{"id":26103,"date":"2013-04-01T10:13:48","date_gmt":"2013-04-01T08:13:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=26103"},"modified":"2014-07-23T22:12:36","modified_gmt":"2014-07-23T20:12:36","slug":"darm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/chronisch\/darm\/","title":{"rendered":"Darm"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/froehnd\/froehnd1kuenaberg-pan130316\/\" rel=\"attachment wp-att-25412\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-25412\" title=\"froehnd1kuenaberg-pan130316\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/froehnd1kuenaberg-pan130316.jpg\" width=\"637\" height=\"237\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/froehnd1kuenaberg-pan130316.jpg 637w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/froehnd1kuenaberg-pan130316-180x66.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 637px) 100vw, 637px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/darmkrebs-stoma-ilco-kongress\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/darmkrebs-stoma-ilco-kongress\/<\/a>\u00a0(23.7.2014)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bakterien-im-darm-mikrobiom\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bakterien-im-darm-mikrobiom\/<\/a>\u00a0(24.3.2014)<\/li>\n<li>Der Darm beeinflusst das Gehirn \u00fcber das Enterische Nervensystem (13.2.2014)<\/li>\n<li>Der Darm &#8211; ein Wunderwerk<\/li>\n<li>Vorsorgedarmspiegelung ist Goldstandard &gt;Darm (10.1.2009)<\/li>\n<li>Die Krankheiten entstehen im Darm &#8211; F.X.Mayr &gt;Darm (20.10.2008)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/chronisch3.htm#Stuhlinkontinenz ist tabu, obwohl zweith\u00e4ufigste Erkrankung\">Stuhlinkontinenz ist tabu, obwohl zweith\u00e4ufigste Erkrankung<\/a> &gt;Chronisch3 (15.6.2008)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/chronisch2.htm#Behandlung des Morbus Crohn\">Behandlung des Morbus Crohn<\/a> &gt;(30.4.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/chronisch2.htm#Darm, Darmflora und Morbus Crohn\">Darm, Darmflora und Morbus Crohn<\/a> &gt;Chronisch2 (30.4.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/chronisch.htm#DCCV - Deutsche Morbus Crohn\/Colitis Ulcerosa Vereinigung\">Morbus Crohn\/Colitis Ulcerosa Vereinigund &#8211; DCCV<\/a> &gt;Chronisch<\/li>\n<li><a title=\"Ernaehrung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/ernaehrung\/\">Ernaehrung<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>.<\/div>\n<div><strong>Der Darm beeinflusst das Gehirn \u00fcber das Enterische Nervensystem<br \/>\n<\/strong><br \/>\nNach Gehirn und R\u00fcckenmark bildet das Enterische Nervensystem des Darms die gr\u00f6\u00dfte Ansammlung von Nervenzellen im menschlichen K\u00f6rper dar. Um den Darm zieht sich ein Geflecht von Nerven, insgesamt \u00fcber 100 Millionen Zellen. Dieses Damnervensystem arbeitet autonom, st\u00e4ndig werden unbewust Informationen ans Gro\u00dfhirn gesendet &#8211; umgekehrt sendet das Gro\u00dfhirn selbst aber nur wenige Informationen an den Bauch. Die Frage ist, ob der Darm nur Entscheidungen in Zusammenhang mit der Verdauung trifft, oder ob sein Einfluss weiter reicht. In Irland arbeiten Forscher an der Frage, wie weit der Darm das Gehirn beeinflusst.<br \/>\nMehr vom 13.2.2014 bitte lesen auf<\/div>\n<div>\n<div>\n<div><a href=\"https:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/wissenschaftsdoku\/sendungen\/174992\/index.html\">https:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/wissenschaftsdoku\/sendungen\/174992\/index.html<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Der Darm &#8211; ein Wunderwerk<\/strong><\/p>\n<p>Darm-Verdauungssystem: Speiser\u00f6hre, Magen, Leber\/Galle\/Bauchspeicheldr\u00fcse, Zw\u00f6lffingerdarm, D\u00fcnndarm, Dickdarm<br \/>\n6 m lang ist der D\u00fcnndarm (\u00dcbergabe von N\u00e4hrstoffen in den Blutkreislauf)<br \/>\n1.5 m lang ist der Dickdarm<br \/>\n400\u00a0 qm ist die Oberfl\u00e4che des Darms<br \/>\nDer Dickdarm ist dichter besiedelt als jeder Fleck der Erde<\/p>\n<p>30 t an Nahrungsmittel hat der Darm im Lauf eines Lebens zu verdauen, darunter 3200 kg Fleisch und 3300 kg Gem\u00fcse. Auf Grund der Abnutzung verpasst\u00a0sich der D\u00fcnndarm jede Woche eine komplett neue Oberfl\u00e4che, um \u00fcber die D\u00fcnndarm-Haut\u00a0die N\u00e4hrstoffe in unseren K\u00f6rper \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Darmflora = Mikrobiom<\/strong><br \/>\nDie Darmflora ist die Gesamtheit aller im Darm lebenden Mikroorganismen. Mit Pflanzen hat diese Flora allerdings nichts zu tun. Der Begriff beruht darauf, dass Bakterien fr\u00fcher zum Pflanzenreich gez\u00e4hlt wurden. Inzwischen ist dieser Begriff fast \u00fcberholt: Heute wird das Mikrobiom\u00a0synonym benutzt.<br \/>\nUnter dem Mikrobiom versteht man die Gesamtheit aller mikroskopisch kleinen Lebewesen, die man auch als Mikroben bzw. Mikroorganismen bezeichnet. Dies k\u00f6nnen sein: Bakterien, Pilze, Exznyme. Viren z\u00e4hlen nicht zu den Mikroben, da sie keine Lebewesen sind, d.h. keinen Stoffwechsel haben.<br \/>\nBakterien, die den Menschen besiedeln, sind in erster Linie\u00a0Darmbakterien &#8211; diese sind auch zahlenm\u00e4\u00dfig in der \u00dcberzahl. Doch auch die Bakterien in der Mundh\u00f6hle oder der Haut geh\u00f6ren dazu. Dann spricht man zum Beispiel vom Mund-Mikrobiom.<\/p>\n<p>Erst nach der Geburt kommen Bakterien in den Darm &#8211; Michs\u00e4urebakterien. Die erste Besiedelung mit Darmbakterien ist nach 3 Jahren abgeschlossen.\u00a0Mit welchen Bakterien\u00a0wir durch\u00a0 Bezugspersonen, durch\u00a0Nahrung, den Sandkasten, in dem wir spielen, &#8222;angeimpft&#8220; werden, pr\u00e4gt die individuelle Darmflora, die unser gesamtes Leben beeinflu\u00df (einige Forscher vermuten, dass die Darmflora nicht nur\u00a0Gewicht und\u00a0Gesundheit, sondern sogar unser Verhalten beeinflusst).\u00a0Die Darmbakterien arbeiten auch eng mit dem Immunsystem zusammen, und machen uns anf\u00e4llig oder auch resistent f\u00fcr bestimmte Krankheiten.<br \/>\nWir nehmen Bakterien auf \u00fcber Luft, Haut, Milch, &#8230;<br \/>\nDie Arten von Bakterien im Darm geben Auskunft \u00fcber Krankheiten.<br \/>\nDarmbakterien mit ..??.. machen dick, da sie die Ballaststofe aufspalten und verwerten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Macht des Bauches \u00fcber den Kopf<br \/>\n<\/strong>Nervenzellen unseres Darms beeinflussen Gef\u00fchle und Verhalten: Bauchgef\u00fchl, Liebe geht durch den Magen,\u00a0 \u00c4rger oder Stress lassen den Appetit verderben. Ob der Darm tats\u00e4chlich das komplexe menschliche Verhalten beeinflussen kann, dar\u00fcber sind die Forscher noch uneins. Der\u00a0Vagus-Nerv verbindet den Magen-Darm-Trakt mit dem Gehirn. Dabei verlaufen etwa 80 bis 90 Prozent der Nervenfasern vom Bauch zum Kopf. Nur 20% der Signale gelangen vom Gehirn in den Darm (Beispiel:\u00a0 Bauchweh aus Kummer). Aber 80% der Signale gelangen vom Darm ins Gehirn (&#8222;Darmgehirn&#8220;). Das Darmnervensystem (nicht das Nervensystem im Gehirn!) steuert die Verdauung.<\/p>\n<p>Das Bauchhirn besteht aus mindestens 100 Mio Nervenzellen, die genauso aussehen wie die Nervenzellen des Kopfhirns und\u00a0dieselben Botenstoffe nutzen wie zum Beispiel Serotonin. Im Gehirn bewirkt Serotonin eine Stimmungsaufhellung (Patienten mit Depressionen nehmen Medikamente, die den Serotoninspiegel im Gehirn anheben). 95 Prozent des k\u00f6rpereigenen Serotonins werden im Magen-Darm-Trakt produziert. Die meisten Forscher bejahen, dass das Serotonin aus dem Bauch auch den Kopf und damit die menschlichen Gef\u00fchle beeinflusst.<\/p>\n<p>Der Zusammenhang zwischen Psyche und Darm l\u00e4\u00dft sich noch nicht wissenschaftlich belegen, aber es gibt Hinweise:\u00a0Studien konnten beispielsweise zeigen, dass die Ern\u00e4hrungsweise die Stimmung von Menschen beeinflusst. Wer viel Junkfood isst, neigt eher zu depressiven Verstimmungen als jemand, bei dem viel Obst und frisches Gem\u00fcse auf dem Speiseplan stehen. Und nat\u00fcrlich beeinflusst das, was wir essen, wie die Darmbakterien zusammengesetzt sind.<\/p>\n<p><strong>Drei Typen von Darmbakterien<\/strong><br \/>\nDr. Peer Bork am Europ\u00e4ischen Laboratorium f\u00fcr Molekularbiologie in Heidelberg hat die Gene unserer Darm-Bakterien genau analysiert. Zwei Ergebisse: Jeder Mensch\u00a0im Darm mindestens 160 verschiedene Bakterienarten \u2013 von \u00fcber 1000 m\u00f6glichen. Sie fanden\u00a0drei typische Darmbakterien-Gemeinschaften. Und jeder Mensch kann genau einer davon zugeordnet werden. Wie in einer Wohngemeinschaft scheinen immer nur bestimmte Typen zusammenleben zu wollen; Enterotypen \u2013 so nennt man diese Bakteriengemeinschaften (vom griechischen enteron = Darm). Die Wissenschaftler verglichen das mit Blutgruppen: Denn zu welchem Enterotyp ein Mensch geh\u00f6rt, ist nicht vom Geschlecht, Herkunft oder etwa dem Body-Mass-Index abh\u00e4ngig. Es bildet sich immer eine von drei Gruppen heraus \u2013 und dabei ist immer eine Bakterienart &#8222;f\u00fchrend&#8220;.<br \/>\nDarmtyp 1 hat als Leitbakterien sogenannte Bacteroides. Diese Bakterien bauen Zucker schnell ab und geben es an den menschlichen K\u00f6rper weiter.<br \/>\nDarmtyp 2 wird von den Bakterien namens Prevotella angef\u00fchrt. In dieser Bakteriengemeinschaft gibt es mehrere Bakterienarten, die Vitamine produzieren k\u00f6nnen. Doch ob diese Vitamine f\u00fcr den Menschen in relevanter Menge produziert werden, k\u00f6nnen die Forscher noch nicht sagen.<br \/>\nZu Darmtyp 3 geh\u00f6ren kugelf\u00f6rmige Ruminococcus-Bakterien. Das sind Bakterien, die sogar unverdauliche Zellulose in Zucker aufspalten \u2013 und dadurch f\u00fcr den Menschen erst verwertbar machen. Diese Menschen sind vermutlich besonders gute Futterverwerter.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnf Mythen der Verdauung<\/strong><br \/>\n&#8211; Schnapf f\u00f6rdert die Verdauung. falsch<br \/>\n&#8211; Kirschen + Wasser ergeen Bauchweg. falsch<br \/>\n&#8211; Mit vollem Magen nie schwimmen gehen. falsch.<br \/>\n&#8211; Ballaststoffe regen die Verdauung an. richtig<br \/>\n&#8211; Bananen stopfen. falsch<\/p>\n<p><strong>Reizdarm<\/strong><br \/>\nChronische Bauchschmerzen, schwere Kr\u00e4mpfe, st\u00e4ndige Verstopfung oder Durchfall &#8211;\u00a0Reizdarm-Patienten leben h\u00e4ufig unter dem Stigma des \u201eeingebildeten Kranken\u201c. Neue Forschungen\u00a0 vermuten, dass sich bei vielen Patienten der Darm zu langsam oder zu schnell bewegt und ihre Darmnerven verr\u00fcckt spielen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ik-h.de\/medizinische-klinik\/erkrankungen-des-verdauungssystems\/funktionelle-magen-darm-erkrankungen\/das-reizdarmsyndrom.html?PHPSESSID=5c945a216b6e557e4b78f282dd0c138e\">https:\/\/www.ik-h.de\/medizinische-klinik\/erkrankungen-des-verdauungssystems\/funktionelle-magen-darm-erkrankungen\/das-reizdarmsyndrom.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/humanbiology.wzw.tum.de\/index.php?id=21&amp;L=0\">https:\/\/humanbiology.wzw.tum.de\/index.php?id=21&amp;L=0<\/a><br \/>\nReizdarm: Das Nervensystem in der Darmwand arbeitet falsch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>.<br \/>\n<strong>Vorsorgedarmspiegelung ist Goldstandard<\/strong><\/p>\n<p>Leider entsteht beim Leser der Eindruck, dass eine Darmspiegelung einer Darmkrebserkrankung nicht vorbeugen kann. Damit steht diese Aussage kontr\u00e4r zum Bem\u00fchen der Fachgesellschaften, die Vorsorgedarmspiegelung zu etablieren. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr H\u00e4matologie und Onkologie und die Deutsche Krebsgesellschaft sehen die Darmspiegelung als Goldstandard f\u00fcr die Darmkrebsfr\u00fcherkennung an. Es geh\u00f6rt nicht zur Grundvoraussetzung einer Darmspiegelung, dass Patienten nur von Magen-Darm-Spezialisten gespiegelt werden sollten. Auch dieser Eindruck wird im Artikel vermittelt. Vielmehr ist es wichtig, dass der Untersucher die entsprechende Expertise vorweisen kann. Zudem hat die Entdeckung neuer gutartiger Geschwulste in den letzten Jahren zu einem Umdenken gef\u00fchrt, was in der zitierten Studie nicht ber\u00fccksichtigt wird. Zum Zeitpunkt der Analyse der Patientendaten (1996\u20132003) existierten diese Kenntnisse noch nicht. Bei bestimmten Polypenarten, welche fr\u00fcher als &#8222;gutartige Polypen&#8220; fehlinterpretiert wurden, konnte in den letzten Jahren nachgewiesen werden, dass sie zu Darmkrebs entarten k\u00f6nnen (serratierte Adenome). Teilweise ist diese Art der Polypen sogar sehr aggressiv. Besonders im rechtsseitigen Dickdarm sind sie t\u00fcckisch. Sie wurden also nicht unbedingt &#8222;\u00fcbersehen&#8220;, sondern durch den damaligen Kenntnisstand falsch gedeutet<br \/>\n10.1.2009, Dr. med. Konrad van Aaken, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin, Gastroenterologie, H\u00e4matologie und internistische Onkologie, Loretto-Krankenhaus, Freiburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a name=\"Die Krankheiten entstehen im Darm - F.X.Mayr\"><\/a><strong>Die Krankheiten entstehen im Darm &#8211; F.X.Mayr<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Michael Zimmermann aus Badenweiler f\u00fchrt nahezu jedes schlechte Befinden und jede Krankheit auf eine Selbstvergiftung aus dem Darm zur\u00fcck. Mit Erfolgsgeschichten gespickt war sein Vortrag und begleitet von einer wahren Fangemeinde seiner &#8222;Patienten-Freunde&#8220; . Mehr als 200 Zuh\u00f6rern machte er mit bestechender Logik und unterhaltsamer Rhetorik klar, dass bei den meisten Menschen der Verdauungstrakt tiefgreifend gest\u00f6rt ist.<\/p>\n<p>Beintr\u00e4chtigt sind auch K\u00f6rper, Geist und Seele. Die Gifte k\u00f6nne man nur umgehen, wenn man f\u00fcr eine bestm\u00f6gliche Funktion der Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane Leber, Darm, Niere, Lunge und Haut sorge. Der Darm sei mit rund zehn Metern L\u00e4nge und einer Oberfl\u00e4che von 4000 Quadratmetern das Zentrum des Immunsystems, die Energie- und Versorgungszentrale des Organismus. \u00dcber 100 Millionen Nervenzellen steuern von hier aus lebenswichtige Prozesse. Gase, V\u00f6llegef\u00fchl, Unbehagen, Verstopfung oder breiiger Stuhlgang seien Anzeichen bakterieller Zersetzung, bei der sich starke Gifte bilden k\u00f6nnen wie Formaldehyd, Methylalkohol und Leichengifte. Schwefelwasserstoff und Methangase sorgen dar\u00fcber hinaus f\u00fcr eine \u00dcberdehnung des Darms und lassen ihn erschlaffen. Das wiederum f\u00fchrt zu\u00a0 Aussackungen, so genannten Divertikeln, in der Darmwand, bl\u00e4ht den Bauch auf und belastet Herz und Lunge. Die Darmwand wird d\u00fcnner und b\u00fc\u00dft an Selbstreinigungskraft ein. Es kommt zur Verschlackung. Durch bakterielle Zersetzung der R\u00fcckst\u00e4nde entstehen Giftstoffe, die \u00fcber den Stoffwechsel in die Blut- und Lymphbahnen gelangen. Der \u00f6sterreichische Arzt und Wissenschaftler Franz Xaver Mayr erkl\u00e4rte so bereits vor 100 Jahren viele f\u00fcr die Schulmedizin r\u00e4tselhaften Erkrankungen und schwor auf eine Entgiftungstherapie des Verdauungstraktes. F\u00fcr die diplomierten Mayr-\u00c4rzte wurzeln Krankheit und Tod im Darm. Eine Erkenntnis, die schon in der Antike Bestand hatte. Migr\u00e4ne, Rheuma, Allergien, Psoriasis, Herz-Kreislauferkrankungen, Multiple\u00a0 Sklerose, Magen- und Darmleiden, Neurodermitis, Krebs, Depressionen und sogar Autoimmunkrankheiten wie Colitis ulcerosa sind laut Zimmermann meistens durch eine Darmsanierung zu heilen oder zu vermeiden. Stattdessen w\u00fcrden m\u00fcde, lethargische, leistungsschwache, depressive Menschen oft einfach auf der psychosomatischen Schiene geparkt. Ein Dorn im Auge ist ihm besonders die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/ernaehrung.htm\">Roh- und Vollwertkost<\/a>. Die Freunde dieser Ern\u00e4hrung seien die kr\u00e4nksten Patienten, behauptet der seit 30 Jahren praktizierende Mayr-Arzt. Die alkoholische Verg\u00e4rung der Rohkost sorge f\u00fcr Beschwerden, St\u00f6rungen und Krankheiten sowie f\u00fcr fr\u00fche Alterungsprozesse. Nicht, was jemand esse, komme ihm zugute, sondern was er verdauen kann, n\u00e4mlich leicht gegarte Kost. Die Asiaten ern\u00e4hren sich vorbildlich, so Zimmermann. Krankheiten erkennt er an der Haltung eines Menschen, an der Wirbels\u00e4ule, der Auspr\u00e4gung des Brustkorbes, an Haut und Schleimh\u00e4uten, N\u00e4geln, Haaren und Augen. &#8222;Ein kundiger Arzt fragt nicht, was dem Patienten fehlt. Er untersucht und teilt es ihm mit.&#8220; Eine Darmsanierung durch Sp\u00fclung, leicht verdauliche Nahrung, gegebenenfalls Heilfasten und eine neue Esskultur sind bei ihm die Mittel der Wahl. Massagen kommen hinzu. Den Zuh\u00f6rern empfahl er morgens und abends Einl\u00e4ufe. Immerhin entst\u00fcnden im Enddarm weit \u00fcber die H\u00e4lfte aller Darmkrebse. Regelm\u00e4\u00dfige Hygiene sei deshalb nicht nur am Anfang des Darmes, im Mund, sondern auch an seinem Ende angesagt. Bis zu vier Liter Wasser und Kr\u00e4utertees entschlacken \u00fcber die Niere. Fette, schwere Abendessen sind wie Roh- und Vollwertkost zu meiden. T\u00e4gliche feuchthei\u00dfe Leberwickel, Wechselduschen und B\u00fcrstenmassagen\u00a0 wirken heilend, genauso Musik und Meditation.<br \/>\nmod, 20.10.2008, BZ<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/darmkrebs-stoma-ilco-kongress\/\u00a0(23.7.2014) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bakterien-im-darm-mikrobiom\/\u00a0(24.3.2014) Der Darm beeinflusst das Gehirn \u00fcber das Enterische Nervensystem (13.2.2014) Der Darm &#8211; ein Wunderwerk Vorsorgedarmspiegelung ist Goldstandard &gt;Darm (10.1.2009) Die Krankheiten entstehen im Darm &#8211; F.X.Mayr &gt;Darm (20.10.2008) Stuhlinkontinenz ist tabu, obwohl zweith\u00e4ufigste Erkrankung &gt;Chronisch3 (15.6.2008) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/chronisch\/darm\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":105,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-26103","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=26103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/26103\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=26103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}