">www.dreigliederung.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jedermensch.net\/\">www.jedermensch.net<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.3link.de\/\">https:\/\/www.3link.de\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.perseus.ch\/\">www.perseus.ch<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sffo.de\/\">www.sffo.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.forum-dreigliederung.de\/\">www.forum-dreigliederung.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sozialimpulse.de\/\">www.sozialimpulse.de<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.globenet3.org\/\">https:\/\/www.globenet3.org\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.fiu-verlag.com\/\">https:\/\/www.fiu-verlag.com\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.gemeinsinn.net\/\">https:\/\/www.gemeinsinn.net\/<\/a><\/p>\n<p>13.8.2013, Werner Breimhorst<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"left\"><strong>Institut f\u00fcr soziale Dreigliederung in Berlin<\/strong><\/p>\n<p align=\"left\">Institut f\u00fcr soziale Dreigliederung<br \/>\nLiegnitzer Strasse 15, D-10999 Berlin, Tel 030\u20136807968943, 030-26305202 (Anrufbeantworter)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.dreigliederung.de\">www.dreigliederung.de<\/a>,<\/p>\n<p align=\"left\">Wer sind wir? Wir sind junge und alte Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bildung und Gesinnung. Uns eint das Interesse f\u00fcr die soziale Not der Gegenwart, und die Tatsache, da\u00df jeder von uns in der sozialen Dreigliederung eine M\u00f6glichkeit sieht, dieser Not praktisch entgegenzuwirken. Wie kann ich mitmachen? Sie sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen. Einfach zur \u00f6ffentlichen Sprechstunde kommen, oder einen Termin mit uns vereinbaren. Eine Liste der Arbeitsgruppen vor Ort k\u00f6nnen Sie unter <a href=\"https:\/\/www.dreigliederung.de\/gruppen\">www.dreigliederung.de\/gruppen<\/a>\u00a0einsehen.<\/p>\n<p align=\"left\">Spendenkonto\u00a0 Institut f. Dreigliederung<br \/>\nKnr.: 1136056200, BLZ 43060967, GLS Bank<br \/>\nDas Institut f\u00fcr soziale Dreigliederung ist gemeinn\u00fctzig anerkannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Forum Dreigliederung in Buchenbach bei Freiburg<\/strong><\/p>\n<p>Forum Dreigliederung, c\/o Werner Breimhorst<br \/>\nSchlo\u00dfhofstr. 22, 79256 Buchenbach, Tel\u00a0 07661-909849<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.forum-dreigliederung.de\">www.forum-dreigliederung.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Selbsthilfe\u00a0&gt;Soziales &gt;Soziale-Dreigliederung Frei, br\u00fcderlich und gleich in D (10.9.2022) Waldorfschule als S\u00fcndenbock ( 22.11.2021) Freie Bildung und solidarische Wirtschaft &#8211; Tagung am 25.1.2013 (18.12.2013) Soziale Dreigliederung: Freiheit, Gleichheit, Br\u00fcderlichkeit Soziale Dreigliederung\u00a0 &#8211; Kurz\u00fcbersicht nach Rudolf Steiner Institut f\u00fcr soziale &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/soziale-dreigliederung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":42,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-36305","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36305","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36305"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36305\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104231,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/36305\/revisions\/104231"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/42"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36305"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}