{"id":24527,"date":"2013-03-13T13:54:57","date_gmt":"2013-03-13T12:54:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=24527"},"modified":"2013-06-01T22:28:50","modified_gmt":"2013-06-01T20:28:50","slug":"buergerenergie-stpeter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/buergerenergie-stpeter\/","title":{"rendered":"Buergerenergie-StPeter"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Regio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/\">Regio<\/a> &gt;<a title=\"Orte\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/\">Orte<\/a> &gt;<a title=\"StPeter\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/\">StPeter<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Genossenschaften\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/genossenschaften\/\">Genossenschaften <\/a>&gt;Buergerenergie-StPeter<\/p>\n<div id=\"attachment_13796\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/oberibental\/oberibental4pan121023\/\" rel=\"attachment wp-att-13796\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13796\" class=\"size-full wp-image-13796\" title=\"oberibental4pan121023\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/oberibental4pan121023.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/oberibental4pan121023.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/10\/oberibental4pan121023-180x77.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13796\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach S\u00fcden \u00fcber Oberibental zwischen St.Peter und St.M\u00e4rgen in den Nebel am 23.10.2012<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buerger-energie-st-peter\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buerger-energie-st-peter\/<\/a>\u00a0(13.3.2013)<\/li>\n<li>B\u00fcrger Energie St. Peter<\/li>\n<li>B\u00fcrger Energie St. Peter eG: 2700 Tonnen CO2 weniger &gt;StPeter-Bioenergiedorf (15.7.2010)<\/li>\n<li>Spatenstich f\u00fcr zukunftsweisendes Fernw\u00e4rmeprojekt\u00a0 &gt;StPeter-Bioenergiedorf (23.6.2010)<\/li>\n<li>St.Peter erh\u00e4lt F\u00f6rderbescheid als Bioenergiedorf &gt;Stpeter-Bioenergiedorf (13.1.2010)<br \/>\n\u00a0\u00a0\u00a0<\/li>\n<li><a title=\"Buergerenergie-Dreisamtal\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/kirchzarten\/buergerenergie-dreisamtal\/\">Buergerenergie-Dreisamtal<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energie<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrger Energie St. Peter<\/strong><\/p>\n<p>Die aus einer B\u00fcrgerinitiative (Initiator: Daniel R\u00f6sch, Bildhauermeister und K\u00fcnstler) entstandene B\u00fcrger Energie St. Peter eG hat sich zur Aufgabe gestellt, eine zentrale W\u00e4rmeversorgung f\u00fcr die Gemeinde St. Peter sowie die Erzeugung von Strom durch Kraft-W\u00e4rme-Kopplung auf der Basis von Biomasse (Holzhackschnitzel \u00fcberwiegend aus den W\u00e4ldern von St. Peter) zu planen, zu projektieren, zu errichten und zu betreiben.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.st-peter-schwarzwald.de\/buergerenergie.html\">https:\/\/www.st-peter-schwarzwald.de\/buergerenergie.html<\/a><\/p>\n<p>Die Initiative &#8222;B\u00fcrger Energie St. Peter&#8220; plant, \u00fcber einen Hackschnitzelkessel und eine Hei\u00dfluftturbine gleichzeitig Strom und W\u00e4rme aus Holz zu erzeugen. Der Brennstoff stammt von Waldbesitzern aus der Region. Damit will die Gemeinde hoch \u00fcber Freiburg 770.000 Liter Heiz\u00f6l j\u00e4hrlich einsparen und 2650 Tonnen Kohlendioxid weniger aussto\u00dfen. &#8222;Anfangs wollten sich nur 80 Familien an das Fernw\u00e4rmenetz anschlie\u00dfen, jetzt sind es schon 150&#8220;, sagte der B\u00fcrgermeister von St. Peter, Rudolf Schuler, bei der \u00dcbergabe des Bewilligungsbescheids durch Pfister.<br \/>\n13.1.2010,\u00a0<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>B\u00fcrger Energie St. Peter eG: 2700 Tonnen CO2 weniger<\/strong><\/p>\n<p>B\u00fcrger sorgen f\u00fcr umweltvertr\u00e4gliche Energieversorgung &#8211; St. Peter ist sechzehntes Bioenergiedorf in Baden-W\u00fcrttemberg \u2013 CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df wird um 2.700 Tonnen verringert<\/p>\n<p>Allabendlich flimmern \u00fcber die TV-Schirme die grausamen Bilder aus dem Golf von Mexico. Brutaler und eindringlicher kann die Abh\u00e4ngigkeit der Menschheit vom Brennstoff \u00d6l als Energiespender nicht demonstriert werden. Und was die Atomkraft als Stromlieferant angeht, haben hoffentlich noch viele Menschen die Bilder von Tschernobyl vor Augen. Angesichts dieser Szenarien ist die Kunde aus St. Peter wohltuend, seinem Ruf als im Januar von der Landesregierung ausgezeichneten Bioenergiedorf mit weiteren Aktivit\u00e4ten noch mehr gerecht zu werden. Bioenergiedorf darf sich eine Gemeinde unter 20.000 Einwohnern nennen, die hundert Prozent des Strombedarfs und mindestens f\u00fcnfzig Prozent der ben\u00f6tigten W\u00e4rme selbst und umweltfreundlich erzeugt. In Sachen Stromversorgung ist St. Peter jetzt schon autark, denn drei Windr\u00e4der liefern bereits sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr \u2013 und ein viertes kommt hinzu. Wasserkraft liefert 400.000 Kilowatt und die montierte Photovoltaik j\u00e4hrlich 900.000 KW. 800 Quadratmeter Solarthermie, zahlreiche St\u00fcckholz\u00f6fen und andere Heizwerke helfen zu eigener Energie. Und jetzt kommt noch ein Fernw\u00e4rmeprojekt hinzu, das f\u00fcr St. Peter ein neues Energiezeitalter einl\u00e4utet. Die \u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c als Tr\u00e4ger der Fernw\u00e4rmeversorgung ist ein weiterer Beweis daf\u00fcr, dass es gut ist, wenn \u201edie richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt zusammen kommen\u201c \u2013 und ein klares Zeichen gegen Reformstau und anf\u00e4ngliche Zur\u00fcckhaltung im politischen Lager setzen. Der Bildhauer und K\u00fcnstler Daniel R\u00f6sch hatte die Idee, den bereits in St. Peter bew\u00e4hrten alternativen Energieerzeugungen mit Wind und Sonne eine weitere hinzuzuf\u00fcgen. 2007 sprach er Menschen in St. Peter an, die \u201ealle irgendwie mit Energie zu tun hatten\u201c, um mit ihnen \u00fcber eine alternative und von \u00d6l und Gas unabh\u00e4ngige W\u00e4rmeversorgung zu diskutieren. Die Idee einer Fernw\u00e4rmeversorgung auf der Grundlage einer Hackschnitzelheizungsanlage war bald geboren. Mit der \u201ePlanerwerkstatt H\u00f6lken + Berghof\u201c aus V\u00f6rstetten holten sie sich kompetente Ratgeber und Planer ins Boot. Eine Umfrage bei allen B\u00fcrgern in St. Peter ergab gro\u00dfes Interesse an der Versorgung mit Fernw\u00e4rme und auch alle Gro\u00dfabnehmer wie die Gemeinde mit Schule, Hallenbad, Rathaus und Halle sowie das Erzbisch\u00f6fliche Ordinariat mit Kloster, Kirche und Pfarrhaus sowie zahlreiche Hotels und Restaurants im Ortskern wollten dabei sein. \u00a0<\/p>\n<p>Genossenschaft als Modell von \u201eB\u00fcrger f\u00fcr B\u00fcrger\u201c<br \/>\nUm die notwendigen wirtschaftlichen Grundlagen zu schaffen, entstand die Idee einer Genossenschaft, die nach der Devise \u201eB\u00fcrger f\u00fcr B\u00fcrger\u201c keine Gewinnmaximierung anstrebt, sondern will, dass alle B\u00fcrger in Energiefragen auf Dauer eine gut kalkulierbare Basis f\u00fcr ihre W\u00e4rmeversorgung haben \u2013 und die auch noch umweltfreundlich und CO<sub>2<\/sub>-neutral ist. Allein 160 Privatpersonen traten der Genossenschaft bei \u2013 f\u00fcr 1.500 Euro einmaligem Mitgliedsbeitrag mit der Option eines Fernw\u00e4rmeanschlusses oder f\u00fcr 500 Euro, wenn kein Anschluss z.B. wegen ung\u00fcnstiger Anschlusslage m\u00f6glich. Einige Landwirte nutzten diese M\u00f6glichkeit und sicherten sich so ein \u201eVorverkaufsrecht\u201c f\u00fcr ihr Holz, das als nachwachsender Rohstoff im Hackschnitzelheizwerk ben\u00f6tigt wird. Die Genossenschaft ist der zuk\u00fcnftige Betreiber des Heizwerkes. Ein Vorstand leitet das operative Gesch\u00e4ft, der Baden-W\u00fcrttembergische Genossenschaftsverband erledigt die steuerlichen Dinge und ein Aufsichtsrat kontrolliert den Vorstand. Mitarbeiter der Gemeinde betreuen die Anlage, die via Fernwartung vom B\u00fcro H\u00f6lken + Berghoff beaufsichtigt wird. Das Heizwerk soll in den n\u00e4chsten Wochen beim Bauhof in St. Peter errichtet werden. Derzeit wird in St. Peter kr\u00e4ftig gebuddelt. In vielen Stra\u00dfen sorgen gro\u00dfe isolierte Rohrleitungen, insgesamt 7,5 Kilometer lang, f\u00fcr die W\u00e4rmeversorgung. Die Nutzer m\u00fcssen rund 5.000 Euro f\u00fcr einen Hausanschluss kalkulieren, bekommen aber z.B. f\u00fcr die 2.500 Euro teure \u00dcbergabestation rund 1.800 Euro F\u00f6rderung. \u00dcberhaupt erh\u00e4lt das 5,2 Mio. teure Projekt viele Zusch\u00fcsse und eine g\u00fcnstige Finanzierung \u00fcber die KfW-Kreditf\u00f6rderprogramme. Das Hackschnitzelheizwerk produziert mit modernster Technik W\u00e4rme und Strom. Insgesamt spart St. Peter ab November, dann soll die Anlage in Betrieb gehen, j\u00e4hrlich 800.000 Liter Heiz\u00f6l ein und verringert damit den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df um 2.700 Tonnen im Jahr. Nutznie\u00dfer ist auch die heimische Land- und Forstwirtschaft, die die notwendigen Hackschnitzel liefert. \u201eDas ist Wertsch\u00f6pfung in der Region\u201c, freut sich Daniel R\u00f6sch. Mit ihm als Initiator und Aufsichtsrat geh\u00f6ren Eugen Hog (Schriftf\u00fchrer), Klaus Gremmelspacher, Konrad Schw\u00e4r, Marco Weber, Markus Bohnert (Vorstand), Matth\u00e4us Weber (Aufsichtsrat), Matthias Rohrer, Roman Appenzeller (Vorstand), Werner Rombach und Thorsten Fr\u00e4ssle zu den Gr\u00fcndungsmitgliedern der \u201eB\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c.<\/p>\n<p>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/buergerenergie-stpeter\/stpeter-energie1-100714\/\" rel=\"attachment wp-att-24546\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24546\" title=\"stpeter-energie1-100714\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-energie1-100714-180x120.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-energie1-100714-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-energie1-100714.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/buergerenergie-stpeter\/stpeter-energie100714\/\" rel=\"attachment wp-att-24547\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24547\" title=\"stpeter-energie100714\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-energie100714-180x120.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-energie100714-180x120.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-energie100714.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><br \/>\n(1) 14.7.2013 &#8211; Rohre verlegen\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0(2) Die Energiemacher<\/p>\n<p>(1) In St. Peter werden derzeit die Rohre f\u00fcr die im November in Betrieb gehende Fernw\u00e4rmeheizung gelegt.<br \/>\nFotos: Gerhard L\u00fcck<br \/>\n(2) B\u00fcrger Energie St. Peter eG\u201c: Matthias Rohrer und Daniel R\u00f6sch (oben von links). Roman Appenzeller, Werner Rombach, Klaus Gremmelspacher, Markus Bohnert, Konrad Schw\u00e4r und Maco Weber (von links)<\/p>\n<p>Gerhard L\u00fcck, 15.7.2010, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\/\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Spatenstich f\u00fcr zukunftsweisendes Fernw\u00e4rmeprojekt <\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/buergerenergie-stpeter\/stpeter-spatenstich\/\" rel=\"attachment wp-att-24550\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-24550\" title=\"stpeter-spatenstich\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-spatenstich-180x86.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"86\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-spatenstich-180x86.jpg 180w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/stpeter-spatenstich.jpg 590w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Spatenstich f\u00fcr ein neues Kapitel der Energiewirtschaft in St. Peter (von links): B\u00fcrgermeister Rudolf Schuler, Planer Arnold Berghoff, Landtagsabgeordneter Klaus Sch\u00fcle, Regierungspr\u00e4sident Julian W\u00fcrtenberger und Markus Bohnert, Vorstand der B\u00fcrgerenergiegenossenschaft &#8211; Foto:\u00a0privat<\/em><\/p>\n<p>Das Fernw\u00e4rmeprojekt in St. Peter nimmt Gestalt an. Umleitungen und Absperrungen pr\u00e4gen dieser Tage das sonst so beschauliche Ortsbild von St. Peter. Fernw\u00e4rmeleitungen f\u00fcr 160 Genossenschaftsmitglieder \u2013 darunter die Gemeindeverwaltung mit Schule, Rathaus und Haus der Gemeinschaft und das Erzbisch\u00f6fliche Ordinariat mit dem Klosterareal und der Barockkirche, Pfarrheim und Kindergarten \u2013 werden bis Oktober dieses Jahres in die Strassen eingebaut. Rund 7,5 Kilometer Fernw\u00e4rmerohre und 160 Hausanschl\u00fcsse werden installiert; die Heizzentrale wird mit modernster Holzhackschnitzeltechnik W\u00e4rme und Strom produzieren. Den Spatenstich zur Heizzentrale nutzte die von B\u00fcrgern aus St. Peter gegr\u00fcndete Genossenschaft zum Festakt, bei dem sie Gl\u00fcckw\u00fcnsche von Regierungspr\u00e4sident Julian W\u00fcrtenberger und vom Landtagsabgeordneten Klaus Sch\u00fcle entgegennehmen konnte. Anwesend war auch ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums, B\u00fcrgermeister Rudolf Schuler , einige Vertretern der politischen Parteien und viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus St. Peter und umliegenden Gemeinden.<br \/>\nB\u00fcrgermeister Rudolf Schuler dankte der B\u00fcrgerinitiative, die mittlerweile als eingetragene Genossenschaft firmiert, f\u00fcr ihre Arbeit. Mit diesem Projekt sei man in einem neuen Energiezeitalter angekommen. Man spare 800 000 Liter Heiz\u00f6l ein und verringere dadurch den Co2 \u2013 Aussto\u00df um 2700 Tonnen pro Jahr. Vor allem die unerm\u00fcdlichen Vorst\u00e4nde Markus Bohnert und Roman Appenzeller h\u00e4tten die Arbeit zusammen mit den Gr\u00fcndungsmitgliedern in zweieinhalb Jahren vorangetrieben. Schuler wies darauf hin, dass auch die Gemeindeverwaltung durch ein fr\u00fches &#8222;Ja&#8220; zum Anschluss ihrer Geb\u00e4ude das Projekt berechenbar gemacht habe. Mit dieser Zusage im R\u00fccken konnte auch die Sparkasse dazu bewegt werden die notwendigen Kredite bereitzustellen. Auch der Sparkassenvorsand Brachs war unter den G\u00e4sten. Schuler dankte allen Genossen, die sich f\u00fcr die Sache durch Eintritt in die Genossenschaft stark machten. Er w\u00fcrdigte die vielf\u00e4ltigen positiven Auswirkungen dieses Vorhabens auf die heimische Land- und Forstwirtschaft, welche die Lieferung des Rohstoffs Holz in Form von HolzHackschnitzel \u00fcbernehmen werden, damit die Wertsch\u00f6pfung in der Region bleibe. Auch das Auftragsvolumen von 5,2 Milionen Euro f\u00fcr die Fernw\u00e4rmeleitungen, die Heizzentrale, die Heizkessel und Installationsarbeiten wurden wo m\u00f6glich an heimische Firmen vergeben.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihn sei es eine gro\u00dfartige Sache, dass St. Peter im Januar in der Landeshauptstadt von Wirtschaftsminister Pfister bereits als Bioenergiedorf ausgezeichnet wurde. Der Spatenstich nun sei nun ein Meilenstein hin zu einer unabh\u00e4ngigen und umweltvertr\u00e4glichen Energieversorgung der Gemeinde und ihrer B\u00fcrger.&#8220; In der Rede des Regierungspr\u00e4sidenten wurde dann deutlich, welchen Stellenwert das Thema Energiepolitik f\u00fcr ihn selbst hat. Er wies auf die KFW- Kreditf\u00f6rderprogramme f\u00fcr Privatleute und Kommunen hinwies, welches die Bundesregierung aufgelegt habe, um vor allem das Energiesparen durch D\u00e4mmen von Bauten zu unterst\u00fctzen. W\u00fcr\u00fctenberger betonte die Bedeutung des Projekts f\u00fcr die Land- und Forstwirtschaft, die in der Lage seien, die heimische Bev\u00f6lkerung unabh\u00e4ngig zu machen vom Gas- und \u00d6lhahn ferner L\u00e4nder. Au\u00dferdem k\u00f6nnte das Geld welches sonst in die arabischen Staaten flie\u00dfe, in unserer Region verbleiben. W\u00fcrtenberger bem\u00fchte auch das Bild vom Strom aus der Steckdose. Er sprach sich gegen die Risiken der Atomkraft aus und lobte die Pl\u00e4ne f\u00fcr das neue Windrad in St. Peter, mit dem nochmals 3300 Haushalte mit \u00d6ko-Strom versorgt w\u00fcrden. Gleichwohl verschwieg er sein Unbehagen nicht, welches ihm der Anblick der Berge mit Windr\u00e4dern bereite. Um so erfreulicher sei es, dass das Heizkraftwerk und das geplante Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung diene und das ohne negativen Nebenwirkungen. Au\u00dferdem wies er darauf hin, dass dieses Projekt f\u00fcr St. Peter weit \u00fcber die Grenzen hinaus werbe. An den B\u00fcrgermeister und den Vorstand der B\u00fcrgerenergie-Genossenschaft Markus Bohnert gewandt sagte er: &#8222;Die Gemeinde wird \u00fcberrannt werden von Interessenten, B\u00fcrgerinitiativen und B\u00fcrgern, die sich dieses Projekt ansehen wollen. Bereits f\u00fcr Herbst hat sich eine Delegation aus dem Landtag angek\u00fcndigt. Er bat nachdr\u00fccklich darum, das Wissen um die Projektierung und Durchsetzung weiterzugeben, damit auch er seinem Ziel n\u00e4her komme, bis 2020 100 Bioenergied\u00f6rfer f\u00f6rdern zu k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich dankte er den Gr\u00fcndungsmitgliedern, die dieses heraus ragende Projekt ins Leben gerufen haben. Das B\u00fcrgerengagement sei die einmalige Sache, die man sich in St. Peter &#8222;ins Schaufenster stellen m\u00fcsse&#8220;.<br \/>\nDer Landtagsabgeordnete Sch\u00fcle erinnerte an die Gewerbeschau 2009, als ihm dieses Projekt vorgestellt wurde und er schon damals sp\u00fcrte: &#8220; Das wird was, da haben sich B\u00fcrger gefunden, die f\u00fcr eine Idee eintreten und was bewirken wollen abseits von Partei und Fraktionszw\u00e4ngen.&#8220; Sch\u00fcle rechtfertigte eine Laufzeitverl\u00e4ngerung von AKWs. Er sprach sich f\u00fcr die Kernkraft als Br\u00fcckentechnologie aus und stellte sich hinter das Vorhaben der Landesregierung, die Gewinne einer l\u00e4ngeren Laufzeit abzusch\u00f6pfen und sie direkt den erneuerbaren Energien zugute kommen lassen. Der Vorstand der B\u00fcrgerenergie Markus Bohnert f\u00fchrte dann in seiner Rede aus, wie es zu dieser B\u00fcrgerenergiegenossenschaft kam. Daniel R\u00f6sch rief in Energiefragen kompetente Mitb\u00fcrger auf, sich an einen Tisch zu setzen, um \u00fcber ein Heizkraftwerk nachzudenken. \u00a0<br \/>\n23.6.2010<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>St.Peter erh\u00e4lt F\u00f6rderbescheid als Bioenergiedorf<\/strong><\/p>\n<p>Mit einer landesweiten Werbekampagne f\u00fcr regenerative Energien will die Landesregierung die Umsetzung ihres Energiekonzepts 2020 vorantreiben. Insbesondere bei der Windkraft hinke das Land noch hinterher, sagte Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP). Er \u00fcbergab am Montag einen F\u00f6rderbescheid als Bioenergiedorf an die Gemeinde St. Peter im Schwarzwald.<br \/>\nDie &#8222;B\u00fcrger Energie St. Peter&#8220; plant, \u00fcber einen Hackschnitzelkessel und eine Hei\u00dfluft-Turbine gleichzeitig Strom und W\u00e4rme aus Holz zu erzeugen. Das Holz stammt aus der Region. Pro Jahr sollen dadurch rund 770 000 Liter Heiz\u00f6l gespart und 2650 Tonnen Kohlendioxid weniger ausgesto\u00dfen werden. St. Peter ist in Baden-W\u00fcrttemberg nach Angaben von Pfister die 16. Gemeinde, die sich autark mit Energie aus regenerativen Quellen versorgt, beziehungsweise sich auf den Weg dahin gemacht hat. &#8222;Die Bioenergied\u00f6rfer zeigen beispielhaft, wie sich das von der Landesregierung beschlossene Energiekonzept 2020 von der Theorie in die Praxis umsetzen l\u00e4sst&#8220;, sagte Pfister. Mittelfristig seien 100 Bioenergied\u00f6rfer im Land ein realistisches Ziel. Die Landesregierung f\u00f6rdert Vorhaben, bei denen die W\u00e4rmeversorgung von Gemeinden, St\u00e4dten sowie Orts- und Stadtteilen \u00fcberwiegend durch Bioenergie, auch in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien, gedeckt wird. Die Zusch\u00fcsse betragen bis zu 20 Prozent.<br \/>\n13.1.2010, <a href=\"https:\/\/www.suedkurier.de\/\">www.suedkurier.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Regio &gt;Orte &gt;StPeter\u00a0&gt;Genossenschaften &gt;Buergerenergie-StPeter &nbsp; https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/buerger-energie-st-peter\/\u00a0(13.3.2013) B\u00fcrger Energie St. Peter B\u00fcrger Energie St. Peter eG: 2700 Tonnen CO2 weniger &gt;StPeter-Bioenergiedorf (15.7.2010) Spatenstich f\u00fcr zukunftsweisendes Fernw\u00e4rmeprojekt\u00a0 &gt;StPeter-Bioenergiedorf (23.6.2010) St.Peter erh\u00e4lt F\u00f6rderbescheid als Bioenergiedorf &gt;Stpeter-Bioenergiedorf (13.1.2010) \u00a0\u00a0\u00a0 Buergerenergie-Dreisamtal Energie &nbsp; B\u00fcrger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stpeter\/buergerenergie-stpeter\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":3159,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-24527","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24527\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}