{"id":16246,"date":"2012-11-26T12:39:52","date_gmt":"2012-11-26T11:39:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=16246"},"modified":"2025-04-24T16:43:40","modified_gmt":"2025-04-24T14:43:40","slug":"rohstoffe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/","title":{"rendered":"Rohstoffe"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Energie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/\">Energie<\/a> &gt;Rohstoffe<\/p>\n<div id=\"attachment_15639\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/sport\/sportvereine\/scfreiburg\/sc-stadion\/schauinsland5bergstation-pan121115\/\" rel=\"attachment wp-att-15639\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-15639\" class=\"size-full wp-image-15639\" title=\"schauinsland5bergstation-pan121115\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/schauinsland5bergstation-pan121115.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/schauinsland5bergstation-pan121115.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/schauinsland5bergstation-pan121115-180x60.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-15639\" class=\"wp-caption-text\">Blick von Schauinsland Bergstation nach Westen bis zu den Vogesen am 15.11.2012<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span>\u00a0oder scrollen<\/em><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/fossil\/\">Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik<\/a> (24.4.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/russland-rohstoffe\/\">Rohstoffmacht Ru\u00dfland: Fossile Sch\u00e4tze fast ohne Ende<\/a>\u00a0(18.4.2025)<\/li>\n<li>Wer darf die Ukraine nun ausbeuten? (25.2.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/vorgeschichte\/\">Die Hauptbegr\u00fcndung f\u00fcr den Ukraine-Krieg: Bodensch\u00e4tze<\/a>\u00a0(20.2.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/ukraine\/vorgeschichte\/\">Von Politikern und Medien ausgesparter Grund f\u00fcr den Ukraine-Krieg: Bodensch\u00e4tze<\/a> (27.8.2024)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ukraine-es-geht-um-rohstoffe\/\">Ukraine: Es geht um Rohstoffe<\/a>\u00a0(3.2.2023)<\/li>\n<li>Spekulation mit Agrar-Rohstoffen (16.1.2014)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schmaehpreis-an-glencore\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/schmaehpreis-an-glencore\/<\/a>\u00a0(20.5.2013)<\/li>\n<li>Schweiz als weltgr\u00f6\u00dfter Handelsplatz f\u00fcr Rohstoffe\u00a0&#8211; Grundlagenbericht\u00a0 (27.3.2013)<\/li>\n<li>Jeder Deutsche verbraucht\u00a043 kg Rohstoffe t\u00e4glich (26.11.2012)<\/li>\n<li>Rohstoffereiche L\u00e4nder &#8211; Arme L\u00e4nder (25.11.2012)<\/li>\n<li>Peak-Oil &#8211; Sinkende \u00d6lf\u00f6rderung trifft auf steigende \u00d6lnachfrage (20.11.2012)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a title=\"Biomasse\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/biomasse\/\">Biomasse<\/a><\/li>\n<li><a title=\"EEG\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/strom\/eeg\/\">EEG<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Energiepolitik\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiepolitik\/\">Energiepolitik<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Energiesparen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/energiesparen\/\">Energiesparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/fossil\/\">fossil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/russland-rohstoffe\/\">Russland-Rohstoffe<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Suffizienz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/suffizienz\/\">Suffizienz &#8211; sich mit dem Ausreichenden begn\u00fcgen<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wer darf die Ukraine nun ausbeuten?<\/strong><br \/>\n<strong>(Ukraine: USA und RU beuten Rohstoffe aus und EU bezahlt)<\/strong><br \/>\nWer denkt, bei den Verhandlungen zwischen den USA und Russland zur Beendigung des Ukrainekriegs ginge es um die Souver\u00e4nit\u00e4t oder gar das Existenzrecht der Ukraine, muss ziemlich naiv sein. Der Westen hat den Krieg verloren. Nun geht es zugespitzt vor allem darum, wer die Rechnung f\u00fcr diesen geostrategischen Reinfall bezahlt \u2013 die USA oder Europa? Weitestgehend unbeachtet von der deutschen Medienberichterstattung schaffen die USA in diesen Tagen Fakten \u2013 ein umfassendes amerikanisch-ukrainisches \u201eRohstoffabkommen\u201c, das kurz vor der Unterzeichnung steht, soll den USA die H\u00e4lfte aller k\u00fcnftigen Einnahmen aus der ukrainischen Rohstofff\u00f6rderung zusichern. Donald Trump spricht von 500 Mrd. US-Dollar. Die EU geht dabei leer aus und bleibt auf ihren Kosten sitzen und auch f\u00fcr die Ukraine bedeutet dieses Abkommen nichts anderes, als dass dem Land eine d\u00fcstere \u00f6konomische Zukunft bevorsteht. Es ist, als h\u00e4tte man sich mit der Mafia eingelassen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nSo werden Fakten geschaffen und Europa schaut einmal mehr in die R\u00f6hre. F\u00fcr die EU bleiben nun nur die offenen Rechnungen. Laut Sch\u00e4tzungen von Bloomberg Economics werden allein die Kosten f\u00fcr den Wiederaufbau zerst\u00f6rter Geb\u00e4ude und Infrastruktur rund 230 Mrd. US-Dollar betragen. Weitere 175 Mrd. US-Dollar werden f\u00fcr die Aufr\u00fcstung der ukrainischen Armee veranschlagt und die Aufstellung einer 40.000 Mann starken Truppe zur Sicherung des Waffenstillstands wird demnach weitere 30 Mrd. US-Dollar kosten. Bezahlen wird dies der EU-Steuerzahler.<br \/>\nAber auch die Ukrainer sind die Verlierer dieses Abkommens. Wenn das Land tats\u00e4chlich das Potenzial hat, \u00fcber Rohstoffe derlei riesige Einnahmen zu erzielen, wie es das amerikanisch-ukrainische Rohstoffabkommen beziffert, w\u00e4re den Menschen selbstverst\u00e4ndlich am besten damit gedient, wenn diese Gelder auch in die Ukraine selbst investiert werden und nicht in die USA abflie\u00dfen. Doch dies kollidiert mit dem Selbsterhaltungswunsch des ukrainischen Systems. Eigentlich m\u00fcsste man den Ukrainern raten, ihre F\u00fchrung aus dem Land zu jagen \u2013 und die USA sowie die EU gleich mit, haben sie das Land doch erst in den Schlamassel getrieben, f\u00fcr den noch viele Generationen an Ukrainern bezahlen werden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 25.2.2025 von Jens Berger bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129281\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129281<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Spekulation mit Agrar-Rohstoffen<\/strong><br \/>\n<em>Film auf Arte am 14.1.2014: Seit der Finanzkrise haben Gro\u00dfbanken und Versicherungen die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen entdeckt. Klima, Krisen und Kriege bestimmen die Preise, und die Branche verzeichnet satte Gewinne. <a title=\"Agrar\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/landwirt\/agrar\/\">Rohstoff-Handelskonzerne wie die der ABCD-Gruppe<\/a> befinden sich in der Schweiz.<\/em><br \/>\n&#8230;..<br \/>\n&#8222;die Spekulation mit Rohstoffen ist sehr gef\u00e4hrlich. Nehmen wir zum Beispiel den zentralen Rohstoff \u00d6l. Der \u00d6lpreis hat derzeit nichts mehr mit Angebot und Nachfrage zu tun. Er ist v\u00f6llig aus dem Kontext der Marktwirtschaft gerissen und wird einzig und allein von der Finanzwirtschaft gesteuert.\u00a0Der \u00d6lpreis ist nicht irgendeine Gr\u00f6\u00dfe. Er hat zum Beispiel direkte Auswirkungen auf den Klimawandel. Dieses globale Thema darf meiner Meinung nach auf keinen Fall dem Finanzmarkt \u00fcberlassen werden, in dem es nur um Profit geht und nicht um mittel- und langfristige Folgen.<br \/>\nGilt das auch f\u00fcr den Handel mit Nahrungsmitteln wie Weizen, Reis und Mais?\u00a0Unbedingt. Diese Nahrungsmittel werden ebenfalls vom Finanzmarkt bewertet. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung. Wenn nicht mehr Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, werden falsche Signale an die Produzenten gesendet, was dramatische Folgen wie \u00dcber- oder Unterproduktion haben kann. Und das wiederum f\u00fchrt auch zu Hunger. Der Finanzmarkt muss unbedingt aus diesen essentiellen Bereichen herausgehalten werden.&#8220; &#8230;.<br \/>\nHeiner Flassbeck. (10 Jahre Chef-Volkswirt bei UNO-Organisation f\u00fcr Welthandel und Entwicklung UNCTAD, Genf)<\/p>\n<p>Alles vom 15.1.2014 auf\u00a0<a href=\"https:\/\/future.arte.tv\/de\/rohstoff-spekulation\">https:\/\/future.arte.tv\/de\/rohstoff-spekulation<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schweiz als weltgr\u00f6\u00dfter Handelsplatz f\u00fcr Rohstoffe\u00a0&#8211; Grundlagenbericht<\/strong><\/p>\n<p>Der vorliegende Bericht unterstreicht die grosse volkswirtschaftliche und finanzpolitische Bedeutung der Rohstoffbranche f\u00fcr die Schweiz. Die Schweiz ist f\u00fcr einzelne Rohstoffe \u2013 wie beispielsweise Roh\u00f6l \u2013 der weltweit gr\u00f6sste Handelsplatz. Gem\u00e4ss Sch\u00e4tzungen sind gegen 500 Unter-nehmen und rund 10.000 Mitarbeitende im Rohstoffhandelsgesch\u00e4ft t\u00e4tig, welches neben dem Handel auch das Frachtgesch\u00e4ft, die Handelsfinanzierung und die Inspektion und Warenpr\u00fcfung umfasst. Der Rohstoffcluster tr\u00e4gt rund 3,5% zum Schweizer BIP bei. &#8230;..<br \/>\nGrundlagenbericht Rohstoffe &#8211; Bericht der interdepartementalen Plattform Rohstoffe an den Bundesrat vom 27.3.2013, <a href=\"https:\/\/www.news.admin.ch\/NSBSubscriber\/message\/attachments\/30133.pdf\">https:\/\/www.news.admin.ch\/NSBSubscriber\/message\/attachments\/30133.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schweiz f\u00fchrend im Rohstoffhandel<\/strong><br \/>\nObwohl die Schweiz weder \u00fcber direkten Meerzugang noch \u00fcber eigene Rohstoffe verf\u00fcgt, ist das Land im Handel mit mehreren der wichtigsten Rohstoffe weltweit f\u00fchrend. Genf ist neben London der wichtigste Handelsplatz f\u00fcr Erd\u00f6l und Erd\u00f6lprodukte. Namentlich werden rund drei Viertel des russischen \u00d6ls in der Rhonestadt abgewickelt. Genf ist auch im Agrarhandel bedeutend, findet dort doch knapp ein Drittel des Welthandels und rund drei Viertel des europ\u00e4ischen Handels mit Getreide und \u00d6lsaaten statt. Auch Zucker ist ein wichtiges Handelsgut, von dem \u2013 ex aequo mit London \u2013 etwa ein Drittel des Welthandels abgewickelt wird. Im Handel mit Baumwolle betr\u00e4gt der Anteil der Schweiz rund ein Achtel des Welthandels. Der Handel mit Bergbauprodukten hat seinen Schwerpunkt in Zug, wo nat\u00fcrlich keine Minen, daf\u00fcr aber Giganten von Bergbauindustrie und Handel ihren Sitz haben. Die beiden in Zug anwesenden Grossfirmen Xstrata und Glencore vollziehen eine Art Arbeitsteilung, wobei sich Erstere auf die Produktion und Letztere auf den Handel konzentriert. Die Handelsfirma ist zu 35% am Kapital der Produktionsfirma beteiligt. Ebenfalls in Zug ans\u00e4ssig ist die Gesellschaft Nord Stream, die Planerin der geplanten Ostsee-Gaspipeline.<br \/>\nVitol wurde 1966 gegr\u00fcndet mit Sitz in Genf und ist heute &#8211; noch vor Glencore &#8211; der gr\u00f6\u00dfte unabh\u00e4ngige \u00d6lh\u00e4ndler der Welt.<\/p>\n<p><strong>Rohstoffgiganten \u201eABCD\u201c (ADM, Bunge, Cargill, Dreyfus)<\/strong><br \/>\nDie ABCD-Gruppe teilt \u00a0sich inzwischen mehr als \u00be der globalen Getreidem\u00e4rkte auf.\u00a0Die Rohstoffh\u00e4ndler profitieren enorm von volatilen Preisen; Cargill und Bunge gaben im Jahr 2008 Rekordprofite von 4 bzw. 1\u00a0Mrd USD bekannt.<br \/>\nDer in den USA beheimatete, nicht b\u00f6rsennotierte Konzern Cargill hat in 2011\/12 einen Umsatz von 134 Mrd. $ und einen Gewinn von 1,18 Mrd. $ ausgewiesen.\u00a0Mit einem Umsatz im Gesch\u00e4ftsjahr 2011\/12 von 90 Mrd. $ und einem Gewinn von 1,2 Mrd. $ ist ADM der weltweit zweitgr\u00f6sste Agrarh\u00e4ndler. ADM ist dabei, mit\u00a0Graincorp Australiens gr\u00f6ssten Getreideh\u00e4ndler zu \u00fcbernehmen.<br \/>\nDahinter folgen die Handelsgesellschaften Bunge mit Hauptsitz in den USA und Louis Dreyfus mit Hauptsitz in Rotterdam.<br \/>\nDie ABCD-Gruppe hat ihre diminierenden Niederlassungen rund um den Genfer See platziert<br \/>\n.<br \/>\n<strong>Schweiz ist wichtigster Standort f\u00fcr Rohstoffhandel (Christoph Mann)<\/strong><br \/>\nGrundlagenbericht Rohstoffe: Schweizer Regierung ist bestrebt, den Rohstoffhandel fairer zu gestalten &#8211; setzt aber weiter auf die freiwillige Einsicht der Unternehmer<br \/>\nAlles vom 29.4.2013 auf <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39004\/1.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39004\/1.htm<\/a><br \/>\n<strong>Ich habe das Gef\u00fchl, wir sitzen auf einer Zeitbombe<br \/>\n<\/strong>Es gibt Zahlen, die zumindest irritieren, und einige sind mittlerweile in der Schweizer \u00d6ffentlichkeit angekommen: Bei \u00d6l und Getreide geht ein Drittel des gesamten Welthandels \u00fcber die Schweiz, bei Kaffee die H\u00e4lfte, bei Baumwolle ein F\u00fcnftel, bei Kupfer, seltenen Erden und weiteren Rohstoffen d\u00fcrfte die Quote etwa ein Viertel betragen. Was den Rohstoffhandel angeht, ist die Schweiz eine Weltmacht. Die Rohstoffkonzerne haben ihren Umsatz in den vergangenen zehn Jahren verzehnfacht und sind dabei, die Banken als nationalen Goldesel zu ersetzen. Mit Wachstumsraten, die weit \u00fcber dem der Volkswirtschaft liegen, macht der Rohstoffhandel bereits drei Prozent des BIP aus. Das ist mehr als der Maschinenbau oder Tourismus, wie die Medien besorgt konstatieren. Denn was bei anderen Branchen Jubel ausl\u00f6sen w\u00fcrde, regt hier eher zum <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Der-ausbeuterische-Rohstoffhandel\">Gr\u00fcbeln<\/a> an. Schweizer Politiker und Journalisten bef\u00fcrchten, die Rohstoffh\u00e4ndler w\u00fcrden der Schweiz das schlechte <a href=\"https:\/\/www.tageswoche.ch\/de\/2012_42\/schweiz\/471039\/ein-sicherer-hafen-fuer-piraten.htm\">Image als &#8222;Piratenhafen&#8220;<\/a> einbrocken und international f\u00fcr Unstimmigkeiten sorgen. Rund 400 transnationale Konzerne, von denen allenfalls Glencore \u00f6ffentlich bekannt ist, wickeln mit etwa 10.000 Mitarbeitern den sogenannten Transithandel ab: Die Rohstoffe gehen nur virtuell \u00fcber die Schweiz. Der B\u00e4renanteil des Gewinns am globalen Rohstoffhandel bleibt so vornehmlich in den Kantonen Genf und Zug h\u00e4ngen, w\u00e4hrend \u00fcber den meisten Produzentenl\u00e4ndern wie Sambia, Kongo oder Kolumbien weiterhin der Rohstofffluch haftet. Der ungleiche Handel ist moralisch zwar schwer verdaulich, doch er respektiert (zumindest formal) den rechtsstaatlichen Rahmen, was ihn international schwer angreifbar macht. Erfolg ist nicht strafbar. St\u00e4rkere Sorgen bereiten den Schweizern daher die wiederholten Vorw\u00fcrfe, die Konzerne nehmen es im Ausland mit dem Recht weniger genau: Umweltzerst\u00f6rungen, Umsiedlungen, Kinderarbeit, Steuerverschleierung, Korruption &#8211; das gibt kein sympathisches Bild ab&#8230;.<br \/>\nAlles vom 6.11.2012 bite lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37946\/1.html\">https:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/37\/37946\/1.html<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tageswoche.ch\/de\/2012_42\/schweiz\/471039\/ein-sicherer-hafen-fuer-piraten.htm\">https:\/\/www.tageswoche.ch\/de\/2012_42\/schweiz\/471039\/ein-sicherer-hafen-fuer-piraten.htm<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><strong>Jeder Deutsche verbraucht 43 kg Rohstoffe t\u00e4glich<\/strong><\/p>\n<p>Der Rohrstoffverbrauch pro Kopf und Tag betr\u00e4gt f\u00fcr den durchschnittlichen\u00a0US-Amerikaner 32 Tonnen, f\u00fcr den Deutschen 16 Tonnen und den Asiaten 5 Tonnen. das hei\u00dft: Jeder Deutsche verbraucht rein rechnerisch 43 kg Rohstoffe: <em>Energietr\u00e4ger<\/em> (\u00d6l. Gas, Kohle, &#8230;.), <em>Bodensch\u00e4tze<\/em> (Metalle, Salz, seltene Erden, &#8230;) und <em>Biomasse<\/em> als nachwachsende Rohstoffe (Holz, Nahrungsmittel wie Reis, Weizen, Mais, &#8230;). Die Menschheit greift so j\u00e4hrlich auf 50 Milliarden Tonnen Rohstoffe zu bzw. verbraucht diese. \u00c4ndert man daran nichts, wird der Weltrohstoffverbrauch im Jahr 2030 auf 100 Mrd Tonnen gestiegen sein.<br \/>\nZur Herstellung eines kg Auto werden 9 kg Rohmaterial gebraucht und f\u00fcr ein kg Kleidung sogar 35 kg Ausgangsrohstoffe.<br \/>\nZwischen den Jahren 1900 und 2000 sanken die Rohstoffpreise um j\u00e4hrlich 1,2 Prozent. Heute liegen sie wieder auf dem Niveau von 1900 &#8211; vorwiegend an der immensen Nachfrage von China.<\/p>\n<p>Einergietr\u00e4ger: Das F\u00f6rdermaximum bei Erd\u00f6l (Peak Oil) war im Jahr 2010 \u00fcberschritten. Ol, Gas und Kohle sind endlich, irgendwann einmal gibts nichts mehr. Auch neue Techn\u00edken wie das Fracking \u00e4ndern daran nichts.<\/p>\n<p>Metalle: China besitzt 97% der weltweiten Seltenen Erden und hat deren Ausf\u00fchr drastisch eingeschr\u00e4nkt. Die Produktion von Akkus und Batterien wird dadurch bedrocht.<\/p>\n<p>Biomasse: Ein Gro\u00dfteil der Landwirtschaft impliziert das Ausbeuten von Wasservorkommen. Sind diese ersch\u00f6pft, mu\u00df die Landwirtschaft eingestellt werden &#8211; wie 2011 in Saudi Arabien geschehen. Landwirtschaftlich nutzbare Fl\u00e4che geht rasch zur\u00fcck, nur Brasilien und die Ukraine verf\u00fcgen \u00fcber &#8222;ungenutzte&#8220; Ackerfl\u00e4chen. nach &#8222;Peak Oil&#8220; drohen nun &#8222;Peak Fish&#8220;, &#8222;Peak Wheat&#8220; (Weizen) und\u00a0 &#8211;\u00a0am meisten bef\u00fcrchtet &#8211; \u00a0<a title=\"Wasser\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/natur\/wasser\/\">&#8222;Peak Water&#8220;.<br \/>\n<\/a>26.11.2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rohstoffereiche L\u00e4nder =\u00a0arme korrupte L\u00e4nder\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ann\u00e4hernd zwei Drittel der \u00e4rmsten Menschen der Welt, die mit weniger als zwei Dollar Tag auskommen m\u00fcssen, leben in L\u00e4ndern mit gro\u00dfen Rohstoffvorkommen. Bodensch\u00e4tze machen sie aber nicht reich, sondern arm. Grund ist die <a title=\"Korruption\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/korruption\/\">Korruption<\/a>, die sich bei Oligopolen besonders wohlf\u00fchlt. W\u00e4hrend in Deutschland tausende von Firmen das Volkseinkommen erwirtschaften, sind die Rohstoffexporte in H\u00e4nden weniger Firmen &#8211; Beispiel: In einem solch riesengro\u00dfen Land wie dem Kongo teilen weniger als 20 Rohstoffunternehmen die Resourcen und Bodensch\u00e4tze unter sich auf. Und diese Wenigen bzw. Oligopolisten lassen sich ungern kontrollieren, es herrscht Korruption. Daher versuchen mehrere Initiativen, die Zahlungsstr\u00f6me bei Rohstoffgesch\u00e4ften transparent zu machen. Anfangs waren diese Initiativen f\u00fcr Rohstoffexporteure und Minenbetreiber freiwillig. Nun wollen die USA und die EU Minenbetreiber zur Teilnahme verpflichten. Zudem machen immer mehr L\u00e4nder mit. Nur so besteht Hoffnung, dass die Menschen in den rohstoffexportierenden L\u00e4ndern von ihren eigenen Bodensch\u00e4tzen profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Peak-Oil &#8211; Sinkende \u00d6lf\u00f6rderung trifft auf steigende \u00d6lnachfrage <\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Peak Oil&#8220; bedeutet: Der H\u00f6hepunkt der Erd\u00f6l-F\u00f6rderung ist erreicht, der Rohstoff geht zu Ende. Gleichzeitig jedoch\u00a0nimmt die Nachfrage nach Erd\u00f6l immer mehr zu. Die Industrienationen, Schwellenl\u00e4nder (Brasilien, China, Indien, Russland, Mexiko) wie auch die ehemaligen &#8222;Entwicklungsl\u00e4nder&#8220; wollen weiter wachsen und fragen immer mehr Erd\u00f6lprodukte nach: D\u00fcnger, Farben, Chemikalien, Medikamente, Plastik, Heiz\u00f6l und Benzin.<br \/>\nDas Problem: Sinkende \u00d6lf\u00f6rderung trifft auf steigende \u00d6lnachfrage &#8211; zwei gegenl\u00e4ufige Prozesse, die das Ende der Erd\u00f6lzeitalters markieren. Es kann so nicht weitergehen. Der Begriff &#8222;Peak Oil&#8220; markiert die grundlegenden \u00c4nderungen unserer Art zu Wirtschaften und zu Leben. Wie sieht die Welt nach &#8222;Peak Oil&#8220; aus?<\/p>\n<p>&#8222;Peak Oil&#8220;-Beispiel China:<br \/>\nBei uns kommen\u00a04 Autos auf 3 Menschen. W\u00fcrde\u00a0China im Jahr 2030 dieses 4-zu-3 erreichen, dann w\u00e4ren das 1,1 Milliarden Autos &#8211; heute umfasst die gesamte Welt-Autoflotte 800 Millionen. Chinas \u00d6lverbrauch w\u00fcrde dann bei\u00a099 Mio Barrel liegen. Zum Vergleich:\u00a0die Weltproduktion von Erd\u00f6l liegt heute\u00a0bei 84 Mio Barrel t\u00e4glich, und diese l\u00e4sst sich kaum mehr steigern (Peak-Oil).<br \/>\nDas Beispiel China verdeutlicht, dass das westliche Modell einer erd\u00f6labh\u00e4ngigen, autozentrierten Wegwerfgesellschaft nicht weiter funktioniert.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.peak-oil.com\/peak-oil\/\">https:\/\/www.peak-oil.com\/peak-oil\/<\/a><\/p>\n<p>Peak-Oil erfordert eine Umkehr\u00a0und Neuorientierung. Es gibt vielf\u00e4ltige Optionen,\u00a0die jedes Individuum umsetzen umsetzen kann bzw. auf politischer Ebene durch uns alle umgesetzt\u00a0 werden m\u00fcssen. Zentraler Idee dabei ist die<br \/>\nNachhaltigkeit: Konsistenz + Effizienz + <a title=\"Suffizienz\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/zukunft\/suffizienz\/\">Suffizienz<\/a>.<br \/>\n20.11.2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Energie &gt;Rohstoffe Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt):\u00a0Klicken\u00a0oder scrollen Die vier S\u00e4ulen der Zivilisation: Zement, Stahl, Ammoniak, Plastik (24.4.2025) Rohstoffmacht Ru\u00dfland: Fossile Sch\u00e4tze fast ohne Ende\u00a0(18.4.2025) Wer darf die Ukraine nun ausbeuten? (25.2.2025) Die Hauptbegr\u00fcndung f\u00fcr den Ukraine-Krieg: Bodensch\u00e4tze\u00a0(20.2.2025) Von &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/energie\/rohstoffe\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":15,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-16246","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16246"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16246\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133162,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16246\/revisions\/133162"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/15"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}