{"id":147657,"date":"2026-04-10T08:32:06","date_gmt":"2026-04-10T06:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=147657"},"modified":"2026-04-18T19:40:44","modified_gmt":"2026-04-18T17:40:44","slug":"hormuz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/hormuz\/","title":{"rendered":"Hormuz"},"content":{"rendered":"<p>Home &gt;<a title=\"Global\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/\">Global<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/aegypten\/\">Aegypten<\/a>\u00a0&gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/syrien\/\">Syrien<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/arabien\/\">Arabien<\/a> &gt;Hormuz<\/p>\n<div id=\"attachment_147666\" style=\"width: 688px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Hormus-Golf-Oman-Iran-pan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-147666\" class=\"size-full wp-image-147666\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Hormus-Golf-Oman-Iran-pan.jpg\" alt=\"\" width=\"678\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Hormus-Golf-Oman-Iran-pan.jpg 678w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Hormus-Golf-Oman-Iran-pan-640x352.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Hormus-Golf-Oman-Iran-pan-180x99.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 678px) 100vw, 678px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-147666\" class=\"wp-caption-text\">Strasse von Hormuz: Oman, Iran, Golf-Staaten, Saudi-Arabien<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Das \u00dcberschreiten der roten Linie: Journalismus im Irankrieg (13.4.2026)<\/li>\n<li>Die B\u00fcchse der Pandora: Hormus und kein Ende? (13.4.2026)<\/li>\n<li>Geopolitik: Europa im Tiefschlaf &#8211; Meerenge von Hormuz (9.4.2926)<\/li>\n<li>2Africa-Unterwasserkabel: Arabien, Afrika, Asien und Europa verbinden (3.4.2026)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/iran\/iran2026\/\">Iran2026<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/israel\/israel-iran\/\">Israel-Iran<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Strasse von Hormuz bzw. Hormus zwischen dem persischen Golf und dem indischen Ozean ist eine ca 50 km breites internationales Gew\u00e4sser.\u00a0 Ca 20 % der weltweiten Erd\u00f6ltransporte gelangen durch diese Meerenge. Direkte Anrainerl\u00e4nder sind der Iran und Oman.<br \/>\n.<br \/>\n20 % der globalen Erd\u00f6ls wie auch NLG-Gases gelangen durch Strasse von Hormuz. Das sind 90-130 Schiffe pro Tag, darunter ca 60 \u00d6ltanker.<br \/>\n=============================================================<\/p>\n<p><strong>Das \u00dcberschreiten der roten Linie: Journalismus im Irankrieg<\/strong><br \/>\nOb Trump im Iran-Krieg tats\u00e4chlich so fulminant gescheitert ist, wie die meisten Medien behaupten, muss sich erst noch zeigen. Momentan gibt es einen 14t\u00e4gigen Waffenstillstand. Ob der wirklich nur zu einem faulen Kompromiss f\u00fchrt, der das Mullah-Regime und seine chinesischen Unterst\u00fctzer st\u00e4rkt und die Unterwerfung Europas besiegelt, werden wir erleben. Falls es so kommt, haben wir es jedenfalls nicht zuletzt all jenen Journalisten zu verdanken, die Trump vorgestern noch vorwarfen, den dritten Weltkrieg vom Zaun zu brechen, um ihn einen Tag sp\u00e4ter zu bescheinigen, immer blo\u00df zu kneifen.<br \/>\nFaktisch sind westliche <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/mainstream\/\">Meinungsmacher<\/a> l\u00e4ngst die effektivste <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/propaganda\/\">Propagandawaffe<\/a> der Mullahs. Denn sie berichten vor allem \u00fcber die V\u00f6lker- und Menschenrechtsverletzungen der USA und Israels. Das suggeriert die ethische Gleichwertigkeit der Kontrahenten und verharmlost die Verbrechen Irans. Mittlerweile ist ein Gutteil des Publikums fest davon \u00fcberzeugt, dass es kaum einen Unterschied zwischen den Ayatollahs und Netanjahu gibt und sowohl Trump als auch der Iran letztlich blo\u00df das Opfer einer finsteren zionistischen Verschw\u00f6rung geworden sind.<br \/>\nDer Westen hat ein Problem mit dem Kollaps des <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/kultur\/medien\/gesinnungsdiktatur\/\">Journalismus<\/a>. An der \u00f6ffentlichen Meinung stricken fast nur Leute, die als gl\u00fchende Kulturrelativisten verliebt ins Abwerten der eigenen Zivilisation sind. Sie verabscheuen Trump zutiefst und lassen seit \u00fcber zehn Jahren kein gutes Haar an ihm. Egal, was er tut, es ist entweder dumm oder falsch. Auch beim Entstehen des jetzigen Kriegs argumentieren sie stets zum eigenen Nachteil. W\u00e4hrend sie den Mullahs legitime Beweggr\u00fcnde unterstellen, be\u00e4ugen sie das Vorgehen Trumps und Netanjahus mit gr\u00f6\u00dfter Skepsis und sprechen ihnen etwaige ehrbare Motive und strategische Vernunft a priori ab.<br \/>\n&#8230;<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.4.2026 von Christoph Ernst bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/vera-lengsfeld.de\/2026\/04\/13\/das-ueberschreiten-der-roten-linie\/\">https:\/\/vera-lengsfeld.de\/2026\/04\/13\/das-ueberschreiten-der-roten-linie\/<\/a><\/p>\n<p>.<\/p>\n<p><strong>Die B\u00fcchse der Pandora: Hormus und kein Ende?<\/strong><br \/>\nLeider brachte die versuchte Vermittlung zwischen den iranischen Machthabern und den dortigen M\u00f6chtegern-Machthabern der USA in Pakistan am Wochnende keine Verst\u00e4ndigung \u2013 nicht einmal in der Sache des v\u00f6lkerrechtlichen Versto\u00dfes des Iran gegen den Grundsatz, dass internationale Seewege ungehindert von jedem genutzt werden d\u00fcrfen. Obwohl die Stra\u00dfe von Hormus vor ihrer Haust\u00fcre alles andere als eine \u201eMeerenge\u201c ist: Die Breite dieses Seeweges ist gegen\u00fcber anderen Stellen auf dem Globus eher eine vielspurige Autobahn, keine Nationalstra\u00dfe. Die unterschiedlichen Dimensionen der Wasserstra\u00dfen r\u00fcckte jetzt wieder in mein Bewusstsein: Als ich vor 16 Jahren die Stra\u00dfe von Hormus passierte, hatte ich nicht den Eindruck, mich in einer Meerenge zu befinden.<br \/>\nIch verma\u00df die damalige Schiffspassage nun mit Google Earth \u2013 und kam auf 50 bis 52 Kilometer an der engsten Stelle. Von diesen kann der Iran 12 Seemeilen \u2013 also 22,2 Kilometer vor seiner K\u00fcste \u2013 f\u00fcr sich beanspruchen, die Vereinigten Arabischen Emirate VAE ebenso viele Kilometer vor dem gegen\u00fcberliegenden Ufer \u2013 aber dann bleiben immer noch 5 bis 6 Kilometer internationale Gew\u00e4sser. Daf\u00fcr braucht sich kein Schiff schlanker zu machen, als es schon ist. Doch die Iranischen Machthaber wollen selbst die Passage durch die Gew\u00e4sser der VAE behindern und f\u00fcr den gesamte Seeweg Transitgeb\u00fchren verlangen. Das ist so, als w\u00fcrde Trump auch die Z\u00f6lle anderer L\u00e4nder kassieren wollen. Wof\u00fcr die islamischen Revolutionsgardisten das Geld brauchen, ist klar: Nat\u00fcrlich f\u00fcr ihr unersch\u00f6pfliches Raketenarsenal und nat\u00fcrlich das zwar zur\u00fcckgeworfene, aber mangels echtem Regimewechsel weiterhin angestrebte Atomprogramm, au\u00dferdem auch f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Terrorbanden der Hisbollah, Hamas und Huthi. Und f\u00fcr neue Stricke f\u00fcrs Volk, die f\u00fcr die vielen Hinrichtungen n\u00f6tig werden.<\/p>\n<p>Es gibt engere Schiffsstra\u00dfen<br \/>\nWas w\u00e4re, w\u00fcrde diese Frechheit der iranischen Oberislamisten woanders Schule machen? Im Vergleich der Stra\u00dfe von Hormus sind andere Stellen auf den Globus viel enger und tats\u00e4chliche Engstellen. Der S\u00fcdausgang des Roten Meeres zwischen Dschibuti und dem Jemen misst rund 20 Kilometer. Der Nordausl\u00e4ufer zum Suezkanal hin ist an der engsten Stelle 16 Kilometer breit. Und ich erinnere mich an die von mir mehrfach durchfahrene Stra\u00dfe von Gibraltar, die nur 15 Kilometer breit ist. Auch die Stra\u00dfe von Dover zwischen Frankreich und England misst mit 30 Kilometern viel weniger als die Hormus-\u201cFahrrinne\u201d. In der Ostsee ist es noch enger. Wegen der vielen Inseln im Finnischen Meerbusen zwischen Russland und Finnland sind es oft nur 10 Kilometer Abstand; zwischen Estland und Finnland immerhin 36 Kilometer \u2013 aber zum Bottnischen Meerbusen zwischen Schweden und Finnland nur 7 Kilometer. Und zwischen Schweden und D\u00e4nemark ist die Ostsee zur Nordsee hin bei Goleb sogar nur 4,25 Kilometer breit.<br \/>\nDie \u201cNeue Z\u00fcrcher Zeitung\u201d berichtete am 10. April: \u201eDie Revolutionsw\u00e4chter, eine paramilit\u00e4rische iranische Eliteeinheit, die auch die Meerenge mit Schnellbooten und Drohnen kontrolliert, pr\u00fcfen das Gesuch (einer Durchfahrt, die Red.). F\u00fcr einen \u00d6ltanker gehen Beobachter von einer Geb\u00fchr von mindestens 1 Dollar pro Fass Erd\u00f6l aus, womit sich f\u00fcr einen sehr gro\u00dfen Tanker ein Betrag von 2 Millionen Dollar ergibt. Die Zahlung erfolgt in chinesischen Yuan oder mit einer Kryptow\u00e4hrung. Diese Summe k\u00f6nnte in der Praxis einer faktischen, teilweisen Verstaatlichung der Schifffahrtsroute gleichkommen, sagt Neil Shearing, Chef\u00f6konom bei Capital Economics. L\u00e4nder wie China, Malaysia, der Irak, Pakistan, Japan, Indien und Oman h\u00e4tten mit Teheran Abkommen geschlossen, um die sichere Durchfahrt ihrer Schiffe zu gew\u00e4hrleisten, hei\u00dft es bei Lloyd\u2019s List weiter. F\u00fcr das mit Sanktionen be-legte Regime in Teheran ergibt sich daraus eine lukrative neue Geldquelle, die Einnahmen in Milliardenh\u00f6he bringen k\u00f6nnte. Eine Maut f\u00fcr die Stra\u00dfe von Hormus w\u00e4re ein finsteres Omen f\u00fcr die Weltwirtschaft.\u201d<\/p>\n<p>Geb\u00fchren f\u00fcr die Schiffspassage<br \/>\nUnd weiter: \u201cNach dem Uno-Seerechts\u00fcbereinkommen von 1982 gilt die Stra\u00dfe von Hormus als Meerenge, die der internationalen Schifffahrt dient. In solchen Meerengen gilt f\u00fcr alle Schiffe die sogenannte Transitdurchfahrt, selbst wenn (\u2026) diese in die Territorialgew\u00e4sser der Anrainerstaaten f\u00e4llt. Die Transitdurchfahrt darf von den K\u00fcstenstaaten Oman und Iran nicht verhindert werden, und sie d\u00fcrfen keine Geb\u00fchren verlangen. Das gleiche Regime gilt f\u00fcr andere Meerengen, etwa die Stra\u00dfe von Gibraltar. Iran hat das Uno-Abkommen allerdings nie ratifiziert.\u201d Das zeigt, dass die schiitischen Islamisten schon drei Jahre nach ihrer Machtergreifung sich auch in dieser Frage einen Dreck scheren, wie die islamischen Staaten es mit ihrer Kairoer Erkl\u00e4rung zur Menschrechtskonvention taten und tun. W\u00fcrde nun alle Anrainer solcher Wasserstra\u00dfen den Iran zum Vorbild nehmen und diese blockieren, st\u00fcnde uns eine Weltwirtschaftskrise und der Dritte Weltkrieg ins Haus.<\/p>\n<p>Doch Merz und viele andere politische Blindg\u00e4nger meinen, der Konflikt am Golf habe mit uns nichts zu tun \u2013 obwohl die Energiepreise gerade in Deutschland am st\u00e4rksten von allen L\u00e4ndern steigen. Auch wenn wir unser Oel und Gas \u00fcberwiegend aus anderen Weltregionen beziehen. W\u00e4re nicht jetzt die Gelegenheit, unsere Schiffe aus dem S\u00fcdchinesischen Meer an den persischen Golf zu beordern und unsere Minenr\u00e4umschiffe (die weltbesten!) dorthin zu schicken. Ebenso unsere Kriegsschiffe, die in der Ostsee russische Frachter in Schach halten sollten. Haben die neuen Mullahs gar von der EU abgeschaut, wie man Seeblockaden macht? Jetzt haben die USA die Minenr\u00e4umung \u00fcbernommen \u2013 weil wir nicht da sind, wenn wir gebraucht werden. Dieser Konflikt ist zwar kein NATO-Fall \u2013 aber wir Deutsche h\u00e4tten zeigen k\u00f6nnen, dass unsere Marine mehr kann als mit der Gorch Fock spazieren zu fahren\u2026<\/p>\n<p>Islamische Schutzsteuern<br \/>\nFast scheint es, dass die neue Praxis des schiitischen Islam die Tradition der Dschizya, der muslimischen Schutzsteuer gegen\u00fcber \u201eUngl\u00e4ubigen\u201c (den Dhimmi), wieder aufleben lassen, um von diesen Schutzgeld zu erheben. Dieses ist im Koran verankert, wurde bislang aber eher vom arabischen und osmanisch-sunnitischen Islam angewendet. Die Erhebung dieser Steuer von der unterworfenen nichtmuslimischen Bev\u00f6lkerung \u2013 den Juden und Christen \u2013 gr\u00fcndet sich auf das Prophetenwort in Sure 9, Vers 29: \u201cK\u00e4mpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den j\u00fcngsten Tag glauben und nicht verbieten (oder: f\u00fcr verboten erkl\u00e4ren, die Red.), was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angeh\u00f6ren \u2013 von denen, die die Schrift erhalten haben \u2013 k\u00e4mpft gegen sie, bis sie kleinlaut Tribut entrichten!\u201d Dieser Tribut (respektive Kopfsteuer) hei\u00dft auf Farsi vermutlich nicht wie im Arabischen Dschizya, der entsprechende Begriff d\u00fcrfte aber sicher ebenfalls gel\u00e4ufig sein.<br \/>\nAus jener Kopfsteuer scheint nun eine Schiffssteuer zu werden, die in der Stra\u00dfe von Hormus erhoben wird. Damit \u00f6ffnet der Iran eine B\u00fcchse der Pandora. Wenn wir jetzt Schw\u00e4che zeigen, wird der Islam nicht nur im fernen Iran die Welt zum Narren halten, sondern auch bei uns in Deutschland, wenn er einmal an der Macht ist. Islamgelehrte meinen, die Zeit des Kopfgeldes \u2013 der Dschizya \u2013 sei bereits angebrochen. Denn wie anders sei zu erkl\u00e4ren, dass Deutschland nicht nur millionenfach Muslime zuwandern und sich \u00fcberproportional zahlreich vermehren l\u00e4sst, und wir sie mit unseren Steuern unterhalten? Islam hei\u00dft \u00fcbersetzt anscheinend nicht umsonst \u201cUnterwerfung\u201d. Und alle, die B\u00fcrgergeld beziehen und denen steigende Heizkosten egal sind, k\u00f6nnen sich doch nur noch ins F\u00e4ustchen lachen, in welchem Ausma\u00df wir uns dies alles gefallen lassen. Und auch jene, die noch kein spritfressendes Auto besitzen und \u00f6ffentliche Verkehrsmittel benutzen, hegen eine klammheimliche Freude, dass aus dem Straftatbestand des Schwarzfahrens demn\u00e4chst eine blo\u00dfe Ordnungswidrigkeitsbagatelle wird. So kommt eins zum anderen.<br \/>\n&#8230; Alles vom 13.4.2026 von Albrecht K\u00fcnstle bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ansage.org\/die-buechse-der-pandora-hormus-und-kein-ende\/\">https:\/\/ansage.org\/die-buechse-der-pandora-hormus-und-kein-ende\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Geopolitik: Europa im Tiefschlaf &#8211; Meerenge von Hormuz<\/strong><br \/>\nMit der Krise von Hormuz f\u00fcgt sich ein weiteres Element in das Mosaik der neuen Weltpolitik. Diese wird vom Titanenkampf zwischen den USA und China dominiert und entl\u00e4dt sich entlang der Rohstoff- und Energiem\u00e4rkte. Dass Europa den Wandel verschlafen hat, ist Ausdruck eklatanter Realit\u00e4tsverweigerung.<br \/>\nDie Stra\u00dfe von Hormuz wurde zum Sinnbild f\u00fcr die geostrategische Gro\u00dfwetterlage: Der maritime Flaschenhals erteilt uns eine Lehrstunde in Sachen Geostrategie und Machtpolitik \u2013 etwas, wovon man vor allen Dingen in Deutschland seit Jahrzehnten nichts mehr wissen wollte. Nach drei Dekaden der Sorglosigkeit und des festen Glaubens an Fukuyamas These, dass eine Welt der globalisierten und freien M\u00e4rkte die Menschheit pazifizieren w\u00fcrde, herrscht nun Katerstimmung.<br \/>\nSichere Transportwege, Preissetzungsmacht an den Rohstoff- und Energiem\u00e4rkten, aber auch das Versicherungswesen \u2013 die Intervention der USA im Iran ist vielschichtig. Dies gilt sowohl im Hinblick auf den sich aufschaukelnden Ressourcenkrieg mit China als auch auf ganz anderen Ebenen wie der besagten maritimen Versicherungswirtschaft.<br \/>\n&#8230; Alles vom 9.4.2026 Thomas Kolbe bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.tichyseinblick.de\/wirtschaft\/geopolitik-europa-im-tiefschlaf\/\">https:\/\/www.tichyseinblick.de\/wirtschaft\/geopolitik-europa-im-tiefschlaf\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>2Africa-Unterwasserkabel: Arabien, Afrika, Asien und Europa verbinden<\/strong><br \/>\nGlasfaser oder Satelliten\/Internet-Systeme: Starlink<br \/>\nDatenpanne programmiert<br \/>\nDas I, doch der Iran kann es fix kappen<br \/>\nFabio Collovati<\/p>\n<p>Es ist eine auf den ersten Blick erstaunliche Erkenntnis. Die verwundbaren Nervenbahnen der Globalisierung verlaufen nicht \u00fcber sichtbare Verkehrsadern, sondern tief unter der Meeresoberfl\u00e4che. Mehr als 95 Prozent des weltweiten Datenverkehrs werden \u00fcber Unterseekabel abgewickelt \u2013 ein physisches Netz aus Glasfasern, das sich \u00fcber Zehntausende Kilometer durch die Ozeane zieht und die digitale Welt im Innersten zusammenh\u00e4lt. Weltweit existieren inzwischen mehr als 500 solcher Kabelsysteme, deren Trassen sich an wenigen strategischen Engstellen b\u00fcndeln \u2013 etwa im Roten Meer, in der Stra\u00dfe von Hormus oder der Stra\u00dfe von Malakka. Lange galt dieses System als stabil, redundant und weitgehend unantastbar. Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten zerst\u00f6rte diese Gewissheit. Mit der gleichzeitigen Destabilisierung des Roten Meeres und der Stra\u00dfe von Hormuz geraten erstmals zwei der wichtigsten digitalen Engstellen der Welt parallel unter Druck.<\/p>\n<p>Im Zentrum dieser Entwicklung steht das Unterseekabelsystem 2Africa. Das Projekt, ma\u00dfgeblich vorangetrieben vom US-Technologiekonzern Meta, wird in einem internationalen Konsortium umgesetzt, zu dem unter anderem auch Vodafone, Orange, China Mobile und die saudi-arabische stc geh\u00f6ren. Mit rund 45.000 Kilometern ist es eines der gr\u00f6\u00dften Infrastrukturvorhaben der digitalen Welt.<\/p>\n<p>Es verbindet mehr als 30 L\u00e4nder in Afrika, Europa und Asien und soll langfristig rund drei Milliarden Menschen erreichen. Doch 2Africa ist weit mehr als ein technisches Gro\u00dfprojekt. Es steht exemplarisch f\u00fcr einen grundlegenden Wandel: Die Infrastruktur des Internets wird nicht mehr prim\u00e4r von Staaten oder klassischen Telekommunikationsunternehmen gebaut, sondern zunehmend von globalen Plattformkonzernen und privaten Akteuren. Meta investiert Milliarden, um sich von bestehenden Netzbetreibern unabh\u00e4ngiger zu machen und die eigenen Datenstr\u00f6me selbst zu kontrollieren. Daten sind zur strategischen Ressource geworden \u2013 vergleichbar mit Energie oder Rohstoffen. Wer die Leitungen kontrolliert, kontrolliert die Kommunikation und damit einen zentralen Teil wirtschaftlicher und politischer Macht.<\/p>\n<p>Technisch stellt 2Africa dabei einen neuen Standard dar. Das System nutzt moderne SDM-Technologie und verf\u00fcgt \u00fcber eine deutlich h\u00f6here Anzahl an Glasfaserpaaren als \u00e4ltere Kabelgenerationen. Statt immer mehr Daten durch eine einzelne Glasfaser zu pressen, setzt SDM (Space Division Multiplexing (Raummultiplexverfahren)) darauf, mehrere r\u00e4umlich getrennte Datenkan\u00e4le parallel zu nutzen. Die geplante Kapazit\u00e4t liegt im Bereich von bis zu 180 Terabit pro Sekunde \u2013 ein Vielfaches dessen, was fr\u00fchere Systeme leisten konnten. Damit bildet das Kabel die Grundlage f\u00fcr datenintensive Anwendungen wie Cloud-Computing, Streaming-Dienste und vor allem k\u00fcnstliche Intelligenz. Ohne diese Infrastruktur w\u00e4ren viele der aktuellen technologischen Entwicklungen schlicht nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Es gibt strukturelle Probleme, die bisher untersch\u00e4tzt wurden<br \/>\nDer Kern von 2Africa wurde Ende 2025 fertiggestellt. Doch die entscheidende Erweiterung \u201e2Africa Pearls\u201c, die den Persischen Golf mit Indien, Pakistan und weiteren M\u00e4rkten verbinden sollte, ist durch den Irankrieg zum Stillstand gekommen. Gerade diese Erweiterung ist strategisch von immenser Bedeutung, weil sie erstmals eine direkte Verbindung zwischen Afrika, dem Nahen Osten und S\u00fcdasien schaffen soll. Der Kabelbauer Alcatel Submarine Networks sah sich gezwungen, \u201eh\u00f6here Gewalt\u201c zu erkl\u00e4ren, da ein sicherer Betrieb im Persischen Golf nicht mehr gew\u00e4hrleistet ist. Verlegeschiffe mussten ihre Arbeiten einstellen, bereits installierte Kabelabschnitte liegen ungenutzt auf dem Meeresboden und sind nicht an Landstationen angeschlossen. Ohne diesen Abschnitt bleibt das System unvollst\u00e4ndig. Derzeit kann man von einem global gedachten Netzwerk sprechen, dem die entscheidende Verbindung fehlt.<\/p>\n<p>Die Entwicklung kommt nicht \u00fcberraschend. Bereits im Roten Meer hatte sich die Verwundbarkeit der Infrastruktur gezeigt. Angriffe der Huthi-Miliz vor rund zwei Jahren sowie Zwischenf\u00e4lle in der Schiffahrt f\u00fchrten dazu, dass mehrere zentrale Datenkabel gleichzeitig besch\u00e4digt wurden. Die Reparatur zog sich \u00fcber Monate hin \u2013 ein ungew\u00f6hnlich langer Zeitraum f\u00fcr eine Branche, die auf schnelle Reaktionszeiten angewiesen ist. Ein Grund daf\u00fcr ist die begrenzte Zahl spezialisierter Reparaturschiffe weltweit, deren Einsatz zudem von sicherheitspolitischen Genehmigungen und Versicherungsfragen abh\u00e4ngt. Nun versch\u00e4rft sich die Lage erheblich. Branchenvertreter sprechen davon, dass sowohl das Rote Meer als auch die Stra\u00dfe von Hormus faktisch zu \u201eNo-go-Zonen\u201c f\u00fcr zivile Kabelschiffe geworden sind. Wartungs- und Reparaturarbeiten k\u00f6nnen nicht mehr durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Damit tritt ein strukturelles Problem zutage, das bislang untersch\u00e4tzt wurde. Unterseekabel sind keine statischen Bauwerke, sondern hochsensible Systeme. Weltweit kommt es j\u00e4hrlich zu rund 200 Defekten \u2013 meist verursacht durch Anker, Fischerei oder nat\u00fcrliche Einfl\u00fcsse. In stabilen Regionen lassen sich diese Sch\u00e4den innerhalb weniger Wochen beheben. In Konfliktgebieten jedoch verl\u00e4ngern sich die Ausfallzeiten erheblich. Gleichzeitig gelten Kabel zunehmend auch als potenzielle Ziele gezielter Sabotage oder hybrider Kriegsf\u00fchrung, da sie kritische Infrastruktur mit vergleichsweise geringem Aufwand angreifbar machen.<\/p>\n<p>Bereits die Vorf\u00e4lle im Roten Meer im Jahr 2024 f\u00fchrten zu massiven St\u00f6rungen im Datenverkehr zwischen Europa und Asien. Teilweise musste ein erheblicher Anteil der Kapazit\u00e4ten umgeleitet werden. Die Folgen waren l\u00e4ngere Verz\u00f6gerungen, steigende Kosten und Engp\u00e4sse in der Daten\u00fcbertragung.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen reichen weit \u00fcber 2Africa hinaus. Auch andere Gro\u00dfprojekte geraten unter Druck. Das Kabelsystem SEA-ME-WE 6, das Asien, Afrika und Europa \u00fcber mehr als 20.000 Kilometer verbinden soll, war bereits vor dem aktuellen Konflikt mehrfach verz\u00f6gert worden.<\/p>\n<p>Elon Musk geht mit seinem Starlink einen anderen Weg<br \/>\nProjekte wie \u201eFibre in Gulf\u201c, die den Persischen Golf gezielt als Alternativroute etablieren sollten, stehen vor einer ungewissen Zukunft. Das ambitionierte WorldLink-Projekt, das eine neue Datenachse zwischen Asien und Europa schaffen sollte, hat seine wirtschaftliche Grundlage faktisch verloren. Die zentrale Annahme eines stabilen Golfs ist hinf\u00e4llig.<\/p>\n<p>Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Datenkapazit\u00e4t rasant. Der Boom von Cloud-Diensten, Streaming-Plattformen und k\u00fcnstlicher Intelligenz f\u00fchrt zu einem exponentiellen Wachstum des Datenverkehrs. Tech-Giganten wie Meta, Google und Amazon investieren Milliarden in neue Infrastruktur. Meta plant mit \u201eProject Waterworth\u201c bereits ein weiteres globales Kabelsystem, das alternative Routen nutzt und geopolitische Risiken umgeht. Sicherheit wird zunehmend wichtiger als Effizienz. Dadurch drohen die Kosten zu explodieren.<\/p>\n<p>Diese Entwicklung hat massiven Einfluss auf die globale Vernetzung. Regionen, die bislang als sichere Korridore galten, verlieren an Bedeutung. Der Persische Golf, lange als schnelle und politisch kalkulierbare Alternative zur Route durch das Rote Meer betrachtet, f\u00e4llt derzeit aus. Stattdessen r\u00fccken andere Optionen in den Fokus. Der Nordkorridor \u00fcber Russland, eine Daten- und Infrastrukturroute zwischen Europa und Asien, die \u00fcber russisches Territorium verl\u00e4uft, ist technisch attraktiv, politisch jedoch hochsensibel. Der transkaspische \u201eMittlere Korridor\u201c bietet eine Alternative, ist aber komplex und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Selbst die Arktis gewinnt an Bedeutung. Projekte wie \u201ePolar Connect\u201c sollen k\u00fcnftig Verbindungen schaffen, die klassische Konfliktzonen vollst\u00e4ndig umgehen, auch wenn sie technisch anspruchsvoll und kostenintensiv sind.<\/p>\n<p>Parallel dazu entsteht eine zweite Entwicklung, die das Machtgef\u00fcge weiter verschieben kann. Satelliteninternet-Systeme wie Starlink umgehen Unterseekabel vollst\u00e4ndig. Statt weniger, klar definierter Leitungen entsteht ein Netzwerk aus Tausenden Satelliten, das sich territorialer Kontrolle weitgehend entzieht. Im Iran zeigte sich diese Dynamik besonders deutlich. Trotz massiver Einschr\u00e4nkungen des Internets gelang es Nutzern, \u00fcber satellitengest\u00fctzte Verbindungen weiterhin Informationen zu verbreiten. Damit wird Internetzugang selbst zu einem geopolitischen Instrument.<\/p>\n<p>Es entsteht eine neue Konkurrenz zweier Infrastrukturen. Auf der einen Seite die klassischen Kabelnetze, leistungsf\u00e4hig, effizient und kosteng\u00fcnstig, aber anf\u00e4llig f\u00fcr geopolitische St\u00f6rungen und gezielte Eingriffe. Auf der anderen Seite satellitengest\u00fctzte Systeme, weniger effizient, aber deutlich robuster und schwerer zu kontrollieren. Beide werden zunehmend von privaten Unternehmen betrieben. Staaten verlieren damit einen Teil ihrer Kontrolle \u00fcber die zentralen Verkehrswege der digitalen Welt. Die Europ\u00e4ische Union reagiert mit Investitionen in alternative Routen und Sicherheitskonzepte. Ziel ist es, die Resilienz der Infrastruktur zu erh\u00f6hen und Abh\u00e4ngigkeiten zu reduzieren. Doch die grundlegende Herausforderung bleibt bestehen: Sicherheit, Effizienz und geopolitische Unabh\u00e4ngigkeit lassen sich nicht gleichzeitig maximieren. Jede neue Verbindung schafft neue Abh\u00e4ngigkeiten.<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.4.2026 von Fabio Collovati bitte lesen in der JF 15\/26, Seite 12<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home &gt;Global\u00a0&gt;Aegypten\u00a0&gt;Syrien &gt;Arabien &gt;Hormuz Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Das \u00dcberschreiten der roten Linie: Journalismus im Irankrieg (13.4.2026) Die B\u00fcchse der Pandora: Hormus und kein Ende? 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