{"id":26139,"date":"2013-04-01T18:24:06","date_gmt":"2013-04-01T16:24:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=26139"},"modified":"2022-12-22T15:54:04","modified_gmt":"2022-12-22T14:54:04","slug":"vollgeld","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/vollgeld\/","title":{"rendered":"Vollgeld"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Globalisierung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/\">Global<\/a> &gt;<a title=\"EU\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/\">EU<\/a> &gt;Vollgeldsystem<\/p>\n<div id=\"attachment_25514\" style=\"width: 608px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/haeg-ehrsberg\/ehrsberg1pan-060320\/\" rel=\"attachment wp-att-25514\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-25514\" class=\"size-full wp-image-25514\" title=\"ehrsberg1pan-060320\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ehrsberg1pan-060320.jpg\" alt=\"\" width=\"598\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ehrsberg1pan-060320.jpg 598w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/ehrsberg1pan-060320-180x60.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-25514\" class=\"wp-caption-text\">Blick von Fr\u00f6hnd-Vorderstadel kommend nach S\u00fcdosten auf Ehrsberg am 20.3.2006 &#8211; immer noch viel Schnee<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Synonyme\u00a0f\u00fcr Vollgeld: 100%-Mindestreservesystem, 100%-Geld, positive money und full-reserve-banking <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/digitalgeld\/\">Digitalw\u00e4hrung und G\u00fcter-Tauschwirtschaft<\/a> (22.12.2022)<\/li>\n<li>Vollgeld &#8211;\u00a0Kredite durch H\u00f6he der Einlagen begrenzt (1.4.2013)<\/li>\n<li>Endstation Zypern &#8211; Sparer sind in Wahrheit Gl\u00e4ubiger (27.3.2013)<\/li>\n<li>Vollgeld statt Buchgeld (5.1.2013)<\/li>\n<li>IWF-Forscher spielen radikale Bankreform durch &#8211; Vollgeld (16.8.2012)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><a title=\"EU-Banken\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/eu-banken\/\">EU-Banken <\/a><\/li>\n<li><a title=\"Finanzsystem\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/finanzsystem\/\">Finanzsystem<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vollgeld &#8211;\u00a0Kredite durch H\u00f6he der Einlagen begrenzt<\/strong><\/p>\n<p>Der \u00d6konom Richard Werner f\u00fchrte eine Umfrage zum Geldsystem\u00a0durch und stellte zwei Fragen:<br \/>\n(1) Wer macht und verteilt das Geld?\u00a084 % sagten,\u00a0die Zentralbank oder die Regierung produziert das Geld und entscheidet \u00fcber die Allokation des Geldes.<br \/>\n(2) Stimmen Sie einem System zu, in dem die Mehrheit der Geldmenge durch\u00a0private Unternehmen produziert und verteilt wird? 90 % sagten nein.<br \/>\nBeide Fragen wurden falsch beantwortet, das\u00a0Gros der Befragten lebt mit einem Geldsystem, das es gar\u00a0nicht will.<br \/>\n(1) Notenbanken (Bundesbank, Landesbanken) schaffen nur den kleineren Teil des Geldes, das wir im Alltag verwenden, indem sie M\u00fcnzen pr\u00e4gen und Banknoten drucken lassen. Diese M\u00fcnzen und Noten machen jedoch im Euroraum gerade 9% der Geldmenge aus.<br \/>\n(2) Den Rest der Geldmenge schaffen Geldinstitute, egal ob Deutsche Bank, Volksbank, Sparkasse oder Umweltbank. Sie sch\u00f6pfen, was man Giral- oder Buchgeld nennt. Dieses Geld ist nicht physisch, sondern nur elektronisch vorhanden. Trotzdem hat dieses Geld den gleichen Wert wie harte M\u00fcnzen oder Banknoten. Dieses Giralgeld macht derzeit 91 % der Geldmenge in der Eurozone aus.<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsbanken schaffen dieses Giralgeld mit jedem neuen Kredit, den sie vergeben. Ein Wohnungsk\u00e4ufer m\u00f6chte eine ETW f\u00fcr 150000 Euro erwerben. Er verf\u00fcgt \u00fcber\u00a050000 Euro an Bargeld\u00a0und nimmt bei einer Gesch\u00e4ftsbank ein Darlehen \u00fcber 100000 Euro auf (solide finanziert: 1\/3 Eigen- und 2\/3 Fremdkapital, zur Sicherheit l\u00e4\u00dft sich die Bank eine Hypothek \u00fcber 130000 Euro ins Grundbuch eintragen). Die Bank\u00a0schreibt die 100000 seinem Konto gut und hat damit 100000 Euro wie aus dem Nichts geschaffen, sie hat neues Geld gesch\u00f6pft, d.h. die Geldmenge hat\u00a0um 100000 Euro zugenommen. Der K\u00e4ufer \u00fcberweist\u00a0das Geld sofort weiter auf das Konto des Immobilienanbieters und die 100000 Euro zirkulieren nun so lange, bis der Hausk\u00e4ufer sein Darlehen zur\u00fcckbezahlt hat. Erst dann verschwindet dieses Buchgeld wieder.<\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsbanken k\u00f6nnen Geld sch\u00f6pfen, weil sie Kredite\u00a0mit nur ca 3% Zentralbankgeld unterlegen m\u00fcssen. Genau deswegen ist der Einfluss der Europ\u00e4ischen Zentralbank EZB auf die Geldmengensch\u00f6pfung so gering. Eigentlich sind die Zentralbanken &#8211; auch als Notenbank oder Zentralnotenbank bezeichnet &#8211;\u00a0in einem W\u00e4hrungsraum f\u00fcr die W\u00e4hrungspolitik zust\u00e4ndig, haben also f\u00fcr die Geldwertstabilit\u00e4t zu sorgen. Sie halten W\u00e4hrungsreserve eines W\u00e4hrungsraumes, refinanzieren Gesch\u00e4ftsbanken und emittieren Banknoten und bringen diese in Umlauf. Auf die Kreditvergabepraxis der Gesch\u00e4ftsbanken und damit auf die Geldsch\u00f6pfung durch die Banken jedoch k\u00f6nnen sie nur indirekt Einfluss nehmen. Senkt die Notenbank die Zinsen, bedeutet dies eben keinesfalls automatisch, dass die Banken wie gew\u00fcnscht mehr Kredite vergeben. Gleiches gilt umgekehrt, wenn die EZB die Zinsen erh\u00f6ht mit der Absicht, dass die Gesch\u00e4ftsbanken weniger Kredite vergeben. Dazu der Soziologe und \u00d6konom Joseph Huber von der Universit\u00e4t Halle: &#8222;Das wird offiziell gerne etwas heruntergespielt. Weil man wiegt sich in dem Glauben, dass man ja \u00fcber verschiedene Instrumente, die Giralgeldsch\u00f6pfung der Banken \u00fcber das Banknotenmonopol und \u00fcber den Zentralbankzins und \u00e4hnliche Dinge kontrollieren k\u00f6nne. Das ist eine Illusion, in Wahrheit ist das umgekehrt. Das Gesetz des Handelns liegt bei den Banken. Die Banken bestimmen, wie viel Geld per Kredit erzeugt wird oder auch gel\u00f6scht wird. &#8230;. Das hat zu einer \u00fcberschie\u00dfenden Geldsch\u00f6pfung gef\u00fchrt. Und die Krisen, die wir jetzt erleben auch in Europa, begonnen mit der Immobilienkrise in Europa und Amerika, jetzt eingem\u00fcndet in die Staatsschuldenkrise, das ist ein direktes Ergebnis dieser \u00fcber Jahrzehnte hinweg \u00fcberschie\u00dfenden, inflation\u00e4r \u00fcberschie\u00dfenden Giralgeldsch\u00f6pfung durch das Bankensystem.&#8220;<\/p>\n<p>Die Regierungen in den USA und der EU arbeiten nun an strengeren Regeln f\u00fcr die Banken. Einigen Finanzmarktexperten ist das zu wenig. Sie greifen eine alte Idee auf und wollen den Banken die M\u00f6glichkeit zur Geldsch\u00f6pfung nehmen. Stattdessen soll \u00fcber die Geldmenge k\u00fcnftig alleine der Staat bestimmen. Diese Idee wird in Deutschland unter dem Stichwort Vollgeld diskutiert. Was bedeutet der Begriff Vollgeld? Diese Frage geht an den \u00d6konomen Joseph Huber. Er ist hierzulande der bekannteste Verfechter dieser Idee. &#8222;Ja, das ist eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr vollg\u00fcltiges gesetzliches Zahlungsmittel, abgek\u00fcrzt wurde daraus eben Vollgeld. Also man kann auch sagen, vollwertig, wertstabil, vor allen Dingen aber auch sicheres Geld, das nicht verschwinden kann. Und dieses vollg\u00fcltige gesetzliche Zahlungsmittel kommt eben aus einer unabh\u00e4ngigen staatlichen Quelle, der Zentralbank.&#8220;<\/p>\n<p>Huber hat mit Gleichgesinnten einen Verein gegr\u00fcndet, der sich f\u00fcr die Einf\u00fchrung des Vollgeldes einsetzt. Dieser Verein nennt sich Monetative. Angelehnt ist Monetative an die Begriffe Legislative, Exekutive und Judikative, gemeint die Gewaltenteilung in Deutschland. Nach dem Willen der Vollgeldbef\u00fcrworter soll k\u00fcnftig daneben als weitere Gewalt der Staat als Geldsch\u00f6pfer, eben als Monetative, treten. &#8222;Ein Vollgeldsystem w\u00fcrde erstmalig der Geld ausstellenden Stelle, also der unabh\u00e4ngigen Zentralbank die M\u00f6glichkeit geben, diese Geldmenge vollst\u00e4ndig unter Kontrolle zu haben, also nicht die Verwendung des Geldes, sondern die Menge des Geldes, die zirkuliert und das ist die wichtigste Voraussetzung \u00fcberhaupt, um ein stabiles Finanzwesen zu erzeugen.&#8220;<\/p>\n<p>Jede Gesch\u00e4ftsbank, Sparkasse oder Genossenschaftsbank k\u00f6nnte Kredite dann nur noch in einem Umfang vergeben, in dem sie tats\u00e4chlich \u00fcber Einlagen von Kunden verf\u00fcgt. Schnell fanden sich prominente Anh\u00e4nger: Franklin D. Roosevelt, Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten von Amerika von 1933 bis 1945, sympathisierte mit der Idee der hundertprozentigen Mindestreserve. Er konnte sich jedoch gegen die Profiteure der bestehenden Ordnung &#8211; insbesondere die damals schon m\u00e4chtige Bankenlobby &#8211; nicht durchsetzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg bef\u00fcrworteten sowohl der neoliberale Nobelpreistr\u00e4ger Milton Friedman als auch Walter Eucken &#8211; einer der V\u00e4ter der Sozialen Marktwirtschaft &#8211; diese Art der Geldsch\u00f6pfung durch den Staat. Davon angetan ist auch schon lange der SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi.<br \/>\nJaromir Benes und Michael Kumhof forschen beim Internationalen W\u00e4hrungsfonds. Die beiden Volkswirte haben den Chicago-Plan nach 60 Jahren aus dem Archiv geholt und durchgerechnet, was eine Einf\u00fchrung f\u00fcr die USA heute praktisch bedeuten w\u00fcrde. Ihre Studie ist als IWF-Arbeitspapier erschienen und spiegelt nicht notwendigerweise die Position des Fonds wieder. Ihre Arbeit hat f\u00fcr viel Aufsehen gesorgt. Die beiden Forscher best\u00e4tigen alle vier, von Irving Fisher beschriebenen Vorteile. Michael Kumhoff: &#8222;Der erste ist eine sehr viel bessere Kontrolle von Konjunkturzyklen Der zweite Vorteil: Alle Bankeinlagen w\u00e4ren hundert Prozent durch \u00f6ffentliches Geld gedeckt. Das hei\u00dft, es gibt also \u00fcberhaupt keine Frage, dass der Einleger sein Geld nicht mehr zur\u00fcckkriegen k\u00f6nnte. Der dritte und der vierte Vorteil haben alle mit Schulden zu tun.&#8220;<br \/>\n1.4.2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Endstation Zypern &#8211; Sparer sind in Wahrheit Gl\u00e4ubiger<\/strong><\/p>\n<p>Die vorl\u00e4ufige Stabilisierung der beschaulichen Steueroase im Mittelmeer offenbart die Schwachstelle im System: Sparer sind Gl\u00e4ubiger. Aber warum eigentlich? Mit der Teilenteignung der Sparer auf Zypern wird enth\u00fcllt, was eigentlich f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit verborgen bleiben sollte: Die Sparer sind in Wahrheit Gl\u00e4ubiger. Dies ist allerdings kein zypriotischer Sonderweg, sondern langj\u00e4hrige globale Realit\u00e4t &#8211; auch hier in Deutschland. Zu Recht wies das Handelsblatt in dieser Woche erneut auf diesen Zusammenhang hin: &#8222;Ja, so funktioniert unser Geldsystem. Wer am Zahlungsverkehr teilnehmen oder Geld ohne Kursschwankungsrisiko aufbewahren will, muss den Banken einen Kredit geben &#8211; ob er will oder nicht. Formal sind Halter von Bankguthaben Gl\u00e4ubiger der Banken, obwohl sie eigentlich der Bank kein Geld leihen wollen. Sie wollen nur ihre Zahlungsmittel sicher und liquide aufbewahren. Weil Spar- und Girokonteninhaber formal Gl\u00e4ubiger der Banken sind, ist es formal korrekt, dass bei dem Plan, die Einlagenkunden der zyprischen Banken per Sondersteuer zu schr\u00f6pfen, von Gl\u00e4ubigerbeteiligung an der Bankenrettung geredet wurde.&#8220; Norbert H\u00e4ring im &#8222;Handelsblatt&#8220; vom 25. M\u00e4rz 2013<br \/>\nWas vielen B\u00fcrgern und auch Politikern neu sein d\u00fcrfte, verweist auf einen im Grunde uralten Trick des Bankensektors. Es wird suggeriert, das Geld auf Spar- und Girokonten geh\u00f6re in jedem Fall den Einzahlern. Das Risiko des Totalverlustes bei einem Bankenkonkurs wird angeblich durch eine Einlagensicherung, sowie im Falle Deutschlands durch das pers\u00f6nliche Versprechen der Kanzlerin im Namen der Bundesregierung abgeschirmt. Dabei ist klar: Beim Kollaps einer gro\u00dfen Bank &#8211; oder gar mehrerer &#8211; greift kein Sicherungsfonds mehr, und auch die Regierung w\u00e4re vollkommen hilflos. Die B\u00fcrger w\u00fcrden schlicht enteignet. &#8230;.<br \/>\nAlles vom 27.3.2013 von Paul Schreyer bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38847\/1.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/38\/38847\/1.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vollgeld statt Buchgeld<br \/>\n<\/strong><br \/>\nM\u00fcnzen und Banknoten machen im Euroraum nicht einmal zehn Prozent der Geldmenge aus. Der Rest ist fiktives Geld, das Banken zum Beispiel durch Kreditvergabe schaffen und das nur auf dem Papier existiert. Mit dem Vollgeld-System w\u00fcrde sich das radikal \u00e4ndern<br \/>\nAlles vom 5.1.2013 bitte lesen auf\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1968379\/\">https:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1968379\/<\/a><\/p>\n<p>Daniel Worofka von den Piraten hat dieses umfassende Wiki zum Vollgeld zusammengestellt: <a title=\"Wiki Vollgeld\" href=\"https:\/\/wiki.piratenpartei.de\/AG_Finanzmarktreform\/Vollgeldreform\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/wiki.piratenpartei.de\/AG_Finanzmarktreform\/Vollgeldreform<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.geldsystempiraten.de\/wp\/tag\/richard-werner\/\">https:\/\/www.geldsystempiraten.de\/wp\/tag\/richard-werner\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>IWF-Forscher spielen radikale Bankreform durch &#8211; Vollgeld<\/strong><\/p>\n<p>Der \u00d6konomie-Nobelpreistr\u00e4ger Milton Friedman war von der Idee \u00fcberzeugt, der Freiburger \u00d6konom Walter Eucken ebenso und der Yale-Professor Irving Fisher erst recht: Um das Finanzsystem stabil und sicher zu machen, solle der Staat Banken verbieten, im Zuge ihrer Kreditvergabe einfach neues Geld in Umlauf zu bringen. Ein Geldinstitut d\u00fcrfe nur dann ein neues Darlehen vergeben, wenn es im gleichen Ausma\u00df \u00fcber Bargeldreserven verf\u00fcge, forderten prominente \u00d6konomen in den 30er- und 40er-Jahren. Das w\u00fcrde das Gesch\u00e4ftsmodell von Banken fundamental ver\u00e4ndern. Bislang m\u00fcssen Geldinstitute nur f\u00fcr einen Bruchteil ihrer Kredite Bargeldreserven halten. So k\u00f6nnen sie quasi unbegrenzt Kredit vergeben \u2013 und dabei de facto neues Geld schaffen. Denn den Kredit zahlen sie aus, indem sie dem Kreditnehmer das Geld auf einem Girokonto gutschreiben. Und der Kreditnehmer bringt dieses Bankengeld, das es vorher noch nicht gab, in Umlauf, indem er seine Rechnungen damit bezahlt. In den 30er-Jahren sahen einflussreiche US-\u00d6konomen wie Fisher diese wundersame Geldvermehrung als zentralen Ausl\u00f6ser der Gro\u00dfen Depression identifiziert. Die Forscher forderten die Anhebung der Mindestreservepflicht der Banken auf 100 Prozent.<br \/>\nSeit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise erlebt die Idee des sogenannten Vollgelds eine Renaissance. In der Schweiz will der Verein Monet\u00e4re Modernisierung um den \u00d6konomen Hans Christoph Binswanger eine Volksabstimmung dar\u00fcber durchsetzen. In Deutschland fordert eine Initiative namens \u201eMonetative\u201c um den Wirtschaftssoziologen Joseph Huber (Uni Halle) ebenfalls: \u201eAlles Geld soll ausschlie\u00dflich von einer unabh\u00e4ngigen \u00f6ffentlichen Stelle gesch\u00f6pft werden.\u201c Sch\u00fctzenhilfe bekommen die Vollgeld-Bef\u00fcrworter jetzt aus der Forschungsabteilung des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF). Zwei Volkswirte des Fonds stellen der Idee in einer neuen Studie ein gutes Zeugnis aus. Sie w\u00fcrde die Gefahr von Bankenkrisen eind\u00e4mmen und das Wirtschaftswachstum deutlich befl\u00fcgeln. Wegen all dieser Vorteile sei die Idee eine \u201eh\u00f6chst w\u00fcnschenswerte Initiative\u201c, schreiben die IWF-Volkswirte Jaromir Benes und Michael Kumhof &#8230;..<br \/>\nAlles vom 16.8.2012 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/vollgeld-iwf-forscher-spielen-radikale-bankreform-durch\/7008170.html\">https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/vollgeld-iwf-forscher-spielen-radikale-bankreform-durch\/7008170.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global &gt;EU &gt;Vollgeldsystem &nbsp; Synonyme\u00a0f\u00fcr Vollgeld: 100%-Mindestreservesystem, 100%-Geld, positive money und full-reserve-banking Digitalw\u00e4hrung und G\u00fcter-Tauschwirtschaft (22.12.2022) Vollgeld &#8211;\u00a0Kredite durch H\u00f6he der Einlagen begrenzt (1.4.2013) Endstation Zypern &#8211; Sparer sind in Wahrheit Gl\u00e4ubiger (27.3.2013) Vollgeld statt Buchgeld (5.1.2013) IWF-Forscher spielen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/vollgeld\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":2859,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-26139","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26139"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26139\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":107680,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26139\/revisions\/107680"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}