{"id":154689,"date":"2026-10-13T22:32:29","date_gmt":"2026-10-13T20:32:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=154689"},"modified":"2026-10-13T22:39:27","modified_gmt":"2026-10-13T20:39:27","slug":"russland-deutschland","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/russland-deutschland\/","title":{"rendered":"Russland-Deutschland"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a> &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Deutschland\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/\">Deutschland<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/\">Russland<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-russland\/\">Deutschland-Russland<\/a> &gt;Russland-Deutschland<\/p>\n<div id=\"attachment_1018\" style=\"width: 614px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schwaerzenbach8pan080211.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1018\" class=\"size-full wp-image-1018\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schwaerzenbach8pan080211.jpg\" alt=\"\" width=\"604\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schwaerzenbach8pan080211.jpg 604w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/schwaerzenbach8pan080211-180x48.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 604px) 100vw, 604px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1018\" class=\"wp-caption-text\">Titisee-Schwaerzenbach: Blick vom Russenkreuz nach S\u00fcden \u00fcber den Hochebenehof zum Feldberg am 11.2.2008<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags: <span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken (falls unterstrichen)<\/span> oder scrollen\u00a0<\/em><\/li>\n<li>Thorsten Hinz: Deutsch-russische Kulturinstitute schlie\u00dfen 1.9.2026 (9.10.2026)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thorsten Hinz: Deutsch-russische Kulturinstitute schlie\u00dfen 1.9.2026<\/strong><br \/>\n<strong>Wenn die letzten Br\u00fccken brechen<\/strong><br \/>\n<strong>Die Schlie\u00dfung von Kulturinstituten kappt Verbindungen, die gerade in Zeiten der Konfrontation wichtig w\u00e4ren<\/strong><br \/>\nThorsten Hinz<br \/>\nAm 1. September 2026, dem Jahrestag des Kriegsbeginns 1939, hat die Bundesregierung das deutsch-russische Abkommen \u00fcber die beidseitigen Kultur- und Informationszentren gek\u00fcndigt. Die Folge ist die Schlie\u00dfung des \u201eRussischen Hauses der Wissenschaft und Kultur\u201c in der Berliner Friedrichsta\u00dfe und die spiegelbildliche Liquidation der Goethe-Institute in Moskau, Sankt Petersburg und Nowosibirsk. Damit sind letzte Br\u00fccken zwischen Deutschland und Russland abgebrochen worden: kulturelle, symbolische, politische, emotionale. Das Kulturzentum war 1984 er\u00f6ffnet worden, damals in der Hauptstadt der DDR. Das 1993 abgeschlossene und 2013 erneuerte Kulturabkommen hatte ihm seine Fortexistenz gesichert.<br \/>\nDer siebenst\u00f6ckige, im klobigen Sowjetstil errichtete Bau war sp\u00e4testens seit Beginn des Ukraine-Krieges ein Stein des Ansto\u00dfes, \u00e4hnlich wie vor gut 60 Jahren das Amerika-Haus im Berliner Westen, das vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs von der Studentenbewegung attackiert wurde. Der Unterschied: Das Amerika-Haus wurde vom Staat gesch\u00fctzt; die Ablehnung des Russischen Hauses kam neben ukrainischen Exilanten direkt aus dem Politikbetrieb. Es handele sich um einen \u201eUmschlagplatz f\u00fcr Desinformationen\u201c, hie\u00df es. Der gl\u00fccklose Berliner SPD-Kandidat Steffen Krach postierte sich im Wahlkampf vor dem Haus mit einem Plakat, auf dem zu lesen stand: \u201eHier k\u00f6nnen wir enteignen, liebe Linke! Seid ihr dabei?\u201c Soviel versteht ein deutsches Provinzei von Au\u00dfenpolitik. Das Haus bleibt nat\u00fcrlich Eigentum der Russischen F\u00f6deration. Der Grund und Boden geh\u00f6rt zwar der Bundesrepublik, doch das Abkommen von 2013 sichert Russland die Nutzung f\u00fcr 99 Jahre zu. Der Vertrag ist nicht einseitig k\u00fcndbar.<\/p>\n<p>Anlass f\u00fcr die Schlie\u00dfung war die mit Sprengstoff best\u00fcckte Drohne auf dem Leipziger Flughafen, die von einem beherzten Busfahrer \u2013 es muss sich um einen professionellen Kung-Fu-Fighter gehandelt haben \u2013 au\u00dfer Gefecht gesetzt wurde. Au\u00dfenminister Johannes Wadphul, der die K\u00fcndigung bekanntgab, war bereits im Fr\u00fchjahr 2025 klargewesen: \u201eRussland wird immer ein Feind f\u00fcr uns bleiben.\u201c Die Eskalationsspirale in den deutsch-russischen Beziehungen hat eine neue Drehung vollzogen.<\/p>\n<p>Begr\u00fcndet wurde der Entschluss mit der russischen Spionaget\u00e4tigkeit und der hybriden Kriegsf\u00fchrung auf deutschem Boden. Selbstverst\u00e4ndlich spionieren die Russen in Deutschland. Das tun gewiss auch die Chinesen, die Franzosen, die Polen und die USA sowieso. 2013 machten Whistleblower bekannt, dass der Geheimdienst NSA das Handy der Kanzlerin abh\u00f6rte. Nur sehr naive Menschen konnten davon \u00fcberrascht sein. Und Hand aufs Herz: Wir wollen hoffen, dass der BND in Russ-land ebenfalls t\u00fcchtig spioniert und der Merz-Regierung reichlich Informationen liefert, die sie zu rationalen Entscheidungen bef\u00e4higt.<\/p>\n<p>Deutschland ist f\u00fcr die Ukraine wichtigster Finanzier, logistische Drehscheibe, Hinterland. In einem Interview mit der Neuen Z\u00fcrcher Zeitung hat der fr\u00fchere BND-Chef Gerhard Schindler die Sichtweise und Handlungslogik der Russen erl\u00e4utert. F\u00fcr sie sei die Unterscheidung zwischen Krieg, Frieden und hybridem Krieg unma\u00dfgeblich. \u201eJeder, der die Ukraine mit Waffen, Energieversorgung, Ersatzteilen oder anderen wichtigen G\u00fctern unterst\u00fctzt, ist aus russischer Sicht Teil des ukrainischen Systems, das es zu bek\u00e4mpfen gilt. Die Russen machen eine n\u00fcchterne Lagebeurteilung: Woher kommt das Geld? Woher kommen Waffen und Ger\u00e4t? Dann stellen sie fest: aus Deutschland.\u201c Also sei Deutschland ein Gegner. Die Ausweisung von Agenten h\u00e4lt er f\u00fcr kontraproduktiv, denn sie betrifft \u201ebereits erkannte Angeh\u00f6rige russischer Dienste. F\u00fcr die deutschen Nachrichtendienste konnte es durchaus von Vorteil sein, wenn man wusste: Dieser Kulturattach\u00e9 geh\u00f6rt zum GRU oder dieser Wirtschaftsattach\u00e9 zum FSB. Dann konnte man ihn beobachten und seine Aktivit\u00e4ten verfolgen. Wenn man ihn ausweist, f\u00e4ngt man wieder von vorne an.\u201c Hinter der Ausweisung st\u00fcnden nicht die deutschen Geheimdienste. \u201eDas hatte politische Gr\u00fcnde.\u201c<\/p>\n<p>Es wird im Russischen Haus keine Veranstaltungen und Sprachkurse mehr geben. Das sorgt f\u00fcr Frustration bei Besuchern und Interessenten, doch der unmittelbare Schaden ist \u00fcberschaubar. Schwerer wiegt die symbolische Ohrfeige, die auch Russen empfinden, die Putin ablehnen. Noch gr\u00f6\u00dfer ist der Schaden, den Deutschland durch die Schlie\u00dfung der Goethe-Institute in Russland erleidet. Die Besucher von Auslandsinstituten sind an der Kultur des Gastlandes interessiert. Sie sind in der Regel \u00fcberdurchschnittlich gebildet und empfehlen sich als Multiplikatoren, Netzwerker, als Angeh\u00f6rige oder Aspiranten einer kulturellen, politischen und sonstigen Elite. In repressiven Gesellschaften bilden derartige Einrichtungen eine regelrechte Oase. Die Besucher treten in eine andere Welt ein und nehmen sie in sich auf. Russland wird immer ein m\u00e4chtiger und schwieriger Nachbar bleiben. Deshalb w\u00e4re die Pflege auch niedrigschwelliger Kontakte wichtig. Diese M\u00f6glichkeit wird durch tagespolitische Taktik zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Kultur kann \u2013 um den banalisierten Topos aufzugreifen \u2013 Zeichen setzen. Der \u00f6ffentliche H\u00f6hepunkt der Reise Konrad Adenauers nach Moskau im Jahr 1955 war der Besuch im Bolschoi-Theater, wo das Ballett \u201eRomeo und Julia\u201c mit der Musik von Sergej Prokowjew aufgef\u00fchrt wurde. Am Ende reichen sich die Oberh\u00e4upter der feindlichen Familien Capulet und Montague \u00fcber den Leichen ihrer Kinder die Hand. Adenauer und der sowjetische Ministerratsvorsitzende Nikolai Bulganin nahmen die Geste auf und sch\u00fcttelten sich ebenfalls die H\u00e4nde. Das geriet zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges zur spektakul\u00e4ren Demonstration. Die Wunden, die Deutsche und Russen sich gegenseitig geschlagen hatten, bluteten noch. Die Sowjetf\u00fchrer waren beinharte Kommunisten, Adenauer ein beinharter Antikommunist. Die deutsch-sowjetischen Interessengegens\u00e4tze schienen un\u00fcberbr\u00fcckbar. Trotzdem sahen Adenauer und Bulganin sich in der Pflicht, vor ihren V\u00f6lkern zu bekunden, dass Deutsche und Russen in einer gemeinsamen Welt lebten und irgendwann wieder zusammenfinden m\u00fcssten. Einen Tag sp\u00e4ter wiederholte sich die Szene vor der Datscha, in der die deutsche Delegation untergebracht war; als dritter Beteiligter trat Parteichef Nikita Chruschtschow hinzu. Die Auftritte glichen den allegorischen Darstellungen aus der Barockzeit, in denen zwei, drei oder vier Monarchen ihre H\u00e4nde ins eins legen, um ihr B\u00fcndnis oder einen Friedensschluss zu dokumentieren.<\/p>\n<p>\u00dcber die Symbolik hinaus kann die Kultur einen unmittelbaren Ankn\u00fcpfungspunkt f\u00fcr die Diplomatie bieten. Im Oktober 1960 kam es in der Uno-Vollversammlung, ausgel\u00f6st durch die Rede des US-Vertreters, zu einem legend\u00e4ren Wutanfall Chruschtschows. Der Kalte Krieg, der wegen der Berlin-Krise leicht in einen hei\u00dfen umzuschlagen drohte, versch\u00e4rfte sich weiter. Doch wenige Tage sp\u00e4ter besuchte Chruschtschow \u00fcberraschend den Auftritt eines amerikanischen Ballett-Ensembles in Moskau. Nach der Vorstellung gab er f\u00fcr die K\u00fcnstler ein Essen, das er f\u00fcr Gespr\u00e4che mit dem US-Botschafter nutzte. Der Vorgang wiederholt sich im Oktober 1962, als die Kuba-Krise in einen Atomkrieg einzum\u00fcnden drohte. Wieder erschien Chruschtschow mit hochrangiger Begleitung zum Auftritt eines US-Balletts in Moskau. Die Amerikaner verstanden die Geste so, wie sie gemeint war: als eine Geste und ein Angebot zur Entspannung. Das Inferno wurde im letzten Moment verhindert.<\/p>\n<p>Die Aufk\u00fcndigung der Kulturvereinbarung durch die Bundesregierung geht in die entgegengesetzte Richtung. Die strategische \u00dcberlegung, die dahintersteht, bleibt unklar. Die Schlie\u00dfung des Russischen Hauses verk\u00fcrzt das Elend der Ukraine um keinen Tag; sie verschlechtert nur die Ausgangslage f\u00fcr deutsch-russische Gespr\u00e4che, die eines Tages wieder gef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Die Entscheidung erscheint desto widersinniger, weil andererseits behauptet wird, ein russischer Angriff auf Nato-Gebiet sei jederzeit denkbar. Tats\u00e4chlich sind drohende Kommentare in Richtung Deutschland zu h\u00f6ren. Angesichts der konventionellen Schw\u00e4che der russischen Armee m\u00fcsste ein solcher Angriff mit Atomwaffen unterlegt sein. Wenn man ernsthaft von dieser Bedrohung ausgeht, w\u00e4re es erst recht angesagt, Gespr\u00e4chskan\u00e4le offenzuhalten statt sie mutwillig trockenzulegen.<\/p>\n<p>Die andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re, dass es sich bei der dramatischen Lagebeschreibung um Propaganda zu innenpolitischen Zwecken handelt. Die Beschw\u00f6rung einer unmittelbaren Gefahr von au\u00dfen soll den inneren Zusammenhalt sichern, der mangels einer verbindenden Staatsidee rasant erodiert. Das w\u00e4re ein riskantes Spiel. Auch auf diesem Feld erweist sich die AfD, die Gepr\u00e4che mit Moskau fordert und auf die Sch\u00e4den hinweist, die Deutschland durch seine Embargopolitik gegen Russland erleidet, als Stachel im schlaffen Fleisch. In \u201eihrer Russlandunterw\u00fcrfigkeit und ihrem Landesverteidigungsdef\u00e4tismus\u201c \u00fcberschreite sie \u201edie Grenze zum Landesverrat\u201c, donnerte die FAZ.<\/p>\n<p>Kehren wir noch einmal zur\u00fcck in die Geschichte, zum Mauerbau 1961, der ein sowjetrussischer Faustschlag auf das Glaskinn des geteilten Deutschland war. Am 16. August 1961, drei Tage nach der gewaltsamen Grenzschlie\u00dfung in Berlin, tobte die Bild-Zeitung mit der Schlagzeile \u201eDer Westen tut NICHTS!\u201c gegen den Gleichmut an, mit dem die Verb\u00fcndeten die Zementierung der deutschen Teilung quittierten. Konrad Adenauer aber empfing den sowjetischen Botschafter Andrej Smirnow zu einem Gespr\u00e4ch und versicherte anschlie\u00dfend in einem Kommuniqu\u00e9, \u201edass die Bundesregierung keine Schritte unternimmt, welche die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der UdSSR erschweren und die internationale Lage verschlechtern k\u00f6nnen\u201c. Das muss den alten Kanzler hart angekommen sein, zumal der Mauerbau das Scheitern seines urspr\u00fcnglichen Konzepts, die Sowjetunion mit der vereinten Kraft des Westens zur Herausgabe der DDR zu bewegen, besiegelte. Aber er handelte gem\u00e4\u00df seiner Einsicht in die Realit\u00e4ten. Die Welt war froh, dass der Berlin-Krise die Spitze genommen war. \u201eEine Mauer ist verdammt viel besser als ein Krieg\u201c, kommentierte US-Pr\u00e4sident Kennedy das monstr\u00f6se Bauwerk.<\/p>\n<p>Die Deutschen zogen daraus die Lehre, dass Deutschland-Politik nur mit, nicht gegen die Sowjetunion erfolgreich sein kann. Die DDR-B\u00fcrger mussten sich au\u00dferdem damit abfinden, bis auf weiteres den Launen der Moskauer F\u00fchrung ausgeliefert zu sein. Nur ein neues Tauwetter in der Sowjetunion konnte grundlegende Ver\u00e4nderungen bringen. Die Aktivit\u00e4ten des \u2013 damals sowjetischen \u2013 Kulturzentrums fielen in eine solche Zeit der Ver\u00e4nderungen. 1985 trat der Reformer Michail Gorbatschow an die Spitze der Kommunistischen Partei. Die Auswirkungen waren bald zu sp\u00fcren. Pl\u00f6tzlich kamen interessante Filme und B\u00fccher aus der Sowjetunion, die man sich anschaute und las, weil sie neue Perspektiven auf die Welt er\u00f6ffneten. Auch der Blick auf Russland ver\u00e4nderte sich nachhaltig. Daran zu erinnern bedeutet nicht, Russland als Vorbild oder Gegenentwurf zu den westlichen Gesellschaften zu begreifen oder den Phantasmen vom Dritten Rom und der messianischen Mission der russischen Orthodoxie anzuh\u00e4ngen. Es bedeutet schlichtweg Realismus.<br \/>\nBesonders popul\u00e4r waren in der DDR die B\u00fccher des russisch schreibenden Autors Tschingis Aitmatow (1928\u20132008), der Gegenwartsprobleme virtuos mit den Mythen seiner kirgisischen Heimat verkn\u00fcpfte. Sein Roman \u201eDer Tag zieht den Jahrhundertweg\u201c enth\u00e4lt die Geschichte der Mankurts: Kriegsgefangene, denen das Kopfhaar abgeschoren und eine feuchte Kamelhaut \u00fcber den nackten Sch\u00e4del gezogen wurde, die sich unaufl\u00f6slich mit der Kopfhaut verband. Der weitere Haarwuchs richtete sich nach Innen, wo er das Gehirn zerst\u00f6rte. Wer die qualvolle Prozedur \u00fcberlebte, war zum Zombie ohne Ged\u00e4chtnis und eigenen Willen geworden. Da er die eigene Mutter nicht mehr erkannte, war er bereit zum Muttermord.<\/p>\n<p>Die Legende bot sich damals als Gleichnis auf gl\u00e4ubige Kommunisten an. Es l\u00e4sst sich erweitern auf blinde Zweckrationalisten, auf Konsum- und sich zu Tode am\u00fcsierende Medien- und Digitalidioten. In einem h\u00f6heren Sinne handelt es sich um ein Gleichnis auf besinnungslose Gefangene, die \u201eunter entw\u00fcrdigenden Bedingungen am Leben (ge)lassen\u201c wurden, \u201ein denen \u00dcberleben und Sich-treubleiben ausschlie\u00dfen\u201c (Arnold Gehlen). Die Besch\u00e4ftigung mit russischer Kultur und Literatur kann bei der Selbsterkenntnis helfen. Das gilt erst recht nach der Schlie\u00dfung des Russischen Hauses.<br \/>\nFotos: Schlie\u00dfung des deutschen Generalkonsulats in Sankt Petersburg: Mitarbeiter entfernen das Staatswappen. Die Anordnung dazu kam vom russischen Au\u00dfenministerium als Reaktion auf die Entscheidung der Bundesregierung, Einrichtungen Russlands in Bonn und Berlin zu schlie\u00dfen<br \/>\n&#8230;. Alles vom 9.10.2026 von Thorsten Hinz bitte lesen in der JF 42\/26, Seite 13<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jf.de\">https:\/\/www.jf.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global\u00a0&gt;Deutschland &gt;Russland &gt;Deutschland-Russland &gt;Russland-Deutschland Listenauswahl eines Beitrags: anklicken (falls unterstrichen) oder scrollen\u00a0 Thorsten Hinz: Deutsch-russische Kulturinstitute schlie\u00dfen 1.9.2026 (9.10.2026) &nbsp; Thorsten Hinz: Deutsch-russische Kulturinstitute schlie\u00dfen 1.9.2026 Wenn die letzten Br\u00fccken brechen Die Schlie\u00dfung von Kulturinstituten kappt Verbindungen, die gerade &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/russland\/russland-deutschland\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":43422,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-154689","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/154689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=154689"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/154689\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154694,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/154689\/revisions\/154694"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/43422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=154689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}