{"id":18192,"date":"2012-12-20T10:51:30","date_gmt":"2012-12-20T09:51:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=18192"},"modified":"2014-08-11T07:33:11","modified_gmt":"2014-08-11T05:33:11","slug":"doping","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/doping\/","title":{"rendered":"Doping"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Sport\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/\">Sport<\/a> &gt;<a title=\"Sportlern\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/\">Sportlern<\/a> &gt;Doping<\/p>\n<div id=\"attachment_18149\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/tourismus\/tourismus-dreisamtal\/steig5wagensteigtal-pan121121-2\/\" rel=\"attachment wp-att-18149\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18149\" class=\"size-full wp-image-18149\" title=\"steig5wagensteigtal-pan121121\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steig5wagensteigtal-pan121121.jpg\" width=\"638\" height=\"287\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steig5wagensteigtal-pan121121.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/steig5wagensteigtal-pan121121-180x80.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-18149\" class=\"wp-caption-text\">Blick nach S\u00fcdwesten \u00fcbers Wagensteigtal und Dreisamtal im Nebel am 21.11.2012<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Ohne Doping geht in Leichtathletik und auch im Fussball nichts (11.8.2014)<\/li>\n<li>Sportmedizin an der Uniklinik Freiburg &#8211; Hochburg des Doping (5.8.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/doping-verarschungs-hinunher\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/doping-verarschungs-hinunher\/<\/a>\u00a0(7.8.2013)<\/li>\n<li>Mentales Doping und k\u00f6rperliches Training (29.6.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/hirndoping-cognitive-enhancer\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/hirndoping-cognitive-enhancer\/<\/a>\u00a0(4.2.2013)<\/li>\n<li>Vor solchen \u00c4rzten geh\u00f6ren wir dauerhaft gesch\u00fctzt (20.12.2012)<\/li>\n<li><span>Leistungssport ja, Doping nein \u2013 die Pl\u00e4ne der Freiburger Sportmedizin &gt;Doping (1.2.2012)<\/span><\/li>\n<li>Kein gutes Schweigen: Brisante Tagung \u00fcber dopende Sport\u00e4rzte in Freiburg &gt;Doping (14.9)<\/li>\n<li>Werner Franke zur Freiburger Sportmedizin: Organisierte Kriminalit\u00e4t &gt;Doping (16.10.2010)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/thurnerspur.htm#NADA-Expertin Ulrike Spitz: Doping-Sumpf austrocknen\">NADA-Expertin Ulrike Spitz: Doping-Sumpf austrocknen <\/a>&gt;Thurnerspur (14.11.2009)<\/li>\n<li>Erl\u00f6st &#8211; Peking 2008 &gt;Doping (28.8.2008)<\/li>\n<li>In Peking erwischt man nur ein paar Dumme &gt;Doping (9.8.2008)<\/li>\n<li>Alle Beteiligten verdienen hieran hervorragend\u00a0 (8.6.2007)<\/li>\n<li>\u00c4rzte wirkten widerwillig mit (1.6.2007)<\/li>\n<li>Ist nicht die ganze verlogene Gesellschaft schuldig? (1.6.2007)<\/li>\n<li>Uni und Doping: Wahrlich exzellent\u00a0 (29.5.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/biken3.htm#Eucor-Radtour in FR - Studierende aus f\u00fcnf oberrheinischen Uni-St\u00e4dten\">Eucor-Radtour in FR &#8211; Studierende aus f\u00fcnf oberrheinischen Uni-St\u00e4dten<\/a> &gt;Biken3 (29.5.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/proschwarzwaldbauern2.htm#Doping der Wachstumslandwirtschaft\">Doping der Wachstumslandwirtschaft<\/a>\u00a0 &gt;ProSchwazwaldbauern2 (28.5.2007)<\/li>\n<li>Doping und Sch\u00f6nheitschirurgie: Die k\u00fcnstlich aufgewertete Ware Mensch (26.5.2007)<\/li>\n<li>Erkl\u00e4rungen der Sport\u00e4rzte Andreas Schmid und Lothar Heinrich\u00a0 (25.5.2007)<\/li>\n<li>Eine Spritze f\u00fcr alle F\u00e4lle (25.5.2007)<\/li>\n<li>Radsport und Doping in Freiburg (25.5.2007)<\/li>\n<\/ul>\n<p><span>\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Ohne Doping geht in Leichtathletik und auch im Fussball nichts<\/strong><br \/>\nNehmen wir aktuell die Fu\u00dfball-WM in Brasilien und Fu\u00dfball als moderne globale Ersatzreligion. Wo so viel Kohle im Spiel ist, wie soll sich da das Doping-Problem l\u00f6sen? Der globale Sport funktioniert wie ein Megakonzern mit 700 Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Das ist ein ziemlicher Batzen Geld. &#8230;. Was sagt das schon? S\u00e4mtliche Kontrollen w\u00e4hrend der WM haben unter der alleinigen Hoheit des Fu\u00dfball-Weltverbands (Fifa) stattgefunden. Das ist so, als wenn sich der Spieler selbst auf die Hand pinkeln w\u00fcrde, um mal ein deutlicheres Bild zu bem\u00fchen. Wer die Spiele angeschaut hat, dem war klar, dass wir in einem v\u00f6llig neuen Spiel sind, was Aggressivit\u00e4t, Physis der Spieler und Schnelligkeit angeht. Und diese neue Performance kommt nun mal nicht von ungef\u00e4hr. Den Fans ist das egal, aber ohne Chemie ist das schlichtweg nicht drin.&#8220;<br \/>\n11.8.2014, Ines Geipel<\/p>\n<p><em>Ines Geipel wurde am 7. Juli 1960 in Dresden geboren. Zwischen 1979 und 1985 war sie sechs Jahre lang als Leichtathletin aktiv und eine der besten 100-Meter-Sprinterinnen der DDR. 1985 wurde sie aus politischen Gr\u00fcnden vom Sport ausgeschlossen. 1989 floh sie \u00fcber Ungarn in die Bundesrepublik und studierte Philosophie und Soziologie in Darmstadt. 2000 war sie Nebenkl\u00e4gerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Heute ist sie Professorin f\u00fcr Verssprache an der Berliner Hochschule f\u00fcr Schauspielkunst Ernst Busch und Vorsitzende der Doping-Opfer-Hilfe.<br \/>\nDoping-Opfer-Hilfe e.V.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.no-doping.org\/\">https:\/\/www.no-doping.org\/<\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/leichtathletik-2\/doping-gegnerin-die-leichtathletik-hat-ein-echtes-problem--88573264.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/leichtathletik-2\/doping-gegnerin-die-leichtathletik-hat-ein-echtes-problem&#8211;88573264.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sportmedizin an der Uniklinik Freiburg &#8211; Hochburg des Doping<\/strong><\/p>\n<p><strong>Doping-Kommission: Paoli f\u00fchlt sich von Uni-Rektor Schiewer br\u00fcskiert<\/strong><br \/>\nVerh\u00e4rtete Fronten zwischen der Uni Freiburg und ihrer Kommission zur Geschichte der Sportmedizin: Vorsitzende Paoli sieht sich durch Rektor Schiewer br\u00fcskiert \u2013 und wirft der Uni schwere Vers\u00e4umnisse vor&#8230;.<br \/>\nAlles vom 19.8.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/doping-kommission-paoli-fuehlt-sich-von-uni-rektor-schiewer-brueskiert\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/doping-kommission-paoli-fuehlt-sich-von-uni-rektor-schiewer-brueskiert<\/a><\/p>\n<p><strong>Nicht in alten Kamellen rumr\u00fchren, sondern das heutige Doping packen<\/strong><br \/>\nEs \u00e4rgert mich jeden Tag, wenn ich das lese wird mir \u00fcbel. Warum kann man nicht \u00fcbergehen zur aktuellen Dopinggeschichte. Anstatt da an zu packen, wo heute noch gedopt wird, werden immer noch die alten Kamellen, die nicht l\u00f6sbar sind rumger\u00fchrt. Es \u00e4ndert doch nichts, so lange die Sportkommisare keine Einsicht haben und nur Geld- und Machtaugen haben. Diese habgierigen K\u00f6pfe m\u00fcssen zuerst weg.<br \/>\n19.8.2013, Ch. Tr\u00f6ndle<br \/>\n<strong><br \/>\nRunter vom Sockel mit den \u00c4rzten als den wei\u00dfen G\u00f6ttern<br \/>\n<\/strong>Jahrzehntelang huldigte man den Freiburger Sportmedizinern. Die Schwarzwaldstadt lag Forschern und \u00c4rzten der angesehenen <a title=\"Uniklinik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/gesund\/uniklinik\/\">Uniklinik<\/a> zu F\u00fc\u00dfen und wies Dopingvorw\u00fcrfe im Zusammenhang mit ihrer Klinik stets vehement zur\u00fcck. Nachdem die Ver\u00f6ffentlichung der Studie der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t jetzt kaum noch Zweifel an einer staatlich gesteuerten Dopingstrategie aufkommen l\u00e4sst, beeilt sich Herr Strepenick in seinem Kommentar, Mediziner und Lehrkr\u00e4fte der Uniklinik Freiburg \u2013 sozusagen im vorauseilenden Gehorsam \u2013 schon einmal aus der Schusslinie zu nehmen. Den Satz &#8222;Die Verantwortlichen in Universit\u00e4t und Klinik hatten nur einen begrenzten Einfluss&#8220; kann man so nicht stehen lassen.<br \/>\nDer Ordinarius einer Uniklinik als unschuldiger Befehlsempf\u00e4nger, der nicht verantwortlich sein soll f\u00fcr sein Tun? Der Mediziner, der linientreu, aber gegen seinen Willen, den Athleten zur H\u00f6chstleistung dopt? Vielmehr war es wohl eher so, dass das Dopingprogramm die Herren mit einem \u00fcppigen Auskommen und hohen Ansehen beschenkt hat. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen auch die politisch Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, aber es ist jetzt auch allerh\u00f6chste Zeit, die wei\u00dfen G\u00f6tter von ihren Sockeln zu holen!<br \/>\n17.8.2013, Christiane Pichler, Lahr<\/p>\n<p><strong>Freiburger Uni forschte mit Hormonen aus Leichen<\/strong><br \/>\nDie Enth\u00fcllungen \u00fcber staatlich finanzierte Dopingforschung an der Uni Freiburg bringen immer mehr Fragw\u00fcrdiges ans Licht. So wurde fr\u00fcher wohl mit Pr\u00e4paraten aus Leichen experimentiert. &#8230;<br \/>\nAlles von Andreas Strepenick\u00a0vom 5.8.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/freiburger-uni-forschte-mit-hormonen-aus-leichen--74135923.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/freiburger-uni-forschte-mit-hormonen-aus-leichen&#8211;74135923.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/doping-in-freiburg-was-wussten-die-chefs-der-sportmedizin--74084103.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/doping-in-freiburg-was-wussten-die-chefs-der-sportmedizin&#8211;74084103.html<\/a><\/p>\n<p><!--?ZE? --><!--?ZE?--><\/p>\n<p><strong>Mentales Doping und k\u00f6rperliches Training<br \/>\n<\/strong><span>Na ja, das Ganze liest sich ein wenig sinnentleert. Da werden zwei Themen, die leider nichts miteinander zu tun haben, gemixt. Mentales Doping hat eben recht wenig mit dem bio &#8211; chemischen Eingriff zur Leistungsteigerung zu tun. Mentales Doping wie religi\u00f6ses, politisches und sportliches Doping f\u00fchren nicht automatisch auf Irrwege, wie der Autor in seinem Text belegt. K\u00f6rperliches Doping f\u00fchrt jedoch in der Regel auf einen falschen Weg. So etwas wie Epo Doping kann sich auch im K\u00f6rper durch einen angeborenen Lungenfehler entwickeln, ich w\u00fcnsche niemandem, so etwas, ob nun angeboren oder k\u00fcnstlich herbeigef\u00fchrt, erleben zu m\u00fcssen.<br \/>\nWie Herr Graff auf die Idee kommt, Doping habe etwas mit der legeren franz\u00f6sischen Lebensweise zu tun oder sei gar der Ausl\u00f6ser hierf\u00fcr oder w\u00e4re f\u00fcr die Kultur und Atmosph\u00e4re in Frankreich verantwortlich mag zwar ein intelektueller Kunstgriff des Autors sein, ist aber f\u00fcr viele Franzosen einfach nur beleidigend.<br \/>\nWenn Herr Graff diese tolle Atmosph\u00e4re braucht, um &#8222;sein Frankreich&#8220; geniessen zu k\u00f6nnen, sollte er es vieleicht in irgendeiner Freiburger\/Pariser Drogenkneipe versuchen. Mit offenen Augen wird er hier seinen fatalen Irrtum erkennen.<br \/>\nSchade, dass hier wieder einmal ein &#8222;heile Welt&#8220; Klischee bem\u00fcht wurde, um eine brisantes Thema zur Bedeutungslosigkeit zu bringen.<br \/>\n29.6.2013, Michael Kirschner<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><span><strong>Doping im Radsport &#8211; ja und?<br \/>\n<\/strong>Warum es Gr\u00fcnde gibt, die Tour de France zu lieben &#8230;..<br \/>\nAlles von Martin Graff vom 29.6.2013 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/unterm-strich-doping-im-radsport-na-und\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/unterm-strich-doping-im-radsport-na-und<\/a><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Vor solchen \u00c4rzten geh\u00f6ren wir dauerhaft gesch\u00fctzt<br \/>\n<\/strong>Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) distanziert sich von den beiden Doping\u00e4rzten Schmid und Heinrich. Aber nur bis 2020! Danach ist sogar wieder eine Nominierung f\u00fcr die deutsche Olympiamannschaft m\u00f6glich. Ein Skandal! \u00dcber Jahre haben diese beiden \u00c4rzte weltweit die \u00d6ffentlichkeit sowie Sportwelt betrogen und belogen. Dem Ansehen der Sportmedizin, die sich insbesondere um Herz-Kreislauf-Medizin und pr\u00e4ventive Medizin verdient gemacht hat und Sportler im Breiten- und im Spitzensport auch sch\u00fctzen will, wurde massiv geschadet. Und sie haben gegen den wichtigsten Grundsatz der \u00e4rztlichen Heilkunst versto\u00dfen: Nihil nocere \u2013 Niemals schaden! Vor jemand, der so etwas getan hat \u2013 dazu als Arzt! \u2013 , geh\u00f6ren wir dauerhaft gesch\u00fctzt.<br \/>\nAuch ein Armstrong wurde lebenslang gesperrt. Warum dann nicht auch diese \u00c4rzte? So jemand darf nie mehr eine Rolle spielen, Einfluss haben im Sport, schon gar nicht bei Kindern und Jugendlichen. Die beiden k\u00f6nnen froh sein, dass ihnen ihre Approbation nicht lebenslang entzogen wurde. Will der DOSB diesen UN-\u00c4rzten etwa jemals wieder unsere Sportler, auch Kinder und Jugendliche anvertrauen?<br \/>\n20,12.2012, Dres. Welf und Heike Dieterich,Rheinfelden<\/p>\n<p>Zu: &#8222;DOSB distanziert sich \u2013 Doping-\u00c4rzte Schmid und Heinrich sind nicht wohlgelitten&#8220;, Georg Gulde, 7.12.2012:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/dosb-distanziert-sich--66612925.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/dosb-distanziert-sich&#8211;66612925.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Leistungssport ja, Doping nein \u2013 die Pl\u00e4ne der Freiburger<\/strong> <span><span><strong>Sportmedizin<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/uniklinik.htm\">Freiburger Uniklinik<\/a> will ihre Sportmedizin neu ausrichten. Ein internes Gutachten weist einen Weg. Vom Leistungssport verabschieden darf sie sich aber nicht.<br \/>\nAlles vom 26.1.2012 von Andreas Strepenik bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/leistungssport-ja-doping-nein-die-plaene-der-freiburger-sportmedizin--55127797.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/leistungssport-ja-doping-nein-die-plaene-der-freiburger-sportmedizin&#8211;55127797.html<\/a><\/p>\n<p><span><span><strong>Da hat jemand die Zeichen der Zeit nicht erkannt<\/strong><br \/>\nDieser Beitrag ist vom Inhalt und von der journalistischen Arbeit hervorragend. Mit Augenma\u00df, aber auch mit kritischer Fragestellung und ohne Anbiederung werden die Problematik und die k\u00fcnftige Rolle der Sportmedizin in Freiburg dargestellt. Die Freiburger Sportmedizin hatte in den vergangenen Jahren einen Ruf, der darauf fu\u00dfte, im Kampf mit den Ostblocksystemen Gegengewichte zu schaffen. Hierbei wirkten die Professoren Keul und Kl\u00fcmper an vorderster Sport- und Dopingfront als &#8222;Wunderdoktoren&#8220;. Heute hat sich diese Rolle nach M\u00fcnchen verlagert. Der Radsport seinerzeit war nur der Versuchsballon f\u00fcr andere Ausdauersportarten. Das braucht Herr Gundolf Fleischer nicht so herunterzuspielen, damit beweist er deutlich, die Zeichen der Zeit nicht zu begreifen. Die Sportmedizin an der Freiburger Universit\u00e4t braucht dringend einen Neuanfang mit neuer F\u00fchrung und wissenschaftlichem Profil f\u00fcr eine Bewegungs- und Gesundheitsmedizin, die in unserer Wohlstandsgesellschaft immer dringlicher wird. Aber es muss auch f\u00fcr den Nachwuchs- und Kaderathleten und auch Profisportler diese Anlaufstelle geben. Die finanzielle F\u00f6rderung, auch durch den Bund, muss gesichert werden. Hier muss der Bund sich fragen lassen, ob er den sauberen Sport will oder Medaillenschmieden, so wie er ja auch die saubere Energie will, obwohl Deutschland von Atomkraftwerken umgeben bleibt. Das ist die Grundfrage. Wenn ein Vorsitzender des Badischen Sportbundes das nicht begreift, ist ein Wechsel sofort f\u00e4llig.<br \/>\n1.2.2012, Wolfgang G\u00f6ttsche, Ballrechten-Dottingen<\/span><\/span><\/p>\n<p><strong>Kaum nachvollziehbar, dass ein Funktion\u00e4r nichts davon gemerkt haben will<br \/>\nI<\/strong>hr Artikel enth\u00e4lt zwei gegens\u00e4tzliche Aussagen zur Bedeutung unserer Stadt bei der Dopingproblematik: Einmal die der Berliner Wissenschaftlergruppe mit der Feststellung, man m\u00fcsse inzwischen mindestens &#8222;von einer Duldung des Anabolika-Dopings im politischen Raum&#8220; ausgehen und zum anderen die des Pr\u00e4sidenten des Badischen Sportbundes, Gundolf Fleischer, es handle sich ausschlie\u00dflich um &#8222;Vergehen einiger weniger \u00c4rzte im Bereich des Profiradsports&#8220;, das &#8222;Werk einiger weniger irregeleiteter, charakterschwacher Individuen&#8220; und &#8222;Einzelt\u00e4ter&#8220;. Wohingegen die erste Aussage richtig sein k\u00f6nnte, folgt die zweite dem bekannten Haltet-den-Dieb-Muster, auf die Ausf\u00fchrenden einzudreschen, um so von den Hinterm\u00e4nnern und Sympathisanten abzulenken. Es ist kaum nachzuvollziehen, dass ein Funktion\u00e4r, der an ma\u00dfgeblicher Stelle, gar eng verflochten mit staatlichen Stellen, den Sport &#8222;organisiert&#8220;, nicht die Spur davon gemerkt haben will, was geschieht, wenn er sein Amt pflichtgem\u00e4\u00df wahrgenommen hat. Bleibt zu hoffen, dass die \u00dcberpr\u00fcfung des in Freiburg seiner Meinung nach nicht vorhandenen &#8222;Dopingsumpfs&#8220; sich nicht nur auf die von Herrn Fleischer erkannten &#8222;Einzelt\u00e4ter&#8220; und wenigen &#8222;irregeleiteten, charakterschwachen Individuen&#8220; auf \u00c4rzteseite beschr\u00e4nkt, sondern auch das politische und Funktion\u00e4rsumfeld mit einbezieht. Nur so kann der Verdacht beseitigt werden, entweder mitgemischt oder weggeschaut zu haben.<br \/>\n1.2.2012, Dr. Christoph Rosset, Freiburg<\/p>\n<p><strong>Kein gutes Schweigen: Brisante Tagung \u00fcber dopende Sport\u00e4rzte in Freiburg<br \/>\n<\/strong><em>Die Freiburger Universit\u00e4t stellt sich auf einer Tagung mutig der Geschichte des Dopings an ihrer Klinik. Erstmals durfte auch Doping-Bek\u00e4mpfer Werner Franke hier sprechen. Auf der Tagung kommt es zum Streit, aber nur ganz kurz.<\/em><br \/>\n&#8230;.<br \/>\nUnd dann sitzen da in der Aula, am letzten Tag des Symposiums, pl\u00f6tzlich nahezu alle Spitzenvertreter des Freiburger Sports. Wiedmann ist gekommen, der Leiter des Olympiast\u00fctzpunkts. Dieter Heinold kam, Verbandsarzt der deutschen Volleyballer und ebenso wie Helmut Schreiber, der Verbandsarzt der deutschen Leichtathleten, Sch\u00fcler und Nachfolger Kl\u00fcmpers in der Mooswald-Traumatologie. Links vom Gang hat Hans-Hermann Dickhuth Platz genommen, Joseph Keuls direkter Nachfolger als Chef der Sportmedizin an der Universit\u00e4t und bis vor wenigen Jahren auch Deutschlands oberster Sportmediziner.<br \/>\n&#8230;..<br \/>\nWiedmann bleibt der einzige Freiburger Redner am Ende zweier fast einst\u00fcndiger Vortr\u00e4ge \u00fcber Keuls und Kl\u00fcmpers be\u00e4ngstigende N\u00e4he zu Doping. Alle anderen Vertreter des Freiburger Sports schweigen zu dem Gesagten. Dickhuth l\u00e4sst die M\u00f6glichkeit verstreichen, sich von den Machenschaften seines Vorg\u00e4ngers und einstigen Lehrvaters Keul einmal eindeutig \u00f6ffentlich zu distanzieren. Auch Heinold und Schreiber lassen die Chance, sich klar von ihrem einstigen Lehrmeister und Dopingfreund Kl\u00fcmper abzugrenzen, ungenutzt. Der Standort schweigt weiter, und es ist kein gutes Schweigen&#8230;.<br \/>\nAlles von Andreas Strepenick vom 14.9.2011 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/brisante-tagung-ueber-dopende-sportaerzte-in-freiburg--49544121.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/brisante-tagung-ueber-dopende-sportaerzte-in-freiburg&#8211;49544121.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Drei Kommentare von Gerhard Treutlein<\/strong><br \/>\nNoch ein Versuch die Kommission in Misskredit zu bringen. Im Gegensatz zur vorherigen Kommission erh\u00e4lt Frau Paoli pers\u00f6nlich \u00fcberhaupt nichts. Die Kommission sucht schon seit Ewigkeit? Die Kommission hat praktisch erst vor einem Jahr zu arbeiten begonnen und in der Zwischenzeit fast 50 Zeitzeugen angeh\u00f6rt (inklusive viele hundert Seiten an Verschriftung usw.). Die Kommissionsmitglieder kommen aus D\u00e4nermark, Belgien, Schweiz und Deutschland, Kommissionstermine f\u00fcr solche Anh\u00f6rungen zu finden, ist schwierig, aussagewillige Zeitzeugen aus Freiburg zu finden noch schwieriger. Aber da k\u00f6nnen die Herren Stocker und Lang ja sicherlich weiterhelfen. &#8222;Hier wird ohne Substanz aufgeblasen und skandalisiert&#8220; &#8211; wer so etwas behauptet, muss Belege bringen!<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Lang, wenn Sie \u00fcber das wissenschaftliche Niveau meines Vortrags nur den Kopf sch\u00fctteln k\u00f6nnen, dann h\u00e4tte ich gerne eine R\u00fcckmeldung, was Sie st\u00f6rt und was ich dabei h\u00e4tte besser machen k\u00f6nnen. Sie sollten folgende Dinge dabei nicht vergessen: Es handelte sich um einen begrenzten Zeitrahmen, einen sehr heterogenen Adressatenkreis. Und massive Aktionen gegen mich waren angek\u00fcndigt, sind aber ausgeblieben &#8211; Angst vor \u00f6ffentlicher Auseinandersetzung???<br \/>\nUnd zu guter Letzt: Meine Aufgabe sehe ich heute nicht mehr in der Besch\u00e4ftigung mit Dopinggeschichte, sondern im Einsatz f\u00fcr Pr\u00e4vention. Das ist die einzige gro\u00dfe Chance, die Entwicklung zu bremsen und junge Menschen &#8211; zumindest manche von ihnen &#8211; vor den Sturz ins Ungl\u00fcck zu sch\u00fctzen. Ich habe mehrere Dopingtote gekannt, das ver\u00e4ndert die Perspektive. Wenn Sie sich die Materialien der Deutschen Sportjugend zur Dopingpr\u00e4vention ansehen, das ist zum gr\u00f6\u00dferen Teil Ergebnis meiner ehrenamtlichen Arbeit. Wer unterst\u00fctzt die Pr\u00e4ventionsaufgabe und -arbeit??? Da k\u00f6nnen einem nur die Tr\u00e4nen kommen. \u00dcbrigens Standardvorwurf seit bald 40 Jahren: Dopinggegner wollten sich nur auf Kosten der Sportler eine goldene Nase verdienen. Wer das behauptet, sollte sich doch bitte mal einer \u00f6ffentlichen Diskussion stellen, aber da sind praktisch alle zu feige dazu.<br \/>\n\u00dcbrigens, das hatte ich vorhin vergessen:<br \/>\n&#8211; In Heidelberg gab es nach Gr\u00fcndung des Olympiast\u00fctzpunkts kein Bundesleistungszentrum mehr; dass das in Freiburg anders war, konnte ich nicht ahnen.<br \/>\n&#8211; Ich habe mich offiziell bei Herrn Wiedmann entschuldigt und dieses Schreiben in Kopie an Herrn Schmidt-Volkmar (LSV-Vorsitzender) und an Herr Weiss (verantwortlich im DOSB-Pr\u00e4sidium f\u00fcr Dopingfragen) geschickt.<br \/>\n&#8211; Und was ist schlimmer, dass ich einen Fehler gemacht habe oder dass Rechnungen \u00fcber Wachstumshormon durch das Bundesleistungszentrum Freiburg-Herzogenhorn unter Verantwortung der Freiburger Gr\u00f6\u00dfen Keul, Kl\u00fcmper, Stober (nach Aussage von Herrn Wiedmann) wahrscheinlich mit \u00f6ffentlichen Gelder bezahlt wurden? Kl\u00fcmper richtet ein Rechnung f\u00fcr an ihn gelieferte Dopingmittel letztlich an sich selbst, das ist doch nett. \u00d6ffentliche Gelder d.h. mit Ihren und meinen Steuermitteln. Und wenn dadurch Sch\u00e4den entstanden sein sollten, zahlen wir Steuerzahler \u00fcber unsere Krankenkassenbeitr\u00e4ge noch einmal. Ist das alles wesentlich weniger aufregenswert als mein Fehler?<br \/>\nDrei Blog-Kommentare vom 15.9.2011 von Gerhard Treutlein<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-family: Arial; font-size: x-small;\">Weder bei den Sportlern noch bei den Medizinern ist eine Einsicht zu sp\u00fcren<br \/>\n<\/span><\/strong>Wenn ich ihre Berichterstattung \u00fcber das Doping in der Freiburger Uniklinik lese, gilt der BZ meine gro\u00dfe Hochachtung. Endlich wurde diesem Thema der Raum einger\u00e4umt, der lange n\u00f6tig war. Entsprechend ist das Fazit, auch wenn der endg\u00fcltige Bericht von Laetizia Paoli noch aussteht. Wie verantwortungsvoll sind die Dres in Freiburg eigentlich mit der Gesundheit der Sportler umgegangen? Haben sie ihren medizinischen Eid vergessen? &#8222;Mens sana in corpore sano&#8220;, frage ich mich, wo da der &#8222;gesunde Geist&#8220; steckte? Wahrscheinlich gerade auf einem Wettkampf, um Medaillen zu &#8222;erschwindeln&#8220;. Weder bei den Medizinern noch bei den Sportlern scheint die Einsicht da zu sein, dass dieses Handeln Betrug ist! Erschreckend, dass die Freiburger Sportmediziner weiterhin schweigen und die Sportler selbst sagen, sie w\u00fcrden auch weiterhin f\u00fcr bessere Leistung dopen, auch wenn sie dadurch mit gesundheitlichen Sch\u00e4den rechnen m\u00fcssten! Da hilft dann ja die solidarische Gemeinschaft der Krankenkassen weiter. Da scheint der &#8222;gesunde Geist&#8220; ja schon massiv gesch\u00e4digt zu sein!<br \/>\nDer Schaden, der dem Ruf der Uni Freiburg durch diese Manipulationen entsteht, ist unvorstellbar. Es bleibt zu hoffen, dass Vereine und Leistungszentren \u00fcberdenken, welche &#8222;politischen Gr\u00f6\u00dfen&#8220; sie an die Spitze ihrer Verb\u00e4nde &#8222;hieven&#8220; und warum. Um sich mit ihnen zu schm\u00fccken? Es gilt dar\u00fcber nachzudenken, dass ein Teil unserer Mitgliedsbeitr\u00e4ge, gleichg\u00fcltig f\u00fcr welchen Sportverein oder -verband, dem Landessportbund und dem Deutschen Sportbund (DSB) zuflie\u00dfen, um dann neu verteilt zu werden! Wohin? Ich m\u00f6chte nicht, dass meine Beitr\u00e4ge in Doping flie\u00dfen!<br \/>\nEs ist zu w\u00fcnschen, dass Prof. Franke und seine Mitstreiter ihren Kampf gegen Doping und die daf\u00fcr Verantwortlichen noch lange nicht aufgeben, und m\u00f6gen die Worte des Rektors der Uni Freiburg Prof. Schiewer Geh\u00f6r finden: Es habe sich ein Abgrund vor ihm aufgetan.<br \/>\nLast, but not least: Allen Sporttreibenden muss bewusst werden, dass k\u00f6rperliche Leistung individuell, begrenzt und ausschlie\u00dflich dem Erhalt der Gesundheit dient! Alles &#8222;Zuviel&#8220; schadet Mit dieser Erkenntnis wird dem Gedanken &#8222;mens sana in corpore sano&#8220; hoffentlich wieder Rechnung getragen werden k\u00f6nnen.<br \/>\n1.10.2011, Ulla Medau, Bad S\u00e4ckingen<\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>Werner Franke zur Freiburger Sportmedizin: Organisierte Kriminalit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>BZ: Ist &#8222;kriminell&#8220; nicht ein zu hartes Wort? In <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/universitaet.htm\">Freiburg<\/a> werden ehemalige und aktuelle Vertreter der universit\u00e4ren Sportmedizin hoch verehrt, in Reihen der Klinik ebenso wie unter zahlreichen Patienten.<br \/>\nFranke: Mit was wir es hier in Freiburg zu tun haben, belegt schon die Besetzung der Gro\u00dfen Kommission. Sie wird geleitet von der belgischen Professorin Letizia Paoli, einer aus Italien stammenden Expertin f\u00fcr organisierte Kriminalit\u00e4t, die \u00fcbrigens fr\u00fcher auch schon sechs Jahre am zust\u00e4ndigen Max-Planck-Institut in Freiburg gearbeitet hat. Paolis Spezialgebiet ist die Mafia. Ihre Stellvertreterin ist Professorin Britta Bannenberg, eine Spezialistin f\u00fcr Kriminologie an der Universit\u00e4t Gie\u00dfen. Ich betone das deshalb so, weil schon durch die Wahl der leitenden Experten deutlich zutage tritt, mit was man es hier zu tun hat. Es geht um organisierte Kriminalit\u00e4t auf einem besonders hohen Niveau.<br \/>\nKomplettes Interview mit Prof Werner Franke vom 16.10.2010 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/es-geht-um-organisierte-kriminalitaet--36634791.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/sportpolitik\/es-geht-um-organisierte-kriminalitaet&#8211;36634791.html<\/a><\/p>\n<p><strong>Erl\u00f6st &#8211; Peking 2008<br \/>\n<\/strong>Millione sin jetze erl\u00f6st. Des mit dere Medaille-Z\u00e4hlerei isch rum! Viili vun denne erhoffte Medaille f\u00fcr unsri ditschi Mannschaft sin jo de Bach nab. D Hoffnungstr\u00e4ger sin nit schnell gnue gfie\u00dfelt, krault, in d Pedale trette, grudert, nit hoch gnue gumpt, hen nit wit gnue gworfe. Fraue-Hockey, Handball, Turne, Tennis, Beach-Ball \u2013 numme Tr\u00e4ne. Uf de andere Sit bruche sich unsri Sportler &#8211; also mini , dini, sini, ihri un so wittersch &#8211; mit ihre Leischtunge in China nit verschteckle. Un die Medaille alli ohni Doping! S isch also au ohni Friiburger Noochhilfe gange. Numme ei Pferd isch so bl\u00f6d gsin un het sich dope lehn!<br \/>\nWas het s nit in de erschte D\u00e4\u00e4g alles ghei\u00dfe, bevor dass die ditsch Mannschaft endlig ihri erscht Medaille iigfahre het: S g\u00e4b kei Pressefreiheit, d Luft w\u00e4r unertr\u00e4glich, s Olympische Komitee sott sch\u00e4rfer gege d Unterdr\u00fcckung vun de Menscherechte proteschtiere! D Er\u00f6ffnungsfeier sei beiidruckend gsin, h\u00e4b aber in de Perfektion doch arg an selli Nazi-Olympiade in Berlin erinnert. Un, ganz klar, alli usser uns hen wie de Deifel gedopt. Jamaika, USA, sonige Leischtunge derfs doch gar nit gen! Schu nooch de erschte &#8211; unerwartete &#8211; Medaille f\u00fcr uns &#8211; also f\u00fcr mich, dich, sie un ihn &#8211; isches liislig wore mit dere Kritik. Un erscht r\u00e4\u00e4cht nooch sellem Pferd, wo sich nit gege s Dope gwehrt het.<\/p>\n<p>Jetze hen mir &#8211; also ich, du, er un sie &#8211; doch noch so viili Goldini kriegt, dasses sogar zum f\u00fcnfte Platz greicht het. Un \u00fcber eimol sin die Spiele gro\u00dfartig organisiert gsin, d Chinese super-gaschtfreundlig, sogar d Luft guet un d Abschlussfeier d bescht, wo je gfiiret wore n isch! Alles L\u00e4schtere, Verd\u00e4chtige un Beschuldige vergesse. Mit de Wirklichkeit un mit de Wohret isches halt so n \u00e4 Sach! Hauptsach mir sin mit im Jubelboot. Un ich bi sicher, d Venzuelaner, d Israelis, d Moldawier un Togolese were \u00fcber ihri einzigi Medaille (Bronze) gnau so gjubelt han oder sogar meh wie d Chinese \u00fcber ihre hundert. Numme sellem Pferd isches Wiehere f\u00fcr immer vergange!<br \/>\nStefan Pflaum, <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/pflaum\/wunderfitz.htm\">Wunderfitz<\/a>, 28.8.2008, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\/\">www.dreisamtaeler.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>In Peking erwischt man nur ein paar Dumme<\/strong><\/p>\n<p>Werner Franke bek\u00e4mpft Doping so vehement wie kein anderer in Deutschland. Genau deshalb geh\u00f6rt er in einigen Kreisen des Sports aber auch zu den Bestgehassten. BZ-Redakteur Andreas Strepenick fragte ihn, wie nun bei Olympia in Peking gedopt wird und welche Methoden der Manipulation gerade besonders beliebt sind. Franke untersucht au\u00dferdem im Auftrag der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t die Geschichte des Dopings in Freiburg<span style=\"font-family: Arial; font-size: x-small;\">.<\/span><\/p>\n<p><strong>BZ:<\/strong> <em>Freuen Sie sich auf Peking?<\/em><br \/>\n<strong>Franke:<\/strong> Freuen? Der von den Medien hochgetrimmte Olympia-Hype geht mir glatt an irgendeinem K\u00f6rperteil vorbei. Ich werde mir \u2014 wenn\u2019s passt \u2014 das eine oder andere anschauen, aber nat\u00fcrlich als kritisch Denkender und Wissender, nicht als olympisch TV-Vernebelter.<br \/>\n<strong>BZ:<\/strong> <em>Was wissen Sie denn?<\/em><br \/>\n<strong>Franke:<\/strong> Ich wei\u00df \u2014 und kann es auch durch Dokumente belegen \u2014 , dass es in den letzten Jahren eine weitere Spirale in der Entwicklung des Dopings und seiner Vertuschung gegeben hat: Hightech-Doping. In der Weltspitze wird inzwischen auf hohem, wissenschaftlich und durch eigene Messungen der T\u00e4ter abgesichertem Niveau gedopt und vertuscht. Wer in Peking an den Start geht, wiederholt doch nicht die Fehler anderer, und er wei\u00df in der Regel, dass er so in seinem olympischen Dopingzustand nicht erwischt werden kann. Wie zum Beispiel schon die f\u00fcnffache Medaillengewinnerin von Sydney 2000, USA-Sprinterin Marion Jones, immer betont hat: Sie ist in 160 Dopingkontrollen nie aufgefallen. Ich hatte die Ergebnisse ihrer bei der riesigen USA-Diagnostik-Firma Quest Diagnostics durchgef\u00fchrten heimlichen Vorkontrollen kurz vor Sydney in H\u00e4nden und habe sie 2004 der &#8222;Frontal 21&#8220; -Redaktion des ZDF \u00fcberlassen, die sie auch w\u00e4hrend der Spiele in Athen gesendet hat. Da sieht man ganz klar: Pr\u00e4zise an die Grenzwerte herangedopt. Sie ist nat\u00fcrlich aber trotzdem gestartet. Und hat weiter gelogen.<br \/>\nBZ: <em>Aber nun sitzt sie im Gef\u00e4ngnis.<\/em><br \/>\nFranke: Aber doch nicht wegen ihres Dopingbetrugs, sondern wegen ihrer L\u00fcgen vor einer &#8222;Grand Jury&#8220; , was in den USA als schweres Vergehen gilt und entsprechend hart bestraft wird.<br \/>\nBZ: <em>Ist Ihr Bild von Olympia nicht doch zu d\u00fcster? Viele freuen sich darauf.<\/em><br \/>\nFranke: Kein Wunder. Das gibt es alle paar Jahre: Mediengef\u00f6rderte Volksverdummung. Seit 1972. Und in Deutschland immer mit besonderer Beteiligung der Sportmedizin der Universit\u00e4t Freiburg im Breisgau: Massenhaftes Doping, weltweite K\u00f6rperverletzung junger Menschen und Beihilfe dazu. Ich zitiere hier den Bundesgerichtshof! Dabei besonders systematisch-verbrecherisch: Staatlich tolerierte und in manchen Staaten sogar staatlich gelenkte Virilisierung von M\u00e4dchen und jungen Frauen.<br \/>\nBZ: Aber zumindest das gab und gibt es in Westdeutschland so gut wie nicht, das war doch DDR-spezifisch.<br \/>\nFranke: Oh je! Sind Sie aber verbildet. Allein in der Leichtathletik zur Erinnerung: Birgit Dressels Doping und Tod, die Taten des Sprinterinnen-Virilisierungs-DLV-Bundestrainers und Rechtsanwalts Jochen Spilker, der Virilisierungswurf trainer Christian Gehrmann. Und als j\u00fcngstes ruchloses Beispiel aus dem Jahre 2004: Der mehrfache Wiederholungst\u00e4ter, 2002 zum &#8222;Trainer des Jahres&#8220; gew\u00e4hlt, Thomas Springstein, der 16-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen das Testosteronester-Pr\u00e4parat Andriol unter dem L\u00fcgen-Label &#8222;Vitamintabletten&#8220; verabreichte. Wie immer gab es daf\u00fcr in unserem scheinheiligen Land nur kleine Geld- und Bew\u00e4hrungsstrafen.<br \/>\nBZ: Dennoch \u2014 heute vor Peking: Hat sich nicht doch etwas wesentlich gebessert? \u00dcbertreiben Sie nicht ein wenig?<br \/>\nFranke: Allein was in den letzten Wochen als kleine Spitze eines gro\u00dfen Eisbergs entdeckt worden ist, beweist es doch: Gerade sind nahezu die gesamte bulgarische und griechische Gewichtheber-Mannschaft mit Anabolika-Doping aufgeflogen, Letztere mit aus China bezogenen Pr\u00e4paraten! Oder auf einen Schlag sieben russische Weltklasse-Leichtathletinnen erwischt worden \u2014 darunter Weltrekordler und Weltmeister.<br \/>\nBZ: Aber das IOC hat betont, dass in Peking noch mehr Kontrollen als in Athen vorgenommen werden sollen, mehr als 4000.<br \/>\nFranke: Wieder so ein Argument f\u00fcr Dumme! Das ist doch in seiner bescheuerten Logik schon vom Ansatz her l\u00e4cherlich: Wenn es keinen validierten Test gibt, eine bestimmte Dopingsubstanz oder -methode nachzuweisen, dann nutzen auch noch so viele Kontrollen nichts. In Peking \u2014 wie in Athen \u2014 kann man vor Ort ja nur ein paar Dumme oder Hasardeure erwischen. Die wesentlichen Dopingmittel werden doch \u2014 versteckt in irgendwelchen Trainingslagern auf einer Karibikinsel oder im Hochland Kasachstans \u2014 Monate vorher angewandt.<br \/>\nBZ: Oder in S\u00fcd- und Ostafrika<br \/>\nFranke: Auch beliebt. Das wird alles lange vorher genommen, in der Hochintensivtrainingsphase der Vorbereitungszeit. Aber da wird ja selten effektiv kontrolliert. Und ein bis zwei &#8222;Missed Tests&#8220; geben h\u00f6chstens Ermahnungen, aber keine Sperre. Die griechischen Sprint-Olympiasieger Kenteris und Thanou lassen hier zum Beispiel gr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nBZ: Thanou war keine Olympiasiegerin.<br \/>\nFranke: Doch, doch. Da Marion Jones ihre Goldmedaille von Sydney zur\u00fcckgegeben hat, geh\u00f6rt sie jetzt ihr. Obwohl man den beiden Griechen sowieso noch eine Sondermedaille f\u00fcr olympisches Mixed-Doppel-Motorrad-Verfolgungsfahren \u00fcberreichen sollte!<br \/>\nBZ: Sie scheinen nicht viel von den derzeitigen Kontrollen in der Trainingszeit zu halten.<br \/>\nFranke: Weil ich wei\u00df, wie sie umgangen und ausgetrickst werden. Auch in Deutschland. Und dann rufen mich sonntags Kontrolleure in Heidelberg an, um sich ihren Frust von der Seele zu reden.<br \/>\nBZ: In China soll das Kontrollieren besonders schwierig sein.<br \/>\nFranke: Klar. Sie brauchen erstens jeweils Visa. Dann k\u00f6nnen Sie kein Chinesisch. Dann sind die Athleten gerade weit weg in einer Provinz. Alles sehr lustig.<br \/>\nBZ: Sie behaupten, es gebe ein Grund- Doping-Prinzip f\u00fcr gro\u00dfe Wettk\u00e4mpfe wie die Olympischen Spiele.<br \/>\nFranke: Aber das kennt man doch: Nach der Hochtrainings-Hochdoping-Phase h\u00e4lt man mit kleinen Dosen nur noch das erreichte Niveau aufrecht. Man bleibt dabei so auch immer unterhalb der bekannten Grenzwerte und der Nachweisgrenze, auch bei EPO.<br \/>\nBZ: Welche verbotenen Substanzen sind derzeit im Spitzensport gebr\u00e4uchlich?<br \/>\nFranke: Die meisten kennt man ja schon, zum Beispiel aus dem Victor-Conte-Arsenal des Balco-Skandals in den USA. Oder von den Ermittlungen der Guardia Civil bei Eufemiano Fuentes und seinen Kollegen in Spanien. Oder von den italienischen Ermittlungen. Aber auch von den Erfahrungen und Aussagen zum Zentral-doping der Freiburger Sportmedizin, sei es das fr\u00fchere System Professor Armin Kl\u00fcmper oder das besonders scheinheilige System Professor Joseph Keul.<br \/>\nBZ: Das Letztere interessiert uns nat\u00fcrlich besonders.<br \/>\nFranke: In j\u00fcngster Zeit hat man hier ja von den Aussagen der Radrennfahrer J\u00f6rg Jaksche und Patrik Sinkewitz vor der Staatsanwaltschaft beziehungsweise dem Bundeskriminalamt sehr pr\u00e4zise Angaben erhalten.<br \/>\nBZ: Was wird gern genommen?<br \/>\nFranke: Da ist zun\u00e4chst das gentechnologische Pr\u00e4parat IGF-1, der &#8222;Insulin\u00e4hnliche Wachstumsfaktor 1&#8220; , Fuentes-Deckname &#8222;Ignacio&#8220; , zusammen mit dem schon l\u00e4nger missbrauchten Wachstumsfaktor HGH \u2014 &#8222;Ni\u00f1o&#8220; im Fuentes-Code. Besonders IGF-1, f\u00fcr das es \u00fcberhaupt keinen zugelassenen Test gibt, ist das ultimative Hormon mit sehr breiter Wirkung in vielen Organen, auch und gerade in der Regeneration zwischen harten Trainingseinheiten. Wird offiziell von der kalifornischen Firma Tercica hergestellt und vertrieben; es gibt nat\u00fcrlich auch einen Schwarzmarkt. Es ist nur in wenigen L\u00e4ndern und nur sehr eingeschr\u00e4nkt f\u00fcr wenige genetisch oder krankheitsbedingte F\u00e4lle von Kindern und Jugendlichen mit Zwergenwuchs zugelassen, wie zum Beispiel solchen F\u00e4llen, in denen sogenannte Autoantik\u00f6rper gegen das k\u00f6rpereigene Wachstumshormon gebildet werden. Zus\u00e4tzlich wird hier noch Insulin und \u2014 manchmal auch \u2014 Schilddr\u00fcsenhormon gegeben, f\u00fcr die es ebenfalls keine zugelassenen Tests in Peking gibt.<\/p>\n<p>BZ: Und das Ausdauer-Dopingmittel Erythropoietin, also EPO?<br \/>\nFranke: Hier gibt es das eigent liche Natur-EPO, dann EPO-Modifikationen, die zum Teil viel l\u00e4nger stabiler und l\u00e4nger wirksam sind, wie das k\u00fcrzlich bei der Tour de France bei drei schlecht beratenen Fahrern nachgewiesene Cera der Firma Roche.<br \/>\nBZ: Aber da EPO-artige Verbindungen die Ausdauerleistung f\u00f6rdern, kommen sie nur f\u00fcr bestimmte Sportarten in Frage.<br \/>\nFranke: Das dachten und denken noch viele. Es ist aber falsch. EPO \u2014 das wei\u00df man seit dem Herbst 2004 genau \u2014 wird auch in sehr vielen anderen Sportarten, vor allem auch in Schnellkraft-Disziplinen wie den Sprints, systematisch genommen. Das kam mit brutaler Klarheit bei der Verhandlung gegen Michelle Collins heraus, der USA-400-Meter-L\u00e4uferin und 200-Meter-Hallen-Weltmeisterin von 2003. Die Dopingkontroll-Experten waren verbl\u00fcfft, als sie feststellen mussten, dass zum Beispiel Sprinter systematisch EPO-artige Substanzen im Training nehmen, um etwa die Sauerstoff-Bindungs-Regenerationszeit zwischen hochintensiven Sprints zu verbessern und so viel gr\u00f6\u00dfere Trainingsvolumina bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Dabei wurde Collins so eingestellt, dass ihr normaler H\u00e4matokrit-Wert von rund 39 bis 40 Prozent auf Werte zwischen 44,0 bis 49,5 angehoben war, also unter dem Grenzwert von 50 blieb, der \u2014 wenn \u00fcberschritten \u2014 dann in der Regel genauere EPO-Nachweise veranlasst. Das steht alles sehr aufschlussreich und detailliert im Sportgerichtsurteil der Usada vom 9. Dezember 2004, seitdem wei\u00df man: Auch Sprinter nehmen EPO \u2014 im Training.<br \/>\nBZ: Auch Eigenblut-Doping scheint immer noch Alltag zu sein.<br \/>\nFranke: Richtig. Im Grunde eine recht alte \u2014 und immer noch nicht nachweisbare \u2014 Methode, die schon in den 1970er Jahren verbreitet war. Der fr\u00fchere Chefarzt der US-Olympia-Mannschaft hat in seinem Buch &#8222;Drugs, Sports and Politics&#8220; erstmals berichtet, wie bei den Olympischen Spielen 1984 einmal fast die gesamte US-Rad-Mannschaft in einem Hotel zur Re-Infusion in den Betten liegend angetroffen worden war. Wie das heutzutage mit 100-prozentiger Sicherheit abl\u00e4uft, hat zum Beispiel Jaksche ausf\u00fchrlich in Ansbach den Ermittlungsorganen berichtet: Der Sportler spendet zun\u00e4chst in der Vorsaison Blut, das k\u00fchl gespeichert wird. In Jaksches Fall entweder bei Dr. Fuentes in Madrid oder bei Dr. Choina in der Helios-Klinik in Bleicherode am Harz, dem deutschen Vertreter des Fuentes-Netzwerks. Da lesen Sie dann, wie der Sportler \u2014 meist mit Bancotel-Vouchers \u2014 in dem ausgemachten Hotel \u2014 dort zum Beispiel das Schlosshotel in Karlsruhe \u2014 ein Zimmer belegt. Dann kommt irgendwann der Dopingarzt, in diesem Fall wieder Dr. Choina, reinfundiert das Blut, gibt eventuell noch ein paar Pr\u00e4parate mit auf den Weg und macht den n\u00e4chsten Treffpunkt aus. Dann verschwindet der Arzt, etwas sp\u00e4ter \u2014 separat \u2014 der frisch gedopte Sportler, der eine \u00fcber die Rezeption oder das Restaurant, der andere direkt \u00fcber die Tiefgarage: Die beiden, Doper und Gedopter, werden so auch nie zusammen gesehen. Ein voll konspiratives System: 007-artig. Lesen Sie Jaksche oder Sinkewitz, sonst glauben Sie es nicht!<br \/>\nBZ: Ein anderer Fuentes-Kunde, der US-Olympiasieger im Stra\u00dfenrennen von Athen 2004, Tyler Hamilton, ist aber schlie\u00dflich doch beim Blutdoping erwischt worden.<br \/>\nFranke: Ja, aber erst sp\u00e4ter. Und bei ihm handelt es sich um blutgruppenvertr\u00e4gliches Fremdblut-Doping. Und daf\u00fcr gab es \u2014 was er nicht wusste \u2014 ein in Australien entwickeltes Nachweisverfahren! Er durfte \u00fcbrigens im Gegensatz zu Marion Jones und den US-amerikanischen Staffel-Sprintern seine Goldmedaille behalten. How do you spell corrupt?<br \/>\nBZ: In Sydney 2000 gewann Jan Ullrich Gold und Andreas Kl\u00f6den Bronze.<br \/>\nFranke: Und wenn Sie den Zwischenbericht der Freiburger Expertenkommission dazu lesen, m\u00fcssen Sie mir erkl\u00e4ren, weshalb deren Medaillen nicht zur\u00fcckgegeben werden.<br \/>\nBZ: Was olympische Medaillen angeht, gewann zum Beispiel der Zeitfahrer Robert Lechner in Seoul 1988 Bronze und hat nun gestanden, dabei auch gedopt worden zu sein.<br \/>\nFranke: Ja, und zwar in diesem Fall von Dr. Georg &#8222;Schorsch&#8220; Huber, Sportmediziner bei Professor Keul. Und Huber gab ihm sogar das Stanozolol-Pr\u00e4parat Stromba, ein bekannt lebertoxisches Steroid, also von einer Pharmaka-Gruppe, von der Keul zuvor immer betont hatte, auch \u00f6ffentlich, gerade diese w\u00fcrde man wegen ihres Schadensrisikos eben nicht geben. Wenn dann schon eher reine Testosteron-Ester. Skrupelloser Doping-Opportunismus also!<br \/>\nBZ: Freiburger \u00c4rzte, auch Huber, haben betont, sie h\u00e4tten Schlimmeres verh\u00fcten wollen. Kann es nicht sinnvoll sein, dass ordentliche \u00c4rzte, erst recht Universit\u00e4ts\u00e4rzte, Doping lenken und beaufsichtigen?<br \/>\nFranke: Sie meinen, damit weniger Nebenwirkungen und Sch\u00e4den entstehen? Kennt man schon von den DDR-Sport\u00e4rzten! Aber es bleibt eine verlogene akademische Begr\u00fcndung f\u00fcr kriminelles Tun.<\/p>\n<p>Werner Franke<br \/>\nGeboren am: 31. Januar 1940 in Paderborn, Molekularbiologe in Heidelberg<br \/>\nProfessor Werner Franke arbeitet am Krebsforschungszentrum in Heidelberg. F\u00fcr seinen Kampf gegen Doping bekam er das Bundesverdienstkreuz. Dieselbe Auszeichnung erhielt allerdings auch Professor Joseph Keul, der langj\u00e4hrige Chef der universit\u00e4ren Sportmedizin in Freiburg. Beide waren bis zu Keuls Tod im Jahr 2000 erbitterte Feinde. Seit 2007 \u2014 nach der Enth\u00fcllung des Dopings beim Team Telekom\/T-Mobile \u2014 soll Franke nun die Geschichte der Freiburger Sportmedizin mit untersuchen. Er geh\u00f6rt einer Kommission der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t an.<br \/>\nAndreas Strepenick, 9.8.2008, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/\">www.badische-zeitung.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Danke f\u00fcr diese mutige journalistische Arbeit<\/strong><br \/>\nDieses BZ-Interview zum Thema Doping und Olympia sollte man als ganze Seite auf Hochglanz kopieren, einrahmen und dem Innenminister, Herrn Bach vom IOC und jeden Sportfunktion\u00e4r schicken, damit sie dies \u00fcber ihren Arbeitsplatz aufh\u00e4ngen. Die Qualit\u00e4t der Nachfragen durch die BZ und die kompromisslosen Antworten von Franke zeigen eindeutig das Problem des Weltsports und die Verlogenheit von Olympia in Peking. Wir Deutschen brechen ein, weil wir sauber getrimmt wurden und das Ausland zieht an uns vor\u00fcber, weil keiner Einhalt gebietet. Man kann bald nicht mehr hinschauen, weil nur noch der Zweifel mitschwingt. Da sitzen Putin und Bush bei der Er\u00f6ffnung in der Ehrenloge, der Reporter s\u00e4uselt was von Frieden w\u00e4hrend der Spiele und beide haben den Krieg in Georgien genehmigt. Wir Deutschen wollen immer bieder erscheinen, spielen die Narren und werden, wenn wir weiter solche Qualit\u00e4ten in Sport und Politik anbieten, bald die westliche Provinz vom Gro\u00dfreich China werden, noch in diesem Jahrhundert. Warum opfert der Kommerz die Werte der westlichen Welt und s\u00e4gt sich selbst f\u00fcr die kommenden Generationen den Ast ab?<br \/>\nDieses Interview zeigt sehr klar, wo die Reise hingeht. Danke an die BZ f\u00fcr diese mutige journalistische Arbeit.<br \/>\nBZ-Leserbrief vom 19.8.2008 von Wolfgang G\u00f6ttsche, Ballrechten-Dottingen<\/p>\n<p><strong>Hochleistungssport ist kein Sport mehr, sondern gedopte Unterhaltung<\/strong><br \/>\n&#8222;N\u00fcchtern betrachtet hat sich, seit vielen Olympiaden, das IOC zu einem florierenden Weltkonzern der Unterhaltung und der Dienstleistung im Werbesektor entwickelt. Das Gleiche gilt f\u00fcr die Tour de France, die Uefa oder die Fifa. Da geht es vorrangig um die Einschaltquoten von Unterhaltungsveranstaltungen, wie in jedem Konzern also um das gro\u00dfe Geld. N\u00fcchtern betrachtet passen das gro\u00dfe Geld und die Ethik und die Moral kaum zusammen. Wenn Siemens, Airbus, Alstom oder VW mit China ins Gesch\u00e4ft einsteigen, ruft niemand zum Boykott auf. Warum werden Stimmen laut, wenn der Konzern IOC in Peking eine lukrative Veranstaltung organisiert? Was unterscheidet das IOC von den anderen in China agierenden Konzernen? Tats\u00e4chlich wenig. N\u00fcchtern betrachtet sind Drogen, also Doping, schon lange im Unterhaltungsgewerbe pr\u00e4sent: Hochleistungsprofis der Branche werden vor und nach ihren stundenlangen Konzerten nicht danach kontrolliert. Dass manche Hochleistungsunterhaltungssportler mit ihrem Umfeld f\u00fcr eine Freigabe der Dopingmittel pl\u00e4dieren, ist logisch. N\u00fcchtern betrachtet hat der heutige Hochleistungsunterhaltungssport nichts mehr zu tun mit dem Sport aus der Sicht eines Barons Pierre de Coubertin oder mit den von Millionen Menschen ausge\u00fcbten sportlichen Aktivit\u00e4ten.&#8220;<br \/>\nBZ-Leserbrief vom 19.8.2008 von Andr\u00e9 Thomas, Gundelfingen<\/p>\n<h3><\/h3>\n<p><strong>Alle Beteiligten verdienen hieran hervorragend<\/strong><\/p>\n<p>Aufkl\u00e4rung w\u00e4re so einfach: Fast alle Substanzen (Medikamente) sind rezept- und verschreibungspflichtig, die Vertiebswege sind kontrollierbar! Bei EPO (gentechnisch hergestellt) werden gesch\u00e4tzt lediglich 20 Prozent klinisch bzw. intensivmedizinisch eingesetzt. Das hei\u00dft im Umkehrschluss: Circa 80 Prozent flie\u00dfen in andere Kan\u00e4le (vermutlich Doping), sodass der Missbrauch weit \u00fcber die Radsportszene hinausreicht. Hinzu kommt, dass der Patentschutz f\u00fcr EPO in K\u00fcrze ausl\u00e4uft. Verschiedene Pharmafirmen haben bereits eine Zulassung f\u00fcr den Vertrieb als Generikum beantragt, zum Beispiel auch die Firma Stada. Nun ist aber gerade dieses Unternehmen ein bedeutender Sponsor des Bunds deutscher Radfahrer. Deren Pr\u00e4sident, Rudolf Scharping, beeilte sich jedoch in vorauseilendem Gehorsam auch f\u00fcr die Zukunft eine Zusammenarbeit(?) mit diesem Unternehmen anzuk\u00fcndigen. Diese Scheinheiligkeit ist nicht mehr zu \u00fcberbieten. Au\u00dferdem ist damit zu rechnen, dass infolge des Vertriebs von EPO als Generikum dieses Pr\u00e4parat erheblich billiger zu haben sein wird. So kann sich ein erweiterter Kreis von Spitzensportlern dieses finanziell leisten! Schlussfolgerung: Da der Spitzensport ein Teil unserer Gesellschaft ist, werden auch in Zukunft Gier, Macht, L\u00fcge, Betrug, Korruption, Bestechung usw. notwendigerweise ein integraler Bestandteil dieses Systems bleiben. Alle Beteiligten verdienen hieran hervorragend, einschlie\u00dflich der Politiker und der Medien. Freuen wir uns doch schon heute auf die Doping-Olympiade 2008 in Peking.<br \/>\nBZ-Leserbrief vom 8.6.2007 von Dr. Manfred Dedem, Freiburg<\/p>\n<p><strong>\u00c4rzte wirkten widerwillig mit<\/strong><br \/>\nDas, was jetzt durch die Dopinggest\u00e4ndnisse bekannt geworden ist, h\u00e4tte die breite Sport\u00f6ffentlichkelt kaum \u00fcberraschen d\u00fcrfen. Funktion\u00e4re, Sponsoren und die Medien mussten von den Zust\u00e4nden im Radsport wissen, zumal viele Fakten selbst im Internet nachzulesen waren. Doping war offensichtlich im Spitzenradsport keine Ausnahme, sondern eher die Normalit\u00e4t. Sponsoren haben sich in den Erfolgen der Radfahrer gesonnt, die Medien erfreuten sich an den hohen Einschaltquoten, die Funktion\u00e4re sahen sich in ihrer Sportpolitik best\u00e4tigt und die Sportler selbst profitierten von hohen Zahlungen. Die Einzigen, die nach meinem Kenntnisstand leer ausgingen, waren die beiden Freiburger Klinik\u00e4rzte, die sich mehr wider- als bereitwillig daf\u00fcr hergaben, am Doping im Radsport mitzuwirken, damit wenigstens eine gewisse \u00e4rztliche Kontrolle zur Risikominderung gew\u00e4hrleistet war. Aber auch ohne die Mithilfe der Freiburger \u00c4rzte w\u00e4re im Team Telekom gedopt worden, weil doch Funktion\u00e4re, Sponsoren und Sportler die Erfolge unbedingt haben wollten. Die Dopingmittel w\u00e4ren, wie wir wissen, auch anderweitig erh\u00e4ltlich gewesen. F\u00fcr ihre Mitwirkung werden die Freiburger Sport\u00e4rzte jetzt regelrecht kriminalisiert, verlieren ihre Position und m\u00f6glicherweise auch ihre Approbation.<br \/>\nAls langj\u00e4hriger ehemaliger Fu\u00dfballprofi des SC Freiburg m\u00f6chte ich feststellen, dass insbesondere Prof. Dr. Andreas Schmid in enger Zusammenarbeit mit der sportmedizinischen Abteilung der Uniklinik Freiburg in vielen Jahren hervorragende Arbeit f\u00fcr die Fu\u00dfballer des SC Freiburg, aber auch f\u00fcr viele andere Sportler, geleistet hat. Doping war im Fu\u00dfball beim SC Freiburg nie ein Thema, es wurde vielmehr vom Trainerstab und der medizinischen Abteilung, einschlie\u00dflich Prof. Dr. Andreas Schmid, strikt abgelehnt. Insofern finde ich es geradezu besch\u00e4mend, wenn Pr\u00e4sident Stocker sich jetzt von Prof. Dr. Andreas Schmid distanziert und auf seine weiteren Dienste f\u00fcr den SC Freiburg verzichtet. Hier h\u00e4tte ich wirklich Solidarit\u00e4t gegen\u00fcber einem Arzt erwartet, der sich gro\u00dfe Verdienste um die medizinischen Belange des Sportclubs erworben hat und der sich in Ausf\u00fchrung dieser T\u00e4tigkeit nichts hat zuschulden kommen lassen. F\u00fcr uns Sportler stand seine Integrit\u00e4t stets au\u00dfer Frage. Um es ganz klar zu sagen: Ich bin grunds\u00e4tzlich gegen Doping im Sport, habe dies als Fu\u00dfballer auch nie getan und h\u00e4tte es auch nicht in einer anderen Sportart in Erw\u00e4gung gezogen. Gleichwohl habe ich ein gewisses Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Radsportler unter den gegebenen Umst\u00e4nden. Anzustreben w\u00e4re im Idealfall selbstverst\u00e4ndlich ein v\u00f6llig dopingfreier Sport. Dazu m\u00fcssten aber alle Beteiligten \u2014 jeweils auf ihrem Gebiet \u2014 beitragen und zwar im Inland und im Ausland. Die Politiker m\u00fcssten entsprechende Gesetze verabschieden, die Sportverb\u00e4nde f\u00fcr noch striktere Kontrollen sorgen, Sponsoren und Medien h\u00e4tten ihre Erwartungshaltung in puncto Sporterfolge und Rekorde auf ein realistisches Ma\u00df zur\u00fcckzuschrauben. Vor allem aber m\u00fcssten die Funktion\u00e4re Sofortma\u00dfnahmen ergreifen, wenn innerhalb kurzer Zeit sprunghafte Leistungssteigerungen von einzelnen Sportlern erzielt werden. Letztendlich wird man Doping weltweit jedoch nur schwer ganz ausrotten k\u00f6nnen.<br \/>\nBZ-Leserbrief vom 1.6.2007 von Andreas Zeyer, Auernheim (Ex-Profi vom SC Freiburg)<\/p>\n<p><strong>Ist nicht die ganze verlogene Gesellschaft schuldig?<\/strong><br \/>\nDas Dopingverbot f\u00fcr Leistungssportler ist deshalb sinnvoll, weil eine Bewegung zu immer effektiver leistungssteigernden Mitteln jeweils h\u00f6here gesundheitliche Gefahren mit sich bringt, die vermieden werden m\u00fcssen. Leistungssteigernde Mittel sind heute f\u00fcr Berufsathleten aber existenziell notwendig, weil sie zum Beispiel ohne exzessives, ebenfalls potenziell gesundheitssch\u00e4dliches Training, oder eine gef\u00e4hrliche Nahrungsmittelzufuhr, wie zum Beispiel eine unphysiologisch hohe Eiwei\u00dfaufnahme, und vieles mehr keine Spitzenleistungen mehr erzielen, Spitzenleistungen, die Millionen von Fernsehzuschauern erwarten, die ihre siegreichen Helden verg\u00f6ttern. Wer will hier entscheiden, was noch erlaubt oder vertr\u00e4glich ist und was nicht? Nat\u00fcrlich m\u00fcssen eindeutig krankmachende Mittel verboten sein. Und diese Verbote m\u00fcssen mit angepassten Rechtsmitteln durchgesetzt werden. Was passiert aber augenblicklich mit uns? Eine einmalig emotional aufgeladene Atmosph\u00e4re, die umgekehrte Seite des Siegestaumels, f\u00fchrt dazu, dass angeblich Schuldige, vor allem auch \u00c4rzte, wie Schwerverbrecher an den Pranger gestellt werden. Wer ist hier \u00fcberhaupt schuldig? Sind dies die Massen, die nur Siege akzeptieren? Sind es die Sportler? Sind es die \u00c4rzte? Ist es nicht die ganze verlogene Gesellschaft? Die Sportmedizin wird nahezu geschlossen, wenn die Sportler nicht mehr betreut werden d\u00fcrfen. Sind hier nicht ma\u00dflose Entscheidungen getroffen worden? Ins Groteske \u00fcbertrieben k\u00f6nnte doch dann auch gefordert werden, dass unser ganzes Universit\u00e4tsklinikum geschlossen wird. Wir brauchen ein Strafma\u00df, das den Verh\u00e4ltnissen und nicht den Emotionen angepasst ist. Es kann nicht darum gehen, unmenschliche Strafen zu verh\u00e4ngen, nur weil zum Beispiel die Universit\u00e4t den Exzellenzstatus ansteuert. Wir brauchen mehr Augenma\u00df und damit mehr Gerechtigkeit \u2014 \u00fcbrigens nicht nur in der Frage des Dopings!<br \/>\nBZ-Leserbrief vom 1.6.2007 von Prof. Dr. med. Ulf Stein, St. Peter<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Uni und Doping: Wahrlich exzellent<\/strong><\/p>\n<p>Das h\u00e4tte sich das Duo J\u00e4ger\/Salomon f\u00fcrs Jubil\u00e4umsjahr bestimmt anders vorgestellt: N\u00e4mlich &#8222;Freiburg in aller Munde&#8220; , und Erfolg bei der lukrativen Exzellenzinitiative der Universit\u00e4t. Gerade ein einziges Mal in den letzten Monaten gab es eine positive Nachricht \u00fcber Freiburg: N\u00e4mlich der einmalig erfolgreiche B\u00fcrgerentscheid gegen den Ausverkauf des st\u00e4dtischen Wohnraumes.<\/p>\n<ul>\n<li>Die angedachte Pr\u00e4mierung als Spitzen-Uni &#8211; daneben.<\/li>\n<li>Dann das unw\u00fcrdige Gezerre innerhalb des Vorstandes des SC Freiburg.<\/li>\n<li>Negative Schlagzeilen machten auch zuvor der Skandal des Pfusch-Mediziners Friedl,<\/li>\n<li>k\u00fcrzlich die bundesweit als Zumutung empfundene Rede des Herrn Oettinger zur Beisetzung des Herrn Filbinger im Freiburger M\u00fcnster.<\/li>\n<li>Und nun die Lawine des jahrelangen Dopings an Freiburger Unikliniken.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um des Olympiast\u00fctzpunktes willen hie\u00df es schon vor Jahren &#8222;Augen zu!&#8220; bei Verdachtsmomenten gegen die Herren Keul und Kl\u00fcmper. Gerade Menschen, die sich jahrzehntelang f\u00fcr die echten Qualit\u00e4ten und den inneren Frieden in Freiburg eingesetzt haben und die f\u00fcr die unsere Stadt auszeichnende Gastfreundlichkeit, Offenheit und historische W\u00fcrde erfolgreich geworben haben, sind tief betroffen \u00fcber diese Entwicklungen. Ob nicht der aktuelle neoliberale Trugschluss, alles w\u00e4re verk\u00e4uflich (Geschichte, soziale Verantwortung, Ethik) und alles w\u00e4re k\u00e4uflich (Gesundheit, Erfolg, Macht, Glanz) mit dazu beitr\u00e4gt? In jedem Fall: Freiburg \u2014 wahrlich &#8222;exzellent&#8220; !<br \/>\nBZ-Leserbief vom 29.5.2007 von Henning Wellbrock, Freiburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Doping und Sch\u00f6nheitschirurgie: Die k\u00fcnstlich aufgewertete Ware Mensch\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Herr Brendler hat hier den Finger in eine Wunde gelegt, und die Parallelen zwischen (illegalem) Doping und (legaler) &#8222;Sch\u00f6nheits&#8220; -Chirurgie unter dem Oberbegriffes des &#8222;Nichtschadens&#8220; als \u00fcbergeordnetem Leitmotiv des \u00e4rztlichen Berufsethos beleuchtet: Der einzige substanzielle Unterschied ist die Frage der Legalit\u00e4t. Beide haben die k\u00fcnstlich aufgewertete Ware Mensch zum Ziel, in beiden F\u00e4llen arbeiten die \u00c4rzte (in der Regel) nicht gegen den erkl\u00e4rten Willen des Patienten\/Kunden, und in beiden F\u00e4llen werden Bed\u00fcrfnisse suggeriert, um mithalten zu k\u00f6nnen. Und in beiden F\u00e4llen wird den Kunden und der Gesellschaft geschadet.<\/p>\n<p>Mit der Erf\u00fcllung dieser W\u00fcnsche wird der Druck auf die anderen erh\u00f6ht, ebenfalls dieser neuen Norm zu entsprechen. Irgendwann wird das k\u00fcnstlich Erzeugte als das Normale betrachtet: Die Erwartungen an die Leistung (Mann) oder das Aussehen (Frau) als Kapital im Kampf um Ansehen und Geld werden immer h\u00f6her geschraubt. Wohin das f\u00fchren kann, ist in einigen asiatischen L\u00e4nder oder S\u00fcdamerika zu sehen, wo systematisch junge M\u00e4dchen durch \u00c4rzte verst\u00fcmmelt werden um einem absurden Sch\u00f6nheitsideal zu entsprechen. Mit dem \u00e4rztliche Berufsethos ist diese Entwicklung l\u00e4ngst nicht mehr vereinbar.<br \/>\nBZ-Leserbrief vom 26.5.2007 von Christine M\u00fcller, Freiburg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erkl\u00e4rungen der Sport\u00e4rzte Andreas Schmid und Lothar Heinrich<\/strong><br \/>\nZuerst dementierten die Freiburger Sport\u00e4rzte Andreas Schmid und Lothar Heinrich die Dopingvorw\u00fcrfe, am Mittwochabend folgte dann das Eingest\u00e4ndnis. Eine Dokumentation der Erkl\u00e4rungen.<\/p>\n<p>10. Mai 2007: &#8222;Ich, Prof. Dr. Andreas Schmid, nehme zu den unerkl\u00e4rlichen Anschuldigungen wie folgt Stellung: Ich weise die gegen mich erhobenen Vorw\u00fcrfe des belgischen Ex-Pflegers entschieden zur\u00fcck, sie entbehren jeder Grundlage. Ich habe niemals Sportlern EPO oder Wachstumshormone verabreicht, solche Medikamente Sportlern oder so genannten Pflegern ausgeh\u00e4ndigt oder zugeschickt (&#8230;).&#8220;<\/p>\n<p>14. Mai 2007: Lothar Heinrich: &#8222;Die im Magazin Der Spiegel gegen mich erhobenen Vorw\u00fcrfe sind f\u00fcr mich nicht nachvollziehbar und entbehren jeglicher Grundlage. Als Arzt ist es meine Aufgabe, die Gesundheit meiner Patienten zu erhalten und Krankheiten zu behandeln. Das k\u00f6nnen bei Sportlern Verletzungen und Infekte sein, aber auch die Durchf\u00fchrung und Analyse von Leistungsdiagnostiken und entsprechender Trainingsberatungen. Im Rahmen des Anti-Dopings kl\u00e4re ich im Rahmen meiner Kenntnisse \u00fcber die gesundheitlichen Risiken durch Doping auf. Die Injektion von EPO als Doping durch mich oder die Weitergabe von EPO an Masseure kam und kommt deshalb f\u00fcr mich nicht in Frage. (&#8230;).&#8220;<\/p>\n<p>23. Mai 2007, 22:06: &#8222;Herr Professor Dr. Andreas Schmid gibt \u00fcber mich (Ferdinand Gillmeister, Anwalt; Anm. d. Red.) als seinen Verteidiger und Vertreter folgende pers\u00f6nliche Erkl\u00e4rung ab: &#8222;(&#8230;) Ich r\u00e4ume ein, seit Mitte der 90er-Jahre das Doping einzelner Radprofis unterst\u00fctzt zu haben. Ich habe den Radsportlern auf Anforderung Dopingsubstanzen, insbesondere EPO, zug\u00e4nglich gemacht. Ich versichere, den Sportlern diese Medikamente niemals injiziert (&#8230;) zu haben. Ich habe niemals einem Sportler ohne dessen Wissen oder gar gegen seinen Willen Dopingsubstanzen verabreicht. Ich versichere ferner, dass ich durch meine Mitwirkung am Doping niemals einen finanziellen oder sonst wirtschaftlichen Vorteil (&#8230;) erstrebt habe. Ich bedauere meine Verfehlungen sehr. Ich h\u00e4tte als Arzt nie so handeln d\u00fcrfen. Ich bedauere auch, dem Ansehen meiner Universit\u00e4t Schaden zugef\u00fcgt zu haben. Weder die Leitung des Klinikums noch der \u00c4rztliche Direktor der Sportmedizin, Professor Dr. Dickhuth, haben von meinen Verfehlungen Kenntnis gehabt oder diese auch nur ahnen k\u00f6nnen. Ich sehe unter den gegebenen Umst\u00e4nden f\u00fcr den Profiradsport die Chance, aus den Fehlern zu lernen und einen Neuanfang zu unternehmen. Ich wei\u00df, dass der Radsport durch Doping seine sportliche Grundlage wie Fairness und Chancengleichheit verliert. Ich habe als Sportmediziner aber auch erfahren, welch ungeheurem Erfolgsdruck die Fahrer ausgesetzt sind. Die in den 90er-Jahren verbreitete Dopingpraxis hat die Bereitschaft der Sportler, selbst zu dopen, erheblich gef\u00f6rdert. Die verbesserten Anti-Doping- und Gesundheitskontrollen sowie die zunehmende Verantwortung aller Beteiligter, auch der Sponsoren, sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Bek\u00e4mpfung des Dopings. Ich unterst\u00fctze deshalb die Arbeit der universit\u00e4ren Kommission zur Aufkl\u00e4rung der Dopingvorw\u00fcrfe. Ich appelliere aber auch an alle Verantwortlichen und Profiradsportler, nach Kr\u00e4ften an der Aufkl\u00e4rungsarbeit mitzuwirken, auch wenn es &#8222;weh tut&#8220; . (&#8230;)&#8220;<\/p>\n<p>23. Mai 2007, 22:17: Lothar Heinrich: &#8222;Mir ist die Erkl\u00e4rung, die Professor Dr. Andreas Schmid (&#8230;) am 23.5. abgegeben hat, (&#8230;) bekannt. Auch ich r\u00e4ume ein, (&#8230;) am Doping von Radsportlern mitgewirkt zu haben. Ich bedauere diese \u00e4rztlichen Verfehlungen und hoffe, dass durch meinen aktiven Beitrag das Doping in der Zukunft wirksam bek\u00e4mpft werden kann.&#8220;<br \/>\n25.5.2007<\/p>\n<p>Priv. Doz. Dr. Andreas Schmid, Freiburg wurde am 09. Juli 2005 zum au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Professor an der Universit\u00e4t Freiburg ernannt. Am 25.5.2007 suspendiert.<br \/>\n<strong>Eine Spritze f\u00fcr alle F\u00e4lle<\/strong><\/p>\n<p>Die medizinische Betreuung der Spitzensportler an der Uniklinik steht seit Jahrzehnten unter Dopingverdacht \/ Privatvertr\u00e4ge mit dem Chefarzt<\/p>\n<p>1991 suchte die Deutsche Telekom einige Sportmediziner. Welche Anforderungen der damalige Konzernchef Ron Sommer und Kommunikationsdirektor J\u00fcrgen Kindervater stellten, ist nicht bekannt. Aber sie hatten beschlossen, ein Radsportteam zu sponsern. Also wandten sie sich gezielt an Professor Joseph Keul, den damaligen Leiter der sportmedizinischen Abteilung an der Freiburger Universit\u00e4tsklinik. &#8222;Keul f\u00fchrte alle Verhandlungen mit Sommer und Kindervater pers\u00f6nlich&#8220; , sagt ein Kenner der Verh\u00e4ltnisse. Keul machte auch die Vertr\u00e4ge. Klar war, dass keine alten, wom\u00f6glich schon mit Dopingpraktiken in Ber\u00fchrung gekommenen Mediziner f\u00fcr die Betreuung in Frage kamen. &#8222;Die \u00c4rzte mussten jung und unbelastet sein&#8220; , sagt der Insider. Sie mussten auch optisch ein Inbegriff sein f\u00fcr den neuen, sauberen Radsport, wie ihn die Telekom nach au\u00dfen hin fortan 16 Jahre lang propagieren sollte.<br \/>\nTelekom w\u00e4hlte die Freiburger Universit\u00e4tsklinik, weil sie als Wiege der Sportmedizin einen gl\u00e4nzenden Ruf genoss. Hier ausgebildete Mediziner gingen in die ganze Welt, besetzen in vielen Orten sportmedizinische Schl\u00fcsselstellungen. Keul, sp\u00e4ter auch Chef des deutschen Sport\u00e4rztebunds, begleitete \u00fcber Jahrzehnte hinweg deutsche Athleten zu Olympischen Spielen. Er genoss Ansehen in den h\u00f6chsten politischen Kreisen. Dopinggegner gehen davon aus, dass in Freiburg mehr angeboten wurde als nur Leistungsdiagnostik und schnelle Hilfe bei gesundheitlichen Beschwerden. &#8222;Freiburg war bekannt daf\u00fcr, das komplette Spektrum anzubieten&#8220; , sagt ein Kenner der Szene. Er meint dabei die Betreuung in allen Fragen des Dopings. Er meint jene Schattenwelt, von deren Existenz Experten wie der Heidelberger Professor Werner Franke seit Jahrzehnten ausgehen. Franke wurde viel angefeindet, verklagt, Sportmediziner und Sportfunktion\u00e4re zogen seine Behauptungen ins L\u00e4cherliche. Franke bleibt aber bis heute dabei: Keuls Abteilung habe ebenso wie die Sporttraumatologische Spezialambulanz im Freiburger Mooswald unter ihrem langj\u00e4hrigen Leiter Professor Armin Kl\u00fcmper &#8222;zweifellos eine zentrale Rolle&#8220; in der Geschichte des Dopings gespielt. Ein ehemaliger Sportreporter aus Ostdeutschland sagt: &#8222;Wenn du damals in der DDR unsere Leute gefragt hast, wer eigentlich im Westen mit Doping zu tun hat, dann fiel h\u00e4ufig zuerst der Name Keul.&#8220; Ein Freiburger Arzt erkl\u00e4rt dagegen, Keul sei noch der Harmlosere der beiden einstigen Koryph\u00e4en gewesen: &#8222;Der Kl\u00fcmper hat es viel schlimmer getrieben als der Keul.&#8220; Aber was genau wurde getrieben? Und wie will man es heute noch beweisen? &#8222;Es wurde sorgf\u00e4ltig darauf geachtet, keine schriftlichen Unterlagen in dieser Angelegenheit zu hinterlassen&#8220; , sagt der Insider. Andreas Schmid und Lothar Heinrich nahmen das Angebot des Teams Telekom an. Sie waren jung, sie waren ehrgeizig. Aussagen in der Enth\u00fcllungsgeschichte des ehemaligen Telekom-Masseurs Jef d\u2019Hont deuten darauf hin, dass sich Schmid anfangs gegen das Doping wehrte. Aber er hat dann doch mitgemacht. Am Mittwochabend legten er und sein Kollege Lothar Heinrich ein Teilgest\u00e4ndnis ab. Zuvor hatten Schmid und Heinrich behauptet, mit Doping nichts zu tun zu haben, hatten also gelogen. Und wer log noch? Professor Joseph Keul starb im Jahr 2000. Er hatte immer wieder erkl\u00e4rt, mit Doping nichts zu tun zu haben. Die erste Enth\u00fcllungsgeschichte vor acht Jahren schmetterte er zusammen mit Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich mit umfangreichen Gegendarstellungsklagen ab. Dem Spiegel brachen die Zeugen weg. Keul trug einen letzten Sieg davon. Es ist heute sehr wahrscheinlich, dass der Professor, nach dem der Konferenzraum im Olympiast\u00fctzpunkt Freiburg-Schwarzwald benannt ist, sehr genau wusste, was Schmid und Heinrich taten. Vielleicht hat er es sogar angeordnet und \u00fcberwacht. &#8222;Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Schmid und Heinrich ein Dopingprogramm in Freiburg entwickelten, ohne dass ihr direkter Vorgesetzter davon wusste&#8220; , sagt der Insider. Professor Matthias Brandis, der Leitende \u00c4rztliche Direktor der Freiburger Universit\u00e4tsklinik, hat gegen\u00fcber der Badischen Zeitung erkl\u00e4rt, Keul habe mit der Telekom seinerzeit einen so genannten Privatvertrag abgeschlossen. Das Geld sei nicht \u00fcber die Universit\u00e4tsverwaltung, sondern direkt \u00fcber Keul geflossen. Rechtlich sei das h\u00f6chst fragw\u00fcrdig, wenn nicht gar unzul\u00e4ssig gewesen, sagt Brandis. Nach Keuls Tod habe daher Interims-Nachfolger Professor Aloys Berg die Vertr\u00e4ge f\u00fcr betreute Sportler und Sportarten umschreiben und auf eine rechtlich einwandfreie Grundlage stellen m\u00fcssen. Dass der Name Keul bis heute kaum eine Rolle spielt in der \u00f6ffentlichen Debatte, verbittert einen der damals Beteiligten: &#8222;Es kann doch nicht sein, dass die beiden kleinen Assistenz\u00e4rzte von damals nun am Pranger stehen, der damalige Chef aber wieder ungeschoren davonkommt.&#8220; Dass \u00fcber Keul kein schlechtes Wort gesagt werden darf, hat aber Gundolf Fleischer (CDU), Wirtschafts-Staatssekret\u00e4r in Stuttgart und Pr\u00e4sident des Badischen Sportbundes, zuletzt am 12. Mai auf der Mitgliederversammlung der Organisation in Hinterzarten \u00f6ffentlich eingefordert. &#8222;Keul ist tot, er kann sich nicht mehr wehren&#8220; , sagte Fleischer. Er zeigte sich entr\u00fcstet \u00fcber Ver\u00f6ffentlichungen, in denen der Name Keul fiel. Von den Delegierten erhielt er daf\u00fcr Beifall. Fleischer sprach von einer &#8222;Medienkampagne&#8220; . Er wolle &#8222;nichts unter den Teppich kehren&#8220; , die Vorw\u00fcrfe gegen Schmid und Heinrich m\u00fcssten sorgf\u00e4ltig aufgekl\u00e4rt werden. Es werde aber &#8222;ein Generalverdacht erhoben, obwohl es sich um ein spezielles Problem handelt&#8220;. Wie speziell das Problem der Sportmedizin in Freiburg ist, sollen nun zwei Kommissionen untersuchen. Eine wird sich mit den Vorw\u00fcrfen gegen Schmid und Heinrich befassen, eine zweite soll die zur\u00fcckliegenden 20 Jahre Sportmedizin aufarbeiten \u2014 auch wenn die ersten Dopingvorw\u00fcrfe gegen Freiburger \u00c4rzte schon vor rund drei Jahrzehnten aufkamen. Uni-Rektor Professor Wolfgang J\u00e4ger k\u00fcndigte die Einrichtung dieser historischen Kommission gestern an. Ein bis zwei Jahre, glaubte Brandis, werde allein die erste Kommission f\u00fcr ihre Arbeit ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Aber im Augenblick wird die Zeit nicht mehr in Jahren, sondern in Tagen, ja Minuten gemessen. Andreas Schmid hatte die Badische Zeitung am 27. M\u00e4rz davor gewarnt, \u00fcber seine eventuelle Verstrickung in eine Dopingaff\u00e4re \u00fcberhaupt nur ein Wort zu berichten. Er weigerte sich, etwas zu den Vorw\u00fcrfen des fr\u00fcheren Team-Masseurs Jef d\u2019Hont zu sagen, er warnte und er drohte. Schmid schrie am Telefon \u2014 und rief f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter noch einmal an, um sich zu entschuldigen. Als am 30. April Der Spiegel seine Enth\u00fcllungsgeschichte herausbrachte, erkl\u00e4rte Schmid schriftlich in knappen Worten, die Beschuldigungen entbehrten jeder Grundlage. Er log. Er log noch einmal am 10. Mai in seiner Erkl\u00e4rung gegen\u00fcber Klinikumsdirektor Brandis. Wie sein Kollege Heinrich hoffte er, das Kartell des Schweigens werde halten. Schmid, 45, wirkte stets wie ein Arzt von h\u00f6chster Integrit\u00e4t. Er ist liebensw\u00fcrdig, angenehm, flei\u00dfig. &#8222;Den konntest du auch nachts um vier noch anrufen. Der hat alles f\u00fcr dich getan&#8220; , sagt ein Langstreckenl\u00e4ufer. Noch am Mittwoch, kurz nach 14 Uhr, erkl\u00e4rte Achim Stocker, der Pr\u00e4sident des Fu\u00dfball-Zweitligisten SC Freiburg: &#8222;Schmid ist ein toller Typ und ein grundanst\u00e4ndiger Mensch.&#8220; Stocker wollte seine Fu\u00dfballer weiterhin von ihm betreuen lassen, obwohl die Universit\u00e4t Schmid wie Heinrich zu diesem Zeitpunkt bereits suspendiert hatte. Stockers Aussage ging nicht mehr in Druck. Denn um 22.06 Uhr schickte Schmids Anwalt eine schriftliche Erkl\u00e4rung an die Redaktion. &#8222;Ich r\u00e4ume ein, seit Mitte der 90er-Jahre das Doping einzelner Radprofis unterst\u00fctzt zu haben.&#8220; Dann wurde viel telefoniert. Schmid korrigierte seine Erkl\u00e4rung. Er bat, das verh\u00e4ngnisvolle Wort &#8222;seit&#8220; durch &#8222;in den&#8220; zu ersetzen. Es war ein Kampf um Minuten, wie der Radsport selbst immer ein Kampf um Minuten war.<\/p>\n<p>Ein junger Arzt aus Freiburg, so erz\u00e4hlen die Kollegen, kehrte von einem Trainingslager des Teams Telekom auf Mallorca angewidert zur\u00fcck. &#8222;Ich will mit Doping nichts zu tun haben&#8220; , habe der Arzt gesagt und die sportmedizinische Abteilung verlassen. Es gab also eine Wahl. Und die Zukunft? Einer, der die Geschichte Keuls und Kl\u00fcmpers kennt wie kaum ein anderer, sagt nur: &#8222;Das Thema Doping l\u00e4sst uns nicht mehr los.&#8220;<\/p>\n<p>Andreas Strepenick , 25.5.2007, <a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/\">www.badische-zeitung.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Radsport und Doping in Freiburg<\/strong><\/p>\n<p>Der Sport steht an einem Wendepunkt. In atemberaubendem Tempo kommen nun Wahrheiten ans Licht. Radrennfahrer gestehen fast schon im Stundenrhythmus, \u00fcber Jahre hinweg get\u00e4uscht und betrogen zu haben. Auch Andreas Schmid und Lothar Heinrich, die beiden Sport\u00e4rzte der Freiburger Universit\u00e4t, versuchten die Flucht in die Wahrheit. Als ihnen klar wurde, dass ihre L\u00fcge nicht l\u00e4nger Bestand haben w\u00fcrde, gaben sie zu, Sportler gedopt zu haben. Sie gaben wahrscheinlich noch nicht alles zu. Wer \u00fcber 15 Jahre hinweg log, muss erst wieder lernen, was die Wahrheit ist.<\/p>\n<p>Schmid und Heinrich sind keine Einzelt\u00e4ter. Sie sind, das kommt nun nach und nach ans Licht, Teil eines Systems, das im Radsport \u2014 und wohl nicht nur dort \u2014 entstehen konnte, weil Fans und Medien nur Sieger lieben und nicht so genau wissen wollten, wie diese Siege entstanden sind. Wir lieben den Sport, wir lieben seine Helden, wir wollten schlechte Nachrichten und schlimme Vermutungen nicht h\u00f6ren. Selbst heute f\u00e4llt es vielen unendlich schwer, in diesen Helden Betr\u00fcger zu sehen. Viele Athleten waren aber genau das. Sie machten mit in verborgenen und wom\u00f6glich in Teilen sogar kriminellen Systemen, die ihre Existenz eben auch der Tatsache verdanken, dass der Staat und die Verb\u00e4nde des Sports lange nicht genau hingeschaut haben. Einige Vertreter aus Politik und Sport haben wom\u00f6glich sogar mehr getan als nur geduldet und geschwiegen. Die Wahrheit \u00fcber das Doping kommt nun langsam ans Licht, aber man hat den Eindruck, noch immer erst sehr wenig von dieser Wahrheit zu sehen.<br \/>\n<em><br \/>\nSchmid und Heinrich haben ihren \u00e4rztlichen Eid gebrochen und gef\u00e4hrliche Medikamente f\u00fcr Nieren- und Krebskranke \u00fcber Jahre hinweg Sportlern verabreicht, nur damit diese ein bisschen schneller und ausdauernder radeln konnten<\/em>. Sie tarnten ihre Arbeit so, dass Kontrollen ins Leere liefen. Was sie taten, ist verachtenswert. Es gibt keine Entschuldigung daf\u00fcr. Ihr pers\u00f6nliches Schicksal ist aber zweitrangig, vergleicht man es mit dem Schaden, den sie ihrer Universit\u00e4t angetan haben. Sie logen und betrogen unter akademischem Schutz. Sie \u2014 und wom\u00f6glich auch einige ihrer Kollegen und sogar Vorgesetzten \u2014 haben die Universit\u00e4tsklinik, eine der besten in Deutschland, in nie gesehener Weise in Verruf gebracht. Eine Institution von herausragender Qualit\u00e4t, von internationalem Ansehen, steckt nun mitten in einem der gr\u00f6\u00dften Dopingskandale der Sportgeschichte. Die Universit\u00e4t reagierte erfreulicherweise mit \u00e4u\u00dferster Sch\u00e4rfe. Sie entlie\u00df die \u00c4rzte und will vielleicht nie wieder Leistungssportler betreuen. Ausgestanden ist die Aff\u00e4re damit aber nicht. Auch nicht f\u00fcr die anderen Einrichtungen des Spitzensports in der Region. Die Sportmedizin der Universit\u00e4tsklinik ist engstens verbunden mit der Sportmedizin der Traumatologie im Mooswald, mit der Sport-Uni und mit dem Olympiast\u00fctzpunkt. St\u00fcrzt eine S\u00e4ule, gef\u00e4hrdet das auch die \u00fcbrigen Bereiche. Aber um einen glaubhaften Neubeginn zu erm\u00f6glichen, muss die Vergangenheit schonungslos aufgearbeitet werden. Wenn die j\u00fcngsten Gest\u00e4ndnisse diesen Prozess erm\u00f6glichen w\u00fcrden, k\u00f6nnte aus dem Tiefpunkt f\u00fcr den Leistungssport in der Region vielleicht doch ein Neubeginn werden.<br \/>\nBZ vom 25.5.2007<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Sport &gt;Sportlern &gt;Doping &nbsp; Ohne Doping geht in Leichtathletik und auch im Fussball nichts (11.8.2014) Sportmedizin an der Uniklinik Freiburg &#8211; Hochburg des Doping (5.8.2013) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/doping-verarschungs-hinunher\/\u00a0(7.8.2013) Mentales Doping und k\u00f6rperliches Training (29.6.2013) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/hirndoping-cognitive-enhancer\/\u00a0(4.2.2013) Vor solchen \u00c4rzten geh\u00f6ren wir dauerhaft &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportlern\/doping\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":293,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-18192","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18192"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18192\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/293"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}