{"id":147531,"date":"2026-04-05T21:30:46","date_gmt":"2026-04-05T19:30:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=147531"},"modified":"2026-04-05T21:34:15","modified_gmt":"2026-04-05T19:34:15","slug":"kirche-islam","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-islam\/","title":{"rendered":"Kirche-Islam"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Religion\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/\">Religion<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Kirchen\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirchen\/\">Kirchen<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-politik\/\">Kirche-Politik<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/religion\/kirche-staat\/\">Kirche-Staat<\/a> &gt;Kirche-Islam<\/p>\n<div id=\"attachment_147422\" style=\"width: 651px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Koelner-dom-Ditib-Moschee-pan2026.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-147422\" class=\"size-full wp-image-147422\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Koelner-dom-Ditib-Moschee-pan2026.jpg\" alt=\"\" width=\"641\" height=\"407\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Koelner-dom-Ditib-Moschee-pan2026.jpg 641w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Koelner-dom-Ditib-Moschee-pan2026-180x114.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-147422\" class=\"wp-caption-text\">Zentralmoschee der DITIB in K\u00f6ln-Ehrenfeld und dahinter der K\u00f6lner Dom in 2026<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Identit\u00e4tsverlust: Vom Islam und das Versagen der christlichen Kirchen (3.4.2026)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/global\/deutschland\/deutschland-islam\/\">Deutschland-Islam<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Identit\u00e4tsverlust: Vom Islam und das Versagen der christlichen Kirchen<\/strong><br \/>\n<strong>Diskriminieren? Ja bitte!<\/strong><br \/>\nvon Konrad Adam<\/p>\n<p>Der K\u00f6lner Dom gilt nicht nur als das Wahrzeichen der Stadt, er ist auch das mit Abstand meistbesuchte Baudenkmal des ganzen Landes. Jahr f\u00fcr Jahr kommen an die sechs Millionen G\u00e4ste, viermal so viele wie nach Neuschwanstein, das M\u00e4rchenschloss des Bayernk\u00f6nigs Ludwigs des Zweiten. Jahrhunderte mussten vergehen, bis der Dom schlie\u00dflich vollendet war; fertig ist er bis heute nicht. Der Unterhalt kostet Geld, viel Geld, mehr Geld, als durch Kirchensteuern, Spenden, Zuwendungen, Subventionen hereinkommt. Verst\u00e4ndlich, dass die Dompropstei beschlossen hat, ab Mitte des Jahres Eintritt zu verlangen.<\/p>\n<p>Ausnahmen sind immerhin vorgesehen. Um die Gl\u00e4ubigen nicht zweimal zu schr\u00f6pfen, soll der Besuch der Kirche zur Zeit des Gottesdienstes eintrittsfrei bleiben &#8211; eine Sonderregelung, von der sich die Pr\u00e4laten, wohlvertraut mit der Schn\u00e4ppchenmentalit\u00e4t des gemeinen Volkes, einen Werbeeffekt versprechen: Der eine oder andere, der nur gekommen war, um w\u00e4hrend des Gottesdienstes Geld zu sparen, k\u00f6nnte ja entdecken, dass Kirchen mehr zu bieten haben als Weihwasser und bunte Fenster. Die Geistlichkeit geht mit der Zeit, sie macht es wie die gro\u00dfen Ladenketten, wie Lidl, Aldi oder Rewe, und versucht, der schleppenden Nachfrage durch Sonderangebote aufzuhelfen.<\/p>\n<p>Wer das l\u00e4ppisch findet, sollte ein paar Kilometer weitergehen, nach K\u00f6ln-Ehrenfeld. Dort haben die Muslims ihre Zentralmoschee errichtet, die gr\u00f6\u00dfte in Deutschland, wahrscheinlich in ganz Europa, betrieben und \u00fcberwacht von der DITIB, der t\u00fcrkischen Religionsbeh\u00f6rde, die ihrerseits der Regierung, mithin dem Pr\u00e4sidenten untersteht. Besuchern pr\u00e4sentiert sie sich als Ort des Friedens, der Hingabe und des Segens, verbunden mit der Anweisung, passende Kleidung zu tragen und die Schuhe auszuziehen; Frauen werden ermahnt, ihr Dekollet\u00e9 zu bedecken und sich ein Kopftuch umzubinden. Telefone sind auszuschalten, der Gebrauch von Foto- und Videokameras ist untersagt.<\/p>\n<p>\u00d6ffnungsversuche der Kirchen ziehen weitere Verluste nach sich<br \/>\nVerst\u00e4ndlich, dass so viel Glaubenseifer und Sittenstrenge die christliche Konkurrenz neidisch macht. Der Unterschied zwischen dem, was der Islam verlangt, und dem ordin\u00e4ren Treiben, das auf der Domplatte gang und g\u00e4be ist, springt in die Augen. Weniger verst\u00e4ndlich allerdings, dass sich die Kirchen so schwer tun, dem Anderen, das ihnen da so selbstbewusst entgegentritt, etwas Eigenes entgegenzusetzen. Sie haben verlernt, zu lernen; und sind damit auch schon verloren. Sie beantworten den Vertrauensverlust, den ihnen ihre besinnungslose \u00d6ffnungspolitik eingetragen hat, mit immer neuen \u00d6ffnungsversuchen, die immer weitere Verluste nach sich ziehen.<\/p>\n<p>Der polnische Philosoph Leszek Kolakowski, als abtr\u00fcnniger Kommunist erfahren im Umgang mit antiautorit\u00e4ren Autorit\u00e4ten, hat dies Eigene als die Spannung zwischen Orthodoxie und H\u00e4resie, zwischen Dogmen und Antidogmen, zwischen Wort und Tat beschrieben und in dieser Doppelnatur ein Grundmuster des christlich gepr\u00e4gten Abendlandes erkannt: Wissen gegen Glauben; Freiheit gegen Pr\u00e4destination; Werkgerechtigkeit gegen Gnadenwahl; sichtbare gegen unsichtbare Kirche; weltliche Gewalt gegen geistliche Gewalt \u2013 lauter Variationen eines einzigen Themas. Wer das verstanden habe, meinte Kolakowski, der wisse, \u201ewarum Europa vom Ursprung her christlich ist\u201c.<\/p>\n<p>Von diesem gro\u00dfen Thema wei\u00df der Islam so gut wie nichts. Er kennt nur einen einzigen Propheten, nur eine einzige Wahrheit, nur eine einzige Tugend: den bedingungslosen Gehorsam. Im Koran liest man immerzu dieselbe Floskel: Wenn du dies siehst, tue das; wenn du dies h\u00f6rst, sage jenes; und so weiter ad nauseam. Das unbefangene, selbstbewusste Individuum ist dem Islam verd\u00e4chtig, er fordert Unterwerfung. Nicht zuf\u00e4llig hat der franz\u00f6sische Romancier Michel Houellebecq seinem islamkritischen Roman den Titel \u201eSoumission\u201c gegeben. Er nennt den Islam eine dumme Religion \u2013 genauso dumm wie die Katholische Jugend, die der Parole \u201eAlle Christen glauben an Allah\u201c nachl\u00e4uft. Und f\u00fcr so viel D\u00e4mlichkeit vom zust\u00e4ndigen Bischof nicht einmal ger\u00fcffelt worden ist.<br \/>\nSelbst auf Albernheiten wei\u00df diese Kirche keine Antwort mehr. Um dem Zeitgeist auf der Spur zu bleiben, verzichtet sie auf die eigene Stimme, die unverwechselbare Botschaft. Zweitausend Jahre lang sind Europa und die Christenheit als austauschbare Begriffe behandelt worden, der eine stand f\u00fcr den anderen; damit ist es jetzt aus und vorbei. Der interreligi\u00f6se Dialog, von beiden Kirchen eifrig vorangetrieben, fordert seinen Preis, und beide z\u00f6gern nicht, ihn zu bezahlen. Aus der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit schlie\u00dfen sie auf gleiche Rechte, aus gleichen Rechten auf gleichen Rang, aus gleichem Rang auf gleiche Lehre. Und damit sind wir bei der neuen Zivilreligion, der Wertegemeinschaft, in der alle Katzen grau aussehen.<\/p>\n<p>In dieser Glaubensgemeinschaft ist f\u00fcr alle Platz, f\u00fcr Katholiken und Protestanten, f\u00fcr Schiiten und Sunniten, f\u00fcr orthodoxe, liberale und revolution\u00e4re Geister; nur f\u00fcr AfD-W\u00e4hler nicht. Eigenes wird versteckt, Typisches kleingeredet, \u201ealles St\u00e4ndische und Stehende verdampft, alles Heilige wird entweiht\u201c, wie vom Kommunistischen Manifest vorausgesagt. Daran zu erinnern, dass der Gebetsruf des Muezzin nicht nur anders klingt, sondern auch anderes verlangt als die Glocke, die den Sonntag ank\u00fcndigt, gilt als unstatthaft, wird als Sakrileg betrachtet, bek\u00e4mpft und verfolgt, gegebenenfalls auch bestraft. Solange der Muezzin die Auflagen des Immissionsschutzgesetzes erf\u00fcllt, haben Bisch\u00f6fe und Kirchenpr\u00e4sidenten gegen sein Rufen nichts einzuwenden. Sie vertreten einen Verein, dem die Mitglieder davonlaufen, weil sie die Satzung ernster nehmen als der Vorstand. Ein solcher Verein ist am Ende.<\/p>\n<p>Da sie nichts Eigenes mehr vorzuweisen haben, kriechen die Kirchenvertreter beim Staat, bei der Regierung, in Deutschland also: bei den Parteien unter. Als Staatspension\u00e4re freuen sie sich \u00fcber den Gewinn an Geld und Macht, den ihnen ihre Dauerpr\u00e4senz in Beir\u00e4ten, Rundfunkr\u00e4ten, Aufsichtsr\u00e4ten etc. eintr\u00e4gt; Vernetzung von kirchlichen und weltlichen Belangen nennt das die eitle Margot K\u00e4smann. W\u00e4hrend das Leben in den Gemeinden einschl\u00e4ft, wird es auf Kirchen- und Katholikentagen mit Parolen inszeniert, die nachbeten, was andere vorgebetet haben: Gott ist queer; black lives matter; wir schicken ein Schiff, und so weiter. Eine solche Kirche, hatte Joseph Ratzinger, damals noch Kardinal und Erzbischof von M\u00fcnchen, schon vor Jahren gesagt, \u201ebrauchen wir nicht, sie ist \u00fcberfl\u00fcssig. Sie wird ganz von selbst untergehen\u201c.<\/p>\n<p><em><strong>Der Islam w\u00e4chst schneller als die christlichen Kirchen schrumpfen<\/strong><\/em><br \/>\nDoch der Fortschritt ist z\u00e4h. Die S\u00e4kularisierung geht weiter, kommt sogar immer schneller voran, weil sie inzwischen von der Kirche selbst betrieben wird. Oliver Cromwell hatte Kirchen als Pferdest\u00e4lle benutzt, Stalin in Hallenb\u00e4der verwandelt; heute besorgen das die Kirchen selbst. Werden die Mausoleen Gottes, wie Friedrich Nietzsche sie genannt hatte, nicht kurzerhand abgerissen, werden sie verkauft und umgewidmet, als Turnhallen \u2013 gro\u00dfe Fl\u00e4chen! \u2013 oder Kletterg\u00e4rten \u2013 hohe W\u00e4nde! \u2013 umgenutzt. Ausgeschlossen ist bisher nur die Umnutzung in Spielhallen und Bordelle, aber auch das kann sich ja noch \u00e4ndern, der Fortschritt schreitet fort, und die Kirche macht mit.<\/p>\n<p>Bedenken oder Vorbehalte gibt es nur noch dann, wenn Kirchen in Moscheen umgewandelt werden sollen. Aber warum eigentlich? Wenn der Islam zu Deutschland geh\u00f6rt, was spricht dagegen? Er w\u00e4chst doch noch viel schneller als die christlichen Kirchen schrumpfen. Die Zeit, in der die Mehrheit kippen wird, ist absehbar. \u201eGebt nicht auf!\u201c hat die SPD-Abgeordnete Sawsan Chebli ihren Glaubensgenoss*innen zugerufen, die Demografie werde Fakten schaffen \u2013 wie Sultan Mehmet II. das ja auch schon getan hatte, als er die Hagia Sophia in eine Moschee verwandelte, und Pr\u00e4sident Erdo\u011fan ihm das neulich nachgemacht hat. Warum dann also nicht in Deutschland?<\/p>\n<p>Der Islam w\u00fcrde doch so vieles leichter machen. Er w\u00fcrde das Kirchenvolk von den anspruchsvollen Forderungen einer Moral befreien, die von der Kirchenf\u00fchrung selbst nicht mehr f\u00fcr voll genommen wird. Moral predigen ist leicht, hatte der Pfarrerssohn Nietzsche gesagt, Moral tun sei schwer. Wie schwer, erfahren die Vertreter beider Konfessionen im Umgang mit jenem Thema, das ihnen wie kein zweites auf den N\u00e4geln brennt, mit dem sie sich endlos herumschlagen, aber nicht fertig werden: mit der Verbindung von Macht und Sex, der sexualisierten Gewalt. Kein anderes Thema hat so viele Menschen aus den Kirchen vertrieben.<br \/>\nBILD<br \/>\nZentralmoschee der Ditib (T\u00fcrkisch-Islamische Union der Anstalt f\u00fcr Religion) in K\u00f6ln-Ehrenfeld, dahinter der K\u00f6lner Dom<\/p>\n<p>Da haben es die Muslims leichter. In seinem schon erw\u00e4hnten Roman berichtet Houellebecq vom Gl\u00fcck des Mannes, der sich nach seiner Konversion zum Islam zwei Frauen leisten kann, eine junge f\u00fcrs Bett und eine \u00e4ltere f\u00fcr alles andere. Solche Aussichten sind verlockend, die EKD wei\u00df das nat\u00fcrlich auch und hat sich wieder einmal ge\u00f6ffnet, diesmal in Richtung Polyamorie. Sie l\u00e4dt die Mitglieder*innen der LGBTIQ+Gemeinden zu ihren Kirchentagen ein, wo sie unter dem Markenzeichen \u201eKreuz und Queer\u201c nach Partner*innen suchen d\u00fcrfen. Eine Berliner Pfarrerin ist schon einen Schritt weiter und hat vier M\u00e4nnern, die sich zu einer polyamour\u00f6sen Lebens- und Liebesgemeinschaft zusammentun wollten, den Segen der Kirche erteilt.<\/p>\n<p>Wer das f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig oder anst\u00f6\u00dfig, sch\u00e4dlich oder obsz\u00f6n h\u00e4lt, der sollte unterscheiden: zwischen solchen Religionen, die Frauen kujonieren, den Rechtsstaat missachten, den Krieg verherrlichen und sich von einer Gottes-, also Priesterherrschaft die L\u00f6sung aller irdischen Probleme versprechen. Und solchen, die das nicht tun. Er sollte Unterschiede machen, sich auf das Eigene besinnen und Vorschriften bek\u00e4mpfen, die dazu geeignet sind, den \u00f6ffentlichen Frieden zu st\u00f6ren. Mit einem Wort: Er sollte diskriminieren.<br \/>\n&#8230; Alles vom 3.4.2026 von Konrad Adam bitte lesen in der JF 15\/26, Seite 16<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Religion\u00a0&gt;Kirchen &gt;Kirche-Politik &gt;Kirche-Staat &gt;Kirche-Islam Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Identit\u00e4tsverlust: Vom Islam und das Versagen der christlichen Kirchen (3.4.2026) Deutschland-Islam &nbsp; Identit\u00e4tsverlust: Vom Islam und das Versagen der christlichen Kirchen Diskriminieren? 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