{"id":147396,"date":"2026-04-02T20:43:51","date_gmt":"2026-04-02T18:43:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/?page_id=147396"},"modified":"2026-04-02T20:52:30","modified_gmt":"2026-04-02T18:52:30","slug":"ehegattensplitting","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/ehe\/ehegattensplitting\/","title":{"rendered":"Ehegattensplitting"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\">Home<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\">Selbsthilfe<\/a>\u00a0&gt;<a title=\"Familie\" href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/\">Familie<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ehe\/\">Ehe<\/a> &gt;<a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/engagement\/verbraucher\/steuern\/\">Steuern<\/a> &gt;Ehegattensplitting<\/p>\n<div id=\"attachment_142039\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/kaki-freiburg-pan251115.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-142039\" class=\"size-full wp-image-142039\" src=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/kaki-freiburg-pan251115.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"404\" srcset=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/kaki-freiburg-pan251115.jpg 640w, https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/kaki-freiburg-pan251115-180x114.jpg 180w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-142039\" class=\"wp-caption-text\">Kaki-Baum in Freiburg am 15.11.2025 &#8211; zwei Wochen vor der Ernte<\/p><\/div>\n<ul>\n<li><em>Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): <span style=\"text-decoration: underline;\">Klicken<\/span> oder scrollen<\/em><\/li>\n<li>Merz\/Klingbeil: MWST, Ehegattensplitting, Krankenversicherung (2.4.2026)<\/li>\n<li>Sollen wir das Ehegattensplitting abschaffen? Pro &amp; Contra\u00a0 (2.4.2026<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/ehe\/\">Ehegatten-Splitting: Staat diffamiert Privatleben von Frauen<\/a> (28.9.2025)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/familienrecht\/\">H\u00e4nde weg vom Ehegattensplitting<\/a> (15.7.2023)<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/ehegattensplitting-steuer-familie\/\">Ehegattensplitting Steuer Familie<\/a> (16.3.2013)<\/li>\n<li><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/familienrecht\/\">Familienrecht<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ehegattensplitting<\/strong><br \/>\nVon Ehegattensplitting spricht man, wenn Ehepaare und eingetragene Lebenspartner eine gemeinsame Steuererkl\u00e4rung abgeben. Hier gilt der Splittingtarif, der zumeist einen Steuervorteil bietet \u2013 gemessen an der steuerlichen Belastung bei zwei Einzelveranlagungen, bei denen jeder Partner eine eigene Steuererkl\u00e4rung abgibt. Beim Splitting werden die Einkommen der Eheleute zusammengez\u00e4hlt. Frei- und Pauschbetr\u00e4ge werden laut Finanztip verdoppelt, Werbungskosten und alle anderen steuerlich abzugsf\u00e4higen Positionen abgezogen. Das daraus ermittelte zu versteuernde Einkommen wird halbiert. Entsprechend des Steuertarifs wird die Einkommensteuer berechnet und dann verdoppelt. Die Steuerlast ist damit laut Wirtschaftsforschungsinstitut RWI unabh\u00e4ngig von der tats\u00e4chlichen Verteilung der beiden Einkommen.<br \/>\nBesonders Paare mit einem gro\u00dfen Gehaltsunterschied m\u00fcssen durch das Ehegattensplitting deutlich weniger Steuern bezahlen.<br \/>\n===========================================================<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Merz\/Klingbeil: MWST, Ehegattensplitting, Krankenversicherung<\/strong><br \/>\nDreieinhalb Jahre hielt die Ampel durch, doch auch die neue Regierung will unser Land anscheinend bewusst an die Wand fahren. Nicht anders ist zu erkl\u00e4ren, dass nun insbesondere von SPD-Fallbeil \u2013 sorry: Klingbeil \u2013 Vorschl\u00e4ge in Umlauf gebracht werden, die unter Einsch\u00e4tzung der realen und politischen Situation einfach nicht in die Welt passen. Das soll an einigen wenigen Beispielen aufgezeigt werden.<\/p>\n<p>Mehrwertsteuererh\u00f6hung<br \/>\nZun\u00e4chst ist da die geplante Mehrwertsteuererh\u00f6hung. Auch wenn diesem Staat absolut und relativ nie mehr Geld zur Verf\u00fcgung stand als derzeit, wird diese erwogen \u2013 und das gleich um zehn Prozent, von 19 Prozentpunkten auf 21 oder gar auf 22 Prozentpunkte. Zwar liegt unser MwSt-Satz in Europa noch im eher unteren Bereich; aber warum nicht wenigstens auf \u201enur\u201c 20 Prozent?<br \/>\nNach dem Beitritt der Ost-L\u00e4nder wurde die Mehrwertsteuer 1993 von 14 auf 15 Prozent erh\u00f6ht, weil die Einheit viel Geld kostete. \u201eBl\u00fchende Landschaften\u201c erforderten arbeits- und zahlungskr\u00e4ftige \u201cLandschaftsg\u00e4rtner\u201d. Nun holen wir uns zwar nicht auch fr\u00fchere L\u00e4nder kostentr\u00e4chtig zur\u00fcck, die jetzt zu Polen geh\u00f6ren; doch auch die Ukraine ist nicht umsonst zu haben: Wir sind inzwischen deren Hauptfinanziers. Aber will man durch die drastische Erh\u00f6hung der Mehrwertsteuer um zehn Prozent diese Hilfe bewusst scheitern lassen? Oder geht es um einen Kuhhandel: Zwei Prozent fordern, um ein Prozent zu bekommen?<\/p>\n<p>Ehegattensplitting<br \/>\nEin weiteres Thema ist das Ehegattensplitting. (Nat\u00fcrlich vorgeschobener) Hintergrund soll dem Vernehmen nach der Versuch sein, mehr Frauen zum Arbeiten zu motivieren und sie zu h\u00f6herer Teilzeitquote oder Vollzeitarbeit zu bewegen \u2013 denn durch das Ehegattensplittung lohne es sich f\u00fcr Frauen oft nicht, das zu tun. Behauptet besagter Klingbeil. Wenn aber schon die Diagnose falsch ist, braucht man sich nicht zu wundern, dass auch die Therapie nichts bringt: Denn der wahre Grund f\u00fcr den Irrglauben, dass eine Arbeitsaufnahme nicht lohne, ist die m\u00f6gliche Steuerklassenwahl III\/V \u2013 nicht das Ehegattensplitting! Arbeiten gehen mit Steuerklasse V ist tats\u00e4chlich unattraktiv, auch wenn der Fehler mit dem gemeinsamen Lohnsteuerausgleich wieder korrigiert wird, eine M\u00f6glichkeit, die immerhin von rund 12 Millionen Ehegatten genutzt wird. Das Problem war anscheinend bereits erkannt worden, aber die Abschaffung dieser Steuerklassenkombination zugunsten IV\/IV wird erst f\u00fcr das Jahr 2030 erwogen. Das geschah \u00fcbrigens bereits unter der Ampel-Regierung. H\u00e4tte dieses das Vorhaben ernstgemeint, warum dann erst f\u00fcr die \u00fcbern\u00e4chste Amtszeit und nicht in der laufenden? Alles Scharlatane!<br \/>\n.<br \/>\nKrankenversicherung: Mitversicherung der Ehegatten<br \/>\nKommen wir zur Krankenversicherung: Die Mitversicherung der Ehegatten soll abgeschafft werden Deren eigenst\u00e4ndiger Krankenversicherungsbeitrag soll 200 Euro betragen, die Pflegeversicherung 25 Euro. Gilt das dann auch f\u00fcr die vielen Migrantenehefrauen, die aus verschiedenen Gr\u00fcnden kaum arbeiten gehen? 200 Euro KV-Beitrag entspricht aber beim aktuellen Beitragssatz von 14,6 Prozent rund 1.300 Euro Lohn oder Gehalt. Konkret: Der Besch\u00e4ftigte zahlt zum Beispiel bei der AOK Baden-W\u00fcrttemberg 87,76 Euro, der Arbeitgeber 114,34 Euro (ohne Umlagen). Wer f\u00fcr nur 1.000 Euro jobbt, zahlt 50 Euro, der Arbeitgeber 87,95 Euro. Die angedachten (oder ausgew\u00fcrfelten?) 200 Euro Beitrag \u201cpassen\u201d da einfach nicht. Oder verursacht jemand, der \u00fcberhaupt nicht arbeitet, mehr Krankheitskosten als ein Jobber im unteren Bereich der fr\u00fcheren Gleitzone (jetzt \u201e\u00dcbergangsbereich\u201c), die bis zu 2.000 Euro im Monat reicht?<br \/>\nEine privilegierte Sonderstellung nimmt die Mitversicherung von Familienangeh\u00f6rigen in der T\u00fcrkei und dem Balkan ein: Nicht nur die Ehefrauen und Kinder im Herkunftsland sind mitversichert, sondern \u201einfolge des pauschalen Abrechnungsverfahrens je Familie ist es finanziell unbedeutend, wenn im Einzelfall der Kreis der mitversicherten Familienangeh\u00f6rigen nach den dortigen Rechtsvorschriften \u00fcber den Kreis der nach deutschem Recht mitversicherten Familienangeh\u00f6rigen hinausgeht.\u201c Also auch die Eltern! Und wer noch alles? Wer das nicht glauben mag, hier die amtliche Best\u00e4tigung dieses Irrsinns. Man darf gespannt sein, ob diese Deluxe-Regelung f\u00fcr Ausl\u00e4nder \u2013 unabh\u00e4ngig von der Abschaffung der Mitversicherung von deutschen Ehegatten \u2013 gekippt wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt.<br \/>\nBei der Krankenversicherung f\u00fcr B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger ist hingegen nat\u00fcrlich keine gro\u00dfen \u00c4nderung zu erwarten Die B\u00fcrgergeldbezieher (voraussichtlich ab Juli dann \u201eGrundsicherungsgeldbeziehende\u201c genannt) sollen auch k\u00fcnftig als versicherungspflichtige Mitglieder in der GKV verbleiben. Die vom Bund zu tragenden und zu zahlenden Beitr\u00e4ge sollen aber k\u00fcnftig \u201ekostendeckend\u201c ausgestaltet werden. Diese sollen 400 Euro pro Kopf und Monat betragen \u2013 doppelt so viel wie der Beitrag f\u00fcr bisher mitversicherte Ehegatten. Zum Vergleich: F\u00fcr privat krankenversicherte B\u00fcrgergeldbezieher zahlt der Staat aus Steuermitteln einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung in H\u00f6he von bis zu 421,77 Euro im Monat. Wenn die Beitr\u00e4ge des Bundes f\u00fcr B\u00fcrgergeldbezieher um rund 12 Milliarden Euro untergedeckt waren, bedeutet das f\u00fcr die Staatskasse k\u00fcnftig 24 Milliarden Euro mehr Ausgaben? Das w\u00e4re wahrlich ein teurer \u201eVerschiebebahnhof\u201c! Finanzminister Klingbeil hat bereits abgewinkt. Wie w\u00e4re es damit, das B\u00fcrgergeld auf jene zu beschr\u00e4nken, die B\u00fcrger dieses Landes sind? Das sind de jure Deutsche ab dem 18. Lebensjahr.<\/p>\n<p>Altersversorgung: Alle Zeichen stehen auf Desaster<br \/>\nAuch bei der Altersversorgung stehen die Zeichen auf Desaster. Die Herrschaften in Berlin wollen auf Biegen und Brechen die umlagefinanzierte Gesetzliche Rentenversicherung schw\u00e4chen und die L\u00fccke durch eine Art Riesterrente mit anderem Namen ausgleichen. Ich erspare es mir (weil es nichts n\u00fctzt) zum wiederholten Male vorz-rechnen, dass vier zus\u00e4tzliche Prozente des Verdienstes in der Gesetzlichen Rentenversicherung besser aufgehoben w\u00e4ren, als sie in ein undurchschaubares und nicht bestandgesichertes Finanzprodukt zu stecken. Hier soll nur noch die Frage gestellt werden, wird die Klingbeil-Merz-Rente besser laufen als die Riesterrente?<br \/>\nBei dieser mussten die Abschluss- und Vertriebskosten der Agenten und Versicherungsgesellschaften urspr\u00fcnglich auf einen Zeitraum von zehn Jahren verteilt werden (die sogenannte \u201cZillmerung\u201d). Diese gesetzliche Regelung war vorgesehen, damit mehr Sparbetr\u00e4ge in die eigene Altersvorsorge flie\u00dfen konnten als auf die Konten der Anbieter. Diese schwach gezillmerten Provisionen waren der Versicherungswirtschaft nicht genug \u2013 weshalb deren Lobby im Bundestag zum Jahr 2005 eine \u00c4nderung erwirkte: Die Abschluss- und Vertriebskosten durften nun auf f\u00fcnf Jahre verteilt werden. Erst ab jenem Jahr liefen die Gesch\u00e4fte mit Riester gut \u2013 aber nicht unbedingt f\u00fcr die Sparer.<\/p>\n<p>Wachsende Skepsis<br \/>\nJetzt aber sollen die Finanzprodukte \u00fcberhaupt nicht mehr gezillmert werden, sondern die Beitr\u00e4ge bis zur F\u00e4lligkeit in fast voller H\u00f6he in die Sparvertr\u00e4ge flie\u00dfen. So weit, so gut \u2013 aber die Kosten sollen auf ein Prozent begrenzt werden! Die Provisionen im Riester-Gesch\u00e4ft betrugen 8 bis 20 Prozent \u2013 und nun soll es nur noch ein Prozent sein? Die Ausgabeaufschl\u00e4ge f\u00fcr Fonds betragen immerhin 2-6 Prozent. W\u00fcrden Bundestagsabgeordnete mit ihren \u00fcppigen Di\u00e4ten f\u00fcr ein Prozent Erfolgsbeteiligung f\u00fcr die Akquise und Betreuung ihrer Kunden \u201eden Hintern hochkriegen\u201c? Wohl ebenso wenig, wie sie ihre Hintern auf den meist leeren Sitzen des Hohen Hauses niederlassen\u2026<br \/>\nMan k\u00f6nnte die bisherige und k\u00fcnftige Politik mit vielen anderen Beispielen fortsetzen. Aber es w\u00fcrde die Leser erm\u00fcden und sie in ihrer Skepsis \u00fcber das K\u00f6nnen und Wollen der hohen Politik nur best\u00e4tigen. Und noch etwas: Wir Autoren erhalten f\u00fcr unsere Arbeit \u00fcberhaupt nichts, sondern laufen dar\u00fcber hinaus noch Gefahr, angeklagt, verurteilt und eingesperrt zu werden. Noch nicht einmal eine \u201eGefahrenzulage\u201c f\u00fcr aufw\u00e4ndig recherchierte und verbreitete Artikel erhalten wir.<br \/>\n&#8230; Alles vom 2.4.2026 von Albrecht K\u00fcnstle bitte lesen auf<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ansage.org\/um-deutschland-vorm-ertrinken-zu-retten-braucht-es-rettungsschwimmer-keine-freischwimmer\/\">https:\/\/ansage.org\/um-deutschland-vorm-ertrinken-zu-retten-braucht-es-rettungsschwimmer-keine-freischwimmer\/<\/a><br \/>\n.<br \/>\n<a href=\"mailto:kuenstle.a@gmx.de\">kuenstle.a@gmx.de\u00a0<\/a><br \/>\n.<br \/>\n.<\/p>\n<p><strong>Sollen wir das Ehegattensplitting abschaffen? Pro &amp; Contra<\/strong><br \/>\nPro Das Ehegattensplitting bremst die Erwerbsbeteiligung von Frauen und f\u00f6rdert ihr Armutsrisiko. Es ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df.<br \/>\nAls das Ehegattensplitting 1958 eingef\u00fchrt wurde, war Adenauer noch Kanzler und die Hausfrauenehe die Regel. Der Mann ging arbeiten, die Frau versorgte Kinder und Haushalt. Selbst nach Inkrafttreten des Gleichberechtigungsgesetzes 1958 durfte sie nur erwerbst\u00e4tig sein, \u201esoweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar ist\u201c. Erst 1977 schaffte der Gesetzgeber die geschlechtsspezifische Aufgabenteilung in der Ehe ab. Zumindest auf dem Papier, in der Realit\u00e4t bleibt die unbezahlte Erziehungs- und Pflegearbeit bis heute \u00fcberwiegend an den Frauen h\u00e4ngen.<br \/>\nSie sind nach wie vor armutsgef\u00e4hrdeter als M\u00e4nner. Das liegt auch am Ehegattensplitting, da es ungleiche Einkommen von Paaren belohnt. Je ungleicher die Bruttoeinkommen, desto h\u00f6her der Splittingvorteil. Verdienen beide Partner gleich viel, etwa weil sie sich Sorge- und Erwerbsarbeit partnerschaftlich teilen, profitieren sie kaum oder gar nicht. Das bremst eine st\u00e4rkere Erwerbsbeteiligung von Frauen.<br \/>\nZwar kann der Mann seine Arbeitszeit reduzieren und sich um die Kinder k\u00fcmmern. In Einzelf\u00e4llen passiert dies auch. Da Frauen im Schnitt jedoch etwa drei Jahre j\u00fcnger als ihre Partner sind, verf\u00fcgen sie bei der Familiengr\u00fcndung \u00fcber weniger Berufserfahrung und verdienen weniger. Um das Familieneinkommen zu sichern, arbeitet meist der Mann voll weiter und die Frau reduziert. Ihre Arbeitszeit sp\u00e4ter wieder auszuweiten, rechnet sich wegen der steuerlichen Bevorzugung der Hauptverdiener-Ehe oft nicht.<br \/>\nDieser steuerliche Fehlanreiz ist f\u00fcr den Arbeitsmarkt fatal. Deutschland verliert laut den Arbeitsmarktforschern des IAB von 2020 bis 2035 aus Alterungsgr\u00fcnden etwa sieben Millionen Arbeitskr\u00e4fte \u2013 wenn kein Ausgleich stattfindet. Umso wichtiger ist es, die Anreize f\u00fcr Erwerbsarbeit zu steigern.<br \/>\nDa keine Frau allein aus steuerlichen Gr\u00fcnden zu Hause bleibt, geh\u00f6ren zwingend ein weiterer Ausbau der Kinderbetreuung und Pflegeangebote sowie familienfreundlichere Arbeitszeiten dazu. Ein wichtiger Hebel w\u00e4re ein Ende der Minijobs und der kostenlosen Mitversicherung. Um den Krankenkassenbeitrag zu sparen, verzichten Frauen auf eine sozialversicherungspflichtige T\u00e4tigkeit und landen im Alter erst recht in der Armutsfalle. Nicht nur die Wirtschaftsweisen fordern schon l\u00e4nger, das Ehegattensplitting zu reformieren, da vor allem Gutverdiener-Ehen profitieren. Vorschl\u00e4ge, wie sich soziale H\u00e4rten abfedern lassen, liegen auf dem Tisch. H\u00f6chste Zeit, sie umzusetzen.<br \/>\nBarbara Schmidt<br \/>\n.<\/p>\n<p>Contra Die Abschaffung w\u00fcrde nur dazu dienen, die Steuereinnahmen zu erh\u00f6hen. Die Steuergerechtigkeit w\u00fcrde leiden.<br \/>\nWozu ist der Staat da? Soll er die Menschen dazu zwingen, in bestimmte Rollen zu schl\u00fcpfen, um ihn zu finanzieren? Oder ist er da, um einen Rahmen zu schaffen, der es jedem erm\u00f6glicht, die Vorstellung von einem guten Leben zu verwirklichen? Das Ehegattensplitting sorgt zumindest daf\u00fcr, dass Eheleute unabh\u00e4ngig davon, wie sie ihr Einkommen erzielen und wie sie es verteilen, gleich besteuert werden. Entscheidet sich ein Paar daf\u00fcr, dass sie voll arbeitet und er zuhause bleibt, um Kinder zu erziehen, wird es gleich besteuert, wie wenn beide Eheleute erwerbst\u00e4tig sind und ein gleich hohes Einkommen erzielen.<br \/>\nNun ist es so, dass Paare mit sehr unterschiedlichen Bez\u00fcgen beim Splitting weniger Steuern bezahlen m\u00fcssen, als wenn sie individuell besteuert w\u00fcrden. Dies ist der Steuerprogression geschuldet. F\u00fcr jeden zus\u00e4tzlich verdienten Euro oberhalb des steuerfreien Existenzminimums steigt der Steuersatz bis zur H\u00f6he des Spitzensteuersatzes an.<\/p>\n<p>Wer nun eine Ehe als Verantwortungsgemeinschaft begreift, in der sich die Beteiligten zum wechselseitigen Unterhalt und zur Arbeit f\u00fcr die Familie bekennen, kann die Steuer nicht individuell bemessen. So sch\u00fctzt das Splitting davor, dass zum Beispiel die Betreuung der Kinder in der Familie steuerlich abgewertet wird. Denn wer f\u00fcr eine Abschaffung des Splittings pl\u00e4diert, l\u00e4sst genau jene Leistungen in den Familien au\u00dfen vor, die nicht \u00fcber den Markt abgerechnet werden. Diese w\u00fcrden ja bei der Einkommensteuererkl\u00e4rung nicht mehr ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>So wollen die Gegner des Splittings letztlich mehr Menschen in eine steuer- und sozialversicherungspflichtige T\u00e4tigkeit dr\u00e4ngen. Das Ziel der Splitting-Kritiker ist, dem Staat zus\u00e4tzliche Mittel zu beschaffen, damit die Regierung Finanzl\u00f6cher stopfen kann. Defizite kann man aber auch senken, wenn man spart.<\/p>\n<p>Ob nach einer Abschaffung des Splittings die Besch\u00e4ftigung steigen w\u00fcrde, ist umstritten. Abschreckend wirkt auch die Einordnung in Steuerklassen, die den Lohnsteuerabzug f\u00fcr die Finanz\u00e4mter erleichtert. So wird bei der Wahl der Steuerklassen III und V der Besserverdienende in der Klasse III bei der Steuer-Vorauszahlung wegen der Anrechnung der Freibetr\u00e4ge beg\u00fcnstigt, w\u00e4hrend der Geringverdienende in der Klasse 5 schlechter gestellt ist. Obwohl die endg\u00fcltige Einkommensteuer davon unber\u00fchrt bleibt, kann dies die Entscheidungsgrundlage f\u00fcr eine Erwerbst\u00e4tigkeit verzerren.<br \/>\nBernd Kramer<br \/>\n.. Alles vom 2.34.2026 bitte lesen auf https:\/\/www.bdische-zeitung.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Home\u00a0&gt;Selbsthilfe\u00a0&gt;Familie &gt;Ehe &gt;Steuern &gt;Ehegattensplitting Listenauswahl eines Beitrags (Artikel\/Datum, Seite\/Inhalt): Klicken oder scrollen Merz\/Klingbeil: MWST, Ehegattensplitting, Krankenversicherung (2.4.2026) Sollen wir das Ehegattensplitting abschaffen? Pro &amp; Contra\u00a0 (2.4.2026 Ehegatten-Splitting: Staat diffamiert Privatleben von Frauen (28.9.2025) H\u00e4nde weg vom Ehegattensplitting (15.7.2023) Ehegattensplitting Steuer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/selbsthilfe\/familie\/ehe\/ehegattensplitting\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":55156,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-147396","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/147396","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=147396"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/147396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":147403,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/147396\/revisions\/147403"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/55156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.freiburg-schwarzwald.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=147396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}