{"id":26571,"date":"2013-04-09T08:00:06","date_gmt":"2013-04-09T06:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=26571"},"modified":"2026-03-18T12:03:58","modified_gmt":"2026-03-18T11:03:58","slug":"konsum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/konsum\/","title":{"rendered":"Konsum"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a> &gt;<a title=\"Engagement\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/\">Engagement<\/a> &gt;<a title=\"Verbraucher\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/\">Verbraucher<\/a> &gt;Konsum<\/p>\n<div id=\"attachment_25249\" style=\"width: 646px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/aitern\/aitern19ort-pan130316\/\" rel=\"attachment wp-att-25249\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-25249\" class=\"size-full wp-image-25249\" title=\"aitern19ort-pan130316\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/aitern19ort-pan130316.jpg\" alt=\"\" width=\"636\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/aitern19ort-pan130316.jpg 636w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/aitern19ort-pan130316-180x67.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 636px) 100vw, 636px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-25249\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach Westen \u00fcber Aitern und Holzinshaus (links) zum Belchen am 16.3.2013<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/budget-loecher-statt-investition\/\">Budget-L\u00f6cher statt Investition<\/a>\u00a0(18.3.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/angst\/angstindustrie\/\">Fratzen der Gegenwart \u2013 \u00fcber Halloween, Konsum und den Verlust des Ma\u00dfes<\/a> (2.11.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schulden-klima-im-grundgesetz\/\">Schulden, Klima im Grundgesetz<\/a>\u00a0(18.3.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/spareninvestition-vs-konsum\/\">Sparen=Investition vs Konsum<\/a>\u00a0(15.3.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/journalismus\/ausgewogenheit\/\">In Krisenzeiten wie diesen empfiehlt sich der selektive Konsum von Politik<\/a> (30.11.2024)<\/li>\n<li>Das Recht auf Konsum als linkes Kernanliegen (10.3.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/halloween-kinder-veraengstigen\/\">Halloween: Kinder ver\u00e4ngstigen<\/a> (31.10.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/letzte-generation-blockade-b31\/\">Letzte Generation: Blockade B31<\/a>\u00a0(7.2.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/fairerhandel\/\">Der Weg zu fairen \u00d6ko-Jeans \u2013 Textilproduktion- und handel<\/a>\u00a0(11.9.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/luxuskinder-auch-luxuseltern\/\">Luxuskinder \u2013 auch Luxuseltern?<\/a>\u00a0(9.9.2021)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/weltrettung\/\">Da muss jeder selber ran \u2013 CO2-Steuer kann Klima nicht retten<\/a> (24.8.2021)<\/li>\n<li>Kleiderwahn f\u00fchrt zum \u201eKollaps des Systems\u201c: 60 Klamotten pro Kopf (5.2.2021)<\/li>\n<li>Einwanderung: Soll unsere spa\u00dforientierte Konsumgesellschaft Grenzen schlie\u00dfen? (20.5.2020)<\/li>\n<li><a title=\"Cradle-to-Cradle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/cradle-to-cradle\/\">Kritik von Umweltchemiker Michael Braungart (Cradle-to-Cradle) an Fridays for Future<\/a>\u00a0(21.1.2020)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/zeit-geld-konsum-fastenzeit\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/zeit-geld-konsum-fastenzeit\/<\/a> (16.3.2017)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/20-beliebteste-konsumsuenden\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/20-beliebteste-konsumsuenden\/<\/a>\u00a0(9.4.2013)<\/li>\n<li>Die 20 gr\u00f6\u00dften Konsums\u00fcnden (9.4.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/es-geht-uns-leider-gut\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/es-geht-uns-leider-gut\/<\/a>\u00a0(24.3.2013)<\/li>\n<li><a title=\"Dagegen-Sein und Zeitgeist\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/dagegen-sein-und-zeitgeist\/\">Dagegen-Sein und Zeitgeist <\/a>(23.3.2013)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"Altkleider\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handel\/altkleider\/\">Altkleider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/angst\/angstindustrie\/\">Angstindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/buergerinitiativen\/demo\/blockade\/\">Blockade<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Cradle-to-Cradle\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/industrie\/cradle-to-cradle\/\">Cradle-to-Cradle<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Reparatur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/konsum\/reparatur\/\">Reparatur<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Rezession\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/rezession\/\">Rezession<\/a><\/li>\n<li><a title=\"SecondHand\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handel\/secondhand\/\">Secondhand<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Steuern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/steuern\/\">Steuern<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Wegwerfkultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/wegwerfkultur\/\">Wegwerfkultur<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Zeit\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/zeit-2\/\">Zeit &#8211; Zeitmangel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/winter\/schnee\/schnee-silvester150101\/\" rel=\"attachment wp-att-52356\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-52356\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/schnee-silvester150101-180x143.jpg\" alt=\"schnee-silvester150101\" width=\"180\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/schnee-silvester150101-180x143.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/schnee-silvester150101.jpg 639w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><br \/>\n(1) Silvester 1.1.2015 um 10 Uhr<\/p>\n<p><strong>Das Recht auf Konsum als linkes Kernanliegen<\/strong><br \/>\n<strong>N\u00e4chster Halt: Schlaraffenland<\/strong><br \/>\nvon Konrad Adam<br \/>\nArbeit! Arbeit! Arbeit!\u201c hie\u00df der Slogan der SPD. Sie mu\u00dfte es dreimal sagen, damit auch der letzte Genosse verstand. Das war einmal, ist l\u00e4ngst vorbei. Der Slogan stammt aus einer Zeit, in der die Arbeitslosigkeit als Makel, ja als Schande galt, das Recht auf Arbeit proklamiert wurde und im Programm der SPD weit oben stand. \u201eSozial ist, was Arbeit schafft\u201c hie\u00df das Dogma, das auch von anderen Parteien nachgesprochen wurde, und Arbeitsbeschaffungsma\u00dfnahmen, sogenannte ABM-Programme, genossen allerh\u00f6chste Dringlichkeit.<br \/>\nDamals stand die SPD noch im Schatten ihres Stammvaters Karl Marx. Dessen Schwiegersohn Paul Lafargue hatte ihm aber schon zu Lebzeiten widersprochen und das Recht auf Arbeit durch das Recht auf Faulheit ersetzt \u2013 ein Recht, das es im Unterschied zum Recht auf Arbeit, das immer nur versprochen, aber nie eingel\u00f6st worden ist, tats\u00e4chlich gibt. Faulheit war allerdings das falsche Etikett, und Lafargue war ehrlich genug, das auch einzugestehen. Statt sich mit ein paar Gramm z\u00e4hen Fleisches zufriedenzugeben, schrieb er in seinem Loblied auf die Faulheit, sollten die Arbeiter t\u00e4glich zwei Pfund saftiges Beefsteak essen, an Stelle von schlechtem Wein aus kleinen Bechern aus gro\u00dfen, bis an den Rand gef\u00fcllten Gl\u00e4sern Bordeaux und Bourgogne trinken und das Wasser dem Vieh \u00fcberlassen. So sah die konkrete Utopie aus, von der die Linke bis heute tr\u00e4umt.<\/p>\n<p>N\u00fcchterner als sein Schwiegervater hatte Lafargue einen Blick in die Zukunft geworfen. Das Problem der kapitalistischen Wirtschaft bestehe nicht darin, ihre Kr\u00e4fte zu verzehnfachen und das zehnfache Warenangebot herzustellen, sondern darin, Konsumenten zu finden, ihre Begierden zu wecken und durch immer neue, immer wildere und immer falschere Begierden zu \u00fcberbieten \u2013 nicht das Angebot, die Nachfrage z\u00e4hlt. Trotz ihrer uners\u00e4ttlichen Gefr\u00e4\u00dfigkeit, polemisierte Lafargue, reiche die Masse der Arbeiter samt Frauen und Kindern nicht aus, all die Dinge zu verbrauchen, die sie, irregeleitet vom f\u00e4lschlich so genannten Recht auf Arbeit, wie die Wahnsinnigen herstellten, ohne daran zu denken, ob es denn auch Leute genug g\u00e4be, sie zu konsumieren. Bei acht bis neun Milliarden Erdbewohnern gibt es die Leute l\u00e4ngst, und wo sie fehlen, hilft die Werbung nach. Fraglich ist nur, woher das viele Geld f\u00fcr die vielen Leute kommen soll, die zwar verbrauchen, aber nicht arbeiten wollen. Die Vereinigung der gl\u00fccklichen Arbeitslosen, einer Sumpfbl\u00fcte der Berliner Sozialb\u00fcrokratie, hatte ja ganz recht, als sie verk\u00fcndete, was dem Arbeitslosen fehle, sei nicht die Arbeit, sondern das Geld. Das leuchtete der SPD ein, und mit Unterst\u00fctzung der Gr\u00fcnen, denen sich inzwischen auch die FDP angeschlossen hat, erfanden sie das B\u00fcrgergeld. Sozialminister Hubertus Heil, einer seiner Mit-Erfinder, bestreitet zwar, da\u00df es sich hier um das Lieblingsprojekt der Linken, das bedingungslose Grundeinkommen handelt, doch Millionen von Antragstellern, die H\u00e4lfte von ihnen arbeitsf\u00e4hig, aber arbeitslos, wissen es besser. Sie haben kalkuliert und festgestellt, da\u00df es ein gutes Gesch\u00e4ft ist, auf ein paar Euro im Monat zu verzichten, daf\u00fcr aber Tag f\u00fcr Tag ausschlafen und vor der Glotze sitzen bleiben zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Das Lohnabstandsgebot, die Heilige Kuh der Makro- und Mikro\u00f6konomen, bleibt damit gewahrt. Nur spielt es keine Rolle mehr, denn wenn man mit B\u00fcrgergeld, Wohngeld, Heizungsgeld und Kindergeld fast genauso gut, vielleicht sogar noch etwas besser dasteht als der arbeitswillige Nachbar, gibt man sich gern mit etwas weniger zufrieden. Das B\u00fcrgergeld ist ein Geschenk, ein Sonderangebot auf Dauer, das der gelernte Sozialstaatsb\u00fcrger nicht ausschlagen wird. Warum sollte er auch? Die Umverteilung, die dem einen gibt und dem anderen nimmt, findet ja im verborgenen statt. Kein Mensch wei\u00df, wer wen aushalten mu\u00df und wer von wem ausgehalten wird, die Umverteilungsstr\u00f6me flie\u00dfen im Hintergrund. Wo der B\u00fcrger zum Konsumenten geschrumpft ist, hat der Staat nicht nur das Recht, er ist dazu verpflichtet, ihm das erforderliche Geld mit beiden H\u00e4nden in die Taschen zu stopfen.<\/p>\n<p>Das tut er auch. Unter dem Titel B\u00fcrgergeld gehen Milliarden an Leute, die zum allgemeinen Wohlstand nichts beigetragen haben, wahrscheinlich auch niemals etwas beitragen werden \u2013 Rechte ohne Pflichten, Leistungen ohne Gegenleistung, das ist die Quintessenz der sozial getarnten Gerechtigkeit. W\u00e4hrend die Steuerlast zusammen mit den Zwangsbeitr\u00e4gen zu der staatlich betriebenen Versicherungsindustrie die eine H\u00e4lfte des Einkommens auffri\u00dft und die andere unter dem Druck der Inflation zusammenschmilzt, wird das B\u00fcrgergeld um zw\u00f6lf Prozent, das Dreifache der Teuerungsrate, erh\u00f6ht. Goldene Zeiten f\u00fcr alle, die es mit dem Recht auf Faulheit ernst meinen. Wer trotzdem arbeitet, ist, wie der Volksmund sagt, selbst dran schuld.<\/p>\n<p>W\u00e4ren die Linken ehrlich, w\u00fcrden sie ihren Ahnherren Marx durch Paul Lafargue, das Recht auf Arbeit durch das Recht auf Faulheit und den Wunsch nach Leistung durch den Anspruch auf Konsum ersetzen. Noch sind sie aber nicht so weit. Trotz gewaltiger Subventionen gilt die Absicht, sein Leben auf Kosten anderer zu f\u00fchren, immer noch als ehrenr\u00fchrig, als die moderne Form von Schnorrerei. Helmut Schmidt, einer der letzten Repr\u00e4sentanten der b\u00fcrgerlich gewendeten SPD, hatte solche Neigungen im Blick, als er von einer Verluderung des Sozialstaats sprach. Das \u00e4ndert sich zur Zeit. Der Fortschritt dr\u00e4ngt, die Stimmung kippt, der Wind springt um. Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen, hatte seinerzeit der Apostel Paulus gelehrt, doch davon wollen selbst die Kirchen nichts mehr h\u00f6ren. Sie wollen modern sein und beeilen sich, ihren Mantel in den Wind zu h\u00e4ngen. \u00c4hnlich wie die SPD sind sie \u00fcber ihre Gr\u00fcndungsheiligen l\u00e4ngst hinaus und werben f\u00fcr einen Sozialstaat ohne Grenzen, ohne Regeln und ohne Anstand.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die immer noch Arbeit suchen, wird das teuer. Umverteilt wird ja nach zwei Seiten, nicht nur nach unten, sondern auch nach oben. Genauso schnell, vielleicht sogar noch etwas schneller als die Masse der Betreuten sind die Heerscharen der Betreuer gewachsen, die teilhaben wollen am sozialen Fortschritt. Die F\u00fcrsorglichkeit soll sich lohnen, und sie lohnt sich auch. Das Soziale vom Geruch des Gotteslohnes zu befreien, war das erkl\u00e4rte Ziel s\u00e4mtlicher Fachminister von Bl\u00fcm bis Heil, \u201edas Nonnen-Image mu\u00df weg!\u201c verlangten auch die Gr\u00fcnen \u2013 inzwischen ist es ja auch weg. Den Kirchenleuten war das recht, sie wu\u00dften sich schon immer beim Weiterreichen von Geld, das ihnen nicht geh\u00f6rte, die Finger zu vergolden.<\/p>\n<p>In einem Staat, der ein Drittel seines Etats f\u00fcr sozial genannte Zwecke ausgibt, hat jeder ausgesorgt, der sich darauf versteht, das Sozialkapital an der richtigen Stelle anzuzapfen. Der Chef der Treberhilfe, hoch subventioniert von der Berliner Wohlfahrtsb\u00fcrokratie, fuhr einen Maserati als Dienstwagen und residierte in einer Villa im vornehmen Westen der Stadt. \u201eDas Teuerste, was sie haben!\u201c soll der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt bei seinem Lieblingsitaliener bestellt haben, als er f\u00fcr ein millionenschweres Fl\u00fcchtlingshilfsprojekt den Zuschlag erhalten hatte. Auf den Geschmack gekommen, gr\u00fcndete er ein weiteres, gemeinn\u00fctzig genanntes Sub-Unternehmen, die AWO-Protect, die ihm weitere Millionen aus \u00f6ffentlichen Mitteln in die Kasse sp\u00fclen sollte. Man braucht nicht einmal unsozial zu sein, um die Gesellschaft zu ruinieren, hat ein Kenner des Betriebs dazu bemerkt, \u201evielleicht f\u00fchrt man das Ungl\u00fcck gerade dadurch herbei, da\u00df man sozial ist\u201c. Oder so tut, als ob. Gerhard Schr\u00f6der, Sigmar Gabriel, Andrea Nahles \u2013 f\u00fcr jeden dieser drei Sozialdemokraten, die kurz nacheinander den Vorsitz innehatten, war die Partei nur eine Stufe auf dem Weg nach oben. Und oben war da, wo das Geld flo\u00df, viel Geld. Schr\u00f6der heuerte als Aufsichtsrat bei Putin an, Andrea Nahles wurde zun\u00e4chst mit einem gut dotierten Posten in Bonn, danach mit einem noch besser dotierten Posten in N\u00fcrnberg abgefunden, und Gabriel erhielt einen Sitz im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, nachdem er als Cheflobbyist der deutschen Automobilindustrie nicht zum Zuge gekommen war.<\/p>\n<p>Das eindrucksvollste Beispiel f\u00fcr die Kunst, Politik und Gesch\u00e4ft miteinander zu verweben, stammt allerdings von einem Gewerkschafter, dem ehemaligen Arbeitsminister Walter Riester. Er hatte das nach ihm benannte Rentenmodell so kompliziert entworfen, da\u00df ihn alle Welt um Rat und Hilfe bitten mu\u00dfte. So kam es, da\u00df Riester auf jener Liste, die Auskunft gibt \u00fcber die Nebeneink\u00fcnfte der Bundestagsabgeordneten, den Spitzenplatz eroberte. F\u00fcr ihn hatte sich die Sache gelohnt, f\u00fcr Banken und Versicherungen, denen er einen neuen lukrativen Gesch\u00e4ftszweig er\u00f6ffnet hatte, nat\u00fcrlich auch; nur f\u00fcr die B\u00fcrger, die vielen kleinen Leute nicht, die sich auf ihn und seine Kunst verlassen hatten. Inzwischen gilt die Riester-Rente als gescheitert.<\/p>\n<p>Als er die SPD noch f\u00fchrte, hatte Sigmar Gabriel seinen Parteifreunden geraten, dorthin zu gehen, wo es brodelt, riecht und stinkt. Das haben sie noch niemals gern getan, und niemals widerwilliger als heute. Wie alle Funktion\u00e4re des Parteibetriebs leben sie in einer Welt f\u00fcr sich, abgehoben von den Menschen drau\u00dfen im Lande, dem Mob, dem Pack und dem Gesindel. Schon Clemenceau, der alte Tiger, hatte sich \u00fcber die Genossen mokiert, die immer noch so reden wie die da unten, aber so leben wie die da oben. Der deutsche Sozialstaat macht es ihnen leicht, er f\u00fcttert beide Seiten. Aufkommen daf\u00fcr mu\u00df die noch immer arbeitsame Mitte der Gesellschaft, die Masse der Steuer- und Abgabepflichtigen; sie wei\u00df das nur nicht, will das auch gar nicht wissen. Die Unwissenheit gibt uns Ruhe, die L\u00fcge Gl\u00fcck, mit dieser Sentenz hatten sich schon die Opfer der Franz\u00f6sischen Revolution Trost zugesprochen, wenn sie der Zweifel \u00fcberkam und sie am Sinn des Fortschritts irre wurden. Sie wollten nicht wissen, sie wollten glauben. Und leider wollen sie das immer noch.<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.3.2024 von Konrad Adam bitte lesen in der JF 11\/24, Seite 18<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.junge-freiheit.de\">https:\/\/www.junge-freiheit.de<\/a><\/p>\n<p><em>Dr. Konrad Adam, Jahrgang 1942, war Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Chefkorrespondent der Welt. Adam beteiligte sich 2013 an der Gr\u00fcndung der Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) und war bis 2015 einer ihrer Bundessprecher.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kleiderwahn f\u00fchrt zum \u201eKollaps des Systems\u201c: 60 Klamotten pro Kopf<\/strong><br \/>\nHAMBURG. Mehr als 80 Milliarden Kleidungsst\u00fccke werden j\u00e4hrlich hergestellt. Davon kaufen Deutsche 60 St\u00fcck pro Kopf und Jahr. Ein F\u00fcnftel davon werde kaum getragen, klagt das Greenpeace Magazin (1\/21). 15 Kilo Textilien landeten j\u00e4hrlich im Altkleidercontainer. Der Verband Textilrecycling warne vor einem \u201eKollaps des Systems\u201c. Billigteile taugten nicht mal als Putzlappen oder D\u00e4mmstoff. Zudem w\u00fcrden 20 Millionen Smartphones j\u00e4hrlich neu gekauft, obwohl es 200 Millionen Altger\u00e4te gebe. Welchen Anteil die \u201eFridays for Future\u201c-Jugend an dieser Wegwerfkultur hat, verr\u00e4t Greenpeace nicht. (ft) <a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.de\">https:\/\/www.greenpeace-magazin.de<\/a><br \/>\n&#8230; Alles vom 5.2.2021 bitte lesen in der JF, 6\/21, Seite 23<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Einwanderung: Soll unsere spa\u00dforientierte Konsumgesellschaft Grenzen schlie\u00dfen?<\/strong><br \/>\nStellen Sie sich vor, Sie h\u00e4tten Politik im Stil von Angela Merkel betrieben, h\u00e4tten die Grenzen ge\u00f6ffnet, Fremde unkontrolliert ins Land gelassen, die Verfassung gebeugt und den Rechtsstaat mi\u00dfachtet und das Volk, dem Sie ihr Mandat verdanken, als einen Popanz l\u00e4cherlich gemacht.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich weiter vor, Sie w\u00e4ren damit bei eben diesem Volk nicht gut angekommen, h\u00e4tten Widerspruch und Widerstand provoziert, den zu \u00fcberwinden Ihnen trotz gewohnter R\u00fccksichtslosigkeit in der Wahl Ihrer Mittel nicht gelungen w\u00e4re. Nehmen Sie an, das Vertrauen in Ihre Regierungskunst w\u00e4re geschwunden, das Land k\u00e4me nicht zur Ruhe, die W\u00e4hler w\u00fcrden abtr\u00fcnnig und, gr\u00f6\u00dftes aller \u00dcbel, die Partei st\u00fcnde nicht l\u00e4nger wie ein Hampelmann hinter Ihnen. Was dann?<\/p>\n<p>Dann w\u00e4re Corona genau das richtige f\u00fcr Sie, wahrhaftig ein Geschenk des Himmels. Denn dann k\u00f6nnten Sie den Leuten klarmachen, wohin es f\u00fchrt, wenn man die Grenzen sperrt, die Einwanderung drosselt und das Reisen untersagt. Dann d\u00fcrften Sie die Polizei aufr\u00fcsten, Grundrechte suspendieren, alte Beh\u00f6rden mit neuen Kompetenzen ausstatten und sich Strafen ausdenken, die in keinem Gesetzbuch vorgesehen sind \u2013 Not kennt schlie\u00dflich kein Gebot.<\/p>\n<p>Kurz und gut: Sie k\u00f6nnten dem Trieb, der in der Politik der m\u00e4chtigste ist, dem Hunger nach Macht und Einflu\u00df, die Z\u00fcgel schlie\u00dfen lassen, ohne zu bef\u00fcrchten, da\u00df Ihnen jemand vorschnell in die Parade f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Denn alles, was Sie untern\u00e4hmen, diente ja dem Schutz des h\u00f6chsten, nein: des einzigen Gutes, \u00fcber dessen Wert sich die gro\u00dfe, bunte, diverse, grenzenlose, globalisierte, multikulturelle Welt noch einig ist, dem Schutz der Gesundheit. Um die zu erhalten oder wiederherzustellen ist schlechthin alles erlaubt. Die Formel \u201eBleiben Sie gesund!\u201c hat ja nicht zuf\u00e4llig das ehedem gebr\u00e4uchliche \u201eSch\u00f6nen Tag auch noch!\u201c ersetzt.<\/p>\n<p>Jetzt, da die Karenzzeit zu Ende geht und die Kosten des Abstandhaltens f\u00fchlbar werden, kann die Regierung vor die B\u00fcrger treten und sie fragen: Wolltet ihr das? Auf die vielen sch\u00f6nen Dinge verzichten, die ihr genie\u00dfen konntet, weil ihr euch im Kinderglauben an den immerw\u00e4hrenden Fortschritt daran gew\u00f6hnt hattet, das Zweitauto, den dritten Urlaub und das vierte Smartphone, den australischen Rotwein, das Rinderfilet aus Argentinien und die Uhr mit dem Kroko-Armband f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich zu halten?<\/p>\n<p>Wollt ihr in Zukunft auf die billigen Dienstboten verzichten und eure Pakete selbst austragen, eure B\u00fcros selber putzen und selbst den M\u00fcll zusammenkehren, den ihr in Massen hinterlasst? Anders gefragt: Wollt ihr f\u00fcr die Folgen eures exzessiven Lebensstils selbst aufkommen oder andere bezahlen lassen?<\/p>\n<p>Die Frage stellen hei\u00dft die Antwort kennen. So haben sich die Deutschen das Leben auf Distanz nat\u00fcrlich nicht vorgestellt. Sie wollen das Spa\u00df-Leben noch ein bi\u00dfchen weiterleben, und dazu braucht es zweierlei, die offenen Grenzen und die falschen Preise. Nur wenn die Preise l\u00fcgen, kann man f\u00fcr ein Taschengeld nach Mallorca fliegen und die Kreuzfahrt in die Karibik zum Schn\u00e4ppchenpreis von 399 Euro ergattern.<br \/>\nUnd nur wenn die Grenzen offen sind, kann man die armen Schlucker importieren, die alles das erledigen, f\u00fcr was kein Deutscher mehr zu haben ist: den Spargel stechen, die Schweine schlachten und die Kartoffeln aus der Erde buddeln, auf die man im Mai nicht gern verzichten will.<br \/>\nZu schweigen von den Siechen und den Hochbetagten, die in ihren Altensilos satt und sauber gehalten werden sollen: Von wem, wenn nicht von irgendwem, nur nicht von uns?<\/p>\n<p>Die Deutschen sind auf Zuzug angewiesen, wollen das aber nicht wahrhaben. Sie sprechen nicht von Einwanderungsgesetz, sondern von Fachkr\u00e4ftezuwanderungsgesetz, obwohl es doch nicht die Spezialisten sind, die fehlen, sondern die modernen Tagel\u00f6hner, die irgendwelche unentbehrlichen, aber schlechtbezahlten T\u00e4tigkeiten verrichten.<\/p>\n<p>Die Pflegeindustrie w\u00fcrde von heute auf morgen zusammenbrechen, sollte Horst Seehofer die Grenzen wirksam kontrollieren; wo blieben dann die Polinnen, die den Vietnamesinnen gefolgt sind und denen weitere Pflegekr\u00e4fte aus aller Welt folgen werden, weil ohne Nachschub die Seniorenrepublik Deutschland heute schon am Ende w\u00e4re?<\/p>\n<p>Ganze Wirtschaftszweige h\u00e4ngen am Tropf, rufen nach Arbeitskr\u00e4ften und werden erh\u00f6rt werden: denn warum sitzt Sigmar Gabriel im Aufsichtsrat der Deutschen Bank, wozu ist Dirk Niebel f\u00fcr Rheinmetall und Hildegard M\u00fcller f\u00fcr die deutschen Autobauer t\u00e4tig? Sie alle fordern: Grenzen auf! Die AfD denkt ebenso, auch sie will die Wirtschaft m\u00f6glichst schnell wieder hochfahren, sie hat sich nur daran gew\u00f6hnt, mit gespaltener Zunge zu sprechen, und sagt deswegen ja und nein zugleich.<br \/>\nWachstum ist n\u00f6tig, dar\u00fcber sind sich alle Parteien einig; und Wachstum verlangt offene Grenzen. Heiko Maas und Jean Asselborn sind vorangegangen, haben sich an der Grenze getroffen, die Sperren beseitigt, die Masken vom Gesicht genommen und das Wiederaufleben der vier europ\u00e4ischen Freiheiten, des freien Austauschs von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeitskr\u00e4ften, gefeiert. Die Wirtschaft soll brummen, der B\u00fcrger kaufen, reisen und sich am\u00fcsieren wie zuvor. Angela Merkel verspricht die R\u00fcckkehr in die Welt von gestern: sollten die W\u00e4hler ihr daf\u00fcr nicht dankbar sein?<br \/>\n20.5.2020, Konrad Adam, JF, Seite 2<\/p>\n<p><em>Dr. Konrad Adam war Feuilletonredakteur der FAZ und Chefkorrespondent der Welt.<\/em><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die 20 gr\u00f6\u00dften Konsums\u00fcnden<\/strong><\/p>\n<p>Unser Alltag ist von Konsum gepr\u00e4gt. Doch unser Konsum hat h\u00e4ufig die Ausbeutung von Mensch und Natur zur Folge. Bei vielen Produkten wissen wir das und beruhigen unser Gewissen mit Emissionszertifikaten, &#8222;Fairtrade&#8220;-Produkten und Bio-Siegeln. Wir suchen Entsch\u00e4digungen f\u00fcr unser verschwenderisches Leben &#8211; doch eines m\u00f6chten wir nicht: unseren Lebensstil \u00e4ndern. Wir haben unsere Zuschauer gefragt, worauf sie auf keinen Fall verzichten wollen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/konsum\">www.3sat.de\/konsum<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/specials\/167253\/index.html\">https:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/specials\/167253\/index.html<\/a><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(1) Elektroger\u00e4te<\/strong><br \/>\nIn\u00a0Deutschland fallen j\u00e4hrlich 750.000 Tonnen <a title=\"Abfall\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/abfall\/\">Elektroschrott<\/a> an &#8211; <a title=\"Wegwerfkultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/wegwerfkultur\/\">Wegwerfkultur<\/a>. 142.000 Tonnen\u00a0 in der M\u00fclltonne und nur 40 Prozent in zertifizierten<a title=\"Recycling\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/umwelt\/recycling\/\"> Recyclinganlagen<\/a>. Eingebaute Qualit\u00e4tsm\u00e4ngel, Sollbruchstellen &#8211; <a title=\"Obsoleszenz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/obsoleszenz\/\">Obsoleszenz<\/a>.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(2) Kaffee<\/strong><br \/>\n150 l pro Person trinkt jeder Deutsche, also mehr als Mineralwasser, 30% mehr als vor 5 Jahren. Kaffee-Monokulturen zerst\u00f6ren die B\u00f6den. Nur 3% wird fair gehandelt. Bereits in jedem 4. Haushalt steht eine Kapselkaffeemaschine &#8211; erstaunlich, da die Kapsel bis zu 6-mal teurer ist als &#8222;500 gr. Jakobs Kr\u00f6nung gemahlen&#8220; f\u00fcr den Filterkaffee.\u00a0Kaffee ist nach Erd\u00f6l das zweitwichtigste Handelsgut der Welt und Deutschland\u00a0nach den USA der zweitgr\u00f6\u00dfte Kaffeeimporteur. <!-- text: ende --><br clear=\"all\" \/><!--Ende: Flexmodul: Text mit Bild links--><!--BEGINN: Flexmodul: zusaetzliche Links --><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(3) Auto<\/strong><br \/>\n&#8222;Freie Fahrt f\u00fcr freie B\u00fcrger&#8220; \u2013 dieses Motto gilt weiterhin. Heute hat der durchschnittliche deutsche Dienstwagen\u00a0138 PS . Und PS-starke SUVs sind in der Mode, um mit 2.5 t Gewicht in die City zum Shopping zu fahren.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(4) S\u00fc\u00dfigkeiten<\/strong><br \/>\n<a title=\"Zucker\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/sucht\/zucker\/\">Zucker<\/a> ist das einzigste Nahrungsmittel, das zur Sucht f\u00fchren kann.\u00a0\u00a0Der deutsche Durchschnittsb\u00fcrger verzehrt 36 Kilo Zucker im Jahr mit dramatischen Konsequenzen f\u00fcr die Gesundheit: Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislaufst\u00f6rungen. Seit 1963 hat sich der Zuckerkonsum verdreifacht.<!-- text: ende --><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(5) Fernsehen<\/strong><br \/>\nWir schauen im Schnitt \u00fcber 4 Studen t\u00e4glich fern. TV macht dick: Ein Kind, das mit 4,5 Jahren 18 Stunden pro Woche vor dem Fernseher sitze, habe mit zehn Jahren durchschnittlich\u00a07,6 Millimeter mehr H\u00fcftumfang als ein Kind, das nicht ferngesehen habe. Allabendlich schauen 30 Millionen Deutsche fern. Kein Medium wird so parallel genutzt wie das Fernsehen: Oft wird w\u00e4hrenddessen geb\u00fcgelt, gekocht oder gegessen. Sehr h\u00e4ufig l\u00e4uft die Dauerberieselung auch parallel mit Laptop, Tablet oder Smartphone.<!-- text: ende --><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(6) Fleisch<\/strong><br \/>\nQualvolle Massentierhaltung, Klimakiller, Antibiotikaresistenzen: Die Massenproduktion von Fleisch hat negative Konsequenzen. <!-- text -->Deutschland gilt als h\u00e4rtester <a title=\"Ernaehrung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/\">Lebensmittelmarkt<\/a> der Welt. Ein <a title=\"Huehner\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/huehner\/\">Landwirt <\/a>verdient an einem gew\u00f6hnlichen Huhn nur noch wenige Cent. Wir essen heute doppelt so viel Fleisch wie vor 100 Jahren. Auf Massenfarmen werden 400000 Tiere pro Tag get\u00f6tet. Gemischtes Hack im Angebot ist billiger als Katzenfutter. Fleisch hat einen riesigen \u00f6kologischen Rucksack: 70% der weltweiten Agrarfl\u00e4chen dienen der Fleischproduktion.\u00a0 Initiative &#8222;<a title=\"Vegetarisch\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/vegetarisch\/\">Vegetarischer Donnerstag<\/a>&#8220; in Bremen: Wenn sich die 550.000 Einwohner der Stadt einen Tag pro Woche fleischfrei ern\u00e4hren, ersparen sie der Atmosph\u00e4re ein Kohlendioxid-Abgas\u00e4quivalent von 40.000 Autos pro Jahr.<!-- text: ende --><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(7) Smartphone<\/strong><br \/>\nDer nach TV\u00a0gr\u00f6\u00dfte Zeitfresser: 83 Minuten t\u00e4glich ist jeder deutsche im Schnitt online, zunehmend mobil. 80 Mio alte Handys lagern in den Schr\u00e4nken.\u00a0Das <a title=\"Smartphone\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/smartphone\/\">Smartphone<\/a> verr\u00e4t\u00a0mehr \u00fcber seinen Besitzer\u00a0als der Personalausweis: E-Mails checken,\u00a0Facebook-Status aktualisieren und noch rasch die Twitter-Nachricht mit einem Hashtag versehen.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(8) Alkohol<\/strong><br \/>\nIn Deutschland fordert der Alkohol jedes Jahr 74.000 Menschenleben.\u00a0\u00a09,5 Millionen Deutsche zwischen 18 und 64 Jahren haben Alkoholprobleme,\u00a0 1,3 Millionen davon sind abh\u00e4ngig. Jeder Deutsche trinkt allj\u00e4hrlich 10 Liter reinen Alkohol. Der durch <a title=\"Alkohol\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/sucht\/alkohol\/\">Alkohol<\/a> verursachte volkswirtschaftliche Schaden betr\u00e4gt 24 Milliarden Euro.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(9) Flugreisen<\/strong><br \/>\nBeim Flug Frankfurt &#8211; New York verbrennt ein Jumbo 78 Tonnen Treibstoff &#8211; umgerechnet auf einen Passagier die Menge Benzin, die ein Auto im ganzen Jahr verbraucht.<!-- text: ende -->\u00a0In 1990 fliegen etwa 24 Millionen Menschen in Deutschland , in 2012 \u00fcber 75 Millionen.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(10) Mode<\/strong><br \/>\n&#8222;Der R\u00fcckschluss &#8218;h\u00f6here Qualit\u00e4t gleich h\u00f6herer Preis gleich weniger Chemikalieneinsatz&#8216; geht nicht auf.&#8220; so Christiane Huxdorff von Greenpeace; die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie fernost (aus China 24%, T\u00fcrkei 13% und und Bangladesch 12%) sind das Problem. Kinderarbeit bei N\u00e4hen der<a title=\"Altkleider\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handel\/altkleider\/\"> Kleider<\/a>.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(11) Kosmetik<\/strong><br \/>\nAusgaben f\u00fcr Kosmetika 30 Milliarden Euro\u00a0J\u00e4hrlich &#8211; Tendenz steigend.\u00a0Die M\u00e4nner holen auf. Tierversuche f\u00fcr kosmetische Produkte seit 1998 in Deutschland , aber Schlupfloch: F\u00fcr Inhaltstoffe, die nicht nur f\u00fcr Kosmetik verwendet werden, sondern auch f\u00fcr Waschmittel, sind Tierversuche nicht nur erlaubt, sondern sogar vorgeschrieben. 2,86 Millionen Versuchtiere gibt es in Deutschland, davon sind 80 Prozent Ratten und M\u00e4use.<!-- text: ende --> Man geht davon aus, dass 80% der Kosmetika \u00fcble Nebenwirkungen f\u00fcr den Menschen haben.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(12) Schnittblumen<\/strong><br \/>\n<!-- text -->Die H\u00e4lfte des gesamten Rosenanbaus in Kenia befindet sich in deutschen H\u00e4nden, neben den <a title=\"Oeko\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/oeko\/\">Rosen<\/a> wird also auch die Wertsch\u00f6pfung exportiert.\u00a0Einheimische Erntearbeiter mit 30 Euro Lohn pro Monat k kommen mit giftigen Pestiziden in Ber\u00fchrung, Schutzkleidung gibt es kaum. Am Kilimandscharo d\u00fcrfen die Menschen von 8 bis 16 Uhr Wasser nutzen, danach wird umgeschaltet in die riesigen Gew\u00e4chsh\u00e4useer: Um eine Rose zu produzieren braucht man f\u00fcnf Liter Wasser, das den Menschen fehlt.<br \/>\n2012 hatten die Verbraucher rund 8,7 Milliarden Euro f\u00fcr Schnittblumen, Garten- und Zimmerpflanzen ausgegeben,\u00a0 Pro-Kopf-Ausgaben auf 106 Euro gestiegen. Schnittblumen-Ranking:\u00a0Rose\u00a038 Prozent, Chrysantheme 10 Prozent, Tulpe 9 Prozent und Gerbera 7 Prozent.\u00a0Bei den Zimmerpflanzen: Orchidee\u00a0mit 31 Prozent vorne.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(13) Wintersport<\/strong><br \/>\nSkifahren ist ein \u00f6kologisches Desaster: <!-- text -->Schneekanonen berieseln in Bayern bereits 13 % der Pistenfl\u00e4che, in der Schweiz 19 % und in \u00d6sterreich sogar 59 %. Immer gr\u00f6\u00dfere Gebiete werden abgeholzt, viele Skipisten werden planiert. Erw\u00e4rmung: Bis 2050 gelten voraussichtlich weniger als 50 % der knapp 700 Skigebiete als schneesicher, da wird noch mehr Kunstschnee produziert.. Wintersportorte\u00a0hinterlassen einen ganz dicken CO<sub>2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck in den Bergen.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(14) Haustierbedarf<\/strong><br \/>\n15 % der Deutschen haben einen <a title=\"Tiere\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/tiere\/\">Vierbeiner<\/a>. Qualzucht-Hunderassen nehmen zu. Franz\u00f6sische Bulldoggen, M\u00f6pse und andere &#8222;kurzsch\u00e4delige&#8220; Rassen k\u00f6nnen schlecht oder gar nicht durch die Nase atmen, w\u00fcrgen bei der Futteraufnahme, schnarchen selbst im wachen Zustand und kollabieren im Sommer &#8211; f\u00fcr viele Tier\u00e4rzte sind sie deshalb das Ergebnis von Qualzucht.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(15) Wassersport<\/strong><br \/>\nWasser-Jetskis sind nur in der Schweiz verboten. \u00d6lfilm gef\u00e4hret Wasserv\u00f6gel, Fische und Menschen.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(16) Feuerwerk<\/strong><br \/>\nJede der 50 Millionen <a title=\"Silvester\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/silvester\/\">Neujahrsraketen<\/a> erzeugt 3,5 Liter Rauch und Gas in der Luft. Mit der Energie aller Feuerwerksk\u00f6rper kann man ein Jahr lang 650 Energiesparh\u00e4user oder 180 normale H\u00e4user heizen.\u00a0Deutschland ist Knallweltmeister mit\u00a0110 Millionen Euro f\u00fcr B\u00f6ller pro Jahr.<br \/>\nSiegess\u00e4ule in Berlin Silvester 2012: 1 Million Menschen,\u00a06000 Raketen, nach 11\u00a0Minuten Feuerwerk 30 Tonnen M\u00fcll. In ganz Deutschland kommt ein Silvester-M\u00fcllberg aus 10.000 Tonnen Pappe, Holz, Papier und Plastik zusammen, der 500.000 M\u00fclltonnen f\u00fcllt.<!--Ende: Flexmodul: Text mit Bild links--><!-- text: ende --><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(17) Dekoartikel<\/strong><br \/>\nNippes als <a title=\"Wegwerfkultur\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/wegwerfkultur\/\">Wegwerfartikel<\/a>. Laut &#8222;Butlers&#8220; sind 80 % der Kunden Frauen, in der Regel Akademikerinnen.\u00a0Europaweit\u00a0 160 Filialen setzen sinnlosen Wohnaccessoires um &#8211;\u00a0von 2500 Artikeln aus dem Sortiment werdenallj\u00e4hrlich\u00a02000 ausgetauscht.<br \/>\nVerbraucher haben 2012 allein 2,7 Milliarden Euro f\u00fcr Weihnachts- und Festartikel ausgegeben. &#8222;Wir haben in Deutschland bei allen Dingen, die das Leben sch\u00f6n machen, ein hohes Konsumniveau erreicht. Dies gilt auch f\u00fcr saisonale Dekoration.&#8220;<!-- text: ende --> <!--Ende: Flexmodul: Text mit Bild links-->Thomas Grothkopp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbands f\u00fcr den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur e.V. (GPK) .<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(18) Schmuck<\/strong><br \/>\nDiamanten sind meist Blutdiamanten (Kinderarbeit). Vor allem in Sierra Leone, Angola und Liberia handeln Rebellengruppen illegal mit dem wertvollen Rohstoff und finanzieren damit B\u00fcrgerkriege.<\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(19) Kreuzfahrten<\/strong><br \/>\nWWF zur Ostsee: 80 Millionen Passagiere jedes Jahr auf Kreuzfahrtschiffen unterwegs.\u00a0Abw\u00e4sser\u00a0weitgehend ungekl\u00e4rt entsorgt &#8211;\u00a0 bis zu 100 Millionen Klosp\u00fclungen\u00a0ins Ostseewasser,\u00a0plus Bakterien, Viren und Schwermetalle. Allein w\u00e4hrend der Sommermonate lassen\u00a0350 Kreuzfahrtschiffe\u00a018 Tonnen Phosphor und 74 Tonnen Stickstoff ins Ostseewasser.<br \/>\nDreckschleuder\u00a0Kreuzfahrtschiff\u00a0&#8222;Queen Mary II&#8220;: Strombedarf einer 200.000 Einwohner-Stadt, mit billigem Schwer\u00f6l erzeugt. Legt sie in H\u00e4fen an, st\u00f6\u00dft das Schiff w\u00e4hrend der Liegezeit weiter viel Kohlendioxid, Stick- und Schwefeloxide aus, was die Gesundheit der Anwohner gef\u00e4hrden kann. Lichtanlagen, Restaurants oder die Beheizung der f\u00fcnf Schwimmbecken m\u00fcssen mit Strom am Laufen gehalten werden. Die mit schadstoffreichem Schwer\u00f6l angetriebenen Motoren laufen zur Stromerzeugung deshalb auch im Hafen auf Hochtouren.<br \/>\nBesonders die <a title=\"Generationen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/generationen\/\">Seniorengeneration AUS <\/a>(Apotheke, Urlaub, Sucht) sorgt f\u00fcr den Kreuzfahrten-Boom.<!-- text: ende --><\/p>\n<p class=\"mceTemp\"><strong>(20) Plastikspielzeug<\/strong><br \/>\n\u00dcber 80% des Plastics enthalten krebserregende PAL (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstiffe).<br \/>\nEine Stunde Plastikente im Mund lutschen entspricht 40 Zigaretten rauchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Engagement &gt;Verbraucher &gt;Konsum Listenauswahl eines Beitrags: Bitte anklicken oder runterscrollen Budget-L\u00f6cher statt Investition\u00a0(18.3.2026) Fratzen der Gegenwart \u2013 \u00fcber Halloween, Konsum und den Verlust des Ma\u00dfes (2.11.2025) Schulden, Klima im Grundgesetz\u00a0(18.3.2025) Sparen=Investition vs Konsum\u00a0(15.3.2025) In Krisenzeiten wie diesen empfiehlt sich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/konsum\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":2234,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-26571","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26571"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26571\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":146886,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26571\/revisions\/146886"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2234"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}