{"id":24334,"date":"2013-03-12T09:45:00","date_gmt":"2013-03-12T08:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=24334"},"modified":"2026-06-20T09:17:15","modified_gmt":"2026-06-20T07:17:15","slug":"innovation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/innovation\/","title":{"rendered":"Innovation"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Bildung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/\">Bildung<\/a> &gt;<a title=\"Universitaet\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen\/universitaet\/\">Universitaet<\/a> &gt;<a title=\"Zukunft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/\">Zukunft<\/a> &gt;<a title=\"Forschung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/\">Forschung<\/a> &gt;Innovation<\/p>\n<div id=\"attachment_20544\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/handel\/weltladen\/salzladen\/seebuck18skifahrer-alpen-pan30107\/\" rel=\"attachment wp-att-20544\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-20544\" class=\"size-full wp-image-20544\" title=\"seebuck18skifahrer-alpen-pan30107\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/seebuck18skifahrer-alpen-pan30107.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"238\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/seebuck18skifahrer-alpen-pan30107.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/seebuck18skifahrer-alpen-pan30107-180x67.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-20544\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Seebuck am Feldberg nach S\u00fcden \u00fcber Nebel zu den Alpen am 7.1.2013<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/bigtech\/spacex\/\">Was der B\u00f6rsengang von SpaceX f\u00fcr Europa und die Welt bedeutet \u2013 Dr. Dr. Rainer Zitelmann im Gespr\u00e4ch<\/a>\u00a0(15.6.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/wettbewerb\/\">Alle reden von Innovation und Technologie, aber keiner will das Neue<\/a> (9.11.2025)<\/li>\n<li>\u00a0K\u00e4psele Innovation Festival am 26.6.2025 Messe Freiburg (15.4.2025)<\/li>\n<li>Wie Innovationen entstehen (29.7.2022)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/agri-pv\/\">Widerst\u00e4nde gegen innovative Agri-PV<\/a>\u00a0(20.7.2022)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"Eigeninitiative\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/integration\/eigeninitiative\/\">Eigeninitiative<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Forschung\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/\">Forschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/hochschulen-freiheit\/\">Hochschulen-Freiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/wissenschaft\/informatik\/kuenstliche-intelligenz\/\">KI<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/globalisierung\/bigtech\/spacex\/\">SpaceX<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/staat\/subventionen\/\">Subventionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/wettbewerb\/\">Wettbewerb<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>K\u00e4psele Innovation Festival am 26.6.2025 Messe Freiburg<\/strong><br \/>\nZum zweiten Mal findet am Donnerstag, 26. Juni, das K\u00e4psele Innovation Festival in der Sick-Arena der Messe <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/freiburg-idee\/\">Freiburg<\/a> statt. Es steht unter dem Motto &#8222;Raus aus der Bubble \u2013 rein in die Zukunft&#8220;. Als gemeinsames Projekt der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe und der Industrie- und Handelskammer S\u00fcdlicher Oberrhein bringt es kreative K\u00f6pfe, ambitionierte Start-ups und etablierte Unternehmen zusammen.<br \/>\nMit vier B\u00fchnen, hochkar\u00e4tigen Rednerinnen und Rednern und einer gro\u00dfen Networking-Area wartet die Veranstaltung auf. Eine Podcast-Box bietet Besucherinnen und Besuchern die M\u00f6glichkeit, hautnah bei Aufnahmen dabei sein zu k\u00f6nnen. Mit rund 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird gerechnet. Damit ist das K\u00e4psele Innovation Festival das gr\u00f6\u00dfte seiner Art in S\u00fcdbaden.<br \/>\nDiskutiert wird unter anderem dar\u00fcber, wie europ\u00e4ische L\u00f6sungen die K\u00fcnstliche Intelligenz voranbringen k\u00f6nnen. Dar\u00fcber sprechen auf vier B\u00fchnen Robin Rombach (Gr\u00fcnder Black Forest Labs), Vanessa Cann (K\u00fcnstliche-Intelligenz-Managerin, Unternehmerin Forbes 30 unter 30) und Jonathan von R\u00fcden (SAP). G\u00fclsah Wilke (Partner &amp; Head of German Office DN Capital, Co-Founder 2Hearts) wird mit migrantischen F\u00fchrungskr\u00e4ften dar\u00fcber diskutieren, welche Chancen Deutschland f\u00fcr Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder, Fachkr\u00e4fte und Innovationen bietet.<\/p>\n<p>Spring in die Zukunft mit uns!<br \/>\nG\u00fclsah Wilke (Partner &amp; Head of German Office DN Capital, Co-Founder 2hearts) vertieft weitere Zukunftsthemen und zeigt auf, welche Chancen Deutschland f\u00fcr Gr\u00fcnder:innen, Fachkr\u00e4fte und Innovationen bietet und welche H\u00fcrden es noch zu \u00fcberwinden gilt.<br \/>\nDr. Lena Marbacher (Freie Journalistin, Autorin, Unternehmerin) diskutiert mit Industrieunternehmern wie Diversit\u00e4t und Machtstrukturen den Erfolg ihrer Unternehmen bestimmen.<br \/>\nTim Schumacher (Gr\u00fcnder und Investor) besch\u00e4ftigt sich mit den Voraussetzungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Start-up-Champions aus Europa.<br \/>\nFrederike Gramm (Autorin) debattiert wie die GenZ das Gesundheitssystem ver\u00e4ndert.<br \/>\nTorsten Schreiber (Unternehmer Africa Greentech, Zebrapreneur) beleuchtet, wie nachhaltige Energieprojekte wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel vorantreiben.<br \/>\nZudem 2 Masterclass Iglu, 15 Erlebnisstationen, 1 Live Podcast Box und gen\u00fcgend Zeit und Raum f\u00fcr vertiefende Gespr\u00e4che, Diskussionen und Networking.<br \/>\nMehr auf: <a href=\"https:\/\/www.innovation-festival.de\">https:\/\/www.innovation-festival.de<\/a>, 13.4.2025<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie Innovationen entstehen<\/strong><br \/>\n<strong>Kritik des \u201eGreat Reset\u201c und anderer technokratischer Gesellschafts-Transformationspl\u00e4ne<\/strong><br \/>\nvon Olivier Kessler<\/p>\n<p>Die Gesellschaft wird von Politanalysten gern in zwei Lager aufgeteilt: die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/demokratie\/konservativismus\/\">Konservativen<\/a> und die Progressiven. Konservative halten den jetzigen oder einen fr\u00fcheren Zustand der Gesellschaft f\u00fcr ideal und wollen diesen zementieren. Innovationen und neue Technologien bedrohen aus dieser Sicht die Tradition, das Althergebrachte, den sozialen Zusammenhalt, weshalb sie sich oft politischer Mittel wie Technologie-Moratorien und anderer Verbote bedienen. Progressive auf der anderen Seite des politischen Spektrums meinen gesehen zu haben, da\u00df in der Zukunft etwas Besseres auf uns wartet. Ihnen kann der Wandel nicht schnell genug gehen, und sie greifen oft zu politischen Mitteln wie Subventionen und F\u00f6rderprogrammen, um die aus ihrer Sicht \u201ewichtigen\u201c Technologien, Produkte oder Dienstleistungen voranzutreiben.<\/p>\n<p>Doch es ist eine Frage, ob jemand den Fortschritt mag oder nicht. Eine andere Frage ist es, ob jemand Fortschritt mit offenem Ende zu akzeptieren bereit ist. Ist man gewillt, jedem einzelnen seine Freiheiten zu lassen, um zu experimentieren, Neues auszuprobieren und nach eigenem Gutd\u00fcnken zu investieren und unternehmerisch t\u00e4tig zu werden \u2013 auch wenn man nicht wei\u00df, was das Endresultat sein wird? Denn nur dies ist die Art von Wandel, die nat\u00fcrlich-evolutiv erw\u00e4chst und eben nicht von oben verordnet wird. Nur ein solcher erm\u00f6glicht den Fortschritt auf \u00fcberraschende Art und Weise \u2013 und es war in erster Linie dieses \u00fcberraschende Element, das dabei geholfen hat, unseren Lebensstandard in den letzten 200 Jahren derart massiv anzuheben.<\/p>\n<p>Viginia Postrel f\u00fchrt uns in ihrem Buch mit dem Titel \u201eThe Future and Its Enemies\u201c vor Augen, da\u00df sowohl die Konservativen, die den Status quo verteidigen, als auch die progressiven Technokraten eine gemeinsame Eigenschaft haben: Sie sind gegen\u00fcber einem Wandel mit offenem Ende feindselig eingestellt. Sie wollen beide keinen Wandel, der aus Millionen von Experimenten, also aus Versuch und Irrtum entsteht, sondern h\u00f6chstens einen, der von politischen Planern herbeigef\u00fchrt und gelenkt wird. Sie beide wollen kontrollieren, was nicht kontrolliert werden kann. F\u00fcr beide Gruppen ist das Ziel der Stillstand: Die eine Gruppe will den Stillstand in der Vergangenheit, die andere den Stillstand in der Zukunft.<br \/>\nDie aus liberaler Sicht entscheidende Unterteilung der Lager verl\u00e4uft also nicht zwischen Konservativen einerseits, die die Vergangenheit mit staatlichem Zwang zementieren wollen, und den technokratischen Progressiven andererseits, die mit staatlichem Zwang die Zukunft gestalten wollen. Vielmehr verl\u00e4uft der Graben zwischen Dynamischen und Statischen.<\/p>\n<p>Suchen wir nach Statik, also einer regulierten, durchkonstruierten Welt? Oder hei\u00dfen wir die Dynamik willkommen, eine Welt also, in der stets Neues geschaffen und entdeckt wird? Sch\u00e4tzen wir Stabilit\u00e4t und Kontrolle? Oder die Evolution und das Lernen? Glauben wir, da\u00df der Fortschritt eine Blaupause braucht, also sozusagen von unfehlbaren und allwissenden Experten erdacht und geplant werden kann? Oder sehen wir ihn als einen dezentralisierten, evolution\u00e4ren Proze\u00df an, der nicht einem \u00fcbergreifenden Plan folgt? Streben wir nach Vorhersagbarkeit? Oder erfreuen wir uns an \u00dcberraschungen?<\/p>\n<p>Das sind die entscheidenden Fragen. <em><strong>Und so gesehen sind sich etatistische Konservative und technokratische Progressive \u00e4hnlicher, als ihnen wahrscheinlich lieb ist<\/strong><\/em>. Denn technokratische Zukunftspl\u00e4ne wie der \u201eGreat Reset\u201c oder der \u201eGreen New Deal\u201c, in denen die Planer heute bereits exakt zu wissen vorgeben, wie die Zukunft aussehen wird und genau festlegen wollen, wie sich die Menschen heute und k\u00fcnftig zu verhalten haben, sind ebenso ein Ausflu\u00df der Ideologie der Statik wie der Wunsch der Konservativen, den Sprung ins Ungewisse mit staatlichen Interventionen zu verhindern.<\/p>\n<p>Die technokratische Herangehensweise bei allen Problemen lautet: Wir finden die beste L\u00f6sung und setzen diese \u00fcberall durch. Das mag verlockend klingen, doch staatliche Gelder f\u00fcr Technologiesubventionen auszugeben oder die B\u00fcrger mit Zwangsma\u00dfnahmen zu einem bestimmten Verhalten zu n\u00f6tigen, beseitigt das Wissen der Vielen, das unter anderem \u00fcber den marktwirtschaftlichen Preismechanismus zum Ausdruck kommt und die vielen individuellen Pl\u00e4ne miteinander abstimmt.<br \/>\nStaatsinterventionen zur Forcierung einer bestimmten Zukunftsvision unterdr\u00fccken die unterschiedlichen Bewertungen und verschiedenen Herangehensweisen, verunm\u00f6glichen die unz\u00e4hligen Probleml\u00f6sungsversuche durch Millionen von Menschen und ersetzen diese dezentralen Prozesse durch die Einsch\u00e4tzung einer kleinen Gruppe von Politikern und Funktion\u00e4ren. Es kommt zu einer gewaltigen Reduktion an Wissen, was das Hauptproblem einer jeden Planwirtschaft ist und tendenziell zu schlechteren Ergebnissen f\u00fchren mu\u00df.<br \/>\nPolitische Entscheidungstr\u00e4ger sind nicht notwendigerweise d\u00fcmmer als die Durchschnittsbev\u00f6lkerung, aber auch nicht gescheiter. Letztlich geht es bei der Frage, wer den Fortschritt vorantreiben soll, auch nicht um den IQ, sondern um das auf viele Personen verteilte Wissen, K\u00f6nnen und Erkennen von Chancen: Je mehr Menschen sich an diesem Proze\u00df beteiligen d\u00fcrfen, desto wahrscheinlicher ist es, da\u00df sich dabei verschiedene L\u00f6sungsans\u00e4tze herauskristallisieren, die sich im Wettbewerb miteinander messen k\u00f6nnen. Dabei setzen sich die besseren L\u00f6sungen durch und die schlechteren werden wieder fallengelassen, weil sie nicht nachgefragt werden und das Kapital in die H\u00e4nde jener wandert, die es besser machen.<\/p>\n<p>Deshalb ist es gef\u00e4hrlich, den enormen dezentralen Wissensfundus der Gesamtbev\u00f6lkerung zu ignorieren und vom Gestaltungsproze\u00df abzukapseln und statt dessen nur auf einige wenige K\u00f6pfe, einen Bruchteil der Bev\u00f6lkerung zu setzen, der notwendigerweise weniger \u201eKnow-how\u201c auf sich vereinen kann als die Gesamtbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>Lebensverbessernde Innovationen, die haupts\u00e4chlich f\u00fcr den Fortschritt in der Geschichte der Menschheit verantwortlich waren, sind nicht das Ergebnis einzelner brillanter Erfinder, wie wir uns das vereinfacht vorstellen, wenn wir die Komplexit\u00e4t der Welt ausklammern. Neue n\u00fctzliche Produkte und Dienstleistungen entstehen meistens nicht aufgrund eines einzelnen revolution\u00e4ren Einfalls eines brillanten Kopfs aus dem Nichts heraus.<\/p>\n<p>Vielmehr sind sie \u2013 das hat auch der Wissenschaftsautor Matt Ridley in seinem Buch \u201eHow Innovation Works\u201c so sch\u00f6n aufgezeigt \u2013 das Resultat offener Prozesse von Versuch und Irrtum, an denen unz\u00e4hlige Menschen auf freien M\u00e4rkten beteiligt sind. Innovationen entst\u00fcnden, so Ridley, \u201ewenn Ideen Sex miteinander haben\u201c. Damit das geschehen kann, mu\u00df die Gesellschaft offen sein und bleiben. Entscheidend ist eine Umgebung der intellektuellen Freiheit, der Meinungs\u00e4u\u00dferungsfreiheit, der Forschungsfreiheit, der wirtschaftlichen Freiheit sowie das Vorhandensein vieler dezentraler Finanzierungsquellen zur Realisierung allerlei unternehmerischer Ideen.<\/p>\n<p>Das ist das pure Gegenteil eines gro\u00dfangelegten technokratischen Masterplans, der mit zentralisierten Finanzierungsquellen in den monopolistischen H\u00e4nden der politischen Kaste durchgeboxt werden soll. Solche Phantastereien sind nicht nur Ausdruck einer gewaltigen \u201eAnma\u00dfung von Wissen\u201c, sondern auch ein sicherer \u201eWeg zur Knechtschaft\u201c, wie es Nobelpreistr\u00e4ger Friedrich August von Hayek genannt hatte.<\/p>\n<p>Technokraten vernachl\u00e4ssigen in der Regel au\u00dferdem str\u00e4flich die Lern- und Anpassungsf\u00e4higkeit der Menschen bei auftretenden Herausforderungen. Viele von ihnen erkennen im potentiell leichten Anstieg der Meeresspiegel \u00fcber die n\u00e4chsten Jahrhunderte hinweg eine gigantische Katastrophe f\u00fcr die Menschheit und wollen unter diesem Vorwand massiv in die Freiheitsrechte der B\u00fcrger eingreifen, um den Klimawandel aufzuhalten (hier soll wieder einmal etwas statisch gemacht werden, was aufgrund der enormen Komplexit\u00e4t vermutlich nie statisch sein kann).<\/p>\n<p>Dabei ignorieren sie, da\u00df Menschen auf praktisch alle Probleme eine Antwort gefunden haben, wenn man sie denn nur machen l\u00e4\u00dft. So lebt bereits heute ein signifikanter Teil der niederl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung unter dem Meeresspiegel oder baut H\u00e4user auf Wasser. Die Menschheit braucht also Wohlstand, um Ideen zu entwickeln und zu realisieren, damit wir mit unseren Problemen fertigwerden. Wohlstand entsteht jedoch in einem Klima der Freiheit und der Marktwirtschaft, nicht in einem paternalistischen Klima der Alles-Regulatoren, die den Teufel an die Wand malen, um ihn mit einer interventionistischen bis totalit\u00e4ren Politik selbst zu verk\u00f6rpern.<\/p>\n<p>Technokratische Progressive sind, so fortschrittlich sie sich auch pr\u00e4sentieren m\u00f6gen, Feinde der offenen Gesellschaft. Sie ma\u00dfen sich an, ganz genau zu wissen, welcher Fortschritt im Interesse der Allgemeinheit sei und welcher nicht, anstatt ebendiese Allgemeinheit selbst dar\u00fcber entscheiden zu lassen, welche Innovationen sie am meisten sch\u00e4tzen und unterst\u00fctzen \u2013 zum Beispiel indem man die B\u00fcrger ihr Geld selbst f\u00fcr freiwillige Kauf- und Investitionsentscheide ausgeben l\u00e4\u00dft, anstatt es via Besteuerung einzutreiben und es dann von wissensanma\u00dfenden Funktion\u00e4ren ausgeben zu lassen.<\/p>\n<p>Technokratische Progressive behaupten also lediglich, im allgemeinen Interesse zu handeln. Doch dies ist bestenfalls eine Wunschvorstellung, wenn nicht sogar Irref\u00fchrung. Oftmals geht es n\u00e4mlich vor allem um die Durchsetzung einer Macht- und Sonderinteressenpolitik, indem man den B\u00fcrgern die Entscheidungsgewalt rauben und diese in die H\u00e4nde einer kleinen Elite legen will. Sie zertr\u00fcmmern damit, ob gewollt oder ungewollt, die S\u00e4ulen des wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Erfolgs und damit auch das Fundament eines echten Fortschritts, der sich im Sinne der Allgemeinheit vollzieht.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung besteht \u2013 das vermag aus liberaler Warte kaum zu \u00fcberraschen \u2013 darin, den Staatsapparat abzubauen und zu reduzieren, damit diese technokratischen Dystopien nicht mit den Zwangsinstrumenten des Gewaltmonopols in die Realit\u00e4t umgesetzt und \u201etop down\u201c verordnet werden k\u00f6nnen. Schaffen wir es, dem Staat den Gro\u00dfteil seiner Mittel wegzunehmen und damit sein Bedrohungspotential zu reduzieren, k\u00f6nnte auch die technokratische Gefahr gebannt werden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 29.7.2022 bitte lesen in der JF 30\/22 , Seite 22<\/p>\n<p><em>Olivier Kessler, Jahrgang 1986, ist \u00d6konom, Publizist und Direktor des Liberalen Instituts in Z\u00fcrich. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher B\u00fccher, zuletzt \u201eVerlockung der Macht. Die Kunst, die offene Gesellschaft zu verteidigen\u201c (2022).\u00a0<\/em><br \/>\n<em><a href=\"https:\/\/www.libinst.ch\">https:\/\/www.libinst.ch<\/a><\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Bildung &gt;Universitaet &gt;Zukunft &gt;Forschung &gt;Innovation Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Was der B\u00f6rsengang von SpaceX f\u00fcr Europa und die Welt bedeutet \u2013 Dr. Dr. Rainer Zitelmann im Gespr\u00e4ch\u00a0(15.6.2026) Alle reden von Innovation und Technologie, aber keiner &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/bildung\/forschung\/innovation\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":7325,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-24334","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24334"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24334\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":150601,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/24334\/revisions\/150601"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/7325"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}