{"id":14832,"date":"2012-11-08T19:38:16","date_gmt":"2012-11-08T18:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=14832"},"modified":"2015-06-18T16:33:13","modified_gmt":"2015-06-18T14:33:13","slug":"bauverein-breisgau","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/bauverein-breisgau\/","title":{"rendered":"Bauverein-Breisgau"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Business\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/\">Business<\/a> &gt;<a title=\"Immobilien\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/business\/dienste\/immobilien\/\">Immobilien<\/a> &gt;Bauverein-Breisgau<\/p>\n<div id=\"attachment_14728\" style=\"width: 648px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/regio\/freiburg\/blaue-bruecke\/blauebruecke-pan121106\/\" rel=\"attachment wp-att-14728\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-14728\" class=\"size-full wp-image-14728\" title=\"blauebruecke-pan121106\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blauebruecke-pan121106.jpg\" alt=\"\" width=\"638\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blauebruecke-pan121106.jpg 638w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/blauebruecke-pan121106-180x73.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 638px) 100vw, 638px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-14728\" class=\"wp-caption-text\">Blick vom KongressZentrum nach Westen \u00fcber die Blaue Br\u00fccke zur St\u00fchlinger-Kirche am 6.11.2012<\/p><\/div>\n<ul style=\"text-align: left;\">\n<li>Gut gewirtschaftet und Wachstum auf hohem Niveau (17.6.2015)<\/li>\n<li>115 Jahre jung \u2013 der Bauverein Breisgau (20.2.2014)<\/li>\n<li>Bauverein will gro\u00dfe Mietspr\u00fcnge k\u00fcnftig vermeiden (20.6.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/1000-neue-wohnungen-im-jahr\/\">https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/1000-neue-wohnungen-im-jahr\/<\/a>\u00a0(9.2.2013)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/wohnen4.htm#Mehrgenerationen-Energieeffizienzhaus 55: Bauverein Breisgau in Kirchzarten\">Mehrgenerationen-Energieeffizienzhaus 55: Bauverein Breisgau in Kirchzarten<\/a> &gt;Wohnen4 (21.10.)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/quartier.htm#Volker W\u00f6rnh\u00f6r neuer Quartierskoordinator des Bauvereins in Z\u00e4hringen\">Volker W\u00f6rnh\u00f6r neuer Quartierskoordinator des Bauvereins in Z\u00e4hringen<\/a> &gt;Quartier (9.10.2009)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/bruehl-beurbarung.htm#Br\u00fchl-Beurbarung - ein Stadtteil entfaltet Trendcharakter\">Br\u00fchl-Beurbarung &#8211; ein Stadtteil entfaltet Trendcharakter<\/a> &gt;Bruehl-Beurbarung (30.7.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/einewelt4.htm#Bauverein unterst\u00fctzt Ghana-Fahrradprojekt der Schenkendorfschule\">Bauverein unterst\u00fctzt Ghana-Fahrradprojekt der Schenkendorfschule<\/a> &gt;EineWelt4 (20.7.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/behinderung2.htm#Matinee der Lebenshilfe: Bauverein-Spende 1500 Euro\">Matinee der Lebenshilfe: Bauverein-Spende 1500 Euro<\/a> &gt;Behinderung2 (22.3.2007)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/wohnungsverkauf.htm#Genossenschaftsl\u00f6sung des Bauvereins Breisgau als Freiburger L\u00f6sung\">Genossenschaftsl\u00f6sung des Bauvereins Breisgau &#8222;Freiburger L\u00f6sung&#8220;<\/a> &gt;Wohnungsverkauf (24.10.06)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/littenweiler\/wohnen1.htm#Bauverein Breisgau Freiburg investiert \u00fcber 16 Mio Euro\">Bauverein Breisgau Freiburg investiert \u00fcber 16 Mio Euro<\/a> &gt;Wohnen1 (16.6.2005)<\/li>\n<li>Bauverein Breisgau Freiburg<\/li>\n<li>Reinhard Disch im Interview (7.11.2012)<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Bauverein Breisgau Freiburg<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Durch Fusion von Bauverein und Wohnst\u00e4ttenbau zum Bauverein Breisgau im\u00a0 Jahr 2004 entstand die zweitgr\u00f6\u00dfte Baugenossenschaft im Land.<br \/>\nReinhard Disch und Gerhard Kiechle sind gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstandsmitglieder.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bauverein-breisgau.de\/\">www.bauverein-breisgau.de<\/a> ,Tel 0761\/510440<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p class=\"western\"><strong><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">Gut gewirtschaftet und Wachstum auf hohem Niveau<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p>Bauverein Breisgau eG steigerte ihr Gesamtverm\u00f6gen in 2014 um 18 Millionen Euro<br \/>\nAuf der Vertreterversammlung in der vergangenen Woche zeigten sich Vorstand und Aufsichtsrat der Bauverein Breisgau eG sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen im Gesch\u00e4ftsjahr 2014. \u201eDie Steigerung des Gesch\u00e4ftsverm\u00f6gens um nahezu 18 Millionen Euro ist vor allem auf die Investitionen in den Neubau zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, so Doris Reiprich, gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Mitglied des Vorstandes. Mit einem durchschnittlichen Personalstand von 124 Mitarbeitern erwirtschaftete der Bauverein bei einer Bilanzsumme von 250,1 Millionen Euro einen Umsatzerl\u00f6s von 37 Millionen Euro. Das Eigenkapital aller Genossenschaftsmitglieder erh\u00f6hte sich um 3,8 Millionen Euro auf rund 83 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich, bedingt durch den Anstieg der Bilanzsumme, um 0,9 Prozent auf 33,1 Prozent.<br \/>\nDie erzielten Gesch\u00e4ftsergebnisse resultieren sowohl aus Miethausbewirtschaftung, Wohnungseigentumsverwaltung und Bautr\u00e4gergesch\u00e4ft, als auch aus den hohen Spargeldzufl\u00fcssen. Einen weiteren Gesch\u00e4ftsbereich bildet das Energiemanagement des Tochterunternehmens Energieversorgungsgesellschaft Bauverein Breisgau mbH (EVB). Der Bilanzgewinn in H\u00f6he von rund 793.400 Euro (Vorjahr 732.600 Euro) wird im Juli dieses Jahres als vierprozentige Dividende an die Mitglieder ausgesch\u00fcttet.<br \/>\nIm vergangenen Jahr legten die Mitglieder des Bauverein Breisgau 7,8 Millionen Euro in der genossenschaftlichen Spareinrichtung neu an. Mit einem Plus von knapp zehn Prozent stieg das Gesamtsparvolumen auf \u00fcber 88 Millionen Euro. Die Spareinrichtung des Bauvereins erzielte 2014 erneut ein \u00fcberragendes Ergebnis. F\u00fcr den Anstieg des Einlagenvolumens um 7,8 Millionen Euro auf 88,1 Millionen Euro waren unter anderem 758 neu er\u00f6ffnete Sparkonten verantwortlich. Zum Vergleich: In 2013 gab es einen Zuwachs um 4,6 Millionen Euro. Die Spareinlagen verteilten sich 2014 auf 14.176 Sparkonten.<br \/>\nDie Genossenschaft bietet ihren Sparern eine Vielfalt attraktiver Sparprodukte mit \u00fcberdurchschnittlicher Verzinsung. Neben Geldanlagen mit h\u00f6heren Mindesteinlagen wie etwa beim Sparbrief oder Wachstums- und Festzinssparen erm\u00f6glicht das Flexi-Sparen, mit monatlichen Sparraten ab zehn Euro, ein finanzielles Polster f\u00fcr den F\u00fchrerschein, die Ausbildung, Reisen oder die Altersvorsorge anzulegen. Das Sparen beim Bauverein ist jedoch auch in anderer Hinsicht lohnenswert. Mit jeder Geldanlage tragen die Sparer selbst dazu bei, dass neue bezahlbare Mietwohnungen in Freiburg, Kirchzarten und der Region entstehen. Auch die Investitionen in energetische Modernisierung, Instandhaltung und \u00f6kologische Energietechnologien kommen ihnen selbst zugute, tragen sie doch zu einer besseren Wohn- und Lebensqualit\u00e4t und geringerem Energieverbrauch bei.<br \/>\n17.6.2015, Gerhard L\u00fcck, Dreisamt\u00e4ler<\/p>\n<p class=\"western\">\n<p style=\"text-align: left;\">\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Bauverein will gro\u00dfe Mietspr\u00fcnge k\u00fcnftig vermeiden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Freiburgs gr\u00f6\u00dfte Baugenossenschaft w\u00e4chst weiter \u2013 und reagiert auf Mitgliederprotest gegen die bisherige Mietenpolitik.<br \/>\nDas Gesch\u00e4ftsjahr 2012 ist f\u00fcr den Bauverein Breisgau, Freiburgs gr\u00f6\u00dfte Baugenossenschaft, einmal mehr positiv verlaufen. Gestern pr\u00e4sentierten die beiden hauptamtlichen Vorst\u00e4nde des traditionsreichen Wohnungsunternehmens, Reinhard Disch und Doris Reiprich, gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden J\u00fcrgen Seewald die Vorjahresgesch\u00e4ftszahlen vor Medienvertretern. Das Wachstum des Bauvereins hat sich demnach weiter fortgesetzt. Die Zahl der Mitglieder hat sich innerhalb von zw\u00f6lf Monaten um 784 auf 17 387 zum Jahresende 2012 erh\u00f6ht. Das in der Bilanz erfasste Verm\u00f6gen wuchs im selben Zeitraum um 6,3 Millionen Euro auf 226,2 Millionen Euro an.<br \/>\nDen Zustrom an neuen Mitgliedern f\u00fchren die Verantwortlichen der Genossenschaft nicht zuletzt auch auf den angespannten Wohnungsmarkt in Freiburg und die steigenden Mieten zur\u00fcck. Denn der Bauverein bietet seinen Mitgliedern verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig g\u00fcnstige Wohnungen: Im Schnitt liegt die Kaltmiete pro Quadratmeter bei 5,77 Euro. Der Mitspiegelwert hingegen liegt bei 7,53 Euro.<br \/>\nDoch auch die Mietenpolitik des Bauvereins ist nicht umstritten. &#8222;Wir werden in Zukunft gro\u00dfe Mietspr\u00fcnge, wie etwa 20 Prozent auf einen Schlag, nach M\u00f6glichkeit vermeiden und stattdessen \u00f6fter kleinere Mieterh\u00f6hungen vornehmen&#8220;, so Aufsichtsratschef J\u00fcrgen Seewald. Damit reagiert der Bauverein auf Proteste von Mietern, die ja immer zugleich auch &#8222;Genossen&#8220; sind, also Mitglieder in der Genossenschaft. Im Fr\u00fchjahr hatten sich Bewohner dreier Bauverein-Mietsh\u00e4user im Stadtteil Vauban emp\u00f6rt, weil die Mieten um 20 Prozent angehoben wurden (die BZ berichtete). Bei der Vertreterversammlung des Bauvereins am Dienstagabend war dieser Vorgang laut Seewald erneut ein Thema.<br \/>\nReinhard Disch betonte gestern vor der Presse nochmals, dass die umstrittene Anhebung selbstverst\u00e4ndlich rechtens gewesen sei, dass auch die erh\u00f6hte Miete noch unter dem Mietspiegelniveau im Stadtteil liege \u2013 und dass f\u00fcr eine solide wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens Mietanpassungen schlicht unumg\u00e4nglich seien. Man sei laut Satzung verpflichtet, die Mitglieder mit g\u00fcnstigem Wohnraum zu versorgen \u2013 das hei\u00dfe nicht, dass man Mieterh\u00f6hungen um jeden Preis vermeiden m\u00fcsse. &#8222;Es gab bei uns teilweise auch schon Aufschl\u00e4ge um 30 Prozent&#8220;, so Disch, &#8222;doch uns ist klar, dass solche gro\u00dfen Schritte f\u00fcr die Mieter hart sein k\u00f6nnen, auch wenn die Belastung absolut gesehen immer noch verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig gering ist.&#8220;<br \/>\nDaher werde man in Zukunft h\u00e4ufiger kleine Anpassungen vornehmen. &#8222;Das zeigt doch: Der Bauverein lebt&#8220;, kommentierte J\u00fcrgen Seemann das Umschwenken. Die Warteliste der konkret Wohnungssuchenden unter den Mitgliedern ist indessen auf rund 1440 Interessenten angewachsen. Vor einem Jahr waren es laut Disch noch zwischen 1100 und 1200.<br \/>\nWeiter vergr\u00f6\u00dfert haben sich ferner die Einlagen der Mitglieder bei der Spareinrichtung der Genossenschaft. Dort k\u00f6nnen sie \u00e4hnlich wie bei einer Bank Geld einzahlen und anlegen, welches dann in die Immobilien des Unternehmens flie\u00dft. Um 5,4 Millionen Euro oder 7,6 Prozent ist die Summe der Spareinlagen gestiegen \u2013 und betrug damit Ende 2012 rund 75 Millionen Euro.<br \/>\nIn die Modernisierung und Instandhaltung seiner 4888 Mietwohnungen und 169 Gewerbeobjekte im Raum Freiburg hat der Bauverein 2012 insgesamt 9,9 Millionen Euro investiert. 4,2 Millionen Euro flossen in den Mietwohnungsneubau und 2,6 Millionen in Bautr\u00e4gerprojekte. In den kommenden f\u00fcnf Jahren will der Bauverein insgesamt 70 Millionen Euro investieren. Das weitaus gr\u00f6\u00dfte Neubauvorhaben ist dabei das &#8222;Uni-Carr\u00e9&#8220; im St\u00fchlinger zwischen Lutherkirche und Uniklinik-Haupteingang. Dort sollen 230 Wohnungen abgerissen werden und daf\u00fcr 200 neu entstehen.<br \/>\nDer Bauverein besch\u00e4ftigt 94 Mitarbeiter. Die Mitglieder d\u00fcrfen sich auf eine Dividende von vier Prozent auf ihre Genossenschaftsanteile freuen.<br \/>\n20.6.2013, Holger Schindler<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"left\"><strong>Reinhard Disch im Interview<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Reinhard Disch ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Vorstand der Baugenossenschaft Bauverein Breisgau. Die erste Baugenossenschaft Freiburgs wurde 1899 gegr\u00fcndet.<\/em><br \/>\nIZF: Herr Disch, in diesem Jahr ist das \u201eJahr der Genossenschaften\u201c.\u00a0Was bedeutet das f\u00fcr den Bauverein Breigau? Reinhard Disch: W\u00e4hrend der\u00a0Tag der Genossenschaften seit\u00a0923 allj\u00e4hrlich gefeiert wird, macht die Entscheidung der\u00a0UNO, ein ganzes Jahr als \u201eInternationales\u00a0Jahr der Genossenschaften\u201c\u00a0\u00a0 zu erkl\u00e4ren, deutlich, welche Bedeutung dieser Unternehmensform weltweit\u00a0beigemessen wird. Der Zeitpunkt, die Genossenschaften\u00a0weltweit in den Blickpunkt zu\u00a0r\u00fccken, kommt angesichts der\u00a0Finanz- und Wirtschaftskrise in\u00a0\u00a0 j\u00fcngster Zeit nicht von ungef\u00e4hr.\u00a0Denn diese Unternehmensform,\u00a0 vor \u00fcber 150 Jahren\u00a0\u00a0 aus der Not geboren, hat sich\u00a0vielfach bew\u00e4hrt und sich auch\u00a0zuletzt wieder als \u00e4u\u00dferst robust und krisenfest erwiesen. Die erfolgreiche Entwicklung\u00a0\u00a0 des Bauvereins Breisgau in\u00a0\u00a0 den vergangenen 113 Jahren\u00a0seines Bestehens best\u00e4tigt dies.<br \/>\nIZF: Die Gesellschaft wird \u00e4lter. Welche Auswirkungen hat das\u00a0\u00a0 f\u00fcr den Bauverein Breisgau?<br \/>\nReinhard Disch: Genossenschaften wie der Bauverein\u00a0\u00a0 agieren aufgrund ihrer Mitgliederstruktur\u00a0\u00a0 stets sehr bedarfsgerecht.\u00a0Und sie reagieren auf\u00a0\u00a0 gesellschaftliche Entwicklungen.\u00a0\u00a0 Das hei\u00dft, so traditionsreich\u00a0\u00a0 Genossenschaften auf\u00a0\u00a0 der einen Seite\u00a0 sind, so innovativ\u00a0und modern sind sie auf\u00a0\u00a0 der anderen Seite. Um unseren\u00a0\u00e4lter werdenden Mitgliedern\u00a0langfristig Wohnungen anbieten\u00a0\u00a0 zu k\u00f6nnen, haben wir bereits\u00a0vor 25 Jahren damit begonnen,\u00a0\u00a0 in die damals neue\u00a0\u00a0 Wohnform des betreuten Wohnens\u00a0\u00a0 zu investieren. Zu unserem\u00a0\u00a0 Wohnungsbestand geh\u00f6ren\u00a0\u00a0deshalb sechs Seniorenwohnanlagen.\u00a0Wir ben\u00f6tigen\u00a0\u00a0 jedoch in naher Zukunft weit\u00a0 mehr altersgerechten Wohnraum,\u00a0und dies sowohl im Neubau\u00a0\u00a0 als auch im Bestand.\u00a0S\u00e4mtliche Neubauprojekte\u00a0\u00a0 plant der Bauverein derzeit im\u00a0\u00a0 Hinblick auf den demografischen Wandel mit seniorentauglichen\u00a0\u00a0 barrierefreien Wohnungen.\u00a0\u00a0 Allein das reicht aber\u00a0nicht. Daher sind wir dabei,\u00a0\u00a0 auch unseren Wohnungsbestand,\u00a0\u00a0 zu dem 5.000 Mietwohnungen\u00a0 z\u00e4hlen, so weit dies\u00a0\u00a0 baulich m\u00f6glich ist, barrierearmer\u00a0\u00a0 zu gestalten und altengerecht\u00a0\u00a0 umzubauen. Dies ist\u00a0\u00a0 langfristig eine immens gro\u00dfe\u00a0\u00a0 Aufgabe. Die Wiederaufnahme\u00a0\u00a0 des Bundesf\u00f6rderprogramms\u00a0\u00a0 \u201eAltersgerecht umbauen\u201c ist\u00a0\u00a0 aus diesen Gr\u00fcnden unbedingt\u00a0\u00a0 zu begr\u00fc\u00dfen.<br \/>\nIZF: Nach f\u00fcnf Jahren Bauzeit wurde im Juni das Mehrgenerationenquartier\u00a0\u00a0 am Turmcaf\u00e9\u00a0er\u00f6ffnet. Wie wird das Projekt\u00a0\u00a0 angenommen?<br \/>\nReinhard Disch: Nach umfassender Planung, auch in Zusammenarbeit\u00a0mit der Katholischen\u00a0\u00a0 Fachhochschule und\u00a0\u00a0 den Quartiersbewohnern, startete\u00a0der Bauverein das Pilotprojekt\u00a0\u00a0 \u201eMehrgenerationenquartier\u00a0\u00a0 am Turmcafe\u201c in Z\u00e4hringen.\u00a0Dass wir damit den Nerv der Zeit getroffen haben, wird durch seinen Erfolg best\u00e4tigt.\u00a0Heute lebt das Quartier,\u00a0unterst\u00fctzt von dem eigens daf\u00fcr\u00a0eingestellten Quartierskoordinator,\u00a0\u00a0 wesentlich von dem\u00a0\u00a0 Engagement der Bewohner.\u00a0Das Quartier vereint Jung und\u00a0Alt, nicht nur \u00fcber die Wohnungen,\u00a0die f\u00fcr Familien, Singles,\u00a0\u00a0 Paare und Senioren gleicherma\u00dfen\u00a0konzipiert wurden.<br \/>\nIZF: Seit 44 Jahren sind Sie f\u00fcr den Bauverein t\u00e4tig, davon 30 Jahre als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender\u00a0Vorstand. Was hat sich in der\u00a0 Zeit ver\u00e4ndert?<br \/>\nReinhard Disch: Zun\u00e4chst einmal kann man sagen, dass der Bauverein in dieser Zeit zu\u00a0 einer der gr\u00f6\u00dften Wohnungsbaugenossenschaften herangewachsen\u00a0ist. Begr\u00fcndet ist\u00a0dies zum einen durch die Fusionen\u00a0\u00a0 mit anderen Wohnungsgenossenschaften, zuletzt\u00a0mit der Wohnst\u00e4ttenbau\u00a0Freiburg. Dadurch konnte der\u00a0\u00a0 Bauverein sein Wirkungsfeld\u00a0\u00a0 auf die Umlandgemeinden ausdehnen und hat dadurch zum Beispiel Mietwohnungsbest\u00e4nde\u00a0\u00a0 in Emmendingen und Denzlingen\u00a0hinzugewonnen. Auch\u00a0die\u00a0 Wohnungseigentumsverwaltung\u00a0hat sich enorm vergr\u00f6\u00dfert.\u00a0So verwalten wir heute rund 3.500\u00a0 Eigentumswohnungen.\u00a0Zum anderen jedoch ist\u00a0\u00a0 sicher die Entwicklung des\u00a0Bauvereins zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen hervorzuheben. Unsere\u00a0Mieter f\u00fchlen sich bei uns gut\u00a0aufgehoben und das spricht\u00a0sich rum. Dies wiederum hat\u00a0\u00a0 ebenfalls Wachstum zur Folge.\u00a0 Jahr f\u00fcr Jahr kommen rund\u00a01.000 Neumitglieder hinzu. In\u00a0den vergangenen 44 Jahren ist\u00a0\u00a0 die Zahl der Mitglieder von\u00a06.000 auf 17.000 gestiegen, die der Mitarbeiter von rund 40 auf 90. Die Spareinlagen sind\u00a0in diesem Zeitraum sogar um\u00a0 das Zehnfache gestiegen. Was die Entwicklung des Bauvereins au\u00dferdem kennzeichnet,\u00a0\u00a0 sind die Meilensteine, die\u00a0\u00a0 er mit der Etablierung innovativer\u00a0\u00a0 Wohnformen wie dem betreuten\u00a0\u00a0 Wohnen in den 80er\u00a0Jahren, dem\u00a0Mehrgenerationenwohnen\u00a0und dem sozialen Quartiersmanagement in j\u00fcngster\u00a0Zeit gesetzt hat.\u00a0Nicht zu vergessen ist auch die Energieversorgung unserer\u00a0\u00a0 Mieter, die zu 50 Prozent \u00fcber\u00a0\u00a0 eigene Energiezentralen erfolgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">IZF: In diesem Jahr fanden wieder die \u201eSparwochen\u201c beim Bauverein statt. Wie wurde der \u201eEnergie-Sparbrief\u201c\u00a0\u00a0 angenommen?<br \/>\nReinhard Disch: Den limitierten Energie-Sparbrief bieten\u00a0wir ja bereits seit einigen Jahren\u00a0\u00a0 an. Von Anfang an war\u00a0diese quasi \u201egr\u00fcne Geldanlage\u201c\u00a0\u00a0der Publikumsrenner. Er ist immer\u00a0schon nach kurzer Zeit\u00a0\u00a0 ausverkauft. Aber wir haben\u00a0\u00a0 gl\u00fccklicherweise ein Portfolio mit weiteren attraktiven, nachhaltigen und sozial verantwortlichen Sparanlagen. Auch dem sozialen Quartiersmanagement kommt es zugute. All dies wissen unsere Sparer zu sch\u00e4tzen. Die Spareinrichtung verzeichnet seit vielen Jahren enorme Zuw\u00e4chse.<br \/>\nZZF: Wird es eine Neuauflage geben?<br \/>\nReinhard Disch: Der Bauverein investiert kontinuierlich in\u00a0regenerative Energieformen\u00a0\u00a0 und wird den Energiesparbrief\u00a0\u00a0daher wohl auch in den kommenden\u00a0Jahren anbieten.<br \/>\nIZF: Der Bauverein Breisgau ist mit 14.000 Mitgliedern eine der\u00a0gr\u00f6\u00dften Baugenossenschaften\u00a0in Deutschland. Welchen Stellenwert\u00a0hat die Stadt Freiburg\u00a0\u00a0 f\u00fcr den Bauverein Breisgau?<br \/>\nReinhard Dischseit Ende letzten Jahres bereits\u00a0rund 17.000 Mitglieder, das\u00a0\u00a0 entspricht in etwa der Einwohnerzahl einer Kleinstadt. Aufgrund\u00a0\u00a0 der Tatsache, dass wir in\u00a0Freiburg eines der wenigen\u00a0Wohnungsunternehmen sind, das \u00fcberhaupt neue und vor allem\u00a0\u00a0 bezahlbare Mietwohnungen\u00a0\u00a0 errichtet, pro Jahr sind dies\u00a0\u00a0 50 bis 100, und wir j\u00e4hrlich au\u00dferdem\u00a0\u00a0 rund 300 Wohnungen aus unserem Bestand\u00a0 Wiedervermieten,\u00a0\u00a0 leisten wir einen\u00a0\u00a0 nicht unerheblichen Beitrag zur Wohnraumversorgung der\u00a0Freiburger Bev\u00f6lkerung. Daher\u00a0\u00a0 waren und sind wir ein wichtiger\u00a0Partner der Stadt Freiburg.<br \/>\nIZF: Erstmals fand Ende Oktober die Messe \u201eEconstra\u201c in\u00a0\u00a0 Freiburg statt. Erwarten Sie dadurch\u00a0\u00a0 einen Impuls f\u00fcr die\u00a0 Freiburger Immobilienbranche?<br \/>\nReinhard Disch: Der Bedarf an Ingenieursleistungen im Bereich\u00a0\u00a0 des Wohnungsneubaus\u00a0und des Bestandsschutzes\u00a0\u00a0nimmt st\u00e4ndig zu. Ingenieure\u00a0sind \u00fcberall dort gefragt, wo es\u00a0um die Erarbeitung moderner\u00a0technischer und wirtschaftlicher L\u00f6sungen geht, sei es in der\u00a0\u00a0Statik oder in den Bereichen\u00a0\u00a0 Energieeinsparung, Brandschutz,\u00a0Technik und Denkmalschutz.\u00a0Deshalb begr\u00fc\u00dfen wir\u00a0\u00a0 diese neue Fachmesse und\u00a0\u00a0 w\u00fcnschen den Ingenieurb\u00fcros in der Region, dass sie von ihr profitieren m\u00f6gen.<br \/>\nIZF: Ein aktuelles Neubauprojekt ist das Wohnquartier \u201eAm\u00a0\u00a0 Keltenbuck\u201c in Kirchzarten. Sind derzeit noch weitere Projekte\u00a0\u00a0 geplant?<br \/>\nReinhard Disch: Derzeit haben wir rund 180 Miet- und Eigentumswohnungen\u00a0\u00a0 in Planung,\u00a0f\u00fcr die noch in diesem\u00a0\u00a0 Jahr bzw. im Fr\u00fchjahr der Baustart\u00a0\u00a0rfolgen soll. Es sind die Neubauprojekte im Stadtteil\u00a0\u00a0 Mooswald, in Denzlingen,\u00a0 Emmendingen,\u00a0Stegen und voraussichtlich in Ehrenkirchen.<br \/>\nIZF: Wo sehen Sie den Bauverein Breisgau in zehn Jahren?<br \/>\nReinhard Disch: Der Bauverein wird weiterhin kontinuierlich\u00a0wachsen, wenn er die erfolgreiche\u00a0Wohnungspolitik der\u00a0vergangenen\u00a0113 Jahre fortsetzt. Diese beruht zum einen auf\u00a0Traditionsbewusstsein, zum\u00a0anderen auf dem Mut, neue\u00a0\u00a0 Wege zu gehen. Dies bedeutet, den Wandel der Zeiten zu erkennen\u00a0und vorausschauend\u00a0\u00a0 mit\u00a0 entsprechenden Konzepten zu begegnen. Ganz wichtig ist\u00a0es dabei, ganz nah an den\u00a0\u00a0 Menschen und ihren Wohnbed\u00fcrfnissen\u00a0\u00a0zu bleiben. Wir werden\u00a0\u00a0 auch unseren Wohnungsbestand\u00a0vergr\u00f6\u00dfert haben und\u00a0weiterhin bezahlbare Mietwohnungen anbieten. Gut vorstellbar ist auch, dass in allen Bauvereinsquartieren\u00a0Quartierstreffs\u00a0f\u00fcr ein gutes F\u00fcr- und Miteinander\u00a0sorgen. Und nat\u00fcrlich\u00a0dass unser gesamter Wohnungsbestand\u00a0energetisch saniert ist. Zu guter Letzt kann ich\u00a0mir auch vorstellen, dass wir in\u00a0zehn Jahren all unsere Mieterhaushalte\u00a0komplett mit regenerativ\u00a0erzeugter Energie versorgen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Fragen stellte Nils Kickert, 7.11.2012, <a href=\"https:\/\/www.stadtkurier.de\">www.stadtkurier.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: small;\"><b>115 Jahre jung \u2013 der Bauverein Breisgau<\/b><\/span><\/p>\n<p>Am 18. Februar 1899 &#8211; in Zeiten gr\u00f6\u00dfter Wohnungsnot &#8211; gr\u00fcndeten 122 M\u00e4nner und Frauen die Wohnungsbaugenossenschaft in einem Akt der \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c. Ihr Ziel: gesunden und lebenswerten Wohnraum f\u00fcr Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen. Heute wie damals ist der Bauverein ein Garant f\u00fcr bezahlbaren Wohnraum in der wachsenden Stadt Freiburg und der Region.<\/p>\n<p>In seiner Gesch\u00e4ftsstelle Z\u00e4hringer Stra\u00dfe 48 zeigt der Bauverein w\u00e4hrend der Gesch\u00e4ftszeiten eine Fotoausstellung, die die 115-j\u00e4hrige Geschichte der Genossenschaft dokumentiert.<br \/>\nDer Bauverein Breisgau ist mit seinen 18.200 Mitgliedern die mitgliederst\u00e4rkste Wohnungsbaugenossenschaft Baden-W\u00fcrttembergs und eine der \u00e4ltesten und gr\u00f6\u00dften Deutschlands \u2013 sie ist jedoch alles andere als altmodisch. \u201eInnovationsfreudig\u201c und \u201esolide\u201c d\u00fcrften wohl die Merkmale sein, mit denen sich die j\u00e4hrlich um etwa 1000 Neumitglieder wachsende Gemeinschaft am ehesten charakterisieren l\u00e4sst. In den vergangenen elfeinhalb Jahrzehnten entwickelte sich der Bauverein zu einem zukunftsorientierten, modernen Wohnungsunternehmen, das seinen Mitgliedern neben gegenw\u00e4rtig 4900 ansprechenden und bezahlbaren Mietwohnungen auch eine eigene Spareinrichtung anbietet sowie 3300 Eigentumswohnungen verwaltet. Der Mietwohnungsbestand orientiert sich am Bedarf seiner Mitglieder und bietet Lebensr\u00e4ume f\u00fcr alle Generationen. Mit j\u00e4hrlichen Investitionen im zweistelligen Millionenbereich sorgt das Unternehmen Jahr f\u00fcr Jahr daf\u00fcr dass dieser auch zeitgem\u00e4\u00df und zukunftsf\u00e4hig bleibt. Kontinuierlich wurden auch die Serviceleistungen rund ums Wohnen erweitert und optimiert.<b> <\/b><\/p>\n<p>Heute wie vor 115 Jahren ist die Genossenschaft wohnungstechnisch eine Bereicherung f\u00fcr die Freiburger Bev\u00f6lkerung. Sie zeichnet sich durch eine enorme kontinuierliche Bauleistung aus. Bereits mit dem Gr\u00fcndungsbau in der Emmendinger Stra\u00dfe, der zehn Stockwerksh\u00e4user mit 93 Mietwohnungen umfasst, wurde ein f\u00fcr damalige Zeiten sehr umfangreiches Bauvorhaben in der kurzen Zeit von zwei Jahren realisiert. Im Lauf der Jahrzehnte folgten weit mehr als 6000 Miet- und Eigentumswohnungen. Viele mussten nach dem zweiten Weltkrieg ein zweites Mal aufgebaut werden &#8211; manche sogar ein drittes Mal, wie das aktuelle Bauvorhaben \u201eUni Carr\u00e9\u201c. Auch heute erweist sich der Bauverein Breisgau dank seiner Investitionen und Neubaut\u00e4tigkeit als ein Garant f\u00fcr preisg\u00fcnstigen Wohnraum in vielen Stadtteilen Freiburgs und der Region. Die Durchschnittsmiete liegt mit 5,77 Euro pro Quadratmeter Wohnfl\u00e4che deutlich unter der des Freiburger Mietspiegels von 7,53 Euro. In den vergangenen f\u00fcnf Jahren wurden 170 neue Mietwohnungen geschaffen, 140 Miet- und Eigentumswohnungen sind derzeit im Bau, \u00fcber 190 in Planung. Von 2009 bis 2012 investierte die Genossenschaft 81,4 Millionen Euro in Neubau- und energetische Modernisierungsma\u00dfnahmen sowie in umweltfreundliche Energietechnologien.<\/p>\n<p>Der Bauverein geh\u00f6rte zu den ersten Wohnungsunternehmen, das in den 80er Jahren, als sich die demografische Entwicklung langsam abzuzeichnen begann, auf das Betreute Wohnen setzte. Er realisierte mehrere Seniorenwohnanlagen mit altengerechten Wohnungen f\u00fcr seine Mitglieder, schloss Kooperationen mit sozialen Dienstleistern, um die Betreuung zu gew\u00e4hrleisten, und errichtete 2009 ein modernes Pflegeheim mit Demenzstation.<\/p>\n<p>Nach dem Teilerwerb des \u201eAutohaus Breisgau Areals\u201c 2009 ging die Genossenschaft mit ihrem zukunftsweisenden Pilotprojekt \u2013 dem \u201eMehrgenerationenquartier am Turmcaf\u00e9\u201c \u2013 an den Start. Auch dieses Quartier, zumal in dieser Gr\u00f6\u00dfe \u2013 es entstanden insgesamt 100 Mietwohnungen, 100 Eigentumswohnungen und zahlreiche Gewerbeeinheiten \u2013 bedeutete f\u00fcr Freiburg etwas Besonderes. Mit diesem Angebot einer neuen Wohnform reagierte der Bauverein vorausschauend auf unsere alternde Gesellschaft, denn sie erm\u00f6glicht es \u00e4lteren Menschen, ihren Lebensabend selbstbestimmt in den eigenen vier W\u00e4nden und nicht im Altenheim zu verbringen. Das Mehrgenerationenwohnen mit seinem vielf\u00e4ltigen Wohn- und Wohnungskonzept f\u00fcr\u00a0 Singles, Paare, Familien und Senioren setzt in Zeiten fehlender Gro\u00dffamilien auf die Bildung neuer familien\u00e4hnlicher Strukturen in der Nachbarschaft. Es gewinnt als Alternative zu Seniorenheimen auch gesamtgesellschaftlich an Bedeutung, da es den Sozialsystemen im Hinblick auf den demografischen Wandel immense Entlastung verschafft.<\/p>\n<p>Mit seinem bewussten F\u00fcr- und Miteinander entspricht das Mehrgenerationenwohnen aber auch dem genossenschaftlichen Gemeinsinn, denn Genossenschaften leben von der Idee der \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c, der Solidarit\u00e4t und Eigenverantwortung. \u201eDas realisierte Quartier am Turmcaf\u00e9\u201c, so das gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstandsmitglied Doris Reiprich, \u201chat unserer Solidargemeinschaft viele neue Impulse gegeben und sorgt im Stadtteil Z\u00e4hringen f\u00fcr ein Mehr an Lebensqualit\u00e4t\u201c. Weitere Generationenprojekte sind in Planung. \u201eZum Gelingen des gemeinsamen Werks bedurfte und bedarf es jedoch intensiver Quartiersarbeit, vielf\u00e4ltiger Angebote f\u00fcr gemeinsame Aktivit\u00e4ten von Alt und Jung sowie zahlreicher ehrenamtlich engagierter Menschen\u201c, erl\u00e4utert der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstand Reinhard Disch. Zu diesem Zweck wurde 2011 eigens der gemeinn\u00fctzige Verein \u201eQuartierstreff Bauverein Breisgau e.V.\u201c gegr\u00fcndet. Dem Anspruch, seinen Mitgliedern Lebensr\u00e4ume f\u00fcr alle Generationen zu bieten, wird der Bauverein mit einem vielf\u00e4ltigen und ansprechenden Wohnungsangebot gerecht, so beispielsweise auch in Haslach-Gartenstadt mit ihren 229 preisg\u00fcnstigen Wohnungen und Einfamilienh\u00e4usern f\u00fcr junge Familien.<\/p>\n<p>In ihrer Geschichte setzte die Genossenschaft weitere Meilensteine. Ein solcher war zum Beispiel die Gr\u00fcndung des Tochterunternehmens \u201eEnergieversorgungsgesellschaft Bauverein Breisgau mbH\u201c (EVB), mit der zur Energieversorgung der Mieter ein modernes Energiemanagement installiert wurde. Bereits in den 90er-Jahren fanden dabei so umweltfreundliche Energietechnologien wie die Kraft-W\u00e4rme-Kopplung Anwendung. An sieben Standorten versorgt die EVB \u00fcber 2050 Mieterhaushalte direkt mit klimafreundlich erzeugter W\u00e4rme und Strom. Die BHKW produzieren 12,38 Millionen kWh W\u00e4rme, 6,23 Millionen kWh Strom und sparen 2900 Tonnen CO-Emissionen ein.\u00a0 Investiert wurden daf\u00fcr 4,1<span style=\"font-size: small;\">Millionen Euro. Die Energieversorgung der Mieter wird durch 26 Photovoltaikanlagen erg\u00e4nzt, die j\u00e4hrlich etwa 750500 Kilowattstunden Strom erzeugen und 450 Tonnen CO<\/span><sub><span style=\"font-size: small;\">2<\/span><\/sub><span style=\"font-size: small;\">-Emissionen vermeiden. In die Solarstromanlagen investierte der Bauverein rund 2,5 Millionen Euro.<\/span><\/p>\n<p>Der Bauverein ist immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut\u201c, res\u00fcmiert Reinhard Disch. Aufgeschlossenheit gegen\u00fcber neuen Entwicklungen liegt im Charakter des Unternehmens &#8211; neue Wege zu beschreiten ebenso. \u201eWer jedoch ein Unternehmen mit 90 Mitarbeitern zu f\u00fchren und Entscheidungen f\u00fcr 18.200 Mitglieder zu treffen hat\u201c, so Disch weiter, \u201eder muss andererseits besonders verantwortungsvoll und mit gr\u00f6\u00dfter wirtschaftlicher Vernunft agieren.\u201c Dass sich im Bauverein Solidit\u00e4t und Innovationsfreude in gelungener Weise verbinden, machen nicht nur die gesetzten \u201eMeilensteine\u201c deutlich, sondern auch seine dynamische, wirtschaftliche Entwicklung. Sie bildet sich eindrucksvoll in der Entwicklung des Bilanzvolumens ab. Betrug dieses in den 50er-Jahren noch umgerechnet 20 Millionen Euro, erh\u00f6hte es sich bis Ende 2012 auf 226 Millionen Euro. Im selben Zeitraum wuchs das Sparvolumen der 1923 gegr\u00fcndeten genossenschaftlichen Spareinrichtung von knapp einer Million Euro auf aktuell 80 Millionen Euro. \u201eNachdem sich Bund und Land, so Reinhard Disch, \u201eweitgehend aus der F\u00f6rderung des Wohnungsbaus zur\u00fcckgezogen haben, stellt die Spareinrichtung einen gewichtigen Faktor in der Finanzierung unserer umfangreichen Neubau- und energetischen Modernisierungsma\u00dfnahmen dar. Die Mitglieder profitieren dabei nicht nur von attraktiven Zinsangeboten, sie f\u00f6rdern mit ihren Spareinlagen als Miteigent\u00fcmer auch den Bau neuer Wohnungen.\u201c Anders als bei anderen Wirtschaftsunternehmen \u00fcblich, basiert das genossenschaftliche Gesch\u00e4ftsmodell auf einer nachhaltigen und vorausschauenden Unternehmenspolitik, bei der die Mitgliederorientierung im Vordergrund steht. In den 150 Jahren ihrer Geschichte hat sich diese Unternehmensform durch Wirtschafts- und Finanzkrisen hindurch als krisenfest erwiesen \u2013 auch beim Bauverein.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"font-size: small;\">20.2.2014, <a href=\"https:\/\/www.dreisamtaeler.de\">www.dreisamtaeler.de<\/a> <\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Business &gt;Immobilien &gt;Bauverein-Breisgau Gut gewirtschaftet und Wachstum auf hohem Niveau (17.6.2015) 115 Jahre jung \u2013 der Bauverein Breisgau (20.2.2014) Bauverein will gro\u00dfe Mietspr\u00fcnge k\u00fcnftig vermeiden (20.6.2013) https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/1000-neue-wohnungen-im-jahr\/\u00a0(9.2.2013) Mehrgenerationen-Energieeffizienzhaus 55: Bauverein Breisgau in Kirchzarten &gt;Wohnen4 (21.10.) 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