{"id":154607,"date":"2026-10-11T18:58:00","date_gmt":"2026-10-11T16:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=154607"},"modified":"2026-10-19T13:01:54","modified_gmt":"2026-10-19T11:01:54","slug":"rubio","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/rubio\/","title":{"rendered":"Rubio"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"\u00b4Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Partnerschaft\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/partnerschaft\/\">Partnerschaft<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"USA\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/\">USA<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/biden\/\">Biden<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/trump\/\">Trump<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/vance\/\">Vance<\/a> &gt;Rubio<\/p>\n<div id=\"attachment_94495\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-94495\" class=\"size-full wp-image-94495\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"346\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan.jpg 600w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Deutschland-USA-China-Indien-pan-180x104.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-94495\" class=\"wp-caption-text\">D, USA, China und Indien im Gr\u00f6\u00dfenvergleich<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Listenauswahl eines Beitrags: <span style=\"text-decoration: underline;\">anklicken (falls unterstrichen)<\/span> oder scrollen<\/li>\n<li>Appell von Athen: US-Au\u00dfenminister Rubio fordert Europa zur Selbstbehauptung auf (16.10.2026)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/154893-2\/\">Europa aus sich selbst heraus: ohne USA, EU, RU, CN<\/a> (16.10.2026)<\/li>\n<li>Rubio&#8217;s Rede vor der Akropolis: Nationalstaaten und westliche Zivilisation st\u00e4rken (14.10.2026)<\/li>\n<li>Kontrafunk: Marco Rubios Rede in Athen und ihre au\u00dfenpolitische Bedeutung: Susanne Heger mit einer Analyse (9.10.2026)<\/li>\n<li>Rubios Rede in Griechenland deutet auf gr\u00f6\u00dfere Ambitionen hin (8.10.2026)<\/li>\n<li>Rubio warnt den Westen vor \u201eeiner Zukunft voller Verfall, Knechtschaft und Niedergang\u201c (7.10.2026)<\/li>\n<li><strong>Marco Rubio: Redetet\u00a0 am 7.10.2026 vor der Athener Akropolis (7.10.2026)<\/strong><\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-usa\/\">Deutschland-USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/eu\/europa\/154893-2\/\">Europa-first<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/usa-trump\/\">USA-Trump<\/a>o<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Appell von Athen: US-Au\u00dfenminister Rubio fordert Europa zur Selbstbehauptung auf<\/strong><br \/>\nMichael Wiesberg<\/p>\n<p>Es war eine Brandrede, ein flammender Appell an Europa, den US-Au\u00dfenminister Marco Rubio am 7. Oktober auf dem geschichtstr\u00e4chtigen Athener Pnyx-H\u00fcgel mit der dramatisch illuminierten Akropolis im R\u00fccken hielt: Der Westen habe nicht nur Macht, sondern auch Stolz und Selbstbehauptungswillen verloren. N\u00f6tig sei eine kulturelle und machtpolitische Erneuerung. Die Rede versucht, die Politik der Trump-Regierung in eine umfassendere zivilisationsgeschichtliche Perspektive einzubetten. Mit Blick auf die bevorstehenden Kongresswahlen am 3. November l\u00e4sst sie sich zugleich als Versuch verstehen, den Republikanern \u00fcber die Tagespolitik hinaus eine identit\u00e4tsstiftende Erz\u00e4hlung nationaler Erneuerung zu liefern.<\/p>\n<p>Rubios Befund ist eine zivilisatorische Anklage: Der Westen habe seine einstige St\u00e4rke aus Ehrgeiz, Entdeckergeist und kulturellem Selbstbewusstsein gesch\u00f6pft, verleugne heute jedoch sein Erbe, habe sich der Massenmigration ge\u00f6ffnet und verspiele durch Deindustrialisierung und Souver\u00e4nit\u00e4tsverzicht seine Macht. An diesem historischen Wendepunkt gehe es um nichts Geringeres als die Selbstbehauptung der westlichen Zivilisation. Die Antwort der Trump-Regierung hierauf lautet: nationale Interessen statt Selbstverleugnung, Reindustrialisierung statt Abh\u00e4ngigkeit, milit\u00e4rische St\u00e4rke statt geopolitischer Selbstbeschr\u00e4nkung.<\/p>\n<p>Zentral ist der antike Begriff des Thymos, den Rubio als Feuer aus Leidenschaft, St\u00e4rke, Mut und Stolz beschreibt. Ohne ihn verl\u00f6ren Nationen den Willen, zu k\u00e4mpfen, zu streben und zu \u00fcberleben. Rubio greift damit eine Diskussionslinie auf, die weit \u00fcber die gegenw\u00e4rtige nationalkonservative Str\u00f6mung in den USA zur\u00fcckreicht, auch wenn er hierf\u00fcr keinen modernen Denker nennt. Arnold Gehlen beispielsweise betonte die Bedeutung stabiler Institutionen und kritisierte die Ausdehnung universalistischer Moral auf politische Bereiche mit eigenen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten.<\/p>\n<p>Carl Schmitt wiederum wandte sich gegen die Illusion, politische Gegens\u00e4tze lie\u00dfen sich durch wirtschaftlichen Austausch, rechtliche Verfahren und moralische Appelle dauerhaft \u00fcberwinden. Peter Sloterdijk untersuchte in \u201eZorn und Zeit\u201c die politischen Kr\u00e4fte des Thymos, warnte aber auch vor dessen destruktivem Potential: Stolz kann ebenso sch\u00f6pferisch wie gewaltt\u00e4tig wirken.<\/p>\n<p>Sein ehemaliger Assistent, der AfD-Politiker Marc Jongen, diagnostizierte hingegen eine \u201ethymotische Unterversorgung\u201c Deutschlands und forderte eine St\u00e4rkung des kollektiven Selbstbehauptungswillens, eine Position, die Rubios Appell bemerkenswert nahe kommt.<\/p>\n<p>Eine Parallele ergibt sich zu Francis Fukuyama, der Anfang Oktober bei Markus Lanz \u00fcber den Reformbedarf demokratischer Institutionen sprach. Seine These vom \u201eEnde der Geschichte\u201c (1992) sah die liberale Demokratie ohne \u00fcberzeugende ideologische Alternative, wies aber zugleich darauf hin, dass sie das menschliche Streben nach Anerkennung und Gr\u00f6\u00dfe nicht vollst\u00e4ndig befriedigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Fukuyama darin eine Gefahr f\u00fcr die Demokratie sieht, erkennt der US-Au\u00dfenminister eine Chance zur Erneuerung. F\u00fcr Rubio h\u00e4ngt die Verteidigungsf\u00e4higkeit des Westens davon ab, dass nationale Souver\u00e4nit\u00e4t durch industrielle Kapazit\u00e4t, technologische F\u00fchrungsrolle und eine glaubw\u00fcrdige milit\u00e4rische Abschreckung gest\u00fctzt wird.<br \/>\nF\u00fcr Europa ist das eine unbequeme Botschaft: Seine sicherheitspolitische Abh\u00e4ngigkeit von den USA und seine Schw\u00e4chen bei digitalen Schl\u00fcsseltechnologien sind kaum zu bestreiten. Gewiss erkl\u00e4rt sich Chinas Aufstieg nicht allein durch westliche Selbstvergessenheit.<br \/>\nDoch Macht setzt Willen voraus; eine Gesellschaft aber, die ihre Geschichte nur als Schuldgeschichte lehrt, bringt kaum jene Ingenieure, Unternehmer oder Soldaten hervor, die f\u00fcr ihr Land Risiken tragen wollen. Rubios Rede wirft damit eine Frage auf, die Europa unmittelbar betrifft: Wie l\u00e4sst sich nationale Souver\u00e4nit\u00e4t unter den Bedingungen wachsender Gro\u00dfm\u00e4chtekonkurrenz durch Zusammenarbeit sichern?<\/p>\n<p>Einen Ansatz zeigt der Vorsto\u00df von Friedrich Merz und Emmanuel Macron. In einem Brief an die EU-Kommission schlagen sie vor, schneller und sch\u00e4rfer gegen Marktverzerrungen aus Drittstaaten vorzugehen, bis hin zu einem neuen Instrument, das notfalls den sofortigen Ausschluss vom Binnenmarkt erlaubt. China wird zwar nicht erw\u00e4hnt, die Initiative zielt aber erkennbar auf chinesische Subventionen, \u00dcberkapazit\u00e4ten und einseitige Abh\u00e4ngigkeiten. Dass wirtschaftliche Offenheit nicht l\u00e4nger losgel\u00f6st von strategischen Interessen gedacht wird, ist \u00fcberf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Abschottung allein gen\u00fcgt jedoch nicht. Handelsbarrieren verschaffen Unternehmen zwar Zeit, beseitigen aber weder Innovationsschw\u00e4che noch hohe Energiekosten oder fehlendes Risikokapital. Europa braucht bezahlbare Energie, leistungsf\u00e4hige Kapitalm\u00e4rkte, Investitionen in Schl\u00fcsseltechnologien, eine koordinierte Verteidigungsindustrie und deutlich weniger Regulierung.<\/p>\n<p>Rubios Diagnose liegt europ\u00e4ischen Interessen n\u00e4her, als mancher in Br\u00fcssel wahrhaben will. Er betont, Institutionen und B\u00fcndnisse sollten nationale Souver\u00e4nit\u00e4t verteidigen, nicht abschaffen. Daran m\u00fcsste Europa ankn\u00fcpfen: mit selbstbewussten Nationen, die dort kooperieren, wo sie allein unterlegen sind, statt Zust\u00e4ndigkeiten in Br\u00fcssel zu b\u00fcndeln und die Nationalstaaten zu schw\u00e4chen.<br \/>\nDie Rede des US-Au\u00dfenministers markiert eine Verschiebung der westlichen Selbstverst\u00e4ndigung: Nach dem Kalten Krieg ging es darum, wie sich die liberale Ordnung ausdehnen l\u00e4sst, heute darum, wie sie sich gegen \u00e4u\u00dfere Konkurrenten und innere Spannungen behauptet.<\/p>\n<p>Die Wiederentdeckung des Thymos allein erneuert den Westen nicht. Entscheidend ist, ob und wie sich der Wille zur Selbstbehauptung in Institutionen, Innovation und politische Handlungsf\u00e4higkeit \u00fcbersetzt. Gerade deshalb reicht die Bedeutung von Rubios Athener Grundsatzrede weit \u00fcber ihren Anlass hinaus: Sie fordert den Westen auf, sich seiner selbst wieder gewiss zu werden. Ob Europa darin einen Weckruf oder eine Zumutung sieht, wird \u00fcber seinen Platz in den kommenden Jahrzehnten mitentscheiden.<br \/>\n&#8230; Alles vom 16.10.2026 von Michael Wiesberg bitte lesen in der JF 43\/26, Seite 1<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.jf.de\">https:\/\/www.jf.de\u00a0<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rubio&#8217;s Rede vor der Akropolis: Nationalstaaten und westliche Zivilisation st\u00e4rken<\/strong><br \/>\nWahrscheinlich haben Sie diese Rede <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eOv1DpML7I4&amp;t=305s\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eOv1DpML7I4&amp;t=305s<\/a> schon geh\u00f6rt. Wenn nicht, sollten Sie es tun. (Auf Deutsch findet man sie hier<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/article6ac788cb54d8fdab877607b5\/akropolis-rede-wir-befinden-uns-an-einem-wendepunkt-unserer-zivilisation-rubios-warnung-an-europa.html\">https:\/\/www.welt.de\/debatte\/article6ac788cb54d8fdab877607b5\/akropolis-rede-wir-befinden-uns-an-einem-wendepunkt-unserer-zivilisation-rubios-warnung-an-europa.html<\/a> .)<br \/>\nWas Rubio vortr\u00e4gt, ist die Quintessenz des sogenannten Rechtspopulismus. Er sagt, die Administration Trump wolle die Nationalstaaten nicht schleifen, sondern st\u00e4rken, den Westen nicht \u201edekonstruieren\u201d, sondern die westliche Zivilisation als die beste aller (bisherigen) Zivilisationen wieder zur\u00fcck an die Spitze f\u00fchren. Er erkl\u00e4rt das Ende jener als Humanismus maskierten westlichen antinationalen Politik, deren Vertreter nicht im Interesse ihrer V\u00f6lker handelten, sondern sich das Mandat einer herbeiphantasierten Menschheit erschlichen bzw. anma\u00dften (und nat\u00fcrlich vorrangig in ihrem eigenen Interesse agierten), und die damit verfilzte Macht \u00fcbernationaler, durch nichts legitimierter Organisationen.<br \/>\nDer Rechtspopulismus betrachtet die V\u00f6lker und Nationen sowohl als Gedanken Gottes als auch als Speerspitzen der gesellschaftlichen Evolution. Das Gegenteil zentralistischer Weltbeplanung ist f\u00fcr ihn das freie Spiel miteinander friedlich konkurrierender Nationen. Sein Matra ist, dass jeder vor der eigenen T\u00fcr kehren m\u00f6ge und dann die Welt insgesamt schon besser werde, jedenfalls besser als wenn eine parasit\u00e4re \u201eWeltregierung\u201d auf letzlich KPdSU-artige Weise das Schicksal der Gattung lenkt.<br \/>\nUnd als ewiges Vorbild f\u00fcr diesen freien Wettbewerb der Kr\u00e4fte preist Rubio den Agon der Griechen.<br \/>\n\u201eF\u00fcr die Griechen der Antike war das Streben nach Vortrefflichkeit das eigentliche Prinzip der menschlichen Existenz. Sie richteten das gesamte gesellschaftliche Leben auf Wettstreit, Ehrgeiz und Konkurrenz aus: in der Philosophie und Dichtung, in der Bildhauerei und im Theater, im Sport und in der Kunst, im Krieg und in der Staatskunst. Die klassische griechische Stadt war eine Arena, in der sich gro\u00dfe M\u00e4nner beweisen und ihr Potenzial durch st\u00e4ndigen Kampf verfeinern konnten \u2013 um die Besten, die St\u00e4rksten, die Sch\u00f6nsten zu sein und sich anzustrengen, der Vollkommenheit immer n\u00e4her zu kommen.\u201d<br \/>\nHeute herrscht abendlanduntergehweit bekanntlich ein diametral entgegengesetztes Menschenbild der Nivellierung nach unten, des Miserabilismus, des S\u00e4gens am eigenen Ast.<br \/>\nWeiter der US-Au\u00dfenminister: \u201eUnsere Vorstellungen von Recht, Tugend, Staatsb\u00fcrgerschaft und republikanischer Regierungsform wurden in den griechischen Stadtstaaten gepr\u00e4gt. Sogar ein Gro\u00dfteil unseres politischen Vokabulars \u2013 Begriffe wie \u201aDemokratie\u2019, \u201aTyrannei\u2019, das Wort \u201aPolitik\u2019 selbst \u2013 hat hier seinen Ursprung.<br \/>\nAll das ist wahr. Doch was wir diesem Ort \u2013 als Amerikaner und als Westler \u2013 zu verdanken haben, reicht in Wirklichkeit weit, weit tiefer. Diese Institutionen und Ideen \u2013 diese Institutionen und Ideen waren der \u00e4u\u00dfere Ausdruck grundlegenderer Eigenschaften, die wir bei den alten Griechen erkennen \u2013 Eigenschaften, die sich nicht auf ein bestimmtes politisches System oder eine bestimmte Theorie reduzieren lassen.<br \/>\nHier, in Athen, fanden wir die erste vollst\u00e4ndige Verwirklichung all jener wesentlichen Z\u00fcge, die den Westen sp\u00e4ter pr\u00e4gen sollten: ausgepr\u00e4gte Individualit\u00e4t und unerbittlicher Ehrgeiz; k\u00fchne Erforschung und Erfindung; eine Sehnsucht nach Entdeckung, nach Abenteuer, Risiko und Ruhm. Eine unstillbare Neugier auf die Welt und die Prinzipien, nach denen sie funktioniert, ein Hunger danach, die Geheimnisse der Natur zu ergr\u00fcnden und die Geheimnisse des Kosmos zu erfassen. Eine Ungeduld gegen\u00fcber dem Begriff des Unm\u00f6glichen, das Ansto\u00dfen an alle Grenzen und Beschr\u00e4nkungen, das Streben danach, in die Tiefen des Unbekannten zu blicken.<br \/>\nDies waren nicht blo\u00df die Formeln oder Grunds\u00e4tze einer bestimmten philosophischen Schule. Es waren die Merkmale eines Volkes \u2013 zum Ausdruck gebracht in seinen Traditionen, seinen Geschichten, seiner Vorstellungskraft; in den Eigenschaften, die es von seinen B\u00fcrgern verlangte; in den Dingen, f\u00fcr die es lebte, k\u00e4mpfte und starb. Sie zu kennen bedeutet, uns selbst zu kennen.\u201d<br \/>\nDer Westen, so Rubio, stehe heute am Scheideweg. Wenn seine F\u00fchrer das Panier sinken lassen, werden andere es ergreifen. Die \u2013 westliche, linke \u2013 Idee der one world ist eine Illusion, die andernorts allenfalls als Schw\u00e4che und als Einladung zur Okkupation empfunden wird.<br \/>\nLet\u2019s make Western civilisation great again.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nRubios historische Rede stie\u00df in der deutschen \u00d6ffentlichkeit auf eine erwartbar geringe Resonanz. Das Zentralorgan der Agonophobie, die Zeit, und deren kleine Schwester aus Berlin Kreuzberg haben sie gar nicht erst erw\u00e4hnt, desgleichen h\u00fcllten sie der Spiegel und der S\u00fcddeutsche Beobachter in beredtes Verschweigen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 14.10.2026 von <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/dichter\/klonovsky\/\">Michael Klonovsky<\/a> bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.klonovsky.de\/2026\/10\/14-oktober-2026\/\">https:\/\/www.klonovsky.de\/2026\/10\/14-oktober-2026\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kontrafunk: Marco Rubios Rede in Athen und ihre au\u00dfenpolitische Bedeutung: Susanne Heger mit einer Analyse<\/strong><br \/>\n9.10.2026<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mTfzTvD93jg\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mTfzTvD93jg<\/a> (11:20)<br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Rubios Rede in Griechenland deutet auf gr\u00f6\u00dfere Ambitionen hin<\/strong><br \/>\nUS-Au\u00dfenminister Marco Rubio reiste als rangh\u00f6chster Diplomat der USA nach Griechenland. Doch seine Rede passte zu einem Politiker, der die MAGA-Bewegung beerben will.<br \/>\nRubio hielt am Mittwoch eine weitreichende Rede \u00fcber die Vorz\u00fcge der westlichen Zivilisation. Darin versuchte er, die \u201eAmerica First\u201c-Agenda von Pr\u00e4sident Donald Trump einzuordnen. Er stellte sie als Teil einer breiteren westlichen Tradition des nationalen Ehrgeizes und der Erneuerung dar.<br \/>\n\u201eWir k\u00f6nnen viel mehr von den M\u00e4nnern des antiken Griechenlands lernen\u201c, sagte Rubio. \u201eSie wussten, dass nichts Egoistisches oder Falsches daran war, der eigenen Nation treu zu sein, und ebenso wenig daran, f\u00fcr ihre Interessen \u00fcber alles andere hinaus zu k\u00e4mpfen.\u201c<br \/>\nEr rief die Amerikaner dazu auf, die geistige Tradition von Kopernikus, Galileo, Kepler und Newton anzunehmen. Au\u00dferdem sollten sie dem \u201emodernen\u201c Impuls widerstehen, \u201edas Durchschnittliche, das Gew\u00f6hnliche, das Mittelm\u00e4\u00dfige\u201c aufzuwerten.<\/p>\n<p>Rubios Blick auf die westliche Tradition<br \/>\nMitarbeiter des Au\u00dfenministeriums inszenierten die Rede aufwendig. Sie bedienten vier Videokameras, darunter eine auf einem Kran. Mit ihnen filmten sie Rubio auf der Pnyx. Auf diesem H\u00fcgel kamen die Athener der Antike zusammen, um zu debattieren und abzustimmen. So legten sie fr\u00fche Grundlagen der Demokratie.<br \/>\nDie Rede f\u00e4llt in eine Zeit, in der Vizepr\u00e4sident JD Vance erste Konturen seiner f\u00fcr 2028 erwarteten Pr\u00e4sidentschaftskandidatur zeichnet. Rubio weist Fragen zu seinen eigenen politischen Ambitionen f\u00fcr die Zukunft dagegen reflexartig zur\u00fcck.<br \/>\nSeine \u00c4u\u00dferungen sind jedoch bemerkenswert: Rubio verteidigt damit nicht nur die Au\u00dfenpolitik der Trump-Regierung. Zugleich versucht er, Amerikas Zukunft zu bestimmen, w\u00e4hrend das Land mit dem Verh\u00e4ltnis von Moderne und Tradition ringt.<br \/>\n\u201eDas n\u00e4chste Jahrzehnt wird die Geschichte des n\u00e4chsten Jahrhunderts schreiben\u201c, sagte Rubio. \u201eDer Weg, den wir einschlagen, wird dar\u00fcber entscheiden, ob der Westen seinen Platz an der Spitze der Welt behauptet oder sich mit einer Zukunft aus Verk\u00fcmmerung, Unterwerfung und Niedergang abfindet.\u201c<\/p>\n<p>Helden, Wettbewerb und politische Gegner<br \/>\nIn seiner Rede verwies Rubio auf viele Pers\u00f6nlichkeiten der westlichen Geschichte, darunter Hern\u00e1n Cort\u00e9s. Der spanische Eroberer unterwarf das Aztekenreich auf umstrittene und \u00e4u\u00dferst gewaltsame Weise.<br \/>\nRubio pries das griechische Gemeinwesen, das sich \u201eum Wettstreit, Ehrgeiz und Konkurrenz\u201c organisiert habe.<br \/>\nOffenbar kritisierte er liberale Ausw\u00fcchse, die Standards senkten, \u201eum sicherzustellen, dass niemand verlieren wird\u201c. Zudem wandte er sich gegen den politischen Islam und die \u201eradikalen Mullahs des Iran, deren Todeskult Kinderselbstmordattent\u00e4ter als Nationalhelden feiert und das M\u00e4rtyrertum als Selbstzweck darstellt\u201c.<br \/>\n\u201eUnsere Helden m\u00f6gen bereit sein, f\u00fcr ihre Sache zu sterben, aber unsere Helden verehren nicht den Tod\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Rubios Pl\u00e4ne f\u00fcr Technologie und Sicherheit<br \/>\nMit Blick auf die Zukunft forderte Rubio, die USA sollten im Krieg mit Drohnen, bei wichtigen Rohstoffen, in der Cybersicherheit und bei \u201eSuperintelligenz\u201c f\u00fchrend sein. Trump verwendet \u201eSuperintelligenz\u201c als neues Schlagwort f\u00fcr KI.<br \/>\nBei einer fr\u00fcheren Pressekonferenz am Mittwoch fragte man Rubio nach der Gefahr, die KI f\u00fcr die Menschheit darstelle. Die Frage war auch, ob die Regierung etwas tun k\u00f6nne, um diese Gefahr einzud\u00e4mmen.<br \/>\nRubio war zuversichtlich, dass Trumps Arbeitsgruppe ihre Aufgabe erf\u00fcllen werde. Sie soll dem US-Geheimdienstkoordinator Jay Clayton erm\u00f6glichen, \u201edie m\u00f6glichen Nachteile der Superintelligenz abzumildern, aber auch die M\u00f6glichkeit zu schaffen, aus den guten Dingen Nutzen zu ziehen\u201c.<\/p>\n<p>Streit um die US-Botschafterin in Griechenland<br \/>\nVor Rubio sa\u00df die US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle. Das Wall Street Journal berichtete k\u00fcrzlich, Guilfoyle habe gedroht, die Macht der US-Regierung einzusetzen, um die griechische Regierung zu destabilisieren. Daraufhin kritisierten demokratische Senatoren sie.<br \/>\nMan fragte Rubio, ob ihr Verhalten gegen die Ethikregeln des Au\u00dfenministeriums versto\u00dfe. Er sagte, er wolle das Thema auf der Pressekonferenz nicht besprechen. \u201eEs gen\u00fcgt zu sagen, dass unsere Botschaft hier hervorragende Arbeit leistet. Unsere Botschafterin hat sich hier als starke Botschafterin erwiesen\u201c, sagte er.<br \/>\n&#8230; Alles vom 8.10.2026 von bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/marco-rubio-in-athen-rede-ueber-den-westen-und-seine-ambitionen-zr-94530441.htmlhttps:\/\/www.merkur.de\/politik\/marco-rubio-in-athen-rede-ueber-den-westen-und-seine-ambitionen-zr-94530441.html\">https:\/\/www.merkur.de\/politik\/marco-rubio-in-athen-rede-ueber-den-westen-und-seine-ambitionen-zr-94530441.htmlhttps:\/\/www.merkur.de\/politik\/marco-rubio-in-athen-rede-ueber-den-westen-und-seine-ambitionen-zr-94530441.html<\/a><\/p>\n<p><em>Zum Autor: John Hudson ist Reporter bei The Washington Post und berichtet \u00fcber das Au\u00dfenministerium und die nationale Sicherheit. Er geh\u00f6rte zu einem Team, das f\u00fcr seine Berichterstattung \u00fcber die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi f\u00fcr den Pulitzer-Preis f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst nominiert war. Er hat aus Dutzenden L\u00e4ndern berichtet, darunter der Ukraine, China, Afghanistan, Indien und Belarus.Dieser Artikel war zuerst am 07. Oktober 2026 in englischer Sprache bei der \u201eWashingtonpost.com\u201c erschienen \u2013 im Zuge einer Kooperation steht er nun in \u00dcbersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verf\u00fcgung.<br \/>\n.<br \/>\n.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>Rubio warnt den Westen vor \u201eeiner Zukunft voller Verfall, Knechtschaft und Niedergang\u201c<\/strong><br \/>\nDer Westen m\u00fcsse sich wieder auf die Lehren des antiken Griechenlands besinnen, sagt der amerikanische Au\u00dfenminister vor der Akropolis. Europa l\u00e4dt er zur Zusammenarbeit ein. Der amerikanische Au\u00dfenminister sieht die L\u00f6sungen f\u00fcr die Probleme und Herausforderungen der Gegenwart in der Vergangenheit. In einer Grundsatzrede in Athen machte Marco Rubio klar, dass der Westen sich ein Beispiel nehmen m\u00fcsse am antiken Griechenland, um seine Zukunft zu erhalten. Die M\u00e4nner und Frauen Griechenlands h\u00e4tten noch gewusst, \u201edass nichts Egoistisches oder Falsches in der Loyalit\u00e4t zu ihrem Vaterland liegt und darin, f\u00fcr die Verteidigung seiner Interessen vor allem anderen zu k\u00e4mpfen\u201c, sagte Rubio vor dem Hintergrund der Akropolis.<br \/>\nRubio wiederholte in seiner Rede Punkte die auch schon der amerikanische Vizepr\u00e4sident J. D. Vance in seiner vieldiskutierten Rede bei der M\u00fcnchener Sicherheitskonferenz im vergangenen Jahr vorgebracht hatte, wenn auch in weniger konfrontativem Ton. Der Westen habe sich von seinen Prinzipien, den Prinzipien des antiken Griechenlands, abgewandt, so Rubio.<br \/>\nViel mehr sch\u00e4me er sich der Errungenschaften der Vergangenheit. Niemand strebe heute mehr nach Besserem. Exzellenz werde zur\u00fcckgehalten im Namen der Mittelm\u00e4\u00dfigkeit. Das treffe auch auf die Nationen des Westens zu. Diese h\u00e4tten ihre Grenzen ge\u00f6ffnet, ihre Industrien ins Ausland verlagert und ihr Milit\u00e4r verkommen lassen.<\/p>\n<p>Rubio: Der Westen steht an einem Scheideweg<br \/>\nDoch die Gegner des Westens h\u00e4tten sich das zunutze gemacht, so Rubio. Sie h\u00e4tten das Vakuum gef\u00fcllt, das der Westen hinterlassen habe. Heute sei die Gefahr kein bisschen kleiner als vor mehr als 2000 Jahren in Athen. Er warnte den Westen: Er stehe heute an einem Scheideweg. \u201eDas n\u00e4chste Jahrzehnt wird die Geschichte des n\u00e4chsten Jahrhunderts schreiben. Der Kurs, den wir einschlagen, wird dar\u00fcber entscheiden, ob der Westen seinen Platz an der Spitze der Welt beh\u00e4lt oder sich mit einer Zukunft voller Verfall, Knechtschaft und Niedergang abfindet. Entweder entscheiden wir uns jetzt zu handeln, oder wir verlieren die M\u00f6glichkeit, \u00fcberhaupt noch zu handeln.\u201c<br \/>\nDie Trump-Regierung in Washington habe ihre Wahl getroffen, so Rubio. Und es sei noch nicht zu sp\u00e4t f\u00fcr die europ\u00e4ischen Staaten, das auch zu tun. Es gebe bereits gute Anzeichen. S\u00e4mtliche Staaten seien dabei, ihre Verteidigungsausgaben zu erh\u00f6hen. Er lud die europ\u00e4ischen Staaten ein, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, denn \u201ewir wollen zusammen siegen, wir m\u00fcssen zusammen siegen\u201c.<\/p>\n<p>Rubio kann sein Image pflegen<br \/>\nDer amerikanische Au\u00dfenminister befindet sich derzeit auf einer Reise durch Europa. Erste Station war Island, wo er Bef\u00fcrchtungen, Pr\u00e4sident Trump strecke seine Hand nach der Insel aus, zerstreuen musste. Nach seinem Stopp in Griechenland geht es dann noch nach Portugal. In Athen bezeichnete er Griechenland als \u201eVorbild f\u00fcr den Rest Europas\u201c und als \u201eModellalliierten\u201c.<br \/>\n&#8230; Alles vom 7.10.2026 bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/usa-unter-trump\/marco-rubio-warnt-den-westen-in-athen-vor-niedergang-201297620.html\">https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/usa-unter-trump\/marco-rubio-warnt-den-westen-in-athen-vor-niedergang-201297620.html<\/a><br \/>\n,<\/p>\n<p><em>\u00a0.<\/em><\/p>\n<p><strong>Marco Rubio: Redetet\u00a0 am 7.10.2026 vor der Athener Akropolis<\/strong><\/p>\n<p>Secretary of State Marco Rubio delivers remarks from the Acropolis in Athens, Greece, on October 7, 2026.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eOv1DpML7I4\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eOv1DpML7I4<\/a> (27:34)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.state.gov\/releases\/office-of-the-spokesman\/2026\/10\/secretary-of-state-marco-rubio-remarks\">https:\/\/www.state.gov\/releases\/office-of-the-spokesman\/2026\/10\/secretary-of-state-marco-rubio-remarks<\/a><\/p>\n<p>\u00dcberall auf der Welt gibt es beeindruckende Ruinen. In vielen F\u00e4llen handelt es sich um Orte, an denen die Geschichte sich scheinbar ersch\u00f6pft hat: \u00dcberreste ferner Kulturen, die l\u00e4ngst aus dem Ged\u00e4chtnis der Lebenden verschwunden sind. Doch die Akropolis ist anders.<br \/>\nSeit Jahrtausenden befl\u00fcgelt die Zivilisation, die das hinter mir Errichtete geschaffen hat, die Fantasie der westlichen Welt. Generationen unserer Staatsm\u00e4nner, K\u00fcnstler und Philosophen haben zu ihr aufgeschaut \u2013 sie haben sie mit Staunen und Ehrfurcht betrachtet.<br \/>\nNun neigt die Zeit dazu, die Sinne abzustumpfen: Gro\u00dfe Siege und katastrophale Niederlagen scheinen zu einer Fu\u00dfnote in einem Lehrbuch zu schrumpfen \u2013 eine weitere Tatsache, die unsere Schulkinder auswendig lernen und wieder vergessen. Doch die Griechen der Antike scheinen einen fast mystischen Einfluss auf unser Ged\u00e4chtnis zu haben. Sie rufen uns immer wieder zu sich zur\u00fcck.<br \/>\n480 v. Chr. erreichten die Heere des Xerxes diese Stadt und steckten ihre Heiligt\u00fcmer in Brand. Die meisten Athener waren bereits mit Schiffen auf eine nahegelegene Insel geflohen. Doch es gab eine Handvoll von ihnen, die sich weigerten, ihre Heimat zu verlassen. Stattdessen verschanzten sie sich in der felsigen Festung der Akropolis, um einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen letzten Widerstand zu leisten: Sie warfen riesige Steine von den Klippen auf die persischen Eindringlinge herab und hielten das gr\u00f6\u00dfte Reich jener Zeit tagelang in Schach. Schlie\u00dflich wurden sie \u00fcberw\u00e4ltigt. Die Perser pl\u00fcnderten die Tempel, brannten die Heiligt\u00fcmer nieder und machten die Akropolis dem Erdboden gleich; doch als die Athener zur\u00fcckkehrten, sammelten sie die Tr\u00fcmmer der alten Akropolis ein und vergruben sie auf dem H\u00fcgel, auf dem sie einst gestanden hatte. Und Jahrzehnte sp\u00e4ter, unter Perikles, errichteten sie den Parthenon.<\/p>\n<p>Seit 25 Jahrhunderten steht der Parthenon nun schon. Unter seinem Schatten sind Reiche entstanden und untergegangen. Und die Nachkommen der M\u00e4nner, die ihn erbaut haben \u2013 die S\u00f6hne Athens und Roms \u2013 haben ihre Zivilisation bis an die Enden der Erde getragen.<br \/>\nZweieinhalb Jahrhunderte nach der Gr\u00fcndung der amerikanischen Republik, auf der anderen Seite der Welt, weit weg von dem Ort, an dem ich gerade stehe \u2013 ich stehe heute hier als Au\u00dfenminister dieser Republik und als Urenkel von Siedlern, die aus Spanien in die Neue Welt kamen \u2013, stehe ich hier, um von einer Schuld zu zeugen, die weder der Lauf der Zeit noch r\u00e4umliche Entfernung jemals tilgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Geschichte Amerikas, die Geschichte meines Landes, ist von den Spuren der Antike gepr\u00e4gt. Griechenland ist buchst\u00e4blich in die Architektur unserer Regierung eingemei\u00dfelt: in den hoch aufragenden S\u00e4ulen, in den Kuppeln und den Denkm\u00e4lern unserer Hauptstadt. Die Stadt, in der unsere Verfassung entstand \u2013 Philadelphia \u2013, tr\u00e4gt selbst einen griechischen Namen.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner, die mein Land gr\u00fcndeten, waren fasziniert von dem Erbe, das wir von eurem Land \u00fcbernommen hatten. Sie waren au\u00dfergew\u00f6hnlich geschichtskundig \u2013 sie waren sich ihrer einzigartigen Stellung in der Geschichte lebhaft bewusst \u2013, doch kein anderes Zeitalter der Vergangenheit fesselte ihre Aufmerksamkeit oder befl\u00fcgelte ihre Fantasie so sehr wie die Antike. Viele, viele Menschen sind \u00fcberrascht, wenn sie erfahren, dass der in den \u201eFederalist Papers\u201c am h\u00e4ufigsten zitierte Autor kein Philosoph der Aufkl\u00e4rung oder politischer Theoretiker war. Nein, der in den \u201eFederalist Papers\u201c am h\u00e4ufigsten zitierte Autor war Plutarch, der griechische Biograf der gro\u00dfen M\u00e4nner Griechenlands und Roms.<br \/>\nNun wurde bereits viel \u00fcber den Einfluss des antiken Griechenlands auf die Ideen der amerikanischen Gr\u00fcnderv\u00e4ter geschrieben und gesprochen \u2013 und \u00fcbrigens auch auf alle westlichen Philosophen und Staatsm\u00e4nner, die ihnen vorausgingen. Die meisten von uns kennen die grundlegenden historischen Zusammenh\u00e4nge. Athen hat uns die Demokratie geschenkt. Platon und Aristoteles haben uns die westliche Philosophie geschenkt. Unsere Vorstellungen von Recht, Tugend, Staatsb\u00fcrgerschaft und republikanischer Regierungsform wurden in den griechischen Stadtstaaten gepr\u00e4gt. Sogar ein Gro\u00dfteil unseres politischen Vokabulars \u2013 Begriffe wie Demokratie, Tyrannei, ja sogar das Wort \u201ePolitik\u201c selbst \u2013 hat hier seinen Ursprung.<\/p>\n<p>All das ist wahr. Doch was wir diesem Ort \u2013 als Amerikaner und als Westler \u2013 zu verdanken haben, reicht tats\u00e4chlich weit, weit tiefer. Diese Institutionen und Ideen \u2013 diese Institutionen und Ideen waren der \u00e4u\u00dfere Ausdruck grundlegenderer Eigenschaften, die wir bei den alten Griechen erkennen \u2013 Eigenschaften, die sich nicht auf ein bestimmtes politisches System oder eine bestimmte Theorie reduzieren lassen.<\/p>\n<p>Hier, in Athen, fanden wir die erste vollst\u00e4ndige Verwirklichung all jener wesentlichen Merkmale, die den Westen sp\u00e4ter pr\u00e4gen sollten: ausgepr\u00e4gte Individualit\u00e4t und unerbittlicher Ehrgeiz; k\u00fchne Forschung und Erfindung; eine Sehnsucht nach Entdeckung, Abenteuer, Risiko und Ruhm. Eine unstillbare Neugier auf die Welt und die Prinzipien, nach denen sie funktioniert, ein Hunger danach, die Geheimnisse der Natur zu ergr\u00fcnden und die Geheimnisse des Kosmos zu entschl\u00fcsseln. Eine Ungeduld gegen\u00fcber dem Gedanken des Unm\u00f6glichen, das Sto\u00dfen an alle Grenzen und Beschr\u00e4nkungen, das Streben danach, in die Tiefen des Unbekannten zu blicken.<\/p>\n<p>Dies waren nicht nur die Formeln oder Grunds\u00e4tze einer bestimmten philosophischen Schule. Es waren die Merkmale eines Volkes \u2013 zum Ausdruck gebracht in seinen Traditionen, seinen Geschichten, seiner Vorstellungskraft; in den Eigenschaften, die es von seinen B\u00fcrgern verlangte; in den Dingen, f\u00fcr die es lebte, k\u00e4mpfte und starb. Sie zu kennen bedeutet, uns selbst zu kennen.<\/p>\n<p>Von den R\u00f6mern lernen, hei\u00dft \u00fcberleben lernen<br \/>\nWas hier an diesem Ort erbl\u00fchte, war das westliche Bestreben, all das aufzudecken, was Unwissenheit, Dunkelheit und Entfernung dem menschlichen Geist verborgen gehalten hatten. Die Griechen haben nicht nur die Geschichte gepr\u00e4gt; die Griechen haben uns die Geschichte selbst geschenkt. Vieles \u2013 ein Gro\u00dfteil dessen, was wir \u00fcber viele antike Zivilisationen wissen \u2013 stammt fast ausschlie\u00dflich aus den Aufzeichnungen griechischer Entdecker und Historiker, die nicht nur die Geschichte ihres eigenen Volkes aufzeichneten, sondern sich auch hinauswagten, um die Geschichten fremder V\u00f6lker und Kulturen auf der ganzen Welt zu beobachten und festzuhalten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend andere nach innen blickten, waren die Griechen die Ersten, die ihren Blick nach au\u00dfen richteten, um den Nervenkitzel und den Ruhm zu erleben, all das zu sehen, was fremd und neu war. Es war diese Eigenschaft \u2013 es war diese Eigenschaft, die den Westen dazu antrieb, Dinge zu erschaffen und zu errichten, zu denen andere nicht f\u00e4hig waren, und die uns von so vielen anderen Kulturen und Zivilisationen abhob, in denen Stabilit\u00e4t und das blo\u00dfe \u00dcberleben die h\u00f6chsten Ziele des Lebens waren.<\/p>\n<p>Doch es ist nicht nur der Ehrgeiz, das Unbekannte zu erforschen, den wir von den Griechen geerbt haben; es ist die \u00dcberzeugung, dass das Unbekannte erkannt werden kann. Das Vertrauen darauf, dass die Welt erfasst, gemessen, kartografiert und verstanden werden kann \u2013 und dass es im Kosmos eine rationale Ordnung gibt, die von bestimmten grundlegenden Gesetzen bestimmt wird, Gesetzen, die der Mensch beobachten und der Verstand begreifen kann.<\/p>\n<p>Dies war das Fundament des westlichen Denkens: unsere Mathematik, unsere Wissenschaft, unsere Medizin. Unsere Philosophie, Ethik und Religion. Es ebnete den Weg daf\u00fcr, dass das Evangelium Jesu Christi in Europa fruchtbaren Boden fand und zum Reich der Christenheit erbl\u00fchte. Es war die Grundlage f\u00fcr den Reichtum der christlichen Theologie \u2013 f\u00fcr Augustinus und Thomas von Aquin und die gesamte Tradition des Naturrechts.<\/p>\n<p>Daraus entstand eine Zivilisation, die nicht nur durch eine gemeinsame Kultur gepr\u00e4gt war, sondern auch durch eine gemeinsame Anthropologie \u2013 eine gemeinsame Sichtweise auf den Menschen und seinen Platz im Universum. Deren Nachkommen teilten nicht nur die Vorstellung einer nat\u00fcrlichen Ordnung, sondern auch ein ganz eigenes Verst\u00e4ndnis von Tugend, von Schicksal und Vorsehung, von Wahrheit, G\u00fcte und Sch\u00f6nheit, von einem Kodex, der vorschreibt, wie Menschen leben sollten, sowie von objektiven Ma\u00dfst\u00e4ben und Idealen, nach denen man streben sollte.<br \/>\n&#8211;<br \/>\nDer lahme Westen<br \/>\nF\u00fcr die Griechen der Antike war das Streben nach Vortrefflichkeit das eigentliche Prinzip der menschlichen Existenz. Sie richteten das gesamte gesellschaftliche Leben auf Wettstreit, Ehrgeiz und Konkurrenz aus: in der Philosophie und Dichtung, in der Bildhauerei und im Theater, im Sport und in der Kunst, im Krieg und in der Staatskunst. Die klassische griechische Stadt war eine Arena, in der sich gro\u00dfe M\u00e4nner auf die Probe stellen und beweisen konnten, in der sie ihr Potenzial durch st\u00e4ndigen Kampf verfeinerten \u2013 um die Besten, die St\u00e4rksten, die Sch\u00f6nsten zu sein und sich anzustrengen, der Vollkommenheit immer n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n<p>Nun wei\u00df ich, dass das, was ich gerade beschrieben habe \u2013 diese Lebensweise \u2013, f\u00fcr moderne Ohren seltsam klingen mag; es mag sogar grausam klingen. Das Ideal vieler Ideologien unserer Zeit ist, offen gesagt, eine Welt vollkommener Sicherheit geworden, frei von Risiken und Misserfolgen, ohne den Ruhm des Sieges und ohne die Schande der Niederlage. Allzu oft bauen wir heutzutage nach unten. Wir gestalten unsere Ma\u00dfst\u00e4be so, dass niemand verliert; wir k\u00fcmmern uns mehr um das Wohlbefinden der Schlechtesten als um das Potenzial der Besten. Wir machen die au\u00dfergew\u00f6hnlichsten Dinge unter uns zu Geiseln des Durchschnittlichen, des Gew\u00f6hnlichen, des Mittelm\u00e4\u00dfigen.<\/p>\n<p>Die M\u00e4nner, die den Parthenon erbauten, bauten nach oben. Sie waren der Ansicht, dass das h\u00f6chste und edelste Streben im Leben darin bestand, alle anderen zu \u00fcbertreffen, danach zu streben, in allen Dingen der Beste zu sein. Die antiken griechischen Stadtstaaten waren erf\u00fcllt. Sie waren erf\u00fcllt von intensiver Leidenschaft, Rivalit\u00e4t, Fraktionsk\u00e4mpfen und Konflikten. Doch aus diesem st\u00e4ndigen Streben nach Vorrang \u2013 daraus entstand die gro\u00dfe Bl\u00fctezeit der Kunst und Philosophie sowie der politischen und intellektuellen Energie, die eine Gemeinschaft von St\u00e4dten im Mittelmeerraum zum Geburtsort der gr\u00f6\u00dften Zivilisation der Welt machen sollte.<br \/>\n&#8211;<br \/>\nDie Abrechnung<br \/>\nDer \u201eThumos\u201c, wie die alten Griechen es nannten \u2013 das Feuer der Leidenschaft, der St\u00e4rke, des Mutes, des Stolzes \u2013 ist das Herzst\u00fcck einer gro\u00dfen Zivilisation. Und ohne ihn? Ohne ihn verlieren Nationen ihren Kampfeswillen, ihren Strebsamkeitswillen, ihren \u00dcberlebenswillen.<br \/>\nHeute hat ein zu gro\u00dfer Teil des Westens diese Eigenschaft vergessen. Im Laufe der Zeit begannen wir im Westen, uns gerade f\u00fcr jene Dinge zu sch\u00e4men, die uns au\u00dfergew\u00f6hnlich machten. Es war uns peinlich, dass uns unsere Errungenschaften vom Rest der Welt abhoben. Unser Wohlstand wurde irgendwie zu einer Quelle von Schuldgef\u00fchlen. Wir glaubten nicht mehr daran, dass wir unsere Gr\u00f6\u00dfe verdient und uns erarbeitet hatten.<\/p>\n<p>Das Wort \u201eNationalismus\u201c wurde zu einem Schimpfwort. Und so rissen wir unsere Denkm\u00e4ler nieder; wir verurteilten unsere eigene Geschichte. Und an allzu vielen Orten lehrten wir unsere Kinder, sich f\u00fcr die L\u00e4nder zu sch\u00e4men, die sie einmal erben w\u00fcrden. Dabei \u00f6ffneten wir unsere Grenzen, verlagerten unsere Industrie ins Ausland und lie\u00dfen zu, dass unsere Streitkr\u00e4fte verk\u00fcmmerten und verfielen.<br \/>\nUnd mit jedem Jahr schienen wir immer mehr von unserer Souver\u00e4nit\u00e4t auszulagern und unsere Entscheidungen an globale B\u00fcrokratien zu \u00fcbertragen, die weit au\u00dferhalb unserer Kontrolle lagen.<\/p>\n<p>Doch andere waren nur allzu gerne bereit, das Vakuum zu f\u00fcllen, das wir hinterlassen hatten \u2013 das Vakuum, das durch unsere Schw\u00e4che entstanden war. Und w\u00e4hrend das Selbstvertrauen des Westens ins Wanken geriet, wurden seine Gegner und Rivalen nur noch selbstbewusster und bauten an unserer Stelle ihren eigenen Reichtum und ihre eigene Macht auf.<\/p>\n<p>Und nun, heute, stehen wir an einem Scheideweg. Denn das n\u00e4chste Jahrzehnt und die Entscheidungen, die wir treffen, werden die Geschichte des n\u00e4chsten Jahrhunderts schreiben. Der Kurs, den wir einschlagen, wird dar\u00fcber entscheiden, ob der Westen seinen Platz an der Spitze der Welt beh\u00e4lt oder sich mit einer Zukunft des Verfalls, der Unterwerfung und des Niedergangs abfindet. Entweder wir entscheiden uns jetzt zu handeln, oder wir verlieren die M\u00f6glichkeit, \u00fcberhaupt noch zu handeln.<\/p>\n<p>Unter Pr\u00e4sident Trump haben die Vereinigten Staaten ihre Entscheidung getroffen. Wir setzen uns kompromisslos f\u00fcr die St\u00e4rkung unserer nationalen Macht ein: Wir wollen die Kontrolle \u00fcber unsere kritischen Lieferketten zur\u00fcckgewinnen, unsere Wirtschaft wieder industrialisieren, unsere Verteidigung wieder aufbauen und um die Vorherrschaft bei den Technologien und Industrien der Zukunft k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Wir entscheiden uns daf\u00fcr, neue Grenzen zu erschlie\u00dfen: in der fortschrittlichen Fertigung und der Superintelligenz; bei Drohnen, Waffen und Kriegsf\u00fchrung; bei Chips, Mineralien, Cybersicherheit und jedem anderen Bereich menschlicher M\u00f6glichkeiten. Um unsere Energie freizusetzen, unsere Fabriken wieder aufzubauen, unsere Astronauten wieder zum Mond zu bringen und ein neues Zeitalter der Weltraumforschung einzul\u00e4uten.<\/p>\n<p>Mit all ihren erhabenen Idealen waren die alten Griechen jedoch keineswegs naiv. Sie wussten, dass Nationen Interessen haben. Sie wussten, dass Staatskunst Besonnenheit und Diplomatie erfordert, aber sie wussten auch, dass sie die F\u00e4higkeit erfordert, Gewalt anzuwenden, wenn Besonnenheit und Diplomatie versagen. Sie wussten, dass Macht nicht nur die Mittel zur Selbstverteidigung erfordert, sondern auch die Glaubw\u00fcrdigkeit, dass man bereit ist, diese Mittel einzusetzen.<br \/>\nDies ist das klassische Verst\u00e4ndnis von Politik und Staatskunst, das die Trump-Regierung zur\u00fcckgewinnen m\u00f6chte \u2013 nicht nur f\u00fcr unser Land, sondern f\u00fcr unsere gesamte Zivilisation.<\/p>\n<p>Wir glauben, dass Europa aus seinem langen Schlummer erwachen und das Feuer wieder entfachen kann, das hier vor Jahrtausenden entz\u00fcndet wurde.<br \/>\nEs gibt bereits Anzeichen daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Auf diesem Kontinent erleben wir derzeit, was hoffentlich der Beginn eines Generationswechsels sein wird: sprunghaft steigende Verteidigungsausgaben, eine Flut neuer Partnerschaften und Programme sowie eine Ausweitung von Fertigung und Produktion \u2013 als Folge der historischen Verteidigungszusagen, die im vergangenen Jahr in Den Haag gemacht wurden.<br \/>\nGriechenland steht im Mittelpunkt dieses Wandels. Die Menschen dieses Landes haben sich einmal mehr als unverzichtbare Freunde sowohl f\u00fcr Europa als auch f\u00fcr die Vereinigten Staaten erwiesen \u2013 in allen Bereichen, von der Energie \u00fcber die Migration bis hin zur Verteidigung, wo Griechenland ein vorbildlicher Verb\u00fcndeter ist.<br \/>\nUnd wir hoffen von ganzem Herzen, dass ganz Europa Ihrem Beispiel folgen wird.<\/p>\n<p>Auch wenn Leidenschaften die Bande der Zuneigung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa zeitweise auf eine harte Probe gestellt haben m\u00f6gen, darf nicht zugelassen werden, dass sie diese Bande zerrei\u00dfen. Gemeinsam m\u00fcssen wir ein B\u00fcndnis st\u00e4rken, das in der Lage ist, den Bedrohungen unserer Zeit die Stirn zu bieten.<\/p>\n<p>Und das k\u00f6nnen wir. Denn wir glauben nicht, dass die transatlantische Freundschaft ein Nullsummenspiel sein sollte. Ganz im Gegenteil: Unsere Vision ist ein B\u00fcndnis, dessen St\u00e4rke gr\u00f6\u00dfer ist als die Summe seiner Teile. Diese Vision haben wir erst letzten Monat in der Praxis erlebt, und zwar in einem beispiellosen neuen Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, D\u00e4nemark und Gr\u00f6nland \u2013 einem Abkommen, das die Arktis neu gestalten und die Sicherheit der gesamten Nato st\u00e4rken wird. Alle drei Partner dieses Abkommens gingen als Gewinner hervor. Ganz Europa \u2013 ebenso wie die Nato und die Vereinigten Staaten \u2013 ist dadurch sicherer, st\u00e4rker und gesch\u00fctzter geworden.<\/p>\n<p>Wir wollen gemeinsam gewinnen. Wir m\u00fcssen gemeinsam gewinnen.<br \/>\nHeutzutage ist es in Mode gekommen zu glauben, dass eine aufgekl\u00e4rte Au\u00dfenpolitik bedeutet, die globale Gemeinschaft \u00fcber das eigene Volk zu stellen. Und ich denke, auch hier k\u00f6nnen wir viel von den M\u00e4nnern des antiken Griechenlands lernen, denn sie wussten, dass es weder egoistisch noch falsch ist, seiner Nation treu zu sein, noch dass es egoistisch oder falsch ist, vor allem f\u00fcr die Verteidigung ihrer Interessen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Sie glaubten \u2013 mit aller Kraft \u2013 an das Ideal des gro\u00dfen Mannes: des au\u00dfergew\u00f6hnlichen Individuums, das durch seine eigenen Taten Unsterblichkeit erlangt. Aber sie glaubten, dass Ruhm und Ehre nur durch Streben, Opferbereitschaft und gro\u00dfe Leistungen f\u00fcr etwas gewonnen werden, das gr\u00f6\u00dfer ist als man selbst. Der immer wiederkehrende Held der antiken griechischen Welt war der Mann, der bereit war, jeden Preis f\u00fcr eine Sache zu zahlen, die seiner Loyalit\u00e4t w\u00fcrdig war.<\/p>\n<p>Wir sehen dies bei Sokrates, der sich weigerte, die Suche nach der Wahrheit aufzugeben, selbst wenn es ihn das Leben kosten w\u00fcrde. Wir sehen es im legend\u00e4ren Widerstand der 300 Spartaner \u2013 umzingelt und den riesigen Armeen Persiens zahlenm\u00e4\u00dfig hoffnungslos unterlegen \u2013, die die Chance zur Rettung ausschlugen und sich daf\u00fcr entschieden, bis zum letzten Mann zu k\u00e4mpfen, anstatt ihren Posten oder ihre Pflicht aufzugeben. Und wir sehen es im epischen Mythos von Achilles, dem die Wahl angeboten wird, nach Hause zur\u00fcckzukehren und ein langes, friedliches Leben zu f\u00fchren \u2013 der sich jedoch stattdessen daf\u00fcr entscheidet, in Troja zu bleiben und im Streben nach ewigem Ruhm zu sterben.<\/p>\n<p>Das \u2013 das sind die Eigenschaften, die die westliche moralische Vorstellungswelt pr\u00e4gen sollten. Vom christlichen M\u00e4rtyrer, der sich weigerte, seinen Glauben zu verraten, bis zum Patrioten, der sein Leben f\u00fcr sein Land opferte; vom Heiligen Thomas Morus bis zur Schlacht von Alamo, bis hin zu den unsterblichen Schlussworten der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung der Vereinigten Staaten, in denen es hei\u00dft: \u201eWir verpflichten uns gegenseitig mit unserem Leben, unserem Verm\u00f6gen und unserer heiligen Ehre.\u201c<\/p>\n<p>Von den Griechen hat der Westen sein Pflichtbewusstsein geerbt \u2013 eine unersch\u00fctterliche Treue gegen\u00fcber dem eigenen Kodex, der eigenen Sache und dem eigenen Land. Unsere Helden, die Helden des Westens, sind jene, die sich daf\u00fcr entscheiden, ihrer Pflicht treu zu bleiben, gerade dann, wenn es am schwierigsten und schmerzhaftesten ist: der Mann, der an sein Wort gebunden ist, der Soldat, der seinen Posten nicht verl\u00e4sst, der Kapit\u00e4n, der sprichw\u00f6rtliche Kapit\u00e4n, der mit seinem Schiff untergeht.<\/p>\n<p>Dies unterscheidet sich ganz und und gar von dem, was wir auch heute zum Beispiel bei Fanatikern wie den radikalen Mullahs im Iran beobachten, deren Todeskult kindliche Selbstmordattent\u00e4ter als Nationalhelden verherrlicht und das M\u00e4rtyrertum als Selbstzweck darstellt.<\/p>\n<p>Unsere Helden \u2013 unsere Helden m\u00f6gen bereit sein, f\u00fcr ihre Sache zu sterben; aber unsere Helden verehren den Tod nicht. Gerade weil wir das Leben sch\u00e4tzen, erkennen wir den Heldenmut jener, die es lieber opfern w\u00fcrden, als ihre Prinzipien zu verraten. Aber wir nehmen die westliche Auffassung dieser Dinge \u2013 Heldenmut, Ehre, Pflicht \u2013 als selbstverst\u00e4ndlich hin. Wir gehen davon aus, dass diese Werte irgendwie universell f\u00fcr alle Menschen zu allen Zeiten und an allen Orten gelten. Das tun sie jedoch nicht. Sie sind das Produkt eines ganz eigenen Charakters, eines Charakters, der hier entstand und die gesamte Geschichte der darauf folgenden Zivilisation gepr\u00e4gt hat. Eine Zivilisation, f\u00fcr deren Verteidigung wir heute mit derselben Leidenschaft k\u00e4mpfen m\u00fcssen wie unsere Vorfahren.<\/p>\n<p>Auf die M\u00e4nner, die den Parthenon erbauten, folgten die Architekten des europ\u00e4ischen Christentums, die die Kathedralen von Mailand, K\u00f6ln und Florenz errichteten. Das Streben nach der Vervollkommnung der menschlichen Gestalt, das die antiken griechischen Bildhauer antrieb, fand in Michelangelo einen neuen Ausdruck. Die Suche der griechischen Philosophen nach dem Aufbau des Universums wurde von Kopernikus, dann von Galileo, dann von Kepler und schlie\u00dflich von Newton fortgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Der Hunger nach neuem Wissen \u2013 das war es, was Magellans erste Weltumsegelung, Kolumbus\u2019 Entdeckung Amerikas und schlie\u00dflich die Reise von Apollo 11 zum Mond hervorbrachte. Und die Eigenschaften, die Alexander dazu veranlassten, die gesamte bekannte Welt zu erobern, zeigten sich erneut bei C\u00e4sar, dann bei Karl dem Gro\u00dfen und bei Cort\u00e9s.<\/p>\n<p>Und in Amerika fand diese Tradition zu neuem Leben. Ein offenes und wildes Land wurde zum Schauplatz einer gro\u00dfen Wiederbelebung der westlichen Vorstellungskraft und des Ehrgeizes. Das griechische Streben nach neuen Horizonten wurde zum amerikanischen Pioniergeist. Die Zivilisationen von Athen und Rom verwandelten eine junge K\u00fcstenrepublik in ein kontinentales Reich.<\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Amerikaner jeder Generation trugen die unverkennbaren Z\u00fcge ihrer Vorfahren in sich \u2013 geboren in Athen, gepr\u00e4gt von Rom, getauft im Christentum, gest\u00e4hlt im Schmelztiegel des mittelalterlichen Europas, ausgestattet mit dem englischen Gesp\u00fcr f\u00fcr Freiheit und schlie\u00dflich \u00fcber den Atlantik getragen, um an den Ufern einer neuen Welt wiedergeboren zu werden.<\/p>\n<p>Gemeinsam m\u00fcssen wir diesen Geist nun wiederentdecken. Wir befinden uns an einem Wendepunkt \u2013 einem Wendepunkt nicht nur in der Geschichte meiner Nation, sondern einem Wendepunkt unserer gesamten Zivilisation.<\/p>\n<p>Die Bedrohungen, denen wir heute gegen\u00fcberstehen, sind genauso real wie damals auf der dramatischen B\u00fchne der Antike.<\/p>\n<p>Nationale Interessen sind angesichts internationaler Institutionen nicht verschwunden. Krieg ist nicht einfach verschwunden, nur weil wir den Frieden bevorzugten. Andere Staaten r\u00fcsteten weiter auf, strebten nach Einfluss und konkurrierten um Territorium, Technologie, Ressourcen, M\u00e4rkte, Energie und Macht.<\/p>\n<p>Und nun herrscht wieder Krieg. Es gibt erneut einen Wettstreit zwischen Gro\u00dfm\u00e4chten. Es gibt wieder Verwundbarkeit, Aggression, Terrorismus \u2013 ein ganzes Universum neuer Bedrohungen und Angriffe.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir unsere Institutionen und B\u00fcndnisse neu aufbauen, um diesen Bedrohungen gemeinsam zu begegnen \u2013 in dem Bewusstsein, dass der Zweck dieser Institutionen nicht darin besteht, die Souver\u00e4nit\u00e4t der Nationen, aus denen sie bestehen, abzuschaffen, sondern sie zu verteidigen. Und dass Nationen ihre eigenst\u00e4ndigen Identit\u00e4ten nicht aufgeben m\u00fcssen, um ihre gemeinsamen Interessen anzuerkennen.<\/p>\n<p>Wir haben gemeinsam mit unseren Partnern hier in Griechenland ein Modell daf\u00fcr entwickelt. In unseren Verteidigungspartnerschaften, in den Bereichen Energie und Technologie sowie in unserem gemeinsamen Bestreben, die Grenzen Europas vor den Gefahren der Massenmigration zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Unsere Freundschaft reicht bis in die fr\u00fchesten Jahre meiner Nation zur\u00fcck. Als Griechenland 1821 nach Jahrhunderten osmanischer Herrschaft aufstand, um seine Unabh\u00e4ngigkeit wiederzuerlangen, erkannten die Amerikaner in diesem Kampf etwas Vertrautes. Drei Jahre sp\u00e4ter hielt der gro\u00dfe amerikanische Staatsmann Daniel Webster eine ber\u00fchmte Rede vor dem Kongress und trug so dazu bei, die Sache der griechischen Revolution vor die Abgeordneten der jungen amerikanischen Republik zu bringen.<\/p>\n<p>Und er begann damit, ihre Aufmerksamkeit auf alles um sie herum zu lenken. In seiner Rede sagte er Folgendes: \u201eDiese freie Regierungsform, diese Volksversammlung \u2026 diese Praxis der freien Debatte und der \u00f6ffentlichen Diskussion, der Wettstreit der Geister \u2026 sogar das Geb\u00e4ude, in dem wir versammelt sind, diese wohlproportionierten S\u00e4ulen, diese kunstvolle Architektur \u2013 all das erinnert uns daran, dass Griechenland existiert hat und dass wir, wie der Rest der Menschheit, ihr zu gro\u00dfem Dank verpflichtet sind.\u201c<\/p>\n<p>Diese Worte sind heute noch genauso wahr wie damals, als er sie aussprach. Und wir alle \u2013 nicht nur die Amerikaner, sondern auch die Europ\u00e4er und unsere Freunde im gesamten Westen \u2013 m\u00fcssen die Lehren, die unsere Vorfahren aus diesem Ort und seiner Geschichte gezogen haben, neu verinnerlichen.<\/p>\n<p>Die Geschichte Griechenlands \u2013 die Geschichte Griechenlands bietet uns nicht nur einen Einblick in unsere Institutionen in ihren fr\u00fchesten Formen. Die Geschichte Griechenlands zeigt uns ein Bild von uns selbst.<\/p>\n<p>Sie zeigt uns, dass wir das Erbe gro\u00dfer Helden besitzen und dass wir stolz \u2013 dass wir zutiefst stolz \u2013 auf unsere Herkunft sein sollten. Wir sollten staunen \u00fcber das, was unsere Vorfahren aus dieser Landschaft geschaffen haben. Die Geschichte unserer Zivilisation ist die gro\u00dfartigste Geschichte, die die Menschheit je gekannt hat. Und sie begann hier, mit den ersten M\u00e4nnern und Frauen des Westens. Von ihnen \u2013 von ihnen \u2013 k\u00f6nnen wir die Tugenden, den Mut und die Kraft wiederentdecken, um den Gefahren zu begegnen, denen wir in unserer Zeit gegen\u00fcberstehen.<br \/>\nVielen Dank.<br \/>\nMarco Rubio<br \/>\n7.10.2026<\/p>\n<p>Diese Rede wurde unter Zuhilfenahme von deepl.com \u00fcbersetzt.<br \/>\n.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global\u00a0&gt;Partnerschaft\u00a0&gt;USA &gt;Biden &gt;Trump &gt;Vance &gt;Rubio &nbsp; Listenauswahl eines Beitrags: anklicken (falls unterstrichen) oder scrollen Appell von Athen: US-Au\u00dfenminister Rubio fordert Europa zur Selbstbehauptung auf (16.10.2026) Europa aus sich selbst heraus: ohne USA, EU, RU, CN (16.10.2026) Rubio&#8217;s Rede vor &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/usa\/rubio\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":14947,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-154607","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/154607","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=154607"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/154607\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":154970,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/154607\/revisions\/154970"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=154607"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}