{"id":19539,"date":"2013-01-05T12:17:56","date_gmt":"2013-01-05T11:17:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=19539"},"modified":"2013-01-05T13:51:02","modified_gmt":"2013-01-05T12:51:02","slug":"biokohle","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/biokohle\/","title":{"rendered":"Biokohle"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energie<\/a> &gt;<a title=\"Biomasse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/biomasse\/\">Biomasse<\/a> &gt;Biokohle<\/p>\n<div id=\"attachment_18984\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/kaiserstuhl\/eichelspitzturm9badberg-pan121029\/\" rel=\"attachment wp-att-18984\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18984\" class=\"size-full wp-image-18984\" title=\"eichelspitzturm9badberg-pan121029\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/eichelspitzturm9badberg-pan121029.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"231\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/eichelspitzturm9badberg-pan121029.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/eichelspitzturm9badberg-pan121029-180x65.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18984\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Eichelspitzturm im Kaiserstuhl nach Westen zu Altvogtsburg, badberg und Schelingen (von links) bis hin\u00fcber zu den Vogesen<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Hydrothermale Karbonisierung &#8211; Verfahren zur Herstellung von Biokohle<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hydrothermale Karbonisierung &#8211; Verfahren zur Herstellung von Biokohle<\/strong><\/p>\n<p>Die Natur braucht viele Millionen Jahre, um aus Biomasse Kohle zu machen. Bei der Firma Suncoal nahe Berlin geht es schneller &#8211; eine Art Schnellkochtopf verwandelt\u00a0Pflanzenreste in 3 Stunden in Biokohle. Diese ist im Gegensatz zur Braunkohle CO2-neutral.\u00a0<br \/>\nWie funktioniert diese Karbonisierung? Im ersten Schritt wird das\u00a0Wasser entzogen: Gr\u00e4ser und Laub werden bei rund 200 Grad unter einem Druck von 20 Bar gesetzt, also dem zwanzigfachen Luftdruck auf Meeresh\u00f6he. Dabei wird das im Ausgangsmaterial enthaltene Wasser zu einem gro\u00dfen Teil in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten und abgetrennt. \u00dcbrig bleibt ein schwarzer Brei, der fast den gesamten Kohlenstoff des Ausgangsmaterials enth\u00e4lt.<br \/>\nIm zweiten Schritt\u00a0 wird der\u00a0Brei in einer Presse weiter entw\u00e4ssert und\u00a0mit Hitze getrocknet.<br \/>\nDiese beiden Schritte ben\u00f6tigen\u00a010 &#8211; 15 % des Energiegehalts der Biokohle als Endprodukt. Die Ludwigsfelder Pilotanlage von Suncoal verwertet\u00a0 bis zu 200 kg Gras und Gr\u00fcnschnitt pro Stunde zu 60 bis 70 kg Biokohle-Pillen.<br \/>\nHydrothermaler Karbonisierung , <a href=\"https:\/\/www.suncoal.de\">www.suncoal.de<\/a><\/p>\n<p>Suncoal ist nicht das einzige Unternehmen, das sich auf dieses Verfahren spezialisiert hat. Die Schweizer Firma AVA-CO2 zum Beispiel produziert in Karlsruhe Biokohle. Die hydrothermale Carbonisierung kann verschiedene Arten von nassen biogenen Reststoffen in hochwertige, CO<sub>2<\/sub>-neutrale AVA cleancoal umwandeln.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ava-co2.com\/web\/pages\/de\/home.php\">https:\/\/www.ava-co2.com\/web\/pages\/de\/home.php<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>Eurosolid hat vor wenigen Wochen eine Anlage in Vorpommern in Betrieb genommen. Als Pionier der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) betreibt eurosolid die erste industrielle HTC-Anlage, die pflanzliche Reststoffe effizient und profitabel zu hochwertiger Biokohle oder zu Biochar verarbeitet. Der Prozess bindet Treibhausgase und gew\u00e4hrleistet eine neutrale CO2-Bilanz.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.eurosolid.de\">www.eurosolid.de<\/a><\/p>\n<p>Im Osten der bayerischen Landeshauptstadt betreiben die Forscher der Bundeswehr-Universit\u00e4t M\u00fcnchen zusammen mit der Firma Florafuel eine Pilotanlage, die aus feuchter Biomasse holzartige Pellets oder Briketts herstellt. Dazu werden die Gr\u00fcnabf\u00e4lle gereinigt, zerkleinert, gepresst und getrocknet. Die beim Pressen abgeschiedene Fl\u00fcssigkeit wird aufgefangen und in Biogasanlagen eingesetzt, wo sie den Ertrag erh\u00f6ht.<br \/>\nMit dem florafuel-Verfahren kann nahezu jede Art von feuchter Biomasse zu CO2-neutralen Energietr\u00e4gern bzw. Brennstoffen aufbereitet werden. Geeignet zur Aufbereitung sind unter anderem Gras und Feuchtwiesenschnitt, Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcn, Laub, Silage, Fermentierungsabf\u00e4lle (Nassfermentation).\u00a0<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.florafuel.de\">www.florafuel.de<\/a><\/p>\n<p>Das Potential der Karbonisierungs-Technologie ist gro\u00df. Nach dem staatlichen Johann-Heinrich-von-Th\u00fcnen-Institut lassen sich in Deutschland j\u00e4hrlich fast vier Millionen Tonnen Kohlenstoff aus den organischen Reststoffen gewinnen und zu Biokohle verarbeiten, um Strom f\u00fcr 2,5 Millionen Haushalte zu erzeugen.\u00a0Doch dazu m\u00fcssten die Kosten sinken.\u00a0Je teurer konventionelle Braunkohle wird, desto schneller lohnt sich der Einsatz von Biokohle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><strong>Thorium anstelle \u00d6ko-Bl\u00f6dsinn<\/strong><br \/>\n1 Gramm Uran enth\u00e4lt die Energie von 3000 kg Kohle, zuk\u00fcnftig werden andere Elemente genutzt werden k\u00f6nnen, wie z.B. Thorium, damit hat die Menschheit Energie f\u00fcr Tausende von Jahren. Der \u00d6ko-Bl\u00f6dsinn wird wieder verschwinden und das ist gut so, gut f\u00fcr die Umwelt, gut f\u00fcrs Klima und gut f\u00fcr unseren Wohlstand.<br \/>\n4.1.2013<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div><strong>Biokohle hat nicht das Potenzial<\/strong><br \/>\nEin Schritt in die richtige Richtung, denn als Agrarenergie einer neuen Generation scheint die Umweltsch\u00e4dlichkeit dieser Methode um einiges geringer zu sein als die desastr\u00f6se \u00d6kobilanz aktueller Agrartreibstoffe als Artenvernichter, Welthungertreiber und CO2-Emmitenten. Trotzdem hat dieses Verfahren nicht das Potential zu einem wesentlichen Beitrag zur L\u00f6sung der Weltenergiefrage, denn 2,5-Millionen Haushalte sind 5% und es geht hier nur um Strom. Also k\u00f6nnte diese Technik 1% des Gesamtenergiebedarfs liefern. Dar\u00fcber hinaus d\u00fcrfte die \u00d6kobilanz auch hier nicht gleich null sein, da die Natur auch Humus und Pflanzenabf\u00e4lle ben\u00f6tigt und Humus ebenfalls eine CO2-Senke ist. Es gibt zur Zeit zwei Verfahren, die heute schon hinreichend Potential zur L\u00f6sung des Weltenergieproblems besitzen:<br \/>\n1) Thorium-Fl\u00fcssigsalzreaktoren zur Produktion von Strom und Wasserstoff &#8211; in Kombination mit Wasserstoff-Brennstoffzellenautos (die billigere Variante)<br \/>\n2) Windstrom mit Wasserstoff aus Elektrolyse &#8211; ebenfalls in Kombination mit Wasserstoff-Brennstoffzellenautos (die teurere Variante)<br \/>\n5.1.2013, Schira<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Energie &gt;Biomasse &gt;Biokohle &nbsp; Hydrothermale Karbonisierung &#8211; Verfahren zur Herstellung von Biokohle &nbsp; Hydrothermale Karbonisierung &#8211; Verfahren zur Herstellung von Biokohle Die Natur braucht viele Millionen Jahre, um aus Biomasse Kohle zu machen. 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