{"id":17942,"date":"2012-12-15T21:26:51","date_gmt":"2012-12-15T20:26:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=17942"},"modified":"2024-07-04T17:45:12","modified_gmt":"2024-07-04T15:45:12","slug":"vogesen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/vogesen\/","title":{"rendered":"Vogesen"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Regio\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/\">Regio<\/a> &gt;<a title=\"Elsass\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/\">Elsass<\/a>\u00a0&gt;Vogesen<\/p>\n<div id=\"attachment_17936\" style=\"width: 611px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/orte\/stmaergen\/schweighoefe\/schweighoefe-pan071219-2\/\" rel=\"attachment wp-att-17936\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-17936\" class=\"size-full wp-image-17936\" title=\"schweighoefe-pan071219\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schweighoefe-pan071219.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schweighoefe-pan071219.jpg 601w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/schweighoefe-pan071219-180x57.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 601px) 100vw, 601px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-17936\" class=\"wp-caption-text\">Tele-Blick vom Brosihof bei St.M\u00e4rgen nach S\u00fcdwesten \u00fcber Schweigh\u00f6fe und Spirzen zu Dreisamtal, Rheintal und Vogesen am 19.12.2007<\/p><\/div>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<ul>\n<li>Besuch der Gedenkfeier auf dem Deutschen Soldatenfriedhof bei Bergheim\/Elsass (13.1.2022)<\/li>\n<li>Mahnmal bei Schirmeck: Erinnerung an die Toten des Zweiten Weltkriegs (10.2.2021)<\/li>\n<li>Weltkriegsdenkmal Hartmannswillerkopf saniert (22.5.2013)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/route-des-cretes.htm#Route des Cretes: Hartmannsweilerkopf - Freundstein - Grand Ballon\">Route des Cretes: Hartmannsweilerkopf &#8211; Freundstein &#8211; Grand Ballon<\/a> &gt;Route-des-Cretes<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/route-des-cretes.htm#Route des Cretes: Grand Ballon - Markstein - Hohneck\">Route des Cretes: Grand Ballon &#8211; Markstein &#8211; Hohneck<\/a> &gt;Route-des-Cretes<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/vogesen#Le Markstein zwischen Grand Ballon und Hohneck\">Le Markstein zwischen Grand Ballon und Hohneck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/vogesen#Kastelberg zwischen Le Markstein und Hohneck\">Kastelberg zwischen Le Markstein und Hohneck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/vogesen#La Bresse - Hohneck: Ski\">La Bresse &#8211; Hohneck: Ski<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/route-des-cretes.htm#Felsenpfad zwischen Col de la Schlucht und Hohneck - 100 Jahre\">Felsenpfad zwischen Col de la Schlucht und Hohneck &#8211; 100 Jahre<\/a> &gt;Route-des-Cretes<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/route-des-cretes.htm#Vom Lac de Kruth-Wildenstein zum Col de la Schlucht\">Vom Lac de Kruth-Wildenstein zum Col de la Schlucht<\/a> &gt;Route-des-Cretes<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/vogesen#Eguisheim zwischen Colmar und Husseren-Les-Chateaux\">Eguisheim zwischen Colmar und Husseren-Les-Chateaux<\/a>&gt;Eguisheim<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/elsass.htm#Blumen \u00fcberall - Des Fleurs partout\">Blumen \u00fcberall &#8211; Des Fleurs partout<\/a> &gt;Elsass<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/colmar.htm\">Colmar, Kaysersberg, Riquewihr<\/a> &gt;Colmar<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/route-des-cretes.htm\">Route des Cretes &#8211; Vogesenkammstrasse<\/a> &gt;Route des Cretes<\/li>\n<\/ul>\n<div id=\"attachment_125129\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/vogesen-elsass-kamille13062024pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-125129\" class=\"size-full wp-image-125129\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/vogesen-elsass-kamille13062024pan.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/vogesen-elsass-kamille13062024pan.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/vogesen-elsass-kamille13062024pan-180x104.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-125129\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom Rheintal bei Colmar \u00fcber bl\u00fchende Kamille zu den Vogesen am 13.6.2024<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Besuch der Gedenkfeier auf dem Deutschen Soldatenfriedhof bei Bergheim\/Elsass<\/strong><br \/>\nSeit vielen Jahren besucht der Schwarzwaldverein Staufen-Bad Krozingen zusammen<br \/>\nmit der Europa Union S\u00fcdlicher Breisgau die Gedenkfeier auf dem deutschen Soldatenriedhof Grasberg<br \/>\nbei Bergheim im Elsass. Dieses<br \/>\nJahr waren wir mit 35 Personen mit<br \/>\nAbstand die gr\u00f6\u00dfte Gruppe. Auf dem<br \/>\nGrasberg liegen 5309 deutsche Soldaten<br \/>\nim Alter von 16 bis 58 Jahren.<br \/>\nDie hier begrabenen Soldaten sind im<br \/>\nDezember 1914 wird im Januar 1945<br \/>\nbei den schweren K\u00e4mpfen um die<br \/>\nTasche von Colmar gefallen.<br \/>\nNach einer zweist\u00fcndigen F\u00fchrung durch Riquewihr fuhren die Teilnehmer<br \/>\nin das mittelalterliche Bergheim,<br \/>\ndas noch komplett von Mauern und<br \/>\nGr\u00e4ben umgeben ist. Im historischen<br \/>\nWeinkeller der alten Landvogtei Cour<br \/>\ndu Bailly gab es wie immer Flammkuchen<br \/>\nsatt.<br \/>\nDie anschlie\u00dfende sehr w\u00fcrdevolle Gedenkfeier auf dem Soldatenfriedhof war gepr\u00e4gt von dem entsetzlichen Krieg in der Ukraine. Angelegt wurde der Friedhof von 1970 bis 1976. B\u00fcrger aus Staufen und Bad Krozingen halfen bei den Arbeiten an der Gestaltung des Friedhofes mit. Die hier begrabenen Soldaten wurden von 225 Orten im Obereisass auf den Soldatenfriedhof Grasberg umgebettet.<br \/>\nFranz-Martin Scballer<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.11.2022 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/schwarzwaldverein-staufen-badkrozingen.de\/termine\/gedenkfeier-auf-dem-deutschen-soldatenfriedhof-bei-bergheim-elsass\/\">https:\/\/schwarzwaldverein-staufen-badkrozingen.de\/termine\/gedenkfeier-auf-dem-deutschen-soldatenfriedhof-bei-bergheim-elsass\/<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/schwarzwaldverein-staufen-badkrozingen.de\/\">https:\/\/schwarzwaldverein-staufen-badkrozingen.de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Mahnmal bei Schirmeck: Erinnerung an die Toten des Zweiten Weltkriegs<\/strong><br \/>\n<strong>Schwieriges Erinnern<\/strong><br \/>\nDie Aufarbeitung des Zweiten Weltkriegs ist noch immer nicht abgeschlossen \u2013 das gilt auch f\u00fcr das Elsass und das benachbarte D\u00e9partement Moselle. Seit 2005 gibt es in Schirmeck in den Vogesen ein Museum, das M\u00e9morial de l\u2019Alsace Moselle, das die wechselvolle Geschichte der Grenzregion und die Zeit der deutschen Annexion der \u00d6ffentlichkeit erkl\u00e4rt. Was noch immer fehlt, ist ein Mahnmal f\u00fcr die Toten des Zweiten Weltkriegs \u2013 und ein Ort des Erinnerns an die 100.000 Els\u00e4sser und 30.000 Mosellaner, die zwangsweise zur deutschen Wehrmacht oder zur Waffen-SS eingezogen wurden.<br \/>\n.<br \/>\n2017 gab es einen ersten Versuch, diese Erinnerungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen. Auf einer Mauer, die unterhalb des M\u00e9morial in Schirmeck vorgesehen war, sollten die Namen von 42.000 Kriegsopfern eingraviert werden. Doch der Plan scheiterte, weil die Namen j\u00fcdischer Els\u00e4sser, die Opfer von Verfolgung geworden waren, neben den Namen von Wehrmachtssoldaten gestanden h\u00e4tten. Kritiker meinten: Bei den Soldaten aus dem Elsass und der Moselle handelte es sich potenziell um T\u00e4ter; jeder von ihnen habe ein Kriegsverbrecher sein k\u00f6nnen. Die Region Grand Est zog damals unter ihrem ersten Pr\u00e4sidenten Philippe Richert das Vorhaben zur\u00fcck.<br \/>\n.<br \/>\n&#8222;Die Soldaten aus dem Elsass und der Moselle k\u00e4mpften nicht aus freien St\u00fccken f\u00fcr die deutschen Streitkr\u00e4fte&#8220;, sagt der Rechtshistoriker Jean-Laurent Vonau. Dass ab August 1942 zwangsrekrutierte Els\u00e4sser und Mosellaner unter Strafandrohung in die Wehrmacht eingezogen wurden, dass 500 M\u00e4nner sich widersetzten und hingerichtet wurden, so Vonau, sei eine historische Tatsache. Leider sei das in Frankreich kaum bekannt.<br \/>\nWozu dies f\u00fchrt, erkl\u00e4rt Vonau an einem Beispiel aus dem vergangenen Sommer. Im franz\u00f6sischen Fernsehen liefen die Bilder der Tour de France. Im Live-Kommentar bezeichnete ein bekannter Moderator die els\u00e4ssischen Soldaten als Freiwillige in der Wehrmacht \u2013 eine Behauptung, die unwidersprochen blieb.<br \/>\n.<br \/>\nImmer wieder werde das Schicksal der Zwangsrekrutierten verunglimpft, beklagt Vonau. So werde verhindert, sagt der Historiker, dass die Betroffenen als Opfer wahrgenommen w\u00fcrden \u2013 und das, was ihnen und ihren Familien angetan wurde, als Unrecht. Vonau, der mehrere B\u00fccher zur els\u00e4ssischen Geschichte in der Zeit der Annexion ver\u00f6ffentlicht hat, sagt: &#8222;Dabei hat man sie zum Verrat gezwungen und ihrem Gewissen und ihrer Identit\u00e4t als Franzosen Gewalt angetan.&#8220;<br \/>\n&#8222;Stehen wir als Kollektiv ein f\u00fcr das, was geschehen ist und gehen gemeinsam voran&#8220;, sagt der amtierende Regionspr\u00e4sident Jean Rottner. Alle Interessengruppen seien angeh\u00f6rt worden. Einen Architekten gelte es noch zu finden, gebaut werden soll im kommenden Jahr in Schirmeck, unterhalb des M\u00e9morial de l\u2019Alsace-Moselle. Das neue Konzept sieht nun ein Geb\u00e4ude vor, in dem Projektionen und interaktive Elemente zu jedem genannten Namen die jeweilige Geschichte abrufbar machen. Vor allem aber will man die verschiedenen Gruppen \u2013<br \/>\n<em>Zwangsrekrutierte, <\/em><br \/>\n<em>aus rassistischen Motiven Ermordete, <\/em><br \/>\n<em>zivile Opfer und <\/em><br \/>\n<em>R\u00e9sistance-K\u00e4mpfer \u2013<\/em><br \/>\nnicht vermischen. Sie sollen voneinander getrennt pr\u00e4sentiert werden. &#8222;Die Namen der Opfer stehen auch diesmal im Zentrum&#8220;, betont die Leiterin der historischen Begleitkommission Fr\u00e9d\u00e9rique Neau-Dufour. &#8222;Durch eine bessere Kenntnis der Fakten&#8220;, betont sie, wolle man &#8222;einen gewissen Frieden der Erinnerungen erreichen&#8220;.<br \/>\nAber k\u00f6nnen Fakten Frieden schaffen? Auf der Gedenkmauer hatten nicht alle Namen gefallener Soldaten aufgelistet werden sollen.<br \/>\nF\u00fcr den Ehrenplatz waren nur jene vorgesehen, deren Akte nach Kriegsende von der franz\u00f6sischen Justiz durchleuchtet worden war. &#8222;Die Familien konnten ein solches Verfahren beantragen&#8220;, erkl\u00e4rt Jean-Laurent Vonau. 32.000 Tote bestanden diese Pr\u00fcfung, beglaubigt durch den Eintrag in den Sterbedokumenten &#8222;mort pour la France&#8220;, f\u00fcr Frankreich gefallen. Es war ein Versuch, die Scham und das Unrecht zu beseitigen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 10..22021 von B\u00e4rbel N\u00fcckles bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.badische-zeitung.de\/elsass-x2x\/schwieriges-erinnern--199975006.html\">https:\/\/www.badische-zeitung.de\/elsass-x2x\/schwieriges-erinnern&#8211;199975006.html<\/a><br \/>\n,<br \/>\nKommentare:<br \/>\n<strong>V\u00f6lkerrechtlich hatten die Els\u00e4sser und Lothringer<\/strong><br \/>\ntats\u00e4chlich nichts in der Wehrmacht verloren. Es kam dann anders, wie so oft in der Geschichte der Els\u00e4sser seit Ludwig XIV. Mein Vater sagte immer, er sei in keiner beider Armeen freiwillig gewesen, weder in der franz\u00f6sischen, noch in der deutschen. Er wurde in beide Armeen hineingezwungen. Auch bei den Franzosen hie\u00df es nicht: Wenn du kommen willst, kannst du kommen; und wenn nicht, bleibst du zu Hause. Er musste kommen.<br \/>\nDeutsch war ihm \u00fcbrigens gel\u00e4ufiger als Franz\u00f6sisch. Und so nebenbei: Er kam als deutscher Staatsb\u00fcrger zur Welt. Die franz\u00f6sische Staatsb\u00fcrgerschaft haben seine Eltern, die kein Franz\u00f6sisch sprachen, nach 1918 nie beantragt. Das wurden sie &#8222;malgr\u00e9 ihnen&#8220;. Im heutigen Elsass wird vieles \u00fcber die eigene Geschichte systematisch ausgeblendet. Man sollte endlich die Geschichte des Elsass, das \u00fcbrigens zwischen den beiden Weltkriegen eine \u00e4u\u00dferst starke (antifranz\u00f6sische) Autonomistenbewegung hatte, versachlichen.<br \/>\n13.22021, M.H.<\/p>\n<p><strong>Schicksal der Malgr\u00e9-Elles bleibt oft im Hintergrund<\/strong><br \/>\nMit der Graphic Novel &#8222;Die Reise des Marcel Grob&#8220; hat der franz\u00f6sische Radiojournalist Philipp Collin die Geschichte seines Gro\u00dfonkels eindr\u00fccklich aufgearbeitet, der, wie so viele, bereits mit 17 Jahren in die Waffen-SS gezwungen wurde. Die Geschichte der Malgr\u00e9-Nous f\u00fcgte unseren els\u00e4ssischen Nachbarn nach dem Krieg weiteres Leid zu, da sie in Frankreich bis zu einer Rede von Sarkozy 2010 als Verr\u00e4ter an der franz\u00f6sischen Sache und Kollaborateure galten und Deutschland 40 Jahre mit Entsch\u00e4digungszahlungen wartete.<br \/>\nZur Geschichte geh\u00f6rt auch, dass die 33. SS-Waffen-Grenadier-Division Charlemagne ausschlie\u00dflich aus Franzosen bestand, die sich freiwillig verpflichtet hatten. In der SS-Panzerdivison &#8222;Das Reich&#8220;, die 642 Einwohner der franz\u00f6sischen Ortschaft Oradour-sur-Glane umbrachten, waren 14 Els\u00e4sser \u2013 davon 13 Zwangsverpflichtete, die 1953 in einem Prozess vor einem franz\u00f6sischen Milit\u00e4rgericht mehrj\u00e4hrige Gef\u00e4ngnisstrafen erhielten \u2013 eine Woche sp\u00e4ter erlie\u00df die Nationalversammlung, auf els\u00e4ssische Proteste hin und gegen den Willen der ermordeten Angeh\u00f6rigen, ein Amnestiegesetz. Der Els\u00e4sser, der sich freiwillig verpflichtet hatte, wurde zum Tode verurteilt.<br \/>\nIm Hintergrund bleibt das Schicksal der 15 000 Malgr\u00e9-Elles, den els\u00e4ssischen, lothringischen Frauen, die zum Reichsarbeitsdienst und zum Dienst in der Wehrmacht verpflichtet wurden. 5800 \u00dcberlebende erhielten 2008 eine Entsch\u00e4digungssumme von 800 Euro. Das Historial auf dem Hartmannswillerkopf wurde zur deutsch-franz\u00f6sischen Gedenkst\u00e4tte des Ersten Weltkriegs. W\u00e4re ein Mahnmal f\u00fcr die els\u00e4ssisch-lothringischen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs nicht auch ein franz\u00f6sisch-deutsches Anliegen?<br \/>\n24.2.2021, Hubert Matt-Willmatt, Freiburg, BZ<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Viele kamen in sowjetische Gefangenschaft<\/strong><br \/>\nIch m\u00f6chte dem Artikel anf\u00fcgen, dass in einem Park am Ortseingang von Ribeauvill\u00e9 ein schlichtes Denkmal an die &#8222;Malgr\u00e9-Nous&#8220;, die mehr als 100 000 in die deutsche Kriegsmacht zwangsrekrutierten Els\u00e4sser, Lothringer und Luxemburger, erinnert. Etwa 18 000 von ihnen waren in das sowjetische Kriegsgefangenenlager in Tambow 420 Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Moskau eingewiesen worden. Mindestens 6000 von ihnen kamen dort ums Leben. Sie alle hatten in der Regel an der deutschen Ostfront zu k\u00e4mpfen, nicht an der Westfront \u2013 das Reichskriegsministerium hatte wohl nicht ohne Grund ein \u00dcberlaufen zum Gegner bef\u00fcrchtet.<br \/>\nDieses Lager war speziell f\u00fcr els\u00e4ssische, lothringische und luxemburger Kriegsgefangene errichtet worden. Ungeachtet dessen, dass die allermeisten von ihnen geraume Zeit nach 1940, als Deutschland Frankreich \u00fcberfallen und das Elsass und Lothringen an sich gerissen hatte, zwangsrekrutiert worden waren und deshalb mit Ende des Zweiten Weltkriegs ihre urspr\u00fcnglich franz\u00f6sische Staatsangeh\u00f6rigkeit geltend machen konnten, wurden sie von der sowjetischen Staatsregierung wie deutsche Kriegsgefangene behandelt, ohne den Milit\u00e4reinsatz des Einzelnen zu untersuchen und seine seinerzeitige Zwangsrekrutierung zu w\u00fcrdigen. Die letzten Kriegsgefangenen dieses Lagers kamen erst 1955, zehn Jahre nach Kriegsende, frei.<br \/>\nEnde der 1980er Jahre erhielt Frankreich von der Sowjetunion eine Liste der Namen von 1141 im Lager gestorbenen els\u00e4ssischen Kriegsgefangenen.<br \/>\n24.2.2021, Walter Heizmann, Kenzingen<\/p>\n<p><strong>Sie wurden als Nazi-Kollaborateure verd\u00e4chtigt<\/strong><br \/>\nIhr Artikel hat das Thema gut dargestellt. Erg\u00e4nzend m\u00f6chte ich ein Buch erw\u00e4hnen: &#8222;Der vergessene Soldat&#8220; (Erstauflage 1967, 2016 neu erschienen). Der Els\u00e4sser und bekannte Comic-Zeichner Guy Saier zeichnet ein mir unvorstellbar d\u00fcsteres Bild einer ganz dunklen Zeit.<br \/>\nWir k\u00f6nnen uns heute gar nicht mehr vorstellen, was den 16- bis 25-J\u00e4hrigen damals passiert ist. Sie, die <em><strong>&#8222;Malgr\u00e9-Nous&#8220; (&#8222;Wider unseren Willen&#8220;)<\/strong><\/em>, wurden zwangseingezogen und alle an die Ostfront geschickt, damit sie nicht \u00fcberlaufen konnten \u2013 und nach dem Krieg als Nazi-Kollaborateure verd\u00e4chtigt. Wie \u00fcberall gab es unter den Els\u00e4ssern eine Minderheit von fanatischen Nazi-Anh\u00e4ngern, die in KZ, SS-Divisionen und Sondereinsatzkommandos grauenhafte Verbrechen begingen.<br \/>\n24.2.2021, Georg Hille, Freiburg<br \/>\nEnde der Kommentare<\/p>\n<p>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weltkriegsdenkmal Hartmannswillerkopf saniert<\/strong><\/p>\n<p>Zum 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges binationale Projekte geplant.<br \/>\nAn diesem tr\u00fcben Tag herrscht Stille auf dem Hartmannswillerkopf. Nur Gilbert Wagners Schritte knirschen im Kies. Sonst gibt es hier keine Seele, lediglich die Gebeine der Toten in der Krypta sechs Meter unter der Erde. &#8222;Im Volksmund haben sie ihn Menschenfresser genannt, den Berg&#8220;, sagt Wagner, als er den Schl\u00fcssel kratzend ins Schloss steckt und das Tor zur Krypta \u00f6ffnet.<br \/>\nWenn es eines Tages vielleicht doch mal wieder Sommer wird, und der Blick bei klarer Sicht zu F\u00fc\u00dfen der 956 Meter hohen Bergkuppe die ganze Rheinebene fasst, dann werden die Besucher wieder auf den s\u00fcdlichen Vogesenausl\u00e4ufer str\u00f6men. 60 Prozent der 250 000 Besucher, die \u00fcber das Jahr den Weg zum Mahnmal auf dem Hartmannswillerkopf finden, kommen aus Deutschland. &#8222;Dort gibt es eben keine Schlachtfelder aus dem Ersten Weltkrieg, die man besichtigen k\u00f6nnte&#8220;, erkl\u00e4rt Wagner. Er ist der Pr\u00e4sident der \u00f6rtlichen Abteilung des Nationalkomitees des Hartmannswillerkopfes und verantwortlich f\u00fcr Pflege und F\u00fchrungen.<\/p>\n<p>90 Kilometer Sch\u00fctzengr\u00e4ben lassen sich besichtigen. Wagners F\u00fchrungen k\u00f6nnen bis zu einem ganzen Tag dauern, so viel hat er zu erz\u00e4hlen. Als er sich vor mehr als 30 Jahren f\u00fcr den Ersten Weltkrieg zu interessieren begann, traf er noch auf Veteranen, und das Drama des Krieges lie\u00df ihn nicht mehr los. 25 000 Mann starben in den Grabenk\u00e4mpfen auf dem Hartmannswillerkopf.<br \/>\nDas Mahnmal mit dem Ehrensarg hoch oben und die unterirdische Krypta, in der die Gebeine deutscher und franz\u00f6sischer Soldaten unter einem monumentalen Bronzeschild ruhen, z\u00e4hlen heute zu den vier denkmalgesch\u00fctzten historischen Schaupl\u00e4tzen des Ersten Weltkrieges in Frankreich. &#8222;Die Geschichte dieses Krieges und das Bauwerk am Hartmannswillerkopf an die k\u00fcnftigen Generationen weiterzugeben&#8220;, sagt Jean Klinkert, der Direktor des Tourismusverbandes im S\u00fcdelsass, &#8222;ist f\u00fcr uns eine moralische Verpflichtung.&#8220; Es gehe um nichts weniger als ein deutsch-franz\u00f6sisches Gedenken. &#8222;Wer wird sonst noch in 50 oder 100 Jahren wissen&#8220;, fragt er, &#8222;was die M\u00e4nner hier oben erlebt haben?&#8220; Inzwischen wurde die bis 1932 von Robert Danis erbaute Anlage grundsaniert. Wasser war von oben eingedrungen. Die Erinnerungsst\u00e4tte musste vor dem Zerfall gerettet werden. Heute schimmert der helle Stein wieder, der die unterirdische Kathedrale von oben umschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Doch die Sanierung war erst der Anfang. Wenn sich im kommenden Jahr der Ausbruch des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal j\u00e4hrt, wollen Deutschland und Frankreich gemeinsam an die Kriegsereignisse erinnern. Deshalb soll noch in diesem Jahr ein kommentierter, 4,5 Kilometer langer Rundweg hinter Mahnmal und Soldatenfriedhof entstehen. Bis zu den Hauptfeierlichkeiten, die f\u00fcr den Herbst 2015 geplant sind, will Klinkert zudem ein Museum bauen. Nicht allein das Kriegsgeschehen werde im Zentrum stehen, sagt Klinkert. &#8222;Die Besucher sollen verstehen, welche Umst\u00e4nde zum Kriegsausbruch gef\u00fchrt haben und wie das Leben am Oberrhein zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgesehen hat.&#8220;<br \/>\nBis es so weit ist, werden die deutschen Toten allerdings nicht erw\u00e4hnt. &#8222;Es muss aber deutlich werden&#8220;, fordert Martin Lunitz, Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Baden-W\u00fcrttemberg des Volksbundes Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge in Konstanz, &#8222;dass es sich um eine deutsch-franz\u00f6sische Erinnerungsst\u00e4tte handelt.&#8220; \u00dcber die Zusammenarbeit l\u00e4sst er grunds\u00e4tzlich nichts kommen. Dennoch sorgt er sich: &#8222;Die Zeit l\u00e4uft uns langsam davon.&#8220; Angesichts der deutschen Beteiligung an der Sanierung in H\u00f6he von 350 000 Euro f\u00f6rderte die Europ\u00e4ische Kommission das Vorhaben mit der H\u00e4lfte der Sanierungskosten von 1,9 Millionen Euro. Lunitz wei\u00df, wie zeitraubend Planungen und Genehmigungen sein k\u00f6nnen, erst recht, wenn die Finanzierung noch nicht steht. &#8222;Wir hoffen wirklich, dass beide Projekte bis 2015 fertig sind&#8220;, sagt er. Selbst die Finanzierung des Museums \u2013 es soll f\u00fcnf Millionen Euro kosten \u2013 h\u00e4ngt noch von Sponsoren ab. Allerdings m\u00fcsste die Aufmerksamkeit, die der Erste Weltkrieg in Frankreich genie\u00dft, alle Beteiligten optimistisch stimmen. &#8222;La Grande Guerre&#8220;, den Gro\u00dfen Krieg, nennen die Franzosen den aus ihrer Sicht letzten B\u00fcrgerkrieg des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>So erkl\u00e4rt sich Klinkert auch die zahlreichen Reaktionen auf einen Aufruf f\u00fcr Veranstaltungsvorschl\u00e4ge zum Weltkriegsjubil\u00e4um. Allein aus dem Elsass haben mehr als 80 Gruppen oder Kommunen eine Veranstaltung angek\u00fcndigt. Als der Volksbund f\u00fcr dieses Fr\u00fchjahr die 40 damaligen Garnisonsst\u00e4dte in Baden-W\u00fcrttemberg zu einer Tagung einladen wollte, um das Jubil\u00e4um vorzubereiten, sagten gerade mal acht zu. &#8222;In der breiten \u00d6ffentlichkeit&#8220;, ist sich Lunitz sicher, &#8222;wird der Erste Weltkrieg in Deutschland von den Verbrechen des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust \u00fcberlagert.&#8220;<br \/>\n22.5.2013, B\u00e4rbel N\u00fcckles<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.kaiserstuhl.eu\/Umgebung\/Elsass\/hartmannswillerkopf-elsass.htm\">https:\/\/www.kaiserstuhl.eu\/Umgebung\/Elsass\/hartmannswillerkopf-elsass.htm<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tourisme-alsace.com\/de\/240001398-Le-Hartmannswillerkopf-ou-Viel-Armand.html\">https:\/\/www.tourisme-alsace.com\/de\/240001398-Le-Hartmannswillerkopf-ou-Viel-Armand.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/mal-raus.blogspot.de\/2012\/11\/hartmannswillerkopf.html\">https:\/\/mal-raus.blogspot.de\/2012\/11\/hartmannswillerkopf.html<\/a><br \/>\n<!-- RSPEAK_STOP --><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Regio &gt;Elsass\u00a0&gt;Vogesen Besuch der Gedenkfeier auf dem Deutschen Soldatenfriedhof bei Bergheim\/Elsass (13.1.2022) Mahnmal bei Schirmeck: Erinnerung an die Toten des Zweiten Weltkriegs (10.2.2021) Weltkriegsdenkmal Hartmannswillerkopf saniert (22.5.2013) Route des Cretes: Hartmannsweilerkopf &#8211; Freundstein &#8211; Grand Ballon &gt;Route-des-Cretes Route des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/elsass\/vogesen\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":2655,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-17942","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17942","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17942"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17942\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125130,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17942\/revisions\/125130"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}