{"id":28180,"date":"2013-04-29T07:08:03","date_gmt":"2013-04-29T05:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=28180"},"modified":"2025-12-16T14:58:59","modified_gmt":"2025-12-16T13:58:59","slug":"verantwortung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/","title":{"rendered":"Verantwortung"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> &gt;<a title=\"Soziales\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/\">Soziales<\/a> &gt;Verantwortung<\/p>\n<div id=\"attachment_26668\" style=\"width: 647px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/laufen\/marathon\/freiburg21marathon-pan130407\/\" rel=\"attachment wp-att-26668\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-26668\" class=\"size-full wp-image-26668\" title=\"freiburg21marathon-pan130407\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/freiburg21marathon-pan130407.jpg\" alt=\"\" width=\"637\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/freiburg21marathon-pan130407.jpg 637w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/freiburg21marathon-pan130407-180x76.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 637px) 100vw, 637px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-26668\" class=\"wp-caption-text\">Freiburg.-Marathon am 7.4.2013 &#8211; Blick nach Norden beim SC-Stadion<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-great-again\/\">Distanz zum Staat und Do it yourself: Lehren aus dem deutschen Niedergang<\/a>\u00a0(12.12.2025)<\/li>\n<li>Wieso wir lernen m\u00fcssen, Unternehmer unseres eigenen Lebens zu werden (26.9.2025)<\/li>\n<li>Generation Verantwortungslosigkeit (30.11.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/verantwortungslose-wendehaelse\/\">Verantwortungslose Wendeh\u00e4lse<\/a> (1.8.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/selbststaendige\/\">Die \u00dcberlebensbedingungen f\u00fcr Unternehmer schwinden<\/a>\u00a0(18.1.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/angestellte\/\">Die Erschaffung des Angestellten<\/a>\u00a0(13.2.2023)<\/li>\n<li>Immer weniger Eigenverantwortung und Selbstbestimmung (23.9.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/agamben-kontrollgesellschaft\/\">Agamben: Kontrollgesellschaft<\/a>\u00a0(15.10.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/kulturverlust\/\">Kollektive Verantwortungslosigkeit- Indiz f\u00fcr stagnierende Gesellschaft<\/a> (18.9.2021)<\/li>\n<li>Linker Extremismus: Gesinnungs- statt Verantwortungsethik (17.9.2021)<\/li>\n<li>Boris Palmer: f\u00fcr Eigenverantwortung, gegen Schulschlie\u00dfungen (6.8.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Flut 2021: Hubert Stilles baggert Staumauerabflu\u00df frei \u2013 und Laschet?<\/a>\u00a0(24.7.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlstandsverlust\/\">Von der Aufbau- zur Zerst\u00f6rergeneration unserer Wirtschaft<\/a>\u00a0(16.7.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/mai-die-zukunft-gestalten-wir\/\">Klaus-R\u00fcdiger\u00a0 Mai: Die Zukunft gestalten wir<\/a>\u00a0(6.5.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/baden-nur-digital-statt-im-see\/\">Baden: Nur digital statt im See?<\/a>\u00a0(23.4.20219<\/li>\n<li><a title=\"Berlin\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/berlin\/\">Diese Stadt Berlin braucht eine politische Vormundschaft<\/a> (9.10.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Die W\u00fcrde des Menschen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/die-wuerde-des-menschen\/\">Die W\u00fcrde des Menschen ist unantastbar &#8211; auch in der Coronakrise<\/a> (18.5.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Corona: Den Eltern mehr Eigenverantwortung zugestehen<\/a>\u00a0(28.4.2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/heidegger-philosoph-antisemit\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/heidegger-philosoph-antisemit\/<\/a> (2.2.2017)<\/li>\n<li>Jeder ist erst einmal f\u00fcr sein Leben selbst verantwortlich (28.4.2013)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/arbeit\/angestellte\/\">Angestellte<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Corona-Grundrechte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/corona-grundrechte\/\">Corona-Grundrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-great-again\/\">Deutschland-great-again<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Gesinnungsethik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/\">Gesinnungsethik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/\">Mittelstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/selbststaendige\/\">Selbstst\u00e4ndige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlstandsverlust\/\">Wohlstandsverlust<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wieso wir lernen m\u00fcssen, Unternehmer unseres eigenen Lebens zu werden<\/strong><br \/>\n<strong>Jeder spielt f\u00fcr sich allein<\/strong><br \/>\nGerd Habermann<br \/>\nZu den wichtigsten Erkenntnissen der \u00f6sterreichischen Schule der \u00d6konomie von Ludwig von Mises bis Huerta de Soto geh\u00f6rt, da\u00df jedermann Unternehmer ist, wenn nicht im engeren Sinn, so doch als <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/mittelstand\/unternehmer\/\">Unternehmer<\/a> seines Lebens. Jedes freie Handeln ist ein Unternehmen. Inwiefern? Wir alle starten mit einem Kapital, das uns Natur, Tradition, Erziehung gegeben haben und das durch t\u00e4gliche Erfahrung vermehrt wird. Es gilt, aus diesem angeborenen oder erworbenen Kapital ein Maximum an Rendite, nicht allein, nicht einmal vorwiegend monet\u00e4r, sondern als Sinn und Lebenserf\u00fcllung herauszuholen, mit seinem \u201ePfunde zu wuchern\u201c; \u201eWerde, der du bist!\u201c<\/p>\n<p>Oder auch mit dem Pathos Thomas Carlyles: \u201eJahrtausende mu\u00dften vergehen, ehe du ins Leben tratest und weitere Jahrtausende warten schweigend, was du mit deinem Leben beginnen wirst!\u201c Um dieses Pathos noch zu steigern: Es brauchte die ganze Evolution von Erd- und Menschheitsgeschichte, vom Urknall an, bis du da warst und deine Chance bekamst. Welches aber ist nun mein unternehmerischer Auftrag, der mir verborgene Sinn meines Lebens? Ich erfahre ihn durch mein Handeln, durch Versuch und Irrtum, im Ausprobieren, im Probleml\u00f6sen, im Wettbewerb als Entdeckungsverfahren meines Selbst; in dem, was mir gef\u00e4llt und gelingt wie in dem, was mir nicht gef\u00e4llt oder mi\u00dflingt.<\/p>\n<p>Das naturgegebene Kapital ist meine Gestalt, mein Aussehen, mein Temperament und Charakter, meine Energie, meine intelligente und praktische Begabung. Mein erworbenes Kapital ist, was mir Tradition, Elternhaus und Erziehung, Freunde, kulturelle und soziale Umgebung, Zeitumst\u00e4nde und pers\u00f6nliche Erlebnisse und Erfahrungen zuf\u00fchren. Was das Leben spannend, ja festlich macht, ist dabei zweierlei: die Knappheit an Lebenszeit und die Ungewi\u00dfheit der Zukunft. Sicheres Wissen kann ich nur f\u00fcr die Vergangenheit haben. Die Daten der Zukunft kann ich nicht wissen; es sind ihrer zu viele und sie sind \u00fcberdies in st\u00e4ndiger Wandlung. Darum ist jedes gegenw\u00e4rtige Handeln ein Handeln unter Hypothesen oder \u201eSpekulation\u201c, nicht nur das unternehmerische Handeln im engeren Sinn.<\/p>\n<p>Darum gilt Goethes Vers: \u201e\u2026 doch das Leben ist ein Fest, wenn\u2019s sich nicht berechnen l\u00e4\u00dft.\u201c Dies gilt auch f\u00fcr eine gesicherte und laufbahnm\u00e4\u00dfig ausrechenbare Beamtenexistenz. Schlie\u00dflich ist meine Entscheidung f\u00fcr eine solche Existenz auch eine unternehmerische Entscheidung und zudem habe ich auch als Beamter st\u00e4ndig unternehmerisch freie Entscheidungen zu treffen: Wie meine Lebensform zu gestalten, welche Freunde, welcher Lebenspartner, welche Religion, welche Sportart (oder keine), welche Liebhaberei, welche Weltanschauung und politische Partei, welcher Arzt oder Steuerberater und so weiter. Wie es in einem alten Schlager hei\u00dft: \u201eDu mu\u00dft entscheiden, wie du leben willst, nur darauf kommt es an.\u201c<\/p>\n<p>Die berufliche Lebensentscheidung ist \u2013 von der Neigung abgesehen \u2013 eine unternehmerische Spekulation \u00fcber die Daten der Zukunft, gleich ob man selbst\u00e4ndiger Unternehmer, Manager, K\u00fcnstler oder Fu\u00dfpfleger werden will. Man erwartet ein bestimmtes Einkommen und Ansehen, bestimmte Arbeitsumst\u00e4nde und \u2013 Erfolg. Aber diese Erwartung kann t\u00e4uschen, wie der studierte Taxifahrer oder der abgest\u00fcrzte Unternehmer als Klient der \u00f6ffentlichen F\u00fcrsorge zeigen. Schlie\u00dflich gibt es keinen Rechtsanspruch auf Gelingen und Lebensgl\u00fcck, schon gar nicht gegen Gott, der k\u00fchl sagt: \u201eIch gebe die N\u00fcsse, aber ich bei\u00dfe sie nicht auf.\u201c Immer ist es ein Entscheiden zwischen Alternativen. Alles Leben ist Entscheiden, in jedem Augenblick \u2013 f\u00fcr bestimmte Lebensmodelle und Werte und damit gegen andere (\u201eagonaler Pluralismus\u201c). Das sind die \u201eOpportunit\u00e4tskosten\u201c: Kein Gewinn ohne Verlust! Man kann den Kuchen nicht essen und ihn gleichzeitig behalten. Das sollte man sich nicht mit relativierenden Redensarten verschleiern.<\/p>\n<p>Am Anfang steht eine unternehmerische Ur-Entscheidung: Soll ich das mir verliehene Leben und meinen Lebensauftrag \u00fcberhaupt suchen und annehmen, den Wert des Lebens bejahen? \u00d6stliche Religionen und mit ihnen der Philosoph Schopenhauer bezweifeln diesen Wert bekanntlich wegen des \u00dcbergewichts des Leidens und am Ende unausweichlich wegen des finalen Todes. Die Verg\u00e4nglichkeit alles Seienden als Einwand! Diese \u201ePrediger des Todes\u201c empfehlen Askese, Ausstieg oder zumindest wie die Stoa Abstumpfung und Verh\u00e4rtung. Aber mit dem Leiden schlie\u00dft man auch die Freuden aus. Dieser Lebenspessimismus \u00fcbersieht, da\u00df gerade die Knappheit der Zeit, die Verg\u00e4nglichkeit allem Seienden seinen Wert verleiht. Ohne \u201eZeitpr\u00e4ferenz\u201c ist das irdische Leben ein langweiliges Einerlei. Man k\u00f6nnte ja nichts vers\u00e4umen, alles kehrt auf ewig wieder. Kein Handlungsdruck, keine Erwartung, keine Hoffnung, keine Entt\u00e4uschung. Alle Poesie und Kunst h\u00e4ngt an der Unwiederbringlichkeit der Zeit, auch das Streben nach Ruhm und die Liebe. Vom \u201eLob der Verg\u00e4nglichkeit\u201c spricht Thomas Mann in einem seiner Essays. Die Knappheit der Zeit ist ein \u201eBiographie-Generator\u201c.<\/p>\n<p>Es fehlt nicht an positiv-unternehmerischen Lebensentw\u00fcrfen. Die antiken Griechen und Chinesen, besonders Konfuzius und seine Schule, die gro\u00dfen Lebensfreunde wie Epikur, Montaigne, namentlich Goethe oder Emerson lehren, das Leben zu bejahen, zu ordnen und als Kunstwerk zu gestalten. Der moderne Liberalismus ist eine Botschaft der Lebensfreude, von Adam Smith bis hin zu R\u00f6pke, Mises oder Hayek. Es geht ihnen allen um individuelle Lebenserf\u00fcllung in Freiheit. Der pers\u00f6nliche unternehmerische Lebensauftrag mu\u00df nicht darunter leiden, da\u00df es nicht nur einen Weg der Selbstfindung gibt, nichts Allgemeinverbindliches, gar wissenschaftlich Zwingendes. Warum sollen alle denselben Weg gehen? Was h\u00e4tte da jeder noch Besonderes f\u00fcr sich? So ist denn jedermann dazu berufen, selber Sinnstifter seines Lebens und Architekt seines Gl\u00fccks zu werden und dies im st\u00e4ndigen Wettbewerb der Werte und in Konkurrenz mit den Mitmenschen. Mu\u00df jeder sich dabei ganz neu erfinden? Gewi\u00df nicht! Kultur und Tradition bieten ihm verschiedene Lebensentw\u00fcrfe an. Die religi\u00f6sen und philosophischen Gemeinschaften, die gro\u00dfen Philosophen, Propheten und Dichter. Leben ist Probleml\u00f6sen, sagt Karl R. Popper. Probleme sind kein Einwand gegen das Leben. Not ist n\u00f6tig, sagt Nietzsche, um auch Freude und Erf\u00fcllung zu kennen, auch wenn niemand gern in die Schule des Leidens geht. Probleme sind der Stoff des Lebens. Die einzigen Leute, die keine Probleme haben, liegen auf dem Friedhof.<\/p>\n<p>Auch wenn wir alle als Handelnde Unternehmer unseres Lebens sind, so gibt es doch die Gruppe der Unternehmer im engeren Sinn: Ihr Auftrag ist es im Speziellen, auf eigene Verantwortung, mit pers\u00f6nlicher Haftung und Konkursrisiko, und im Wettbewerb ihre Mitmenschen mit G\u00fctern und Diensten zu versorgen. Unternehmer sind professionelle Knappheits\u00fcberwinder. Sie werden mit Gewinnen f\u00fcr die \u201erichtige\u201c Verbraucherbedienung belohnt. Mit der Bed\u00fcrfnisbefriedigung ihrer Kunden steigern sie deren Freuden und vermindern deren Leid. Sie sind die wahren Freudenbringer!<\/p>\n<p>\u00dcber ihre Leistung wird mit jedem Cent auf den M\u00e4rkten von den Konsumenten abgestimmt \u2013 Konsumentensouver\u00e4nit\u00e4t, Verbraucherdemokratie, t\u00e4gliches Plebiszit der M\u00e4rkte \u2013 Treffen sie nicht die Bed\u00fcrfnisse ihrer Kunden, wenden sich diese ab. Finanzielle Verluste und gegebenenfalls Konkurs sind die Sanktionen der M\u00e4rkte. Es hilft ihnen nichts, wenn sie glauben, sie b\u00f6ten doch die besten Produkte der Welt und die Verbraucher seien nur zu dumm und zu ignorant, um dies zu erkennen. Auch mancher erfolglose Schriftsteller mag von \u201eMarktversagen\u201c sprechen, wenn seine B\u00fccher Ladenh\u00fcter bleiben, auch wenn er soviel M\u00fche in ihre Produktion gesteckt hat &#8230;<\/p>\n<p>Es gilt eben die Spruchweisheit: \u201eDer K\u00f6der mu\u00df dem Fisch und nicht dem Angler schmecken.\u201c Unternehmer in diesem engeren Sinn sind, wie Werner Sombart schrieb, Eroberer, Kaufleute und Organisatoren und besonders auch Menschenf\u00fchrer. Als Innovatoren sind sie auch \u201esch\u00f6pferische Zerst\u00f6rer\u201c im Sinne Schumpeters. Daher r\u00fchrt gewi\u00df auch ein Teil des Ressentiments gegen sie. Die Postkutschenbetreiber konnten sich \u00fcber die Eisenbahn nicht freuen. Die Eisenbahnunternehmen nicht \u00fcber das Aufkommen von Automobil und Flugzeug. Das traditionelle Handwerk nicht \u00fcber das Aufkommen der industriellen Technik. Das Kino nicht \u00fcber das Fernsehen. Der traditionelle Einzelhandel und die Zeitungswirtschaft nicht \u00fcber das Internet. Die Dolmetscher nicht \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der K\u00fcnstlichen Intelligenz und so weiter und so fort \u2026<\/p>\n<p>Ohne Vertragstreue, Achtung vor dem Eigentum und Leben des N\u00e4chsten kann eine arbeitsteilige Marktwirtschaft nicht funktionieren. Insoweit disziplinieren Marktwirtschaft und Konkurrenz den Unternehmer. Er kommt nur mit freiwilligen Tauschvertr\u00e4gen weiter, nicht mit Gewalt und Betrug. Das Gewaltprinzip wird durch das friedliche Vertragsprinzip ersetzt. Der gro\u00dfe Unternehmer, auch der gr\u00f6\u00dfte, wurde nur gro\u00df durch die freie Anerkennung seiner Produkte, im Dienst des N\u00e4chsten oder Fernsten. Der gr\u00f6\u00dfte Konzern ist nur gro\u00df, solange die Kunden ihm treu bleiben, die er ja nicht zum Kauf seiner Produkte zwingen kann. So \u00fcben Markt und Tausch eine moralisierende Wirkung aus. Auch wenn er ein Schuft ist, weiter kommt er nur durch diesen Dienst am N\u00e4chsten, dem Kunden.<\/p>\n<p>Der Unternehmer braucht im Besonderen die traditionellen lebensnotwendigen Tugenden: Disziplin, Wachsamkeit \u2013 die Konkurrenz schl\u00e4ft nicht \u2013, Tapferkeit, Klugheit, Flei\u00df und Mut. Oberfl\u00e4chliche und demagogische Kritik verkennt, da\u00df es Unternehmerinitiative war, die in den letzten Jahrhunderten die Armut als Massenerscheinung \u00fcberwunden, den Aufstieg des \u201ekleinen Mannes\u201c und seiner Familie bewirkt hat. Nie lebten so viele Menschen so gut und so lange wie heute. Wer konnte sich im 18. Jahrhundert eine Kutsche erlauben? Heute f\u00e4hrt fast jeder Erwachsene ein Auto, das viel mehr als nur eine Kutsche ist. Wer konnte im 18.Jahrhundert reisen? Heute sind Weltreisen selbst f\u00fcr Hilfsarbeiter erschwinglich.<\/p>\n<p>Luxuskonsum hat sich durch die Wirkung der Marktwirtschaft und des Wettbewerbs demokratisiert. Unternehmertum und nicht die Sozial\u00e4mter haben Armut als Massenerscheinung \u00fcberall dort \u00fcberwunden, wo ihre Energie freigesetzt wurde. Dies erm\u00f6glicht nur ein klassisch-liberaler Staat, kein Wohlfahrts- oder Nanny-Staat, wie wir ihn \u2013 trotz aller Warnzeichen: Schulden, Inflation \u2013 immer weiter ausbauen. Mit der Selbstverantwortung f\u00fcr unsere Lebensf\u00fchrung haften wir auch f\u00fcr unsere Entscheidungen.<\/p>\n<p>Freiheit bedeutet freilich auch das Risiko, wirtschaftlich und sozial abzust\u00fcrzen. Dieses normale Risiko jedes Lebens, damit auch seine Spannung, sein Ernst und seine Gr\u00f6\u00dfe, ist unseren Sozialbetreuern, den steuerfinanzierten B\u00fcrokraten, ein Dorn im Auge. Nicht einmal gegen die normalen Risiken des Lebens \u2013 Einkommensverluste bei Alter, Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit \u2013 d\u00fcrfen wir heute selber vorsorgen, und auch die Funktionen der Familie werden schrittweise sozialisiert. Man st\u00fclpt uns seit Bismarck ein staatliches Versorgungsschema \u00fcber und schafft insoweit unsere Vertragsfreiheit und freie Einkommensverwendung ab. Man zwingt uns dazu, mehr als die H\u00e4lfte unseres Einkommens als Sozialtribut abzugeben, damit andere, der Staat, f\u00fcr unsere ureigensten Verantwortlichkeiten sorgt. So werden wir mit unseren eigenen Mitteln vom Staat abh\u00e4ngig gemacht, von einem \u201eTaschengeldstaat\u201c, wie er schon genannt wurde.<\/p>\n<p>Die Freunde des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/soziales\/wohlfahrt\/\">Wohlfahrtsstaates<\/a> sprechen von einer \u201eFreiheit von Not\u201c, werben f\u00fcr die Fremdversorgung durch den Staat. Aber Freiheit hei\u00dft nicht \u201ekomfortable Stallf\u00fctterung\u201c (Wilhelm R\u00f6pke). Sie gibt vielmehr die Eigeninitiative f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige Lebensvorsorge frei. Die sogenannte Sozialversicherung ist ja keine echte Versicherung, sondern ein staatliches Versorgungsschema mit starken Umverteilungselementen. Nur die Minderheit der sogenannten Selbst\u00e4ndigen ist noch teilweise frei, es droht eine \u201eB\u00fcrgerversicherung f\u00fcr alle\u201c. Die gro\u00dfe Mehrheit wurde insoweit \u201eproletarisiert\u201c. Erhards Botschaft vom Eigentumsb\u00fcrger ist vergessen.<\/p>\n<p>Im Zeichen eines Kulturmarxismus wird derzeit sogar die nat\u00fcrliche Gliederung einer gesunden Gesellschaft gleichgewalzt. Die Stichworte hei\u00dfen: Soziale Inklusion, Nichtdiskriminierung, Antirassismus, Gender Mainstreaming, Politische Korrektheit, \u201eWokeness\u201c usw. Die Begriffe, sogar der Demokratiebegriff, werden im Sinne eines \u201eNeusprech\u201c verf\u00e4lscht. Ungleichheit soll sozial ungerecht sein. Damit werden der unternehmerische, selbst\u00e4ndige Mensch und die unabh\u00e4ngigen Gemeinschaften von der Familie an als Hindernisse von Gleichheit zum Feindbild. Der Weg zur Knechtschaft, zu einem egalit\u00e4ren Totalitarismus ist damit beschritten. Er kann nur in allgemeiner Armut und in kulturellem Niedergang enden \u2013 im Nichts.<\/p>\n<p>Dr. Gerd Habermann, Jahrgang 1945, Philosoph, promovierte \u00fcber Max Weber. Sein Hauptwerk \u201eDer Wohlfahrtsstaat\u201c erschien 2013. Er leitete das Unternehmerinstitut der Familienunternehmer und gr\u00fcndete 1998 die Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft.<\/p>\n<p>&#8230; Alles vom 6.92025 von Gerd Habermann bitte lesen in der JF 40\/25, Seite 18<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Generation Verantwortungslosigkeit<\/strong><br \/>\n<em>Aus der Erfahrung des Scheiterns der gr\u00fcnen Bewegung gilt es, die politischen Konsequenzen zu ziehen: Die Umkehr von der Umkehr. Aber ist das mit dem infantilisierten Personal machbar?<\/em><br \/>\nWoher kommt diese verbreitete Verantwortungslosigkeit, umh\u00fcllt von einer omnipotenten Scheinverantwortung? Ist es eine <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/generationenvertrag\/\">Generationen-Frage<\/a>? Das Scheitern der Baby Boomer?<br \/>\n&#8230;<br \/>\n\u201ewir m\u00fcssen erst zur totalen Verantwortungslosigkeit zur\u00fcck finden, um uns \u00fcberhaupt zu retten.\u201c (Bernward Vesper)<br \/>\n&#8230;<br \/>\nGut f\u00fcnfzig Jahre nach Vespers Satz nennt eine Gesellschaft ihre Kanzlerin \u201eMutti\u201c, ein 55-j\u00e4hriger Kanzlerkandidat erweist sich als so d\u00fcnnh\u00e4utig, dass er schon bei kleinsten Zweifeln an der Integrit\u00e4t seiner Person wild um sich schl\u00e4gt. Zahlreiche Organisationen werden mit der Aufgabe betraut, politische Auseinandersetzungen zu verhindern, man f\u00f6rdert erneut die \u201eTugend\u201c der Denunziation und eine professionell organisierte Angstkampagne gen\u00fcgt, um eine ganze Gesellschaft an den Rand des Abgrunds zu treiben. Die Folgen der zunehmenden Infantilisierung sind so un\u00fcbersehbar, dass es sich lohnen k\u00f6nnte, auf den Satz von Bernward Vesper zur\u00fcck zu kommen.<br \/>\nDer \u00dcbergang von der einen zur n\u00e4chsten Generation verl\u00e4uft normalerweise \u00fcber einen klassischen Generationenkonflikt. Die heranwachsende Generation will zun\u00e4chst alles v\u00f6llig anders als die der V\u00e4ter machen, man reibt und streitet sich aneinander, am Ende bleiben ein paar wenige Neuerungen \u00fcbrig und im wesentlichen wird von den V\u00e4tern \u00fcbernommen, was sich schon seit Generationen bew\u00e4hrt hat.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nDie Regression in die totale Verantwortungslosigkeit musste, um als wahrer Kern verschleiert zu werden, von einer omnipotenten Scheinverantwortung umh\u00fcllt werden, ein Konstrukt, dessen wirkliche Sch\u00e4den selbst mit h\u00f6chst bezahlter Propaganda nun nicht mehr verdeckt werden k\u00f6nnen. Die Folgen der Selbstzerst\u00f6rung machen sich \u00fcberall hartn\u00e4ckig bemerkbar. Aus der Erfahrung des Scheiterns der gr\u00fcnen Bewegung, die nie die Welt, sondern nur sich selbst retten wollte, gilt es nun, die politischen Konsequenzen zu ziehen. Die Umkehr von der Umkehr k\u00f6nnte der Anfang sein, sich wieder auf den Weg zu machen und Verlorenes nachzuholen.<br \/>\nDie Mutigsten in der postheroischen \u00c4ra nehmen das unterbrochene Gespr\u00e4ch mit der eigenen Genealogie dort wieder auf, wo etwas zu finden ist, in Tageb\u00fcchern, Schuhkartons mit vergilbten Fotos, in alten Zeitungen, Gerichtsprotokollen und bei solchen, die noch aus eigener Anschauung dar\u00fcber berichten k\u00f6nnen. Die Allermutigsten reisen in die Orte, in denen Ihr Gro\u00df- oder Urgro\u00dfvater gew\u00fctet hat und suchen den Kontakt zu Angeh\u00f6rigen der Opfer, sofern sie noch vorhanden sind. Kommt es dort zu einer Begegnung auf Augenh\u00f6he und zu einem gegenseitigen Erz\u00e4hlen, kann man von Wiedereingliederung in die eigene Geschichtlichkeit sprechen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 30.11.2024 von Boris Blaha bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/generation_verantwortungslosigkeit\">https:\/\/www.achgut.com\/artikel\/generation_verantwortungslosigkeit<\/a><br \/>\n.<br \/>\nDieser Beitrag erschien zuerst bei <a href=\"https:\/\/www.hannah-arendt.de\">https:\/\/www.hannah-arendt.de<\/a>.<br \/>\n.<br \/>\n<em>Boris Blaha geb. 1960 in M\u00fcnchen; ist Publizist. Er studierte Geschichte, Soziologie, Sozial- und Kulturwissenschaften an den Universit\u00e4ten W\u00fcrzburg, Regensburg und Bremen hat den Abschluss M.A.. Zudem ist er Gr\u00fcndungsmitglied des \u201eHannah Arendt Preis f\u00fcr politisches Denken\u201c.<\/em><br \/>\n.<br \/>\nEinige Kommentare:<br \/>\nDie Infantilisierung der Politik finden wir in allen westlichen Demokratien, wenn auch in Variationen. Das spricht dagegen, sie auf die deutsche Nazi-Erfahrung zur\u00fcckzuf\u00fchren. Wohlstandsverwahrlosung der Eliten scheint mir plausibler. \u2013 Die durchgehende Ablehnung der eigenen Nationalit\u00e4t aber habe ich nur in Deutschland gefunden. Amerikaner sch\u00e4tzen sich als Amerikaner, Franzosen sch\u00e4tzen sich als Franzosen, Niederl\u00e4nder stehen dazu, Niederl\u00e4nder zu sein, usw. Nur in Deutschland werde ich dauernd beschimpft, weil ich Deutscher bin. \u2013 Deutsche wollen alles sein, nur nicht deutsch. Diese Scham, dieser Selbstbetrug und diese Selbstverleugnung sind seelisch \u00e4u\u00dferst schmerzhaft. Das tut nicht nur weh, es behindert auch den Umgang mit der Welt, da \u00fcberall dieser Schmerz und nicht die Realit\u00e4t das wirkliche Ziel der Bem\u00fchungen ist. Nur wer im Einklang mit sich selbst ist, kann die Welt und die anderen Menschen klar sehen und konstruktiv handeln. Marcel Seiler<br \/>\n.<br \/>\nMein Neffe: Typisch K\u00f6lner Gr\u00fcner. Will keine Kinder \u201cWegen Klima\u201d. Der Andere wird gerade zur Frau mit 35. Das ist die gr\u00fcne Saat!! Olaf Dietrich<br \/>\n.<br \/>\nIch habe den Eindruck, auch wenn die V\u00e4tergeneration freim\u00fctig erz\u00e4hlt, es wird nicht verinnerlicht. So geht es zumindest mir. Mein Sohn studiert Geschichte und hat hervorragende, aber abstrakte Detailkenntnisse \u00fcber das 20. Jahrhunderts. Wenn ich ihm erz\u00e4hle, auf welche Abw\u00e4rtsbahn in Richtung Sozialismus die zunehmend interventionistischen Bestrebungen des Staates das Land f\u00fchren, und dies farbenfroh mit meinen eigenen Erfahrungen aus der DDR illustriere, h\u00f6rt er mir h\u00f6flich l\u00e4chelnd zu und erkl\u00e4rt mir am Ende, dass die Situation heute doch eine v\u00f6llig andere sei, dass es heute darum gehe, Gerechtigkeit herzustellen, indem man die \u201cReichen\u201d enteignen und im \u00dcbrigen m\u00f6glichst viel regulieren und verbieten m\u00fcsse, damit die nachfolgenden Generationen usw.<\/p>\n<p>Danke! Viele Aspekte, \u00fcber die ich nachdenken und mehr erfahren m\u00fcsste. \u2013 Meine Erfahrungen: Geboren in den 1950\u2019ern. Ein v\u00f6llig abwesender Vater. Eine Familie mit viel Pflicht, Arbeit, enormem Ehrgeiz, wirtschaftlichem Erfolg, aber ohne Freude, auch ohne Freude an ihren Kindern und gezeigter Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr sie. Auch die Erwachsenen hatten wenig Freude am Leben oder an sich selbst; ich wollte als Kind deshalb nicht erwachsen werden. Ich empfand mich immer als Last f\u00fcr meine Familie, geduldet, aber nicht gesch\u00e4tzt. Meine Familie nominal christlich, aber seelisch v\u00f6llig unreligi\u00f6s. Ein Pastor, der uns die Holocaust-Filme (\u201cIn Nacht und Nebel\u201d) zeigte, als ich etwa 12 war \u2013 Schuldvererbung und klarer Kindesmissbrauch. In meiner Abiturzeit: Gro\u00dfes Misstrauen bis zur Feindseligkeit von der \u00e4lteren Generation, auch in der Familie. Sp\u00e4ter: Eine \u201cVergangenheitsbew\u00e4ltigung\u201d, die Schuld vererbt und die Nazis denunziert (\u201cdie b\u00f6sen Nazis\u201d), ohne irgend etwas verst\u00e4ndlich zu machen. Ich war nie irgendwie links, marxistisch, revolution\u00e4r oder feindselig gegen\u00fcber den Autorit\u00e4ten, was mich in Gegensatz zum herrschenden Zeitgeist meiner Generation brachte. Mein Deutschsein habe ich nie abgelehnt wie viele andere. Aber ich f\u00fchlte mich immer fremd im eigenen Land, auch heute noch. \u2013 Uns hat \u201cder Segen\u201d gefehlt: Die Wertsch\u00e4tzung, W\u00e4rme, Zuversicht der Alten, dass wir unser Leben sinnvoll, verantwortungsvoll, aber auch mit Freude an uns selbst und an der Sch\u00f6pfung gestalten w\u00fcrden. Stattdessen erzogen zu Misstrauen gegen\u00fcber der Welt (\u201cDer Holocaust kann sich jederzeit wiederholen\u201d) und gro\u00dfem Selbstmisstrauen. \u2013 Ich habe keine Ahnung, wie viele meiner Generation diese Erfahrungen teilen. Marcel Seiler<br \/>\n.<br \/>\nJede Generation muss es offenbar selbst erlebt haben, um zu erkennen, dass Wohlstand und Freiheit nicht a priori gegeben und f\u00fcr alle Zeit gewonnen sind. Dabei ist die Richtung vom Schlechteren zum Besseren aber der Gegenrichtung entschieden vorzuziehen, die die heutige junge Generation einschl\u00e4gt. F\u00fcr eine nochmalige Richtungskorrektur d\u00fcrfte die Lebenszeit eventuell zu kurz sein. Friedrich Richter<br \/>\n.<br \/>\n\u201cDie Silent Generation hatte uns die Last, die sie selbst nicht schultern wollte oder konnte, vor die F\u00fc\u00dfe geschmissen &#8211; sollten wir sie aufheben?\u201d- Meiner Erfahrung nach war diese \u201cSilent Generation\u201d gar nicht so still, sondern \u00e4u\u00dferst tatkr\u00e4ftig, es war schlicht nicht die Zeit f\u00fcr Depressionen angesagt, sondern f\u00fcr Wiederaufbau. Und was sie mit sich selber und Gott ausmachen mu\u00dften &#8211; dar\u00fcber \u00f6ffentlich zu sprechen war damals einfach noch nicht \u00fcblich. Heute tr\u00e4gt jeder ungefragt sein Innenleben vor eine Kamera, in einen Chatroom oder eine Trash-TV Talkshow oder inszeniert sich in der K\u00fcche vor einer Kamera als Philosoph. &#8211; Vieles in dem Text mag man so interpretieren, wie es der Verfasser tut, aber er scheint mir doch sehr in der typisch deutschen selbstqu\u00e4lerischen Nabelschau zu verharren. Die 68-iger begannen in Frankreich, die gesamte Boomergeneration verh\u00e4lt sich \u00e4hnlich, im gesamten Westen, v\u00f6llig egal, ob die V\u00e4ter Nazis waren oder Opfer der Nazis oder Befreier von den Nazis. &#8211; Ich vermute, es handelt sich im wesentlichen ganz schn\u00f6de um eine Folge von Wohlstandsverwahrlosung: wer von Geburt an im Wohlstand aufw\u00e4chst, braucht keine Verantwortung zu \u00fcbernehmen, denn alles wesentliche scheint ja immer anstrengungslos zur Verf\u00fcgung zu stehen. Weil es aber auch irgern wie bl\u00f6d ist, so \u00fcberhaupt keine Verantwortung zu haben, kann man ja die Verantwortung f\u00fcr das Weltklima \u00fcbernehmen und die universelle Gerechtigkeit auf Erden. Dann ist es auch ertr\u00e4glicher zuzulassen, da\u00df sich Frauen alleine bei Nacht nicht auf die Stra\u00dfe trauen und die Obdachlosen und Drogens\u00fcchtigen am Stra\u00dfenrand professionell sozialbetreut verrecken. Harald Hotz<br \/>\n.<br \/>\nNicht nur die \u201egr\u00fcne Sekte\u201c sp\u00fclt die Generation \u201aHochstapler\u2018 nach oben. Ohne jemals \u201ean der Font\u201c der Prim\u00e4rwertsch\u00f6pfenden t\u00e4tig gewesen zu sein, schw\u00e4tzen jene Apparatschiks vom gesellschaftlichen Zusammenhalt, die in Wirklichkeit mit Hilfe der \u201eTransformierung\u201c zerst\u00f6rt werden soll. Wenn die christlich-abendl\u00e4ndischen kulturellen Wurzeln einer Nation zerst\u00f6rt werden, hat diese Nation aufgeh\u00f6rt zu existieren. Das scheint das politisch begehrte Ziel jener hochstapelnden \u201eTransformatoren\u201c zu sein. Damit sind die auf einem \u201eguten Weg\u201c. Im \u00fcbrigen bin ich der Meinung, Geld und Zeit kann nur einmal ausgegeben werden; entweder in wahnsinnige \u201eWeltrettungssysteme\u201c oder arbeitsschaffende Zukunftsinvestitionen. Karl R. Popper l\u00e4\u00dft herzlich Gr\u00fc\u00dfen. Lao Wei<br \/>\n.<br \/>\nWas hat sich ge\u00e4ndert seit 1945? Es mag ja sein, dass man in Deutschland retrospektiv gegen Nationalsozialismus ist. Aber was damals galt, n\u00e4mlich \u201cIch habe nur Befehle ausgef\u00fchrt\u201d, ist immer noch aktuell. Die B\u00fcrger treten mehr oder minder freiwillig die Kontrolle \u00fcber ihr Leben an den Staat ab, Politiker wiederum berufen sich auf \u201cEU-Recht\u201d. Bei Skandalen tritt niemand mehr zur\u00fcck und f\u00fcr alles, was falsch l\u00e4uft, wollen weder Politiker noch W\u00e4hler schuld sein. Verantwortungsbewusstsein f\u00fcr sich, f\u00fcr andere oder das Land: Fehlanzeige. Robert Weihmann<br \/>\n.<br \/>\nDer radikale Bruch mit der Vergangenheit macht alle Erfahrungen der Vergangenheit nichtig und bringt eine unwissende Generation hervor. Ihre Gehirne sind \u201cTabula Rasa\u201d. 1 ausgefallene Generation reicht aus um eine durch die Jahrhunderte organisch gewachsene Hochkultur zu demontieren. Die innere Leere der entwurzelten Generation wird mit primitiven, radikalen, emotionalen Ideologien ausgef\u00fcllt. Das ist der Zweck des postmodernen Kulturkampfes. Die \u201cletzte Generation\u201d der Dichter &amp; Denker ist die Taliban. Thomas Szabo<br \/>\n.<br \/>\nDie einzige Partei, die sich gegen diese organisierte Verantwortungslosigkeit wehren w\u00fcrde, ist die AfD. Frankreichs aktuelle Verschuldung ist ein Desaster. Frankreich wird schon als das neue Griechenland bezeichnet. Die AfD hat zu Recht immer vor dieser verantwortungslosen EU-Politik gewarnt. Irgendwann wird uns eines dieser verschuldeten L\u00e4nder mit in den Abgrund rei\u00dfen. Die Briten sind nicht umsonst aus der EU ausgestiegen. Dieser Tage war der OB von Frankfurt\/Oder bei Lanz. Der OB ben\u00f6tigt im Jahr ca. 120 Millionen Euro f\u00fcr Bau- und Sanierungsma\u00dfnahmen. Zur Verf\u00fcgung stehen ihm aber nur 4 Millionen Euro, was ein Witz f\u00fcr eine Stadt in dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung ist. In anderen St\u00e4dten sieht es genauso aus. Warum? Weil diese St\u00e4dte beim B\u00fcrgergeld und beim Thema Fl\u00fcchtlinge\/Asyl vom Staat im Regen stehen gelassen werden. Wir verplempern unser Geld f\u00fcr Soziales, w\u00e4hrend die Infrastruktur verf\u00e4llt. Es ist die verantwortungslose Politik eines zunehmend linken Parteienkartells, dem sich auch die CDU in weiten Teilen angeschlossen hat. Soll sich in Deutschland wirklich etwas \u00e4ndern, muss die CDU als erstes diese bescheuerte Brandmauer aufgeben. Da sie das aber zumindest bei der Wahl im n\u00e4chsten Jahr nicht machen wird, stehen uns noch einmal 4 verlorene Jahre bevor. Dieses Verhalten der CDU ist nichts anderes als Sabotage an Deutschland und eben genau diese organisierte Verantwortungslosigkeit. Von allen Kanzlerkandidaten, die zur Verf\u00fcgung stehen, ist Weidel die einzige, die neben der Expertise auch die \u201cEier\u201d h\u00e4tte, etwas an dieser Situation zu \u00e4ndern. Michael L\u00f6hr<br \/>\n.<br \/>\n\u201cGeneration Verantwortungslosigkeit\u201d. Ja, an dieser Aussage ist was dran. Andererseits mu\u00df ich feststellen, diese Generation, ich will sie richtigerweise und liebevoll Generation doof bezeichnen, ist derma\u00dfen strunzdumm, und das trotz irgenwelcher Fach- und Hochschulabschl\u00fcsse, das man sie noch in Schutz nehmen m\u00fc\u00dfte: denn sie wissen nicht was sie tun. Wie sagt schon immer der Volksmund, Dummheit sch\u00fctzt vor Strafe nicht. Die \u201cStrafe\u201d kommt nicht aus dem StGB, sondern aus der Gesellschaft, der Kultur, dem Leben, deren Zukunft. Ob sie das selber noch merken, mag ich bezweifeln. Walter Weimar<br \/>\nEnde Kommentare<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Immer weniger Eigenverantwortung und Selbstbestimmung<\/strong><br \/>\n<strong>Gern akzeptierte staatliche Moralpolitik<\/strong><br \/>\n<strong>Heute schon auf morgen verzichten<\/strong><br \/>\nAnders als die Leerformel \u201eMehr Fortschritt wagen\u201c, unter der die Ampelkoalition im Herbst 2021 angetreten ist, gab das vor 50 Jahren gegebene Versprechen der sozialliberalen Regierung Willy Brandts, \u201eMehr Demokratie wagen\u201c zu wollen, konkrete Ziele vor: mehr Selbstbestimmung durch mehr Bildungsgerechtigkeit, mehr individuelle Freiheit durch \u201eErziehung zur M\u00fcndigkeit\u201c (Theodor W. Adorno) und mehr Teilhabe an politischen Entscheidungen.<br \/>\nIn der deutschen Gesellschaft, wie sie sich seitdem entwickelt hat, sei von dieser Agenda fast nichts \u00fcbrig. Denn \u201eder Wille zur Freiheit, M\u00fcndigkeit und Selbstbestimmung scheint unter der jahrzehntelangen guten sozialstaatlichen Absicherung deutlich gelitten zu haben\u201c, wie Ulrike Ackermann feststellt (Aus Politik und Zeitgeschichte, 32-33\/2022). F\u00fcr die einst sozialdemokratische, dann zum neoliberalen Marktradikalismus bekehrte Politologin, die an der Heidelberger Privathochschule des SHR-Gesundheitskonzerns lehrt, hat der Durchschnittsb\u00fcrger der Berliner Republik, um den Preis staatlicher Bevormundung, l\u00e4ngst viel weniger Eigenverantwortung und individuelle Gestaltungsoptionen in Kauf genommen. Niemand wolle vertraute Sicherheit aufgeben zugunsten \u201eriskanter Freiheit mit offener Perspektive, die naturgem\u00e4\u00df ein Scheitern einschlie\u00dfen kann\u201c. Darum treffe die aktuelle Renaissance \u201ekollektiver Sinnstiftung\u201c durch \u201estaatliche Moralpolitik\u201c auf relativ geringen Widerstand. Willig folgten gro\u00dfe Teile des Wahlvolks den im Namen der Klima- und Weltrettung verk\u00fcndeten \u201eneuen Heilslehren\u201c, die in allen Lebensbereichen vom B\u00fcrger verlangen, heute schon auf morgen zu verzichten.<br \/>\n&#8230; Alles vom 23.9.2022 bitte lesen in der JF 39\/22, Seite 13<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Linker Extremismus: Gesinnungs- statt Verantwortungsethik<\/strong><br \/>\n<strong>Der Fall Lina E., die Sympathisanten und der Niedergang der Verantwortungsethik<\/strong><br \/>\n<strong>Ein sanftes Ruhekissen<\/strong><br \/>\nDie Antifa hat ihre Jeanne d\u2019Arc gefunden. F\u00fcr linksextreme Organisationen war der Proze\u00dfauftakt gegen Lina E. und ihre mutma\u00dflichen Komplizen Mitte vergangener Woche in Dresden willkommene Gelegenheit zu Schaulauf und Muskelspiel. Und der \u00fcblichen Opfer-T\u00e4ter-Umkehr: \u201eNicht die Faschisten und ihre Terrorpl\u00e4ne werden \u00f6ffentlich problematisiert, sondern jene, denen vorgeworfen wird, sich gegen diese eingesetzt zu haben, werden als Terroristen dargestellt\u201c, wei\u00df das B\u00fcndnis \u201eFreiheit f\u00fcr Lina\u201c.<br \/>\nMit dieser Wahrnehmungsst\u00f6rung ist das B\u00fcndnis nicht allein, wie der Hashtag #freelina zeigt. \u201eVerfahren kosten Geld\u201c, mahnt hier beispielsweise taz-Journalist Christoph Wimmer und ruft zu Spenden auf. Wer dabeisein m\u00f6chte, kann aus einem breiten Angebot von Aufn\u00e4hern, Stoffbeuteln, Hemden und mehr w\u00e4hlen. Neckisches, wiederkehrendes Motiv ein Hammer.<br \/>\n.<br \/>\nZur Erinnerung: Die Angeklagten stehen im Verdacht, Opfer mit Hammerschl\u00e4gen gefoltert zu haben. Es ist diese Brutalit\u00e4t und Heimt\u00fccke, die in der deutschen Presse Betretenheit ausgel\u00f6st hat, von Irrlichtern wie Wimmer abgesehen. Zwischen verk\u00fchlten Berichten und gewundenen Kommentaren schimmert die Angst auf, sich im Laufe der Jahre eine neue RAF herangez\u00fcchtet zu haben. Eine linke Spa\u00df-Guerilla, die lange Zeit mit wohlwollendem Augenzwinkern betrachtet wurde, bis es dann pl\u00f6tzlich blutig wurde.<br \/>\nDer Vergleich zeigt aber auch den Unterschied zwischen damaliger und heutiger Situation. Entgegen der eigenen Legendenerz\u00e4hlung war die 68er-Bewegung eine elit\u00e4re Angelegenheit, deren Befindlichkeit bei weiten Teilen der Gesellschaft auf Ablehnung stie\u00df. Erst durch den gemeinsamen Marsch durch die Institutionen konnten die Lehrer, Anw\u00e4lte, Besserverdiener zu einer uns alle pr\u00e4genden Kraft werden. Augenf\u00e4llig wird dies in der Verschiebung der politischen Ethik.<br \/>\n.<br \/>\nNach Max Webers \u201ePolitik als Beruf\u201c entfaltet sich politisches Handeln in einem polaren Spannungsfeld von \u201eVerantwortungsethik\u201c und <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/\">\u201eGesinnungsethik\u201c<\/a>. Bei ersterer stellt sich der einzelne durch individuelles Tun in einen sozialen Sinnzusammenhang. Ethik hei\u00dft hier, \u201ef\u00fcr die (voraussehbaren) Folgen seines Handelns aufzukommen\u201c, unabh\u00e4ngig von der Intention. Er gleicht im Fall des Scheiterns daher dem Helden der Trag\u00f6die, der schuldlos schuldig geworden ist.<br \/>\nGanz anders die Gesinnungsethik. Hier steht der einzelne in keinem Verh\u00e4ltnis zu anderen, sondern nur zur Ideologie: \u201e\u2018Verantwortlich\u2019 f\u00fchlt sich der Gesinnungsethiker nur daf\u00fcr, da\u00df die Flamme der reinen Gesinnung, die Flamme zum Beispiel des Protestes gegen die Ungerechtigkeit der sozialen Ordnung, nicht erlischt. Sie stets neu anzufachen, ist der Zweck seiner, vom m\u00f6glichen Erfolg her beurteilt, ganz irrationalen Taten, die nur exemplarischen Wert haben k\u00f6nnen und sollen.\u201c<br \/>\n.<br \/>\n<em><strong>Die alte Bundesrepublik war im Sinne der Verantwortungsethik organisiert.<\/strong> <\/em>Es war allgemein akzeptiert, da\u00df ein Politiker die Verantwortung f\u00fcr aufkommende Mi\u00dfst\u00e4nde \u00fcbernahm, auch wenn er pers\u00f6nlich an ihnen v\u00f6llig unschuldig war. Heutzutage ist dieser Gedanke Politikern von der Staatsspitze abw\u00e4rts absolut fremd. Ihre Gesinnung ist rein, also brauchen sie f\u00fcr das Pech anderer Leute auch keine pers\u00f6nlichen Einbu\u00dfen hinzunehmen. Wie in der Politik, so auch in den Niederungen der Justiz.<br \/>\nFr\u00fcher interessierte es nicht, ob der einzelne psychisch verwirrt, traumatisiert, eine schlechte Kindheit hatte. War er ein Einbrecher, wurde er als Einbrecher gerichtet. Und zwar nur als das. Auch die RAF-Terroristen, gleichwohl sie die Gesellschaft herausfordern wollten, wurden als das verurteilt, was sie durch ihre Handlungen eben waren: M\u00f6rder, Bankr\u00e4uber, Mitt\u00e4ter und so weiter. Ihre Gesinnung war f\u00fcr die Strafzumessung ohne Belang.<br \/>\n.<br \/>\nHeute, im Zeichen von \u201eHa\u00dfkriminalit\u00e4t\u201c, ist das anders.<br \/>\nWenn ein \u2013 wei\u00dfer \u2013 Kellner sich weigert, einen schwarzen Gast zu bedienen und wom\u00f6glich durchblicken l\u00e4\u00dft, da\u00df ihn dessen Hautfarbe st\u00f6rt, so ist ihm die h\u00e4rteste Strafe sicher, die das Gesetz zul\u00e4\u00dft. Sollte der Gast daraufhin das Messer z\u00fccken und ihn niederstrecken, so darf dieser wohlbegr\u00fcndet auf Milde hoffen, obwohl hier als Handlung eine Bagatelle gegen ein T\u00f6tungsdelikt steht. Tauschen wir die Hautfarbe der Protagonisten, so kommen wir zu einem gegenteiligen Ergebnis.<br \/>\nDas ist die Folge, wenn die unserem Recht hinterlegte Verantwortungsethik verdr\u00e4ngt und die Ideologie zum Faktor wird. Noch bleibt der Rechtsstaat als widerst\u00e4ndige H\u00fclle bestehen, doch die Sch\u00e4den sind un\u00fcbersehbar. Unz\u00e4hlige Beispiele, wo gleiche Handlungen vor Gericht und vor allem \u00f6ffentlich v\u00f6llig unterschiedlich bewertet werden, wie durch einfachen Austausch leicht zu erkennen.<br \/>\nSogenannte \u201eRechte\u201c, die ihre politische Macht nutzen, ihr Weltbild durchzusetzen und jede andere Sicht kriminalisieren; die sich mit \u00f6ffentlichen Mitteln eine gewaltbereite Reservearmee aufbauen, die mi\u00dfliebige Demonstrationen angreift; die einzelne als \u201eFeinde\u201c markiert, die dann aus der Anonymit\u00e4t heraus verunglimpft, deren Haust\u00fcr mit Kot, deren Auto angez\u00fcndet wird, ohne da\u00df das Emp\u00f6rung ausl\u00f6st: Hier k\u00f6nnte zu Recht von einer Bedrohung unserer Freiheit durch \u201eRechte\u201c gesprochen werden.<br \/>\n.<br \/>\nPa\u00dft jedoch die Ideologie, schl\u00e4ft der <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/gesinnungsethik\/\">Gesinnungsethiker<\/a> vor sich hin. Nur manchmal zuckt er zusammen, wenn der antifaschistische Racheengel mit seinen Schergen es doch zu arg getrieben hat. Damit kommen wir zum wesentlichen Unterschied zwischen ihm und dem Verantwortungsethiker. Letzterer ben\u00f6tigt, da er von sich selbst abstrahieren, seine Wirkung auf andere absch\u00e4tzen mu\u00df, Verstand. Der Gesinnungsethiker braucht dagegen Gef\u00fchle. Und die liegen lange vor dem Denken.<br \/>\nUm eine Ideologie mit echtem, ehrlichem Gef\u00fchl vertreten zu k\u00f6nnen, mu\u00df man ihre Widerspr\u00fcche zur Wirklichkeit ausblenden. Das gelingt am besten, wenn man schlicht dumm ist.<br \/>\nWahrscheinlich glauben Linksextremisten wie Lina E. (aus Leipzig) ernsthaft, den Faschismus zu bek\u00e4mpfen. Und unser politisches Personal, klug zu sein. Wenn Verantwortungsethik potentiell Trag\u00f6die, so ist Gesinnungsethik potentiell Kom\u00f6die. Leider ohne Vorhang und Trennung zum Publikum, und das ist wieder tragisch.<br \/>\n&#8230; Alles vom 17.9.2021 von Fabian Schmid-Ahmad zu &#8222;ein sanftes Ruhekissen&#8220; bitte lesen in der JF 38\/21, Seite 1<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Boris Palmer: f\u00fcr Eigenverantwortung, gegen Schulschlie\u00dfungen<\/strong><br \/>\n<strong>Darum lasse ich meine Kinder nicht impfen<\/strong><br \/>\n&#8230; Eigenverantwortung. Wenn jemand schon 60 ist und die Statistik sagt, es k\u00f6nnte richtig brenzlig werden und er das Risiko in Kauf nimmt, dann ist es auch nicht anders, als wenn jemand mit 30 Jahren sagt: \u201aIch mach Bungee-Jumping.\u2018 Impfpflicht nein, aber man kann dann nicht erwarten, dass der Staat einen vor der Infektion sch\u00fctzt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAber pr\u00e4ventive Schulschlie\u00dfungen im n\u00e4chsten Schuljahr sind nicht in Ordnung. Wir wissen sicher, dass es einen riesigen Schaden f\u00fcr die Bildungsbiografie der Kinder anrichtet und ob es n\u00fctzt, ist fraglich. Es gibt sogar Virologen wie Professor Kremsner aus T\u00fcbingen, die sagen, dass man Kinder besser nicht impft, weil es besser ist, wenn sie sich infizieren. Gilt f\u00fcr Erwachsene nicht, aber f\u00fcr Kinder durchaus. Ich w\u00fcrde auch bei mir sagen, wahrscheinlich werden es meine Kinder gar nicht merken, wenn sie die Infektion bekommen. Und wenn ich geimpft bin, die Partnerin, die Gro\u00dfeltern alle geimpft sind, ist es nicht mehr schlimm, wenn sie sich mit Corona infizieren.<\/p>\n<p>Sie selbst haben drei Kinder. Ihre \u00e4lteste Tochter ist elf Jahre alt. Werden Sie Ihre Kinder <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/corona-virus\/impfung\/\">impfen<\/a> lassen?<br \/>\nPalmer: \u201eNein, ich bin mir ziemlich sicher, dass das Risiko f\u00fcr die Kinder bei der Impfung gr\u00f6\u00dfer ist als bei der Infektion.<br \/>\n&#8230; Alles vom 6.8.2021 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik\/gruenen-politiker-boris-palmer-ich-lasse-meine-kinder-nicht-impfen-77300484.bild.html\">https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/politik\/gruenen-politiker-boris-palmer-ich-lasse-meine-kinder-nicht-impfen-77300484.bild.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Jeder ist erst einmal f\u00fcr sein Leben selbst verantwortlich<\/strong><\/p>\n<p id=\"p16\">Welt am Sonntag: \u00c4rgern auch Sie sich manchmal \u00fcber Sozial-Schmarotzer?<br \/>\nBuschkowsky: Wo immer Geld und Menschen zusammentreffen, entsteht die Versuchung, sich Vorteile zu verschaffen. Das gilt f\u00fcr Steuerfl\u00fcchtlinge mit Konten im Ausland genauso wie f\u00fcr Hartz IV-Empf\u00e4nger. Die Tricks unterscheiden sich nur in der Anzahl der Nullen vor dem Komma. Der Grundsatz, dass Jeder erst einmal f\u00fcr sein Leben selbst verantwortlich ist, ist in unserem Sozialstaat an der einen oder anderen Stelle versch\u00fctt&#8216; gegangen. <em>Heute ist an allem, was nicht gelingt, die Gesellschaft schuld. <\/em><br \/>\n<em>Ich habe zu wenig Geld, weil Hartz IV zu niedrig ist. <\/em><br \/>\n<em>Ich habe keine Arbeit, weil das Jobcenter mir keine besorgt<\/em>.<br \/>\nWenn mein Kind nicht rechnen oder lesen kann, ist die Schule schuld.<br \/>\nDas betrifft sicher nur einen Teil der Bev\u00f6lkerung. Aber er w\u00e4chst. Wie ich beobachte, leider gerade bei jungen Leuten. Wir m\u00fcssen die Menschen zur Not auch mit Druck motivieren, wieder selbst Verantwortung f\u00fcr sich zu \u00fcbernehmen.\u00a0Durch ein einfaches und in jeder Kultur verst\u00e4ndliches &#8222;wenn, dann&#8220;.<br \/>\n<em>Wenn Du Dein Auto falsch parkst, dann kassierst du ein Kn\u00f6llchen. <\/em><br \/>\n<em>Wenn du mit deinem Kind nicht zu den Vorsorgeuntersuchungen gehst, passiert hingegen gar nichts. <\/em><br \/>\n<em>Wenn dein fast erwachsener Sohn im Knast sitzt, weil er einen anderen Menschen halb tot gepr\u00fcgelt hat, dann bekommst du weiter das Kindergeld.<\/em><br \/>\nAber wenn du dich nicht um den Schulbesuch deines Kindes und die Elternversammlungen k\u00fcmmerst, passiert h\u00e4ufig gar nichts. Mehrere Hundert Euro Elternbeitrag f\u00fcr die Kita gelten als normal und 80 Euro Studiengeb\u00fchren sind ein Skandal. Das empfinde ich als v\u00f6llig krank. Hinzu kommt, dass wir die Kinder in den bildungsfernen Milieus zum Einkommensfaktor gemacht haben und das auch noch ausbauen. &#8230;<br \/>\nGesamtes Interview mit Heinz Buschkowsky, B\u00fcrgermeister von Berlin-Neuk\u00f6lln,\u00a0vom 28.4.2013 in der Welt am Sonntag bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article115663925\/Bei-vielen-Eltern-ist-Hopfen-und-Malz-verloren.html\">https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article115663925\/Bei-vielen-Eltern-ist-Hopfen-und-Malz-verloren.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Engagement &gt;Soziales &gt;Verantwortung Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Distanz zum Staat und Do it yourself: Lehren aus dem deutschen Niedergang\u00a0(12.12.2025) Wieso wir lernen m\u00fcssen, Unternehmer unseres eigenen Lebens zu werden (26.9.2025) Generation Verantwortungslosigkeit (30.11.2024) Verantwortungslose Wendeh\u00e4lse (1.8.2024) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verantwortung\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":148,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-28180","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28180"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28180\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":143028,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/28180\/revisions\/143028"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}